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reifeen liefe »nd dafe in Stuttgart sogar Militär in Aktion treten mußte.

In ihrem blinden Wüten vergessen die Sozialdemokra- ien ganz ihre »reigentlichen Parteilehrsätze. Sie nehmen Partei für das Nationalisientum der Serben, wo ihnen dock) sonst alles gleich ist,was Menschenantitz trägt". Ergötzlich ist es, wie dievölkerbefreiende" Sozialdemokrate, die die Welt aus den Angeln heben will, sich auf den Standpunkt der ödesten Philister stellt. Da druckt die Frankfurter Dolksstimme" ein Lied ab, des in nationalen Dingen recht armseligen Frankfurter Lokaldichters Fr. Stoltze:

W acht ihr am Rhein, so viel dero wollt.

In Frankfort, lafet mich schlafe!"

Und dieselbeVolksstimme" schreibt angsterfüllt: Serbien ist der Schützling des Dreiverbandes und R u fe l a n d s im besonderen. Seine Eristenzvernichtung wäre eine Vernichtung des Prestiges der russischen Diplo­matie. Die Petersburger Telegraphenagentur beeilt sich mit der Versicherung, dafe Nufeland und Frankreichs!) keine müfeigen Zuschauer werden!"

Allen die Krone auf setzt aber ein Bericht aus Bad- Rauheim in demselben Blatte. Darin wird bewegliche Klage geführt, dafe in dem internationalen Badeorte die Kurrapelle deutsche und österreichische Lieder anstimmen konnte." Und dann helfet es wörtlich:

Hdt man denn gar nicht daran gedacht, das, mau die Gefühle aller anwesenden Russen, Franzosen, Engländer auf's stärkste verletzt, wenn man den deutschen und öster­reichischen Kaiser hochleben liefe?"

Ein so miserabeler,knechtseliger Geist ist wohl noch nie­mals so verächtlich zum Ausdruck gekommen, als wi? hier in dem Blatte dervölkerbefreienden" Sozialdemokratie.

Ekel und Abscheu mufe einem angesichts eines solchen Treibens erfüllen. Aber unsere Zeit hat nicht allein solche Gesellen hervorgebracht. Schon vor nahezu dreitausend Jahren hat der griechische Dichter Homer in seiner Ilias einen Griechen gekennzeichnet, den Therfites, einenthörich- ten Schwätzer, obgleich Hellstininligen Redner". Kein schlech- terer Mensch, so sagt Homer, ist mit Ilias gezogen und man c'iaubt ein Spiegelbild unserer heutigen Sozialdemokratie zu sehen, wenn er singt:

Alle hatten sich wieder gelagert und saßen nun ruhig.

Rur T h e r s i t e s , welcher von thörichter Unver­schämtheit

Aufschwoll, murrete viel mit ungebührlichenReden; Seine Sitte war immer zu widersprechen dem

Feldherrn.

Und die höhnisch-lächelnden Lippen troffen

vom Tadel

HäfelichwarervgrAllen im ganzen Heere der

Griechen I

Die Donanstotille.

Freitag, den 31. Juli 1914.

Krängung von 15, vier von 30 bis 40 Tonnen haben, und mit 1 oder 2 Maschinengewehren ausgerüstet: 2 Boote haben je zwei 7 Zentinieter-Schnelladegeschiitze, 6 weitere Boote von 15 Tonnen sind (1900) im Bau. Die Flottille ist in Ein- heilen von je 1 Monitor und 1 bis 2 Patrouillenbooten eln- geteilt. Zwei Einheiten bilden eine Gruppe, zwei Gruppen eine Monitordivision. Die Friedensstation der Flottille ist Budapest. Ihr Aktionsgebiet reicht auf der Donau nach Passau bis Orsova, auf der Theife arifwärts bis Szegedin, auf der Save aufwärts bis Bosnisch-Brod. Seitdem die Stromschnellen ini Eisernen Tore beseitigt sind, können die Monitoren auch die untere Donau befahren: das verbietet aber das Pariser Abkommen von 1856. In Auxillarschiffen können im Kriegsfälle stellen: Die Donau-Dampfschiffahrts- gesellschaft etwa 130 Dampfer und 800 Schleppschiffe und die Ungarische Flufe- und Seeschifafhrtsgesellschaft ungefähr 300 Fahrzeuge: aufeerdem können noch einige Privatgesellschaften Schiffe stellen.

Als hauptsächliche Ausgaben der Donanflotte werden be­zeichnet: die Sicherung des Hau ptstron.es und der gröfeeren Rebenfliisse, das Legen von eigenen und die Beseitigung von feindlichen Minen und die Unterstützung von Truppen beim Brückenschlägen oder bei Uebergängen, endlich die Be­kämpfung feindlicher Booie und Operationen. In der ser­bischen Krise lag die ganze Donauflottille schon an der nu­feren Donau zum Eingreifen bereit.

Außer Oesterreich-Ungarn besitzen auch Rumänien und Bulgarien Donauflottillen. Die als Donau-Division bezeich- neten rumänischen Streitl-äfet bestehen aus 5 Kanonen­booten von 85 bis 130 Tonnen mit einer oder zwei 5,7 Zen» timeter-Schnelladekanonen und einem oder zwei Maschinen­gewehren: ferner aus 6 Schaluppen von 15 bis 32 Tonnen, mit je einem Maschinengewehr, zwei Schaluppen führen Spierentorpedos. Ferner sind vorhanden: 1 altes Torpedo­boot von 104 Tonnen mit Spierentorpedo und einem Maschinengewehr 2 Kanouenschaluppen von 45 Tonnen mit je einem Maschinengewehr. Station ist Galatz. Außer der Donaudivision sind 4 Monitoren von 581 Tonnen mit drei 12 Zentimeter-Kanonen in Türmen, zwei 12 Zentimeter- Haubitzen, vier 4,7 Schnelladelanonen und 2 Maschinenge­wehren, ferner 8 Dedetetnboote von 51 Tonnen mit je einer 4,7 Zentimeter-Schnelladekanone als Polizeischiffe aus der Donau stationiert. Für den Kriegsfall kommen noch die übrigen Seestreitkräfte, soweit es ihr Tiefgang gestattet, ,n Betracht.

Bulgarien hat 1 Torpedoaviso von 898 Tonnen mit 2 Torpedorohren. Zwei 10 Zentimeter», zwei 6,5 Zenti­meter- und zwei 4,7 Zentimeter-Schnelladekanonen, 2 Zk-,d- jachten. 2 Dampfer, 1 Dampsbarkassen und 2 Schlepper. Station der Flottille ist Ruschtschuk, wo außerdem 6 neue Torpedoboote von 100 Tonnen mit je drei 4,7 Zentimeter- Schnelladekanonen stationiert sind.

Serbien besitzt keine armierten Kriegsfahrzeuge auf der Donau.

Nr. 17?

pieue Tageszeitung.

Es dürfte nicht allgemein bekannt sein, daß die öster­reichisch-ungarische Monarchie nicht nur auf dem Adriatischen Meer, sondern auch auf der Donau Kriegsschiffe schwimmen hat.

Ueber die Geschichte und Entwickelung dieser Donau- flottille hat Hauptmann Berger 1911 in derMarine-Rund- schau" eine Abhandlung veröffentlicht. Er geht aus von der Einsicht bei den Lenkern des habsburgischen Reiches, dafe der Donaustrom besonders gegen feindliche Angriffe geschützt werden müsse. Schon in den Zeiten der alten Römer wurde an die Verteidigung der Donau auch durch Kriegsfahrzeuge gedacht. Unter dem Kaiser Trajan sollen auf dem Strome nicht weniger als 325 solcher Boote stationiert gewesen sein. Während die Festungen an der Donau in den Gegenden von Linz, Komorn und Peterwirdein mit der Zeit als ziemlich wertlos erkannt worden sind, hot sich die Ausfassung von der Notwendigkeit einer Tonauslotte bis auf die Gegenwart lebendig erhalten. Sowohl Kaiser Karl der Große wie auch der erste König der Ungarn, der Heilige Stephan, sahen in der Erbauung einer Donauslotte einen unerläßlichen Teil ihrer Maßregeln zur Sicherheit des Reiches. Die Wichtig­keit der Donauflottille wuchs fortgesetzt, besonders durch die langwierigen Krieg gegen die Türken. Nur vorübergehend erlitt sie einen Verfall, aus dem sie sich durch die Fürsorge des Kaisers Leopold, des Prinzen Eugen von Savoyen und der Kaiserin Marie Theresia wieder erhob. Immerhin blieb ihr Dienst in den letzten Jehrhunderten auf die Sicherung der türkischen Grenze beschränkt.

Die neuzeitliche Entwickelung der Donanflotte als eines Bestandteiles der österreichisch-ungarischen Kriegsmarine setzt ungefähr mit dem Jahre 1870 ein. Damals liefen die beiden ersten MonitoreLeitha" undMoros" vom Stapel. Der Moros" spielte bei der Besetzung von Bosnien 1878 eine röcht wichtige Rolle.

Gegenwärtig besteht wie wir dem Alten'schen Hand­inch entnehmen die östereichisch-ungarische Donauflottille ins 6 Monitoren, 6 Patrouillenbooten und 1 alten Torpe- »oboot. Don den Monitoren sind die ältestenLeitha" und Maros" (310 Tonnen Wasserverdrängung.) Sie führen je ein 12 Zentimeter-Schnelladegeschlltz und einige Maschinen­waffen. DieKörös" undSzamos" (448 Tonnen) führen je zwei 12 Zentimeter- und zwei 7 Zentimeter-Schnelllade- geschütze, sowie zwei 8 Millimeter-Maschinengewehre. Bodrog" undTemes" (140 Tonnen) sind bestückt mit je zwei 12 Zentimeter-Schnelledegeschützen, einer 12 Zentimeter- Haubitze (am Heck), zwei 3,7 Millimeter-Maschinenwajfen. Die Fahrzeuge haben einen Rammbug, um Brücken usw. zer- stören zu können. Der Bau zweier neuer Monitoren ist ge- plant. Die Besatzung besteht aus je 3 Offizieren, 1 Maschi- nenbetriebsleiter, 53 bis 73 Mann.

Die Patrouillenboote von denen vier eine Wallerver-

Kudapest im Kriegszustände.

Von Paul Schweb er.

DieMagyar Allem Vasutuk" aliasKöniglich Unga­rische Staatsbahn" ist aus etwas anderem Holze geschnitzt als ihre K. K. österreichische Kollegin. Nicht nur, daß sie trotz des Kriegszustandes angenehme, breite und bequeme Waggons für den Zug nach Budapest stellte, sie konnte auch sofort einige weitere Wagen einschieben, als auf dem Wiener Ostbahnhof Platzmangel entstand. Und als dann in den durchweg für die erste Klasse bestimmten Coupäs noch einige Plätze freiblieben, stopften die braven magyarischen Schasf- ner unter fröhlichen Scherzworten eine Anzahl schmucker blauer Jäger, brauner Honvedhusaren und rotkäppiger In­fanteristen hinein, die, mit Fahrkarten für die dritte Klasse versehen, bescheiden auf den Personenzug gewartet hatten, der hinter unserem Exprefezuge abgehen sollte. Auf diese Weise kamen die überraschten Krieger in den sonst fast nur von Exzellenzen und hohen und höchsten Vorgesetzten ange­füllten Zug und langten einen halben Tag früher in Buda­pest an.

Vor der Abfahrt gab es auch noch eine kleine Sensation. Denn auf dem Nebengleise lief der von Popradfelka kom­mende Schnellzug ein, der den bisherigen österreichischen Ge­sandte in Belgrad Baron v. G i e s l an Bord hertte. Das war so eine rechte Hetz für die Wiener. Kaum, dafe der in seinem Aeufeeren etwas an den Grasen Zeppelin erinnernde alte Herr den Wogen verlassen hatte, war er von der begei­sterten Menge umringt und der Gegenstand rührendster Hul­digungen. Schließlich mußten ihn ein Dutzend Geheimpoli­zisten förmlich aus dem Publikum herausreißen und in den Gepäckraum schleppen, da ja die Gefahr bestand, dafe auch andere Elemente auf dem Bahnhof anwesend sein konnten. Dann dampfte unser Zug nach der ungarischen Landeshaupt­stadt ab. Im Speisewagen herrschte infolge der Mobil­machung bereits die Fleischnot. Ich hatte mir ein Filelsiück bestellt und ich mußte das Fenster schliefeen lassen, damit eS nicht davonflog. Dafür entschädigte in etwas die wunder­volle Aussicht auf die breit und mächtig dahinströmende Donau, deren Steilufer bereits dichten und schweren Trau­benbehang aufwiesen. Und je weiter wir ins ungarische Land hineinkamen, desto gesegnetere Gefilde breiteten sich vor uns aus. Zu hohen Stapeln war das Getreide bereits ausgeschichtet, denn der ungarische Bauer verschmäht die Feld­scheune. Der Kukurutz zeigte sich dicht vor der Reife und in unübersehbar grofeen Feldern. Gesegnetes Banat, du Länderstrich, wo schwäbische Bauern die Ansiedler sind, und wo der Boden noch die Schwärze und Schwere des Urschlain- mes hat und die Kulturen dem Bauern sozusagen in den Hals hineinwachsen. Doch auch hier der Jammer um die

Teste 3

Leuteuot. Und was soll jetzt werden, wo die Söhne des Landes sich auf den Stationen drängen, um rechtzeitig in i. e Garnisonen zu gelangen, und auch der Landsturm .-.»i.ir- boten ist?

Sn Prefeburg vermisse ich die Kapelle zerrissener aber echter Zigeuner, die sonst immer jeden Exprefezug mit einem feurigen Czardas begrüßte und die aus dem Zuge geworfenen Kreuzerstllcke der Wiener und PesterMagnaten" einsam- melte. Sie hat in diesen Tagen gewißTtohuendeie Bcschäs- tigung als musikalische Begleitung der Demonstr-stian um- züge in der Stadt gefunden.

Als der Zug langsam aus der Bahnhofshalle zieht, Ie'e ich tief unten ein StraßenschildLenau utza". Und c? e - innert mich daran, welche glänzenden Kriegs- und Frei­heitsliederdichter diesem durch Freiheitskriege blutgedüi-gten ungarischen Boden entwachsen sind. Aber auch daran, saß diese so freiheitsliebende Nation auf unserer Fahrtstrecke ans dem alten deutschen PrefeburgPozsony", aus Warlbnrg Szeniz", aus NeuhäuselErsekuvar" und ans Waren Baicz" gemacht hat und dafe der schwäbische Bauer in B. n.st obwohl er der zähe Kulturträger dieser Gegend ist, genau io unter der Unduldsamkeit der Magyaren leidet wie weiter drunten die Kroaten und Ruthenen. Sind da nicht die jetzigen Ereignisse in Berlin und die ganze Stellungnahme Reichsdeutschlands zu dem österreichisch-serbischen Konflikt, der ja doch auch der ungarisch-serbisck>e Konflikt ist, feurige Kohlen auf das Haupt der Machthaber in Budapest?

Unter solchen Gedanken fuhren wir am Spätabend in die Landeshauptstadt ein. Das fröhliche lebenslustige Bnda- Pest verleugnet auch heute seinen Charakter nicht. Zn T m- senden singt und lärmt das Volk auf den Strafeen. Und au der Spitze der Prozessionen, die sich trotz der Verhängung des teilweisen Belagerungszustandes immer wieder bilden, marschierew die Kapellen der hiesigen Regimenter. Sie müssen plein pouvoir haben, denn nicht nur, dafe Beglcst- mannschaften mit hohen malerischen Windlickitern die Kapel­len flankieren, singt und tanzt die Truppe zu ihren ei jenen Weisen, ungarischen Weisen, die die Menge hypnotisi:r.'N und im Ganzschritt gehen heißen. Nach dem Kossuthlied, dem Rakoczi- und dem Radetzky-Marsch erklang auch die Wacht am Rhein" undHeil Dir im Siegerkranz", o:c von den deutsch sprechenden Demonstranten mitgesungen tvnrden. Eine ungeheure Geschäftigkeit erfüllt die ganze Stadt. Durch ihre Lage ist sie der natürliche Mittelpunkt der kriegerischen Aktionen gegen den Nachbarstaat geworden und wenn es sich bewahrheiten sollte, was man hier über die hervorragende Mitwirkung der ungarischen Regierung, vor allem des Grafen Tisza, an dem Ultimatum erzählt, so erscheint Buda­pest als der politische Mittelpunkt, der Angelegenheit, deren militärische Austragung mit dem vergangenen Dienstag ihren Anfang nahm. Mehr als 40 000 Landsturmpflichtige sind bereits hier versammelt und von Stunde z» Stunde wächst die Zahl der Truppen durch den Zuzug aus dem gan­zen Lande. Dabei ist es von Interesse, dafe auch die ser- hischcn Bewohner des südlichen Banat, die vorzugsweise dem K. und K. Infanterieregiment Nr. 6 in Budapest au­gehören, begeistert herbeiströmen, obwohl sie die Sprache des Gegners sprechen und wie dieser der orthodoxen Kirche ange­hören. Es hat eben innerhalb 24 Stunden ein vollständig» Umwälzung in Ungarn stattgefunden. Regierung »nd flpoo- sition, die sich.länger als ein Jahrzehnt hindurch in den Haaren lagen und bis aufs Blut bekämpften, haben plötzlich Frieden geschlossen, die von den Magyaren unterjochten Völ­kerschaften marschieren freudig mit ihnen in den Krieg und als am Dienstag Abend der Chefredakteur des hiesigen so­zialdemokratischen ZentralorgansNephsava" an einige tausend demonstrierende Arbeiter eine Ansprache damit i r gann, dafe die ungarländische Sozialdemokratie sieh in dieiem Augenblick gemeinsam mit der Internationalen für den Weltfrieden einsetzen müsse, unterbrach man ihn mit Hoch­rufen auf den Krieg und Pereat-Rufen auf König Peter. Diese Einmütigkeit der Gesinnung hält die Massen auch t on alle» Ausschreitungen ab. So ist die Abreise Putnik s ohne jeden Zwischenfall vor sich gegangen und weder der serbische Generalkonsul noch ein mit Serbien in Verbindung stehender Privatmann bisher behelligt worden. Nur den, hiesigen Hofzahnarzt Sr. Majestät des Königs von Serbien" hatte man am Abendvorübergehend" ein Wappen in den rotweife­grünen Farben Ungarns aus das prnnlhaste Hausschild ge­klebt. Wenn man bedenkt, wie fanatisch die Ungarn früher manchmal gehaust haben, mufe man an ihrer jetzigen Haltung aufrichtige Freude haben. Vor allem aber an ihrer absoluten Kriegsbegeisterung, für die Oesterreich nicht immer alle Garantien hatte. Denn inzwischen ist das 4. ungarische Korps das die Avantgarde bilden wird, schon vollständig morsch- bereit. Vielfach sind die Leute sofort nach der Bekanntgabe des Ultimatums abgereist, ohne die Gestellungsorder abzu» warten, und haben nun Zeit, auch ein paar Tage die schöne Landeshauptstadt zu besichtigen. Denn schön, unsagbar schön ist Budapest, namentlich jetzt, wo ringsum die Rebeuhügel auf eine gute Ernte schliefeen lassen, wo der breite Donau­rücken zu allerlei Luftfahrten stromauf und stromab einladt, wo am Abend die elegante lebenslustige Aristokratie am hellerleuchteten Kai lustwandelt, von dem gegenüberliegen, den Höhen die alte und die neue Burg Ofen grüßt und über demEingang zum Orient", den Budapest für die Völker des Westens bildet, die weiche und lockende Lust des Südens liegt. Aber schon flötet der Hotelportier dem Antomobst und während ich zum Ostbahnhofe sause, gibt mir die Volksmenge die mit einer ungarischen Trikolore bewaffnet den Vaczi Körat (Waihener Boulevard) herunterzieht, in einem un- widerstehligech Rhythmus meine MarschrouteAus nach Belgrad! Einmarjchieren! Elfen TiSza! Auf nach Bel­grad!" *.j ;