91* m
9Jtut Tageszeitung, t-amstag, den H. Lezemtsr 1»14
ten die Russen unter dem Schutze von Kriegsschiffen einen Landnngsversuch bei Gonia, südlich Dutum, um unsere Truppen in der Flanke anzugreifen. Die gelandeten Ruf. sen wurden zum Rückzuge gezwungen und erlitten schwere Verluste. Wir nahmen ihnen während des Kampfes zwei
Geschütze weg.
Im Wilajet Wau warf unsere Kavallerie einen Angriff der russischen Kavallerie zurück. An der persischen Grenze östlich Wan bei Deir haben wir einen russischen Angriff ab- gewiesen und dem Feinde Verluste zngesügt.
Der ägvpiischc Feldzug. Mailand, 11. Dez. Einer Meldung des „Corriere della Sera" aus Kairo zufolge ändert die Stadt ihr bisheriges gleichgültiges Aussehen. Et- was liegt in der Lust. Die Eingeborenen ziehen sich auf- fällig ans dem Europäcrviertcl ins Innere zurück. Tie Lage wird durch den bevorstehenden Systeinwcchscl schwie- riger. Kürzlich durchzog abends ein Ambulanzzng das Zentriun der Stadt. Man redete dem Volk vor, cs seien Kranke, doch erriet man die Wahrheit, ohne zu wissen, wo- her die Verwundeten kamen.
lieber das Vorrücken des türkischen Heeres aus Syrien und Palästina laufen verschiedene Nachrichten ein. Dort sind seit drei Monaten alle Holzbestände requiriert, um Fahrzeuge zu bauen. Aegypten weiß, das; das vorrückende Türkenhecr deutsch in der Ausbildung und Führung und ein mächtiges Werkzeug ist. Das Okkupationsheer erfährt fortwährend Verstärkungen durch Indier, Australier und Kanadier, weitere, darunter Japaners? D. Red.), würden erwartet.
Russische Grausamkeiten. K o »ist an t! n o p e l, 1t. Dez. <W B. Nichtamtlich). Der am letzten Mittwoch hier eingeiras- sene türkische Konsul in Chol schildert in den Blättern die ihm der Rassen zuteil gewordene unerhört schlechte Behand- lui:; Am 3. Dezember drangen die Russen gewaltsam in das türkische Konsulat ein, bemächtigten sich der amtlichen Schriftstücke. plünderten, was nicht niet- und nagelfest war, sperrten den türkischen Konsul und dessen Familie in dem russischen Kon' sulat ein und brachten sic dann nach TLbris, wo sie den üsier- reichijch-ungarijchcn Konsul von Täbris scwie andere türkische Konsuln trasen, die gleichfalls »ützhandclt worden waren. Alle wurden unter tausend Entbehrungen nach Baku-Rostow-Mos- kau-Pctersbnrg und schließlich nach Finland gebracht. Die Rusien nahmen ihnen all ihr Geld ab. Der Konsul sah in Tillis eine Anzahl osmanischcr Staatsbürger, die unter unsäglichen Gewalttätigkeiten in die Verbannung nach Sibirien gebracht wurden. Gerüchten zusolgc, wurden mehrere türkische Konsnlatsgebäude in Rußland in Brand gesteckt.
Italien und die Türkei. Wien, II. Dez. (W. V. Nichtamtlich). Nach einer Meldung der Politischen Korrespondenz verlautet in diplomatischen Kreisen, daß die italienisch« Botschaft mit der Psorte über die Regelung verschiedener, zwischen den beiden Regierungen schwebender Fragen, darunter der Anerkennung der Tripolitancr und Dengasicr als italien siche Staatsangehörige verhandeln würde.
Vom Balkan.
Fekdmarjchall o. Goltz in Sofia. Sofia, 11. Dez. (W R. Nichtamtlich). Feldmarschall v. d. Goltz ist heute Nacht hier cingctrosfen und von den Gesandten Deutschlands und der Türkei am Bahnhof begrüßt worden. Der Feldmarschall wird, wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, morgen vom König von Bulgarien in Audienz empfangen werden und wird ihm ein Handschreiben des Deutschen Kaisers überreichen.
Die Türkei und Bulge.je». K o n st a n t i n o p c l, 11. Dez. lW. B. Nichtamtlich). Der neuernannte bulgarische Gesandte am Wiener Hose Toschew, wird Konstantinopel in einer Woche verlassen. In einer Unterredung, die Toschew einem Mitarbeiter des „Taswir-i-Eftiar" gewährte, erklärte der Gesandte, er verlasic Konstantinopel als Freund der Türkei. Seine Versetzung nach Wien bedeute nicht einen Wechsel in der auswärtigen Politik Bulgariens, das die Erhaltung der herzlichste»
' sichnngen mit der Türkei anstrebe. Beide Teile seien zu
Erkenntnis gelangt, daß diese Politik ihren Intercessn >'Nd. >yrcr Zukunft entspreche. Gewisse Leute, sagte Toschew, verbreiteten falsche unsinnige Gerüchte, indem von Adrianopel gesprochen wird. Die Gerüchte sind auf Intrigen unserer Feinde zurültznsiihren. Die Adrianopeler Frage gilt sür uns i.icht inehr Wir werde» nie. vergcsicn, daß wir Mazedonien wegen Adrianopcls verloren haben. Bulgarien beschloß, neutral zu bleiben und seine berechtigten Interessen bis zum äußersten zu verteidigen. Toschew erllarle schließlich, er sei zufrieden, in eine Stadt, wie Wien zu kommen.
Aus der rumänische» Kammer. Bukarest, 11. Dezbr {'Iß. 83. Nichtamtlich). In der Kammer wurden heute unter dem Beisall des Hauses die anläßlich des Todes .König Kaiols von dem deutschen Reichstag sowie dem ungarischen Abgeord- ictenhaus gesandten Beilcidsdepcschen verlesen.
Das Ende des Burenanfftandes.
Es kann leider keinem Zweifel mehr unterliegen, daß unsere Hossnunge», die wir aus den 8lusstand der Buren in Südafrika gesetzt haben, nicht in Ersällung gegangen sind. Bothr hat triumphiert und der gcwisicnlose Schurke, der am Ende des Burenlrieges sein Land an die Engländer verraten hat, dann für die Burensachc schnorrend, in deutschen Landen um- hergezogcn ist, bis er von de» Engländern den klingenden Lohn '»halte» hat, ist abermals oben geblieben. Wie der Jagdhund seinem Hern» schweifwedelnd die Beute vor die Füße legt, so legt Botha sein zerlnechtetcs Vaterland gehorsamst dem englische» Unterdrücker vor die Füße. Das Land und der Staat dcr Buren ist nicht inehr. Der Fluch der Menschheit, das rote Geld und inehr noch Diamailten, wurden im Lande gefunden. Wo 8la» sind, sammeln sich die Rübe» und das Gold zu finde», da eilen die Jobber hin. Eni Teil der Buren, den Millionen- bauern im Weichbild unserer Großstädte vergleichbar, sind reiche Lcute geworden; sie haben keine Lust, ihr Wohlleben um Ideale willen aufzugcben, sic hoben daruui ihren Frieden init den
Engländern gemacht. Dazu gehört« Botha und sein Spießgeselle
Smuts. Wir sind ganz mit der „Frankfurter Zeitung" einver- standcn, wenn sie urteilt: „Wer ist di« Stütze der Brktenherr- kchaft? Bor allem die internationalen Kapitalk» sten im Lande, die Minenjobber und Bahnmagnaten, die den Burenfreistaaten das Joch der englischen Herrschaft durch ihre Intrigen aufgelegt haben." Die de Wet, Beyers, Moritz, Kemp und wie die braven Buren vom alten Schrot und Korn alle heißen, inußtcn unterliegen und dem Coldknechte des internationalen Kapitalismus, dem Botha, der sich wie alle Scherge» durch rücksichtsloses und brutales Vorgehen auszeichnet, Platz inachcn England's Gold hat in Südwestafrika zum zweiten Mal gesiegt.
Der Tod des Generals Beyers. Amsterdam, 11. Dez.
8l»s Pretoria wird gemeldet, daß die Leiche des Generals Beyers erkannt ist. Eine ärztliche Untersuchung der Leiche ergab, daß keine Wunden vorhanden waren, und daß der Tod durch Eitrinkcn cingetrcten »var. Beyers, der zu Pferd durch den Baalsluß schwimmen wollte, siel von seinem Pserde in einem 8lbstand von ungesähr 300 Meter vom Ufer. Wahrscheinlich »var er crschöpst von den» Kampfs gegen den Strom. Man hörte ihn rufen: „Ich kann nicht mehr." Ein Soldat rief ihm zip ob er verwundet sei, aber Beyers antwortete: „Ich krnn nicht schwiinmcn, mein Ueberzicher hindert mich an jeder Bewegung. Infolge des heftigen Feuers der Ausständischen am jenseitigen Ufer war cs nicht möglich, Beyers zu helfen und so kam Beyers und noch ein anderer Aufständischer in den Wellen um.
Verein. Staaten von Amerika.
i
Einhalte» dcr Neutralität. London, 11. Dez. (W. V. Nichtamtlich.) Die „Times" ineldte aris Washington: Staatssekretär Bryan erklärte, daß der Präsident der United States Steel Company, Schwaö, den Plan, Unterseeboote sür die Kriegführenden zu bauen, aufgegeben hat. Schwab wurde dazu durch die Ueberzeugung Wilsons bewogen, daß selbst die Lieferung nicht zusammengesetzte Schiffsteile mit der aiuerikanischen Neutraltät »»»vereinbar wäre. Ter „Times"-Kvrrespondent fügt hinzu: Diese Entscheidung des Präsidenten ist ein enffchiedcner Erfolg der Deutschen, da die Unterseeboote an die Verbündeten geliefert worden wären. Die Deutschen erheben auch Protest gegen den Verkauf von Munition an die Verbündeten durch Pri- vatfirmen. Ihre Anschauung findet bereits im Kongreß Unterstützung. Gestern wurde im Senat eine Gesetzesvorlage cingebracht, die de» Verkauf von Waffen und Munition an ein Land, das mit einem andere»» Lande, das mit den Vereinigten Staate» in Frieden lebt, Krieg führt, für ungesetzlich erklärt. In» Rcprüsentanteiihause wurde eine Gcsetzesvorlage cingebracht, die den Präsidenten ermächtizt, die Ausfuhr solcher M»»nition zu verhindern. Den» Senate tnurde eine Resolution vorgelegt, die genaue Auskünfte über die Tätigkeit der amerikanischen Fabrikanten ans diesem Gebiete verlangt.
Tic inilitärische Starke des Staates. London, 11. Dez. (W. B. Nichtaintlich.) Die „Central News" melden aus Washington vorn 9. Dczeniber: Der Staatssekretär für den Krieg stellt in den» heute veröffentlichten Jahresbericht fest, daß die Vereinigte» Staaten am 39. Juni über eine mobile Ari»»ee von 1495 Offziercn und 29405 Mann sowie über eine organisierte Miliz von 6323 Offizieren und 119067 Mann verfügten und mit dcr Nationalgardc im besten Falle 9818 Offiziere und 148,493 Mann aufbringen könnte». Der Staatssekretär ei»»psichlt die sofortige Bewilligung weiterer 25,000 Mann und 1000 Offiziere.
Ans Frankreich.
Frnnkrcich »utcr cuglischcr Vormnndschasi. Wir berichten jüngst, daß die Engländer in der französischen Stadt Le Havre ungehindert die Ecns»»r ausübcn. Ein Gegenstück wird ans Calais ge»neldet: Ein neuer Beweis für die Ab- hängigkeit Frankreichs vo»i England wird durch folgende Meldung des „Berl. Lok.-Anz." aus Rosenüaal geliefert: Dem Maire von Calais ist ein „euglifüscr Gehilfe" beige- gebrn worden. In dcr Stadtratssitzung kam cs infolge dieses Eingriffs in die „Unabhängigkeit dcr Munizipalität" zu erregten A>isei»»andersetzungci». Eine vo»n Präfekten verlesene Regierungserklärung beschwichtigte die Stadtväter. Mehr als die Hälfte der Anwesenden enthielten sich der Stimmabgabe. Von der Zensur werden kritische Bemerkungen in der Presse unterdrückt, doch gibt der Sitzungsbericht die aufgeregte Stimmung der Stadträte deutlich tvieder.
Die Rückkehr der frauzösischen Regierung »ach Paris. Von der Schweizer Grenze, II. Dez. Die Mitglieder des französische»» Parlaments, welche in» Felde stehen, haben vom 16. Dezeuibcr an Urlaub erhalten zur Teilnahme an der ParlamcntSsitzung vom 23. Dezember.
Z» der heute erfolgenden Rückkehr der französische» Regierung nach Paris erinnert das „Journal" daran, daß die Verlegung der Regierung »ach Bordmur seinerzeit auf Befehl des Generals Jofsre erfolgt und daß auch die jetzige Rückkehr von Jofsre gebilligt sei. Das offiziöse Blatt fährt dann fort: In militärische» Kreisen bat inan die Gewißheit t?), daß es »vährend der nächsten vier Wochen nicht möglich ist, den durch die Verbündeten Armeen gebildeten Eisenring z» durchbrechen. Wird nn» aber die Rückkehr der Regierung desiniiiv sein? Nicinand kann in dieser Beziehung gegenwärtig eine ernste Meinung äußer». Alles hängt von den militärischen Ereignisse» ab >»»d nicht von den» Willen dcr Regierung.
Kohlenmangel. Paris, 11. Dez. (W. B. Nichtaintlich.) Nach den» „Tenips" betrug die Pariser Kohleneinfubr in der zweiten Noveniberbälfie 80,000 Tonnen anstatt der notwe'i- digen 300,000 Tonnen. Infolge de? Steigen? der See>
®«ue s.
srachten ist der Preis sür englische Kohlen um 11.25 Franc» für die Tonne gestiegen.
Aus Rußland.
Eroßfiirst Nikolai, die Bestie. Berlin, 10. Dez. Zur Ab- setzung russischer Generale heißt cs in einer Stockholmer Meldung der „Boss. Ztg": Wie der aus Rußland zurückgekrhrte Professor Sjergrecn im „Dagens-Ryheter" berichtet, behandelt Großfürst Nikolai Nikolajewitsch die ihm unterstellten Generäle aus das brutalste. Nach der Sihlacht bei den mastiiilcknm Seen berief er den General Sasimcfs zu sich, riß ihm mit eigener i,and di- Epaulcitcn herunter und schlug ihn zu Boden. Dan»» ließ er ihn abfnhren und vor ein Kriegsgericht stelle».
Die Stimmung in Rußland. Petersburg, 10. Dezbr. In den höheren russischen Gesellschaftskreisen ist ein Ausspruch einer angesehenen Persönlichkeit zum geslugeltcn Wort geworden, der ein scharfes Schlaglicht auf die Stimmung, die man dort für den englischen Bundesgenossen empfindet, zu werfen scheint. „Es unterliegt keinem Zweifel, England wird mit Tupferkeit bis auf den letzten russischen Soldaten kämpren." Nachdem es bereits in einem Artikel des „Rjetsch" hieß. Rußland kämpft für den König von England, scheint obiger 8l,»s- spruch der Wiedergabe wert, da er ein grelles Licht auf die russische öffentliche Meinung wirft.
Ans England.
Wahlniederlage in Irland. London, 11. Dez. iW B Nichtamtlich) „Daily Mail" nreldct: Die erste Nachwahl »un» Unterhaus, nachdem das So»ncrulszesetz die königliche Genehmigung erhielt, sand am g. Dezember in Tullamore in Irland statt. Dos Ergebnis war überraschend, da der ossizielle Kandidat dcr nationalistischen Partei durch einen unabhängigen Nationalisten geschlagen wurde. Um den Ausgang der Wahl zu würdigen, muß man wissen, daß der Führer der offiziellen irischen Partei Rcdmond die Rolle des irischen Boiha spielt und ganz in englischen Diensten steht. Die irischen Wähler haben durch diese Wahl deutlich kundgcgcben, daß sie nicht gewillt sind, die Soldknechte Englands zu spielen.
Die cngli»chcu Anstrengungen NM Portugal. Konstant». no»pcl, 8. Dez. (W. B. Nichtamtlich). „Tanin" bedauert, daß Portugal sich von Englaud verführen lasse, obgleich cs das Beispiel Belgiens vor Augen habe. Das Blatt macht sich über Lord Kitchener lustig, der, während er früher von Millionen englischer Bajonette gesprochen hatte und noch forffahre, von der zweiten und dritten Million englischer Soldaten zu schwätzen, zu tausenderlei Kniffen seine Zuflucht habe nehmen müssen, um :n Portugal 50 000 zusainmcnzubringcn. Mir cinp. flndcn, schließt das Blatt, besondere Freude darüber zu sehen daß England sich so weit erniedrigt, die Hilfe Portugals an. znflehen.
Englischer Justizmord an einem deutschen Konsul. Adolf
A h l c r s , ein in England naturalistertcr Deutscher, bis ,um Ausbruch de Krieges Konsul des Deutschen Reiches in Sünder, land. der des Hochverrats angcklagt war, weil er Deutschen b-. höflich gewesen war, England zu verlassen, ist vom Gericht sür schuldig erklärt nnd zum Tode verurteilt worden.
HWpreije siir Merkartofftln.
Berlin, 11. Dez. (W. B. Nichtamtlich) Die von dem Bundeseat festgesetzten Höchstpreise für Futtcrkartoffeln sind: Im ersten Preisgcbiet lOstcn) 30 Mark, im zweiten Preisgc. bict (Mitteldeutschland) 37.30 Aiark, !m dritten Prcisgebict »Nordwestdeutschland) 30 Mark, im vierten Preisgebiet (West, nnd Südwcstdeutschland) 10.50 Mark für'die Tonne. Die Höchst, preise gelte» beim Verkauf durch die Produzenten, aber nicht sür Verkäufe, die eine Tonne nicht übersteigen.
Ein Verräter.
Leipzig, 11 . Dez. (M. 83. Nichtaintlich) Das Reich-ge- rickt verurteilte den Bäckergeselle» Max Schessler wegen versuchten Beirats »nililärischer Geheimnisse zu vier Jahren >cch, Monaten Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. 8lls erschwerend kam in Betracht, daß der Angeklagte als Deutscher in gewinnbringender Absicht gehandelt hat.
Vorn Felde der Ehre.
Echzell. Zwei Söhne des Schrcinerineisters Stoffel haben zu gleick)er Zeit das Eiserne Kreuz erhalten. Beide dienen im Jnfantcrie-Regimciit Nr. 116. Ossizierstellver- trcter Karl Stosfel war verwundet, geheilt wieder an die Fiont zurückgekehrt. Unteroffizier d. Res. Rick>ard Stoffel hat sämtliche Ehrentage seines Regiments bis heute gesund und unverletzt erleben dürfen.
Langsdors. Zu den bekannten vier Rittern des Eisec- »en Kreuzes aus unserer Gemeinde, kommen nun noch zwei weitere hinzu. Vizewachtnieister d. Res. Hrch. Roth vom Hess. Trainbataillon »nd Vizefeldwebel d. Res. Hermann Kneipp vom Inf.-Regt. Kaiser Milhelm. Außerdem wurde Kanonier Willy Bender vom Art.-Regt. Nr. 61 mit der Hess. Tapfcrkcitsmedaillc ausgezeichnet. Ein Beweis, daß auch linfere Langsdorfer Skodatcn mit einem tapferen Geiste beseelt sind.
Ans dem hest. Landtag.
Unter -dem Vorsitz des Staats und Iustizministers Dr. v. Ewald sind die Finailz- und Gesetzgebungsausschnsse der beiden Ständckannnern zusainmcngetreten, um die von der Regierung vorgeiegien neuen Gesetzentwürfe einer Besprechung zu unterziehen. 81 iq die anderen Minister, sowie verschiedene Räte aus de» Ministerien wohnten der Beratung bei. Der erste Gesetzentwurf betrifft die Berufung des Landtags und die Wahlen, ein andcrer Entwurf betrifft die Bewilligung von Darlehen a» Gemeinde» und Eemeindeverbänden, ei» anderer


