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dl» Soilage für Bewilligung eines weiteren Kredites für dos
Darmstädter Hoftheater. Me wir hören, werden ,K 100 000 zur trifte als Zuschuß, zur Hälfte als Darlehen gefordert. Die Stadt Darmstadt hat den gleichen Betrag bewilligt unter der Voraussetzung, daß auch der Staat den gleichen Zuschuß leistet. Eine weitere Vorlage betrifft die Außerkraftsetzung von Vorschriften der Stadt- und Landgemeindeordnüng, weiter lag vor ein Entwurf betr. die Vereinfachung des Enteignungsverfahrens zur Sleschajsung von Arbrif-zelezenheit. Die Ausschüsse beider Kammern tagten am Vormittag gemeinsam, berieten von 12 Uhr ab die einzelnen Vorlagen in jeder Kammer getrennt, woraus sie am Nachmittag nochmals gemeinsam berieten und sich im Prinzip mit allen Vorlagen einverstanden erklärten.
Ans der Heimat.
* Friedberg, 12. Dez. Während der Krieg draußen im Selbe seine Opfer fordert und wir das Scheiden eines lieben jreundes nach dem andern tief beklagen müssen, trifft uns heute jäh und schmerzlich eine Trauerbotschaft, von einem Un- glückssall, der sich aus dem Bahnhof Holzhausen v. d. H. ereignet und der einen lieben, guten Menschen und treuen Freund unserer Sache, den Landwirt Alois Haas von Ober- Erl e n b a ch, betrofsen hat. Er geriet beim Ueberschreiten des Eeleises unter die Räder des verspätet ankommenden Zuges. Die Verletzungen sind sehr gefährlicher Art, während sein 'Kind, das der Verunglückte bei sich hatte, zum Glück nur leicht verletzt wurde. Wir hoffen zu Gott, daß unser Alois Haas seiner Familie und seine» Freunden erhalten bleiben möge.
* Frirdbcrg, 12. !Eej. (Toppelguartctt.) Der Reinertrag des vaterländilchcn Abends in Höhe von Mk. 31h,30 ist heute an die Lazarettveilvaltuirg abgefiihrt worden.
* Friedberg, 12. Dez. Hut Härte» bei der Abfindung mit Kriegsgebiihrnisien auszuschließen, genehmigte das Kriegsmi- »isterium, daß mit rückwirkender Kraft bis zum 1. August 1811 in den Fällen, in denen Ossiziere, Beamte und Mannschasten des Fliedensstandes im Frieden einschließlich der Zulagen usw. ein höheres Diensteinkommen bezogen haben, als ihnen jetzt an Kriegsbesoldung zusteht, das höhere Friedenseinkommen so lange sortgewährt wird, bis ihr Kriegseinkommen durch Auf- rücken in eine andere Stelle oder durch sonstige Umstände dem Friedenseinkommen mindestens gleichkommt.
* Gießen, 11. Dez. Aus die beiden Vorstellungen im hiesigen Stadttheater am koAlinenden Sonntag ist ganz besonders hingewiesen, da sie bei mäßigen Preisen, zwei interessante abgerundete Aufführungen bringen. Am Nachmittag wird bet Volkspreisen zum unbedingt letzten Male Gutzkows historisches Lustspiel „Zops und Schwert" gegeben. Am Abend gelangt zur einmaligen Aufführung Sudermanns spannende Komödie „Die Schmetterlingsschlacht"
Hessrn-Rassau.
* Hansel», 11 . Dez. Beim Holzfällen im Eemetndewakde
von Silges wurde der 20jährige Hohhauer Karl Remmert von einer Tanne erschlagen. Der Verunglückte sollte in einigen Tagen ins Feld einrücken.
* Groß-Gerau, 12. l>ej. Am 9. Dezember brach in der hiesigen Zuckerfabrik in den Räumen de, Trockenschnitzellagms ein Brand aus, der bald gelöscht wurde.
* ?• Usingen. 11. Dez. Aus dem letzten Schweinemarkt waren 42 größere Tiere und 201 Ferkel angefahren. Der Handel war unbedeutend,
* l- Usingen, 11 . Dez. Bahnmeister Liebegott dahier wurde nach Braunfels versetzt. An seine Stelle trat Bahn- meifter Schulte aus Frtedberg.
* f. »ommershei«, 11. Dez, Zn einem Hause der Wall, straße wurde vom Vorplatz ein lleberzieher entwendet. Der Täter entkam unerkannt und warf die in den Taschen sich befindlichen Papiere weg.
Etarkrnburg.
* Darmstadt, 11. Dez. Von der Feldpost. Ein interessanter Brief aus Eedan liegt uns vor und wir könne» uns nicht versagen, den Lesern einen kleinen Ausschnitt mitzuteilen, der für sich selber spricht: Er ist vom 6, Dezember aus einem Lazarett in Sedan datiert, wo der Briefschreiber seit etwa acht Tagen liegt. Der Brief kam am 8, abends hier an und kautet der Eingang: Liebe Familie G.I Gestern erhielt ich von meinem Truppenteil eine» ganzen Sack mit der Post, darunter auch ihre Paketchen sowie das Paket ihrer Eltern und einen Brief vom 28, 8,, nebst den anderen Briefen von Zhiien, Es waren etwa fünfzig Briefe, die aus einmal ankamen und eine ganze Menge Pakete, jedenfalls hatte ich einen ganzen Tag Arbeit, alles zu sortieren. Gestern Abend haben wir dann ein Festesten veranstaltet!
* Darmstadt, 11. Dez, Wegen Unterschlagung von Liebes- gabenpakete» wurde der seit einiger Zeit aushilssweise wegen Mangel an geeignetem Personal bei dem hiesigen Postamt beschäftigte frühere Kausmann Büchner aus Köln in llntersuch- ungshast genommen. Er hat in zahlreichen Fälle», von denen er bis jetzt zwölf eingestanden hat, für unsere Soldaten im Felde bestimmte Pakete, die meist wegen ungenügender Adreste an die Absender zurückgehen sollten, unterschlagen, geöfsnet und de» Inhalt für sich verwendet. Hierbei stellte sich die Tatsache heraus, daß B. schon einmal mit vier Monaten vorbestraft ist und daß die Post sonderbarerweise bei der Einstellung des Mannes nichts erfahren hatte. Jedenfalls hat man sich auch nicht hinreichend orientiert.
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Herr
Hch. Wilh. Schreitz
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nach kurzem aber schwerem Leiden sanft dem Herm cntschlasett ist. Ober-F!orlad1, den 1l. Dez, 1914.
Die lifflraiicrnUfu ^intfrbüfbfiru.
3. d. 9t.:
Lina Schreitz, zeb. Dauerntzeim.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 13. Dez, nachmittags 2 Uhr statt.
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