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Nr. 174
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mehr Einsicht eingekehrt und die ursprüngliche Auffeguno
hat einer ruhigeren Ueberlegung Platz gemacht.
Dos erste Geplänkel.
Bei Tcmeskubin beschossen serbische Truppen, die sich uf einem Donaudainpser befanden, von dem Schiffe aus stcrreichische Truppen. Das Feuer wurde erwidert. Es mtspann sich ein gröberes Geplänkel.
Fortgang der Mobilisierung.
Im übrigen ist der Anfang der'Fcindskligkciten noch nicht gemacht, worin aber nicht etwa cinc Schwäche Oesterreichs zu suchen ist. Im Gegenteil, Oesterreich vervollständigt seine Nüstungc», um seine Mai,nahmen mit der gebotenen Entschiedenheit zu treffen.
Heimkehr des Kaisers Wilhelm.
Der Kaiserist gestern Nachmittag in P o t s d a m ein- getroffc». Der Kronprinz verbleibt in Z o p p o t bei Danzig.
Konzentration der englischen Flotte.
Das erste Geschwader der englischen Flotte erhielt Br. fehl, zusammen zu bleiben und nach der Nordsee ab;», dampfen.
Der englische Konscrcnzvorschlag.
Frankreich stimmte dem englischen Vorschlag rückhalts- los zu, Italien mit dem Vorbehalt, daß Deutschland da- mit einverstandku sei.
„Tribuns und „Giornalr d'Jtalia" bringen offenbar von der Regierung bccioslusite Artikel, in denen das Volk ermahnt wird, daran zu denken, das, die weitere Entwickelung der Krise
von Italien die Erfüllung eingegangener Pflichten und die Leistung von Opfern verlangen könne. Damit wird auf die Taffache hingcwiesen, das, Italien im Rotsalle a„ der Seite Deutschlands und Oesterreichs treten wird.
Einmarsch iu Serbien.
Wien, 28. Juli. Die österreichischen Truppen haben die ungarisch-serbische Grenze überschritte»
»nd bei ihrem Vormarsch auf Mitrovitz de» programmmäßige» Punkt erreicht.
Die Serben wurden überall zurückgeworsen.
-In Wien wurde die Nachricht von dem BtUi»n der Feindseligkeiten mit stürmischem Jubel ausgenommeu.
— Zum Nachfolger des Gcheimrats Albrecht als Prä- sident des Oberschnlrats von Elsatz-Lothringen ist, wie die „Kölnische Zeitung" erfährt, der Kreisdirektor in Stratzburg Freiherr von der Goltz auscrschen.
-- Don der Dcrwaltung des Flugplatzes Wanne wird mitgeteilt, daß die Nachricht, das Luftschiff „Charlotte" sei von der östereichisch ungarischen Regierung angekaust worden, unrichtig ist und datz kerne diesbezüglichen Verhandlungen stnttgesundcn haben.
— Die Streikende» in Petersburg nahmen gestern früh die Arbeit wieder aus. Ausgeschlossen sind nur die Fabrikarbeiter, die wegen der jüngsten Ereignisse veranlaßten Schlicsiung der Fabriken die Arbeit nicht aufnehmcn können. Unter diesen befinden sich auch die Putilowerke. In der allgemeinen Stimnuing ist ein Umschwung cingctrcten. Fast überall wurden Sympathiekundgebungen für Serbien abge- halten. Sie hielten sich jedoch in mäßigen Grenzen. Ausschreitungen fanden nirgends statt.
Tagesübersicht.
Deutsches Deich-
?: Ter Kaiser in Kiel. Der Kaiser ist gestern friit) 6 Uhr 15 Minuten an Bord der „Hohenzollern" in Kiel einae- irosfen. Die Kriegsschiffe im Hafen feuerten den Kaisersalur, toährend dessen die .Hohenzollern" an ihrer üblichen Liege- stelle fcstmachte. In der neunten Stunde fuhr der Kaiser mit einer Dampfpinaffe nach dem Bahnhofskai, wo eine nach Tausenden zählende Menschenmenge Aufstellung gefaßt hatte. Als die kaiserliche Pinassc hcrannahte, wurden dem Monarchen stürmische Ovationen dargebracht und von der begeister- ten Menge die Nationalhymne gesungen, an die sich andere patriotische Lieder, wie die „Wacht am Rhein", „Deutschland, Deutschland über Alles", „Schleswig-Holstein mcerumschlun- gen" und andere anschlossen. Der Kaiser, der gebräunt und sehr erfrischt aussah, sah ungemein ernst aus, war indessen von der Kundgebung anscheinend freudig überrascht und dankte unablässig für die Ovationen. Auch am Bahnhofe hatten sich Tausende eingefnnden, die ähnliche Kundgebungen veranstalteten. Um Sy 2 Uhr setzte sich der Hofzug nach
Potsdam in Bewegung.
Ruhla, i>.
:: D»e Ernte iu 1914. lieber die voraussichtliche Ernte lm europäischen Rußland veröffcntlichp das internationale Land- wirtichasts Institut in Rom folgende Schätzung. Sommerweizen 10624 600 Tonnen (28 Prozent weniger als im Vorjahr), Roggen 23 847 400 Tonnen (2,4 weniger). Gerste 10383 800 T. (weniger 11,7), Hafer 12 342 100 (weniger 23,1).
Euglaad.
< Z, den Kämpfen i» Dublin. Kein Ereignis der letzten Tage hat jo tiefgehende Erregung hervorgerusen, wie die gestrigen Straßcnlämpsc in Dublin. eSlbst das Jnteicsie für die enropäijch« Krise ist dadurch vorübergehend eiwas in den Hintergrund gedrängt worden. Jede Partei schiebt naturgemäß der änderen di« Schuld zu. Dar Parlament, in dem heute vormit- Erey über die auswärtige Lage sprechen wird, befindet ln großer Erregung. Redmond ergriff die Gelegenheit zu lsnklatz« gegen den Staatselietär für Irland Birrcll, der
g rt«, daß her Polizetkommtssar auf eigene Verantwor- «h«adelt habe, al, er di« Trupp«» herb-trief. «nd daß jüntm «osten abacletzt worden sei. Redwoud rief:
Mtttt Tageszeitung Dienstag de, 28- Juli ltl
„Der müßte gehängt werde»" Lord Ceoil erwidert«: .Der Minister verdient gehängt zu weiden." Der Unionist Amery rief: .Die Minister seien die eigentlichen Mörder". Sm bedauerlichsten ist es, daß die Soldaten infolge eines Mißoerständ- nisie» ohne den Befehl ihrer Offiziere feuerten. Bevor der Gegenbefehl gegeben werden konnte, war das Unglück bereits geschehen. Asyuith erklärte, daß die Amendiernngsbill nicht, wie ursprünglich vorgesehen, heute beraten werden wird. — Zn Dublin war gestern alles ruhig.
. Aegypten.
:: Attentat ans de» Khevioe». Auf den Khediven wurde ein Attentat verübt, das indessen den Fürsten nur leicht verletzte. Ein Begleiter des Khediven hieb den Attentäter nieder. Zn verschiedenen Moscheen und anderen Gotteshäusern wurden Tankgcbelc aus Anlaß der Errettung des Khediven verrichtet. Ein amtliches Communiqne sagt, daß da» Attentat von einem ägyptischen Studenten verübt worden sei, der in Kon- staniinovcl studierte. Der Regent Hussein Rnjchdy Pascha erhielt viele Elückwunschdcpcschcn. Die Regierung beabsichtigt zukünftig eiiw strengere Bewachung der ägyptischen Studenten im Ausland.
Ans der Heimat.
Ruhig Blut!
Auch manchen Orlen kommen Nachrichten, daß an) die öffentlichen Sparkassen ein sog. Nun begonnen habe, d. h. ein allgemeiner Ansturm zwecks Abhebung der eingelegten Gelder. Nichts wäre verkehrter, als wenn ein derartiges Beginnen niehr Platz greisen würde. Zunächst liegt gar keine Ursache dazu vor: noch ist ffir uns die Stunde des Krieges nicht gekommen, immer noch steht zu hoffen, daß sie nicht ein- treten werde. Sollten ober die Geschicke auch unser Vaterland zum Waffengange rufen, dann müssen alle Kräfte daran gesetzt werden, daß der Ausgang ein siegreicher werde. Dazu gehört aber in erster Linie die Aufrechtcrhaltung der gujcu und bewährte» Rüstung und diese stützt sich wieder auf ge- sicherte Finanzen. Unsere Vorfahren waren im Jahre 1813 und 187(171 ein verhältnismäßig armes Volk und wir rühmen rms, daß wir so reich geworden seien, deshalb ziemt sich auch nicht, daß wir an vaterländischem Opfermute zurückstehen und wir uns etwa von Kleinmut und Kopflosigkeit sibcrwälffgen lassen, die gerade zum Gegenteil von dem führen wurden, was für die eigene Sicherheit gut ist.
Die so handeln, würden sich selbst nnd dem ganzen Vaterlande ohne Not und mutwillig Gefahren schaffen. Vollends verkehrt wäre es, au der Sicherheit der ösfcntlichcn Sparkasien zu zweifeln. Den Sparern haftet neben dem Vermögen der Kasien selbst die Kommune oder der sonstige öffentlich-rechtliche Verband, der die Sparkasie ins Leben gerufen hat: es gibt keine größere Sicherheit als diese. Außerdem sind die Sparkasjcngelder als Privateigentum nach staats- und völkerrechtlichen Grundsätzen vor dem Zugriff jeder Statsgewalt in Krieg und Frieden geschützt und bieten somit dauernd die größte Sicherheit. Sclbstverltänd- lich würde auch im Falle einer Mobilmachung der Betrieb der Sparkassen aufrecht erhalten bleiben. Die Sicherheit ist also mindestens so groß, als wenn der Sparer seine Schätze im Schrein oder im Keller aufbewahren würde. Nicht minder verkehrt aber wäre es, die Einlagen bei als gut bekannten B a n k e n kündigen zu wollen. Die jetzige Zeit greift schon schwer in das wirtschaftliche Leben ein, eine Zurückziehung der Einlagen in größerem Maße würde die Widerstandskraft der Danken noch weiter schwächen und könnte größere Krisen zur Folge haben.
Halten wir vor ollem das Vertrauen zu uns auffecht. Eine kopflose Panik wäre geradezu ein Frevel an der Gesamtheit und damit letzten Endes an sich selbst. Darum Kopf kühl und ruhig Blut!
* Friedbcrg, 28. Juli. Am 19. Juli fand hier aus der städtischen Seewiese ein Kreisfest der Sozialdemokraten statt, zu welchem der bekannte Kopf-ab-Vive-la-Francc-Wendel, deutsches Reiches jüngster Volksvertreter von Franksurt a. M. als Festredner auftrat und eine feurige Rede hielt. Nur schade, datz er nicht länger in Friedbcrg verweilen konnte — er reiste nämlich gleich nach getaner „Arbeit" wieder ab — sonst hätte er einmal einen Begriff bekommen von Einigkeit, Brüderlichkeit und — Terrorismus seiner Parteigenossen. Drei auswärtige Gcnosien suchten eine bekannte Apfelweinwirtschaft auf der Kaiserstraße auf und betrugen sich gegen die Wirtsfra» so, daß bei Ersck)einen ihres Mannes ein kleines „Genösschen" auf die Schlenkermaschine kann Er hob seinen Parteistandpunkt so heraus, daß er sagte, er trinke nur in sozialdcmokraffschen Wirtschaften Bier, trotzdem er ober in einer bürgerlichen Wirtschaft sich befand, drei Bier trank und nicht bezahlen wollte. Auch im Bahnhof, wohin sie sich begaben, betrugen die drei Helden sich in gemeiner Weise, sic schlugen mit den Stöcken airf Schilder, Tische usw. und gröhltcn Freiheitslicdcr. Wie läßt sich dies aber, so muß man fragen, mit einem vorher ergangenen Schreiben vereinbaren, welches belonie, daß Streitigkeiicn usw. nicht vor- käuien, da es lauter „gebildete" Arbeiter seien, und nur bei patriotischen Vereinen Skandale vorkämen. Das Beispiel fmt'ä ander? gelehrt.
* Friedberg, 28. Juli. Noch sind die Tag? der Rosen - aber bald gehen sie zu Ende. Dies wird in den Gärten der Stadt briuerkbar, woselbst schon zahlreiche Rasen stocke ihre Blüten neigen. Wer sich an der Blütenpracht und dein lüßsp Duft noch cinc Zeit lang erffenen will, der nutze diesen Monat noch recht aus.
* Bad-Ra»he>m. 28. Zull. Heute Dienstag nachmittag von 4!4—0 Uhr nnd abends von 8—1« Uhr ist aus der Terrasie Konzert der Kurlapelle. Abend, HX Uhr im Kurhaussaale Vortrag mit Lichtbildern: ..Die jüngste Forschungsreise Sven Hedins". Mittwoch, nachm, von 4X—6 Uhl nnd abeiids von g—10 Uhr findet an! der Terrasie Konzert der Knrkavelle
statt. Das Abendkonzert steht unter Leitung der Königlichen
Prosesiors Hans Wiuderstein. Nachm. Beginn der Wettspiele auf dem Golfplatz. Abends 8 Uhr im Kurhanssaale Theater: „Die Schmettcrlingsschlacht". Komödie in 4 Akten von Heim Sndermann.
* Langd, 28. Juli. Durch einen Sturz in den Schacht der Buderuswerke verlor ein ckOjährigcr Arbeiter, der erst wenige Tage im Dienst stand, sein Leben.
* Frankfurt a. M„ 28. Juli. Zwei Mainzer Burschen stahlen in ihrer Vaterstadt einem jungen Manne 181 Jl und gingen damit flüchtig. Sie kamen nur bis Frankfurt, wo man sie verhaftete. Nach kurzem Verhör wurden die leichtsinnigen Jungen der Mainzer Polizei überwiesen,
Hcsien-Nasiau.
* Frirdrichsdors i. T„ 28. Juli. Bei Fundamentierungsarbeiten wurde ein »msangreichcs römisches Bauwerk mit zahlreichen Ncbcnanlagcn und Gängen freigelcgt. Vermutlich handelt es sich um eine Heizanlage. Welcher Periode diese enfftammt, konnte Baurat Jacobi-Bad-Homburg, der die Ausgrabungen leitet, noch nicht genau feststcllen.
"BommrrShrim, 28. Ju>>. Die Gemeinde schloß mit dem Höchster Gaswerk einen langffisffgen Liefcrungsvertrag über die Versorgung von Bommersheim mit Leucht- und Krastgas ob.
* Nntcrlikderbackj, 28. Juli. Der Krcisausschuß er- kannte nun endlich den Einspruch gegen die Gültigkeit der Gemeindevertretertvahlen als berechtigt an und erklärte die Wahl von drei bürgerlichen Gemeinderäte» für ungiftig.
* Höchst a. M.. 28. Juli. Sin böseS Gcwisicn scheint einer der beiden Burschen zu haben, die blsim Kirchweihfest hier verhaftet worden sind, weil sie in raffinierter Weise Geschäftsleute beim Einkauf und Geldwechseln z» übertölpeln suchten. Nachdem der Betreffende die verschiedensten Namen angegeben, die sich aber alle als falsch erwiesen haben, nannte er sich jetzt August Kochaneck und will in Ottendorf geboren sein. Nun wird aber seit geraumer Zeit ein Mann dieses Namens wegen Mordversuchs von den Behörden gesucht und cs wird nun abzuwarten sein, ob dieser Name jetzt der rich- tige ist.
' F- C. Wiesbaden, 28. Juli. Der aus Finthen bei Mainz gebürtige Geftügclhändler Georg Geyer, früher in Wiesbaden, jetzt in Berlin, hat, während er im Jahre 1912 in Wiesbaden weilte, sich dem Wetten in starkem Maße hin- gegeben, auch von anderen Wettlustigen Wetten gesammelt und sie einem Buchmacher weitergegebe». Die Strafkammer dikttertc ihm 2 Tage Gefängnis und 150 'dl Geldstrafe zu.
* F. C. Wiesbaden, 28. Juli. Der Oberpräsident der Provinz Hcffen-Naffau, Exzellenz Hengstcnbcrg, hat sich mit der Witwe des vor zwei Jahren verstorbenen, längere Zeit in Wiesbaden wohnenden russischen Großindustrielle» Küster in Wiesbaden verlobt.
* F. C. Eltville, 28. Juli. Mit 100 M Geldstrafe muß der ftühere städtische Arbeiter Ehret in Eltville eine Beleidigung des dortigen Bürgermeisters Dr. Kenlner und des dorffgen Stadtbaumeisters büßen. Ehret fiihrt schon seit Jahr und Tag einen verzweifelten Kampf gegen obengenannte Beamten und will seine Wiedereinstellnng in städtischen Dienst erreichen. Eingaben an den Magistrat, die Stadtverordneten in Eltville, den Landrat, den Regierungspräsident, an die Slatsanwaltschast verfehlten sämtlich ihren Zlvcck. Schließlich wurde Ehret in seinen Eingaben zu deutlich, bezichtigte ,n einer Eingabe an den Magistrat den Bürgermeister der Unterdrückung einer Anzeige und den Stadt- baumeistcr des Meineides. Diese Vorwürse, die jeder Grundlage entbehren, führten zur jetzigen Verurteilung des Ehret durch die Wiesbadener Strafkammer zu obiger Strafe.
*?.«. Strinztinitatts i. T., 28. Juli. Der 75 Jahre alte Landwirt Philipp Chrisffan Gerhard feierte am Sonntag mit seiner 75 Jahre alten Ehcffau Amalie geborene Stmifd. das Fest der goldenen Hochzeit.
* Nenbvrn, 28. Juli. Im Steinbruck, am Vogelfang wurde der Steinbruchsarbeitcr Karl Lich von einem Steinwagen, der sich von der Kette losgerisjen hatte, überfahren und getötet.
* Laurcuburg. 28. Juli. Auf der hiesigen Zech» geriet der 22jährige Arbeiter Albert Nink unter abstürzende Fels- »lassen. Er war nach wenigen Augenblicken eine Leiche.
Starkenburg.
* Kelsterbach, 23. Juli. Beim Spielen mit Streichhölzern setzte hier ein dreijähriges Mädchen seine Kleider in Brand. Es wurde am ganzen Leibe derart schwer verbrannt, daß es nach kurzer Zeit verstarb.
* Darmstadt, 28. Juli. Patriotische Kundgebungen ans Anlaß des östcrreisch-serbischen Konsliktes fanden am Samstag abend auch hier in verschiedenen Lokalen statt. Allgemeines Gesprächsthema war der zu befürchtende Krieg »nd mit größter Spannung erwartete man die durch die Zeitungen herausgegebenen letzten Telegramme. In einem Kasfee. in welechm auch viele Ausländer verkehren, wurde auf Verlangen wiederholt „Deutschland, Deutschland über alles" durch dff Kapelle gespielt und allgeniein gesungen, auch wurde auf den deutschen Kaiser und de» Kaiser von Lester- reich-Ungarn Hochruff ausgebracht- Die anwesenden russt- schen Studenten waren inzwischen verschwunden.
* Tarn, stabt, 28. Juli. Die Vorarbeiten für die Neuwahlen zun, hessischen Landtage sind an einzelnen Bezirken schon recht lebhaft in, Gange.
Frankfurter Wetterbericht. ,
Voraussage: Wollig, meist trocken, Temperatur wenig geändert, nordwestliche bis nördliche Winde.
Veraniwortlich für den politischen Teil: Otto Hirschel, Friedbcrg; für den lokalen und unierholtendcn Teil: Bernhard Lenz. Friedberg; für den Anzcigenieil: Karl Schmidt. Friedberg. Druck und Verlag der »Neuen Tages- _ reittma". A.-G., Friedberg i. H.


