Sit. tSi
siabsossiziere sind vollständig kopslos. Wir haben nichts vor- aesehen, man suhlt den Zusammenbruch. Es ist beinahe rin; Rette sich, wer tann!
Aus dem Quartier bei Malsoncelles berichtet er: Die Verwundete» sind sämtlich, und das ist das Empörendste, von zwei oder drei Kameraden geleitet, die nichts mehr und weniger sind als Drückeberger. Es sind Soldaten aus dem Süden: sie sind umgekehrt, säst ohne zu kämpfen, und sind glücklich, einen Verwundeten zurückbringen zu können, um einen Vorwand für ihr Ausreißen zu haben. Nichtsdestoweniger -leiben sie Großmäuler und rühmen sich ihrer schönen Ausfüh-
.ung.
lieber die Auslösung jeglicher Manneszucht berichtet salzende Stelle: Das Schauspiel in Attigny war widerwärtig. Es herrscht die Verrücktheit und außerdem was das Beschämendste ist, die Plünderung. Soldaten erbrechen die Türen, trinken allen Wein und allen Alkohol, den sie finden, und plündern sogar die Juwclierläden. Das sind keine Menschen mehr, das sind wild gewordene Tiere. Ein Infanterist vom 17. Korps, das überall seige floh, ohne zu kämpsen, brüstete sich damit, daß er einen verwundeten Deutschen durch Fußtritte getötet habe.
lieber die Truppe,n aus dem Süden schreibt der Arzt: Die Truppen des Südens sind hasienswert: und welche Kopslosigkeit. In einem Augenblick behauptet einer, drei Ulanen gesehen zu haben: sofort ergreift das ganze Biwack die Flucht, und dabei steht hier fast ein ganzes Armeekorps. Wirklich, wer nicht solche Tage mitcrlebt hat, kann sich keinen Begriff machen, bis zu welchem Punkte sich Menschen erniedrigen können.
Die Meinung, Verräter für die französischen Niederlagen verantwortlich zu machen, spricht aus folgenden Zeilen: Während der Nacht hören wir auf allen Seiten Vcrrätersignale er Spione, die uns umgeben und alle unsere Bewegungen signalisieren. Der Leutnant Eosson mit einer Patrouille cnt- cckte einen Deutschen in einen, Hause: der Spion trug sranzö- sische Uniform. Im übrigen sagt man und selbst seine eigenen Stabsoffiziere —, daß Eydoux verrückt oder an Deutschland verkauft sein müsie, um uns so zu führen, wie er cs tut.
Zu dem Inhalt ist allerdings zu bemerken, daß die Aufzeichnungen aus den letzten Tagen des August herrühren und daß sich inzwischen die Lage der Franzosen gebesiert hat.
Wie die deutschen Schützengräben aussehen. Paris, 4. Ctt. Der „Matin" vom 1 . Oktober bringt einen Leitartikel zum Verständnis der Schlacht an der Marne mit einem Ouer- schnittbild eines deutschen Schützengrabens und schreibt: Be
trachtet genau dieses Bild. Ihr werdet verstehen, warum die Schlacht an der Marne solange gedauert hat und die Schlacht an der Aisne noch dauert. So sehen die deutschen Gräben aus. Die Infanterie richtet sich in richtigen kleinen Festungen ein, geschützt vor dem Gcsehenwerden und vor Kugeln. Das Regenwasser fließt in den Hinteren Abslußgraben ab. Die Leute können sitzen und schlafen. Weder unsere Artillerie noch Infanterie kann die so eingcgrabenen Deutschen sehen. Die Granaten sind nur wirksam, wenn sie genau i» den Graben fallen. Hier wird der Angriff zur Jagd. Die Gefahr wächst überall aus dem Boden heraus. Bevor man den Feind besiegt, muß man ihn ansgraben. Bedenkt ferner, daß die deutsche Artillerie ebensolche befestigten Stellungen hat, von Drahtverhauen umgeben, daß zwischen den Geschütze» Maschinengewehre aus unsere Stürmer lauern und daß hinter den Feldgeschützen schwere Artillerie steht, deren große Tragweite jeden Rückzug mit einer Feuermauer deckt. Denlt an alles und Ihr werdet ermeffen können, was für Anstrengungen cs kostet, eine Armee, welche so Fuß gefaßt hat, aus ihren Stellungen zu vertreiben.
Poiucare sie» vat cn gueree. Bordeaux, 3. Okt. Seit Beginn des Krieges hegte Poincare die Absicht, die Armeen zu besuchen und ihnen seine Glückwünsche auszusprechen. Er wurde daran verhindert durch die Notwendigkeit, täglich im Minister- rate den Vorsitz zu sühren und durch den Wunsch der Militärbehörden, welche den Augenblick nicht für günstig hielten. Jetzt erlauben die Umstände diese Reise. Poiucare hat gestern nachmittag im Automobil Bordeaux verlassen und sich zunächst nach dem Hautpquartier begeben. Er wird von den Ministern Mil- crand und Biviani begleitet.
Ans England.
Wo bleibt der Schätzer der Neutralität? Tokio, 8. £Ii. (W. B. Nichtamtlich. Reuter.) Wie aus maßgebender Quelle verlautet, wird die japanische Regierung als Antwort aus die Dorstelliing der chinesischen Regierung loegcn Besetzung der Schantungbahu durch die Truppen i rr Verbündeten erklären, daß die Linie von den Deutschen benutzt wurde, uni die Befestigungswerke von Tsingtau gegen die englisch-japanischen Truppen zu verstärken. Ferner inüsse die Besetzung als unbedingte militärische Notwendigkeit betrachtet werden, die den Rechten Chinas »ach Beendigung des Krieges in keiner Weife schaden werde. Do bleibt in diesem Falle England als Beschützer der Neu- 'raiiiäl?
Die kanadischln Hilsstruppcn in Havre. Gens, 4. r„ti Ai s- Havre wird bei.; „Journal de Geneve" genicl- uit. daß die Landung kanadischer Truppen bevorstehe. Offiziere sowie Unteroffiziere feien bereits i„i Norden F>mikieubs augelangt, um die Operationen zu organisieren. Der englische (tzeueralstab, der Havre als OpcrationsbasiS geuäbtt bat, mietete inehrcre Gebäude sür diesen Zwech » " Jahre. In Havre selbst werden etwa 5000 Mann oiiuHi.Hticrt . Mehrere össciitliche Gebäude sowie der ltzetzatlapalast ivurdeu in Lazarette umgewandelt.
Pom KaUratt.
Götze,idämmeru«, i« Serbien. Aus Wien wirb gemeld, ..Trg-oensk, Glosnik", der srührr in Belgrad erschien, u ,etz> >n *>M, ßcransgkgcben wird, veröffentlicht der Beigeirt
Neve Tageszeitung. Dienstag, den 8. Oktober 1>11
Univerfttätsprosestor Andrejenic einen Artikel, in dem es u. a.
heißt: Die Dämmerung beginnt, die Stunde der Ernüchtcruna naht. Die russische Politik, welche Serbien in diese verzweifelte Situation gehetzt und durch ihre Zweideutigkeiten uns in unseren unsinnigen Aspirationen gegen die östcrieichifch-ungarische Nachbarmonarchie bestärkte, ist heute völlig bankerott geworden. Hand aufs Herz! Konnte es jemand in unserem Lande geben, der wirklich daran glaubte, daß Rußland uns die Freiheit bringen will, wenn in, russische» Reich selbst die Völker unter der Knute zusammenbrechen, viele Tausende in Sibirien schuldlos verenden? Heute ficht cs wohl jeder Serbe ein, daß wir eine wahnsinnige Tat begangen haben, als wir uns dem alles unterjochenden Zarismus in di- Arme geworfen haben."
Griechische Blätter melden, daß die bisherigen Niederlagen der Serben einen deprimierenden Eindruck auf König Peter gemacht haben, der in steter Angst vor den kommenden Ereignissen lebe. Diese Angst sei um so größer, als in der iingstcn Zeit angeblich ein Attentat auf König Peter verübt wurde, das im letzten Moment vereitelt werden konnte. Der König Hobe sich am 25. September nach Prizrend geflüchtet, und jetzt sollen angeblich zwischen dem serbischen Hof und Griechenland Verhandlungen schweben, damit König Peter gestattet werde, wegen seines Leidens in einer Ortschaft Griechenlands oder auf einer griechischen Insel Aufenthalt zu nehmen. — Die Geister Alexanders und der Draga Maschin werden sich wohl bei Sr. Majestät dem König der Serben melden! „Danckch-aber kommt Las Gericht", jagt die Bibel!
Der Aufstand in Reuferbicn, S a l o „ i k, 5. Okt. In Jfch- tip kam es zwischen Einwohnern und serbischen Gendarmen zu einem blutigen Zusammen stoß, da die Einwohner sich weigerten, stch in die serbische Armee einrcihen zu lassen. Zahlreiche Familien fliehen nach Strumitza.
Kaiserin Eugenie au König Earol. Die Kaiserin Eugenie soll in einem langen Schreiben den König von Rumänien an die Unterstützung crinneri haben, die Napoleon III. seinen Unabhängigkeitsbestrebungen gewährt Habs und bittet den König, mit Rücksicht auf die Zukunft seines Landes und seine eigene Stellung, sich dem Wunsch des rumänischen Volkes nicht zu widersetze» und eine Annäherung an die Mächte der Triple- Entente zu suchen. — Den Verbündeten scheint cs doch recht schlecht zu gehen, wenn selbst die alte Eugenie um Hilfe betteln muß!
Aus drm Il!ii»diliiiiiilll>rii |lorbrn.
Ci» norwegisches Urteil über Antwerpen.
Der militärische Mitarbeiter deS „Aftcnposten" schreibt, Deutschland besäße gewaltige Hilfsquellen, um die Bcligcr- ung von Antwerpen und anderen große» Festungen durchführen zu können. Wenn erst einmal der äußere Fortsgürtel im Besitz der Deutschen sei, sei cs unwahrscheinlich, daß die innere Fortskctte widerstehe. Die deutschcu Kanonen könnten dann über die innere FortSkettc hinweg die Stadt bombardieren, so daß cS kaum wahrscheinlich sei, daß die Belgier dann die Verteidigung sortjetzen würden. Es sei zu erwarten, daß die Feindseligkeiten überhaupt zwischen Belgien und Deutschland eingestellt werden, sobald die äußeren Forts genommen seien, da alsdann keine Aussicht mehr sei, das Schreckbild der Verbündeten auszuführen und englische Territorialsoldaten in Antwerpen zu landen, ganz abgesehen davon, daß diese erst nach Monaten Kriegswert erlangten. Mit der Einnahnie Antwerpens würde die Lage der Deutschen noch ganz bedeutend gebessert fein.
Geistesverwandtschaft mit Deutschland.
Kristiania, 4. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Professor Karl Lchmann-Göttingcn, Mitglied der Wissenschaftlichen Akademie Kristiania, veröffentlicht heute in „Morgenbladet" einen Artikel: „Deutschland und der Krieg", in dem er auch auf die Geistesverwandtschaft zwischen Skandinavien und Deutschland hinweist und fordert, daß auch Schweden und Norwegen i„ ein Verteidigungsbündnis gegen die gemeinschaftlichen Gefahren im Osten treten, nicht um Anschluß au Deutschland zu suche», sondern um die eigene Freiheit und Kultur vor Rußland zu bewahren.
Das Bciichmen der deutschen Soldaten ist tadellos.
Kristiania, 4. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Im „Aftm- Posten" veröffentlicht der norwegische Ingenieur Olsen, der aus Belgien gekommen ist, einen Bericht, wonach Meldungen über deutsche Grausamkeiten, von denen die Aus- landsprcsse voll sei, mit größtem Vorbehalt aiifgenoinmen werde» müssen: er habe solche nie gesehen. Wo ein Dcut- scher Strenge anweudet geschehe dies sicher nur aus der härtesten Notwendigkeit. Brüssel sei iiberrascht gewesen durch den Einmarsch der Deutschen, da die Brüsseler Presse noch am Tage vorher geschrieben habe, die Lage für Belgien sti ausgezeichnet. Das Benehiucii der deutschen Soldaten und Offiziere in Brüssel sei tadellos.
Dkr Ijrlsl in Zta'iiki! M Kritsi.
Es ist alle- Aussicht vorhanden, daß auch in Italien die- besonnciien Elemente das Uebergewicht behalten uns di,- , i s- herige Neutralität anftccht erhalten. Es dürste sich ver-ohne», »achzuforsche», in welchem Lager eigentlich die Kriegshetzer gegen Deutschland und Oesterreich zu suchen ünd. Da muß nun selbst die „Frankfurter Zeitung" zugcben. daß . konservativen und liberalen Kreise, denen sich em üroßer Teil der Sozialisten zugesellt, von einem Ausgebe» der Neutralität nichts misten wollen, die Kriegsschürer sind die radikale» Demokraten und Republikaner. Der Widerstand »egen deren Iri-gstreiberische Hetze geht, abgesehen von den soziald.-mokraten, die natürlich nichts weniger als deuijch- seindlich sind, aber grundsätzlich den Krieg verwerfen, von den konservativ gerichteten Volksschichten, in Italien in-bcsonder- von der latholischc» Partei aus, wie umgekehrt der frcimaurc- rischc Radikalismus und Republikanisnius der Agitation der Drriverbändler gegen die Neutralität Italien, am eifrigsten
____ Seite S
| S-ercssolg- leistete. Das wird jetzt auch mehr und mehr in liörilllcn Diätlern bciont. So lejen wir in Nr. 453 de» freisinnigen Wiesbadener Tageblatts vom 2g. September in einem römischen Briese:
Die radikalen dcutschgegnerischen Parteien verfügen über ungeheure Geldmittel, die ihnen in erster Linie aus den Fonds der französischen Frcimanrerlogcn z„slicßen. Der König wie der Papst wisten sehr wohl, was für sie auf dem Spiele steht, wenn dieser Einfluß des „Eroß-Oricnts" die Politik Italiens >n französisches Fahrwastcr leitet. Im Ouirinal wie im Vatikan hat man aufgehorcht, als bekannt wurde, daß Frankreichs Vertreter, Barriere, cs nicht verichmähte, auch seine Freundin, die anarchistische Fllhrerin Maria Rygicr, mit ihren schwarzen Fahnen in die nationalistischen Bolksversammlungen der Kriegsschürer zur Belebung Mid Erbauung der Masten vorzu- schicken. Barriere hat an die Nationalisten, Anarchisten und Radikalen ebenso Ansprachen gehalten, wie der Gesandte von Belgien. Aber auch ein gcwister Eorridoni, ei» >» Mailand wegen Aufforderung zu blutigem Vorgehen gegen die staatlichen Gewalten vorbestrafter Anarchist, ist liebst vielen Gcsin- nungsgenoffen in die Barrercschen Reihen getreten.
Daß sich zu den italienische» „Patrioten", die den Franzosen und Russen die Kastanien aus dem Feuer holen wollen, auch Anarchisten geselle», ist gewiß ebenso bezeichnend sür die geheime» Hintergründe dieses Pseudo-Nationalismus, wie sür Monsieur Barrere, den amtlichen Vertreter Frankreichs, der sich ihrer bedient.
• ^ •
Ein rätselhafter Vorgang. Ein für Rußland erbazi-
tes, wegen des Kriegsausbruchs aber nicht abgclieferics Unterseeboot von der Fiat-Werst in Spezia-Ean-Giorgio ist Plötzlich aus der Werft verschwunden, man nimmt an, daß cs in einen französischen Hafen gelenkt wurde. Der Fall erregt in Italien größtes Aufsehen: es ist noch nicht sicher, ob fremde Anstifter vorhanden sind, oder ob nur Abcntenreriust des Führers, eines ehemaligen italienischen Marineoffiziers Namens Belloni, die Tat veranlaßt hat.
Kkiiit sshronlolyt für die Mliichkil und bklgilihkn (fobiiigfr.
Gotha, 5. Okt. (W. 33. Nichtamtlich.) Der Ausschuß des gemeinschaftlichen Landtages beschließt, das herzogliche Staatsministerium zu ersuchen, dem gemeinschaftlichen Landtag mögtichst bald einen Gesetzentwurf vorzu- legen, der in Abänderung des Staatsgrnndgcsetzes vom 8. Mai 1822 und des Gesetzes über die Thronfolge in den H«- zogtllmern Koburg-Gotha vom 15. September 1899 Angehörige auswärtiger Staaten von der Nachfolge in der Re-, giernng der Herzogtümer ausschlicßt. Gez.: Liebetrau,
Arnolf, Koebel, Bock.
Mdkaiislnhrlittbol aus Schien.
Brüssel, 5. Okt. (Nichtamtlich.) Die Ausfuhr von Pferden aus Belgien, auch über Holland und Luxemburg, ist auf Anordnung des Generalgouvernements von Belgien verboten worden. Zuwiderhandlungen haben Beschlagnahme und Bestrafung zur Folge.
Wie lange dauert die vienkml mit, dm suche?
Ueber die Anrechnung der Dienstzeit während des Krieges sind allerlei unrichtige Anschauungen vorhanden. Insbesondere betreffen sie die doppelte Anrechnung der Kriegszeit und die Dienstzeit der Freiwilligen. Es wird daher eine amtliche Aufklärung interessieren: Bei den „Freiwilligen" ist zu unterscheiden zwischen Militärpflichtigen, die sich freiwillig aus Anlaß des Krieges gestellt haben, und zwischen Freiwilligen, die nicht mehr militärpflichtig sind. Dazu kommen noch die Einjährig- Freiwilligen. Die Freiwilligen, die bereits jetzt militärpslichtig sind, werden nach Beendigung des Krieges bis zur Ableist ung ihrer gesetzlichen Dienstzeit zurückbchaltcn, also Einjährig- Freiwillige sür insgesamt ein Jahr, die übrigen, je nach der Waffengattung, 2—3 Jahre. Die zum Einjährig-Freiwilligen? dienst berechtigten, die mit ihrer Iahicsklassc zum Dienst herangezogen wurden, also nicht freiwillig cingctretcn sind, treten — sofern sie es wünschen — bei Auflösung der Ersatztruppenteile wieder in den Genuß der ihnen bewilligten vorläusigen Zurückstellung. Die als Kriegsfreiwillige eingetretenen Mannschaften ohne Berechtigungsschein können ihre aktive Dienstzeit v„n zwei oder drei Jahren an die Demobilmachung anschließend beenden: desgleichen auch die mit Berechtigungsschein zum Einjährrg-Freiwilligendienst versehenen Kriegsfreiwilligen ihre attive Dienstzeit von einem Jahre. Die bereits abgeleistete Dienstzeit gelangt bei allen vor Ableistung der gesetzlichen Dienstzeit Entlassenen bei etwaiger späterer WiedcieinsteNung zur Anrechnung. Im allgemeinen werden die Kriegssieiwil- ligen nur auf Kriegsdauer angenommen und bei der Demobilmachung oder bei der Auflösung der bctressenden Truppenteile „sw. zur Verfügung der Ersatzbchörden entlasten. Ueber die doppelte Anrechnung der Kricgszeit läßt sich mitteilcn, daß es sich dabei nicht um eine Anrechnung während der Dienstzeit selbst handelt, d. h. die Dienstzeit wird durch den Krieg nicht verkürzt. Diese doppelte Berechnung tritt nur in Kraft bei Festsetzung des Dicnstalters, bei Anstellung, bei Berechnung des Gehaltes „sw. Durch die vorstehenden Ausführungen ist auch die Frage beantwortet, wie es mit solchen »och nicht Mili> tärpslichtigen steht, die den Berechtigungsschein zum Einjährig- Freiwilligendicnst z„ erwerben gedachten. Diese werden nach de,» Krieg entlasse», tönncn dann die Prüfung machen, und es wird ihnen später, wenn sie als Einjährige cintreten, die .Kriegszeit ans ihr einjähriges Dienstjahr angerechnet.
Privatpaketc an die Front.
Das Kricgsministerium hat beim Gencralquartiermeiller vrrjuchsweise die Beförderung von Privatpaleten mit Ausrüstungsstücken i», Gewichte bis zu ö Kilogramm erwrrlt. Zunächst ist sür die Austiejerung solcher Pakete die Zeit vom 18. bi» 28. Oktober in Aussicht genommen. Bewährt lich di« Einrichtung


