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*T. 270

Aus England.

Dieses Wetter ist ei« böser Feind für uns. Ein englifch- tndiicher Lssizier, der wahrend eines nahen Schneestururcs des Werter beobachtete, äußerte sich:Diesen nassen Schnee hat' ten nnlcre Ehurkas und Sikhs in Nordsranlreich und Belgien nicht aus. Sie sind glänzend abgehärtet gegen trockene Kälte, «der nicht gegen die kalte Feuchtigkeit und mich sollt- cs nicht erstaunen, wenn 40 Prozent von ihnen, wie wir das ja bereit; früber crlohren haben, von Lungenentzündungen und Magen­krankheiten gepackt weiden, zumal sie sich nicht an die ruropcr- tsch- Nahrung gewLhnen können. Dieses Wetter ist ein böser Feind für uns,"

Wud>Morniug-Post" wird nachdenklich. London, > 2 , TreMorning Post" schreibt: Es gibt bei uns eine Klane re» Leuten, die niemals Patriotismus rmpsunden haben und nicht wissen, was Selbstausopserung bedeutet, Ihr Gott ist der Mammon. und das erhabenste Motto, das sie für diesen Krieg zu ersinden vsrßten, lautetdusineß as uiual". Es sind solche Leute, die in Friedcnszeiten über die Armee spotten u»o von Militarismus reden, als ob dieser ein Verbre­chen gegen oie Menschheit wäre, Wohlverstanden, das eng­lische VIcit- findet den englischen Militarismus entzückend, nur derpreußische" ist auch sur sieein Verbrechen gegen dir Menschheit."

lieber die Stimmung in Amerika gibt folgender Brief aus St, Paul lMinnesota), den c'iie Fa­milie in !>! odheim v. d, h. erhielt, bezeichnenden Au'sch!,,ß: St. Paul. (Minnesota) den g. Okt. 14!4.

D>c deulschcn Waste» schreiten siegreich vor. Möge es ihnen gelinge», du- englische» Krämerseelen und die schinugigcn Ruhst» ordentlich zu rcrklvppcn. Mit den Franzosen werden sie bald fertig sein. Die heutige» Morgenzeitungen bringen die Nachricht, das, Anlwcrpcn g-sallen ist. Hoffentlich ist dies der Fall. Hier ist alles, was deutsch, luxemburgisch, lchme- difcn, sckweizcrisch. holländisch, österreichisch und türkisch ,st, mit Leib und Seele auf deutscher Seite. Selbst die deutichcn Je- stiikcn, die seit dcn siebziger Jahren aus Deutschiand ausee- wicsen sind, steheii tre» zu un». Die deulfch-österreichischr Ro- tc-Kreuzfai.iinluiig hat seht über 30 000 M in St. Paul, wah­rend das englische lanm 300 « hat. Die amerikanischen Zei- tungc» sind immer »och aus Seiten Englands, d. h. die eng­lischen Zeitungen Sie sind ober nicht mehr sa münchhauien- hast wie srllhci. Hosientlich seid Ihr alle gesund und »lunter.

Mit Gruß! Friedrich.

Deutsche Felddriefe.

S . . . . Anfang Oktober 1011

Wieviel Farbige haben wohl die Franzose» im Heere? Diese Frage ist schwer zu beantworien. Da st« uns bei Reims gegenübctftrndcn, kann ich berichten, wir sie die Franzose» ver­wenden: Die Farbigen haben ein trauriges Las. Sie werben in die vorderste Linie rorgeichickt. Nun herßt's für sie: Ent­weder siegen oder sterbe». Denn gehen sie zurück, werden sie von den Franzolen nidergeschossea, gelten ja doch N'cht mehr wie das Bieh, deshalb leisten sie hartnäckigen Widerstand. Mir wurde erzählt: Unser Bataillon beschoß die Turkor und wie st- alle hecjien. die in Eruppcnkolonncn ankamcn. Sie sielen wie die Mücken. Da aber vorher ein deutscher Angriff abgeschlagen worden war, so lagen noch einige verwundete Dcitsche aus selndiichrr Seite. Rasch hebt ein Farbiger etncn Verwundeten auf seinen Rücken und läuft zu uns herüber, wohl wissend, das: nun niemand auf ih» schießt. Ist ja schließ­lich der. bas beste, diesen Bestien kein Pardon zu geben. W>r Deursche sind zu gutmütig. Ausschreitungen kommen ja vor. aber ganz selten. Der verwundete und gefangene Franzose Kt so sicher uue in Abrahams Schoß. Und da schreibt derMa­tin": Schlachtet die Deutschen ab wie Schweine! Run wir bekommen nicht die Zeitungen vorenthalten, alles können wir lesen Ich habe bis heute all« bis zum 4. Oktober ourchitu Vieren können. Und wir haben das größte Vertrauen in un­sere amtlichc Berichterstattung. Auch Mißerfolge werden nicht verschwiegen Ja wir zürne» oft sogar, baß uns große Erioige der Unseren überhaupt nicht mitgetcilt werden. Geht auch io, wir tun sa unsere Pflicht und bedürfen nicht künstlicher Auf regnn - zum Mut wie die Franzosen, bei denen Sänger den schlapp; - Kriegern Mut einsiugen solle». Ja die (befangene» sagte» uns am 14 Oktober: Ihr Deutsche kämpst hier und die Rusien sind in Berlin!! Wo zu solchen Lügen gegriffen wer­den muß. ficht es schlimm aus. Iedensalls würden unsere Vor­gesetzten kein« solche Akarchcn auszutischen wage», auch wenn wir geschlagen würden. Ich meine also: Es ist noch nicht ?» spät, tritt» derMatin" solche Vorschläge macht, um jür un­ser Teil die Lehr: daraus zu ziehen.

Vczcfcldwcb-l d. R, Brau n aus Holzhauscn v. d. H.

Leise säuselte ein warmer Windhauch durch die halbver- wclktcn Blätter unserer künstlich hergestcllten Waldig,g. wo wir mit unscien Ps-rde« und Protzen in Deckung Itanden. Der Tag ging zur Neige. Die Sonne sandte ihre letzten Strahlen und verschwand hinter den feindlichen Höhen. Unsere Ee;chütze befanden kich in vollster Arbeit und überbrachten den zorück- ziebenden Franzosen ihre Grüß«. Augenblicklich erhieireu ,mr Beseht zum Biwakieren, wir lösten die Taue und gonutcn un­seren Pferden im nächsten Dorf einen frischen Trunk Rach «inständigem Aufenthalt kehrte» wir zurück zu unsere, Wal­dung, Kanin hatte» wir Etoll und Zelte ausgeschlageu, da er­tönte der Rus: Stcllungwcchsel! Vorwärts! erster Zug!

(erstes und zweites (beschütz). Schnell wurde gesattelt, d-e -raue gespannt, »in Kommando: und die Gespanne setzte» sich in Be­wegung. Die Erfolge des Tage - erweckten in uns ei»; gcmal tige Kampfeslust, Die Geschütze waren erreicht, unsere," Auge enthüllte sich ein großer Hause» Kartuschen, denen die Geschoss: entjch'upst waren. Es wurde anfgcprotzt und vorwärts ging l«r den Fliehenden »ach. Zeitlich donnerlcn unsere Geschütze

Re ue Taze ozett,»^. Dienstag. den 17. November 1914

f" r°n lauste,, die (beschösse über UN, U.'S suo'ien

ihre Brutc.

Der Moud, der sah hernieder,

Au; Hecken und auf Zaun,

Auf Gärten uud auf Flieder.

Lag rings ein felt'ner Traum.

Und von den Bergen fchweble Ein silberdüft'rcs Trau Das sanft darunter bebte Aui Wiese und aus Au. ,

«o NNS lag bas Dorf Porvillcr» in eine,« silü rgranc» Schic,er. Halt!" ertönt« die Stimme unseres Führers. Herrn Le»,»an! Bickel, der die Auszeichnung des Eisernen Kreuzes zweiter und erster Klasse besitzt. Er traf die nötige Anordnung und besah!, die Vo.sicht nicht außer Acht zu laste». Wir hat­ten die Ehre, unsere Geschütze neben die Schütz«,,grab » unse­rer Infanterie zu bringen. Entschlosic» setz'en wir »nserc Ka­nonen ins Rollen, erreichten das Dorf. Dort vcrichliiioen d-e Flammen die Neste ihrer Beate. Dabiut-r befand >i l, c, lang gcstrccklcr Hügel. Dort aus der Höhe sollten unsere Te­ich» tz' Nast hallen. Gcränschkos schleppten unsere drao-n Tiere ihre Last den Hügel entlang. Inzwischen lamme!«« lich die Infanterie nach vollendeter Arbeit in den S,I ; amr-i!, n oi! die am Fuße des Hügel» weilende Feldküche. um sich dort zu erauicke», und ein tlcincr Teil blieb zurück. Wir protz iw ab. »erließe» unsere Geschütze und ri-hmen in einer geringen Entfernung unicr einer Apfelbaum-Allee mit unscic» Bierden und Protzen Deckung, unterdessen verschanzte die Bedienung ihre Kanonen. In diesem Augenblick n-chle» die Fennzoien einen Sturmangriff gegen die wenig zurückgebliebenen Ka­meraden. Sie Hallen am Tage Der'''rrung crhaltcn uud ka­men in Gruppen-Kolonnen heran. Meine Kameraden, di« sich tuplcr verteidigten, mußten wegen t er großen Uebermacht zurück» eichen. Das ängstlichetbivi" der Franzosen ertönte, was sind das für Töne gegen unserHurra". Es waren ih',! I auch vergönnt, zwei hessische Geschütze zu erblicken., Aber »ich! lange, schon hörie man das Stampfen der Stiesel, das Hcran- rücken meiner wieder frisch gestärkicn Kameraden. I»r«er hörte man schon das Klirren der auf««-"lenzten Gewehre. Im N uocriraudclie sich ihrGiru" in der Angstschrei: Pardon, Pardon Monsieur' Darunter wischte sich das Knattern »nscrcr aus der rechten Flanke stehende» Maschinengewehre und im Hintergrund sandte eine Batterie ihre Grüß- den znrückslieh- enden Messieurs nach. Da griffen auch wieder unlere >wei Gtschüge ein. Der Tag graute und wenig von den stiirmcnden Feinden sehen sich wieder. Leise säuselte ein wariner Mnb- hanch durch die halbverwolkten Blätter der Allee.

Kanonier Rudolf P s a r r c r aus Meckenheim.

Dem Landtagsabg. Lutz, Mitglied der Fraktion des Hessischen Banarnbundes im hessischen Lundtag ist das Eiserne Kreuz verliehen worden.

Der Sohn des Oekoncmierats H o s f m a n n zu Hok- Güll, der de» Feldzug als Offizier der Reserve mitmacht ist außer mit dem Eisernen Kreuz auch mit der Tapferkeit? Medaille ausgezeichnet worden.

Der Schwiegersohn des Herrn Jul. Kögler von Fried­bcrg, Herr Untcrzahlmeister Fritz Sichert voni 1ft>. Ju- fanterie-Neginient, erhielt am 6. November die hessische Tapferkcits Medaille und ani 8. November das Eisernc Kreuz 2. Klasse.

Deni Unteroffizier Karl F a b e r von Torheim ist die badische Tapferkcits Medaille verliehe» worden.

Aus Pvr Heimat.

* Strecke FricdbergHomburg. Der Personen,zug 2004 »ach Hombueg geht in Friedbcrg ab 21. November 191! schon 5.03 kl hl vormittags. In Homburg wie bisher Anschluß »ach Fraulsurt 0.55 Uhr.

* Fr',cdbcrg Fauerbach, 17. Ncv. (Wrihuachts Licbcs gaben.) Tic stauen »nd Jungfrauen unseres Staült.i!-; haben am letzten Donnerstag in ihrer Arbeitsstunde be- scl,logen, allen hiesigen Soldaten, sic sich im Felde, in einer Garnison oder in einen, Lazarett bcsinde», eine Li:- bcsoo.be zukommen zu l,sscn. Die ?iugehörigeu der Sol­daten werden gebeten, deren genaue Adresse bis spätestens Montag. dc:> 23. November, im PfarhauS abzugeben. Da- fcltst werde» auch zur Fertigstellung der Pntctc folgende Liebesgaben dankbar in Empfang genommen: Tabak, Zi- gurren. Zigaretten, Taschentücher, tzcctizbüchcr, PostKirte-u »nd Blciilisle.

Friebbcrg-Faucibach, 17. Rov. II! » nwchr. Die Iiing- wrhr-Kompagnic, die sich aus de» Zungen Leuten von Fauer­bach Baucinheim, Binchcnbrücke» und Ossenheim zusammc,isetzt und linier Leitung des Herrn Pfarrer Z a tz m a n II Fauerbach steht, wurde am Sonntag Nachmittag von den Herren Regie- rungsrat H e r b e r g und Oberleutnant Q u a d c besichtigt. Es lvurdc» Wendungen und Schwenlungen in Gruppen und Zügen sowie Bewegungen IN verschiedenen Kompagnie-Formation«« vcrgesührt, sodann Bildung von Schützenlinien, Vorgehen mit wechselnden Marschrichtungen zug- und gruppenweise gezeigt. Den Schluß bildeten verschiedene Dorbcimärfchc. Herr Ober­leutnant Ouade sprach am Schluß der Hebung der Konipagnie seine vollste Anerkennung aus über das, was er gesehen habe UN» richtete die Mahnung an die Zungwehr, in diesem stram­me« militärische» Geist weiter zu arbeiten. Was sie hier lern­ten. komme ihnen ,» gut. wenn sie des Kaisers Rock anzögen. Here Regierungsrat s-rberg beglückwünschte >m Namen des LondesvlrbandcsZungdeutschland" die Zungwehr zu dem Lob -, 'das ihr von Herr» Oberleutnant Ouade gespendet wor­den sei und ermahnte, sich auch fernerhin mit bemfelden Eifer dieser wichtigen, vaterländischen Sache hinzugeden. Mit klingen­dem Spiel- marschierte die Zungmannsachst nach Hanse. Die

___ Seit, 3.

nächste Unterrichtsstunde findet Ddnnerstag, den 2«. November, die nächste ilcbung Sonntag, den rg. November, statt. Das Nähere r.urd durch Anschlag bekannt gegeben.

Hesse». Rasiau. x >l ,! ?rn, 17 Non. Aus dem letzten Blehmarlt waren c '.'.cs, -streu 17 Srüü Rindvieh, ungcsähc 500 Stück Ferkel und r: vauirr ' weine. Handelnd Umsatz bei Rindvieh gleich bei C; .-einen mäßig: Angebot bei Ferkeln überstieg bei wetten: die Nachfrage Preise nur wenig verändert. Der in frn.iercn I-chrrn !::,t diescni Markt verbunden gewesene Sbo!' mar,! si-l tioamal oi-s. Prorektor Dr. Ehlcrl vom hie- st.ic.i aemcnar, de: cts Leutnant erst IN Lothringen, dann >>> ivesti-che» Fraulrcich iämpfte, erhielt das Eiserne Kreuz, das Familie dieser ..ige zugesandt wurde. Herr Dr. Ltzk-rt wv.o seil einigen Wecken vermißt, die Erkundigungen bei sei. n.m Neglment bauen ergeben, daß er in einem lbesccht am A'm verwundet w::rdc: trotz aller weiteren Nachforschung-M konnte die Famil-e bisher über i-incii Verbleib nichts criahren.

* x. Oüerre!f«»2erg, 17. Rov. Hier hat sich eine Zngend wehr gcb.tdct, die jeden Aionat einmal mit denzenigen von Niederreii-eicberg, Schmittc». Scelenberg und Arnoldshain un­ter Leitung des Gendarmerie Wachtmeisters Peschke Schmirtcn übt.

" x Gräucnioitsbach, 17. Rov.Drr Landwirtschastliche Koa-

siunverein Gräoenwiesbach hal seine Auslosung b-schlosten. Di« Gläubiger werden ausgcsordert, sich bis zum 20. Roocn-bee mit ihre» Forderungen bei der Genossenschaft zu melden.

F. E. Wiesbaden, 12. Nov. Von unseren deutsch- » Eisenbahnern in. Belgischen Lande wird berichtet, daß luaucherlci Eigentümlichkeiie» der belgisciien Bahnen den deutsch'» Eisenbahner» besonders aufsallen. Zunächst, dasz auf zweigleisigen Strecken links gesahren lmrd. Aus der sieien Strecke sind d,e Gleisanlagen in guter Beschissenheit auch aus Nebenbahnstrccken. Die Gleisanlagen der Bahn- Höfe sind aber recht maugelhast. Man gewinnt den Ein­druck, daß die Babahöfe in Belgien zu Gunsten der freien Strecke, vernachlässigt worden sind. Di? Weichen besonders sind von schlechter Beschaffenheit. Der Ausrüstung der von den Königlich» EiscnhahN-Tirckrionen zu de» llllilitür- Eisenbahndirektioiien in Belgien obkommandierteu Be- tricbskolonnen fehlt es mn notwendigsten. Namentlich sind keine Handlaternen, Signalhörner und Mundpfeif»» vorhanden. Gefangenen- und DerwimdetentranSporte mußte,, vielfach ohne Licht in, Wagcniiinerii fahren. Aus den Packwagen sind alle Bclcuchtungsmittel alsbald ver­schwunden. Ein weiterer Mißstand ist der Mangel jeglicher Dicnstvorschrijt.

* Schlüchtern. IG. Rov. Ein Llliidivchrmann aus Salmün­ster Im futije Schlüchtern, der in den Vogesen gegen die Fran­zosen kämpft, berlMtetc von einem gelungenen Brieswechscl, der zwischen den sciiidlichen Schützengräben stattgesunoc«. Roch einem hrstizcn Gefechte kam ganz furchtlos ein Mädchen von ungefäbr 12 Jahren aus dem französisch«,, Schützengraben Es eilte schnell zu dcur 400 Meter cnrsernten deutsche» Schützen­graben nn» überreichte den dort in Feuerbereitjchaft leerend«» Landwehr,»ä,»lern eine Tafel Schokolade, auf deren Hülle die Worte stance»: .ste'icbe Kameraden! Wir sind auch Landwehr- leute wie Ihr, wir sind verheiratet und habe» auch Kinder irie Ihr zu Hause. Schießt uns doch luchst tot!" Die Deutschen antworteten umgehend:Liebe Kameraden! Geht Zbr doch nach Haus, dann ist die Sache aus!"

* Aus der Rhön, IG. Rov. In dcn meisten Orten im Kreis Gcrsfcld mach! sich merklich der Pctroleummangel Kihlüar. Die Landwirte wollen das alte Epanlicht, wenn die Petroleum­not onhäl« wieder hervorholeu. Auch bei den Behörden auf drin Lande macht sich der Petreleummangel bemerkbar. Bei den Am.sger.chte» hat man dem llcbelstand dadurch abgcholfen, daß man di« Gcschästssiundcn für die Wintermonate auf 0 :; Uhr verlegt bat Das Landratsamt I» Ecrrfeld hat für alle Be- '.oohnee des Kreises dcn Höckistpreis für Speisekartosjeln j,n Kleinhandel aus 3 Mark sür den Zentner festgesetzt. Beim pfundweise': Verlaus bis 2? Pfund gilt 4 Pfg. für das Pfund als Höchstpreis.

Starkenburg.

* Deruistadi, 12. Rov. Die stille Liguidatio» der Landl». Genosi'cnsihaftsbank hat in der letzten Zeit bedeutende Fort- ichriit« gemacht. Rach schwierigen Vcrhandiunge» ist cs nml- niebr gelungen, eine» größeren Teil des bei der Rcichsgcnos- senschoftsbaiik >n Frankfurt angelegten Kapitals von über acht Millionen Mark dadurch zu sichern, daß die übrigen Gläubiger der Ncichsgenostenschastsbank auf ihre Forderungen zn Gunsten der Lanöwirlschastlichen Genossenschaftsbank verzichtet und di: Werte d,r Reichsgcnostenschastsbank wurden der Landwirts,h. Gienosse«schustsb..>nk zur Verrechnung auf ihre Forderung über­wiesen. Zugleich wurde ein erheblicher Barbetrag von genos- senschastiicher Seile im Reich ausgcbracht, damit dte sonstigen baice Vcrps,ichtunge» der Rcichsgcnosscnschastrbank gedcckt werden könne» und die Landm. Genoffcnschaftsbank ln Darm­stad! nicht weiter behsstet wird. Die Landw. Genolfenschafts- banl lös! dafür die Verpflichtungen der Rcichsge-noffei'.schefi;- bank bei der Frankjuiter Landw. Hypothekenbank aus, fodaß d'.cie wwdcr das Pjandbricf-Privileg erhält und wieder flott wird. l:»icr dieser Voraussetzung wurde in einer stattgchab- ten Aftiouür-Lersammlung in Frankfurt diesen Vereinbarun­gen zilgestimmt und die Liquidation der Reichsgenoffcnschafts- banl genehmigt. Man hasst »unmchr, daß die wenigen (üe,las­se, ischasten. welche seicher der Landm. Geiwstenschaftsbank noch scrubliebcn auch i» ihrem eigenen Interesse jetzt wiedec drt. tieten.

Frankfurter Wetterbericht.

Bo,«ubj»gc: SEolkig, trocken, kälter, Nachtfrost, nördlich»

Winde.

Vcranlworilich sür den politischen uud lokalen Teil: Otto Hirsches. Friedberg: für de» Anzeigenteil: K. Schmidt, Friedbcrg. Druck uud Verlag derNeuen Tageszeitung"

A. G.. Friedbcrg i. .8,