Nr. 262
. bc i»ich ganz umgekleidet. Aber ein paar Unterhosen lranche ich noch. Handschuhe und Stauchen. Striinipsc >.bc ich genug. Liebe Mutier, wir halten hier in dem Hose den dritten Tag. Ich spiele Klavier und bei uns füllt es eben ganz lustig her. Ich habe eben alles, was .1 Herz begehrt. Gute Birnen, Cigarren und Choko- Es ist alles da. Wenn nur der liebe Gott niich wie- . r gesund i» die Heimat zurückfuhrt-, ich würde Euch :ni.i- ü.-u Abend die Zeit vertreiben. Liebe Mutter, ich habe <^erru M. geschrieben. Wenn er nur was schicken will, brauchst d»'s ihm nicht abzuschlagcu. Ich nehme alles mit Tank an. Wir sind westlich von Lille. Die Engländer sind '.urückgcschlagen worden: sie sind wie Zivilisten gekleidet. Eine Mühe niit Schild, brauner Anzug, Wickelkama- schen u. Schnürschuhe. Ihr Gesicht ist fast ganz gelb. Hoffentlich wird der Krieg nicht mehr io lange dauern, wie er gedauert hat und der liebe Gott den Sieg in unsere Hände . .den. Weiler wühle ich heute nichts.
Es grüßt Euch alle Euer treuer Sohn Heinrich.
Aus Echzell wird uns folgender Brief zur Dersügnng »'.stell,.
Eh......den ZV. 10. 1914
Werter Herr H . . . !
Allo endlich der versprochene Brief. Was lange währt, wird cndlich gut. Das sage ich allemal. — Ilm nun das, was ich schreibe» will, auch alles in den Brief zu delommen, wist ich gleich mit der Hauptsache ansangen.
Hier in Eh . . . . mit Mezicres vereinigt, läßt sich- für uns gut leben und ich möchte sage», daß ich mich nicht ärgere, -vcnn mir auf Kriegsdauer hierher verbannt bleiben. Die Lage der Stadt ist hervorragend, sie liegt an der Marne, ringsum von den, Ardennen'Wald begrenzt. Es ist dies ein jo undurchdringliches Gehölz. dag ich mich nicht wundere, wenn die Zeitungen schreiben, unsere Truppen mühte» sich schrittweise durch solche Wälder arbeiten. Ist Eh. . . schon mit einem sol- cheii natürliche» Schutz umgeben, so lummt noch dazu Las künst- Uche Lchutznctz, die Forts. Einige davon sind vollständig »m- gedrehl worden, durch unsere schweren Haubitzen. Man staunt wie vor einem Wunder und es ist tatsächlich Bewundernswertes von der schwere» Artillerie geleistet Worten. Ich will hiervon ein kleines Bild beschreiben:
Hin- waren ungefähr vor 14 Tagen zur Besichtigung des
Forts L...... das als erstes siel. Wir marschierten zurrst
ruf einer gutangclegten Strahc, die hauptsächlich sür das Fort bestimmt >ji, doch schon nach einigen Kilometer Marsch, sah man hier und da Locher im Boden, dah man eine» Wagen ganz gemütlich darin versinken konnte und diese Löcher wurden dichter und großer, je näher man an das Fort hcranlam. Die Zusuhr- skraße sah aus, als wenn man einen Steinbruch an hundert Stelle» anfangcn wollte. Auch bemerkte man schon Eeschütz- rohrc, zeibrochcnc Räder und Gewehre herumslicgen, an welchen man die Wirkung der Granaten ersehen konnte. Zuvor muhten wir noch durch künstlich angelegte Wälder, welche die Anlage» des Forts so verdecken, dah man auch rein nichts von Allem stehl. Die Waldstreisen find mit Fallgruben, Drahthin- dernisscii, Verhauen usw. so versteckt, dah ein Durchkommeii der Infanterie unmöglich wird. Da begreift man erst, warum so ei» Punkt mit Artillerie bearbeitet werden muh. Durch dieses Drahthindernis kommt keine Katze, geschweige ein Mensch. Hinter diesen Heminungcn kommen die Schützengräben, in welchen di, Besatzung die Stürmenden empfangen kann. Diese Gräten sind grohartig angelegt. Bor allen Dingen sieht man, nicht, ob cs solche sind. Men sieht wohl Gebüsch, bewachsenen Boden und das ist alles. Was man aber dahinter zu sehen bekommt, davon hat der, der nicht gewesener Soldat, keincAhn- ung. Schnellfeuer-Kanonen, Maschinengewehre, Infanterie u!w. Ein richtiges Mordwerk. Hinter diesen Gräben waren die Gräber der Gefallenen. Manche Gräber waren so wenig lusgeschachtct, dah die armen Kerle mit den halben Beine» -craussahcn. Ein schrecklicher Anblick, wenn man cs sonst noch nicht erlebt hat. An dem grünende» Gras klebte das geron- rene Blut der Gefallenen. Man kann ja hierüber seitenlange ler'chle schreiben, aber genug des grausigen Spiels. Ru: »och inigc Worte über das Fort selber: Es ist wohl eine Boden- iheburrg, aber alles bewachsen und unterirdisch angelegt. Das ganze Ding war aber schon nach einigen gut gezielten Schrapnells so gut von oben beleuchtet, dah es kurz daraus die weihe Flagge hrtzte. Was die Betten der Mannschaften >m zweiten Stock nach unten waren, lag jetzt oben. Bollsländig umge- wüblt. Die schweren Geschütze waren mit wenigen Schüssen a ißc: Gefecht gesetzt und lagen aus dem Rücken, mit den Rädern »ach oben und der Mündung im Dreck. Ein grausames Bild, oder es geht nicht in solchen Fällen mit Humanität ab. Fetzt noch einige Eindrücke meinerseits von Eh ... . Die Stabt an für sich ist gut gebaut und hat etwa 00 000 Einwohner. Schöne Denkmäler, Anlagen, Villen zieren die Stadt, Rur die Bewohner sind vollständig verwahrlost und esien, was wir von »njereu Mahlzeiten übrig haben. Es ist für sie wohl tief beschämend, aber verhungern können und wollen sie nicht. Den ganzen lieben lange» Tag stehen die Kinder vor dem Gitter und schreien: „du pai» Monsieur" oder „la but". Eine große Armut. Zerrissen und zerlumpt sind die ganzen Kleider und den Bcgriss „Waschen" kennen sie scheinbar auch nicht. Ein alter Koch sagt immer: „le Soldat d'Allemagne bien". Fa, die Schuste werden »ns nicht Nachkommen können in Edelmut und Hilfsbereilschaft. Doch ich muh schliche», weil alles schon roll- gekritzcl! ist. Enrjchuldigcn Sie, bitte, meine Schrift, cs hat eistcns schnell gegangen u. zweitens kann ich nicht bester ichrei- bei:, trotzdem gut gemeint. Roch recht herzliche Erühc an Sie, >owie Familie Fhr W. <5.
Abermals sandte der tapsere Odenwälder Fäger an seine Angehörigen sein« Erledniste. Fn zwei vorher verössentlichten Brieje» kamen dieselben zum Abdruck. Er schrieb also weiter:
Fricout, 11. 10. 1914.
L. El !
Heute komme ich dazu, Euch meine Erlebnistc weiter zu berichten. Bis zum 10. September lagen wir in L. B.....
Neue aazeszeitung. Samstag, Ir» /. November jikj«
Abends um 10 Uhr hatte» wir Abmarsch. Unser Baraillon hatte die Rachhut und die 4. Kompagnie war Rachbutkompag y nie. Die wiirttemdcrgische Brigade, die links von uns war, i machte einen Scheinangriff, um den Gegner zu täuschen. Wir | marschierten nun bis Nachts um 0 Uhr, wo wir i» Raon te > Etappe ankamcu. Da legte man sich auf das 'Pilaster und es wurde geschlafen: wir blieben bis z»m 11. September dort
Der Schreiber schildert nun die Märsche, die sein Regimen! bis nach Belgien brachte. Mehrmals kamen unterwegs Liebesgaben zur Verteilung, darunter auch einmal solche, die von den Damcu des Elbcrsclder Fernsprech-Amtcs gesammelt waren. Wir lese» dann weiter: Am 20. September gings weiter über Eupcu nach Herbertstal, wo wir um >411 Uhr ankamen. Hcr- bertstal ist die Grcnzstatisn zwischen Deutschland und Belgien. Run gings durch Belgien, wir waren alle aus der Plattform, um etwas sehen zu können. Alle paar Minute» gings durch rin.» Tunnel. Uni tl Uhr waren wir in Lüttich. Da gab cs wieder zu esten. Um 12 Uhr ging cs weiter das Maaslal entlang bis zum Kanal, da hatten die Belgier eine große Brücke gesprengt. Als wir in Ramur einfuhren, war cs schon dunlcl und wir loniiten daher nichts von der Stadt sehen. Wir legten uns daher zum schlafen nieder, cs war zwar nicht besonders bequem, denn wir waren 34 Mann im Wagen. Am Morgen des 24. gings wieder auf die Plattform, da passierte» wir um 6 Uhr Picton. llin 9 Uhr kamen wir in Mons an. Hier wurden wir wieder gespeist. Um 12.10 Uhr passierten wir die franzüsisch-belgischc Grenze und kamen um 0 Uhr in Ehambrai an, wo wir ausgcladen wurden. Auf der ganzen Strecke begegneten uns Züge mit Verwundeten und Gefangenen. Von Ehambrai aus marschiertcil wir nach Masmieres ins Quartier. Am 23. Scpleinbcr gingen wir nach Gonzeaucourt, hier hatte» wir vier Telephonisten ein seines Onartier. Auf der Straße nach hier fanden wir 13 deutsche Autos ganz verbrannt, sie lind ron einer englischen Kavallericbrigade Lbersallen worden. Am 28. September marschierten wir um y,ll Uhr ab. Am Orts- ausgang beschossen wir einen französischen Flieger, leider aber ahne Erfolg. Wir kamen nun in Barastrc ins Quartier. Am 27. hatten wir um 8 Uhr Abmarsch, wir kamen an den rechten Flügel der Division. Aber wir wurden von den Bayern ab- gekvft. Wir marschierten dann noch 8 Kilometer und wollten Quartier beziehen, fanden aber leider die Ortschaft voll belegt: cs blieb uns nichts anderes übrig, als im Freien zu übernachten. Es war zwar ziemlich kalt und bin ich nachts einmal auf- gestanden und habe ein bißchen Parademarsch geinacht, damit meine Glieder in Bewegung kamen. Am 28. September gingen wir vor und hörten bald wieder heftiges Artillerie- und Jnfanteriefeuer. Die Bayern waren schon wieder feste drinnen. Um 4 Uhr gingen wir ausgeschwärmt vor. Am Schloß- wäldchen von Friconrt hatte sich der Feind gut verschanzt. Der Befehl lautete, Fricourt abends noch zu nehmen, das war ober unmöglich, den» wir hatten unter dem feindlichen Artkllerie- feuer stark zu leiden. Die Engländer hatten nämlich Schiffs- geschützc bcigcbracht und da haben sie uns feste bombardiert. Morgens den 29. ging s aber doch wieder vor und bis nachmittags war Fricourt in unserem Besitz. Am Südausgang von Fricourt haben wir »un unsere Höhlen gegraben und da hausen wir nun wie die Dachse. Durch die feindliche Artillerie haben wir ei» bißchen Abwechslung: sie beschießt uns jeden Tag,
kann uns aber nichts anhaben in unserem Bau. Die Feinde liegen 400 Meter vor UNS.
Ru» zum Schluste seit vielmals gegrüßt
Kriegs-Allerlei.
Die angeblich erbeutete bayerische Fahne. Ein offizielles Blatt der französischen Regierung verkündete, in Bordeaux sei ein französischer Stabso'ftzier cingeloffcn und habe dein Präsidenten eine feindliche Fahne überreicht, die von den Truppen bei einem der letzten Kämpfe erbeutet worden sei. Diese Trophäe, geschmückt mit dem Eisernen Kreuz, soll einem bayerischen Regiment genommen worden sein. Sic besteht aus weißer Seide, hat in der Mitte ein schwarzes Kreuz und an der Seite den Reichsadler in Gold gestickt. Offenbar bandelt es sich hier nicht um eine bayerische Fahne: denn die bayerischen Fahnen haben die Farben weiß-blau: auch dcutet bereits der Umstand, daß es sich abermals um eine zweifelhafte Trophäe hand-.-lt. Wahrscheinlich haben die Franzosen in einem elsässischen Dörfchen eine — Kriegervereinsfahne „erbeutet".
Die Verlustlisten beim Dfarrer.
Wir veröffentlichen gern folgenden Vorschlag:
Daß die amtliche» Verlustlisten in Gastwirtschaften zur Einsicht sür das Pnbliknni ausliegen, liest man oft ange- kündigt. Sch» zu begrüßen ist es, daß man nun auf Ankündigungen trifft, auf dcden es heißt: Tie amtlichen Verlustlisten sind beim Pfarrer von — Uhr bis — Uhr ei »Zusehen. Es bietet sich hier in der Tat eine Gelegenheit zu sehr dankenswerter Tätigkeit des Geistlichen. Diele Leute linden sich trotz der Uebersichtlichkeit der Listen schwer in den Ausstellungen zurecht. Ter Pfarrer wird ihnen gern bchilslich sein, und als Vertrauensmann nötigenfalls bald einen Rat und, wenn cs sich lo gefügt haben sollte, auch einen Hcrzenstrost geben können, dessen heute alle jene Bangenden und Suchenden ohnehin bedürftig sind. Es wäre zu wünschen, daß solcher Kricgsbeistand durch Geistliche bald allgemein würde. Natürlich ist dann auch eine allgemeine Bekanntmachung durch Anschlag an den Kirchentüren zu empfehlen. Daß viele Kirchen jetzt z» stiller Andacht für alle Sorgenden geöffnet sind, ist glücklicherweise jetzt wohl überall seit Wochen der Fall.
Ilnmenlchliche Niedertracht.
Aus dem Haag wurde das folgende berichtet:
„Ein Fischdampfer bracht« die Leichen des Zahlmeisters und eines Mannes von ..S 117" noch Vmuiden. Letzterer
Seit« 3.
hatte die Erkennungsmarke 13. Die Besatzung des Damp. icrs teilte mit, daß noch mehrere Leichen, alle mit Schwimm, worden sind." Diese Mitteilung bezieht sich auf die Besatzungen der vier deutschen Torpedoboote, die am 17. Okiubec >n lene» Gewässern van einem englischen Kreuzer und vier Zerstörer» in den Grund geschostc» wurde».
Die englischen Kriegsschiffe waren zweisellos in der Lage, die Ucbcriebenden größtenteils zu rette»: sie haben sich »,» einen 0 >niz kleinen Bruchteil begnügt. Aber damit nicht genug. Rach «ra Untergänge der vier Torpedoboote wurde deutscher siits dos Lazarcltsiyrff „Ophelia" nach der Stelle des Unter ganges geschickt, um etwa noch schwimmende Ileberlcbendc z-l retten. Trotzdem die „Ophelia" als Lazarettschiss de» iil.liia- tivnalcn Vorschriften gemäß kenntlich war, wurde sic von de-.n britischen Kreuzer „Parmouth" angehaltcn und »ach einem l-u- tischen Hasen sortzcsührt. Man hat ojt die Probe machen können, daß über Bord gefallene Leute, welche Schwimmwesten anhalten, inehrcre Tage und Rächte lang sich lebend über Wasser hakten konnten. Daraus geht hervor, daß die „Oph.Ii, - eine sehr beträchtliche Anzahl von Leuten der dcutschei, Torpedo boolöbesatzungen hotte retten tonnen, wenn sie nicht durch den englischen Kreuzer daran gehindert worden wäre.
so bleibt tatsächlich als Motiv des britischen Kreuzer!» >i mandontc» nur der Wille übrig, daß leine der deutschen Ueder. lcbcndcn gerettet werden sollten. Raffinierte unmenschliche Niedertracht und absolute Mißachtung völkerrechtlicher Bestim. mungen bilden die Richtschnur der britischen Kriegsührung.
Unser Wunsch und Dkahnung ist nur: Möge alles vom deutschen Volke nie vergessen werden!
Sein Leibgericht.
Vor dem Gasthaus Knckiajck>cwski in Secbnrg bei Allen- stein halten fünf bis sechs Autos, deren Insassen — Ossi- jictc — anscheinend recht überhungcrt sind. „Wall gibt's Herr Wirt?" „Frankfurter Würstchen und Brntkartosfekn. Das ist das letzte." Sie schmause» mit sichtbarem Appetit. Ein junger Ordonnanzoffizier ist fertig mit seiner Portion und fragt: „Kann ich noch eine bekommen? Das esse ich gerade so gerne!" „Aber gewiß doch, so lange der Vorrat reichtI" Nachdem er sic mit gleichem Behagen wie dir erste verzehrt, macht sich ein Teil, darunter auch der junge Ordon- nanzoffizier, auf den Weg. Als sie fort sind, meint -iner der Zurückgebliebenen zum Wirt: „Wissen Sie auch, wer der Offizier war, der die zweite Portion noch verlangt hat?" Er schüttelte den Kopf. „Das war Seine Königliche Hoheit der Prinz Joachim von PreußenI" — Wie gern hätte der ostpreuhischc Wirt ihm »och die dritte Portion angebote»!
Der verkannte Dieruntersab.
Bei der russischen Einquartierung in Skaisgicren spielte sich nach der .Dnlsiter Allgcin. Zeitung" solgcnder ergötzlicher Vorfall ab. Kam da ein Sohn ans dem dunkelsten Rußland in ein hiesiges Lokal und bestellte sich ei» Glas Bier. Bevor ihm noch dasselbe gereicht wurde, nahin er einen von den vor ihm liegenden Bicruntcrsätzen aus Filz- pappc, die bekanntlich als Reklame von den Brauereien geliefert werden, und begann langsam daran z» beißen. Lächelnd, und staunend ließ man ihn gewähren. Als dann das Bier hinzukam, rutschte der ungewöhnliche Zubiß besser, und bald hatte der russische Soldat den Untersatz mit dem Getränk heruntergcspült. Nachdem dies gcsck>chcn, bestellte er sich noch ein zweites Glas Bier, gab aber gleichzeitig in gebrochenen. Deutsch zu verstellen, daß er nichts mehr „dazn" hobcn wollte.
Bekanntmachung!
Fck, bringe zur Kenntnis meiner Freunde,
Daß in den Ländern meiner Feinde Seit 1. August, cs sind nun acht Wochet,
Die Maul- und Klauensucht ausgebrochcn:
Und was das Schlimmste ist an der Geschichte,
Wie uns erzählen die Zeitungsberichte,
Daß diese Krankheit durch Gift und durch Galle Diesmal Nicht Rindvieh, doch Menschen bcsalle.
Zumal in England scheint man in Röten,
Wo ganz besonders die Maulsucht vertreten:
Und Frankreich, das mit ihm sich liebt und neckt,
Ward selbstverständlich mit angesteckt.
Wogegen sich drüben beim russischen Bären Täglich die Fälle von Klau sucht mehren.
Was nun die übrigen Feinde betrifft,
Triefe» auch dorten die Mäuler von Gift.
Ader, ich muß es Euch ehrlich bekennen,
Sic sind zu erbärmlich, um a l l e zu nennen.
Fch habe nun ernstlich mir vorgenommc».
Der furchtbaren Krankheit beizukommen.
Und Hab' zum Gebrauch auf See uud im Feld Einen Wunderbalsam zusammengcstcllt.
Es ist -ne Mischung von Kruppschen Kanonen, Zeppelinen, Fliegern und Blauen Bohne».
Ich lasse damit die Feinde bestreichen
Und bin überzeugt, die Krankheit wird welchen.
Wenn auch die meisten Kranken dran sterben Oder zum mindesten elend verderben.
Ich kann nur noch heilen mit Kugel und Messer,
Das Lugcngesindcl verdient er nicht besser!
Allgcm. Fleischer-Zeitung. Der deutsche Michel.
Geschäftliches.
Einer Mitteilung der Lotteriebank G. m. b. H. Eisenach tzusclge, ist die Ziehung der 5. Eisenacher Museumslofterie, die für den 23. und 28. September angesetzt worden war. des Krieges wegen verschoben. Der neue Ziehungstcrmin ist aus den 19 und 21. Dezember 1914 festgesetzt worden Sie findet also noch vor den, Wcihnachtrsest statt.


