Beila ge zur „Neuen Tageszeitung".
;!r. £43 | Freitag, de» 16. Oktober 1914. | 7> Iat,rgu»g
Kriegslcljrei».
Don Pros. Dr. W c r n c r (Äießen) M. d. R.
„Tn-:- f>cutlctjo Volk wird anders a»-:> dcni großen Krieg keransgehen, als es liineingegangcn ist." — Wie oft IjaVu i ir in letzter Zeit diesen Satz gelesen und gehört! llnd die Hauptsache: es steckt Wahrheit darin. Hundert oft beklagte Tinge haben sich geändert: viele von Grund ans, manche rrst durch Flucht ihrer äußeren Erscheinung. Was eindringlichstes Mahnen nicht verntocht — der Krieg erreichte cs, lobald er der Stunde gebot. In fruchtbarer Fülle ergoß er den opfernden Geist deutscher Skaatsgesiunung iiber das Land. Im Waffcnklirren sätzvicg der Hader der Parteien. Diese sind mehr und mehr die llinkleidnngcn wirtschaftlicher Bestrebungen geworden, die niiteinandec im Streite liegen, oft ohne daß der den gemeinsamen Untergrund der schaffen- dcn Arbeit Erblickende cs recht begreift, lind die Parteien lrerden bleiben, wenn sich auch in ihnen gar manches ändern wird. Sie sind notwendig, um die geistige Spannkraft nn-
s. icS Volkes nicht erlahmen zu lassen, aber ihr Leben wird sich vereinfachen. Denn die großen Grundfragen des staatlichen Seins finden heute einen vaterländischen Block vor. dessen Wucht jede Hoffnung der Gegner draußen zermalmen muß. Der ewige Friede — ein achtungsvollen Mitleids würdiger Gedanke: die Land- und Wassermiliz — ein trübseliger Scheinen: Republik und parlamentarische Regierung — ein ganz still ans der Erörtecitng gezogenes politisches stiel! Ach, über so vieles wird ein ernsthafter Streit nicht mehr möglich sein, weil der Krieg uns Klarheit und Wahrheit brachte. Klarheit und Wahrheit über Staatliches, Völ-
t. ches und wirtschaftliche Notwendigkeiten.
l) Wie gerne hören wir bewußt Nationalen ans den süh- r.vden Blättern des Freihandels den Hochgesäng aus die denische LaitzKvutschast. Wer streitet noch gegen die Richtig- .ii des Satzes: „Deutschlands Ernährung ist im Kriegsfälle ' i.rfi seinen Bauern- »nd Gutsbesitzerstand gesichert"? Wer '.'.greift noch nicht, daß die entscheidende Stoßkraft unserer Heldenscharen zu Wasser und zu Lande ohne den starken Rückhalt unseres Landbancs von der Wurzel ans verdorren :> üßte? Dieser wuchtigen Lehre kann sich beute niemand entziehen, der zu denken vermag und dem Vaterlande wohl will.
Verschwinde» wird auch das Nachgeordnete, aber darum ric' t weniger erbitterte Rede- und Federgesecht über den Zoll»»den der kleinbäuerlichen Betriebe. Denn eines erteilet der Krieg: wir müssen eine genügend große Zahl von -ndwirtschastlichen Betrieben haben, die Getreide iiber den i'enbedars erzeugen. >
Diese Staatsnotwendigkeit aber verlangt zugleich, daß :i: innere Kolonisation »eben der Ansetzung von Arbeitern d.ntlcher Abkunft als wichtigstes Ziel die Schaffung wirk- i i e,i gebundenen Baucrnbesitzes haben muß, und daß cs nicht daraus ankonimt, zu grinsten der Gütorschlächter Land- rstückelung zu betreiben, sondern eine gesrurde Mischrurg :r lüudlichren BetriebSciuheitcn zu schaffen.
2) Mit der Erhaltung und Vermehrung des Banern- bängt die Förderung der Kleinmüllerci unweigerlich nlamn'en. Vorn Standpunkte mittelständischer Staats- u. ..i>, 'stsrnrssassirng wird seit Jahren in diescrn Sinne ae- , t. Miihlsnuinsatzsteiier oder Begrenzung der Mehl- nnruig sind oft genug gefordert worden. Bisher aller- 1 :- vergeblich. Aber arrch hier spriclrt der Krieg sein llr- ''! ans: Abhängigkeit von einigen Riesenwalzmühlcn be- i " 'et eine gewaltige Gefahr fiir den Verbraucher, aber cU. wegen der leichten Zerstörbarkeit der wenigen Groß- ' durch den Feind, eine nicht mindere für den Start,
ä d w>r? hören wir Heuer? Heuer letzt man vielerorts , n stillgrlcgtc Kleinmühlc», die, wob,gemerkt, nicht der ., ■ n-n Technik, sondern nur dcni nlederwalzenden
C ßkapital erlagen, wieder in Gang, um das Ecntekorn r ' seiner Bestinunung zuzuführcn!
In dieser ernsten Zeit erweist sich die Kleinmiillerei mit : m.o vorhandene» 10,000 Betrieben als unersetzlich — Mahnung für Regierung und Parteien, diesen lvert- ■: L '-andteil unserer Volkswirtschaft nicht nntergehen
" >s :nacht zwar wieder ein Loch in die Gewcrbesreiheit, •- >s Helsen uns die „Freiheiten", wenn Volk und Staat ' ", - ' "'e-aelieu?
,'i > Da:- begriff sich rasch, als gewissenlose Auswucherer Kriegsnot den Säckel zu füllen gedachten. Die ■-i Faust des Krieges fuhr dröhnend aus die Tische i ' ler und Krämer, daß ihnen das Wort von der . r.-.'sreiheit'' in der entsetzten Kehle stecken blieb. Ter i.'aal trat als Preismitbestinuncr auf. entlich rinnt der Stahl dieser eindrucksvolle» Ent- - beit auch in den Willen friedlicher Zeiten hinüber! ^:v"! darf sich das enlsckieidende Wort bei der Preisfest- v i für den Massenverbrauch nicht nehmen lassen. Es te ! idcr nicht weitergezogene Linie von der Getreide- ‘ i • rf des großen Friedrich bis zum Antrag Kanitz, der ■ ii.i bekämpft, aber selten gekannt wurde. Aber auch Dicke Einücht ist zu schützen, und wenn jetzt der Antrag des ivilsc'.u LandlvirtschaftSrates, Höchstpreise für Getreide sestznsetzcn, auch den Beifall der fiihrenden Frei- l mdetszeitniigen findet, die früher alle derartige Bestrebungen als geradezu stuatSgesährlich bezeichnet haben, so darf das miA Genugtuung gebraucht werd.w
Hoftentlich ist das aber keine Meiniwg nur sür Ans- nahmetage. Denn das st a a t l > ch e G e l r e i d e l a g c r- h a u s muß erstehe». Wir dürfen cs dem'Spekulanten nicht gestatten, mit Brvtsrncht Prcisspiele zu treiben. Wir müssen dem Warenerzenger auskömmliche Preise sichern, aber berhindern, daß der Spekulant oder der Ring de» Verzehrer überteuert, sei es nun bei Getreide, bei Kohlen oder sonstwo. Darüber hinweg führt ein Weg zum sozialen Frieden. Und hätte der Krieg hier den Ankiiüpfimgspimkt gegeben, so wollen wir ihn deshalb segnen, um unseres Volkes willen, mag es immerhin tief z» beklagen sein, daß er nicht überall die Menschen im Lande zur Selbstüberwindnng erzog, daß er so Iwrt und grausam viel blühendes Glück zertrat.
4) Unbeschreiblich groß ist doch, was er getan! Lebensstark »nd zielklar leuchtet jetzt das Feuer eines rücksichtslosen Nationalismus über die vatcrländisck>e Erde. Die fremden Flitter fallen vom Mantel der Dcntschheit herunter. Was keine Klage zuwege brachte, hat der Kricgsgeist vermocht, der so seltsam kühl über Tangosieber und manches andere hinstrich. Heule haben Millionen Deutscher <?rft wirklich deutsch zu schauen und zu denken angesangen. Kläglich dünkt ihnen die Ausländerei, gar unbegrcislich — endlich! — der Fehler, fremdes Gezücht an der Briist deutscher Wissenschaft und Kriegskunst zu sängen.
Man hat zwar gesagt, die Wissenschaft sei wcltbürgerlich und kenne keine Völkerschranken: aber das ist nur 311 m Teil wahr. Auf keinen Fall darf sie, genährt durch deutsche Steuerkraft, Nationen minderer Nasse, und minderer Sittlichkeit voranschreite» und ihnen, wie es bedauerlicherweise noch vor kurzem der Fall, dabei z» leichteren Bedingungen als den Eingesessenen dienstbar sein. Ter „Fall Japan" redet eine» ganzen Brockhaus! Wir lehrten die gelben Männer Technik und Strategie. Herrlich zahlen sie uns de» Dank aus! Wie klang doch früher die Erzmichelci: Wir können uns nicht chinesisch abjchlictzen: alles was Menschenantlitz trägt, ist gleich: der Weltverkehr mit seinen zahllosen Verzweignngeil wird schon die Völker zu einander siih- reu: die Menschheit ist unser Vaterland! Der Krieg schlug diesen tönernen Glauben in Stücke. Die Internationale ist hoffnungslos zerschmetetrl. Das Rassisch-Völkische, da? Naturgegebene, von der Vorsehung Gewollte tritt scharf und sieghaft aus dem Weltbürgcrnebel heraus. Was soll uns die Menschheit? Wir sehen Völker des Dunkels, Völker der Tämmcrnng »nd ein Volk des Lichtes. Ilm dieser Erkenntnis willen schied einst ein Ludwig Woltmann von der Internationale, und wir Völkischgesüinte haben sie wachsendem Verständnis laut und lauter verkündet: Wir dürfen nns in diesen Tagen so manck>es Sieges unserer Gedanken freuen, ohne daß wir auch nur eine Reihe davon abznbauen brauchten. Näher aneinander rücken die Germanischgeprägten unter der Wahrheit de? Goethewortes: „Wir bekennen uns zu dem Geschlcchte, das aus dem Dunkel ins Helle strebt."
6 ) Und jetzt können wir Deutsche den nngehenren Schritt tun, um die Welt dem germanischen Lichtgedanken dienstbar zu machen. Jetzt kann uns niemand mehr dreinreden. Jetzt heißt es ganze Arbeit getan! Wir wollten den Friede», da- rnm rüsteten wir zum Krieg, den man »ns ansgezwnngen hat. Und nun führen wir Krieg dem hundertjährigen Frieden entgegen, und wie es für die Feinde kein Entweichen gibt, so für uns kein Zurück!
Das „Ccterum ccnseo" des eilte» Kalo wird auch für »ns zur Umimgünglichkeit, die Bedingungen, mit denen Sparta im Jahre 404 die Athener auf immer zu Boden warf, müssen unser Musterbeispiel sein! Wir können in einer Welt der Ichsucht nicht die Selbstlosen darstellcn. Ganze Arbeit leisten unsere Kämpfer: sic erwarten auch beim Frieden ganze Arbeit,
6 ) Ist dann der Schlachtenlärm verhallt, dann kommt die Zeit des Wiederansbanens. Vieles wird sich unter ganz anderen Verhältnissen abspielen. Darüber heute ausführlich zu rede», tvo noch die Erde vom Kanonendonner bebt, wäre müßig. Nur einiges sei gesagt: Nicht bloß dieser Krieg hat seine Lehren, die nicht vergessen werden dürfen.
Nach 1815 fant Deutschlands trübste Zeit, nach 1871 der Tanz ums goldne Kalb der Gründertage. Mancherlei, was nach den großen siebziger Ereignissen möglich war, hat ja die Gesetzgebung der letzten 10 Jatzre glücklicherweise für die Zukunft ansgcschaltet. Anderes werden die wirtschaftlichen Organisationen zu verhüten haben. Vieles aber harrt noch der Lösung. Weit durchgreifender als cs sür die.Kämpfer des Jahres 70—71 geschah muß sür jene Tapferen gesorgt werden, die jetzt mit dem Wall ihrer Leiber den teueren Heimatboden schützen. Die Klage über mangelndc Deic - ranenfürsorge muß verstiimmcn. Es gibt keine höhere Pflicht als die, den stechen Streitern und den ihres Ernährers berattblen Familien ihr Schicksal erträglicher zu inachett.
Und noch ittehr!
Welch ein Hort des Staates ist die kinderreiche Familie! Sie leistet dem Reich dctt besten Wehrbcitrag, die heilige Bliitstcuer! Wie hoch erhaben leuchtet jetzt die Kraft der deutschen Herdstätte über das im Dunkel bersinkende kindcrarnte Frankreich! Und wie lief eindringlich predigt diese Tatsache die N 0 twendig fett deutscher Familkenpolitik. Der Staat, der Männer zu seiner Stütze braucht, muß atich denen zur Seite stehen, die sie ernähren und verziehen!
Er darf ferner nie vcrgpslez» daß nur ein Staat mit
möglichst vielen selbständigen Wirtsckiasterii Bestand haben kann. Und wenn daher Rcichsbank- und Währungsfragen — die Golddecke ist ja peinlich kurz geworden — neben besse- u-ii Kreditformen für den Mittelstand erörtert werden, dann !>eißl es anfgepaßt, daß das Ergebnis auch dieses ge- tvaltigste» Ringens der Oieschichte nicht die Züchtung weniger Millionäre und die Verarmung ungezählter Tausende sei!
Nur dann wird das heransdämmernde Zeitalter dr Gcrmanisiniick Dauer und Karst erweisen.
Wik rinc mo-knik Schlacht örnüiijift ;M.
Wir erhalten folgende fesselnde Zuschrift 00 m Schlachtfeld' (Sternen) ti. Montdidier, den 3 , Oltober 1914.
Immer ist die Schlacht noch nicht zu Ende, die hier um die Somme tobt: heute schon den neunten Tag. Aber der Feind ist erschüttert. Unsere Artillerie hat siirchierlich gehaust. Eestern harte die hessische Division einen großartigen Erfolg: Hvt? Franzosei, gefangen und 3 Fahnen erbeutet. Ich sah vie Gesungene» alle: aus ihren Gesichtern mar nur z» deutlich z» lesen: cs geht nicht mehr. Die Offiziere ließen sie im Stich und als unsere 118er aus lg Meter bis zu ihre», Schützengraben gekommen waren, da streckten sie die Hände 1 » die Luft und ergaben sich. Ein Musketier soll sogar lg Franzosen aus einei» Ke>ier geholt haben. Ich will Ihnen hier eine kurze Schilderung des Verlaufs einer inodernen Schlacht niederschrerben:
Als wir hier ankame», war bereits der erste Ansiurni der Unseren vorbei: der hat wohl das meiste Blut gekostet. Das Reserve-Regiment Rr. . . . war u. a. auch dabei. Wir sahen davon sehr viele Tote. Es waren noch frische Kräfte, sie mußten noch gar nicht lange von daheim weg sein, denn unsere Musketiere landen bei rhnen noch Wurst. Tabak. Butter und frische Kleider, was man bei nns vergeblich gesucht hätte. Frische Kräfte sind für den ersten Ansturm die geeignetsten. Es nar recht heiß cm ersten Tage hergegangen, was einmal die Toten beweisen, dann aber auch die zerschossenen Dörfer, Rur langsam ging der Feind zurück, um sich sofort wieder zu verschanzen. Langsani geht dieser Aufmarsch vor sich. Wir verschanze» uns zunächst auch und überlasten unserer Artillerie das Wort, ilngemütlich ift's schon, im Schützengraben Tag und Nacht zu liege», während rings die Granaten einschlagen. Zu tun hat man säst garnichts, und da die Franzosen gutmütige Kerle sind, die bei Tag beileibe nicht angreifen, so gebe» sich sogar viele dem süßen Schlaf hi», aber die Führer wachen schon. Ein lieber Bekannter von mir wurde bei Reims van der todbringende» Granate geirossen. S' war ein schöner Tod!
. . . . Abends fahre» die Feldküchen vor, eine wunderbare Ein richtung beim deutschen Heer: de» Franzoseir sehlen sie, die englischen sind unbeholse». In der guten Verpflegung liegt auch ei» großer Teil unseres Erfolges, Es gibt alle mögliche» Arten von Suppen, stets für eine Kompagnie ei» Achtel Kuh darin gelocht, Kaffee, Brot, Zwieback, Fleiichtvnserve» und a» besonders günstigen Tagen auch Speck, Zwei Züge bleiben im Graben, einer holt mit de» Kochgeschirren das Esten und den Kaffee: das Brot ist in Säcken, Ja, sogar der Postsack kommi bis in die Schützengräben und wird verteilt. Nachts gehen die Verschiebungen vor sich. Bei Tage darf sich niemand blik- ken lasse», auch die Verwundete» müssen im Graben bleiben, sie iverden nachts von de» Krankenträgern abgeholt. Tote werde» sofort begraben, wo viele sind, müssen die Ziviltsten Helsen .... So liegt man oft tagelang an einem Platz: nachts muß scharf beobachtet werden. Auch hier suchten die Franzosen schon elnigemale durchzubreche»: aber die Lust "ist ihnen vergangen. Doch die Truppe» müssen auch Ruhe haben. Batail lonsweise werden sie in die „sicheren" Dörfer zurückgezogen und haben ein oder zwei Tage Ruhe, inan denke! — mitten in bl» tiger Schlacht.
Ist der Feind stark erschüttert — unser« Flieger sehen al les — so gcht's im Sturm vor, der meist von Erfolg getroni ist, wie gestern bei uns. Die Verluste sind bei diesem lang samen Verlauf einer Schlacht Nicht so enorm. Meine Kompog nie hatte hier 7 Verwundete und 3 Tote in 8 Tagen, Bei Air loe) verlor sie in fünf Stunden etwa die Hälfte ihrer Leute. . . Ja. unsere Artillerie: besonders unsere 3er! Wie oft haben sie uns schon aus der Rot geholfen. Gibt das aber auch Locher! einen Wage» kann i»a» dri» verschwinde» lassen. Das gibt Respekt. Rur gut, daß die Feind« ganz wenige schwere Artillerie haben. Sie wollten s uns gerade damit nachmachcn Run, hoffentlich gibt s bald die letzte Entscheidung. Eins steht ja heute schon fest: Unsere Armee ist unüberwindlich und alles klappt auf's beste. Hier stehen wir noch» in der Schlacht und IN Kilometer von hier läuft schon die deutsche Eisenbahn. Ein Zureick gibt's ja nicht. Solange eine solck>e Unistcht und ein solcher Geist dem deutschen Heere inne- wohnt, gibt's leine Niederlage», Vorwärts mit Gott! Es ist sein Finger, der aller Welt zeigt, was ei» Heldenvoll vermag.
Fr. Braun, Unterofsizier der Reserve, Lehrer in Holzhausen v, d, H. (Oberhestenj.
von -kr pttlöiilichkkit dkS Jalkii.
Mein hell j» Beginn des Krieges dcni Zaren wiederholt den Gefallen getan, ihn für den Urheber des Völkcrringens zu halte». Wen» man dem Bericht Glauben schenken darf, den ein Mitarbeiter i»i „Tägl. Korresp." von der Persönlichkeit des zweiten Nikolaus entwirft, dann wird inan vielleicht anderer Meiiuing sein: Zar Nikolaus ist ein stiller, unglaublich verschüchterter Mann, Er ist weder hochmütig nock> etwa leutselig: er ist gänzlich teilnahmslos. Jeder empfindet cs peinlich, wenn er mit dem Selbstherrscher aller Reußen sprechen »»iß: denn der Zar ist nicht nur nicht gesprächig, »r liebt überhaupt keine mnndlirhe Unterhaltung: er drückt


