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Neue Tageszeitung. Dienstag, den 1. Dezember IStt
Veite»
Verwundete. In dem Komitat Ung drangen die Russen nur wenig über die Grenze, da sich ihnen sofort eine überlegene Gruppe unserer Kräfte entgegenstclltc, der cs sofort beim ersten Zusammenstoß gelang, den Feind zurllckzuwec- fen. Die Verfolgung des Feindes jenseits der Grenze ist im Zuge. Von der Front langen unausgesetzt russische Gefangenentransporte an.
Aus Przcinysl. B u d a p c st, 30. Nov. Ein Bravour- stück ganz besonderer Art, das von unseren! Fliegerkorps in Przeniysl ausgeführt worden ist, wird bekannt. In Prze- mysl wurde dieser Tage ein Mann der Besatzung von einem wütenden Hund gebissen. Im Aeroplan wurde der Mann aus der Festung an die Grenze und von dort mit der Eisenbahn in das hiesige Pasteurinstitnt gebracht, wo er sich derzeit in Behandlung befindet.
35,003 Russen gefangen. Wien. 30. Nov. Die Zahl der russischen Gefangenen in der Schlacht in Polen erhöht sich in Lesterreich bereit? auf 35,000 Mann. In deni benachbarten Przemysl erscheint wieder ein Tagesblatt, betitelt „Kriegsnachrichten". In Galizien herrscht strenge Kälte, in Serbien starkes Stnrmwetter.
Eine schwere Selbsttäuschung.
Wien, 28. Nov. (W. B. Nichtamtlichs. Das „Fremden- blatt" tritt den Auslassungen der sranzösischen und russischen Blätter über eine angebliche Kriegsmlldigkeit Oesterreich-bn garns und den neuerdings int „Icmps" enthaltenen Gerüchten entgegen, daß besonders Ungar» den Frieden wünsche und daß der jüngste Besuch des Grasen Tisza im Deutschen Hauptquartier mit diesen Fricdcnswünschen in Verbindung stehe, indem das Blatt daraus hinwcist, daß die ganze Bevölkerung und alle alitäten und Stände der Monarchie mit tatfreudigem C,mt entschlossen seien, den ihnen ausgezwungcncn Kampf mit dem Einsatz aller Kräfte durchzusühren. Das „Fremsen- blatt" erinnert an die Begeisterung, mit der die Kriegsanleihe in beiden Staaten der Monarchie zu einer großen und eindrnäs- vollcn Kundgebung des Patriotismus wurde, an die Kundgebungen zahlreicher Körperschaften und Vertretungen und an die Begeisterung, mit der im ungarischen Reichstage Majorität und Opposition sich in Huldigungen für Herrscher und Armee sowie in Bekundungen des Vertrauens auf den endgültigen Sieg vereinten. Das „Fremdcnblatt" erklärt! Gewiß wünscht die ganze Monarchie den Frieden, aber nur darum, weil wir überhaupt immer Frieden wünschten und weil wir diesen Krieg führen, um endlich nach langen Jahren unaufhörlicher Bedrohung unserer ruhigen Entwicklung den dauernden Frieden zu haben. Man geht nicht fehl, so betont das Blatt, in der Annahme, datz diese Auslassungen französischer und küssijcher Blätter von der Friedenssehnsuch! der Monarchie und besonders Ungarns keinen anderen Zweck haben, als die Friedenssehnjucht im eigenen Lande durch den Hinweis zu beschwichtigen, der Gegner fei ohnehin bereits mürbe und werde nicht mehr lange im Kampfe aushalten. Das ist aber eine schwere Sclbstenttnu- schung, ähnlich jener, als unsere Feinde vor einigen Monate» sich und anderen einrcdcn wollten, wir könnte» keinen Krieg rühren, wir wären von vorichercin schon geschlagen, denn wir hätten keine Armee mehr. Wie sich unsere Gegner von den Gefahre» des Selbstbetruges sehr bald überzeugen muhten, so wird auch der fetzigen Friedensphantasic die schwere Enttäuschung aus dem guh folgen. Die Bevölkerung der Monarchie ist entschlosien, den Kamps mit aller Energie bis zu einem siegreichen Ende durchzukämpfen, denn sie ist sich bewußt, daß der Krieg ein notwendiger und gerechter ist, wie nur je ein Krieg sein konnte.
I Das türkische Hauptquartier I]
II ----- - — meldet : — ----.«
Konstantinopel, 30. Nov. (W. B. Nichtanitlich.) ~ amtliche Bericht aus dem .Hauptquartier voin 29. Nov.
st: Die Russen, die wir am 22. November in der Umgebung von Tontak geschlagen und in nördlicher Richtung znrückgeworsen haben, halten, nachdem Verstärkungen bei ihnen cingctrossen sind, gegenwärtig eine Stellung in der Nähe von Kilitsck)-Gcndeg. Unsere Truppen nehmen eine Stellring vor den feindlichen Linien ein.
Ein türkijchrr Tant «» Hindcuburg. K o n ft ant i -
nopel, 30. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Anläßlich dos neuen Sieges v. Hindenbnrg sendet der „Tanin" in einem schwungvollen Leitartikel einen begeisterten Gruß an den (tzencralfeldinarslball. Das Blatt bewundert die Größe des Sieges ebenso wie die Bejckxidcnbeit, mit welcher Hinden- burg im Gegensatz zu der russischen Prahlerei darüber spricht, gcldinarsckiall Hindenbnrg habe auf den glorreichsten Seiten der Weltgcschickste seinen Namen eingetragen, der nicht nur von den Verbündeten Deutschlands, sondern auch von den Militärs der ganzen Welt inst Ehrfurcht iverdc erwähnt werden. „In diesen Zeilen" sagt der „Tanin" weiter, „die wir schreibe», >»» die Liebe der Osmanen >n Hindenbnrg zu verdolmetschen, möchten wir betonen, daß dieser Feldherr, weil er ine wichtigsten Siege gegen die größten Feinde des Islams erraizg, als der wahre Held nicht nur des -Osmancntnms, sonder» des ganzen Jslanis degrüßt wird.
Bon der Goltz Pnscha. Berlin, 30. Nov. Der „Lck- "alanzeiger' schreibt! Als Geiieralfcldinarschall Frhr. v. d. o-eltz vor 18 J /1- Jahren den türkische» Dienst verließ, nah», chm der damalige Herrscher, Sultan Abdul Haniid, das Ber- chrcckien ab, daß er i» den türkische» Dienst zurückkehren werde, wenn jemals die Türkei feiner Dienste bedürfen olltc. Dieses Versprechen hat er bei seinem letzte» Besuch in der Türkei, im Jahre 1910, dem jetzigen Sultan Meh- ned gegenüber wiederholt. Auf dieses Versprechen hin hat der Sultan sich jetzt an Kaiser Wilhelni mit der Bitte gewandt, ihm von der Goltz-Pascha für den Krieg gegen Ruß
land und England zur Verfügung zu stellen. Der Feld-
marschall wird in den nächsten Tagen mit seinem Stabe und seinen Adjutanten nach Konstantinopel abrcisen.
Die heUige Fahne. Konstantinopel, 30. Nov. Die „Agcnce Ottomane" erfährt aus Medina, daß sich 30 000 Atüsel- manen, darunter Sajids, lllcmas, Scheiiss und Beduinen um die heilige Fahne, Sandschak-i-Schcrif, geschart haben, die unter der Entfaltung großen Pompes von der heiligen Stätte her cingeholt wurde. Die Begeisterung der Bevölkerung ist groß. Tausend Mann, darunter der böjährige Muskl der Schasiitca ließen sich als Freiwillige cinjchreiben und schworen am Grabe Muhameds, die Waste» nicht srüher niederzulegen, als bis die Rechte des Vaterlandes und oes Kalifats anerkannt sein würden.
Vorbereitungen in Jasja. Paris, 30. Nov. Der„Temps" meldet aus Port Said, daß der Kommandant derEendarinerie in Jaffa das gesamte muselmanische Volk zusammenberuscn, Waffen verteilt, und cs ermahnt habe, einer etwaigen Landung der Verbündeten äußersten Widerstand entgegenzusetzen. Sobald die Flotte der Verbündeten austauche, sollen alle Schaluppen und Segler auf der Reede versentt weiden. Sollte trotzdem eine Landung erfolgen, werde die Stadt angezündct und die Bahnstation in die Luft gesprengt werden.
Aegypter und Engländer. Die Engländer fühlen sich bemüßigt, sortwälirend zu versichern, daß ihre mohammedanischen Untertanen ihnen die Treue halten würden. Daß dies eitel Schwindel ist, die Uneingeweihte» über die wahre Gefahr hin- wcgzutäuschen, geht aus den verschiedenen Nachrichten hervor, die beweisen, daß die Verkündigung des heiligen Krieges überall im Gebiete des Islams gezündet 'hat. Auch in Aegypten müsse» dies die Engländer sehr unliebsam crsahren. Heule werden aus diesem Lande solgcude Meldungen bekannt!
Konstantinopel, 30. Rov. (Nichtamtlich). Wie der „Agcnce Ottomane" von zuständiger Seite mitgeteilt wird, haben die Notadel» Aegyptens an den Sultan eine gemeinschast- liche Adresie gerichtet, in der sie ihre unerschütterliche Anhänglichkeit und Ergebenheit für das Kalifat ausdrücken.
Jaffa, 30. Nov. Zweihundert Sudanesen, die beim Anblick der islamitischen Fahne von der englisch-ägyptischen in die türlische Arme« übergctreten find, werden im Triumph unter großem Jubel der Bevölkerung durchs Land gefühlt.
Aus Jaffa wird gemeldet! Hier kam ein Teil eines Trupps von 200 englisch-sudanesischen Kamelreitern durch, die Vorpostendienste an der ägyptischen Grenze getan hatten. Sie sind zu den heranrückenden Türken ubcrgegangen, weil sie nicht gegen die heilige Sache des Halbmondes lämpsen wollen. Ihr Erscheinen in Jaffa erweckte große Begeisterung.
Die Türkei und Jtalirn. Eine bemerkenswerte Auslassung. Der Osinanische Lloyd veröffentlicht einen bemerkenswerten Artikel, in dem es heißt! Der Einfluß des ita- linischen Handels und der italienischen Sprache ivar einst sehr groß und säst ausschließlich herrschend. Diese wurde erst seit Napoleon HI. durch die französische Sprache verdrängt. Die zahlreichen italienischen, sowie die deutschen und österreichisch-ungarischen Fahnen, mit denen wir die Häuser der Geschäfte geschmückt sehen, beweisen uns, daß die künstlich geförderte französische Flut, welche aber nun- mehr zurückweicht, die alte Schicht italienischer Kultur verdeckt hat, die hinter der Frankreich? nicht zurücksteht, dieser gegenüber aber den Vorteil hat, niemals an gierige Ausbeutung und diplomatische Intrigen gedacht zu haben, da sie sich loyal und klug an die Verträge hielt. Die Türkei tilgte soeben die Erinnerung an den durch die kolonialen Ziele Frankreichs entfachten Streit in Tripolis und kann in nutzbringender Weise die Erinnerung an die türkische-ita- lienische Jnteressengcineinschaft wieder erwecken, die durch das Frankreich Napoleons 111. säst ansgelöscht ist.
Persisch türkische Verbrüderung. Konstantinopel, 29. Nov. (W. T. B. Nichtamtlich.) Das persische Fest des 10. Muharrcin wurde gestern unter größerer Beteiligung gefeiert als in den vergangenen Jahren und gab Anlaß zu Kundgebungen für die persisch-türkisck)e Brüderschaft und den gemeinsamen Dschihad.
Ernste Lage in Marokko. R o in, 28. Nov. (W. T. B.) lNichtamtlich.) Nach hier gelangten Meldungen aus zuverlässiger Quelle ist die Lage in Französilch-Marokko ernst. Ueberall, auch an der Küste, finden schwere Kämpfe statt, die anscheinend durch die gewaltsame französische Rekrntier- nng peranlaßt worden sind.
Ein schwedisches Urteil.
Der militärische Vertreter des „Stockholmer Dagblads" schreibt! Es muß die außerordentliche Befähigung der Deutschen in der offenen Feldschlacht besonders anerkannt werden. Ebenso wie im August die sranzösischen Truppen beim Zusammenstoß mit den vorrllckenden deutschen Armeen gänzlich zusam- menbrachen, so werden auch in der jetzigen Schlacht in Polen die Raffen über den Hausen geworfen werden, sobald sie im ofseuen Feldkriegc die Deutschen treffen. Diese Taktik ist zweifellos eine Folge der systematischen Ausbildung, und die Deutschen sind Meister in dieser Art der Operationen.
Aus Frankreich.
Frankreich als Bajall Englands. Daß die Engländer ihrem brutalen, selbstsüchtigen Wesen entsprechend lm Lande ihrer Bundcsgenosien wie im Feindesland hausen, ist belaunt. lieber- cinstimmcnd wird gemeldet und wird tn Feldpostbrirsen mitgeteilt, daß die Engländer sich tn Rordsrantreich schlimmer wie di« Wilden benehmen, so daß man füglich sagen kann, wo die Engländer gewesen sind, wächst kein Era» mehr. Aber mehr noch, die aus ihre staatliche Selbständigkeit so außerordentlich eisersüchtigen Franzosen müssen sich auch noch gefallen lassen, von de» Engländern gewissermaßen als unterjochtes Volk behandelt zu werden. Sa wirb den „Züricher Neuesten Nachr." aus dem Aargau geschrieben: In brr französischen Hafenstadt Le 5avre scheinen die Engländer eigentliche Hoheitsrechte aus
zuüben. jo ^ B. das Z-nsurrecht über Briefe. E, ist nun schon
das zweitemal, daß ich Briese erhielt aus Havre mit dem a m tl. englischen Zensurbande über dem ausgeschnittenen Umschlag (Ausdruck: „Oprned by Ccnsor") und tm Innern de?
Brieses einen Zettel aufgcllebt mit „Leiters to the United Kingdom are likely to paß the Censor cxpeditionsly, if the are chort u. clearl, writtcn in Euglish". Darunter mit Bleistift
geschrieben: „La lettre a plu, de chance b’ arriver dcstina- tion si elle a öcrite cn angles". Der englische Vermerk heißt: Briese a» das Vereinigte Königreich können nur durch die Zensur kommen, wenn sie klar und deutlich in Englisch geschrieben sind. Und gehorsamst fügt die französische Regierung den stier- merk dazu: Der Brief hat mehr Aussicht, an feinen Bestimmungsort anzukommcn, wenn er englisch geschrieben ist. Man muß sich fragen: Steht Havre heute unter englischer Verwaltung? Soweit die Zuschrift: das schweizer Blatt bemertl dazu: Die Sache ist in der Tat merkwürdig, wie wir uns an der Hand des eingesandten Dokuments überzeugen konnten. Dabe> ist es freilich lediglich Sache Frankreichs, ob und welche staatliche Hoheitsrechtc es England einräumen will,
Poincarö a» der Front. Paris, 30. Nov. (W. B. Nichtamtlich). Poincare, Viviani, Dubost und Dcschanel besuchten am Samstag die Stellungen der französischen Armee in oen Argonnen und die Stadt Clermont-en-Argon»e, welche völlig zerstört ist, wo sie das Fort Dou-au-Mont und die vorgesehenen Stellungen besichtigten. Poincare hat am Abend Verdun ,-cr- lajsen.
Ans Rußland.
Russische Illusionen. Stockholm, 29. Nov. „Stock- holms Dagblad" bringt folgendes Situationsbild! Am gleichen Tag, da ganz London über den vermeintlichen großen russischen Sieg in Polen jubelt, die „Morning Post" von einer wahrhaft napoleonischcn Waffentat der Russen und die „Times" von einer Panik in Berlin redet, kann Deutschland den Siegesbcricht seines neuen Feldmarsck)alls feiern. Das Wort der „Morning Post", die Welt werde staunen, wenn einmal die Geschichte dieses Krieges geschrieben werde, versieht das schwedische Blatt mit dein fatalen Zusatz: Stau- ncn ja, aber am meisten über die Petersburger Selbstsng- gestionen und die englischen Illusionen.
Ein russische Stimme über die „Emden." Die Tate» des Kreuzers „Emden" haben überall in der Welt Bewunderung erregt, und selbst die englische Presse konnte nicht umhin, den Erfolgen dieses kleinen Kreuzers, sowie der Tatkraft und der Unternehmungslust, gleichzeitig aber auch der ritterlichen Gesinnung seines Kommandanten volle An- erkeniinng zu zollen. Ein Mißton klingt uns nun aus der russischen Presse entgegen. Hören wir. was der „Ss- wet" über den Untergang des Kreuzers „Emden" zu sagen bat: „Der Untergang dieses Feindes ruft nicht die Ge- fühle der Achtung und Verehrung hervor, die man einem tapferen Gegner cntgegenbringt. Das ist nicht möglich. Diese Gefühle verdient nur ein würdiger und ehrlicher Feind, der offen und gerade seine kriegerische Pflicht ersiillt. Der deutsche Pirat aber hat sich an dieselbe Ränbertrktik gehalten, toclche auch die Verachtung und den Haß gegen die deutschen Landtruppen erweckt. Volle Vernachlässig- ung des Völkerrechts und der Kriegsregcln, der Wechsel der Flaggen, Maskierungen — das alles sind Handgriffe, die vor Hunderten von Jahren nur von Seeräubern angewandt wurden. Ihnen wurde nach Verdienst auch Ehre zuteil, indem man die ganze Mannschaft ohne Ansnahnic — wenn man sie gefangen hatte — unverzüglich an den Rahen anf- hing. Die milderen Sitten unseres Jahrhunderts schützen die verbliebenen Mannschaften des Kreuzers „Emden" vor einem so strengen Schicksal. Das britische Schiss „Syd- ncy" hat nach Vernichtung des Korsars sogar de» lebend gebliebenen Deutschen Hilfe geleistet. Eine solche Groß- inut hätte wohl bessere Anwendung verdient. . .
Man fragt sich erstaunt: WaS ist geschehen, um den „Sswet" so in Wut zu versetzen? Wir meinen, im Hause des Gehängten spricht man nicht gern vom Strick, und einer russischen Zeitung steht es nicht gut an, von der Außerachtlassung der Kriegsregeln zu reden. Der Gedanke an gewisse Vorkommnisse in Ostpreußen liegt zu nahe.
Die Drohung mit Japan. Köln. 29. Nov.- Die ,.Kölnisck>e Zeitung" meldet von der holländijck>cn Grenze: Dem „Telegraaf" zufolge sind laut der Moskauer „Rußkoje Slowo" zwischen Petersburg und Tokio Unterhandlungen im Gange über die Entsendung eines japanischen Heeres nach dem östlichen Kriegsschauplatz.
Aus England.
Schottischer Sturmangriss. Paris. 27. Nov. lieber einen Sturniangriff schottischer Regimenter auf eine deutsche Stellung bei Hazebronck (?) meldet das „Journal": Man kann sich keine Vorstellung machen, mit welcher Sorgfalt die Deutschen ihre Schützengräben zu decken verstehen. Zirka 10 Meter vor den letzteren befindet sich an fest eingc- ramniten Pfählen ein künstlich verworrenes Netz von Sta- chcldrähtcn mit elektrischer Hochspannung. Die Berührung einer dieser Stacheln ist sofort tätlich Alan kann sich denken, welcher Massenangrisf notwendig ist, »in dieses Hindernis zu beseitigen, doch dann bietet sich den deutschen Schnell- fenergeschützen, den „Kaffeemühlen", «in so deutliches Ziel, daß sie Kugel» auf die Angreifer wie den Strahl aus ci- nem Sprengsthlauch senden können. Die schottischen Regimenter, die versuchten, diese furchtbaren Schützengräben zu nehmen, wurden bei de» vergeblichen Beinllbungen. dies« Stacheldrähte zu zerreißen, unter dem furchtbaren Feuer der Feinde säst gänzlich ausgeriebe». Die Leute stürzten reihenweise, ohne daß jedach !^:r Eifer der Truppen nach-


