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fctitrablabet": Die Deutschen haben guten Erund zu trium- 'stieren. Das Glück folgt ihnen, aber sie kommen nicht schla- ;nb zu ihre» Siegen. Während man beinahe überwältigt oird von den Begebenheiten zu Lande, wo die einzigartige > e » t s ch e Tüchtigkeit den Truppen des Kaisers Sieg aus Sieg - dl, muh man auch gleichzeitig die deutsche Aktivität zu W a s- , ■ r bewundern, die bei der anscheinend völligen Untätigkeit w anderen Flotten noch mehr hervortritt. Die Episode in der ri;i~ec zeigt, daß Deutschlands Gegner trotz der eigenen großen Flotten guten Erund zur Nervosität haben.
Die Buren im Aufstand.
Recht unangenehme Nachrichten für die Engländer kommen aus Südafrika. Ein Teil der Buren weigert sich ossenbar, sich als Werkzeug der schändlichen Pläne des Verräters Botha benutzen zu lassen. Die diesbezügliche englische Nachricht lautet: K a p st - d t. 1t. Olt: (W. B. Nichtamtlich). Das Neu- tersche Bureau meldet: Znsolgc der Rebellion eines kleinen Kommandos unter Führung des Burcnoberstk» Maritz, welches gegen Dawaraland »orrllckt, ist für ganz Südafrika das Kriegsrccht verkündet worden. Die Unzufriedenheit ist rein lokaler Art.
Diese Depesche birgt den Stempel der llnwahrhaftigkeit in sich. Wenn die Rebellion so unbedeutend ist, so hätte man sie einfach mit Schweigen übergangen, auch wäre es dann nicht nötig gewesen, das Kricgsrccht über ganz Südafrika zu verhängen. In Wirklichkeit liegen die Verhältnisse für die englischen Gewalthaber weit schlimmer, wie in der obigen Depesche angcdeutet wird. Die Buren haben zum großen Teil doch noch nicht die brutale Vernichtung ihres Standes, die mit den nie- e.-trächtigsten Schandtaten. begangen an Frauen und Kindern, v:: knüpft war, vergessen und glauben nun die Stunde der Ver- Itung gekommen, die ihnen außerdem die verlorene Sclb- idigkcit wieder einbringen könnte.
Das folgende Telegramm des Eeneralgouverncurs der f idasrikanischcn Union gibt noch weiteren Aufschluß:
„Seit der Entlassung des Generals Beyers als Kommandant des südafrikanischen Heeres zeigten sich verschiedene Tatlachen, die darauf hinauslaufen, daß unter den Truppen des Nordwesten» der Kapprovinz Unruhen im Gange waren, t'ie auf Befehl des Oberstleutnants Maritz entstanden. Die Negierung beschloß, ihn von seinem Kommando zu entheben. Major Ben Brouwer wurde in das Lager des Obersten Maritz gesandt, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Doch Ben Brouwer wurde bei seiner Ankunft durch Maritz gefangen genommen. Dann wurde Ben Brouwer wieder in Freiheit gesetzt, aber man gab ihmein Ultimatum mit, worin gesagt wurde, daß, wenn die Regierung der südafrikanischen Union Garantien gegeben batte, und wenn nicht den Generälen Herzog, de Wel, Beyers. Kemp und Müller die Erlaubnis gegeben werde, im Lager des Maritz mit ihm zu konferieren, fo werde er einen Angriff auf die Truppen des Obersten Brits unternehmen und in die Union cindringcn. Major Ben Bronwer erklärte, daß Maritz außer über seine eigenen Truppe,' noch über ein deutsches Kontingent verfüge. Außerdem hat Maritz alle Offiziere und Soldaten verhaftet, die sich weigerten, sich an die Deutschen anzuschlicßen. Major Ben Bouwer gab Kenntnis von einem Abkommen, das Maritz m > dem Gouverneur der deutschen Kolonie von Südwcst- oirika getroffen und untcrzeichnet hatte, worin die Unabhängigkeit der Union als Republik garantiert wurde, in Tausch in: die Walfischbay und andere Teile des englischen Grundbesitzes, die an Dcntsch-Südwesiafrika überlassen werden sollen, s-e-ner verpflichteten sich die Deutschen, nur dann in das Gebiet der südafrikanischen Union einzudringen, wenn Maritz da- fU'» ersuche. Maritz behauptet, genügend Waffen, Munition pno deutsches Geld zu haben. Die englische Regierung "i'i: die strengsten Maßregeln u. wird den Belagerungszustand über ganz Südafrika verhängen."
Zu diesem Telegramm macht der „Telegraas" folgende Bemerkung: Das Auftreten des Oberstleutnants Maritz kann auf oe>, Berlauf der Geschehnisse in Südafrika von großem Einfluß :e:n Maritz gelchrt zu einer der ältesten südafrikanischen Fa- 'l:en nnd genießt unter dem niederländischen Element in tafeita eine große Popularität. (Sein Ahne Pieter Maritz als «.rer der Gründer der ehemaligen Freistaaten anzufeheu. :e Stedi Pietcr-Maritzburg ist nach ihm genannt. D, Schrift- ' lp.agj. Während des Krieges der Burcnrepnvliken gegen England hat Maritz als Anführer eines Kommandos sich versa:.ebene Male ausgezeichnet. Er war als ein energischer Gcg- Vor Engländer bekannt, nnd nach Beendigung des Krieges meiner,e er sich zunächst, nach seinem Geburtsort zurückzukehren. -.7 verweilte verschiedene Monate in Deutsch-Südwestafrika. •" ls cr r ‘~ ! ) der Kapkolonic zurückgekehrt war, wurde er an die dar Truppen in der großen, aber nur spärlich bevölkerte,. ne..westlichen militärischen Distrikt- der Kapkolonic er- tvnnt.
Itarirr».
: erring in, Befinden Tan Giuliauos. Rom,
1 »>-. v::: Befinden Sun Giuliauos ist seit heute morgen
- -'-l-e e- rjchiimmernng eingetreten. Die sortge-
Ket-znhwüche hat die Pulsschläge von 112 auf ■ l.'si.u. Das Beii'.chtfein ist jedoch klar. Prof. A-a verbirgt den Angehörigen nicht, daß das Be- : Kranken besorgniserregend ist. v lang JtdienS. Rom, 14. Ott. Zum Inter-
- v.- rnW der „Popolo Romano", der Staats-
’ ’ ' '•In, wenn er sage, daß der größte Teil der
Italiens gegen Deutschland fei. Die . . er» l-eträcl:tlicksr Teil der am meisten verbrei- z'n '' '.emlv'.'.l Zeitungen den Dreiverband begünstige, rin irr gerncher Schein. Maßgebend feien mir die Knnd- ef'.inge:, der berufenen Vertreter des italienischen Volke?.
dielen hätten sich die Konstitutionellen, Giolilte und >>»e Freunde, die Demokraten, fcer größte Teil der Radialen und die große Mehrheit der Sozialisten für die Nen- .rolitäl erklärt. Vom Senat seien mindestens neun Zehntel
Neue Tageszeitung. Donnerstag, den 15. Oktober 1914
von der Kammer reichlich drei Viertel für den Dreibimd
geftimnit. Iagow möge also nicht glauben, daß Italien seine Gefühle gegen die verbündeten Mächte geändert habe oder Deutschland seine Sympathien versage.
Uom KaUrnn.
Rnliiänie» bekräftigt leine Neutralität. Wien, 14. Okt.
(W. T. B. Nichtamtlich.) Die „Politische Korrespondenz" meldet aus Viikarest zur Beurlaubung der feit Beginn des ei:ropäischen Krieges einbernfenen Mannschaften: Die Bereitwilligkeit in der Befolgung der Einberufungsbefehle, hat die leitenden Kreise wiederum davon überzeugt, daß die eventuelle Mobilisierung der rumänischen Armee in wenigen Tagen durchzuführen wäre. Unter solchen Uniständen hätte es auch vom finanziellen Standpunkte aus wenig Be- rechtigung, die Truppen weiterhin auf dem erhöhte» Stand zu erhalte», umso weniger, als die verantwortlichen Leiter i der rumänischen Politik zu der Ueberzengung gekommen j sind, daß für bas Königreich kein Anlaß vorliegt, aus feiner : neutralen Haltung herauszntreten. Die von russisch-fran- I zösischer Seite geschürte Agitation hat zwar nilr wenig nachgelassen, die Zahl der Einsichtigen aber, die ähr entgegenarbeiten, hat nicht unwesentlich zngenommen. Gerade die ! Heftigkeit dieser Agitation trägt zur allniählichcn Ernüchterung am meisten bei. „Man merkt die Absicht, und man wird verstimmt."
Kämpfe in Mazedonien. Salon ik. 14. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Nach einer Meldnng ans Uesküb fand bei deui Doife Kotsik ein heftiger Kamps zwischen Serben »nd einer tllrlisch-bnlgarischen Bande statt, bei dem die Ortschaft teilweise eingeäschert wurde. Beide Parteien hatten zahlreiche Tote und Verwundete.
Perser und Nnssen.
Wien, 14. Okt. (Nichtamtlich.) Tie Korrespondenz „Rundschau" meldet aus Koitstaniinopel: Die Zufammni- stöße zwischen russischen Grenztrnppen nnd den vordringenden Schachsevennen verlaufen sehr blutig und für die Russen verlustreich. Die Petersburger Telegraphen-Agentur berichtet, daß sich auch im Gebiete von Kaleschin die antirussischen Kundgebungen häufen. Die von der Abgrenzringskommission in der Gegend von Baschkni nnd Sarai errichteten Grenzpfähle wurden herausgerissen. An der Grenze erscheinen zahlreickze Fidnis, die gegen Rußland agitieren. In den Provinzen Gilan, Aserbeidschan »nd Chorassan wurden die russischen Bedeckungsmannschaften von den Gouverneuren aufgefordert, abznziehen. Eine außerordentliche Session des Medichlis, die dieser Tage zusammentritt, wird in dieser Hinsicht wichtige Beschlüsse fassen.
Entente-Lttacn.
Berlin, 14. Okt. (Amtlich.) Die Petersburger Tele- graphen-Agentur verbreitet in neutralen Ländern die Meldung, Deutschlands ungeheure Verluste zwängen die deutsche
Regierung, alle Befreiungsbestimmungen vom Militärdienst zu widerrufen. Da es dem deutschen Heere an Ausrüstuugs- gegenständen mangele, sei der Befehl erteilt worden, die G- fellenen ohne Uniformen und Stiefel zu begraben. Diese Behauptungen des der rnssischen Regierung nahestehenden TelegraphenbnreanS find erlogen.
Wien, 14. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Da von den Blättern der Entente-Mächte unerhörte Lügen über die wirtschaftliche Lage in Wien verbreitet werden, beschloß der Wiener Stadtrat, allwöchentlich amtliche Mitteilungen über die wahre wirtschaftliche Lage in Wien zu veröffentlichen u. sie an die großen Städte des Deutschen Reiches nnd der neutralen Staaten z» versenden. Ans dem erste», jetzt oer- ösfentlichten Bericht der Gemeinde geht hervor, daß von eigentlicher Kriegsnot in Wien nicht viel zu spüren ist und von Arbeitslosigkeit in ungewöhnlichem Umfange nicht gesprochen werden kann. Die Gemeinde hat nicht nur alle beschlossenen Arbeiten nnd Lieferungen anfrechterhalten, sondern auch nach darüber hinaus Vergebungen »nd Bestellungen vorgenommen. Bezüglich der Unterstützung der Fa- niilien der Eingerückien verweist der Bericht darauf, daß über 80,000 Familien einen Monatsbezug von fast sieben Millianen Kronen erhalten haben. Auch haben die Spar- kasseneinlagen zngenommen. Die Lebensmittelversorgung Wiens ist vollkommen, ausreichend. Im Kleinhandel sind die Lebensmittelpreise nur mäßig gestiegen. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung ist vollkommen befriedigend. Ter Bericht weist daraus hin, daß durch die Hilfskomitees eine weit ansgreifende öffentliche Speisimg vorbereitet worden ist. Ter Schulunterricht ist ungestört im Gange. Der Bericht erklärt schließlich, daß die Bevölkerung einig sei »nd entschlossen, den Gang des wirffchastlichen Lebens anfrecht- zuerhalten.
Cm Volk vor» Brüdern.
Wien, 14. Ol. (W. B. Nichtamtlich.) Auf ein herzliches Telegramm des Bürgermeisters von Metz, Dr, Forst, in dem dieser initteilt, er leite eine Sammlung von Liebesgaben für die österreichisch-ungarischen Waffenbrüder auf den, westlichen Kriegsschauplatz in die Wege, die in Deutschland bereits lebhaften Anklang gefunden habe, hat Bürgermeister Dr. Weißkirchner geantwortet: „Voll inniger Freude nnd Dankbarkeit vernehmen wir die Nachricht, daß Sie unseren braven mit den deutschen Waffenbrüdern im Westen kämpfe.uden Soldaten in hochherziger Weise treue Liebe an- gedeihen lassen. Je heftiger die Kämpfe, je mehr Feinde ringsum, desto tiefer kam uns das Betvutztsei», daß wir alle im großen Deutschen Reiche und unserem lieben Vaterlande
rin Volk von Brüdern sind, welches keine Macht zu zertrümmern im Stande ist. Darum waren es für uns schöne Tage, als Ihr tapferes Skntari-Detachement sich in unserer Stadt aushielt und einige frohe Stunden verbrachte. Die gemein- . sc,men Kämpfe werden »ns mit Gottes Hilfe den gemein- samen Sieg bringen."
5!>k Mir neu.
London, 14. C4t. In dem Bericht eines englischen Korrespondenten über die deutschen Ulanen heiß! cs: „Ick, befand mich mit einigen Beamten und anderen Personen auf einer Bahnstation in Nordtrankreich, als plötzlich Ulanen gegen lei: Bahnhof galoppierten und verlangten, daß die Beamten und Zivilisten sich ergaben. Glücklicherroeise kamen -n den: i . ncnblick daraus französische Dragon-, und cs entspann sich ein Kamps, wodurch die Zivilisten der Ecfangenschast entgingen. Die Episode zeigt verbliisscnd, wie die Ulanen anstauchen und veischwinden. Kleine Wtciln'wen durchreiten die französischen Dörfer und verlangen Auskunft und Essen. Da» plötzliche Auftauchen bei einzelnen Dauernhösen »nd das kecke Eindringen an verschiedenen Stellen, wie bei Hazcbcouck. beunruhigt die Einwohner aus weite Strecken, sodaß alle Wege schwarz von Flüchtlingen sind, die bei Tag und N echt mit ihren Kindern soriwandern aus Furcht vor den Slreifzügsn der deuischen Ulanen.
Pif fcrirppffliirtrtifn fiiuMllitn Geist!ichtn.
Berlin, 13. Okt. Wahrend in Deutschland die Geistlichen im Felde, soweit sie nicht als Militärseelsorgcr Anstellung finden, in, allgemeinen zur Krankenpslege verwendet werden, müssen bekanntlich die sranzösi scheu Geistlichen als cin- sache Soldaten in den Reihen des Heeres mit der Waffe kärnp- sen Biele von ihnen sind infolgedessen bereits in deutsche Ge- langcnschaft geraten nnd wurden in unseren großen Eesangcnen- laxern untcrgcdracht. Mit der Bitte, das Los dieser Geistlichen zu erleichtern, wandte sich der Erzbischof van Köln, Kardinal v. Hartmann, mit einer Throncingabe an den Kaiser. Wie wir hören, hat der Kaiser in hochherziger Weise dieser Bitte statigcgeben nnd genehmigt, daß die gefangenen französischen Geistlichen rnk Offiziere behandelt werden.
Köln, 13. Okt. Die „Kölner Bolkszeitung" meldet: Am 1. Oktober erschien der Kaiser in dem Orte S., um mit dem Ansührcr der 1. Armee, Sr. König!. Hoheit dem Herzog Alb- recht von Württemberg, eine längere Unterredung zu führen. Als nun der Kaiser C. wieder verließ, wurde er von den anwesenden Stabsärzten, Offizieren und Soldaten lebhast begrüßt. Unter diesen befand sich auch ein Franziskaner, namens Florian Schoch aus Westfale», der den im Kamps für das Vaterland schwerverletzten Soldaten und den Sterbenden im letzten Kamps beistcht, oder sie init den Sterbesakramenten versieht. Als der Kaiser vorbcigeht, und den Ordcnsmann im Ordens- lleid, mit der violetten Armbinde sah, schritt er sofort aus ihn zu, reichte ihm srcundschastlich die Hand und sagte ihm: „Sie haben hier wohl viele Wünsche zu crsüllcn an meinen sterbenden Kameraden. Ich danke Ihnen. Guten Morgen,"
Deutsche und Engländer.
Der Unmut der Deutschen über den uns so srcvekhast ans
gezwungenen Krieg richte: sich in allererster Linie gegen E n g, l a n d. Das tritt bei jeglicher Gelegenheit zutage. W>:nn ein Sieg erfochten wird, so ist die Freude doppelt, wenn er über die Engländer errungen wurde. Wenn unsere wackeren Truppen draußen im Felde hören, daß Engländer ihnen gegenüber- stünden, so brennen sie von Begierde, sich mit ihnen zu messen. In der „Deutschen Tageszeitung" schreibt der Kriegsberichterstatter Scheuermann: Als neueste Nachricht traf gerade die Meldung ein, daß uns eine englische Brigade bei Evntich gegeniiberstand. Es war bemerkenswert, welchen Eindruck diese Tatsache bei unseren im Vormärsche bcsindlichcn Truppen ber- vorrief. Die Kampfesbcgeisterung wurde womöglich noch grik- ßer, als sie schon mar. „Hoffentlich laufen u»s diesmal die Halunken nicht wieder so schnell davon, daß wir sie nicht kriegen", hörte man aus unseren Reihen rufen. Namentlich auch unsere Marinctruppen drängten mit blitzenden Augen vorwärts, um „die Dum-Dum-Schicßcr bei den Hammelbeinen zu kriegen."
Und an anderer Stelle: Am nördlichen Ausgange der
Stadt, von wo mitten zwischen überschwemmtem Flachlande eine unserer Seebrrgadeu, die sich durch das bißchen Brackwasser nicht aushalten läßt, das einen beträchtlichen Teil der belgischen Ecmüseernte crsäusi hat, im energischen Vorgehen gegen den Ncthcübcrgang begriffen war, beobachtete ich einen Teil des Ringens NM das Schicksal Belgiens. Ein Bataillon, welches 26 Stunden im Kampfe gestanden hatte, kehrte eben in Deckung gegen das schwache, aber gut gezielte Echrapnellscuer des Feindes zurück, um von einem anderen, in Heller Begeisterung vordrüngcnden Bataillon ersetzt zu werden. Diese prächtigen frischen Mannschaften hatten nur eine einzige Sorge, nämlich die, daß sie
„die englischen Lumpen", deren Stellung bei Contich ganz genau gemeldet worden mar, wieder nicht zu fassen kriegen würden, weil die tapferen Engländer eine unglaubliche Behendigkeit im Rückzüge entwickeln. Die Belgier, die schlecht geführt »nd schlecht ausgebiloet ihr Lrden siir einen Wahnsinn Opfern, die Franzosen, die sich oft tapfer bis zuin letzten Mann in die Schanze schlaocn, obwohl sie unsere lleberlegenheit fühlen, sic nötigen auch den gemeinen Mann bei uns Achtung ab. Nicht aber die Engländer, die stcts rechtzeitig den Ausgang gesunden haben, wenn die von ihnen in den Krieg gehetzten Verbündeten bei aller Tapferkeit in den Wurstkessel geraten sind »nd in der um sic ron einer überlegene» Strategie gezogenen Einkreisung verbluten
Derselbe Gcdankengang lommt auch in einem Stimmung-- bild zum Ausdruck das der „Frankfurter Zeitung" ans dem Grcnzstädtchen Herürsthal mitgctcilt wird. Ein Augenzeuge sagt: Ein Zug von der anderen Seite. Die ersten Wagen sind mit Leichtverwundeten gefüllt, hageren, wctterharten Gestalten, sic werden mit Fragen bestürmt, und immer die gleiche Antwort: „Es geht vorwärts!" Da ein Käppi und rot« Hosen! Gefangene! Sie sehen garnicht niedergedrückt aus und scheinen sich sehr wohl zu fühlen, sa sogar mit ihre« Wächtern


