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lich Herr" Dr- Otto Böckel, dem man die Gründung de» Vereins zu danken habe und der zu der Jeirr gekommen war. Er warf einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins,

der sich allezeit als Hort für den Bauernstand erwiesen habe. Herr Direktor Bill-Niederweisel überbrachte in wohl­durchdachter Ansprache die Grütze des LcrüandeS der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften, dem der Bauernver­ein in Büdesheim angchört. H i r s che l - Friedberg ließ ebenfalls die Blicke rückwärts schweifen und gedachte der Zeit, da der Verein gegründet wurde. Der Bauernstand in Hessen könne für sich das Verdienst i» Anspnich nehmen, datz er zu- erst die 'Notwendigkeit des politischen Zusammenschlusses in die Lat umgesetzt habe. Der Redner nahm Bezug auf den Ernst der Stunde und stellte fest, datz auch in dieser Frage die Sozialdemokraten z» den Feinden Deutschlands hatten, umso fester werde der Bauernstand zum Vaterlande stehen. Darauf nahm das Wort Dr. Otto Böckel. Er pries den Bauernstand und stellte fest, datz er niemals seinen alten Idealen, für die er gestritten und gelitten habe: Heimat! Vaterland! Gott! untreu geworden sei. In herzbewegenden Worten schilderte er die Kampfe, die er Lurchfochten habe und wie seine Feinde ihn für seine Gesinnng allerorten wirt­schaftlich geschädigt und zum Zusammenbruch getrieben hät­ten. Er freue sich, daß ihm Hcsscn's Bauernschaft Dankbar­keit erweise, daß er somit nicht vergebens gelebt habe. (Leb­hafter Beifall.) Nach einer Pause nahm der Pfarrer von Büdesheim. Herr D e r n b e ck, das Dort, um eine prächtige, von hohem vaterländischen Geiste getragene Rede an die Lcrsomnilung zu halten. Er erinnerte daran, datz der 2k. Juli der Todestag Theodor Körners gewesen sei, dessen Leben »nd Streben für's Vaterland in der crnswn Zeit, wo wir leben, allen Deutschen vorbildlich sein nifHsc. Auch wir müßten uns daran gewöhnen, datz da? Vaterland über die Partei zu stellen sei. Unter begeistertem Beifall schloß er seine Ansprache mit der Versicherung. datz in der Stunde der Gefahr das deutsche Volk ninfo treuer nnd fester zu seinem Kaiser halten werde, mehr wir je gelte heute das Bismarck'sche Wort: „Wir Deutsche fürchten Gott nnd soust nichts auf der Welt." Darauf überreichte Herr Ostwa l d - Oberdorfelden dcni Verein eine künstlerisch ausgcstattetc Urkunde zur Jubelfeier, namens de? Bauernvereins Oberdorfelden. Herr Schaub dankt daftir nnd gab weictr bekannt, datz Tele- grammc und Begrüßungen eingelaufc» seien, vom Verband der hessischen Genossenschaften, vom Bauernverein Gronau und von den Lnndwirtfchaftsiiiitgliedcrn Honsel- Dortel­weil und W e i t h - Nieder-Wöllstadt, Kornhausdireftor Ttzlmann brachte dem Verein, der in seiner Verwaltung und Geschäftsfühning musterlwst dastehe, ebenfalls seine besten Dünsche und besten tüchtigem Direktor, Herrn August Schaub, der uneigennützig, zielbewutzt und tatkräftig den Verein seit seiner Gründung leite, ein dreifaches Hoch, in das die Versammlung kräftig einstimmtc. Herr Thomas R c u t h c r lirtz die Grlcgnheit ebcnsalls nicht vorübergebcn, um die Freunde zu begrüßen, er gedachte der Begeisterung, die zur Zett. da der Verein gegründet wurde, in der Wetterau geherrscht lmbc. Auch er kam auf die ernsten Ereignistr zu sprechen und stellte die Vaterlandsliebe über alles. Dem Laterlondc galt sein Hoch. Damft waren die Ansprachen beendet und der gemütliche Teil, der bei froher llnterhaltnug und Tanz sich recht lange sortselfte, wozu die Musik der Fried­berger Militännniikichule ihr gut Teil beigeftagen bat, trat in sein Recht. ES war jedenfalls eine recht schöne und wiir- dige Feier, womit der hiesige Bauernverein seinen 25. Grüu- dungstag begangen hat.

Sund drr Landwirte

» Lberhessische« Bundessejt ix Hochwaldhausen. (Vorläufi­ger Bericht). Trotz der Ungunst des Simmels, der mehrfach »nd rccht ausgiebig am Tage seine Schleuse» geöffnet hatte, sand das oberhestische Bundessest bei überaus starkem B e - j a ch statt, es mögen an 1500 Personen anwesend gewesen sein, von den hessischen llandtagsabgeordneten waren die Herren Bleidenbach, Fenchel, Tr. v. H-lmolt. Korell itsid Dr. Weder vertreten. Das Fest begann mit einem Zug durch Ilbeshau­sen, das sich ohne Ausnahme an dem Fest beteiligt hat Aus denl so wundervoll gelegenen Festplatz Hochwaldhausen be­grüßte in slimmungsvoller Rede Herr Beig. Ochs Ilbeshausen, der Dezieksvorsitzcnbe des Bundes, die Festgäste. DR, Prolog sprach Fräulein Lydia Nikol, dann sprach der Landcsvorsitzende ,cs Bundes, Landtagsabg. Korell, zu den Versammelten, wobei !r besonders die Bedeutung und die Leistungen der Fraktion ,es Bauernbundes in, hessischen Landtag hervorhob. Di- Fest­rede hielt Herr Reichstagsabg. Dr, Oeitel in bekannter Mcisierschast. Allgemeine Ansmerksamkeit erzielte er, als er aus den Ernst der politischen Lag« zu sprechen kam, und die Hofsnung aussprach. daß die Liebe zum Vaterland sich in jeder Lage bewähren werde. Er fand den reichlichsten Beisall. Rechher sprachen Bürgermeister Jost Bermuthshain, Pfarrer Germer u. a. Aus allen Reden sprach vaterländische Begeiste­rung, Hcimatstreue und Liebe zum Bauernstände. Das schlechte Wetter lonntc nicht verhindern, daß die Teilnehmer noch recht lange beisammen weilten und bei Musik und Tan, cinige fröhliche Stunden verlebte».

Aus der Heimat.

• Friedberg, 27. Juli Dienstag, den 28. Juli findet «ine Sitzung der Stadtverordneten mit folgender Tagesordnung sta,t: l. Baugesuche. 2. Vergebung einer Ojenlieserung im Gaswerk 3. Errichtung einer Fnhrwcrkswagc. 4. «enderung »er (hasse in der Hospitalgasse. l>. Reparatur der Pflasterung be« Kaiserstrabe. 6. Anschassnng von Fahne». 7. Gesuche um Erlaubnis zur Anbringung von Firmenschildern. 8. Gesuch der früheren Stadtkapelle um llnt-rslätzung. 8 Desgleichen der Mililärmufikjchule 10. Desgleichen der Leitung der Gemälde- £ua<a U na. 11. Das Ortsaeracht und Standesamt Fauerbach.

IX. Dt« Wahle» gm 38. Landtag, l*. Gesuch de. Stemm- und «ngklub um Nachlaß von «osten. Ich. Aujuuhm« einer An- leihe. IS. Mitteilungen.

» Friedberg. 27. Juli. Zn den Monaten Mai «nd Zuni wurden ftn Städtischen Schwimmbad an Männer und Knaben 6365 Schwimm-, 1088 Wannen-, 2110 Brause-, 1699 Bolks- rmd 75 Dampfbäder, an Frauen und Mädchen 1791 Schwimm-, 769 Wannen-, 578 Brause-, 145 Volks- und 5 Dampfbäder, ferner an das Militär 988 Schwimm- und Braufebäder, sowie an Schüler und Schülerinnen der Musterschulc 280 Freibäder, zusammen 16193 Bäder, ab­gegeben.

* _ Friedberg-Fauerbach. 27. Juli. Das hiesige Standes­

amt und Ortsgericht läuft E-sahr cinzugehen. Auf der Tages­ordnung der Stadwerordnetensitzung steht unter anderem da» Standesamt und Ortsgericht Fri-hftirg-Fauerbach betr.: Der

seitherige Inhaber beider A-mter im Stadtteil Fauerbach hat dieses Posten freiwillig »iedergelegt und di- Abstcht besteht, das Standesamt und Oftsgericht Fricdbcrg-Fauerbach auszu­heben und nach Friedberg zu verlegen. Aus Grund de» Einge- meindungsvertrages ist eine Verlegung dieser beiden Aemter nur init Zustimmung drr tzrtea^r-e: Stadtverordneten mög­lich. An diese ergeht hiermit die Mahnung, dafür einzutretcn, daß uns die Bequemlichkeit erhalten bleibt. Jeder Privat­mann, jede Gemeinde und jede Körperschaft sucht sich die ihnen zustehcnden und gehörenden Rechten zu erhalten und warum sollen es nicht die Bewohner von Friedberg Fauerbach auch tun. Es ist die heiligst« Pflicht der Herren Stadtverordneten, insbesondere dersenigen des Stadtteils Fauerbach, dahin zu willen, daß das Standesamt und Ortsgericht in Friedberg- Fauerbach bleibt. Die AnnHmlichkeiten derselben werden von den Bewohnern Fanerbachs erst dann gewürdigt und emp- fdnuen werden, wenn die Aeinter nach Friedberg verlegt wor­den sind. Auch aus pekuniären Gründen dürste cs sich empseh- lcn, das Standesamt in Friedberg-Fauerbach zu belasten. Der seitherige Standesbeamte und Ortsgerichtsvorsteher in Fried­berg-Fauerbach bezog für seine nicht geringe Arbeit und ver­antwortungsvollen Posten «ine» Betrag von jährlich sage und schreibe 120 Mart,

Wenn beide Aemter nach Friedberg verlegt werden, wird es nickst ausblciben, datz seitens der Stadt noch ein Be­amter angestellt werden inntz, der die diesbezüglichen Arbei- tcn verrichtet und dessen Gehalt wird sich jedenfalls weit höher beziffern, als die Vergütung des Standesbeanften nnd Orts­gericht in Friedberg-Fauerbach,

Es sei jedoch hierzu bemerkt, daß die seitherige Der- gütmig zu der Verantwortung und zu leistender Arbeit in keinem Verhältnis steht. Eine entsprechende Honorierung ist midrsidingt erforderlich und kann dies auch keinesfalls die Verlegung der beiden Armier begründen,

* Ober-Rosbach, 27. Juli. Bei dem gestern abgehaltenen Eauturnscst des Feldbrrggaues hat der hiesige Turn- und Ee- sangvciein „Eintracht" sehr schön abgeschnitten, indem sein- sämtlichen anget.ctencn V Pieisftirner mit dem Eichenkranze belohnt wurden und zwar erhielten in der Oberstufe mit 95M Punkten August Spuck den 18. Preis. In der Unterstufe ftek ein 1. Preis Karl Halberstadt zu. Weiter crkämpsten sich Jak. Balder den 7. Preis mit 107 Punkten. Jean Leonhardt den 10, Preis mit 103 Punkten, Philipp Krämer den 20, Preis mit 98 '/, Punkten Valentin Warner mit 90 Paukten den 26. Preis, Wir gratulieren den wackeren Turnern von Herzen zu diesen schönen Effolgen und freuen uns darüber, daß dieselben in der Unterstufe den 1 Preis herausgeholt haben, der erst durch un­richtige Berechnungen, was aus einem Eaufest der deutschen Turneischaft durchaus nicht oorkomme» dürste, dem Sieger streitig gemacht werden sollte und erst ein energischer Einspruch nötig war, den 1. Preis demjenigen Prcisturner zuzusichern, der den gerechten Anspruch aus denselben hatte. Es herrschte denn auch angesichts der errungenen Erfolge bei der Heimkunft eine recht begeisterte und in anbctracht der politischen Lage eine rccht gehobene vaterländische Stimmung, die durch ver­schiedene Lieder und Ansprachen im Bereinslokal zum Ausdruck kam und die von Neuem bewies, daß der Turn- und Gesang­verein „Eintracht" sowohl mit seinen gesangliche» wie mit sei­nen turnerischen Leistungen aus der Höhe der Zeit steht, Gut Heil!

* Nieder Mockstadt, 27. Juli. Tie Brandstiftungs- affäre, die den Ort seit Monaten in Auftegung hielt, hat nunmehr ihren Abschluß gefunden. Der seit April in Unter­suchungshaft sitzende Ackerknecht Wilhelm Schaubach wurde auf freien Futz gesetzt, da sich fciffa Unschuld erwiesn hat. Eins Landwirt, der in der gleichen Angelegenheit verhaftet war, erhängte sich vor kurzem im Gefängnis.

* Gieße», 27. Juli. Schon am Samstag während des Be­suches des Großherzogpaares und auch gestern den ganzen Sonn­tag lag eine gewisse Spannung aus allen Gesichtern und in ollen Kreisen ist die Rede von Krieg. Neugierig stehen die Menschen an den Telegrainmen-Aushängen, selbst die Kinder aus der Straße rede» davon, und wo zwei in einer Unterhal­tung begriffen sind, da hört man im Boräbergehen die Worte: „Serbien", „Rußland". Dian suhlt, daß der Hammer der al­ten Weltenuhr wieder einnial zum Schlage ausgehoben hat und alles ist gespannt, ob er wieder in seinen Ruhepunkt zurück- sällt, oder ob er niederjchlägt und mit seinem Schlage unser Vaterland zu einem ampfe ausrust, in welchem alle Eroßstaa- ten Europas mit ihren Riesenheeren zmu Wafsengange antre- ten. Gut wäre es, wenn der Kamps lokalisiert bliebe oder ver­mieden wurde, muß aber Deutschland sein Schwert ziehen, so tan» es dies in dem stolzen Bewußtsein tun, daß dank seiner unverzüglichen Führung und dank des kameradschaftlichen Gei­stes d's Offizierkorps und Mannschaften seines Heeres beseelt, wenn Gott mit UNS ist, der Sieg llnser werden muß. Mögen die Würfel heute oder morgen sollen wie sie wollen, das deutsche Ball braucht nicht zu verzagen, sondern kann getrosten Mutes seine Söhne zum Kampfe stellen nud dann der seste» Zuversicht sei», daß seine Fluren und Gaue von keinem Feind betreten werden.

Frankfurt und Oesterreich.

Frankfurt tu M., 27. Juli. Die traditionelle Sympathie der alten Kaffcrstadt Frankfurt für Oesterreich äutzerte sich am Samstag, clls die Wiener Meldungen über Serbiens unbefriedigende Antwort cintrasen, in geradezu überschweng­licher Werse. Schon von sechs Uhr an durchwogtc eine riesige Meiischrmwelle die HanptverkehrSsftnßcn der Stadt und staute^ sich vor den Zeitungsredaktionen in der Eschcrsheimcr- »nd Schillerstratze in schier beängstigender Werse. Mit tiefem Ingrimm und herber Enttäuschung nahm man gegen 7 Uhr die Nachricht von dem angeblichen Einlcnken Serbiens auf. Als aber dann wenige Augenblicke später die Wahrheit bc- kannt wurde, da brauste ein Jubelsturm durch die Straßen, wie ihn die Stadt vielleicht seit den Julitagen von 1870 nicht erlebt hat. Mit Blitzesschnelle ging die Kunde von der kraft­vollen erlösenden Tat durch die Stadt. In den Caf6häuser„ verlangten die begeisterten Gäste von den Kapellen ohne Un- tcrbrcchung patriotische Weisen, an dem Bismarck- und Kaiserdcnkmal fanden spontane Kundgebungen für den Donaustaat statt. Bis an den anfglimmenden Morgen be­lagerten hundefte von begeisterten Männern nnd Frauen die Zcitungsredaktionen imd warteten voll Spanung der neuen Meldungen. Ueberall bekundcten sich kraftvolle Enffchlosscn- heit und erhebende Siegeszuversicht.

Das gleiche Bild wiederholte sich gestern Sonntag, aber in weit stärkerem Matze. Doin frühen Morgen bis spät in die Nacht durchwogte eine unübersehbare Menge die Stadt und nahm die massenhaft ausgegebenen Extrablätter nit stürmischem Beifall entgegen. An den SympathiekiindgeSnn- gen beteiligten sich die hier stark vertretenen Bulgaren und Italiener in besonders lebhafter Weise. — Ganz besonders aber sind die Ocsterretcher der Gegenstand begeisterter Bcr- brüderungsaftc.

Infolge der österreichischen Mobilmachung sind gestern bereits mehrere hundert Oesterreicher in die Heiniat abge­reist.

„ Neueste uud Drahtnachrichten.

Die Nachrichten aus Oesterreich und aus Serbien un­terliegen einer strengen Zensur, so datz cs schwierig ist, durchaus zuverläffigc Nachrichten zu erhalten. Ohne Gewähr für die Richtigkeit zu übernehmen, veröffentlichen wir fel­gende Telegramme:

Biidaprst, 27. Juli. Ungarische Blätter berichten aus Scmlin, das, in der Nähe der Stadt ein heftiger Geschütz­kampf im Gange zu sein scheint. Heftiger Knuonendoniicr ist vernehmbar. Dir serbische Arme« habe den Kampjplntz räumen müssen.

Wien, 27. Juli. Hier eingctroffenen Gerüchte» zufolge

ist

Belgrad von österreichische» Truppen besetzt.

Wien, 27. Juli. Dir Nachricht, datz die österreichischen Truppen bereits in Belgrad sind, dürfte verfrüht sein. An- derersefts wird gemeldet, daß nach dem Abzüge der scrbischr'n Truppen und der Regierung eine

Revolution in Belgrad ansgcbrochen sei. An verschiedenen Stellen der Stadt sind Brände ousgcbrochcn.

Auch der Bahnhof soll vorher von den abzichendrn Truppen in Brand gcstcckt worden sei». Die serbische Armee ist unter dem Odrrffeschl des Kronprinzen Alexander bei Nisch kvn- zentriert. Doch sind die Verbände, die Serbien momentan zur Verfügung hat, numerisch schwach, da der Kern in Maze­donien steht, wo die Truppen mit der Pazifizierung der neuen Provinzen beschäftigt sind. Serbien darf die ncucr- oberten Gebiete nicht von Truppen entblötzen, wenn cs nicht Gefahr laufen will, sie gänzlich z» verlieren.

Rom, 27. Juli. Es ist hier an amtlichen Stellen bekannt geworden, daß die englische Regierung dem russischen Bvt- schafter erklärt habe, es sei an den gegenwärtigkii Vorgänge» in Serbien und Oesterreich vollkommen desinteressiert. Ter russische Boffchaster habe diese Taffache imt dem Bemerke» an seine Vorgesetzte Behörde weitcrgegeben, daß ihni die beson­ders eisige Haltung der englischen maßgebenden Stellen auf- gefallen sei.

Frankfufter Welterbericht.

Voraussage: Wechselnd bewölkt, zeitweise Reoenßhu'e-

kühl, aussrischende westliche Winde.

Norbmcht mm Frankfurter Minarkt.

Montag, den 27. Juli 1914.

Austrieb: 414 Ochsen, 79 Bullen, 696 Kühe, 348 Kälber, 62 Schafe, 2175 Schweine.

Tendenz. Infolge der Kriegsgefahr fest, da haupt­sächlich Schweine nach Oesterreich erpotiert werden. Roggen in neuer Ware zu 18— <M angeboten, jedoch kein Geschäft. Haftr 19—21 <M. Im übrigen stangiert das Geschäft fas« vollständig. ____

Einem Teil unsere Samstagnummer lag und dem anderen Teil unserer heutigen Nummer liegt eine Beilage der Firma Mayer I. Hirjch-Friedbcrg bei, in welcher sie die günstig- Ein- kaussgclegenheit wahrend ihres Sailon-Ausverkauis bekannt

macht.

Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hiffschel, Friedberg: für den lokalen und unterhaltenden Teck: Bernhard Lenz. Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tages, «eituna". A.-G.. Friedbera i. L.