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Bedenkt man, datz die Fracht für 200 Ztr, ab Magdeburg bis Frankfurt 88 Mark, ab Breslau SS Mark beträgt und dag cs sich bei den oben genannten Preisen nicht um handverlesene Speiseware handelt, so ergibt sich, daß die Kartoffelpreise hiesige« Gegend nicht hoch sind,
Tic Landwirte verlangen diesen Herbst, im Kricgsjahre l!Nl, für lgo Kg, ausgclesene Speiseware frei Keller 7—7S JH. Da es Mode geworden ist, nur gelbfleischige Kartosseln zu essen, inüssc» für diese Mare die höheren Preise angelegt werden, Wie waren nun die Kartosfelpreise z. B, in Darmstadt in den siir den Kartoffelhandel wichtigsten Monaten Oktober und November während der letzten Jahre:
Kartosselprcis für Darmftadt:
1904
Oktober
November
8,25 Mk.
7,00 Mk.
1905
6,00 „
6,00 „
1918
6,00 „
6,-0 ..
1907
6.00 „
6,00
190S
7,00
7,00 „
1909
6.44 „
7.00 „
1910
8,50 „
8.50
1911
11,00 „
11-66
1912
6,00 „
6.00
1913
4,75 „
4.00 „
Abgesehen von 1911 hatte das Jahr 1910 höhere Preise, tele sie jetzt verlangt werden. Gegenüber den anderen Friedensjahren verlangt die Landwirtschaft dieses Jahr, wo ein jeder Beruf, ganz besonders aber die Landwirtschaft, mit höhere» Produktionskosten im Eesaintbetrieb zu rechnen hat, durchschnittlich t M pro Doppelzentner mehr. Ist dieser Mehrpreis ungerechtfertigt? Man verlangt von Seiten der Konsumenten Höchstpreise, nicht nur für Getreide, sondern auch für Kartoffel, Die Landwirtschaft ist nicht nur damit einverstanden, sondern hat die Höchstpreise gewünscht, allerdings nicht nur für ihre Erzeugnisse, sondern auch für die Produkte, welche aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen genommen werden, wie Brot, Fleisch und für wichtige in der Landwirtschaft unbedingt nötige Hilfsstofse, vor allem Krastsuttermittel und andere. Die einseitige Festsetzung von Höchstpreisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse nrützte daher die Landwirtschaft aus das schwerste schädigen und ihr die Ersüllung der übernommenen Aufgaben unmöglich machen.
Es geht daher an die Bevölkerung, besonders in der Stadt, die Bitte, Maß>zu halten in den Forderungen, die man an die Landwirtschaft stellt und jetzt in Kriegszeiten von dieser nicht dasselbe zu verlangen, wie in Friedenszeiten. Die Landwirt- schajt ist bestrebt, ihrer Aufgabe unser Volk mit den von ihr erzeugten wichtigsten Lebensbedürfnissen zu versorgen, voll und ganz nachzukommen. Man unlerlaffe daher scharfe Zeitungr- «ingesande und sonstige Aeutzerungen, die meist von Unberufenen kommen und auch nicht berechtigt find. Solche Mitteilungen dienen nicht dazu, das Verhältnis von Stadt und Land so zu gestalten, wie es die Zeit erfordert und wie cs der Wunsch der Landwirtschast ist, ,
Der prrnmr im KartM-Höchkiireis.
Der Magistrat der Stadt Hanau hat den Höchstpreis der Kartoffeln auf 8chv Mk. für das Malter festgesetzt.
Ilm z» zeigen, welche Kopflosigkeit in dieser Frage herrschst, geben wir nachstehend die Höchstpreise, wie sie von len Behörden in Friedberg rrnd in den benachbarten Kreisen festgesetzt lvvrden sind,
Kreis Friedberg: 1, Sorte 8 Mk„ 2, Sorte 4 Mk, frei Keller
6 Mk.
Kreis Gießen: 1, Sorte 6 Mk„ 2. Sorte 8 Mk.
Kreis Marburg: 7 Mk., in kleinen Mengen 10 Mt Stadt.Hanau: 8.50 frei Keller.
Alles pro 100 Kilo,
3m Kreise Friedbcrg sagen die Landwirte, wenn r00 Kilo Kleie 17 Mk, kosten und 100 Kilo Kartoffeln 8 ML. dann sind Kartoffeln das billigste Futtermittel, also füttern wir Kartofselnl
ilorluhl beim AuMtii von Kohlen.
F rankfurt a. M. 26. Oft. (SB. B. Nichtamtlich.) >cim Entladen von Kohlenwagen haben sich an zwei Stel- len, von denen eine im Korpsbezirk liegt, je zwei geladene französische bezw. englische Granaten gesunden. Alle Koh- lcninteresscntcn werden ausgesordert, ähnlichen Vorkommnissen, denen zweifellos verbrecherische Absichten zu Grunde liegen, durch sorgfältige Instruktion ihrer Aiislader usw. ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken, damit IliiglUcksfällen vorgebeugt wird.
Pos ist on Likbkstzobkn frniiinld)t?
Schokolade, kondensierte Milch, Zigarren, Zigaretten, Tabak, Pfeijen. Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Salz, Zimmt, Luppe,!-, Fleisch-, Gemüse-Konjerven. Butter in Blechdosen, Fett, Sch,»alz, Ocl, Käse, Eier, Wurst, Schinken, Speck, Rauchfleisch, Gänsebrüste. Fischkonservcn, Zwieback, Kakes, Kuchen, Konditorwaren, Eingencaästes. Süßigkeiten, Obst. Grütze. Sago. Maizena. Reis, Riehl, Bier, Wein, Er- ft isckmngstabletten (Kola, Pfefferminze. Hypodcnia, Zitro- ncusäure.) Kamillen-, Pfefferminz-, Lindenblütentee, Tabletten gegen Husten und.Halsweh. Licht, SpiriftiS. Petro- Im»,, Spirituskocher, Wollwaren und Wäsche jeder Art, besonders auch vor Kälte und Näffe schützendes Unterzeug, Stiesel, wollene Decken, Schlafsäcke. Thernwphonfeldflaschen, Keldsteck^r, Kon,passe, kleine photographische Apparate. Iteisesck»reibi»aschi»en, Schreibmaterial, Füllfederhalter, Messer, Pistolen (keine Parabelliu»,) Einer aus der Ge- frchtslinie.
Ans dem hest. Lanbiag.
ein: Donnerstag, deu 29. d. Mts,, vormittags, tritt der Finanzausschuß der Zweiten Kammer zusammen, um Hher di» allgemeine Lag« zu beraten: zu dieser Sitzung stnd di«
• / Neue XagoajtUng. Di«»tag, de» 27. Oktober 1911.
Vorsitzenden der Zentrums- und der freisinnigen Fraktion geladen. (Die Vorsitzende» der übrigen Fraktionen gehören dem Finanzausschntz als Mitglieder an). Am Nachmittag wird der Finanzausschuß der Ersten Kammer zusammenkommen. Auf Ende November soll der Landtag zu einer kurzen Tagung zu- sammcnbcruscn werden.
Aus der Heimat.
* Obcr-Rosbach, 27. Oft. Dom Landsturm-Bataillon Friedbcrg, z, Zt. in Markirch, ist für den von Ober- und Rie- der-Rosbach abgcsandteu Waggon Kartoffel» an die hiesige Bürgermeisterei solgendes Dankschreiben cingclausen:
Für die von Mitgliedern Ihrer Gemeinde gespendeten Liebesgaben in Gestalt eines Waggons Kartoffeln spreche ich Ihnen, sehr verehrter Herr Bürgermeister, im Namen des mir unterstellten Bataillons meinen herzlichsten Dank aus. Wie diese Gaben zeigen, daß die in der Heimat Zurückgebliebenen in sorgender Weis« der im Felde Stehenden gedenken, so wecken sie umgekehrt in den letzteren das Gefühl der Zusammengehörigkeit mit ihren Angehörigen und Volksgenossen und mahnen sie zu doppelter, treuer Pflichlcrsül- lung. So haben die Liebesgaben zugleich einen hohen sittlichen und militärischen Wert,
Nochmals meinen wärmsten Dank allen denen, die zu der Sendung bcigcstcucrt haben,
* Echzell, 28. Okt, Schulter an Schulter mit seinem Bru- dcrvcrcin Gettenau hat auch der hiesige Turnverein eine zweite größere Sammlung von Kartoffeln zum Besten des Roten Kreuzes vorgcnommcn und zwar mit dem Erfolg, daß 126 Ztr. verladen werden konnten: die tätige Mithilfe des Obmannes H, Scheuer,nann bedarf besonderer Erwähnung, Da ein Wagen !m Slugenblick nicht zur Stelle war, so hatte Herr Vorsteher Jung-Eettcnau die Freundlichkeit, zu erlauben, daß die Kartoffeln im Eüterschoppen untcrgcbracht wurden, Freitag, als der Wagen kam, gab es harte Arbeit zu tun, aber sie wurde getan. Die Kartoffeln sollten doch gleichmäßig, wie der Empfänger K. Haub angedeutet, gewogen sein. Das war ober nicht der Fall und so mußte Sack für Sack nachgewogen werden. Da stnd die Herren Philipp Eroth. Hermann Holler, Beckmann, Heinrich Mogk, Otto Mogk, Simon, die Beihilfe der Verwundeten Karl Stete und Eg, Mogk nicht zu vergessen, cingesprun- gcn und der Waggon war am Abend fertig,
* Büdingen, 27. Okt, Prinz Diether zu Psenburg und Büdingen, Hauptmann im Königin Augusta-Earde-Ercnadier- Regiment, der am 6, Oktober an der Spitze seiner Kompagnie bei deu Künipsen in Nordsranlreich durch zwei Granatsplitter verwundet wurde, erhielt das Eiserne Kreuz.
* Franksuri a. AI., 24. Okt, Nach Belgien gingen am 21. Oktober vom Bahnhof Fulda über Eießen-Lahnstein zehn Lokomotiven in einem Zuge aus dem Bezirk der Eisenbahnstation Frankfurt a, M,, nebst dem erforderlichen Personal ab,
* Frankfurt a. M,, 27. Olt, Der Christbaumgroßhandel hat begonnen, denn die Händler stnd bereits aus der Suche nach Ehristbäumen, Im Odenwald, der eine beträchtliche Zahl nach Franksurt a, M,, Darmstadt und Osfenbach liefert, im Taunus, der besonders die Städte Wiesbaden und Mainz versorgt, im Westerwald, im Vogclsberg und in der Rhön, von wo die Christbäume nach Köln, Limburg, Gießen, Hanau und Fulda usw. gehen, werden bereits größere Posten abgeschlossen. Für acht- bis neunjährige Bäume werden 38—40 Mark für das Hundert bezahlt, sür zehn- bis zwölffährige 40—50 Mark, ebenfalls für das Hundert loco Wald, Der Handel greift infolge des Krieges nicht so zu wie im vergangenen Jahre, besonders werden die zehn- bis zwölfjährigen Bäume nicht so begehrt,
Slns dem Kreise Hanau.
* Hanau. 27. Okt, Der int 95. Lebensjahre stehende Post ichasiner a, D, Kausinami, der älteste Burger der Stadt, ist plötzlich gestorben. Er war der Großvater des Ende September auf ftanzöstfchein Boden gefallenen bekannten Rechtsanwalts Kaufmann aus Gießen,
Hrsieii-Nasiaii.
* Gelnhausen, 27. Okt, Das Wilderergesindel treibt zur Zeit wieder in hiesiger Gegend sein lichtscheues Handwerk, Der Pächter des Gerichrswaldcs Altenhaßlau, ein Herr aus Franksurt a. M-, faßte zwei „Knäpper" aus Eidengesäß beim Wildern und nahm ihnen ihr schußsertig geladenes Gewehr ab. In demselben Jagdgebiet erwischte der Jagbausseher Schneider vom Hof Eich einen Steinbrucharbeiter aus Höchst, wie derselbe ein in einer Schlinge hängendes Reh auslöste und in eine», Sack wegtragcn wollte. Die drei Wilderer sind zur Anzeige gebrach»,
* Bo» der Rhön, 27, Okt, In der Rhön ist Schnsefall ern- getretcn.
* Wiesbaden, 27. Okt. Die Ehefrau Agnes Schön von hier wurde auf einer Bank im Ncrotal mit schweren Kopfverletzungen vorgefunden. Die Sanitärswache verbrachte sie nach dem städtischen Krankenhaus. — Der in Wehen wohnhafte 22 Jahre alte Arbeiter Karl Schwab verunglückte in der Maschinenfabrik Dctzhcim, in der er in Arbeit steht, dadurch, daß ihm ein Eisenrehr !m Rücken tras und Kops- und Rückenverletzungen zu- sügte. Er lam in das städtische Krankenhaus,
* Wiesbaden, 26. Okt. Die dringendste Mahnuitg: „Landwirte, verfüttert kein Brotgetreide", richtet die Landwirtfchasts- kammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden an die Landwirte, da die Kammer in Erfahrung gebracht hat, daß von Landwirten des Bezirks Brotgetreide an das Vieh verfüttert wird. Eine derartige Handlungsweise sei im Interesse der Volksernährung im höchsten Grade bedenklich und unüberlegt. Kein Zentner Brotkorn dürfe verfüttert werden,
* Wiesbaden, 27, Okt, Aus de»> Truppenübungsplatz Hammelburg entlud sich das Gewehr eincs Posteus nach unten. Das Geschoß zersprang, wodurch zwei Artilleristen leicht verwundet wurden, der Apotheker Kallmann aus Duttwetler aber sa unglücklich in den Rücke» geirosie» wurde, daß er jojori tat war,
* Wiesbaden, 27. Oft Sin Landsturm«»tue, der einen Transport von 1000 französischen Kriegsgefangener, von Douai in Rordrrankrerch über die deutichr Geeure begteitete, berichtet.
__ «eite S.
daß unter den Sesangencn viele blutjunge Rekruten, Bürschchen von 17 Jahren sich besanden, die eben erst eingekleidet waren tmd die ihr Bündel noch unterm Arme trugen,
' Wiesbaden. 26, 0«, Der 42 Jahr- alt- Glasreinige, Joses Kaiser stürzte beim Reinigen von Fenstern am hiesigen Rathaus aus dem ersten Stock ab und erlitt neben schwerei- tzlrmvcrletzungen einen Schädclbruch, Im Krankenhaus, wohin Kaiser alsbald verbracht wurde, erlag er diesen Verletz ungen,
* Wiesbaden, 27. Okt, In einem Lazarett in Wiesbaden wurde bei einem Füsilier festgestellt, daß die schwere Arms '' Verletzung, die derselbe bei den Kämpfen aus sranzesischem 2.:« den erhalten, von einem Dum-Dumgcschoß hcrrührt,
Starkruburg.
' Darmstadt, 24, Okt, Di- Darmstädter Dekanat-chme'» tagtc am Mittwoch im Synodalgebäude unter Dekan Schneider Wciterjiadt und wählte »ach einer religiösen Ansprache wi Pfarrer Marx-Darmstadt zu Mitglieder» der Landessnned- Psarrcr Diugeldey und Lehrer Kaßlick-Damstadt, zu Stell ver trcteru Pfarrer Kleebergcr und Finanzrat Stroh-Darmstadt
' Darmstadt, 24, Okt, Zwölf französische Verwundete, die im hiesigen Saalbau geheilt und verpflegt wurden, haben ei - Bescheinigung ausgestellt, der jedem aus dem Lazarett cntlal- jenen, wieder an di- Front gehenden deutschen Krieger mit ihrer eigene» Unterschrift versehen, und von dem Lazarettdclc gierten beglaubigt mitgcgeben werden soll, der in Uebersctzung lautöt: „Wenn der Inhaber dieser Karte gefangen oder verwundet wird, so wünschen wir, daß er ebensogut behandelt und ebensogut verpflegt wird, wie wir !m Saalbaulazarctt in Darmsiadt, Eine Gruppe französischer Verwundeter, Fe, ■:» 12 Unterschriften.
* Darmstadt, 26. Okt, Nahezu 1000 französische Befall- Nie wurden am Samstag und Sunniag in verschiedenen Abteilungen dem Erresheimer Lager wieder zugcsührl, sodaß sich do-t jetzt etwa 8000 Franzosen und Belgier, aber nur ganz wenig« Engländer befinden. Aus dem Eesangeuenlager, daß an Rach Mittagen, besonders aber an Sonntagen zu einer wahren Völkerwanderung von Neugierigen Veranlassung gibt, herrscht i,i tuet noch ein lebhaftes Treiben, da man noch mit dem Ausbau weiterer Baracken beschäftigt ist. Ein Teil der Gefangenen muß deshalb »och in großen Zelten, welche di- Militärbehörde geliehen hat, schlafen. Die Gefangenen sind zum Teil bei der Fertigstellung der Baracken tätig und befinden sich meist mohi. Manche derselben sehnen sich nach größeren Brotrationen, obwohl sie genau dieselbe Verköstigung und Brotration erhalten, wie unsere deutsche Bedeckungsmannschast, die dabei noch meist alle zwei Tage die Wachen zu beziehen hat »nd daher mehr an-- gcstrengt ist. Mit dem gestrigen Tage hat Stadtkommandant Exzell. v. Lyncker das Kommando über das Franzofenlager selbst übernommen, dessen Besuch Besuch jedermann außer den Handwcrksleuteu streng untersagt ist. Bei den am Samstag abend angelommenen Franzosen besanden sich etwa 800, teilweise schon bei Mülhausen Verwundeter, welch« seitber in de» verschiedenste» Lazaretten nächst der Grenze behandelt wurde» und nunmehr soweit hergestellt sind, daß sie eine Lazaret-b. Handlung nicht mehr benötigen und anderen Platz machen >.ön »e». Wie wir erfahren, wurde am Samstag früh auf einige in Zivilkleidern befindliche Gefangene durch die Bewache!g:- mannschaften scharf geschaffen, weil sie angeblich der Vers-ich »lachte», durchzngehen,
* Darmstadt. 27. Okt, Verdient« Prügel erhielt an, Abend des 20, August der Eisenbahnsekretär E, Lemke dahier, der in einer Wirtschaft in eigenartiger Weise die englische Po Utik und deren Leiter Mr, Erey verteidigt und in sein,» Sleußcrungen behauptet hatte, Deutschland geschehe die Krie' : crllärung Englands ganz Recht, denn die Deutscher, hätten d - Kolonien doch nur gestohlen. Ueier diese aus dem Mund: cincs normale» Deutschen kaum glaublichen Aeußerungen en- srand in dem Lokale sehr bald große Erbitterung und als Lemke gegenüber den Gäste» die englische Regierung noch weiter verteidigte und lobte, wurde er kurzer Hand „an die Lust bcsö- dert", wobei es allerdings an der nötigen Beigabe von Hieben aller Art nicht fehlte, zudem L, versuchte, seinen Worten N il feinem Spazierstock mehr Geltung zu verschossen. Damit nichl genug, hatte L, bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Mißhandlung, Beleidigung erhoben, die vor dem Schöffengericht zur Berhandlung lam. Der Amtsanwalt beantragte selbst in richtiger Würdigung der ganzen Sachlage Freisprechung der drei angcklagten hiesigen Bürger und der Gerichtshof folg!« diesem Anträge, da er von der Ansicht ausging, daß die Angeklagten in berechtigter Notwehr gehandelt hätten. Die Kosten hat die Staatskasse zu stragcn, — Nachdem nunmehr gerichtlich festgestellt ist, daß der Beamte ein derartiges Ecsinnungr- lumpcntum öffentlich kundgetan hat, ist es doch wohl eine Forderung, die sich von selbst versteht, daß er aus dem Dienste entlassen wird, — In der gleichen Sitzung wurde eine Milchhändlerin, welche wiederholt vorbestraft, ihrer Milch immer wieder große Mengen Waffers beimischtc, zu 0 Wochen Ge sängiiiS verurteilt.
* Vom Odenwald, 27. Okt, Infolge des Steigen» bet Schweinepreise auf den letzten Märlten in Franksurt, Mainz und Durmstadt ist in den Ooenwaldslecken Birkenau der Prei- für das Pfund Schweinefleisch bei den Metzgern von 70 auf 94 Psg gestiegen.
Hriegs Allerlei.
Der erste Grabstein für gesallene Helden aus dem Weltkrieg 1814. Am 14, Septeraber haben Lanbstürmer von der 1, Kom vagnie des Landsturm-Bataillons Kitzingen, in 91!, in Lothringen im Garten »eben dem Bahnhof den dort bestattete» drei lapjeren Bayern vom Königlich Bayrischen Infanterie Regiment Rr, 17, deren Namen unbekannt sind, die am 19-20, Aug bet Atz gejallen, «rne» Grabstein errichtet, de» ein Bilbhoucr der Kompagnie hergestellt hat. Es ist dies der erste Grabstein aus jranzösisthem Boden, der unjeren gefallenen Heiden gejetzi wurde, >?


