Nr. 244
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achtenswertes Hindernis für die im französischen Norden stehende» Truppen. Mit seiner Besatzung von etwa einer viertel Million belgischer^ englischer und französischer Heeresteile stört cs den Teil unserer Bewegungen, die auf die belgische und sranzösischc Nordscelüste gerichtet sind, und so wird sein endlicher Fall sür uns den freien Zugang zum englischen Kanal bringen, der damit aushört, ein mare clausum sür die beiden Westmächte des Dreiverbandes zu sein. Co kam es, daß die Anregung zu einer Reife vom Grossen.Hauptquartier nach Antwerpens bedrängten Fortifikationen einen einmütigen Widerhall im Lager der Kriegsberichterstatter fand.
Im Frühlicht eines wundervollen, kühlen, aber klaren Herbsttages fuhren wir von unserem „Chateau Olymp" hinüber zu den im Rotgold ihres Hcrbstlaubcs schimmernden Ardennen- wäider und kamen bald ins liebliche Maastal hinab, desicn französischer Abschnitt von de» Greueln des Krieges fast ganz verschont geblieben ist. Am Steuer meines Wagens sah diesmal ein schneidiger kleiner „Drnzinlcutnant" aus Dessau, uns neben mir im Fond der ncuhinzugckommcne Jllustrationspho- tograph Euschmann aus Berlin, dessen Bilder demnächst in den illultrlcrtcn Zcitungsbcilagcn und Zeitschriften eine grosse l'-lie spielen werden. Bei Revin bietet sich uns wieder das Ms I alltäglich gewordene Schauspiel zweier von den Franzosen sehr geschickt zerstörten Brücken. Die eine ist die den Nord- Snb Bcrlehr von Belgien nach Frankreich vermittelnde und dadurch sehr wichtige Ciscnbahnbrückc, deren anscheinend für die Ewigkeit gesägter wuchtiger Steinunterbau durch die Explosion derartig durcheinander geworfen ist, dass sie für die schnell da- hteeilendc Maas ein förmliches Stauwehr bilden, über das die grünen Wassermassen brausend hinwegschäumen. Die andere Brücke aber war ein gewaltiger Drahtseilsteg, der bis auf die über dem Flusse wirr durcheinander hängenden Drahtseile vollkommen vernichtet ist. Auch hier haben selbstverständlich unsere braven Pioniere wieder durch einen festen^tückenübergang Abhilfe gcschassen^lfch erfahre bei dieser Gelegenheit, dass V« zurzeit des Beging unserer Operationen Hochwasser sührende ®im inzwischen wieder auf ihre normale Höhe zurückgegan- gen war, und dass insolgedessen unsere zahllosen Pontonbrücken gefährdet waren, sofern nicht jede einzelne dem neuen Wasserstande angepasst wurde.
Statt nun diese mühselige und zeitraubende Arbeit auszu- führen, staute man den Fluss einfach an den geeigneten Stellen, und damit blieb überall der Verkehr intakt. Auch dieser Vorgang aber zeigst aufs neue, mit welchen Schwierigkeiten Pioniere und Eisenbahner fortgesetzt zu rechnen haben, und dass durchaus nicht so einfach ist, die rückwärtigen Verbindungen aufrecht zu erhalten, wodurch naturgemäh unter Umständen auch der Post- und Eisenbahnverkehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei Fumay überschritten wir die belgische Grenze and fuhren nunmehr abermals durch das zerstörte Eivet und Dinant zur Meuse hindurch »ach Namur, Hier haben sich unsere Artilleristen inzwischen ein wenig i» den zerstörten Forts umgcschcn, und aus gewisse» Anzeichen ist zu schließen, dass die Feste bei künftigen Belagerungen nicht nur einige wenige Tage Widerstand leisten wird.
Hinter der Stadt beschlichen wir einen Abstecher nach den Schlachtfeldern von Bclle-Alliance und Waterloo, In sausender Fahrt geht es auf der alten Heeresstrasse entlang, die im Juni 1815 die Truppenmassen Napoleons I. auf dem Wege nach Waterloo passierten, Kann er etwas Schöneres gebe», als auf der» Wege nach Antwerpen die Erinnerung an di- grosse Zeit vor hundert Jahren aufzufrischen, da die werdende Weltmacht England sich der drohenden Vernichtung durch den grossen Eorsen infolge der Hilfe des kleinen Preuhen ent- zichen konnte! — In unendlicher Weite dehnt sich das Blachfeld, wo vor einem Särulum die Heere dreier germanil-bcr Völker 4-egen den alten Erbfeind zusammenstanden. Nur die Abhänge des Waldes von Paris, der seit jener Zeit nahezu abgeholzt worden ist, und die den Stützpunkt der Napoleonischen Operationen bildeten, bieten einige Abwechslung in der monotonen Landschaft, Umso mächtiger wirkt daher die gewaltige Pyramide des sogenannten Löwenhügels, der sich an der Stelle erhebt, wo der Prinz von Orauien verwundet wurde. Die gewaltige Erd- moss», die zur Ausschüttung des Hügels verwendet wurde, ist dem Höhenrücken entnommen worden, den der Hohlweg von Ehanin durchschnitt. In diesem soll, wie cs in Victor Hugos weltberühmter Schlachtschildcrung zu lesen ist, damals die französische Kavallerie ein schreckliches Grab gefunden haben, 226 Stufen führen zu dem <5 Meter hohen Hügel empor, dessen Abschluss das gewaltige, 28 V60 Kilogramm schwere Löwenmonument bildet. Leider hat man in unmittelbarer Nachbarschaft dieses wohl schönsten und erhabendftcn Kriegsmonuments der Welt den hier geschmacklos wirkenden Rundbau errichtet, der das Panoraina der Schlacht von Waterloo enthält. So anregend und belehrend die Gemälde auch sind, fo peinlich wirkt der Eesamtcindruck der Anlage, die zu Lasten der gerade in diesen Tagen sich so überaus kunstfrcundlich gebärdenden Belgier fällt, — Ter Rundgang über das Schlachtfeld nimmt einige Stunden in Anspruch und ist in einem Augenblick, wo wir Zeugen eines noch viel grösseren welthistorischen Ringens find, unendlich tief bewegend. Welche Lehre liegt für uns Deutsche doch darin, auch an dieser Stätte wieder erkennen zu müssen, wie das perfide Albion dir ihm geleisteten Dienste lohnt. Wie sähe wohl der in diesem Augenblick gewissermassen wiederum in allen Fugen krachende Erdglobus aus, wenn damals des grossen Eorsen Pernichtungsseldzig gegen England gelungen wäre? Man erinnert sich, dass Napoleon zunächst den Versuch machte, Blücher und Wellington einzeln zu schlagen, und dass er die Engländer auch bereits bei Genappe, das heute von unseren braven Feldgrauen als eine wichtige Vorstadt Brüssels in Schach gehalten wird, in die Flucht schlug, während gleichzeitig Blücher bei Ligny eine Niederlage erlitt. Dann wandte sich Napoleon nochmals gegen die Engländer, welche auf der Chaussee von Mont- Ct, Jean neuerdings sich stellten, Sr beauftragte Grouchy, den er gegen Blücher hatte stehen lassen, dessen Eingreifen in die neue Schlacht aus alle Fälle zu verhindern, Erouchy ließ sich aber täuschen, denn Blücher konnte, nachdem er den kleineren Teil seines Heeres unter Tauentzien zurückgelassen hatte, mit der Hauptmacht Wellington am Spätnachmittage zu Hilfe eilen, mit der er im entscheidenden Moment die Engländer durch sei-
Neue Tageszeitu ng. Samstag, den 17. Ottover 1814
nen entscheidenden Angriff aus Plancenoit entlastete. Es ist eine offene Frage, ob Napoleon die Schlacht hätte gewinnen können. Wie bekannt, hielt er jedoch am Vormittag erst noch eine grosse Parade über seine sämtlichen Truppen ab, wodurch er erst gegen Mittag zum Angriff gegen die Engländer kam. Hätte er bereits frühmorgens losgeschlagen, so wäre wahrscheinlich die englische Armee vernichtet worden. Als ihm später der Anmarsch der Preussen gemeldet wurde, gab er die kaiserliche Garde frei, als ihn Marschall Ney darum ersuchte, und so musste dieser den Todesritt durch den Hohlweg von Chain mit der übrigen Kavallerie allein zurücktegen. Als dann um halb 5 Uhr nachmittags die preussischen Kanonen unter v, BLlows Befehl gegen Plancenoit in Tätigkeit traten, wurde die kaiserliche Garde im Verein mit dem 6, französischen Korps am Eingreifen in die Schlacht bis zu deren Beendigung verhindert. Den Ausschlag gab schliesslich das Korps von Zielen, das um halb 8 Uhr abends von der Anhöhe von Chain kommend die Division Eurette angriff, die im Weichen die ganze französische Linie mit sich zog. Insgesamt standen sich damals 72 060 Franzosen mit 246 Kanonen und 76 666 Engländer, Holländer, Belgier und Hannoveraner mit 156 Kanonen gegenüber, welch letztere am Spätnachmittage den Zuzug von 36 666 Preussen mit 88 Kanonen erhielten, 25 666 Franzosen und 22 666 Verbündete blieben aus dem Schlachtsclde,
Wir besichtigten zunächst das auf der nach Genappe führende» Strasse stehende Bauernhaus der Bclle-Alliance, in dem sich Blücher und Wellington bei Beginn der Verfolgung trafen, Eingcmauertc Kanonenkugeln und eine Marmortafcl mit dkr auf die Zusammenkunft bezüglichen Inschrift erzählen von jenen heissen Tagen, Auf dem Wege nach Plancenoit besichtigten wir das Denkmal der preussischen Offiziere, Ein gotischer gusseiserner Obelisk trägt die Inschrift: „Die gefallenen Helden ehrt
dankbar König und Vaterland, Sie ruhen in Frieden, Belle- Alliance, den 18. Juni 1815," — Auch die hannoverschen Offiziere haben ein Denkmal in Form einer abgestumpften Pyramide erhalten, aus der wir zahlreiche Namen lesen, die heute noch in Hannover, Braunschwcig, Lüneburg, Uelzen, Celle und drunten im Rassauischen einen guten Klang habrn. £*sn auch die Hessen und Nassauer haben damals die Franzosen tv kür Pfanne hauen helfen, — Pour le rot — d'Angleterre, — Deutsche Landwehr mustert unsere Wagen bei der Abfahrt von Waterloo und aus dem ganzen Wege bis Brüssel, das wir am Spätnachmittage erreichten. Drohende Gewitterwolken stehen am Horizont, und ein blutigrotcr Feuerschein leuchtet von Norden her in die Stadt hinein. Die Einwohner der Hauptstadt Belgiens sind in merkwürdiger Bewegung, Irgend jemand hat ihnen weissgemacht, dass die deutschen Siegesmeldungen von der soeben erfolgten Eroberung der ersten Forts an der Südostfront Antwerpens Lügenmärchen seien, und dass im Gegenteil der Rückzug der Feinde bevorstehe. Man munkelt sogar von einer „Sicilianischen Vesper", die von einigen fanatischen Patrioten für die kommende Nacht angesctzt worden sei, und man rät uns, die Gewehre geladen und die Waffen scharf zu halten. Es scheint deshalb fast zu»dem historischen Bilde zu passen, das uns gerade für diesen Abend eine Einladung zu dem Eeneralgouverneur des ehemaligen Königreichs Belgien, dem Generalseldmarschall v, d, Goltz Lberbracht wurde. Als wir um die neunte Abendstunde die halb dunkeln, aber trotzdem incnschenübersäten Strassen hinauf zum Eeneralgouverneur fahre», stehen an der 47 Meter hohen Kongresssäulc in der Rue de Ligne, die ein Standbild König Leopolds I, krönt, Hunderte von Leuten, Man flüstert und tuschelt und hält den Blick gespannt gerichtet auf den gluttoten Feuerschein von Antwerpen, der sich immer drohender und deutlicher, einem Nordlicht gleicht, am Horizonte zeigt. Aber das, was für uns Deutsche ein Signal des bevorstehenden Zusammenbruches der grössten Festung der Welt ist, erscheint den Brüsselern noch immer als ein leuchtendes Flammenzeichen ihrer nahenden Befreiung von der feindlichen Invasion, Am Nachmittage hat es bereits einen grossen Zuzug zum Gare du Nord gegeben, wo die Züge von Antwerpen in normalen Zeiten fast halbstündlich crnlaufen und angeblich König Albert und seine Gemahlin unter dem Geleit ihrer Truppen heimkehren sollten, Hofdamen mit Blumcnsträutzen in den Händen hatten sich diensteifrig eingestellt und warteten von Stunde z» Stunde — vergeblich! Die Hoffnung, die Mutter aller Dinge, trug sie, und resigniert stellten sie schliesslich den welkenden Blumcnstrauss ins Wasserglas zurück
(Fortsetzung folgt).
ErniiWing dttz Portos für Ftldpottpokrte.
Fcldpostpakete mit Bckleidungs- und Ausrüstungsstücken an die Angehörigen des Feldheeres werden vom 19, bis 26. d, Mts, angenommen. Das Porto sollte ursprünglich 56 Pfennig betragen, ist aber nachträglich aus 25 Psg, herabgesetzt worden. Die Pakete dürfen bis zu 5 Kilogramm schwer sein, Einschreibund Wertpakete sind nicht zulässig. Die Verpackung der Paket- inuss fest und so dauerhaft sein, dass sie den Fährlichkeiten einer längeren Beförderung widerstehen kann. Zur Verpackung sind deshalb Holzkisten oder starke Pappkartons oder Säckchen aus fester Leinwand zu verwenden.
Aus der Heimat.
* Friedberg, 17. Oft. (Reserve-Regiment Rr. 221.) Eine grössere Anzahl von jungen Leuten aus Friedberg und den Orten der Ilmgegend ist bei diesem Regiment eingetre- ten; es befindet sich eben Wohl auf dem Marsche nach Frankreich, II,n nun auch bei diesem neuen Regiment, das vor dem Kriege noch keinen Garnisonsort hatte, die Zuführung von Liebesgaben zu veranlassen und möglich zu machen, soll eine Zusammenstellung aller in dem Reserve-Regiment Nr. 221 dienenden Soldaten aus Friedberg und Umgegend gemacht werden. Es werden daher die Angehörigen gebeten, die Namen ihrer Söhne oder anderer Verwandten unter Beifügung der militärischen Stellung (z, B. Musketier, Unteroffizier, Arzt, Leutnant) und unter Angabe der Konwoonie möalichst bald schrrftlicb oder mündlich mitzu-
teilen an Redakteur Hirsche!, Schreinermeister Möller, oder Direktor Ritsert, Die genannten Herren sind anö bereit, die Adressen der im Reservc-Rcgim.ent Nr. 222 die ncndcn Soldaten aus Friedberg entgegcnznnehnien.
* Friedberg, 17, Okt. (Auszeichnung.) Am 15. Sept, 12,15 Uhr mittags wurde für die 50. Rcs.-Jnf.-Brigade de> allgemeine Angriff Linie St. Thomas—Servou befohlen Der Angriff ging bei herbstlichem Sonnenschein über Höben und Täler und unser Bataillon, das 3„ brachte 4 feindliche Geschütze — eine Batterie — die sich vor Servo» eingegraben hatte, zun, Schweigen. Tie Geschütze wurden trotz heldenhafter Verteidigung erobert. Beim Stunn schossen die feindlichen Artilleristen sogar mit Gewehren unseres Mo-
' dells. Unserer 9. Kompagnie des Jns.-Regts Nr. 168, alt Unterstützungskompagme, war die Fahne zugewiesen und zwar dem Zuge des Feldwebels Merz. Da bei dem schnei- digen Vorgehen der ganzen Linie die Angreifer einem sehr heftigen Feuer aller feindlichen Waffen ausgcsetzt waren, der betreffende Zug mit der Fahne jedoch unaufhaltsam vorwärts drang, wnrde den, Fiihrer des Zuges, der tz, Zt, hie, als Verwundeter ist, am 5. dieses Monats die hessische Tapferkeitsmcdaillc überwiesen.
* Friedberg, 17. Okt, Militärische Ausbildung der Jugend Um mit der militärischen Ausbildung der Jugend zu beginnen tritt die Friedbergcr Jugend am Sonntag, den 18. d. M. im Hof der Augustinerschule, die Jugend der Gemeinden Dorheim, Bauernheim, Ossenheim, Bruchenbrücken, und des Stadtteil- Fauerbach an dem Krcuzungspunkt der Strassen Friedberg Ossenheim und Bruchenbrücken zusammen. Es wird erwartet, dass alle jungen Männer der genannten Orte cs als eine Ehrcn, pslicht gegenüber dem Vaterlandc ansehc», sich freiwillig zu den Hebungen einzusinden,
* Friedberg, 17. Okt Der seitherige hiesige katholische Pfarrer Dr, Praxmarer übernimmt nach seinem Wunsch und auf Dekret der Behörde die Pfarrei St, Martin in Worms. Er meint den grossen dienstlichen Anforderungen, die die hie- sige katholische Pfarrei an ihren Pfarrer stellt, in seinem vorgerückten Aller nicht mehr genügend nachlomiucn zu können. Er war der Gemeinde nicht nur ein verdienstvoller Seelsorger, sondern auch selbst ein tadelloses Vorbild, Sein Wirken an den verschiedenen hiesigen Lehranstalten, als Religionslehrer, war ein erfolgreiches und anzucrkcnncndcs, wie er auch in schriftstellerischer Beziehung für die Jugcndbildung in bekannter Weise tätig war. Die katholische Gemeinde sicht ihren be- licbien, verdienswollen Herrn Psarrer Dr, Prarmarer, der, 15 Jahre in segensreicher Weise hier als Psarrer gewirkt hat, sehr ungern scheiden. Sic wird ihm ein ehrenvolles gutes Andenken bewahren. In Rücksicht aus die gegenwärtigen Zcitocr hältnisse wurde von einer besonderen Abschiedsseier Abstanl genommen. Mit der Verwaltung der Pfarrei wurde der sei! hcrigc Kaplan Freiherr von Jungenjeld betraut.
* Im Schützengraben. Unsere heutige Beilage enthält eine lebendig aufgefasste und fesselnd geschriebene Schilderung des Lebens im Schützengraben, wie das unsere Braven seit Wochen in den Kämpfen in Frankreich führen müssen. Die Schilderung stammt von einem Angehörigen des 168er Jnf.-Regiments aus Nieder-Florstadt, Wir weifen besonders auf sie hin,
* Rcndcl, 17. Oft. Der Bezirks-Kricgervcrband Vilbel
beklagt wieder 3 Mitglieder, die auf dem Felde der Ehre gefallen sind. Es sind dies die Kameraden: Bär und
Junker- Gross-Karbe» und B a ss m a n n-Kloppenheim. Der Bezirk wird den so früh vollendeten Kameraden ftct-3 ein ehrendes Andenken bewahren.
Ans dem Kreise Hanau.
* Erbstadt, 17. Okt, Tambour Weih von hier, der bei dem 4 . Gardc-Grenadier-Rcgiment dient, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz auSze- zcichnet und zuin Gefreiteir befördert?
Hesse»-Nassau.
* Ufingen, 17. Okt, Auf dem letzten Biehmarki standen nur 16 Stück Rindvieh zum Verkauf, Der Schwcinemarkt aber war gut befahren, 476 Ferkel und 7g Läufcrfchwcine. Handel und Umsatz nicht sehr lebhaft, Angebot übertras die Nachfrage, Preise sür Ferkel wieder etwas angezogen.
* x Bommersheim, 17. Okt, Aus der Versammlung der
hiesigen Kohlenkasse ist folgendes heroorzuhcben: Was den
Kohlcnbezug betrifft, so wird dieser durch die Kricgszeit sehr beeinträchtigt und jetzt ging wieder ein Schreiben vom Lifc- ranten ein, dass die Lieferung noch mehr eingeschränkt werden alle Bestellungen sind zurückgegeben worden. Den früherer Wünschen kann zu jetziger Zeit nicht entsprochen werden, dir sämtlichen, besonders die bezogenen Sorten von der Militär Verwaltung beschlagnahmt w-rben, Der Preis bleibt abe trotz der erhöhten Bezugspreise aus »ui 1 Mk, 24 Psg, pro Ztr bestehen. Die Mitglieder werden aber auch ersucht, recht spar sam mit den Kohlen zu wirtschaften und der Vorstand schlägt vor, sich mehr auf den Brand von Briketts zu verlegen. Um diese jedermann zugänglich zu machen, werden solche von jetzt ab auch in kleinem Quantum ausgegcben: der Preis wird aus 15 Psg, zu stehen kommen.
Hilfe für Ostpreußen.
Gaben sür die schwer geschädigten Ostpreußen, vc8 allem warme und getragene Sachen, aber auch Tee, Schokolade, Carao uslv. (leichtverderbliche Nahrungsmittel ausgeschlossen) werden von
Frau Dirckior Baiser, Lconhardstrassc 22 bis zum 20, ds Mts. entgegeiigeuoiiunen.
Frankfurter Wetierberichl.
Boraussage: Wolkig, meist trocken, keine Temperaturver-
änderung, westliche Winde,
Verantwortlich für den politischen und lokale» Teil: Otto H i r s ch c 1. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch in i d t, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung" A. G.. Fricdbero C &


