Nr 287
Nach langer Ungewißheit erhielten wir am 1. Dezember die traurige Mitteilung, daß unser hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Neffe und mein treugeliebter Bräutigam
Postassistcnt
Neue Tagesjeituiig. Montag, de» 7. Dezember 1811
Coafiiac
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Todes-Anzeige.
im 29. Jahre bei einem Sturmangriff in Frankreich bei dem Orte T e r n a y den Heldentod am 15. September gestorben ist.
Leidhecken und Eroh-Eichen, im Dezember 1914.
Die IjtftrMtrndtn gintcrbliclirnrn:
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Bürgermeister Kessel «nd Familie Familie Dieltnann Augusts Merz.
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Wer
Den Heldentod fürs Vaterland starb in Folge seiner Verwundung anr 4. Dezem'
1 der im Lazarett zu Noroheim mein innigst- . . X I geliebter, guter, unvergeßlicher Man», der |
treubc,orgle Vater seines „och nicht ge- f I sehenen Erstgeborenen, unser lieber Sohn, Schwiegersohn,
| Bruder, Schwager und Orrkel
Heinrich Fischer
Res. Znf.-Negt, Nr. 116, 9. Komp.
! im Alter von Lg Jahren.
Storndors «. Friedvcrg, den 7. Dez. 1914.
Zn tiefer Trauer:
Minna Fi cher» geb. Billasch nebst Kind,
Familie Heinrich Fischer, Familie Heinrich Billasch.
Die Be.rdigung findet Dienstag, den 8. d. Mrs., nach- | mittags 8 1 /- Uhr vom hiesigen Friedhose au» starr
Nachruf.
Kann Dir die Hand nimmer geben, Bicibe Du im ero'geu Leben, i
Atein guter Kamerad. !
2» der Blute seines Lebens, im 28. Lebensjahr I
! wurde »ns nach längerer Krankheit unser braver, treuer I
s Kamerad t
Fmiirich fjammaun
I durch den Tod entrissen. An dem Herzeleid seiner schwcr- I geprüften e origen nehmen wir innigsten Anteil, denn aas sie verloren, gilt auch für unsern Verein. Mit Leib und Seele war er Soldat bis zum letzten Atemzug, u. die ierechtigle» Hoffnungen, die seine Angehörigen für seine Zukunst hatten, sie sollten auch unterm Verein zugute kom- rncn. Leider sind uns diese Zukunilshoffnungen durch das zu frühe Hin cheiden unseres lieben Kameraden vernichte worden, aber cm ehrendes Andenken bleibt ihm allezeit | [ in unserem Verein gesichert. Er ruhe in Frieden.
Obcr-Rosbach, den 6. Dez. 1914.
DtttllUltn- u. gHilitimrrin
Gber-Rosbach.
Danlrlagimfl.
. Bei dem Io überaus schweren und schmerzlichen Verluste I unseres lieben unvergestlichen Sohnes, Brudersu.Bräu'rgams
Wkdnlh Hmm»
sind uns io viele Beweise herzlicher Teilnahme „begangen dag mir nur aur diesem Wege unseren tiesgesühlten Dani I OULipiLli-LN lönnkit. JImi bamen insbe,onbetc §crtn '-li'iarrer' bchäter.lür die sinnreichen Trostcsworte, dem Veleranen- und Milriar-Verein Lber-Rosboch, der Firma Steinhäuser I Lr Petri », Langenselbold, ,owie den Schulkameraden für die Kranzniederlegungen anr Grabe, ion ie s,ir die vielen mg» I mmdcn uno die zahlreiche Beteiligung bei der Be- I I erdlgung unseres lieben Heimgegangenen! ^
Obcr-Sissbach, den 6. Dez. 19lö.
Familie Friedrich Hammann. Wargarelhe Decker.
«BSSJ?
Am 23. Oktober starb im 24. Lebensjahre !bei einem Sturmangriff auf englische Stellungen zu Radingham den Heldentod fürs Vaterland ilnfer lieber, treuer Sohn, Bruder und Enkel
Musketier im Znfanteric-Negiinent Nr. 168
Sein Andenken wird uns ewig unvergeßlich fein. Er ruhe sanft in Feindesland!
Bauernheim b. Friedberg, 7. Dez. 1914.
Familie Wilhelm Flenst.
Todes-Anreige.
Der Wehrmann
Joleph Drynrsi
Res. Jnf.-str'cgt. Nr. 88, 10. Komp, aus Grrndclbach i. Untcrclsast
ist infolge seiner im Kampfe fürs Vaterland erhaltenen schweren Verwundungen im hiesigen Reserve-Lazarett gestorben.
Ehre feinem Andenken!
Die Beerdigung findet am Dienstag, den 8. Dezember, nachmittags 2 % Uhr vom Bürgerhospital aus statt.
Die vereinigten Kriegervereinc werden hierdurch benachrichtigt.
Reserneiararett Friedberg.
UENM
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Weihnachtsbitto
für die Verwundeten.
Das diesjährige Weihiiachtsscst soll auch unseren verwundeten Kameraden in den hiesigen Lazaretten einen Strahl dankbarer Liebe für ihre großen Opfer draußen im Dienste des Vaterlandes bringen und ihnen in der He:- nifit rine kleine Freude bescheeren. Darum bitten wir alte Freunde derselben in Stadt und Land um Geschenke aller Art, besonders um praltische Gegenstände (Wollenes Unterzeug, Hosenträger, Geldtäschchen, Bricspopier, Taschenlämp- chen, Zigarren, Tabak, Aepsel, Nüsse und dergl.) und Bücher oder um Geldspenden, die es ermöglichen, den Weihnachtstisch für unsere Verwundeten z» decken und das Herz der vielen, die das schönste Fest der Liebe und Freude fern von ihren Lieben feiern müssen, ein wenig zu erfreuen. Gaben sür bestimmte Verwundete, die etwa dem Geber nahestehcn,
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werde» am besten verpackt und mit Namensangabe des zu Beschenkenden übersandt. Alle Gaben bitten wir an Frau Oberinspektor Koch in der Gewerbeschule spätestens bis zum 15. Dezember einzusenden oder abzugeben.
Prof. Werner. Stabsarzt Dr. Achert. Obcrinsp. Koch.
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Stefnn Kuh«, Anhrrdrn-Hnrrgeu.
ilrrr n fiir llntrrftiiftung llliner Kinder Frikdbergs. Kitte um Weihnachtsgabeu.
Zum bevorstehenden Weihnachtsseste haben sich 70 bedürftige Kinder gemeldet, welche mit einer Weihnachtsunterstützung erfreut werden sollen. Da unsere Einnahmen in diesem Jahre infolge der schweren Zeiten, welche über unser Vaterland hrr- eingebrochen sind, gegen frühere Jahre bedeutend zuiückblicben, unsere Bedrängten zu Hause aber hierunter nicht leiden sollen, so dürfen wir auch wohl in diesem Jahre die höfliche Bitte aussprechen, uns nach Möglichkeit mit baren Zuweisungen un- terstützen zu wollen, Gaben werden dankend cntgegengcnom- men von den Vorstandsmitgliedern:
I, Dörr, Kaufmann, W. Georgs, Apotheker. I. Hciireck, Geometer 1. Kl. E, Kleberger, Pfarrer. Th. Mörschel, Bauunternehmer. Ph. Philipps, Haupttehrer. H. Rausch, Kaufmann. W. Roßbach, Fabrikant, Dr. L. Seyd, Rechts, anwalt. R. Walz, Proscffor.
Weihnachtsbitte.
Nur mit Zagen und Bangigkeit tvagen wir es, auch in diesem Jahr wieder mit einer „Weihnachtsbitte" hervorzn- treten. Es ist gar keine Frage und wir wissen es selbst sehr wohl, daß in dielen ernsten und schweren Zeiten unsere Brüder im Felde in ihrer überaus harten Kampfesarbeit für den heimischen Herd und sür des Vaterlandes Bestand und Ehre das erste Recht an uns haben und daß der Fürsorge für die Verwundeten und für die Hinterbliebenen der Gefallenen vor allen Dingen unsere Hilfsbereitschaft gelten muß. Außerordentlich viel ist schon geopfert worden und noch größere Opfer werden notwendig sein. Aber wir dürfen vielleicht darauf Hinweisen, daß über den Anforderungen des Krieges auch die Barmherzigkeitswerke des Friedens nicht leiden dürfen. Wir wollen gewiß in diesem Jahr keine große Weihnachtsbescherung halten und auch unsere Pfleglinge haben soviel Vaterlandsliebe und soviel Opfersinn, daß sie sich gerne bescheiden, dantit den Bedürftigeren geholfen werden kann. Aber eine andere Bitte legt sich uns sehr nahe: Die Anstalt selber bedarf dringend der Unterstützung. Die Gaben und Kollekten sind in den letztvergangenen Monaten fast ausgeblieben, die Kosten aber in allen Zweigen größer geworden. Wir schränken »ns ein und sparen, soviel wir können, aber doch erfüllt uns ernste Sorge, wie es weiter gehen wird, wenn wir durch- kcmmen sollen. So wagen wir es denn in dankbarer Erinnerung an die uns schon so oft und reichlich zu teil gewordene Unterstützung und im Blick ans Weihnachten, das Fest der Liebe, nin eine Gabe der Barmherzigkeit zu bitten für unsere Anstalt.
Lasset uns Gutes tun und nicht müde Werdens
Nieder Ramstabt, im Dezember 1814.
Anstalt für Epileptische.
Weimar, Pfarrer.


