Mb t. 1»i,
• unser» Cüeanet vernichtend ist, den Bervei» erbracht, das, wir d«U Krieg nicht gewollt haben, -in» er un» misgezwungen ist wer» den wir ihn durchkämpsen bi» zum Einsetzen der aveiäußerftra Kräfte. Wir können der Zukunft mit ruhiger Zuverficht cnt> gegensehen. Unsere Feind« haben den Opferstnn, die Entschlos» senheit und Swßkrast des deutsche» Volkes unterschätzt.
Die Stadt „Hindenburg".
Die Gemeindeverwaltung von Zabrze (Oberschlesien) bat heute einstimmig beschlossen, die Umwandlung des Namens Zabrze in Hindcnbnrg zu beantragen und den Generalfeldmarschall v. Hindcnburg um Zustimmung gebeten.
Drr „vomäris^ iibrr den Abg. iiebluikcht.
Der „Vorwärts" schreibt:
Reichstagsabgeordneter Genosse Dr. Liebknecht hat an den Präsidenten des Neichstagcs eine Erklärung gelangen lassen, die seine Abstimmung über die KriegSkrcdite moti- vieren soll. Es ist zulässig, solche Erklärungen zu einer Abstimmung abzugcbcn. Diese sind in das Protokoll oufzu- nehmen. Der Rcichstagspräsident hat die Aufnahme der Liebknechtlchen Erklärung jedoch' abgelehnt, weil sie so ab- gefaßt ist, daß sie, wenn sie in der Sitzung öffentlich vorge- tiagen worden wäre, unbedingt Ordnungsrufe nao sich ge- zogen hätte.
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Seite 8.
Warn Felde
der Ehre.
Der Sanitätsfcldwebel Fritz Kötter von Niedererlen- bach, dem vor etwa -t Wochen das Sanitätskreuz verliehen wurde, ist mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden.
Beförderung aus dem Felde. Der Vizefeldwebel Otto S ch » l d t aus Staden, der seine Dienstzeit bei den Ulanen in Hanau erledigt hatte, ist zum L e u t n a n t des Res.-Jnf.- Negts. Nr. 116 befördert worden.
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Ans der Heimat.
Frirdbcrg, 5. Dez. (Ans der Franzosenzeit.) In der richtigen Erkenntnis, daß in dieser ernsten Zeit zur Linderung der durch den Krieg, sowohl im Felde als auch i» der Heimat geschlagenen Wunden, auf den, Gebiete der Kriegssürsorge und Liebcstätigkeit garnicht genug geschehen kann, wird der erfolgreiche Darsteller Neutcr'sklrer Gestalten Union M e l z e r, am Montag, den 7. Dezember, im „Hotel Trapp" Hierselbst, ein einmaliges Gastspiel geben. Herr Melzcr hat beschlossen, einen wesentlichen Teil der Einnahme, für die notleidenden Familien der im Felde stehende» Krieger und das Rote Kreuz, hicrscibst, abzuführen. Reuters Franzosenzeit: Ein weltgeschichtlich, herzergreifender Vorgang, aus der trübsten Zeit Deutschlands, aus der Zeit, wo der Deutsche im eigenen Lande schuh- und rechtlos im eigenen Hause heimatlos war, au? der Zeit, wo Eigea- tum und Ehre, Freiheit und Leben von der Laune und Willkür übermütiger, idwm- und gottloser Fremdlinge Ebbing. Aber schon steigt im Osten das Strafgericht Gottes wie ein Ungcwitter empor, bald wird cs losbrcchen und damit das Zeichen gegeben, das: sich die Treuen und Mutigen im Lande scharen um die Fahne der Freiheit des Vater- lande?. „Ihr sollt' sie tragen auch wenn Stürme dräuen. Wenn Wetterwolken auf zum Himmel ragen, da? Desto sollt Ihr für sic wagen, lind selbst den Tod sollt^Jhr nicht scheuen." Mit behaglicher Breite erzählt er von Freund:s- Ireuc und Kindesliebe und trifft unnachahmlich d e ^tün- mung der Zeit. Neben den: Ernste der Situation fehlt es nicht an Momenten köstlichen Humors, des wahren, aoldig- strahlende», deutsckzcn Hun:. . Dieser Humor wird oft zu einer Macht, der über schwere Situationen bipweahilft. Tic scharsgezcichnetcn Gestalten sind woblgeirofsenc Eharak- rersigurcn, aus jener ernsten Zeit, erwärmt inrd erhoben nimmt man nur uugcrno Abschied van all den ■■ M-ital- teil, welche man nicht niehr vergißt. — Diesem seltenen Gastspiel dürste demnach großes Tnteresse entgegengebracht Werden. (Siebe Inserat )
Krankenversicherung. Eine für die Landwirtschaft wichtige Entscheidung hat das Obcrvcrsichcrungsamt Meiningen am 29.
u über das Lohnarbeitcroerhälinis zwischen einem Landwirt und seine» Söhnen gcjällt. (Krankenoers -Praxi» t. Jahrgang Sir. 9). Es wurde auszcsührt' Wenn die Dienste, die Söhne im landwirtschafttichc» Betriebe ihres Vaters leisten, nicht auf einem Arbeitsvertrag, sondern auf dem Familic»- tand beruhen, ist die Kraiikciivrtsicherungspflicht nicht begründet. Dies gilt insbesondere dann, wenn kein Arbeitsvertrag geschloffen ist, kein Lohn gezahlt wird (geringe« Taschengeld gilt nicht als Lohn) und die Kinder nicht als Knechte «dcr Arbeiter behandelt werde». Sinngemäß ist dieses selbstverständlich auch aus Töchter der Landwirte anzu- rvcnden). — Dieses Urteil dürste namentlich im Kr. Hana» bemerkenswert sein. Dort wird bekanntlich verlangt, daß die «löhne und Töchter von Landwirten, die im elterlichen Betrieb 1 eschästigt sind, ohne weiteres als Dienstbeten anzusehen und teitragspslichtig sind.
' Ilbeshausen (Bogclsbcrg), 4. Dez. Die kürzlich in hiesiger Gemeinde erhobene Kollekte für Ostpreußen betrug {81.38 Mk. Eine solche reiche Kollekte ist noch nie in unserer Kirche erhoben worden. Ans unserer Gemeinde haben i Gemeindeglieder den Heldentod fürs Vaterland erlitten und 8 sind bis jetzt verwundet von etwa 60 Kämpfern, die im Felde stehen.
p Hrsieu-Nassau.
/ » Hvchhei», «. Dez. Der Reisend«, der mit dcr «ahn von Frankfurt nach Wiesbaden fährt, erblick« nachdem die Station
Flörsheim passt er« ist, de« der Wettersahrt und dem Durcheilen de» Zuge» der berühmte» Weinberg» von Hochhetm i» diese» recht, hart a» der Bahnlt»te et» Denkmal. Diese» in gothi- sch«» Formen gehaltene Monument, da» mit einem großen farbigen englischen Wappen geziert ist, erinnert an den Besuch der Königin Viktoria von Sroßbritannien und Irland, die im Jahre 1854 von Mainz au, da, weltberühmte Wetngeländ« in Augenschein genommen. Zum Andenken an diesen käniglt. chen Besuch wurde dar Denkmal errichtet und die Weinberg». anlage „Viktoriaberg" genannt. Me wir hören, soll eine Agt- tation im Gange sein, die bei de» maßgebenden Stellen dahtn wirken will, daß dieses Denkmal cntseint wird. Stammt es doch aus der schmachvollsten Zeit dcr neueren deutschc» Gc- schichte.
Wiesbaden, 5. Dez. Zur Hebung dcr Fischerei in den Flüsten und Bächen des Regierungsbezirks Wiesbaden setzte der Fischerei-Verein für den Regierungsbezirk Wiesbaden am 2 . Dezember aus: in den Rhein unterhalb Schierstein 1009 Etiicf einsömmerige Schleien und KHK) Stück einsömmerige Karpfen: in den Main bei Höchst und in die Lahn auf der Strecke von Selters bis Weilburg ebenfalls je Iva« Stück einsömmerige Schleien und je 100« Stück einsömmerige Karpfen, sowie in die Lahn bei Aumenau 366« Stück Hechtsetzlingc. An Krebsen wurden ausgefetzt: In den Elbbach 1VV« Stück, in den E, oldst einbach so« Stück, in den Aurosferbach 400 Stück und in den Wolfsbach sag Stück Weiter ist vorgesehen dcr Einsatz von laov Stück Zandersetzlingen in den Rhein unterhalb Schier- stcins. — Hoffentlich halten sich die Fische, wenn auch nur zum Teil, in dem durch die Fabrik Abwässer ganz schauderhaft verunreinigten Mainwastcr. Wegen dieser starken Verunreinigung, die trotz vieler Beschwerden nicht nachlößt, sonder» von Jahr zu Jahr schlimmer wird können dort nur ziemlich unempfindliche Fische, wie Karpfen, Schleien und Aale ausxesetzt werden,
* Aus Nassau, 5. Dez, Obstbaumpflcgekurse werden vom 9 —12. Dezember d. I. in Obrrneisen, vom 1v.— 19. Dezember
t» Holzappel durch de« Obst und Weinbautnspektor Schilling- Geisenheim abgehalten.
Starkrnbnrg.
* D-rmftadt, 1 Dez. Dcr Großherzog hat der „Darmstödt. Zeitung" zufolge, den Fürsten zu Sotms-Hohcnsolms-Lich für die Dauer de» 3«, Landtages zum ersten Präsidenten der Er- sten Kammer der Stönd« ernannt.
* Darmstadt, 8. Dez. Der Sergeant Anton Müller vom Leib-Dragoner Regiment Rr. 24, gebürst, aus Allcndorf bei Kirchhain, erhielt für sein tapferes Verhalten während der Kämpfe um Ppcrn das Eiserne Kreuz. Roch che ihm der T-pserkettsorden überreicht werden konnte, fand er den Heldentod.
Frankfurter Wetterbericht,
Voraussage: Wolkig, meist trocken, keine Tempcraturoeräu. derung, westliche Winde,
Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch m > l> i, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung' _ A. G.. Friedbcrg i. H. _
Kelmnrrlmachmry.
Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß die Apotheken der Stadt Friedberg künftig abwechselnd in monatlicher Ablösung während der Nachtstunden geschlossen sein werden. Es ist also nur eine der Apotheken nachts zur Verfügung der Bevölkerung. Welche Apotheke den Nacht- dienst hat, ist durch Aushangschild an beiden Apotheken ersichtlich. Außerdem werden alle Veränderungen im Nacht- dienst durch Anzeigen der Apothekenbcsitzcr in den Fried- berger Tageszeitungen veröfsentlicht werden.
F r i e d b e r g- den 24. November 1914.
GrosjherzogticheS Kreisamt. _ Herberg.
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Friedberg, d. 5. Dez, 1914. Der Bürgermeister
___ Stah l. _
Mein diesjähriger
Hm in H»s»M«
beginnt Montag, den II, Januar. Daraus Reslelncrende wollen sich rechtzeitig melden.
Berstadt, den 5. Dez. 1914. Jturgaretlie Meyer, Damenschneider, n.
Wer an
!epilcMen Krämpfen
leidet, gebe ich aus Dankbarkeit gerne Auskunft gegen Rückporto, wie m. Frau v. ihr. Leiden, meist tägl. 1 u. 2 schwere Ans. gänzlich | und in kurzer Zell befreit wurde. Terlinden, Me,»erich -Duisburg, Westendentt. 18.
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