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Nr. Z4Z

9itnt Tageszeitung. D-anersrag, den LS. Oktober 1S11

Seite 3.

Freundschaft geschlossen zu hoben! Die bärtigen Landwehc- wänner teilen ihre Zigarren mit ihren Schützlingen, die alle versichern, sie seienbien content", und sich lebhaft erkundigen, wohin di« Reise gehe. Mit den Franzosen haben unsere Leute alle ein gewisses Mitleid, wie mit einem, der ei» hoftnungslv- scs Unternehmen gewagt hat! man hört ojt Worte wirarme . Kerls" falle» und ich sehe sogar, wie ein Landwehrmann einen ! gleichaltrigen Franzosen, der nach Frau und Kindern jammert, ; zu trösten versucht,Engländer" sosort ändert sich das Bild! j Die Posten mit aufgepflanztcm Seitengewehr beobachten schorf , jede Bewegung ihrer sauber gekleideten Gerangenen, die mit trotzigen, verbissenen Gesichtern im Hintergründe ocs Güter- : wagcns am Boden kauern, mahlos ist die Erbitterung unserer \ Truppen gegen Engländer, und wenn auch die Eesangenen nicht belästigt werden, sondern jeder sich zurückhält, so sagt doch die An und Weise, wie die Söldner gemustert werde», genug.

Auch unser Kaiser scheint ganz besonders den Engländern nicht hold zu sein Als er kürzlich mit dem kommandierenden General des 1, Bayrischen Armeekorps, Ritter von Tylandcr, und dessen Eencralstabsches, Generalmajor von Nagel, zusam- mentras, sagte er nach Anerkennung der hervorragenden Tapfer­keit der Bayern:Ich wünsche nur den Engländern, d i. ss sie einmal init den Bayern zusammcnkom- m e n,"

Ariedenssehristtcht in Amerika.

London, 1t, Ott. DieBlorning Post" meldet aus Washington: Zn den Vereinigten Staaten wächst die Stimmung fiir einen baldigen Friedensschluss, weil die Bereinigten Staaten von dem Kriege so stark in Mitleiden­schaft gezogen werden. DieRcwyorker Times" schreibt: Un­ser Ausscahandel ist zum grossen Teil vernichtet, unser In­nenhandel gedrückt, Unsere Finanzen sind in Unordnung, un­sere Börsen sind geschlossen. Wir protestieren dagegen, dass uns jo schwere Zetten anserlegt werden.

bin ZtiMuiugsIiild ans Animka.

Zn den erfreulichen Begleiterscheinungen, die der schc-ick- l'chc Krieg mit sich gebracht hat, gehört auch das treue »nd offene Bekenntnis der Ausländsdeutschen zu ihreni Volks­tum. Gar ast wurde früher gegen die Deutschen der Vor­wurf erhoben; daß sie nur zu bald im Anslande ihre Her­kunft vergössen imd für das deutsche Vaterland verloren sei. ew. Der Vernichtungskrieg, den unsere Feinde gegen uns vorhatten, hat auch hier wie ein reinigendes Gewitter ge­wirkt und von allen Seiten hören wir, wie die Deutschen im Ausland zu ihreni geliebten Heimatlande stehen. Eine hie­sige Familie sendet uns dessen zum Beispiel einer: Brief, den wir im Wortlaut folgen lassen:

Nsv-Vcrk» 15. Sept. 1911.

Ihr Lieben!

Ihr hobt keine Ahnung, mit welcher Sehnsucht wir auf Nachricht von Euch Wartens ist denn gar Niemand da der einmal ein paar Zeilen der Aufklörnng schreiben kann. Wie geht es Euch denn und wie steht «S drauhrn? Was machen denn rmscrc liebrrr Brüder, sind sie noch gesund oder hört Ihr nichts von ihnen? Wohin find sie geschickt worden gen Russland oder Frankreich? Es muß so furchtbar für Euch sei», aber Ihr müsst eben das rmvermcidliche tragen. Es ist fo entsetzlich schrecklich, wenn inan in den Zeittrngen liest wie die Menschen hingcmäht werden da? Blut erstarrt einem förmlich in den Adern. Dann schreiben die hiesigen eng- lischen Zeittmgcu noch ja gehässig gegen unser liebes Deutsch­land, dass einem schier die Wut packt. Unsere lieben tapferen deutschen Jnngens, die den Mut nicht sinken ließen und gegen eine Welt von Feinden kämpfen, werden hingcstellt, als lei es ein? Harde vcm Wilden und Barbaren. Und nicht ge­nug damit auch noch als Mordbrenner werden sic vcrdrch- - tigi. Wir Deutsche selbst wsssen es ja besser, aber die Am ui- kaner lassen sich so sehr von den Zeittrngen beeinflussen und glauben biese Schauermärchen. England wird hier gefeiert als der Hort der Zivilisation. Es beißt hier in manch-', Zeitringen wörtlich England kämpft an der Seitettrank- wichs und Russlands zur Anfrechterhaltung der europäischen Zivilisation, Rußland das Land der Knute soll die ,'urvpärsche Ziviliiatio» retten gegen unsere lieben Deutschen aas Volk der Dichter und Denker-, wäre es nicht so fucchtbar traurig, man möchte darüber lachen. Man stelle sich vor, das republikanisch? Frankreich das demokratische England und da? rückichrittliche Russland als Verbündete: ein solch widersinstigcs Bündnis! Aber Deutschland macht es ihnen nickst lcickst, trotz der feindlichen Uebermnckst, wenn man den Br richten der hiesigen deutschen Zeitungen glauben kann, (die cugickchcn lese ich nicht mehr, denn die Lügen, die sie bringen sind zu gemein!) Wenn Deutschland siegt (was wir Alle fest Höften) sohatuochkeinVolkdcrWclt einen herrlicheren Sieg errungen u. wenn es unterliegt so hat noch kein Voll eine ehrenhaftere Niederlage rlitterw Wir hafte« Alle das Beste und besonders, dass das Gemetzel bald ein Ende »iuimt. Nun weun cs Euch möglich fo schreibt doch recht bald, wenn icki wieder einmal etwas von Euch höre, werde ich wieder ruhiger fern können: die furcht- bare Ungewissheit ist schirr unerträglich: in dieser schwere,, Zeit ist sogar schlichte Nachricht besser als gar keine. Also schreibt sobald als uiöglich.

Eurer in Angst imd Ungeduld harrenden K , < .

Ein Gegenstück zn dem obigen Brief bildet eine Post- ärte, die eine ar,s Rieder Weisel stammende Frau ans Sau Francisco an ihren in Echzell lebenden Brndw gcrichict hat. Wir lesen da:Hier lartten die Zeitungsnackr- richtcir wieder, als gingen die Tentschen alle mir nichts, dir nichts zurück. Wir fange» deshalb an, ängstlich zu werden. Wenn die Denlschcir verlieren, gehe ,ich sicher tot! Wäre ich in der Nähe, so ginge icki mit in dcu Krieg. Wir habe» nur den einen Gedanken: Unsere Liebe »nd Treue iür Deutschland!"

Die deutsche Mutter.

Die Lampe brennt im schwülen Zimmer,

Vergessen tickt die alte Uhr,

Durch', Fenster fällt des Mondes Schimmer,

Und drausscn träumt die graue Flur.

Die Mutter liest im heil'gen Buche,

Den Kopf gelehnt aus ihre Hand,

Es ist, als wenn sie etwas suche.

Was sie im Alltag niemals fand.

Die Blicke gleiten durch das Fenster,

Hinaus zur toten Einsamleit,

Sie steht Gestalten, sicht Gespenster,

Und auch des Friedhofs düstres Kleid.

Es taugen längst gcstorb'ne Tage Vor ihrem geist'gen Auge aus:

Sie schaut sie o du Schmcrzensklage

Schaut sie in ihrem besten Laus.

Sie trug ihn früh zur Friedensstätte,

Zum ew'gcn Schlaf, zur cw'gcn Ruh,

Wenn er die Zeit geahnet Hütte

Er schloss die Augen glücklich zu.

Doch draußen schiäst in Frankreichs Erde Der Zweite, der ihr treu und lieb,

Des Kaisers tapscrcr Gefährte

Sie waren ihr und keiner blieb.

Albert Wolf, Tcmlnar.st.

Ans der Heimat.

* Einstweilige Aushebung der Fortbildungsschule. Mit­glied der Landwirischafiskammer Herr H e n s c l richtete folgenden zeitgemäßen Antrag an d. Landwirtschaftskammer: Die Landwirtschaftskammer wolle an die zuständige Grohh. Behörde, das Ersuchen richten, de,i Fortbildungsschuluiiter- richt lvührend des Kriegszustandes aufzuheben." Begründet ist der Antrag mit dem jetzt herrschenden Lcutemangel.

* Obcr-Erlcndach, 15. Ost. Rach dein Beispiele anderer Gemeinden unternehmen auch hier nach einer aufklärcndcn Empfehlung unseres Herrn Dekan die Herren Lehrer Born und Seminarist Vorig eine Goldsammlung gegen Austausch von Papiergeld rin Interesse der Rcichskassc. In kurzer Zeit konn­ten fast 8000 Mark der Poflagciftur ausgchändigt werden. Dis Vorlage des Papiergeldes besorgte in anerkennenswerter Weise Sparkassenrechner Filz und Eemeinberechner Vorig. (Eine solche Sammlung wäre überall, wo cs noch nicht geschehen ist, wünschenswert. D. Red.) Zur Zeit wird hier eine umsang- rciche Kartoffel- und Gemüsesammlung durchgesuhrt für die Winterszeit zugunsten der hiesigen Familien von Kriegsteil- nchmcrn, welche keinen Grundbesitz haben. Eine gleiche Samm­lung fand kürzlich statt für das Lazarett der Schwestern zu Frankfurt in der Langstrasse. Auch sonst wird für die Ver­wundeten und Kämpfer fleißig gearbeitet.

* Franisuri «. M 14. Oft. 3020 Stück Schweine waren vorgestern auf dem hiesigen Viehmarkt ausgetrieben, eine Zahl, die seit Jahr und Tag nicht notiert wurde. Dieser Austl-cb erweckt den Anschein, als Hütte die drohende gewaltsame Bcr- iniiidciung unseres Schwcincbcstandes ans Furcht vor Futter mittelmangel bereits eingesetzt. Deshalb wäre es in Preußen angebracht, das Schlachten von Schweinen zu beschränken, wie cs die bayerische Negierung getan, die die Schlachtung von Schweinen unter 60 Kilogramm Lebendgewicht verbann hat. Auch ein vorübergehendes Schlachtverbot für Saue» im Alter von sechs Monaten und darüber wäre am Platze, die 'aut Sta- tisttt von unserem Eesamlbeftande an Schweinen etva ein Drittel ausmachcn, um jederzeit die Möglichkeit zum schnellen Wiederaufleben der Schweinezucht zu besitzen. Trog des gewal­tigen Auftriebes setzte ein Preis ein, der von 7074 Pfennig

am 7. Oktober notiert auf 7880 Psennig pro Psund Schlachtgewicht für drei Qualitäten Schweine sprang. Bolljlci schige Schweine unter 80 Kilogramm gingen von 0071 Pro. auf 7779 Psg. in die Höhe. Die Metzgerin erster hatten keine Lust die steigenden Preise mrtzumachen. Es blieb bei zieml'ch regem Handel ein erheblicher Uebcrstand in den Händen der Produzenten.

H:sse» Rasta».

* x. Ufingen, 15. Olt. Unser Landrat Herr Barnicister, welcher zur Zeit als Oberleutnant der Reserve eine Kvinpog- nie in einem Reseroc-Zusantcric Regiment ins Feld sührl, er­hielt während eines Waldgcsechts in den Argonnen eine» Strcisschuss am Knie uiid zwei Tage darauf von einem in einer Danmkrone versteckten Alpenjäger einen Streifschuss in den Rücken. Die Verwundungen sind indessen nicht schwerer Art.

Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde Leutnant der Reserve, Seminarlehrer Dr. Birlanrp von hier. Herr Lehrer Heinrich Albus zu Hesperinghausen (Waldeck) Untcroi- sizier der Reserve, starb in Frankreich den Heldentod fürs Va­terland. Er war ln den Jahren 1800 bis 1911 als Lehrer an der hiesigen Präparaudcuanstalt tätig. Bei dem Vorsitzen­den des Ausschusses für Kriegsfürsorge ging vor».dem Obcrbür- gcrmriftei Herrn Dr. Körle in Königsberg ein Dankschreiben für die hiesige Spende von 1000 Mark für die osipreussrschcn Flüchtlinge ein. Der in den nächiien Tagen in Krast tre­tende Eisenbahn-Fahrplan bringt auch für unsere Sttcckeu. viel­fache Neuerungen bezüglich rascheren Verlehrs.

* Wiesbaden, 15. Olt. DasHotel und Bäder Englischer Hof, Richard Kolb" mit dem Sitze in Wiesbaden hat seine Firma geändert inHotel und Bäder Hessischer Hos, oorinals Englischer Hof, Richard Kolb". Dies ist nur eine halbe Maß nähme, das perfide Albion gehört ganz heraus.

* Wiesbaden, 14. Ott. Bürgermeister Marx von Brüs­sel ist, wie gemeldet wttd, als Kriegsgesangener in ars Ge­fangenenlager aus dem Truppenübungsplatz Ohrdruf cmgette- sert worden.

* Wiesbaden, 14. Lki. Der älteste Kriegsteilnehmer ist der früher in Vrarrbach a. Rh. wohnhafte Stabsarzt Dr. Hert- wig, der am 9. Oktober in voller Rüstigkeit aus dein östlichen Kriegsschauplatz seinen 80. Geburtstag beging und letzt seinen vierten Feldzug mitmacht.

" Wiesbaden, 15. Olt. Dem türzlich abgehalieneu Rhein- «ancr Obstmarkt salate vorgestern der Wiesbadener Obstmarkt

den der 13. landwirtschaftlich« Bczirksverein und der Obstbau, verein für den Stadt- und Landkreis Wiesbaden veranstaltete. Das Angebot war infolge des günstigen Obstjahres ein ..usser- ordcntlich reiches. Die Nachftage war bereits vor Beginn der

Marklzeit eine sehr grosse. Die Preise stellten sich noch höher, als auf dem Rhcingaucr Marlt sowohl für Aepicl, als auch für Birnen: der Höherpreis betrug oft bis zu 10 Mark bei zclnen Sorten. Bor allem waren unter den etwa 00 Ausstellern Objlzllchter aus Rambach und Hochhcim a. M. vertreten, di? durch grosse Reichhaltigkeit ihrer Ausstellung prangten.

Starkenburg.

* Darw.stadt, 15. Olt. Der Leiter der hiesigen Schulzahn- klinil machte in den Lazaretten bekannt, dass verwundete oder ins Feld Ziehende Krieger in der flädlischen Schulzahnklinik nncnigclrlich behandelt werden. Die Militärbehörden haben von diesem Entgegenkommen dankbar Kenntnis genommen, da das Bedürfnis nach zahnärztlicher Behandlung unserer Krie­ger sehr stark ist,

* Darmstadl, 15. Okt. Das Ministerium Hit eine Bekannt­machung an die Krcisämtcr erlassen, nach welcher cs verboten ist, die sichtbar trächtige» Sauen in der Zeit bis zum 19, Dez. 1914 zu schlachten, wenn nicht zu befürchten ist, daß die Tiere an Erkrankungen verenden, oder weil sie infolge Ilnglückssall sofort getötet werden müsse», Ilcbcrtrctung der Anordnung nird mit Ecldstrasc bis zu 150 Mark, oder mit Haft bcstrast. Das Verbot findet keine Anwendung aus Tiere, welche aus dem Anlass aus dem Ausland eingeführt find,

* Darmjtadt, 14. Okt. Zu Tode gestürzt ist gestern stütz ein an der neuen Lustschisshalle auf de,» Weiterstädler Exerzirrpiag beschäftigter Schlosser von hier. Er erlitt schwere SchälU, Arm- und Beinvcrlctzungen vnd war gestorben, bis ,-»an d» in das städtische Krankenhaus gebracht hatte. Ueber die llr- sachc sind gerichtliche Ermittelungen im Gange, da sei den schwierigen Arbeiten schon mehr Todesjölle zu verzeichnen lind. Anscheinend sind ausreichende Schutzmaftrcgeln gettosssn, doch werden sie.oft von den Arbeitern selbst, weil zu »nocquem oe»n Arbeiten, nicht benützt.

* Zum Rieüer-Nlodauer Prozess. Eine durch mehrere In­stanzen gegangene Entscheidung im Rieder-Modaucr Prozess hat jetzt auch durch das Reichsgericht in letzter Instanz seine Bestätigung gefunden, inocm auch hier die Klage des Konkurs­verwalters gegen den Schwiegersohn eines Schuldners M. ab­gewiesen und das vorinstanzliche Urteil bestätigt wurde. M. war Mitglied des Spar- und Kreditvercins Nieder Modau, hatte aber schon im Jahre 1908 sein ganzes Vermöge«, Jmmo- bitten und sonstigen Werten aller Art seiner Tochter und sei­nem Schwiegersohn übertragen. Der Konkursverwalter llllgte nuii gegen diese, weil eine sogen. Verinögensübcrkvagung var- liegc und dass die jungen Leute haftbar seien. Sämtliche In­stanzen, incl. der höchsten, sind jedoch der Anschauung, dass dir? Haftbarkeit für den Schwiegervater nicht vorlicge, da zur Zeit der Bcrmögeiisübcrnahme der Bcrein, nach den durch General­versammlung und Borsland genehmigte» Bilanzen, ein gulcr und geordneter war und dass sonach das an den Beklagte» Lbcr- gegangcne Vermögen mit keinerlei Schuldverpflichtung belastet war. Die Kosten sollen nicht gering sein.

* Gross-Gerau, 15. Okt, Einer der jüngsten Kriegshcldcn der 18 Jahre alte Peter Kappel oc» hier, der sich nach der Kriegserklärung als Freiwilliger gemeldet hatte und nach sei ner Ausbildung mit in das Feld zog, ist am 21. September bc Arbrcinon! in Frankreich aus dem Felde der Ehre gefallen.

* Bickenbach o. i). Bergjtr 15. Okt. Verhaftet wurde ein hiesiger Bewohner, der verdächtigt ist, das Anwesen der Eebr Schemel dahier in Brand gesteckt zu habe», jaüass die Scheune rad der Stall vollständig nicdergebrannt sind. Der Schaden ist ganz bedeutend, da die Ernteoorräic mitverbrannt sind, das Bieh konnte gerettet werden.

Aus Nhriiibksscn.

* Mainz, 15. Okt. Am 12. Oktober passierlen eine ,20 Mann starke Eisenbahn-Bau- und Betriebskola .n? militärisch ausgerüstet aus den bayerischen Bezirken den hiesigen Haupt- bahnhof, um sich nach Belgien zu begeben und dort den Dienst auszunehmcn.

Kirchliche Anzeige».

Gottesdienst in der Vurgkirche.

Freitag, den 10. Oktober, abends 8)4 Uhr: Kriegsbitt-

undacht, Herr Missionar E s e l l.

Franksnrler Wetterbericht.

Borausjage: Ziemlich heiter, trocken, tags mild, nachts kalt,

stidesilich: Winde.

..Rpmerbrunnen

Hervorragendes Tafelwasser.

Frankfurter Frachtmarkt am Mittwoch, 14. 6kt.

Sfm heutigen Wocheninarite waren sämtliche Arlilcl höher gehalten, wenn auch nur der nötige Bedarf gekauft wurde und keine grösseren Umsätze z» Stande kamen. Es noticren:

Weizen 28-5027.00, Roggen 23.0023.50 Hafer 23.00-23.25, (Setjte 23.5024.00, Kar­toffeln 8.007.00. Die Preise verstehen sich per 100 Kilo franko Frankfurt.

Weizenkleie 15.5016.00, Weizenschaler 15.50-16.00, Roggenklere 00.0000.00, Bier­treber 00.0000.00. Di« Preise für Futtermittel verstehen sich per 109 Kilo einschliesslich Sack ab Mühle. W e i z e n m e h l 00 00.00 \ b mühlc 0 00.00 I 9

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l, Frredberg: für den Anzeigenteil: K. S ch m i d t, Frrcdberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung"^ A. G., Friedbcrg i. H.