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der Augenblick gekommen, wo die Belgier ihr freiwilliges Exil eendigen können.
Die Baudenkmäler Gents.
Brüssel, 15. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Die vorläufige tzesichtigung der Baudenkmäler von Gent durch Geh. Rat v. Falke hat ergeben, daß die Stadt keinerlei Beschädigungen 'rlitten hat. Nicht eine Fensterscheibe ist zerbrochen worden, elus der Kathedrale St. Bavo ist der Altar der Brüder van Eyck nebst zwei Altarbildern von Rubens und Gerard von der Meire bereits am 3. Oktober entfernt und nach London gebracht worden.
Die belgische« ftSüchtlinge.
Rotterdam, 16. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Dem „Nieu- toc Roiterdamsche Courant" wird aus Slnis unterm 15. Oktober gemeldet: Die Zahl der Flüchtlinge aus dem nordwestlichen Belgien, die hier durchkamcn, wird auf 60,000 geschätzt. Ihr Zustand ist unbeschreiblich. Cs gibt für sie keine Unterkunft, sodah viele die Nacht ans der Straße zubringen mußten. Es herrscht Mangel an Nahrungsmitteln; die Bäckerläden sind leer, alle Bauernwagen sind requiriert, um Leute noch Breskens zu bringen, aber auch dort ist alles voll. Zwanzig große Boote, die sonst für die Beförderung non Zuckerrüben benutzt werden, waren ganz mit Flücht- ingen besetzt.
Anerkennung örr knilikn Vmvnltim.
Brüssel, 16. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Tor Bürger- Kleister der seit fast zehn Wochen von den deutsck)en Truppen setzten Stadt Wemmel hat au den Generalgouverneur v.
- Goltz ein Schreiben gerichtet, in dem er das Verhalten cer deutschen Soldaten als durchaus tadellos bezeichnet und in wärmsten Worten die Gcrcchtigkeitsliebe und die entgegenkommende, menschenfreundliche Haltung des Platzkommandanten, Oberstleutnant v. B. hervorhebt. Tie Bevölkerung Wemmdls, die durch dieses Vorgehen von tiefster Dankbarkeit erfüllt sei, sehe deshalb der Zukunft Vertrauens, voll entgegen.
Die Prrfrribnng kr Mm nur« km IHnrmnroifr Gebiet.
Wien, 16. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Ans dem Kriegs- prcssequorticr wird vom 15 Oktober amtlich gemeldet: Die Vertreib, ng der Russen au vdem Marniaroser Komitat erfolgte nach einer Reihe siegreicher Einzelgefechte. An diesen -Aktionen hatten auch Mitglieder der polnischen und ukrainischen Legionen hervorragenden Anteil. Die Angehörigen dieser Legionen haben sich durch mutiges Verhalten ausgezeichnet.
Der Landsturm in Oesterreich.
Wir», 16. Okt. (W. B. Nich^untlich.) Um den sich noch immer mehrenden Ansprüchen an die. Wehrmacht entsprechen zu können, und um einen möglichst großen Bestand von ausgebildeten Wehrfähigen zu schaffen, tvird nunmehr die Musterung der Landsturmpflichtigen ersten Aufgebotes in Aussicht genommen, welche ergeben soll, ob die Betreffenden derzeit wehrfähig, d. i. zum Landsturindienstc init Waffe geeignet ersck>cincn. Tic Musterung wird sich also mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich aus die in den Jahren 1878 bis 1890 geborenen Landsturiupslichtigeu erstrecken, die bis einschließlich 1913 bei ihrer Stellung und llcbcrprüfung als wehrfähig befunden oder im Wege der Nachprüfung aus dem gemeinsamen Heere- der Landwehr oder der Gendarmerie ausgesckneden wurden.
Gin Ball von Brüdern.
Wien, 16. Okt. (W. T. B. Nichtamtlich.) Ter Berliner Bürgermeister Dr. Reicke bat dem Bürgernieister Tr. Weiß- liichner mitgeteilt, daß der Berliner Magistrat zur Unter- stützung der in Berlin wohnenden Angrbörinv, der öfter- rcichiich-ungarischen Wehrpflichtigen 40,000 Mk. dem öfter- rcichisch-uagarischen tzilfsvcrein überwiesen hat: Nachdem Bürgermeister Tr. Weißkirchner unter lebhaftem Beifall des Stadtrates hiervon Mitteilung gemacht bette, beschloß d-eser in gleicher Treue, der hier wohnenden Reich ---heu zu gedenke» und dem - >rei>, j„ *«; cn -, ir y n .
terstühung von in Not geratenen reiche dentlchen Staats- bürgern 40,1)00 Kronen zu
Die kntldjr Weiffkllchaft in kr Kriegskunst-
Der b '-n-tc indische Schriftsteller Henning vo« V '.= stedt schreibt in einem Artikel:
Für die bisher bekannte meisterhafteste Art, Krieg zu ühren, bat man yern den Ausdruck „preußisch" angewandt. Wenn die Engländer sagen, sie nüißten Krieg führen, um diese Weise zu bekämpfen, so meinen sie, daß sie die Welt und sich selber von deni Wettstreit mit einem Volk befreien «lächten, dar- sich im Besitz einer so meisterhaften Kriegs- »chink befindet wie das deutsche. Es hat sich bis heute nicht jezcigt, daß es eine bessere Kriegskunst gibt als die deutsche. »od> bin Soldat", das ist ei» Wort, das der Deutsche gcr-i »nwendet. Fleiß und Siegesgewißheit im Frieden, Unee- mudlichkest und vehorsan, ini Kriege, und zwar nicht ein llinder Gehorsam, sondern ein großer, klnrblickender Gehör- ^,n. der in den, Gefühl wurzelt, daß der Dienst für d„„ Wohl des Ganzen die eigenste Lebensaufgabe ist — d,.-. ,; t ine Quelle der deutschen Kriegskunst.
San Giuliana f
Rom, lfi. CH- Der Minister des Arnsirrn, Marchese « Sa» «i»1ian», ist gestorben
Neue Tageszeitung. Samstag, den 17. Oktober 191«
Antonio Marchese di San Giuliano wurde im Jahre 1852 in Catania als Sohn des Senators San Giuliano ge- borcn. Er studierte Jura und trat im Jahre 1879 als Bürgermeister an die Spitze der Verwaltung feiner Vaterstadt. Seine politische Laufbahn begann er, wie das in parlamentarisch regierten Ländern üblich ist, indem er sich als Abgeordneter wählen ließ. Er zog durch seine Kenntnisse und Begabung bald die Ansmerksamkeit der Regierung an sich, wurde 1906 Botschafter in London und trat 1910 in's Mini- sterium. Der Ausbruch des großen Krieges stellte den Staatsmann, der die Machtverhältnisse Europas genau kannte, vor die schwierige Ansgabe, sich geräuschvollen Strömungen der öffentlichen Meinung eiitgcgcnzustellen, die biß in die leitenden Kreise sich bemerkbar machten. Das starke Pflichtbewiißtsem des Ministers ließ ihn diese zunächst undankbare Aufgabe mit einer Energie erfüllen,^>ie ohne Zweifel seine seit Jahren erschütterte Gesundheit völlig untergrabe» hat. San Giulianos Nachfolger wird in der Politik des Verswrbcnen die gegebene Richtlinie finden, die zur Größe Italiens führen kann.
Ans Frankreich.
Tie Porgefchichic des Krieges. P n r i s, .16. Okt. Tic französische Rcgicrniig hat dem ..Petit Parisien" zufolge sich jetzt endlich entschlossen, den, Drang der parlamentarischen Welt nachzngcben und ein Gelbbuch über die Vorgeschichte des Krieges zu veröffentlichen. Diese Saninilung diplom-i- tischcr Aktenstücke soll die bereits von England, Rußland, Belgien und Deutschland veröffentlichte Aktenstanimlung ergänzen. Das Gclöbuch, das in Bordeaux vom Ministerium des Aeußeru zusauuncngestellt wird, wird in der Natioual- druckcrci in Paris gedruckt und soll schon in nächster Zeit hcrausgcgeben werden.
Die italienische» Freiwilligen. Mailand, 16. Okt. Graf Marassi-Visconti aus Piacenza, der in einer italienisch. Legion in Frankreich dient, bestätigt in einem Privatbriff, daß die Legion bereits ungeheure Verluste erlitten Hai. Von 1-300 Italienern, die jüngst einen Angriff unternahmen, kamen nur dreißig zurück.
Die Ossizicrsverlustc im französischen und russischen Heer. Stockholm, 16. Okt. Im französischen und russischen Heer machen sich starke Verluste an Offizieren bemerkbar. Insbesondere sind laut aisttlichcn Angaben von den dem englischen Expeditionskorps beigegebencn französischen Dolmetscher-Offizieren bereits die Hälfte gefallen, da die bunte französische Uniform lebhaft von dem Khakigrau der Engländer absticht. Der Zar wies bei der letzten Kadetten- Vereidigung auf die übergroßen russischen Verluste an Offizieren hin und befahl den neueintretenden Offizieren, sich im Interesse des Vaterlandes zu schonen.
Ungenügende Organisation. Im „Matin" von vorgestern führt der Vorsitzende der Pariser Handelskammer David Mennet lebhaft Klage über die Notlage der Handelswelt infolge der durchaus ungenügenden Organisation des Eisenbahntrans- pertwesens. des Postdienstes und des Versagens der Banken, di- besonders durch das Fortbestehen des Moratoriums gelähmt feien, das Deutschland überhaupt nicht eingesührt habe. Es sei dringend notwendig, das Moratorium aufzuheben.
Furcht vor der deutsche» Landung. London, 18. Oktbr. Ter militärische Mitarbeiter der „Times" beschäftigt sich neuerlich mit einem deutschen Angriff gegen England und schreibt: Wir müssen erwarten, daß wir in unserm Heimatland angcgrisfcn werden. Das kann aber nur durch eine Truppen ex pcditiou geschehen. Die Seeverteidigung eines Landes wie England bietet große Schwierigkeiten, nicht nur, weil eine große Stärke wegen der ausgedehnten Küste notwendig ist, soiidcrn auch, weil die britischen Truppen auf dem Kontinent sind und wegen des Mangels eines nationalen Heeres, das nun in der Bildung begriffen ist. Die Gefahr, die die Unterseeboote biete», hält ost eine große Flotte von ihren Bestiinmungsorien fern. Die Zeppeline und die Minen legen dem Admiral Jellicoe eine große Verantwortung auf. Solange die Deutschen Fortschritte machen, besteht die Möglichkeit, daß sie Truppen unter dem Schutze älterer Kriegsschiff: an Land setzen löiinen, während die Haizptslotten an anderen Orten im Kampf sind. Es gibt deutsche Häsen genug, wo ein Viertel Million Mann schnell eingeschisst werden kann. Umso mehr Grund ist vorhanden, daran zu denken, als der Kamps aus dem Festlande hoffnungslos und anstrengend zu sein scheint, so- daß er für die Deutschen säst nicht zu ertragen ist. Antwerpens Schicksal zeigt, daß Deutschland sich in einem Gebiet sestzusetzen sucht, von wo es einen Schlag gegen England richten kann. Aber das ist nicht Strategie, sondern Abenteurerhoff- »uilg aus Glück. Je weniger Chancen Deutschland auf dem Festlande hat, umso eher bereitet cs einen Vorstoß gegen England vor. aber umso weniger Wahrscheinlichkeit besteht auch, daß es Glück hat.
Ans England.
Angriffe gegen Winfton Churchill. London, 15. Olt. Die „Morning Post", die bereite früher die Regierung vor der Gc- sahr dilettantischen Eingreifens von Zivilpersonen IN militärische und maritime Operationen gewarnt hat, kritisiert in ihrer iUummer vom 13. Oktober den Versuch, Antwerpen durch eine Heine Streitmacht von Seesoldaten und Marinesreirvilligen zu cntsctzcn. Für diesen lostspicligen Fehler sei Winfton Churchill nerantwortlich. Den Bürgern Antwerpens tonnte die Beschießung erspart werden. Die Anwesenheit der britischen Truppen l verzögerte und erschwerte den bereits zu lange hinausgefchobc- 1 neu Rückzug. Wir haben Grund zu der Besorgnis, nreint das englische „'latt, daß die britischen Verluste beträchtlich größer sind, als der Staatssekretär zuzugebei, bereit ist. Aber selbst der ^»gestandene Verlust ist ernst genug, wenn man beriicksich Ng', daß der Gegner keinen dementsprechende» Verlust gehabt hat und daß der Verlust der Anwenduna eines gänzlich sal-
schen Opcrationsplanes entsprungen ist. Das Blatt lobt zwar Churchills mutiger Haltung bei dem Beginn des Krieges, erklärt aber, nach dem, was geschehen sei, nüiffc man sagen, daß seine Eigenschaften in der jetzigen Stellung ihn zu einer Quelle von Gefahren und Sorgen für die britische Nation machen.
Ans Rußland.
806 080 Mann Verluste. Das Petersburger Blatt „Utr« Noffij' meldet auf Grund aintlicher Angaben, daß die bisherigen Verluste der Russen rund 800008 Mann betragen. -' n dieser Summe sind die Toten. Verwundete, Kriegsgefangene und von den Kampfunfähigen jene mitinbegriffen, die zumeist 8—10 Tage felddienstfähig waren.
Rußlands Angst vor dem „heilige» Krieg". Bukarest, 13. Okt. Aus Petersburg wird hierher gemeldet: Der russische Botschastcr in Konslantinopel verständigte seine Regierung davon, daß das türkische Komitee Vorbereitungen zum „Heiligen Kriege" treffe. Die Beauftragten des Komi lces bereisen überall die Gegenden, welche Mohammedaner de wohnen und agitieren für den Krieg. Die türkische Regierung soll sich mit den mohammedanischen Vereinen und Geistlichen in den Gebieten der Ententemächte in Verbinbung gesetzt un> dieselbe» aufgesordcrt haben, den Mohammedoneraufstand vor- zuberciien. Diese Ereignisie erfüllen die russischen Regierungs treife mit wachsender Besorgnis.
A«s iw JUflt dkg Zslms.
Ententclügen in der Türkei. Konstantinopel, 16 Okt. Der Stellvertreter des Generalissimus der Armee veröf fentlichi folgende Bekanntmachung: Soeben ist sestgestellt worden, daß unter der Bevölkerung lügenhafte Gerüchte wie: daß ein türkischer Kreuzer versenkt worden sei und daß Truppen in Midi« gelandet seien, verbreitet sind. Die Regierung hat, obgleich sie neutral ist, alles, was zur Verteidigung und zum Schutze des Landes notwendig ist, getan, und die nötigen Anordnungen getroffen, damit die Bcvölterung durch dcrartige böswillige Gerüchte sich nicht täuschen lasse, die Verfolgung derjenigen verfügt, die solche Geschichten ersinden, sowie derjenigen, die sie weitererzählen. Jeder Ottomane hat im Jnteresie des Vaterlandes die Pflicht, der Regierung die Verbreiter falscher Nachrichten unverzüglich anzuzeigen.
Konstantinopel, 16. Okt. Wie die Blätter melden, ist der frühere persische Justizministcr, Prinz Mirza Riza, hier eingeirosfen. Ei soll Urlaub erhalten haben und wird Konstantinopel bald verlassen, um sich nach Monaco zu begeben Ein türkisches Blatt bringt eine Unterredung mit. dem Prinzen in der dieser erklärt, daß Persien unter dem gegenwärtigen Schah, der ein starkes Reich schassen wolle, große Fortschritt« mache. Das Budget fei in Ordnung gebracht. Die persische Staatsschuld belaufe sich aus 6 Millionen Pfund, was für ein so große» Land eine unbedeutende Summe sei. Für Reformen in Persien sei vor allem Geld notwendig. Man plane den Abschluß einer Anleihe, die auch dazu dienen solle, die alten Staatsschulden zu bezahlen. Die Regierung werbe Steuern einsühren ähnlich denjenigen in europäischen Ländern, denn gegenwärtig gebe cs mit Ausnahme der Zölle keine Abgaben in Persien. Das Land werde dann über bedeutende Reserven für den Fall des Bedarfs versügen. Der Schah bemühe sich ständig, die türlisch-persijchen Beziehungen enger zu gestalten Ein Beweis dafür sei die Verleihung des höchsten Ordens ar den türkischen Botschafter Asfim, der ebenfalls eifrig daraus hin arbeite, brüderliche Bande zwffchen beiden inufelmanischen Regierungen zu knüpfen. Dank den Bemühungen Assims bestanden gegenwärtig herzliche Beziehungen, und es fei klar, daß die beiden benachbarten Länder, durch Religion und gemeinsame Jnteresien verbunden, in Zukunft brüderlich nebeneinander leben würden. Persien benötige heute vor allem eine Armee. Gegenwärtig arbeite eine besondere Kommission zu diesem Zwecke. Persien werde bald eine reguläre Armee in Stärle vo» 3 0 0 0 0 Mann haben. Das Land werde durch den gegenwärtigen Krieg sehr gewinnen. — „Jkdam" hebt die Bedeutung der Erklärungen des Prinzen Mirza Riza hervor, die von den Ottomanen als gutes Vorzeichen für die Beziehungen zwischen den beiden Ländern ausgenommen würden. Das Blatt ist überzeugt, daß zwischen der Türkei und Persien eine unerschütterliche Brüderlichkeit aufgerichtet wird.
Kämpfe in Mazedonien. Wien, 16. Okt. Die „Südslawische Korrespondenz" meldet aus Sofia: Bulgarische Blätter verössenttichen Berichte über einen entscheidenden Sieg, den die aufständischen bulgarischen Mazedonier bei Köprülü gegen serbische Truppen und serbische Komitatschis errungen haben In diesen Kämpfen sei der serbische Bandcnches Iwan Babunsk, der Präsident der Rarodna Lbrana für Mazedonien, gefallen.
Das Attentat auf die Gebrüder Buxton. Berlin, 16 Okt. Aus dem bisherigen Ergebnis der Untersuchung in Sachen des Attentates gegen die Brüder Buxton geht hervor, daß der Täter die Gebrüder schon in Sosia verfolgt hat und ihnen dann nach Bukarest nachgcrcist ist. Ei erklärt, keine Mitschuldigen zu besitzen. Die Untersuchung hat bisher keine sicheren Anzeichen ergeben, daß der Täter Mitschuldige hat. Als ihn der Staatsanwalt fragte, warum er die Tat gerade in Rumä- »ieu verübt habe, antwortete der Verhaftete, daß sich ihm hier die günstigste Gelegenheit geboten habe. Er bedauere, daß tt gerade in Rumänien geschah, das er sehr liebe. Die Verantwortung trage er allein. Ma» nimmt an, daß der Täter den Anschlag gerade in Rumänien verübte, weil Rumänien die Todesstrafe nicht kennt.
De,»Ische Äriegsbriefe.
Von unserem Kriegsberichterstatter. *)
Großes Hauptquartier, den 9. Oktober 1914. Von der Maas zum Scheldestrand.
Antwerpen ist die Losung! Es liegt im Rücken unserer Operationeu gegen Frankreich und bildet ein immerhin be-
*) Genehmigung zur Veröffentlichung erteilt am 8. 10. 14 Grober Generalstab des Feldheeres.


