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einem heftigen Kampfe, wobei die Franzose» Sy Tot« a»f de« Platze ließen. 88 wurden verwundet. Nähere Einzelheiten über den Kampf fehlen »och.
— Nachrichten aus Ottawa -ufolge stad der Herzog »on
Conuauzht, der Onkel des Königs von England, und fein Begleiter, mit knapper Not dem Tode der Ertrinkens entgangen. Der Herzog nahm mit einem Motorboot an einer Bootsfahrt tn Kenora teil, als das Boot auf einen schwimmende» Baumstamm aufsuhr und zu finken begann. Andere Boote eilten herbei und konnten de» Herzog und sein Gefolge noch rechtzeitig an Bord nehmen. Im nächsten Augenblick verschwand das Boot in den Wellen.
— Nach Berichte», die sich bestätigen, kam es im östlichen Tibet, wo etwa 1000 chinesische Soldaten die Grenze besetzt hatten, zu vereinzelten Gefechten zwischen Chinesen und Tibetaner.
Tagesirbrrslcht.
Lr.itlcheo Reich.
:: Die Lchankgcwerbenovelle. Unter den vom Reichstage nicht erledigten Vorlagen befindet sich bekanntlich auch der Gesetzentwurf, der eine Reihe »on Bestimmungen der Gewerbe, ordnung über das Gastwirtschastsgeweibc abändcrn soll. Es ist nun behauptet worden, dost die Regierung nicht bcabfichtige, den Entwurj von neuem cinzubrtngen. Bon kundiger Seite wird demgegenüber erklärt, dast diese Annahme unzutreffend sei. Bisher wenigstens sei on keiner mastgebenden Stelle von einer solche» Abstcht der Rcichsrcgierung irgend etwas bekannt.
:: Landarbeiter in de» Londwirtschastskammern. Di« Land- u-irffchastskammcrn haben nach dem Gesetz bi« Interessen des gesamten landwirtsachstlühen Bcrufsstandes, einschliestiich der Arbeitnehmer, zu vertreten. Um dem auch äußerlich mehr Ausdruck zu geben, haben die Landwrrtfirchstslammcrn in den letzten Jahren wiederholt in gemeinsamen Beschlüßen empfohlen, Arbeitnehmer in die in Frage lammenden Organ« der Kammern mit aufzunchmen. Der Ausschuß für Arbciterwe- sen ier Landwirtschastslainnrer für die Provinz Pommer» hat demcntjpreck>end drei Vertreter der Arbeitnehmer zu vollberechtigten Mitgliedern des Ausschusses hinzugewähli, und zwar eine» W>rtsehaff:zr»rrhalr.r. eine» Borarbriter u. eine» Ober- hhweizer.
Fraukeeich.
:: Frau Caillauz sreigespevche». Nach wochenlangen Verhandlungen ist gestern der Prozeß gegen Madame Earllnox, die Gattin des einstigen französischen Ministerpräsidenten, zu Ende gegangen. Madam« Carllauk hatte den Ehesiedakteur des „Figaro", Herrn Patmette, meuchlerisch erschossen, weil dieser ihren Mann in seinem Blatte angegrifse» hatte. Wir hatten absichtlich nichts über diesen Prozeß gebracht, weil wir keine» Grund hatte», den Schmutz auszudecken, der in seinem Verlaus zutage kam und der bewiesen hat, welche Fortschritte di« Eorruption bi» in die höchsten Regierungskrrise gemacht hat. Nach französischer Sitte, die übrigen» allmählich auch nach Deutschland üdcrzugreiscn droht, wurde die Meuchelruürberi» sreigest rochen. Ihr Verteidiger war der helüchtigt« Labvri, einer der widerlichsten Erscheinungen des öfsentluhen Leben» Frankreichs. Der alte Juchs zog in seiner Verteidigungsrede auch di« gegenwärtige Lage ein. Er sagte u. a.: „Genug der nneren Streitigkeiten, genug de» Zwiste», mögen wir alle diesen Saal verlassen. Hand in Hand und einig in diesem schick- l-lsjchwere» Moment, da seindliche Mächte uns bedrohen". — Ein« nette Logik: Zur Einigkeit zu ermahnen, damit man ungestraft werden lan»!
England
:: Die schwierige Lage der Regierung. Di« gestern abend staitgefunüene Debatte über dir irische Frage im Nn- terhaujc rief denselben Eindruck hervor, wie die erste Debatte zu Beginn der üonferenzen, nämlich den, daß die Regierung in eine außerordentlich schwierige Lage gebracht worden ist. Die konservativen Blatter behaupten heute früh einstimmig, daß die Nationalisten von dem Rimsterprüjrdenten kategorisch verlangt hätten, daß er die Novelle zur Homernlebill zurnitziehe, und aus diesem Grunde hatte Mr. Asquith die Mitteilung gemacht, daß die für heute angekündigte zweite Lesung der Novelle nicht vorgcnomniea werden soll. Das Schicksal der Vorlage ist jetzt vollständig unsicher, und es ist gar nicht unmöglich, daß die Nationalisten von dem Sftiti- ftcrimn verlangt haben, daß keinerlei Zugeständnisse gemacht werden und daß die alte Homerrrlebrll in ihrer ursprünz- ttchen Form setzt sofort zum Gesetz erhoben werden soll. Das Kabinett befindet sich jetzt in einer noch schwierigeren und delikateren Lage, als zur Zeit der Vorgänge von Curragh, und es ist absolut nicht abzuschen, wie sich die Lage entwickeln wird. In Dublin und andere» Teilen von Irland ist gestenr olles ruhig gewesen.
Ans der Heimat.
* Fncdberg, 29. Juli. Die Wahlen zum Vorstand der Oitsttantcnkajje Frredberg waren in der eisten Sitzung ergebnislos verlausen, da sich die beiden Ausschüße der Arbeitgeber und Arbeitnehmer uicht über die Vorsitzenden einigen konnten, OK»: gesetzlich vorgesehen ist. In der vorgestrigen Sitzung wurde diese Einigung erzielt. Gewählt wurde zum Borsitzenden Belg. Damm-Friedberg mit IS Stimmen (1 Zettel weiß), zum zweiten Vorsitzenden Michel-Friedberg mit 12 Stimmen szwei Zette! werßs. zum Schriftführer Beig. Herget-Vilbel mit 12 Stimme» <2 Zettel wertzs und zum Vertreter beim Gericht Morjchcl-Frieddorg mit 18 Stimmen (1 Zettel weißs.
• Friedberg, 29. Juli. Zur Verhandlung standen am
Schöffengericht gestern folgende Anklogepunkte: 1) Die
Privatklage zwischen einem Schlosser und einem 19jährigen Fräueliir in Rodhciiu endete durch Vergleich. Dir Angeklagte trägt olle Kosten und zahlt z» Gunsten des „Rotw, KriuzeS" einen Betrag von 29 A. 2) Ein Maurermeister von Erbstodt klagte gegen die Ebeficur eine» Gastwirtes m Bdilstadt wegen Beleidigung: es kam em Vergleich znstzind,, wonach die Angeklagte alle Kosten trägt und zu Giinston des
9Uae Tageszeunng. «ittwoch den 29. Snli 191«
Turnvereins in Erbjtodt ein« Buße von 10 A zahlt: außer- dem soll der Vergleich einmal in der „Reuen Tageszeitung" aus Kosten der Angeklagten bekannt gemacht werden. 3) Eine Schneiderin von Hcldenbergen erhielt wegen Beleidigung eines dortigen Landwirts eine Geldstrafe von 15 A.
4) Die tzhesrou eines Dienstkncchtes von Melbach erhielt wegen Beleidigung einer dortigen Witwe 5 A Geldstrafe.
5) In der Privatkloge zwischen einem Mischhändler und der Ehefrau eines Spenglers von Heldenbcrgen wegen Beleidigung erhielt letztere 12 A Geldstrafe. G) Die Privat!läge zwischen zwei Fabrikarbeitern von Burg-Gräfenrod« wurde vergleichsweise erledigt. Einige weitere Sachen ivurdeit auSgesctzt.
* Friedberg, 29. Juli. Die gestrige Etadtverordneten- sthung nahm jolgenden Verlauf: Die Baugcsuchc der Firma Gebrüder Ulrich Warenhaus am Bahnhof, Gustav Schwarz & Sohne für fünf Einfamilienhäuser in der Langgasse, des Christian Jockel, Vorbau, des Karl Müller llsagasse, Anbrin- gung einer Schiebetürc, des Wilhelm Kluh Klausenstr -ßc Neubarr, der Firma Trapp & Münch wegen Fenstervcrände- rung werden genehmigt. Ebenfalls wird die Versetzung der Verkaufsbude des Wilhelm Muth auf das Bahngclände genehmigt, dem Wirt Ellermcier werden Luftschächte gcwh- »iigt, dagegen ein Schacht pon 1 Meter Breite abgclehut. Ein für das Gaswerk zu beschasscndcr Ösen wird dem Tonwerk Biebrich für 2200 A übertragen. An dem neuen Güterbahnhof soll eine städtische Wage errichtet werden, und dafür 1600 A bewilligt. Den Platz zur Aufstellung soll die Baukommission Vorschlägen. Die Aenderung der Gosse in der Hospitalgaffc soll der Antragslcllerin, der Drauerci Stom- häußer genehmigt werden, wenn sie die Kosten tragt. Tic schadhaften Stellen des Pflasters auf der Kaiserstraße solle» ausgcbesscrt werden, eine Umpflastcrung kan» erst »ach Beendigung der Kanalarbciten erfolgen. Das Dekorationsmaterial soll durch Anschaffung von Fahnen ergänzt werden. Genehmigt wird das Anbringcn von Schildern gegen eine Anerkennungsgebübr von drei Mark der K. Jäger Ww-, Usa- gasse, Geßlnvister Süßkind, Kaiserstratze und Frau Siedenburg. Kaiscrstraße. Eiue Fernsprechleitnng der Babiwer- waltrmg nach den Bahnmeifterwohnungcn wurde gegen eine Anerkennungsgcbühr von 1 A genehmigt. Zur Schuldentilgung der früheren Stadtkapclle werden 200 A bewilligt. Der Militärmusikschllle werden 500 A bewilligt, dafür find 10 öffentliche Konzerte zu killten. Der Leitung der Gemälde- ausstellung werden 25 A Zuschuß bewilligt. Da der seit- lierige Ortsgerichisvorsteher und Standesbeamter iw Stadtteil Fauerbach sein Amt nicdergelegt hat, beantragt das Anrtsgericht Friedberg Bercinigung des Ortsgerichts und Standesamt Fauerbach mit demjenigen in Friedberg. Be- schlußfaffung hierüber wird auSgesetzt, dagegen eine Erhöhung des städtischen Zuschusses obgclehrrt. Die Stadt soll bei der dcinnächstigen Landtagslvahs in drei Wahlbezirke «lageteil» werden. Das Gesuch des Stemm- und Ringklubs um Nachlaß der Deleuchtungskosien muß aus prinzipiellen Gründen abgelebnt werden. Es sollen von der Landeshtzpothekeubank 500000 A zu 4,4 Prozent Zinsen und nach 10 Jahren zu 4,15 Prozent Zinsen mit ein halb Prozent Tilgung and drei Prozent Gtldbeschossmrgskostcn ausgenommen werden. Der Vertrag mit Freiherrn v. Frankcnstcin wegen Geländccr- werb zum Exerzier- und Schießplatz ist genehmigt. Zum Gehilfen bei der Stadtkaffe wird L. Schäfer zur Zeir in Worms angerumunen. Hierauf erfolgt geheime Sitzung.
* Gießen, 29. Juli. Gestern stand vor der Straskanmrcr die Berufuilgssachc des MüblenbesitzerS Koch zu Affeubcim zur Verhandlung. Wir hatten f. Z. den Fall in unserer Zeitung ausführlich behandelt. Koch lvtir bekanntlich wegen fortgesetzter Verfälschung von Kleie durch Zusatz von Futter- kalk von dem Schöffengericht zu Friedberg zu 3000 A Geldstrafe verurteilt worden. Der Prozeß und das Urteil hatten in der ganzen Wetterau bas größte Aussehen erregt. Die Straskauimrr zu Gießen kai» zu einer wesentlich schärferen Verurteilung: sie verurteilte den Angeklagten zu 4 Wo,beu Gefängnis, 9000 A Geldstrafe nnd zur Tragung sämtlicher Kosten. *Dic Aussagen einiger Zeugen und des einen Sachverständigen, MühlenbesitzcrS Tofflein Gernsheim fielen schwcrbclastend in s Gcwichi.
L»essc» Raff»».
* Wiesbaden, 29. Juli. Der Kutscher Oskar Ankeffen, zuletzt in Mainz, hatte gclegeirtlich einer Feier in Soffenheim am 13. Ottober v. I. Kellncrdienstc orrrichtet. Seinem Arbeitgeber rüitte er kurz vor Toresschluß mit de» einkassicrtcn 22 Mark ab. Wegen dieser Untreu: nahm ihn die Strafkammer in 1 Monat 2 Wochen Gefängnis.
* Wiesbaden, 29. Juli. Der 2» Jahre alte Schlosser Ioh. Weilbrcnner war am 23 Juni verhaftet wdrden unter dein Verdacht, an einem Miichhäuschen in Höchst ». M. einen Einbruch veffucht zu haben. Schon wollte man seine Entlassung aus der Polizei veranlassen, als man ein« Leibesvisitation noch einmal vornahm. Dabei fand man ein schweres Taschenmesser, au deficu einer Klinge die Sprtze abgebrochen war. Eine nochinals an dem Milchhäuschen vorgenommene Bestch tigung förderte denn auch die Spitz.- des Messers zutage, die beim Avfbrechrn einer Füllung abgebrochen und stecken geblieben war. Rvn war sür die Polizei die Täterschaft Weil brenncrs gegeben. Auch dt« Wiesbadener Skraskammer nahm diost trotz des Leugnens des Angeklagten an und erkannte auf 3 Monate Gesäugnis.
* Limburg «. ». L„ 29. Juli. Zum Leiter der am 1. Oktbr. hier zu eröffnenden landwirtschaftlichen Winterschule wurde non der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden, Landwirtschaft »lehr er Sutte in Fulda berufen.
Starkcnbnrg. ... .. /
* Tarmfiadt. 28. J>cki. Bei dem alljährlich üblichen, ictzt wieder stattgebeblen Preiskchreßeu der Utiteroffiziere der G.
Kompagnie des Infanterie-Regiments Nr. 115 waren auch wieder eine Anzahl früherer Unteroffiziere der Kompagnie,
die meist in Beamtenstellungen find, eingeladen und wurden bei scharfer Konkurrenz die drei ersten hübschen Preise von diesen teilweise nicht mehr jungen Regimentskameraden gewonnen.
* Darmstadt. 28. Juli. Heimlich entfernt hat sich seit 19. Jul, aus ihrer Dienststelle die 22 Jahre alte Marie Bruckei aus Tiefenbaib, Bezirksamt Hilpoltstein, geboren. Sic hat mittlere Gestalt, duukelbloudes Haar, trug grau- karricrten Rock, weiße Wollbluse mit Stickerei, sckgvarz.n Strohhut mit Gäustblüincheu uud schwarze Schleife, schwarze Schnürstiefel und braune Lederhandschuhe. Man vermutet, daß sic sich ein Leid angetan hat. Bis jetzt hat man keinen Anhaltspunkt über ihren Verbleib.
* Hosheim i. Ried, 28. Juli. Hier hatte der 22 Jab-e alte in den WormsL Tonwcrkcn beschästigtc Arbeiter Vet.-r Strack dieser Tage einen Acker verkauft und dafür den 2\’- trag von 600 A eingenommen. In seiner Freude 'ud er seinen gleichalttigcn Freund Johann Fahr, der mit ihm !,» gleichen Betriebe arbeitet, ein, noch am Abend nach Worms zu fahren. Dort wurde fiöhlich gezecht und da cs spät wurde, mit dem Automobil nach Hause gesahren. Hier war die W:> - nung des Fahr schon geschlossen und schlief er aus Einladung des Strack bei diesem. Am anderen Morgen wollte beide mit der Arbeit wieder beginnen. Als Strack aber sich etwas zuni Frühstück kaufen wollte, fand er zu seinem Schrecken, daß 300 Mark an seinem Gelbe fehlten. Fabr war indessen nicht zur Arbeit gegangen und als man ihn in Hosheim fand, gestand er rin, den Bettag von 100 A entwendet zu haben, er hatte aber nur noch 5,50 A in seinem Besitz »nd de» Rest ver-.us- gabt. Er bestreitet, die übrigen 200 A ebenfalls zu besitzen und werden bierübcr noch weitere Ermittelungen nngest'llt,
* Höchst i. D., 28. Juki. In den Tälern de? Odenlvaldes ist mit dem Kornschuitt begonnen worden. Die Ernte fällt nach Güte und Menge recht gilt aits. Dasselbe gilt auch vom Strohertrage. Gestern haben bie Erntcfericu begonnen.
Aus Rhrinheffc».
* Mainz, 28. Juli. Bei den in den Remonteschuppei auf dem Kleinen Sande untergcbrachten Pscrden des Dr.igo ncr-Regiments Nr. 6 ereignete sich ein bedai,erliche» U»- glücksfall. Der Dragoner Faust aus Viermünden, Kreis Frankenbcrg, wurde beim Longieren von einer Remonte, die plötzlich scheute, geschleift und durch mehrere Huffchläge lebensgefährlich verletzt. Faust ist in der gestrigen Nacht im Lazarett den Verletzungen erlegen.
* Vom Rhein, 29. Juli. Der an dem Ba» der Anschluß strecke Armsheim-Kempteu und der neuen firatcgtsen Brücke Rüdeshenir Bingen aurgebrochene Ausstund ist fetzt beendet, nachdem die aussührcnde Firma Grün u. Bilfinger die Forderungen der Arbeiter teilweise bewilligt hat. Die etwa (>00 von dem Streit betroffenen Arbeiter haben bie Arbeit wieder ausgenommen.
Neueste und Dralftnachrichleu.
Rußland wartet weiter ab.
Paris, 29. Juli. Gegen Mitternacht verbreitete sich tn hiesigen politischen Kreisen wie ein Lauffeuer folgende oi,S privater Quelle stammende Meldung aus Petersburg. In einer Unterhaltung mit dem österreichisch-ungarischen Botschafter in Petersburg hat der russische Minister des Auswärtigen Ssasanow deutlich zu vcrsteheu gegeben, daß die eus- fische Regieruug nicht daran denke, die Besetzung wcitercr serbischer Gebietsteile durch Oesterreich als casus belli für Rußtaud zu betrachten. Im Falle eines weiseren Vordrin- gcns der Oesterreichcr in »ordserbischeS Gebiet wird Rußland zunächst eine abwartende Haltung einnehmen. Diese bcdcit- tnugsvollc Nachricht ist heute von der russischen Botschaft in Paris bestätigt worden. Immerhin wurde sie so spät bekannt, daß sie vo«, den Blättern uicht »nehr gebracht werden konnte.
Kriefkastei».
Rodhcim ». d. H. Warum anonym. Ohne Namens,ie»- nv-rg veröffenUichen wir grundsätzlich nichts.
Spielplan des Großh. Kurthcaters Lao-Rauheim.
Freitag, den tzl Juli statt „Wie «i»st im Mai": Gastspiel des Kgl. Hofopernjängers „Eduard Lichtenste!,," vom König!. Hofth.-atcr in Wiesbaden. „Del Bettelst»,dent", Operetle i„ 3 Akten von Karl Millöcker.
Sommerserien sind in unserer arbeitssamen Zeit eine Notwendigkeit geworden. Wer es sich irgend leisten kann, r erbringt fern von de« Auflegungen und fern von den Geschäfte» irgendwo im Gebirge oder an der See ein paar glückliche Wo chcn de? Nichtstuns >,nd der Ruhe .In den Ferien pflegt sich auch der, der sonst im Drang der Geschäfte keine Zeit dazu hat, der Lettüre zu erinnern. Es sei bei dieser Gelegenheit aus den Guckkasten aiiffnerlsam gemacht, der zur Fericnlekiüre in ganz besonderer Weise geeignet ist, weil er nichts Verletzendes und nichts Aufregendes bringt. Die Zeitschrist, von der allwöchentlich eine prächtig ausgestattete Nummer erscheint, kostet i« Vierteljahr Mk. 3,— ohne Porto und ist bei den Buchhandlungen, towie bei der Post, eventl. auch beim Verlag tn München, Prrulajlraße 3, zu beziehen.
Frnnkfveter Wett»bericht.
Voraussage: Wollig, meist ttockcn, keiue Tempcraturver-
äaderung. nordwestlich« bi» nördliche Wind«. y
Veranstvortlich für den politischen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg: für den lokalen und unterhaltenden Terl." Bernhard Lenz, Friedberg; für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck imd Verlag der „Neuen Tages- «ertung", A.-T-. Friedberg i. L-


