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4«b wird von den Angehörigen in der Keimet tein unange- oiestencr Gebrauch von ihr gemacht, so soll das Dersahren von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Die zwischen dem Kriczs-

ministerium und dem Reichspostamt getroffenen Vereinbarun­gen über den Versand dieser Pakete werden demnächst bekannt gegeben. Es wird daraus hingewicsen, daß schwere Pakete nach wie vor gemäß § 23 der Feldpost-Dienstordnung den Ersatz- tluppcntcilen zu übersenden sind, die deren Weiterleitung ver- «nl'affen. Auf richtige Adressierung aller Postsendungen wird erneut bingcwiescn. Bei Prüfung der Beschwerden über nicht- angekommene Briese usw. ist sestgestellt worden, daß in zahl­losen Fällen Angaben aus Adressen unrichtig waren. Es muß cinleuchtcn, daß ein Brief mit der Adresse: An den Reservisten X. des 6. Rcscroe-Znsanterie-Regimcnts Nr. 7, 9. Division, 5. Armeekorps, nicht ankommen kann, da das Reseroeregiment zu der Reservediviston und diese zu dem Rescrvckorps gehört. An­dererseits kann aus der Eigenjchast des Adressaten als Reser­vist nitch ohne weiteres als selbstverständlich angenommen werden, daß er nun zu dem Rcscrveregiment einer Rescrvedivi- sion gehört, denn auch in den Reihen der aktiven Truppenteile stehen viele Reservisten. Da die Kavalleriedivisioncn in der Hcercsgliederung ihre Zugehörigkeit zu den größeren Truppen- vcrbänden vielsach wechseln, genügt bei Adresten an Ange­hörigen von Kavallericdioisionen die Angabe:

Dies Kavallerieregiment, 3. Eskadron, Tte Kavallerie- bioision. Einige Pakete sind an das Kriegsministerium mit der Bitte um Weitersendung an die Ersatztruppenteile adressiert worden. Zur Erfüllung dieser Aufgabe fehlt dem Kriegsmini­sterium das Personal. Wenn im Felde stehende Hceresange- hörige trotz Weisungen die Adresse ihres Ersatztruppenteiles noch nicht den Angehörigen miigetcilt haben sollten, und diese darüber im Zweifel sind, so wenden sie sich zweckmäßigerweise mit einer Anfrage an das betreffende Generalkommando, das darüber Auskunft gibt. Man sende aber an dieses nicht Pa­kete zur Weiterbeförderung.

Zaminelt und füttert Eichelu!

Die Etadtkämmcrei in Frankfurt a. M. macht bekannt, daß sie in den Waldungen der Stadt lvvll Ztr. Eicheln hat sam­meln lasten, wovon sie 599 Ztr. den Landwirten zum Kauf an- tietet. Der Ertrag an Eicheln ist dieses Jahr hier in der Gegend und vermutlich auch in den anderen des Deutschen Rei­ches ein ungewöhnlich großer. Da wird es sich empfehlen, wenn als Ersatz für rustische Gerste zur Schweinemast recht viel Eicheln gesammelt würden, es könnten bestimmt viele 190 900 Ztr. sein, dadurch bekämen viele Arbeiter, Männer, Frauen und Kinder lohnende Beschäftigung. Es könnten alle Wald- bcsitzer das Abschütteln und Sammeln der Eicheln unbedenklich gestatten, die Eichwaldungen würden dadurch auch nicht den mindesten Schaden erleiden, auch würde sich, wo es geht, der Austrieb der Schweine in die Waldungen zur Mast sehr emp­fehlen, denn auch die Kartoffelernte ist ähnlich wie die Getrei­deernte dieses Jahr leider keine große. Auch würde es nicht schaden, wenn in dieser Zeit auf dem Lande der Nachmittags­unterricht sobald die Ferien zu Ende sind ausfallen würde, um die Kinder für die Arbeit des Eichelnsammelns ftei zu bekommen.

Wollsachen für unsere Truppen.

Berlin, 3. Okt. Di- Versorgung unserer im Felde stehenden Truppen mit warmer Unterkleidung könnte in beson­derer Weise dadurch gefördert werden, daß die Sportvereine Wastersport, Rasensport, Wintersport, Radfahrer-, Jagdver- cine usw.) oder deren Mitglieder die in ihrem Besitz besind- lichen Wollsachen, und zwar Jacken, (Sweater), Westen, Tri­kots, Kniewärmer usw. zur Verfügung stellen. Der Kriegs- ausjchuß für warnre Unterkleidung, Berlin RW., Reichstags- gebaude, bittet, derartige Spenden ihm sofort zuzusenden. Er wird dafür sorgen, daß diese durch die nächstens abgehenden Wollzüge an die Truppen befördert werden.

Jkidj fließen die Kaden für unlere Krieger im Felde

n»d doch müssen wir beinl Nahen des Winters immer wie­der aufs Neue darauf bedacht sein, für diese Tapferen zu sorgen, die oft andauernd der Nässe und Kälte ansgesetzt sind, Gesundheit und Leben für uns opfernd.

Wieviel doch zusammenkommt", hört man mitunter sagen. Ja, cs erscheint viel was gegeben wird, bedenkt man aber, wie rasch das alles wieder aufgebrnucht ist, dann muß ein Jeder sich sagen, daß nicht genug gegeben werden kann. Gewiß bedeutet es für manchen ein Opfer, doch wie vcr- ichwindeud klein siud diese Opfer gegenüber denen die unser trpscrcs Heer unausgesetzt für uns bringt? Wir beklagen und bejainmcrn unsere Helden, das ist menschlich. Weit n enschlicher aber ist cs, wenn wir fortgesetzt darauf bedacht find, wie wir das Los der Kämpfenden da draußen vecbesiern ßttdeni wir nach Kräften für ihr körperliches Wohl sorgen. Jede Hausfrau sollte daher ihren Bestand in warmen Woll> fachen (Unterkleider, Strümpfe, Pulswärmer, Leibbinden R. A.) nochmals gründlich durchsehen und von dem oft rei- Ken Vorrat gerne und ohne Zaudern hergeben und nur das l-ftigstc zurürkbehalten.

Wollten wir uns täglich vor Lugen halten, daß wir uns im friedlichen Heini für ein behaglich Stübchen sorgen, unser bcgncmes Nachtlager ungestört aufsuchen können, wie leicht würde uns, mit dankerfülltem Herzen, dann diese Fürsorge werden! * E, D.

Aus der Heimat.

Bon unserem Landsturm-Bataillon!

Markirch. 8. Oktober 1911 ' '

*m 17. September sandten Dizeseldwebel Oskar Laskch Unteroffizier tz. Steinbrenner. Unteroffizier vketz, Unter» l'c.ffiaiec Klctzitz, Gefreiter Anautz nnd Lgndsturmmou»

Reue Tageszeitung. Dienstag, den tt. Oktober 1914.

Metzler alle vom Jnf.-Laudfturm-Bal. Friedberg 2. Eomp an Ihre König!. Hoheit der Großherzogin von Hessen und bei Rhein eine Feldpost-Ansichtskarte, worin sie Ihrer König!. Hoheit die herzlichsten Glückwünsche zum Geburts­tage übermitteln und um Gattes reichen Segen baten.

Darauf folgte das nachstehende Telegramm:

Rn 2. Comp. Landsturm-Jnf.-Bat. Fricdberg

z. Zt. Markirch (Elsaß.)

Tarmstadt, 21. 9. 1914, 12 Uhr Mittags.

Herzlichen Tank den tapferen Landsturmlenten für die treuen Geburtstagswünfchc. Ich habe mich über das Der- halten außerordentlich gefreut; möge Gott unseren Fahnen weiter zum Stege führen. Eleonore.

* Fricdberg, 6. Olt. Für die Ausstellung von Sterbeürkun- den für im Felde gefallene Militnrpersonen ist der Standes­beamte zuständig, in besten Bezirk der Verstorbene seinen letz­ten Wohnsitz hatte und wenn sein Wohnsitz im Jnlande nicht bekannt ist, der Standesbeamte desjenigen Bezirks, in dem der Verstorbene geboren ist.

* Fricdberg, 6. Okt. Für' s Vaterland gab auf den Schlachtfeldern Frankreichs fein junges, hoffnungsvolles Leben der Referendar Schäfer am hiesigen Amtsgericht, der Sohn des Herrn Lehrers Schäfer von Reichelsheim. Wir ehren in dem Gefallenen ein lcuchlcndcs Beispiel getreuer Pslichtcrsiil- lung, sein Andenken wird uns unvergeßlich sein.

* Nieder-Wöllstadt, 9. Olt. Oberlehrer Schmidt in Ebcr- stadt bei Darmstadt, der srühcr als Lehrer in Nieder-Wöllstadt stand, feiert heute das Fest der goldenen Hochzeit.

* Bad-Nauheim, 6. Okt. Am Donnerstag, den 8. Oktober, abends 8'/, Uhr, findet im Theatersaal des Kurhauses ein Eztrakonzert der Kurkapcllc statt, besten gesamter Ertrag sür das Rote Kreuz bestimmt ist. Das Hauptwerk des Abends ist die beliebte herrliche H-moll-Symphonie, die sogenannteUn­vollendete" von Franz Schubert. Solistisch beteiligen sich am Konzert Herr Konzertmeister Schachtebeck (Violine) und Herr Keyl (Violincell), die Leitung des Abends hat Herr Professor Hans Windcrsteiii übernommen. Das Ecsamtprogramm wird noch bekannt gegeben.

* Butzbach. 5. Ott. Dem Unteroffizier Bachmann in der 3. Kompagnie 198 wurde für erwiesene Tapserkcit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz verliehen.

* Gießen, 9. Ott. Durch Beifügung des Oberbürgermei­sters ist für gute Spcisekarwsfeln ein Höchstpreis von 3 Pfg. pro Pfund im Einzelverkauf festgesetzt. Verschiedenen Händler war dieser Preis zu niedrig und auf dem letzten Wochenmarkt hat einer derselben seine Säcke zugebunden und erklärt, er hätte die Kartoffeln alle schon sackweise verlauft. Diese An­gabe stellte sich als unwahr heraus, worauf die Polizei die Säcke wieder ausband, die Kartosfeln verkaufte, und dem Händler den Erlös aushändigte.

* Gießen, 9. Okt. Das hier gebildete erste Landsturmbatail­lon ist am Sonntag nachmittag in der Richtung nach Westen ansgerückt. Viele seiner Angehörigen sind hier in der Stadt beheimatet und die aus der Nähe Eingerufcnen waren auch schon wochenlang hier einquartiert. Eine Anzahl dazu gehö­rige ftllhere Regimentsmusiker hatten eine Kapelle gebildet, welche mit Pauke und allen Instrumenten ausgerüstet, die seit­herigen Ein- und Ausmärsche des Bataillons begleitete und auch am Sonntag an besten Spitze marschierte. Eine große Menschenmenge aus der Stadt sowie der näheren und weiteren Umgebung gab den Landstürmern das Geleit zum Bahnhof, ihnen allen ein frohes und gesundes Wiederkehren wünschend.

* Frankfurt o. 91., 9. Okt. Die Süddeutsche Mühlenverei­nigung hat den Preis für Weizenmehl 9 um 99 Pfg. von 49.99 Mark auf 49 Mark ermäßigt.

* Frankfurt o. 91., 9. Ott. Bei starkem Angebot waren doch 2734 Schweine, was selten oorkommt, angesahren gin­gen auf dem Frankfurter Vichmarkt die Preise für Schweine weiter in die Höhe. Aus dem Wiesbadener Markte stellten sich die Schweinepreise noch etwas höher. Die Schweinepreise ha­ben damit wieder beinahe die Höhe erreicht, die sie zur Zeit der ersten Mobilmachungstage hielten. Die erhebliche Preis­steigerung wird vor allem dadurch hervorgerufcn, daß die Armeekonservenfabriken Schweine in größerem Maße zur Ver­arbeitung ankausen und die Konsumenten Speck, Wurst und Dauerware in größeren Mengen auf Vorrat sich beschaffen. Un­ter diesen Umständen soll für die nächsten Wochen noch eine weitere erhebliche Preissteigerung zu erwarten sein. Daß auch aus dem Lande die Preise für Schweine im Steigen begriffen sind, geht daraus hervor, daß der Landrat des Kreises Geln­hausen die dort festgesetzten Höchstpreise für Schweinefleisch er­höht hat und zwar kosten Bratenstücke und Rücken (früher Cote- lette) 75 Pfg. das Pfund (seither 95), Kochfleisch und Bauch- slcisch 95 Pfg. wie seither, Blut- und Lebcrwurst 79 Psg., (seit­her 95 Pfg ).

Hessen-Nassau.

- x. Sticrstadt, 6. Okt. Um dem fortwährenden Steigen der Brotpreise cntgcgenzutreten, hat das hiesige Fürsorge-Ko­mitee einen lobenden Entschluß gefaßt: Es soll jetzt nach dem Dreschen von den Landwirten Korn bereit gestellt werden, das gemahlen und zu Kornbrot verbacken wird. Mit den hiesigen Bäckern, die ja auch alle Söhne im Feld stehe» haben, wurde der Backlohn vereinbart, so daß nächstens mit dem Backen be­gonnen werden kann. Das Brot soll alsdann während des Krieges zum Selbstkostenpreise abgegeben werden. Unseren Bäckern gebührt großer Dank und man wirb sie nach diese» schweren Zeiten wieder zu entschädigen suchen.

* x. Bommersheim, 9. Ott. Die Michels- und Landeskirch­weihen fallen für dieses Jahr aus. Trotzdem ließe» sich die Hausfrauen nicht abhaltcn, eine große Reinigung vorzuneh- mcn und die Wäsche des Nachts zum Trocknen im Hofe oder im Garten aufzuhängcn. Dabei mußten drei Familien die un­angenehme Wahrnehmung machen, daß die Wäsche am ande-

' ren Morgen gestohlen war. Don den Dieben fehlt jede Spur.

Starkenburg. , f .,

* Darmstadt, 6. Okt. Höfliche Bayern. Ein gesange- ner französischer Oberst, der am Freitag auf dem Wege nach der Festung Ingolstadt in Bealeituna eines deuticken Ossi»

ziers hier durchlam, und in Folge mangelnden Anschlusses und Ucbcrmüdung von der Reise daselbst übernachtete, wurde »ach einer Zelle des hiesigen Dlilitärarresthaufes gebracht, um seine

Flucht zu verhindern. Er setzte die Reise am nächsten Tage unter Bewachung über Afchaffenburg fort. Als auch dort eie. etwa dreistündiger Aufenthalt nötig wurde, wurde er nach der Meldung Aschaffenburgcr Blätter durch den dortigen Bahn- hofsvoistand in Ermangelung anderer Räumlichkeiten nach den. Königssalon des Bahnhofs geleitet. Und das nennen unsere Feinde Barbaren!!

* Darmstadt, 9. Olt. Ein seltenes, schweres, aber auch ge» rechtes Urteil sällte am Samstag das hiesige Schwurgericht, Das grausige Verbrechen in Hosheim i. Ried bei Worms, das Mitte Juli d. I. weit und breit die Gemüter erregte, da UN. tcr kaltblütiger Mördcrhand nahezu eine ganze Familie hin- gcschlachtct wurde, fand endlich seine Sühne. Der etwa 39 Jahre alte Bäckergeselle PH. Flörsch aus Monzernheim, der in jener Nacht seinen 9!eister, den Bäckermeister N, Back, besten Frau und dessen eine Tochter mit einem Handbeil ermordete, die andere Tochter schwer verletzte, den Betrag von 872 Mark raubte und dann, nachdem er die Leichen mit Petroleum über- goß und das Haus in Brand steckte, in raffinierter Weise die Spuren des Verbrechens zu verwischen suchte, wurde wegen der Raubmorde dreimal zum Tode, wegen des Mordversuchs zu lebenslänglichem Zuchthaus, wegen der Brandstistung zu fünf- zehn Jahren Zuchthaus, mit den üblichen Rebenstrafen verur­teilt. Wenn man das kaltblütige Verhalten des Mörders, während der ganzen Verhandlung beobachtete, der wegen ebenso rachfichtigem Hinmorbcn seiner früheren Geliebten schon 4y Jahre Gefängnis verbüßt hat, wenn man weiter die crschrck- kcnde Ruhe und da» cynische Lächeln überlegt, mit welchem dieser Mensch das gewiß nicht leichte Urteil cntgegennahm, muß man sich wirklich fragen, steckt in dieser menschlichen Hülle wirk­lich ein Wesen mit Gefühl und Vernunst? Geradezu nieder- drückend wirtte es, als der Raubmörder vor der Beratung des Urteils, das genau so ausfiel, wie cs der Oberstaatsanwalt beantragt hatte, auf Vesragcn seines Rechtsanwaltes, ob er das Urteil annehmen, ober Revision verfolgen, oder ein Gna­dengesuch an den Landesherr» einlegen wolle, mit kalter Ruhe lächelnd erklärte, er verzichte auf alles, lieber würde er sich hängen, ehe er lebenslänglich ins Zuchthaus gehe. Wenn hier auch Zweifel aufiauchten, ob ein solches Scheusal wirUich nor­mal ist, muß man doch bedauern, daß cs härtere, abschreckendere Strafen nicht gibt, denn der Verurteilte hat sicher kein Gcsiihl für die Bedeutung dieses Urteils, Wenn der Mensch erst so-j weit gesunken ist, ist auch der Schrecken der Todesstrafe sür ihn nicht von Bedeutung.

Kirchliche Anzeigen.

Gottcsdirujt in der Stadttirch«.

Mittwoch, den 7, Oktober, abends 8y, Uhr: Kriegsbittan­dacht : Herr Direktor Schoell.

Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach Mittwoch, den 7, Oktober, abends lfg Uhr: Kriegebittin- dacht: Herr Pfarrer Z atz mann.

Frankfurter Wetterbericht.

Voraussage: Wolkig, leicht trocken, kühler, nordwestlich.

Winde,

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e I, Friedberg: sür den Anzeigenteil: K. S ch in i d t, Fricdberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung", A. G., Friedberg i. H.

Am Mittwoch, de» 7. Okt. trifft ein Transpor bester gefahrener jüngerer und älterer

mir ein.

Außerdem stehen zum Der kauf erstklassige Original bei gische Pferde von 3 Jahren Sämtliche Pferde werdet mit guter Garantie zu mäßiger. Preisen verkauft.

) Bekannt reelle Bedienung

SimonKmrfnmnnMrdkhMlM

Meder weiM. TklemAiiit Butzbach Nr.2i>.

Bekanntmachung.

Sämtliche landsturmpslichtige Marineoffiziere, Deckosfiziere und Vizedeckoffiziere (see- und garnison- dienstjähige und auch nur garnisondienstfähige) haben sich sofort bis spätestens 9. Oktober 1914 beim Be­zirkskommando in Frtedberg, Klosterkaserne zu melden.

Ferner wollen sich nicht mehr Wehrpflichtige, sich aber see- und gamisondienstfähig fühlende Marine- osfiziere, Deckoffiziere und Vizedeckoffiziere, die während des Krieges zuni Wiedereintritt bereit sind, schriftlich melden, soweit sie nicht schon bei ihren früheren Mel­dungen von den Frontstellen abgewiesen worden sind.

Letztere Offiziere haben ihre Gesuche an das Stationskommando in Wilhelmshaven, die Deckoffiziere und Vizedeckoffiziere an ihren ftüheren Marinetruppen­teil zu richten. Auf Wunsch werden solche sich frei­willig Meldende im Earnisondienst der Marine ver­wendet werden.

Friedberg i. H., den 3. Oktober 1911

Großherzogliches Bezirkskommando von Branconi Major und Bezirkskommandeur.