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Nr 291

Neu« Tageszeitung. Freitag, den 11. Dezember 191«

Seit» L

tiriprink MftrHkM. jöJii

S 3 Rj

Am 22. November starb auf Frank­reichs Lide den Heldentod fürs Vaterland unser Mitglied

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Wilh. Wtrth

Reservist im Znf.-Negt. Nr. 168, 9. Komp.

Mitte, bew>

§cr Vorstand.

Auch ihin, den, Tritten aus unserer Mitte, bewahren wir stets ein treues Gedenken.

Beim Aufklärungsdiensi aus dem Schützengraben > am oberen Lee nach dem nahe erlegenen Dar, euhmtzen, wobei er große Tapferkeit und Umsicht bewies, starb au 4. Dez., morgens gegen 8'/, Uhr un>er lieber Kamerad der

Unteroffizier

Gg.Hch. Jacob! I ] 4 gf|g§

durch einen Kopfschutz den Heldentod.

Die Kompagnie betrauert in dem Gefallenen einen! echten Freund, der in treuer Kameradschaft sich allgemeiner j | Bclicbtyeit erfreute.

Dargeinensee im Schützengraben, 0. Dez. 1914.

j Im Uamen der Kameraden der 3 . Komp, de» Kandk»rm-Inf.-Kat. Nr. 5 .

Becker, Unteroffizier.

Kartoffel-Lieferung.

Die Lieferung von ca. 7000g kg Speisekartoffeln für die hiesige Anstalt soll öffentlich vergeben werden.

Angebote sind verschlosien und mit entsprechender Aufschrift versehen dis ipätestcns

Dienstag, den 15. Dezember 1914, vorm. 10 Uhr

hierher einzureichen. In den Angeboten sind die Kartoffetjorten zu benennen und die Bedingungen, die auf dem Ec chäckszimmer des Unterzeichneten offen liegen, anzucrkennen. Die Proben find getiennr von den Angeboten einzureichen. Es bleibt Vorbehalten, die Lieferung zu teilen, stdaß sich mehrere Lieferanten an ihr be­teiligen tönnen.

Zu chlagssrist 3 Tage.

Eichen, den 5. Dezember 1914.

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Bctanntmachung.

(iS ist vielfach angeregt worden, Feldpostbriefe mit Sorenindalt, die von den Truppenteile» nicht ausgehin- d pt werden können, weil die Empfänger obkommandiert verwundet, vermißt oder tot sind, nicht an den Aufgabeort zur Rückgabe an den Abfender znrückznsenden. sondern den Truppenteilen zur beliebigen Verwendung zu überlassen. Ebne ausdrücklichen Wunlch des Absenders ist dies nicht Nläglich. Wenn der Absender aber durch einen aus der Sendung sei cs handschriftlich oder durch gedruckte» Zttlel anzubringenden Vermerk etwa folgenden In- Halts:

»Wen» ui,bestellbar, zur Verfügung dcS Truppenteils" zum Ausdruck bringt, daß er die Preisgabe wünscht, io werden die Postvcrwaltung und die Truppenteils diesem Wtinsche entsprechen. Unbestellbare Sendungen, die einen solchen Vermerk nicht tragen, werden nach wie vor an den Absender zurückgelcitet werden.

Krartke.

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Bar ohne Abzug zahlbar

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Ferner in den durch Plakate kennlliciien VeFkäuFssFellen.

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Achtung!

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in alle«» Packungen heute wieder frisch einge!ro>>en, sowie die den grössten Beifall findenden

Feldpostbriefe

in diversen Aufmachungen: ferner bringe meine F-elS- poftbriefe von:

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in Blcchfla chen,

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mit Milch und Zucker,

Tee Tabletten

in Blechdosen ä 8u Eiück,

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mit Rum, Aral. Bonelanzp und Ingwer,

sowie meinen

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in empfehlende Erinnerung.

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Friedberg.

Spiel Plan

vom damstag. den t2. Dezember

bis einschl.Montag. 1<- Dezember.

Die iienestkliKkiklittrlkbliissk

1. Bvrposic» an der Pier.

2. Deutsche Zager auf Motor booten mit Maschinengewehren suchen die Schelde »ach feind­lichen Minen ab und gehen gegen Franktireurs vor, welche die Brücken beschädigicn,

I, Iln crc Feinde liehe» eine um geheure Akengc Petroleum aus lav ci und letzten damit grohe Eelandeflachen an einer Bahn strecke in Brand.

4. Unsere Solcaten letzlen dem Brand durch schnell aufgcwor fcnc Gräben ein Ziel. Zn l Stunden war tc: Nicjcnbiand gelöscht.

5. Belgi che Flüchtlinge begeben sich unter deutschem Schutz Über den Vseitanal,

6. Der von de» Engiöndein in de, Schelde versenkte deutsche Dompser..Encisevau".

7. Die Bahnhossiratze in Lodz. Ein Bei.picl für die schlech c Beschaffenheit der russischen Fahrsiratzen.

8. Miiitärüche Totenseier auf dem illüener Zemrolsriedl os.

g. Aus siraiegischcnElünden wurde der Wasseriurm an der Kalischer Ba n bei Lodz durch unsere Pioniere gesprengt.

10. Die Sprengladung wird an die Funoamemc gelegt

Des Levens Do ffen spiel.

Hauptlchkager.

Drr TotkukoBujar.

Drama.

Außerdem das übrige reich­haltige Programm.

Das Theater ist geöffnet: Sams­tags von 4 Uhr nachmittags. Sonntags von u Uhr ad Mon­tag von 0,8 Uhr ab. Kinder aus allen Plätzen die Hülste.

Die Direktion.

sichil-Mchtil

Bayern, für 1915 hat abzugeben

Jean Abplanalp.

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Bismarckstr. 45. Telef. 312.

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Meihnttchtsbilte.

Die lieben Kleinen Unserer hiesigen Kleinkinderschule wollen wir mit linder Hand an der Kriegsnot vorüberführen und ihnen auch diesmal die Freude einer Christbescheruug be- reiten. Wir bitten deshalb um gütige Zuwendung von Geld und sonstige«, ihr Herz ersreuenden Eabcn in der angenehmen Hoffnung, daß wir auch jetzt nicht vergeblich Litten.

Fricdberg, am 1. Dezember ISt4.

Fräulein Amalie Blum. Frau Pfarrer Klcberger.

Frau Kreisrat Freifrau Schenk zu Schweinsbcrg.

Frau Bürgermeister Stahl. Frau Kaufm. A, Weber.

WeiljnachtsbMe

für die Verwundeten.

Das diesjährige Weihnachtsfest soll auch unseren vcr- ivundeten Kameraden in den hiesigen Lazaretten einen Strahl dankbarer Liebe für ihre großen Opfer draußen im Dienste des Vaterlandes bringen und ihnen in der Hei­mat eine kleine Freude bescheeren. Darum bitten wir alle Freunde bcrfe!6ci> in Stadt und Land uni Geschenke aller Art, besonders um praktische Gegenstände (Wollenes Unter­zeug, Hosenträger, Geldtäschchen, Briefpapier, Taschenlämp- che», Zigarren, Tabak, Aepsel, Nüsse und dergl.) und Bücher oder um Geldspenden, die es ermöglichen, den Weihnachts­tisch für unsere Verwundeten zu decken und das Herz der rielen, die das schönste Fest der Liebe und Freude fern von ihren Lieben feiern müssen, ein wenig zu erfreuen. Gaben für bestimnite Verwundete, die etwa dem Geber nahcstehen, werden am besten verpackt und mit Namensangabe des zu Beschenkenden übersandt. Alle Gaben bitten wir an Frau Oberinspektor Koch in der Gewerbeschule spätestens bis zum l5. Dezember cinzuscnden oder abzugeben.

Pros. Werncr. Stabsarzt Dr. Achert. Obcrinsp, Koch.

Weihnachtsbitte.

Nur mit Zagen und Bangigkeit wagen wir es, auch in diesem Jahr wieder mit einerWeihnachtsbitte" hervorzu- tietcn. Es ist gar keine Frage und wir wissen es selbst sehr wohl, daß in dielen ernsten und ickzweren Zeiten unsere Brüder im Felde in ihrer überaus harten Kampfesarbeit für den heimischen Herd und für des Vaterlandes Bestand und Ehre das erste Recht an uns haben und daß der Für­sorge für die Verwundeten und für die Hinterbliebenen der Gefallenen vor allen Dingen unsere Hilfsbereitschaft gelten muß. Außerordentlich viel ist schon geopfert wor­den und noch größere Opfer werden notwendig sein. Aber wir dürfen vielleicht darauf Hinweisen, daß über den An­forderungen des Krieges auch die Barmherzigkeitswerke des Friedens nicht leiden dürfen. Wir wollen gewiß in diesem Jahr keine große Weihnachtsbescherung halten und auch unsere Pfleglinge haben soviel Vaterlandsliebe und soviel Opfersinn, daß sie sich gerne bescheiden, damit den Bedürf­tigeren geholfen werden kann. Aber eine andere Bitte legt sich uns sehr nahe: Tie Anstalt selber bedarf dringend der Unterstützung. Die Gaben und Kollekten sind in den letzt- vergangenen Monaten fast ousgebliebcn, die Kosten aber in allen Zweigen größer geworden. Wir schränken uns ein und sparen, soviel wir können, aber doch erfüllt uns ernste Sorge, wie cS weiter gehen wird, wenn wir ducch- kcmmen sollen. So wagen wir es denn in dankbarer Er­innerung an die uns schon so oft und reichlich zu teil ge­wordene Unterstützung und im Blick auf Weihnachten, das Fest der Liebe, um eine Gabe der Barmherzigkeit zu bitten für unsere Anstalt.

Lasset uns Gutes tun und nicht müde werden I Nieder-Ramstadt, im Dezember 1911.

Anstalt für Cpileptijche.

Weimar, Pfarrer.

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Zum bevorstehenden Weihnachtsfeste haben sich 70 bedürftige Kinder gemeldet, welche mit einer Weihnachtsunterstützung rr- sreut werden sollen. Da unsere Einnahmen in diesem Zahrr infolge der schweren Zeiten, welche über unser Vaterland her- eingebrochen sind, gegen frühere Jahre bedeutend zurückblieben, unsere Bedrängten zu Hause aber hierunter nicht leiden sollen, so dürfen wir auch wohl in diesem Jahre die höfliche Vitt« aiissprechen, uns nach Möglichkeit mit baren Zuweisungen un­terstützen zu wollen. Gaben werden danlend cntgegengenom- mcii von den Vorstandsmitgliedern:

I, Dörr, Kaufmann. W, Eeorgi, Apotheker, I. Heineck, Geometer t. Kl. E. Klebriger, Pfarrer. Ih. Mörschel, Bauunternehmer. PH. Philipps, Hauptlehrer. H. Rausch, Kaufmann. W. Rotzbach, Fabrikant. Dr. L. Eeyd, Rechts­anwalt. R. Walz, Profeffor.

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