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Jltue Tageszeitung. Mittwoch, den 14. Oktober 131%

Ich hatl einen Kameraden

Lon dem treukameradlichen Geist, der in unserem f>;e herrscht, redet der Brief eine zu Herzen gehende Sprache, den ein Untcrossizier an die Witwe seines Hauptmanncs gerichtet hat. Es wird darin der Heldentod geschildert, den ei» IN d - Wetterau hangeschencr und geachteter Mann in den Schlacht ~ »tsm.» w Der Brief lautet:

Juli wird ernst und grausam handeln, daß viele von Weib und ktnb Abschied nehmen müssen. Im August wird man an ol­len Enden der Welt von Krieg hören, September und Okto­ber wird großes Blutvergießen mit sich bringen. Im Noocm- ler wird man Wunderdinge sehen. An Weihnachten wird man

Aus der Besestiz-

aus dem Boden Lothringens erlitten hat.

Es war am Morgen des 25. August, ungsstellung, die wir aus den Höhen bei S. in der Nacht besetzt hielten, waren wir zurückgegangc» dicht an den Rand des Dor­fes S. Es wurde Ablochen besohlen, Plötzlich, während des Abkochens, ertönt der Befehl:Fcrtigmachcn!" schon hören wir von den westlichen Höhen lcbhastes Schützcnseucr, Im Nu haben die Leute umgchängt und unsere Kompagnie geht in Kompagnielolonuc vor. Der dritte Zug bleibt in Reserve, die beiden ersten ausgelöst in Schützenlinie. Hauptmann D IN der Spitze seiner Kompagnie.

Aus der Höhe angclangt, sehen wir vor uns den Feind Ein Klccackcr auf der Höhe gibt uns gute Deckung. Her: Hauptmann liegt rechts neben mir und gibt sehr ruhig die Be fehle aus, Ueber uns aus einer Entfernung von 11» Meter sangen die französischen Geschosse ihr unheimliche bi bi bi! Da kommt der Bcschl zum Vorgehen! uns liegt ein einzelnes Gehöft 2t, L, Schon ist's von unseren Truppen genommen und wir gehen imSprung auf, Maisch, Marsch!" vor. Immer an der Spitze unser Hauptmann, Ohne on Tod und Sterben zu dcnlcn, gibt er seine Befehle, Und wir gehen gern mit ihm. War er doch in friedlichen Tagen »ns stets ein treuer und fürsorglicher Führer gewesen Das Echöjt wird besetzt ........ * ! "

non Friede singen,

* l, Friedbcrg, 14. Olt, Kriegs- und Missionsgottesdicust li der Stadtlirche. Am Freitag abend um 8K Uhr wird unser verehrter, gcist- und wortmächtiger Missionar Gsell von rt in der Stadtkirche eine Kriegs- und Missionspreoigt halten: dabei auch die belgischen Kongogrcuel berühren und den Weltkrieg Im Blick aus die Mission besonders in unse­ren deutschen Kolonien behandeln, interessante Fragen, die der regsten Teilnahme wert sind

* Friedbcrg, 14. Okt, Der der den Feldzug als Reservist im Jns.-Regt. Nr. 168 9. K mitmacht, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeich­net. Dörr fuhr früher die Antopost nach Ranstadt.

* R, Friedbcrg, 14. Okt, Uber den Wert des Bienenhonigs als Nahrungs- und Eenußmittcl herrscht nur eine Meinung: Er ist leicht verdaulich, von hohem Nährwert und geht ebne

-rni Blut üier. Für Geschwächte und Erhül- von unschätzbarem Werte. Leider genießt

Postschaffner Hans

) ö r r,

jeden Rückstand ins Blut über. Für Geschwächte

ungsbcdürstige ist er von unschätzbarem Werte. L.____

der Bienenhonig noch nicht den gesetzlichen Schutz, der z. B, der Butter gewährt wird. Man wende sich beim Einkauf direkt an

Aber da gibt's kein Halten!

die Imker,

* Musterung und Aushebung der «nausgcbild.'tc» Landsturmpslichtigcn. Der Civilvorsitzendc der Grotzh. Er- satzkc,»Mission Friedbcrg erläßt folgende Bekanntmachung: Mit Rücksicht auf die Ende dieses Monats stattsindcnde Musterung und Aushebung deriinausgcbildeteu Landsturm- Pflichtigen, die in den Jahren 1885 bis 1894 (beide Jahre einschließlich) geboren sind, fordere ich alle diejenigen Leute

Durch das Echöjt durch an den Feind ran! Schon liegen wir in einem Hascrfeld 800 Meter gegenüber der starkbcscstigtcn feindlichen Stellung Mein Hauptmann dicht neben mir, Kamerad neben uns, ein Musketier, fällt, durch einen © durch den Kopf getroffen, nieder. Der Hauptmann reißt das Verbandszeug aus seiner eigenen Tasche

Der -chuß das

lind verbindet den

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«ÄtrSr»«

mehl des toten Kamera ', ^ jchiehe ich, und mein

feindlichen meines Schusses,Zu

Hauptmann beobachtet die beobachte,Etwas

kurz!" i°!st ", Und nun W««*«"Vf

zu weit!" stelle ich fest, nun . . Mine 850!" Ein ver­schall, meines Hauptmanns Schützen

dichtender Eeschoßhagel uberichuU t rn se.ndlnbe

groben, - So liegen -er Stunden m^ men plötzlich die schweren ^ hautpmann bleibt

vor Nancy, Aber wir haN _ -Manöver, Ruhig klingen

gen Sie bitte meiner Frau die letzten Grüße!" Herr Haupt­mann H, erwidert:Ich bitte Sic um rin Gleiches!" und dann trennen sie sich. Da plötzlich -trifft ein Granatsplitter meinen Hauptmann in die linke Bauchseite und gleich daraus ein Schuß in die Brust, Es gibt leine Rettung vor dem überwältigeuden feindlichen Granatfeucr, zumal bei uns nur eine Batterie im Gefecht steht, die von de» Fcstungsgcschützcn von Nancv bald viedcrgclämpft ist. Drei meiner Leute nchnren Ihren jchwer- verwundctcn hauptmann in die Arme und tragen ihn in bas Echöst, Dort legen sie ihn nieder und machen noch einen Schweizer ausfindig, der iu dem Gehöft zurückgeblieben mar, und lasten sich »on ihm eine» Eimer Milch geben, den sie ihrem fchwcrverwundcten Hauptmann dringen. Mit einem Dc.nkcs- blick begrüßt er die Labung. Sein letztes Wort, das wir von ihm hörten, war:Dank, Ihr Kinder! Ich will's Euch ge­denken, was Ihr mir getan habt. Und nun geht an Eure Pflicht!"

An seine Soldaten dachte er zuletzt, an den Kampf, an's Paterlandl Und diese seine Worte sollen uns unvergeßlich bleiben, und wie er als ein Vorbild für jeden Soldaten den Heidenrod für's Vaterland gestorben ist.

Eine Stunde später trafen wir einen bayerischen Stabs­arzt, der uns das Versprechen in die Hand geben mußte, nach unserem Hauptmann zu sehen, der dann unserem Vernehiuen nach im Lazarett in A, seinen Wunden erlegen ist.

Karin Wnlsarks aisi Krrnndin KesllchlMs.

Wien, 9. Okt. (W. D. Nichtamtlich.) Die Schrift- stellet m Karin Michaelis hat der ,Lcit" ein Schreiben über- iaudt, in dein sic den den Dänen eingcimpste», iu jüngeren Generationen großgezogcnen Deutschenhaß verurteilt und hervorhebt, wie Deutschland und -Oesterreich die Schätze, die das kleine Dänemark an Kunst und Literatur besitzt, stets Oawündiqt baden und schöben, und lote Deutschland die- den stets mit oftenr» Armen aufgeiwnmlcn habe. Sic er- Dort, daß sic fnhrcklang mrs wiederholten langen Reisen nach Deutschland und Oesterreich niemals auch nur deni gering­sten Zug begegnet sei, der darauf gedeutet habe, daß in der deutschen Nation die Elemente des Barbarentums vorhanden seien. Im Gegenteil, es gebe keine Nation der Erde, die im Grunde so sanft und gefühlvoll wie die deutsche sei. Ich wollte, iMictzt Karin Michaelis, die Zeilen möchten z» allen gelangen, denen sic etwas zn sagen haben, als treuer Gruß einer, die, so lange die derftiche Nation eine Barbarennation geschimpft wird, cs als eine Ehre betrachten würde, diesen Schimpfnamen zn tragen.

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i Frage kommen, auf, sich sofort zu.

8ia noch nicht gcsch'hen

Aninv-oon-j .......igimfl etwi

Piere, bei der Bürgermeisterei des Wohnortes zu

dieser Jahrgänge, die in ----

Landsturmrolle anzumelden, soweit dies mm, ist. Die Anmeldung hat, unter Dorzeigung etwaiger Pa- ! - - -VNRlnlinortcs zn erfolgen.

Unterlassung der Anmeldung wird mit Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 5 Jahren bestraft. Die als dauernd un­tauglich Ausgcmustcrten sind weder melde- noch gestellungs­pflichtig-

* Lernt stenographieren!

Deutschlands Handel nird zum Neide

L!crni Jiejiumu+ujii.vvu. -----

Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft hatten zum Neide seiner Feinde einen mächtigen, sich stetig steigernden Auf­schwung genommen, weil der Deutsche nie versäunit hat zu lernen und die Errungcnschastcn der Wissenschaft und Technik auf allen Gebieten anzuwcnden. Der Krieg der uns ausgczwnngcn wurde, läßt zwar vielfach die Räder der Maschine still stehen und die Feder im Kontor ruhen. Aber wir dürfen nach den bisherigen Erfolgen unserer

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hiirfdi nach den bisherigen Erfolgen

Lk. und das Gottvertrauen hegen, schwnng unseres Handels und der Industrie erwarten. Aber auch zu diesem Siegeslauf darf die rechtzeitige Rüstung und Ausbildung unserer deutschen Jugend nicht fehlen. Unter dem Rüstzeug des Kalifmanns steht die Stenographie an erster Stelle. Wie könnten die jungen Leute ihre unfrei­willige Muße besser ausmchcn als tüchtig zn lernen und sich dadurch bereit zu niachcn, an den Früchten des Sieges nnse- rer braven Armee mit teilzimehmesi, Ter Stenographcn- vcrcin Gabelsberger eröffnet Donnerstag, den 15. Oktober, abends 7)4 und 8*4 Uhr in der Stadtschule (Schnlstraße) wieder Unterrichtskurse für Damen und Herren, Schüler und Schülerinnen. Mit welchem Erfolg die Unterrichts- lcitung bestrebt ist, tüchtige praktische Geschüftsstenogriipben heranzubilden, zeigt das glänzende Ergebnis beini Wctt- schrcibcn auf dem deutschem Stcnogravbeiftag z Düsseldorf im Juli 1914, wobei sich mehrere junge Mitglieder anszeich- ncten. Nach einem Bereinsbeschluß sind 16 Freistellen zum imeutgeltlichcn Besuch des Unterrichts geschaffen worden für I Söhne und Töchter von Kriegsteilnehmer». Auch int Falle der Arbeitslosigkeit der Fainilie ist der Verein zu einem Entgegenkommen bereit,

* Bendel, 14, Okt, Nach längcrcr Pause hielt am Sonn­tag abend imFrankfurter Hof" der Obst- und Gartenbau vercin dabier wieder einmal eine V-rsm""n-nq ab, nie trotz der Kriegswirren gut besucht war. Der Borsttzendc Eemeinde- rcchncr Herling begrüßte die Amvescud-u und widmete Pein seitherigen Rechner und Schristjührer des Vereins, Lehrer Fei- li»g, einen warmen Nachruf, An seiner Stelle übcrnahm Leh­rer Will die beiden Aemtcr bis Abschluß des Veicinsjahrer 1, April IStö, Punkt 2 betraf die Anschaffung und Anlegung von Klebgürteln, Obsrbaumwärter Stari dahier erbot ji.o, drn Kledgürtel mit MateriaUenIieserung, pro Stamm 14 Picvvig, aiizulrgen. Eine dahingehende Betannimachung soll in der Ge­meinde folgen, Meldungen sind 4>ci Eemcinderechncr Huling cinzureichen: ebenso Meldungen zum Be^ug von Leun und Pa, picrrolle». Es wurde ncch betont, die Klcbgürtel nichl nur an Aepfel- und BirnstLmme», sonder» auch on Kirschenbäunlen >,ud anderen Kcrnobstbäumcn anzulcgen. Mit dieser Arbeit muß NU» rasch begonnen werden. Bis zum 20, Oktober sollen die Klebgürtel angelegt sein. Um 10 Uhr schloß der Vorsitzende die anregende Versaminlung,

* Schlitz, 14. Oki, Emil Friedrich, Grai und Herr von Schlitz gen, von Eörtz, der Präsident der Ersteii Kammer in Hcste», ist am 9, Oftobcr gestorben.

Kr:

schwer

aus Wiesbaden, hat innerhalb 5 Tagen sechs gute Hirsche mi Perlen an Rose und Stange im Gesamtgewicht von 1290 Ps> beim George! zur Strecke gebracht und dieselben den Reserve Lazaretten in Wiesbaden fofort überwiesen. Unseren braver, verwundeten Kriegern ist der Genuß des kräftigen Wldpre:- von Herzen zu gönnen. Möchten nur alle Jagdbeständer dem Beispiel, das Herr Sturm gegeben, solge».

* Wiesbaden, 14. Okt, 7000 Mark für unsere hessischen 9:

gimcntcr im Felde und 1000 Mark sür Ostpreußen beschloß k G cncralvcisammluiig derLandw, Vcrlaussgcsclß hast > , n

land" zu stistcn,

* Wiesbaden, 14. Okt, Der 53 Jahre alte Hilssml: i:: Paul Wiegand erlitt in der Wiesbadener Maschinenfabrik <ins Ouctschung der rechten Hand und lam ins städtgch« haus,

* Wiesbaden, 14. Okt, Dem aus bclgischo-n Boden verwuiidclen Musketier Hah» von Stcinbach bei Hunfcld :e::r den, wie sestgcstcllt, von Franktireurs die Hände abaeschnittc» und die Augen ausgestochc»,

" Eltville, 14, Okt, Der Konkurs über das Dermögc.i der Zentralverkaufsgesellschaft Deutscher Winzcrvcrc>>:e G, m, b,

H, zu Eltville unrühmlichen Angedenkens, hat »UN »agültig seine Erledigung gesunden, nachdem die Abnahme der Schluß­rechnung des Verwalters in dem Schlußtermin am hiesige» Amtsgericht ohne Erhebung von Einwcndungc» ersoigt 'st. Die Verteilung der aus dcmm Konkurs immerhin noch hsrauc- geholten 18,27 Prozent hat bereits stattgefundcn,

* Limburg a. d. L., 14, Olt, Das Gefangenenlager bet Limburg wird i» Kürze scrtiggestcllt sein, denn die crsv öcr lichcn Arbeiten werden mit Hochdruck betrieben. Vierzig Ba­racken für je 250 Mann werden errichtet, außerdem aus eine.» anschließenden Gelände ein Lazarett zur Aufnahme von 890 Verwundeten, In dem Gesangencnlager in Ricdcrzwehicn b-uchten drei Sondcrzügc weitere lriegsgcsangenc Frarizoscy und Belgier,

* Fulda, 12. Okt, Aus dem Kriegsschauplatz im Osten R> warb sich als Feldgeistlicher des 47, Aitillerie-Regimeiiis (Fulda) Peter Witzel, seither Miliiürgeistlichcr und Rektor der Theologie im Franzislanerkloster Fraucnberg in Fulda, das Eiserne Kreuz, Seinem Schüler, dem Studierenden der Theo­logie im Franziskanerkloster Fraucnberg, Aßmann, der als Kriegsfreiwilliger in der 12, Kompagnie des Reserv.' "nsun tcrie Regiments Nr, 88 auf sranzöftschem Boden ILinpit und an 12 Gefechten mit Auszeichnung teilnahm, wurde cbe iinsts dieser Tapserkeitsorden verliehen und gleichzeitig Aßmann s Ernennung zum Unteroffizier ausgesprochen,

Starkenburg.

* Darmstadt, 14. Okt, Französische Eesangene und zwar etwa 100 noch nicht erngekleidete, zedensalls erst ousgehobenr Rekruten usw,, die, wie erst kürzlich etwa 300 unsnen Kriegen in die Hände sieten, sind auch jetzt wieder sestgenommei! uvt »ach dem Truppenübungsplatz hierher eingeliesert worden

* Darmstadt. 14. Oki. Hebet Krieg und Kunst sprach am <?!«,*» nfietth im Kaiscrsaale dahier vor zahlreichen Zuhörern

vosthcaters Generaldirektor Dr i,,-,

Redner gab zu bai; bar OepkooNer Weise,

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tum übertriebene TiaiiffA*.- , . -'tkoner suhlt ich frei wahre 4 toÄ der Meinung, daß die

sozialen Frage d.r Künstl ab0»n^ ^ ' ^"ührung de,

*nid>au»o ist, daß die meisten Küusfter"zu^^ ^

Wimcr« »tot haben, kränke» muffe es abet d^ a 'I, ' man sie zu der ielüaen v nbCr blc lyrr.n

Hafter Beifall dantte bm Ä S 0U ^$ aIten wolle. Leh­man aber in verschiedenen Punkt>n' !*** ^ eB ^usful, -lii.qen

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Ans der Heimat.

* Friedbrrgf 11. Okt, Eine Prophezeiung für das Jahr 1914 ist im lOOsabrigen Kalender van 1814 enthalten. Sie lautet: Es wird eine Zeft kommen, wo die Welt sehr gottlos fein wird. Der Monat Mm wird ernst zum Kriege rüsten, aber »r ist noch Zeit, Juni wird auch zum Krirac eiaivdc«,

Hessen.Nasimi,

* Cronberg, 7. Okt- Nach den jetzt vorliegenden Gut­achten über die Ursachen des Absterbens zahlloser Kastanie»- bäume "in den Taunnswüldern handelt cs sich lediglich uni die verderblichen Folgen des regnerischen, kalten Herbst--s 1910 und des trockenen Jat)res 1911, Die Befürchtung, daß c-iie Kraftkhert die Bäniiie baftinrafstc, bat sich als grundlos erwiesen,

" Wiesbaden, 14, Oft, Der Beständet der Waldjngd in der Gemarlling Simmern im Hunsrück, Herr Albert Sturm

Areigabc von Benzin.

Das Gcncr-alkoininaiido teilt mit:

1, In den nachstehend aufgcfüiirtcn, vertraglich vcrpjlia:- teten Lagern Wird die nach deni 81, August 1914 cingcführte Benzimncngc zur Hälfte hiermit srcigegcbcn: Teutsch-Amc- rikanische Petroleum-Gesellschaft in Hamburg, Wilhelm Rn- deloff in Hamburg, Deutsche Petrolenm-Akticn-Gesellschasi in Berlin, Dcnttche Erdöl-Aktien-Gesellschast in Berlin.

L, Alle übrigen zur Zeit vorhandenen Benzin-Lager nutz Benzin-Darräte werden hiermit bis auf weiteres srcigegebeu.

3. Sänitliäie neu eingeführten Benzin-Mdugen auch von de» vorstehend unter Ziffer 1 nicht angeführte» Firmen sind sofort in jedem einzelnen Falle der Inspektion für Militär-Luft- uud Kraftfahrweseu in Berlin-Schöueberg anzuzcigen. Sie gelten als freigegeben, sobald die Jnspel- tivu uiitgetcilt hat, daß ein Ankauf der nenbezogenen Menge nicht beabsichtigt ist,

4. Tie wiederholten Hinweise aller maßgebenden Stelle» auf äußerste Sparsamkeit in der Verwendung von Benzin werden bieriuit nachdrücklich erneuert, da die vorstehend ftoi- gcgcbenen Benziumenge» verhältnismäßig gering sind, bald anfgebraucht sein werden und ihre Wiedcrausfüllung als höchst unsicher bezeichne! werden muß. Das Generalkom­mando erinnert deshalb aufs Neue daran, daß Benzin in fast allen Fällen namentlich bei allen Kraftwagen erfahr­ungsgemäß iu völlig ausreichender Weise durch Benzol ersetzt werden kann.

Fraukfirrter Wetterbericht.

Dorausjage: Heiter, trocken, Nachts lalt, Nachtfrostgejahr vielfach Morgeunebel, südliche Winde,

Verantwortlich für den Holitifchen und lokalen Teil: Otto Hirschel, Fvicdbccgz für don Anzeigenteil: K, Schmidt, Fricdiberg, Druck und Verlag derstreuen Tageszeftuap" A, G Friedberg i, H,