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und Triest-Stuttgart, die im D öS veilehren, find heute nicht ctngetroffen, fie werden in Salzburg zuriickgchalten.

Kaiser Franz Josef.

Bad Ischl, 27. Juli. Der Kaiser Franz Josef arbeitete wahrend des ganzen Tage; aus das angestrengteste und befin­det fich vollkommen wohl. Am Abend kam es in dem Kurthea- tcr zu begeisterten Kundgebungen für Kaiser Franz Josef und Kaiser Wilhelm, sowie die verbündeten Machte. Aus Anord­nung de» Direktors wurde zu Beginn der Vorstellung die Bolkshymue und späterhinHeil dir im Sicgerkranz" gespielt, die von dem gesamten Publikum stehend angehürt wurden.

Der deutsche Kaiser.

Kiel. 27. Juli. Der Kaiser ist heute um 7 Uhr vormit­tags an Bord derHohenzollern" cingetroffen und um g Uhr nach Berlin abgereist. Unter sich immer wiederholenden stür­mischen Hurrarufen und patriotischen Gesängen des die Bahn­hofshalle beseht haltenden zahlreichen Pulbikums verlieh der Zug die Halle.

Die serbische Antwort.

Die serbische Antwort auf das österreichische Ultima- t u m ist, wie fich derTemps" aus Belgrad melden läßt, an­geblich folgenden Inhalts:

Die serbische Regierung ist einverstanden:

1. Mit der Veröffentlichung der verlangten Erklä­rung im Amtsblatt.

2. Mit der Mitteilung dieser Erklärung an die A r - m e e durch einen Tagesbefehl.

8. Mit der Auflösung der einer Aktion gegen Oester­reich verdächtigten vaterländischen Vereine.

i. Mit einer Abänderung des Pressegesetzes

5. Mit der Verabschiedung solcher Angestellter der Mili­tär- oder Zivilverwaliung, denen die Teilnahme an der Pro­paganda gegen Oesterreich nachgewiesen Ivird.

Die serbische Regierung protestiert jedoch gegen die Zuziehung österreichischer Beamter zu der entsprechenden Untersuchung.

b. Die serbische Regierung verlangt eine Erklärung darüber, inwieweit österreichisch-ungarische Beamte zu der Un­tersuchung über das Komplott von Sarajewo herangezogcn werden sollen. Sie will, was diesen Punkt anbetrifji, nur das durch das internationale Recht und sreundnachbarliche Bezieh­ungen Gebotene annehmcn.

7. Im Ganzen nimmt die serbische Regierung alle Be­dingungen und sonstigen Forderungen Oesterreichs an und macht nur Vorbehalte bezüglich der Tätigkeit österrei­chisch-ungarischer Beamten in Serbien. Und auch in diesem Punkt spricht sie keine glatte Ablehnung aus, sondern beschränkt sich daraus, Aufklärung zu verlangen.

Sollte die österreichische Regierung diese Erklärungen un­genügend finden, so appelliert die serbische Regierung an das Haager Schiedsgericht und an die Mächte, welche dis Erklärung von isvg bezüglich Bosnien-Herzegowina unter­zeichnet haben.

Die österreichische Darstellung.

Der Wortlaitt der serbischen Antwort dürfte von dem tzranzösischcn Blatte nicht ganz richtig wiedcrgeqeben worden sein. Der kaiserlich königliche Gesandte Freiherr v. Giefl hat die serbische Antwortnote auf die österreichisch-ungarische Forderungen am 26. d. M. bei seiner Ankunft in Wien dem Ministerium vorgclcgt. Zur Begründung des Standpunktes der Regierung wird ausgeführt: Diese Rote beabsichtigt den falschen Schein zu erwecken, als ob die serbische Regierung die von Oesterreich-Ungarn gestellten Forderungen in wc.it- zehender Weise z» erfüllen bereit wäre, tatsächlich ist aber die Rote von einem Geist der Unaufrichtigkeit erfüllt, der e2 klar .'rkennen läßt, das; cS der serbischen Regierung nicht ernstlich darum zu tun ist, der sträflichen Duldung ein Ende zu be­reiten, welche sie bisher den Umtrieben gegen die Monar- chie zuteil werden lieh. Sowohl hinsichtlich der allgemeinen Grundlage der österreichisch-ungarischen Demarchie als auch n betreff der einzelnen von Ocstererich-Ungarn gestellten Demarchie als auch in betreff der einzelnen von Oesterreich- llngarn gestellten Forderungen enthält die serbische Note so weitgehende Vorbehalte und Einschränkungen, daß auch die tatsächlich gemachten Zugeständnisse bedeutungslos werden, insbesondere wurden unter einem nichtigen Vorloand die Forderung Oesterreich-Ungarns aus die Teilnahme van k. k. Organen an den Erhebungen zur Eruierung auf serbischem Boden befindlicher Teilnehnier an dem Komplott vom 28. Juni vollkommen abgelehnt. Ebenso komint die Zunge, ste Oesterreich-Ungarn zur Bekämpfung der der Monar­chie feindlichen Presse gemacht wurde, einer Ablehnung gleich. Das Begehren Oesterreich-Ungarns, daß die tönig- liche Negierung die notwendigen Maßregeln treffe, daniit die aufgelösten, der Monarchie scindliäzen Vereine ihre Tätig­keit nicht unter einem anderen Namen und in anderer Form fortfetzen, überhaupt nicht beriicksirlstigt. Ta die in der Note der k. k. Negierung vom 28. b. M. enthaltenen Forderungen mit Rücksicht auf das ferbifcherseits bisher beobachtete Ver­halten das Mindestmaß dessen darstellen, was zur Schaffung dauernder Ruhe im Südostcn der Monarchie nötig ist, muß die serbische Antwort als unbefriedigend betrachtet werden. Daß übrigens die serbische Negierung sich selbst dessen bewußt war. daß ihre Note sür Oesterreich inakzeptabel sei, beweist der Umstand, daß cs an, Schlüsse derselben vorschlägt, die Regelung der Kontroverse aus schiedsgerichtlichen! Wege zu suchen, eine Einladung, die die riclstige Beleuchtung durch den Umstand gewährt, daß schon Stunden vor der Uebergwbe der Note, die erst wenige Minuten vor Ablauf der Frist statt- fand, die Mobilisierung der serbischen Armee erfolgte.

Der Versuch einer Kensercuz,

DemJournal" zufolge habe Sir Edward Grey durch die cnatilckren Votichaitcr in Paris Berti» und Rom nn

91«u« Tageszeitung. Dienstag, den Z8. Juli 191*.

fragen lasten, ob die französisch«, die deutsche und die italie­nische Regierung ihre Zustimmung zu einem gemeinsamen Schritt in Wien und Belgrad erteilen, welcher bezwecke, eine Konscrenz nach London einzuberusen, di« «in wenig an die im vorigen Jahre stattgehabte Londoner Konferenz erin­nern würde. In Petersburg fei absichtlich keine derartige De­marche erfolgt, weil Rußland in dem östcireichifch-ungarischsn- ferdischcn Zwist bereits ganz unzweidcuttg Stellung genommen habe.

Die Erklärungen Sir Edward Ereqs.

Sir Edward Erey gab über die europäische Lage im Unterhaus eine Erklärung ab, in der es hieß:

Ich sage, wenn die Beziehungen zwischen Oesterreich- Ungarn und Rußland einen bedrohlichen Charatker annähmen, so scheine mir die einzige Chance sür den Frieden darin zu be­stehe», daß die vier an der serbischen Frage nicht unmittelbar interessierten Mächte, nämlich Deutschland, Frankreich Italien und Großbritannien in Petersburg und Wien gleichzeitig und zusammen dahin wirken sollten, daß Oesterreich uud Rußland die militärischen Operationen cinstel- len möchten, während sich die vier Mächte bemühen, die Bei­legung des Konfliktes zu erzielen. Nachdem ich gehört hatte, daß Oesterreich-Ungarn die Beziehungen zu Serbien abgebro­chen habe, machte ich folgenden Vorschlag: Ich wies gestern

nachmittag die britischen Botschafter in Paris, Berlin und Ronr telegraphisch an, bei den Negierungen, bei denen sie be­glaubigt sind, anzusragen, ob diese gewillt seien, ein Einver­nehmen dahin zu treffen, daß der französische, d»ut!che und italienische Botschafter in London mit mir zu einer

Konferenz in London

zusammcntreten, um sich zu bemühen, ein Mistel zur Beileg­ung der gegenwärtigen Schwierigkeiten zu finden. Gleichzeitig beauftragte ich unsere Vertreter, jene Negierungen zu ersuchen, ihre Vertreter in Wien, Petersburg und Belgrad zu ermäch­tigen. die dortigen Regierungen von der vorgeschlagenen Kon­screnz zu insormieren bis zur Beendigung der Konferenz ein- zustellen. Daraus habe er noch nicht alle Autworten erhalten. Bei diesem Vorschlag ist natürlich die Zusammenarbeit der 4 Mächte eine wesentliche. In einer so schweren Krtfis wie diese, würden die Bemühungen einer einzelnen Macht, den Frieden zu erhalten, unwirksam sein. Die in dieser Angelegenheit ver­fügbare Zeit war so kurz, daß ich die Gefahr auf mich nehmen mußte, den Vorschlag zu machen, um mich zu versichern, ob er gut ausgenommen werde. Aber wo die Dinge so ernst, die Zeit so kurz und die Gefahr, etwas Unwillkommenes vorzuschlagcn, unvermeidlich ist, bin ich trotzdem der Ansicht, daß er angenom­men wird.

Der in der Presse erschienene Text der serbischen Ant­wort ist richttg. Me ich glaube, sollte dieser Vorschlag wenig­stens die Grundlage bieten, aus der eine freundschaftliche und unparteiische Gruppe von Mächten, unter denen sich Mächte befinden, die bei Oesterreich-Ungarn und Rußland glei­ches Vertrauen genießen, imstande wäre, eine Beilegung zu finden, die allzeinein annehmbar wäre. Es müßte jedem, der »achdenkt, klar sein, daß in dem Augenblick, wo der Streit aus- hört, ein solcher zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien zu sein und wo er einer wird, in welchen eine andere Großmacht verwickelt ist, dies ist, dies mit einer der grüßten Katastrophen enden lann, die icmals den Kontinent und Europa heimsuch­ten. Niemand kann sagen, was das Ende der ausgebrochenen Schwierigkeiten sein wird. Ihre direkten und indirekten Fol­gen wurden unberechenbar sein. (Beifall).

Keine Klärung in der politischen Lage.

Köln, 28. Juli. DieKölnische Zeitung" meldet nus Berlin: Eine völlige Klärung in der politischen Lage,

namentlich was die Stellung Rußlands betrifft, ist noch nicht erfolgt. Dem Gerücht über russische Mobilmachungsmaß- regel wird von russischer Seite sehr bestinimt widersprochen. Wenn man auch zugibt, daß au den Oesterreich-Ungarn gegen­über gelegenen militärischen Bezirken gewisse Dorsichtsmaß- regeln schon getroffen oder noch weiter im Gange seien. Es scheint hiernach, als ob die russische Diplomatie einen Aus­weg aus der Lage in diplomatischen Bemühungen um die Beilegung des österreichisch-serbischen Streites sucht. Von einem Erfolge dieser Bemühungen kann man freilich einst­weilen noch nicht sprechen.

Wien, 28. Juli. Man ist hier guter Hoffnung, daß die örtlidje Begrenzung des österreichisch-serbischen Krieges, der natürlich nicht mehr anfzuhalten ist, gelingen wird. Nicht, als ob man glaubt, dnß Rußland leichten Herzens darein willigen würde, aber man ist davon überzeugt, daß die übrigen Mächte des Dreiverbandes ihre äußersten Anstren­gungen niachen werden, Rußland von jedem Eingreifen zu­rück zu halten.

Stimmungsumschle.g in Parks.

Pari?, 28. Juli. Nach dem übergroßen Pessimisunis der letzten Tage und der Nervosität, die sich eines großen Teiles der hiesigen Presse bemächtigt hatte, ist heute stier eine wohltuende Reaktion emgetreten und man betrachtet 51 : 1:1 mindesten in den politische» Kreisen die augenblickliche Lage mit großer Ruhe. In Paris begab sich Herr v. Scboen mehrere Male ins Auswärtige Amt nach dem Ov.ai d'Orsay und hatte dort längere Unlerrediuigen mit dem stellvertreten­den Minister des Aeußeren Bienvcn» Martin, die in beion- dcrS freundschaftlichem Tone geführt wurden und sehr befric- digend verliefen. In einer über den Ausgong dieser Be­sprechungen veröffentlichten Note heißt es, daß die beiden Diplomaten gemeinsam nach einem Wege zur Aufrcchterhnl tnng des Friedens gesucht haben. Rach de» stier vorliegen­den Petersburger Meldungen scheint es zu ähnlichen Be­sprechungen auch im riisfischen Auswärtigen Amte gekommen zu fein. In hiesigen politischen Kreisen äußerte mnn sich in enthusiastischer Weise über Herrn v. Schoen und sein Verhal­ten zur Beilegung des Konfliktes. Er habe alles getan, was man tun könne Ex cmpfing gestern niedrere stervorraneiidc

Mitglieder der deutschen Kolonie, die sich noch dem Stand«

der Dinge erkundigen wollten. Herr v, Schoen leugnete nicht daß die Situation sehr kritisch sei, glaubte aber, versichern zu können, daß keinerlei Grund zur Beunruhigung vorliege. Die Entspannung, die emgetreten ist, spiegelt sich auch in den Auslassungen der Blätter wieder. Fast sämtliche Mar- genblättcr konstatieren die Tatsache, daß noch keine kriege­rische Aktion sich ereignet habe und daß daher durchaus kein Grund zum Pessimismus gegeben sei. Immer wieder wir! auf die Friedensliebe hingewiesen, die Deutschland in der Krisis bekundet habe. Man halte es für ausgeschlossen, daf Kaiser Wilhelm dulde, dnß Europa Serbiens halber in ein Abenteuer hincingcdrängt werde. Ter Berliner Korrespon­dent des Matin bestätigt in einem Telegramm diese Aiif- fassung vollkommen und erklärt, daß Deutschland und die deutsche Regierung dies nicht wollen. Eine Mobilisation würde nur dann stattfinden, wenn Rußland den Anlaß dazu gebe. Die Lage sei hossnuugsvoll, zumal auch England und Italien sich bereits in den Dienst des Friedens gcstcllt hättcn.

Griechenlands Neutralität.

Athen, 28. Juli. Das zwischen Griechenland und Ser- bien bestehende Bundcsverhältnis legt jenem in dem gegen- wärtigen Konflikt nicht die Verpflichtung auf, in den Konflikt zugunsten Serbiens einzugreiscn. So groß auch das Inter- esse Griechenlands sei, so wird an maßgebender Steil: er­klärt, daß die Machtstellung Serbiens auf dem Balkan mr- geschmälert erhalten bleibe, so habe Griechenland noch keine Veranlassung, sich in den Streik mit Oesterreich einzumiichcn, um so weniger, als es auch zur Beilegung des Konfliktes nicht um seine Hilfe angerufen wurde.

Montenegro für Serbien,

Montenegro hat sich natürlich beeilt, zu erklären, daß cs an der Seite seines sorbischen Bruders stehen werde. In­folgedessen trifft Oesterreich seine Vorbereitungen. Die Eisenbahnen in Dalmatien sind vom Militär vollständig besetzt.

Die östereichische Flotte ist in der Nähe von Eatt.rro konzentriert. Sollte Montenegro Serbien zu Hilfe eilen, so wird sofort Cattaro bombardiert werden. Man nimmt an, daß Montenegro mit Rücksicht hierauf und a»f den augenblick­lichen Truppenmangel auf eine Teilnahme am Kriege ver­zichten wird.

Die patriotische Stimmung in Oesterreich-Ungarn.

Budapest, 27. Juli. Die Begeisterung für den Krieg mit Serbien wird immer stürmischer. Unausgesetzt durch­ziehen Volksmasten die Straßen. Eine Gruppe erschien auch vor dem Palais der Erzherzogs Josef, der vom Ballon herab eine zündende Ansprache an die Menge richette.

Wien, 27. Juli. Der Patriotismus in der Monarchie gibt sich in opferwilliger Bereitschaft aller Bevölkerungsschichtcn insbesondere tn zahlreichen Spenden und Sammlungen sür die im Felde stehenden Soldaten und die Familien der eingerückten Reserven kund. Für diese nimmt das Kriegsmini­sterium alle Gaben entgegen. Die Reichsorganisation der Hausfrauen Oesterreichs erläßt einen Aufruf zu einer großen Frauenhilfsaltion, die unter anderem bezweckt: Schaf, fung eines Hilfsfonds, sowie Berdienstmöglichkeiten für die subsistcnzlos gewordenen Frauen von Reservisten, Schaffung von Freitischen und Freimarken für die wichtigen Lebensmit­tel. Die deutschen Studenten in Prag haben beschlos­sen, eine Sammelstelle sür das österreichische Rote Kreuz zu er­richten. Die böhmische Aerzteschaft hat zur Organisation einer ärztlichen Hilfsaktion ausgefordert.

Der 62 Jahre alte Präsident des Herrenhauses, Fürst zu Windisch-Grätz, der Major der Landwehr ist, meldete fich, wi« dasReue Wiener Tagebl." berichtet, beim Landesverteidig, ungsminister zum freiwilligen Truppendienst in der Front. Auch das 54jährige Mitglied des Herrenhauses, Fürst Karl Auersperg, hat sich entschlossen, gleichzeitig mit seinem zui Truppe einberusenen Sohne freiwillig einzurückei^

Kundgebungen in Rußland.

Petersburg, 28. Juli. In Petersburg und Moskau herrscht nach wie vor die größte Erregung. Gegen Deutsch- land und Oesterreich fanden lebhafte Manifestationen stiitt. Die Kundgebungen in Petersburg erreichten erst in der frühen Morgenstnnd ihr Ende. Die Teilnehmer formierleu sich zu einenr geschlossenen Zuge, dem eine russische Fahne vorangetragen wurde. Es wurde gerufen:

Nieder mit Oesterreich! Nieder mit Dcutschlaiidk Hoch Serbien! Hoch die serbische Armee!"

Da die Zugänge zu der österreichischen »nd deutschen Ge­sandtschaft gesperrt waren, zog die Menge nach dem serbischen Gesandtschastsgebäude, wo Hochrufe auf Serbien ausgebracht wurden. Ter serbische Geschäftsträger mußte wiederholt aus dem Balkon erscheinen, um sich in Ansprachen für die Bei­fallsrufe zu bedanken.

Ein« Anzahl Freiwilliger hat dem serbischen Gesandten ihre Dienste im Kampfe gegen die Oestereicher nngcbotc». Der diplomatische Meinungsaustausch dauert noch fort.

Urb erlicht.

Zur Gcsamtlage.

Heute wi-d die Lage etwas ruhiger aufgefaßt. Enaland hat den Vorschlag gemacht. Deutschland. Italien, Frankreich und England möchten auf einer Konferenz über Mittel zur Erhaltung des Frieden? beraten. Wenn mich zunächst i: Verwirklichung dieses Vorschlages noch große Schwierigkeit 1 ciitgegenstehen, so ist doch daraus zu ersehen, daß in Englai 1 der Wille z 11 nr Frieden vorherrscht, was aus Rußland und Frankreich dämpfend wirken dürste.

In Rußland beginnt eine ruhigere Ueberlegnng Platz zu greisen, nian beginnt einzusehen, daß eine L 0 k a l i s i e - r » n a nicht unmöglich lei. Auch in Frankreich ist etwa-: