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Die Oberhessische Volkszeitung erscheint jeden Werktag Abend in 1
Redaktion und Expedition
der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.
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Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg. monatlich Gießen, Bahnhofstraßße 23, Ecke Löwengasse. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr 60 Pfg. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährl4. 80 Mk. N 7. Telephon 2008. für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 182. HSGeießen, Freitag, den 6. August 1915 10. Jahrgang.
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Im Beginn des zweiten Kriegsjahres.
Von Richard Gädke. Die Ankündigung der Gesetzesvorlage in der Duma, durch die der Jahrgang 1916 10. Rane berufen werden soll, beweist mehr als jede andere Tatsache,. des riesigen Rußland sich zu erschöpfen beginnen. Ebenso wird man doch die Rede Sasonows deuten müssen, durch die sich bei aller Großspurigkeit wie ein roter Faden die Sehnsucht nach neuen Streitgenossen aus den Reihen der Neutralen hindurchzieht. 5 3 1 Der Erfatz der Verluste, der Aufbau neuer Heere ist eben kein einfaches Additionsexempel, bei dem man nichts als die Bevölker⸗ ungszahl zu kennen braucht, um danach die militärische Leistungs⸗ fähigkeit zu berechnen. Die ungewöhnlich hohen Verluste, die die Russen seit Beginn des Krieges erlitten haben, die sich in den
brutalen Karpathenstürmen steigerten, und in den letzten drei Mo⸗ naten, seit Beginn der großen deutschen Offensive, in noch weiter wachsendem Maße die Kraft des Heeres schwächten, komplizieren die Frage der Neuschöpfung kampffähiger Heere. Aber diese Ver- luste selöst sind nicht allein durch besonders ungünstige Kampfes⸗ verhältnisse zu erklären: zehntausende von Gefangenen haben sich nicht aus bitterer Notwendigkeit ergeben, sondern weil sie den Krieg satt und übersatt hatten. Das läßt Schlüsse auf die mora⸗ lische Zersetzung des russischen Heeres zu; weder die pathetische Versicherung der Minister und der Abgeordneten, daß man den
Krieg bis zum vollen Siege fortsetzen werde, kann darüber hin⸗ wegtäuschen, noch der scheinbar hartnäckige Widerstand, den die
Heere des Großfürsten jetzt in Polen leisten. Man darf hierbei nicht vergessen, daß sie rein zahlenmäßig aller Wahrscheinlichkeit nach den verbündeten Streitkräften noch immer überlegen sind: unsere Siege werden von einer Minderzahl über eine größere Zahl gewonnen, einer Minderzahl allerdings, die besser mit Waffen ausgerüstet ist, besonders mit schweren Geschützen, die in Ausbildung und Moral überlegen ist und besser geführt wird. Die strategische Einkreisung des russischen Heeres östlich der Weichsel macht sich taktisch noch nicht fühlbar; für den Kampf selbst handelt es sich um reine Frontalangriffe, bei denen nur hier und
da- einmal örtliche Umfassungen den Ausschlag geben. In allen Fällen aber ficht der Gegner keinen Entscheidungskampf durch,
sondern zieht, an einer Stelle geworfen, seine ganze Linie in eine
rückwärtige, vorbereitete Verteidigungsstellung zurück. Das ist die bekannte Rückzugstaktik der Russen, sie soll den Feind er⸗ müden und durch die immer wiederholten Verluste, die der An—
griff unvermeidlich macht, seine Kraft schließlich brechen. Aber mit dieser Taktik kann man keine Siege erfechten, sie trägt den Keim des Mißerfolges in sich selbst Auch Napoleon hat nicht durch Kutusows Taktik, nicht durch diie strategische Impotenz dieses un⸗ fähigen Greises, seinen großen Feldzug von 1812 verloren, son— dern durch den Mangel an Lebensmitteln, die dadurch hervorge— rufenen Verluste seines Heeres und durch den ganz ungenügenden Schutz seiner Etappenlinien. All' das berührt uns diesmal nicht; allerdings wollen die Russen die Verwüstung des eigenen Landes diesmal wiederholen, aber die Zeiten sind andere geworden und die russische Erde besonders im Westen, fruchtbarer und volk⸗ reicher. Mitau ist„fast unversehrt“ in unsere Hände gefallen, so war es bisher fast überall in Kurland, in Litauen, in Polen. Der Befehl des Zaren reicht heutzutage nicht mehr aus, den Fanatis⸗ mus der Selbstvernichtung zu entfachen; die Bevölkerung— und
wieder besonders die im Westen— sucht sich dem Zwange mit allen Mitteln zu entziehen. 5 3 Die Gegner meinen, daß die weiten Räume des großen
Reiches uns schließlich verderblich werden müßten; sie stecken noch tief in der Strategie des 18. Jahrhunderts, von der selbst ein Na⸗ poleon sich nicht völlig freigemacht hatte. Wir wollen nicht die Erde erobern, unser Ziel ist das feindliche Heer, und 05 9 Das andere fällt als reife Frucht in den Schoß des Siegers.
Wer unseren Feldzug in Polen aufmerksam verfolgt, sieht un⸗ schwer, wie er von dieser Auffassung des Krieges getragen wird. Wir haben unsere Siege am Dunajec, an der Wisloka und dem
Wislok, am San, an der Grodeker Linie und am Dinestr nach Osten hin nicht weiter verfolgt, als bis Lemberg genügend ge⸗
sichert war. Dann haben wir die weiten und fruchtbaren Länder des südlichen Rußlands nicht aufgesucht, sondern am Bug und an der Zlota⸗Lipa halt gemacht. Es galt uns nun, die feindliche Hauptmacht in Polen möglichst entscheidend zu schlagen. Mackensens Heere schwenkten plötzlich nach Norden ab, und gegen den Narew drangen vom 14. Juli an Hindenburgs neugebildete Heere in südlicher Richtung vor, der eine Jäger, der andere Treiber, in abwechselnder Uebernahme dieser Rollen, um das Wild im Kessel zwischen Weichsel und Pripfetsumpf zu stellen; von Westen her aber drangen unsere Truppen über die Weichsel hin⸗ über, nach Angabe der Russen vier Armeekorps stark.
Die Feinde und auch manche Deutsche meinen, dieser ganze Feldzug ginge gegen Warscha u. Nein doch, erneut sei es ge⸗ jagt: nicht gegen Warschau, sondern gegen des Großfürsten Heere, die wir entscheidend schlagen wollen. Warschau intexessiert uns nur als befestigter Uebergang über die Weichsel, als Knotenpunkt von Eisenbahnen, d. h. als Mittelpunkt leistungsfähiger Nachschub⸗ linien und solange darin starke russische Truppenmassen stecken. Nattirlich ist es andererseits ganz verkehrt, wenn alle unsere Gegner in trautem Verein den Verlust von Warschau als für sie gänzlich bedeutungslos hinstellen. Sind die Russen aus Polen hinweggefegt, dann ist der Besitz der befestigten Weichsellinie, der ebenfalls befestigten Narewlinie, und wenn das Glück uns lächelt, auch des besestigten Niemenabschnittes, mit den Festungen Kowno, Olita, Grodno natürlich sehr wertvoll für uns. In ihre Gesamt⸗ heit legen sich diese drei Abschnitte dann wie ein starker Panzer um unsere Ostfront, hinter dem der Bauex ruhig seinen Acker be⸗ stellen, der Gewerbetreibende seinen Geschäften nachgehen mag. Sie bilden die feste Grundlage neuer Operationen
daß auch die Menschenmassen“
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Aber das sind Ausblicke, die hinter der Notwendigkeit völlig zurücktreten, zunächst das starke und kampffähige Feldheer des Gegners möglichst gründlich aus dem Felde zu schlagen. So r 5 5 Die Ereignisse der letzten Tage haben uns manchen Schritt dem Endziele näher gebracht. Wer die Berichte der Hauptquartiere
üfmerksam und an der Hand der Karte gelesen hat, weiß, daß ei eitlang die Westflügel unserer Fronten, sowohl die des Ssidheeres, wie die des Nordheeres, weiter vorgedrungen waren, als die östlichen, dem russischen Hinterlande zugekehrten. Das er⸗ öffnete dem Gegner noch eine Möglichkeit, ohne allzu große Ver⸗ luste seine Streitermassen südlich und nördlich der Pripjetsümpfe 1175
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N Osten hin in Sicherheit zu bringen. Er hat diese Gelegenheit t benutzt oder nicht benutzen wollen, weil er vielleicht
noch immer an den Sieg in der großen Schlacht zwischen Bug, Narew, Weichsel glaubt.
Nach den letzten Nachrichten nun haben sich unsere eigenen Fronten mehr ausgeglichen, Mackensens rechter Flügel insbe— sondere hat große Fortschritte gemacht, die Stadt Cholm bereits überschritten und auf der Verfolgung sich der Linie Zalin—
Lenezuna genähert. Gleichzeitig ist die Armee Boehm-Ermolli, der die Sicherung der äußeren Flanke zufällt, siegreich über den Bug auf Wladimir⸗Wolynskif vorgedrungen. Somit ist dem russischen Heere in Polen der Abmarsch südlich der Pripjetsümpfe bereits verloxen gegangen, ihre Rückzugsstraße führt nunmehr nur noch nördlich gegen die Linie Moskau⸗Petersburg.
Aber auch Hindenburgs Ostflügel, der ganz besonders hart⸗ näckigem Widerstand begegnete, ist nunmehr an den Narew bei emen es scheint, als ob gegen die Armeen Gallwitz und Scholz alles an Truppen vorgeführt worden ist, was die Russen aus dem Raume westlich der Weichsel zurückgezogen haben So kam es hier zu allgemeinen Gegenangriffen, die zwar zu keinem Erfolg führten, aber den Vormarsch der Deutschen auf⸗ E Mit dem Augenblicke, wo für sie der Weg über Lomza und Ossowiec frei wird, ist auch der nördliche Rückzug der Russen bereits gefährdet, dem außerdem noch weiter im Norden ein an— derer Feind droht, die Armee v. Below. Hier ist— vielleicht zum
ersten Male in diesem Kriege— die äußerste Flanke unseres Gegners erreicht und beinahe umfaßt. Man muß sich natürlich immer vor Augen halten, daß auch der glänzendste strategische
Plan seine Sanktion immer erst durch den taktischen Erfolg erhält
Wenn man sich vergogenwärtigt, daß Generaloberst v. Woyrsch bereits östlich der Weichsel Raum gewonnen hat und die Südfront der Russen im Rücken bedroht, dann darf man die Frage aufrollen, ob jene noch ianstande sein werden, sich dieser Lage zu entziehen ohne Opfer, die das Maß dessen, woran sie bereits gewöhnt sind, noch ganz erheblich übersteigen. Allerdings ist noch die Festung Iwanmgo⸗ rod zwischen den Truppen des Generaoberst v. Woyrsch und der russischen Südfront, aber die Entfernung betrug am 1. August in der Luftlinie kaum mehr als 35 Kilometer.
Wenn der russische Feldherr die Weichselfestungen aufgibt, so verstärkt er sein Feldheer um etwa 100 000 Mann;: aber aus der sehr ungünstigen Lage, in der es sich befindet, kann er es überhaupt nur noch durch einen allgemeinen siegreie Angriff nach Norden wie nach Süden befreien. Die bisherigen Kampfesergebnisse werden ihm dazu kein Vertrauen einflößen: es wäre das erstemal in der Kriegs⸗ geschichte, daß ein Heer in solcher Lage noch gesiegt hätte. Die Auf— gabe des Weichselfestungen bedeutet andererseits die Preisgabe des Schutzes, den seine westlichen Flanken immer noch besaßen; sie ver⸗ kündet daher die Absicht seines Abzuges in nordöstlicher Richtung und zugleich das Zugeständnis, daß er in irgendwie absehbarer Zeit zu einem Gegenstoße nicht mehr in der Lage ist.
Entscheidungen von solcher Größe veifen nur langsam und nicht inn Renntempo, aber wir dürfen dem Ausgang dieses gewaltigen Ringens, das alles übersteigt, was Menschen je gesehen, mit Zuver⸗ sicht entgegenblicken. 0
Die Ergebnisse auf allen anderen Kriegsschau⸗ plätzen verstärken dies Vertrauen; denn sie liefern den Beweis, daß wir unsere Aufgabe im Osten ungestört werden vollenden kön⸗ nen. Auf dem west lichen Kriegsschauplatz ist die Vorhand zur Zeit eher bei uns als bei unseren Gegnern, wenn es sich auch immer nur um örtliche Erfolge handelt. Im Süd westen behaupten die
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Oesterreicher gegen alle Angriffe der Italiener ihre Schlachtfront am Isonzo, und es verschlägt garnichts, wenn Cadornds Truppen hier und da einige Fortschritte gemacht haben sollten; solange der Brlickenkopf von Görz und das Plateau von Doberdo, solange Plava und die Gegend des Krn in den Händen der Oesterreicher sind, hat der italienische Feldherr trotz aller Opfer nichts gewonnen. Und das gleiche gilt von den Dardanellen, wo der französisch⸗eng⸗ lische Mißersolg immer offenbarer wird, und vom Kaukasus, wo die Türken neuerdings wieder zum Angriff übergegangen sind.
Unsere Gegner rechnen überhaupt nur noch auf die Zeit und auf die Erschöpfung unserer Hilfsmittel, eine Hoff⸗ nung, die sie freilich bereits ein Jahr lang getäuscht hat. Möglich immerhin, daß sie es ein zweites Jahr hindurch versuchen wollen.
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* Eine scharfe Absage an Rumänien.
In der Deutschen Tageszeitung veröffentlicht der be— kannte Schriftsteller Graf Reventlow unter der Ueber⸗ schrift:„Der sinkende Kurs Rumäniens“ einen Artikel, der sich in ungewöhnlich schroffer Form gegen die bisherige Politik der rumänischen Regierung wendet. Nach⸗ dem kurz registriert worden, daß die Meldung über die Zu⸗ lassung der Getreideeinfuhr falsch war, daß ca. 170 000 Waggons Getreide zum Export bereit stehen, und Landwirte wie Kaufleute in Rumänien immer dringender die Aufhebung des Ausfuhrverbots fordern, heißt es in dem
Artikel weiter:
arschau in deutlchem Belitz.
„Wenn man auf die Entwicklung der rumäuischen Frage und Fragen während des letzten Jahres zurückblickt, und zwar vom Standpunkte des Deutschen Reiches und seiner Verbündeten und ihrer Interessen, so stellt sich heraus, daß die Bedeutung Rumã⸗ niens eine immer geringere geworden ist. Zuerst hoffte man, Ru⸗ mänien würde seinen Bündnisverpflichtungen nachkommen oder deren Erfüllung mindestens durch eine gerechte und wohlwollende Neutralität anbahnen. Das wäre in der ersten Periode des Krieges von starker Wirkung auf die Balkanlage, auf den Krieg gegen Rußland und im besonderen auch auf die Haltung Italiens gewesen. Das Gegenteil trat ein: die Neutralität Rumäniens wurde dauernd übelwollend und die Tendenz, an der Seite unserer Feinde in den Kampf einzutreten, wuchs Das
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gegenkommens hin, als Rum
. auch diese Zeiten sind vorbei. Die Schlußfolgerungen aus diesen Betrachtungen zu ziehen, ist im Augenblicke nicht nötig. Ob die
Rumänen das tun, interessiert uns um so weniger, als jene freund⸗ schaftlichen, durch Ueberlieferung und deutscherseits durch festes Vertrauen geheiligten Beziehungen zu Rumänien kaum 5 vorhanden betrachtet werden können.“
Der„Avanti“ verteidigt Deutschland.
In einem Leitartikel, welcher die jüngsten Kundgebungen von Staatsoberhäuptern und Regierungschefs kommentiert, läßt, wie die Frankf. Ztg. berichtet, der Avanti als einziges italienisches Organ dem deutschen Standpunkt Ge⸗ rechtigkeit widerfahren mit der Feststellung, daß Deutsch⸗ land heute mit Recht behaupte, einen Verteidigungs⸗ krieg zu führen. es Recht verliehen ihm seine leiden⸗ schaftlichen Hasser, von Aoyd George bis zu Sasonow, von den französischen Monarchisten bis zur Humanitcé, welche alle die Absicht äußerten, Deutschland zu demütigen, zu zerreißen und wirtschaftlich wie politisch zu vernichten. Deutschland könne auch Liebknechts Vorwurf zurückweisen, es habe einen Präventivkrieg angezettelt, mit dem Nachweise, daß dieser berechtigt und notwendig gewesen sei gegenüber der Gefahr, später unter ungünstigeren Umständen von den Feinden zum Kriege gezwungen zu werden. Weiter könne Deutschland darauf hinweisen, seit 40 Jahren trotz zahlreicher Gelegenheiten niemals einen Krieg, abgesehen von dem Kleinkampf in Südwestafrika, geführt zu haben. während andere Mächte in und außerhalb Europas Krieg führten.
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Amerikas Kriegsgewinne.
Das Statistische Amt der Vereinigten Staaten veröffent⸗ licht eine Zusammenstellung der amerikanischen Ausfuhr⸗ ziffern für die ersten neun Kriegsmonate, d. h. vom 1. August 1914 bis Ende April 1915. Die amerikanische Ausfuhr nach Europa ist danach auf die ungeheure Ziffer von 4½ Milliarden Mark gestiegen. Im gleichen Zeitraum des Jahres vorher bezifferte sich die amerikanische Ausfuhr nach Europa auf 358 Millionen Dollar, d. ß etwa 1½ Milliarde Mark, also eine Steigerung von 3 Milliarden Mark. Nachstehend einige der im wesentlichsten an der Ausfuhr beteiligten Positionen:
Vor dem Kriegsjahr Im Kriegsjahr
Dollar Dollar Munition 193 479 000 331 504 000 Lebensmittel 260 186 000 657 402 000 Pferde 3 000 000 48 000 000 Maultiere 614 935 7 478 000 Schlachtvieh 327 702 15 799 867 Kleidung 8 790 000 25 000 000
Lastautomobile 1000 000 24 000 000 Flugfahrtzeuge 194 000 874 773 Dynamit 1415 000 740 000
Die Tabelle weist durchgängig ganz ungeheure Steige— rungen auf mit alleiniger Ausnahme des Dynamits, dessen
Ausfuhr in der Kriegszeit einen Rückgang erfuhr. Der amt-
liche Bericht schließt mit den Worten: Nachdem Italien in
den Krieg eingegriffen hat, wird voraussichtlich die Ausfuhr
Amerikas nach Europa noch steigen.


