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nie» habe. Diese Gerüchte beruhen Wohl mehr auf müfeiaec Kombination, Schweden hat cs nicht notwendig, sich zur Fiihrnng seiner Angelegenheiten eines fremden Vernntt- !ers zu bedienen. Das Ziel der Zweibundpolitik ist aller­dings klar, man niöchte das deutsch-freundliche Schweden zu c i' hinüberziehen, ob mit Erfolg, bleibt abznwartcn. Im Adrigen fiel in die Petersburger Besuchstage ein Mißton rurch den großen Arbeitcrstreik mit seinen blutigen Zusam­menstößen und es steht Wohl außer Frage, daß die Linke bei siri bietender Gelegenheit in der französischen Kammer auf diesen Zwischenfall zurückkomnien wird, um scharfe Angriffe gegen Rußland zu richten.

Eine Enttäuschung scheint auch die vom König Georg angeregte lllsterkonferenz bringen zu wollen. Die Dinge hatten sich bereits bedenklich zugespitzt, als der König vorschlug, eine Konferenz von Vertrauensmännern der ver­schiedenen Parteien einznberufen, um auf dieser eine Eini­gung zu erzielen, und der König cröffnete die Sitzung in eigener Person mit einer Ansprache, die den Ernst der Situation unverblümt betonte. Hatte schon das Erng-effen de? Königs bei einigen Parteien als nach ihrer Ansicht nn- konst'tntionell verstimmt, so soll nach einer Meldung der Morning Post" die Konferenz mit einem vollständigen Mißerfolg geendet haben; die Verhandlungen seien abge- brachen worden, da die einzelnen Parteien auf ihre Anschau­ungen beharrten und keine gewillt war, nai^ugeben. Ein Kompromiß Hobe sich ermöglicht und die Lage sei jetzt ver­worrener denn je. Das sieht recht bös aus, und bei der in Ulster herrschenden Stimmung wäre es nicht ausgeschlossen, daß es über kurz oder lang zu schweren Zusammenstößen kainint.

Durch den österreichisch-ungarischen Konflikt sind die Vorgänge in A l b a n i c n in den Hintergrund getreten. Die Nachrichten lauten widersprechend, während es auf der einen Seite heißt, durch die Ankunft der Freiwilligen habe sich die Lage des Fürsten gebessert, wird auf der anderen Seite seine Stellung als unhaltbar angesehen. Wichtigere Dinge auf dem Balkan werden auch diese Frgae klären.

Karioffklgklahr durch Phytophthora!

Nach längerer Pause tritt wieder in diesem Jahre die Phytophthora infestans, die Kartoffelkrankheit oder auch Krantfäule der Kartoffel genannt, in erschreckendem Maße auf. ES treffen schon Meldungen von mehreren Seiten ein, die uns veranlassen, unsere Landwirte zu mahnen, ein offenes Äuge zu haben und sofortbeidengeringstenEr- j scheinungen die Bekämpfungsmoßregeln zu ergreifen I

Hier heißt es Vorbeugen!

Man beobachte aber nicht nur die eigenen Felder, son- oern auch die des Nachbarn und treffe sofort bei sich die not­wendigen Abwchrmaßnahmcnl

Das Erkennen: Ziemlich plötzlich beginnen die Blätter vom Rande oder der Spitze aus braunsleckig zu werden (gewöhnlich im Monat Juli)'. Bei feuchter Witte­rung sind diese Flecke weich, während sie bei trockener Witte­rung dürr werden, sodaß sie zerrieben werden können. Das sicherste Zeichen der Krankheit ist, daß sich auf der Blatt- unlcrseite rings um den Fleck herum auf dem noch grünen Teil ein weißer Flaum als Saum zeigt. Bei vorgeschritte­ner Krankheit zeigen auch die Knollen braune Flecke.

Die Ursache ist ein Pilz, der eilte außerordentlich rasche Vermehrung zeigt und dadurch sich so schnell aus- bieitet und zur größten Gefahr für unsere Kartoffeln wird. Nach einer eingegangenen Meldung sind einem Landwirt

Ab Sonntag, den 26. Juli steht in meinen Stallungen ein großer Transport

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zum Verkauf und lade ich Interessenten zur srdl. Besichtigung höslichst ein

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Das nebenstehende Bild gibt miss e ne Gegenüberstellung der östeneich- lingarischen und der serbischen Kriegs- n acht. In den beiden Soldnfcu ist bildlich der Unterschied zwischen bei- den Staaten angedcuiei, schon da­raus geht hervor, daß der Knirps Serbien gegen den Niesen Oester­reich nicht auskoinincn kann. Tie nebenstehenden Kolonnen rervo!!- lommnen das Bild. Das stehende Heer Oesterreich-Ungarns mitLL§L43 Mann ist beinahe so stark als die ganze serbische Wehrmacht, stehendes Heer 1, 2. und 3. Aufgebot (z»f. 403342) zusammen genommen. Tie gesainte Wehrmacht Oesterreichs be­tragt 2330000 Mann.

in der Wetteiau bereits innerhalb drei Tagen über 2 Hektar Kartoffeln (Frühkartoffeln) vollständig vernichtet worden!

Die Bekämpfung und Vorbeugung erfolgt durch die Bordelaiserbrühe, welche sich jeder Landwirt nach folgender Anweisung Herstellen kann: 2 Kilogranim Kupter- bitriol werden in 50 Liter Wasser in einem Holzgefäß oder Kupfcrgeföß, aber niemals in einem aus Eisen, aufgelöst. Soll es schnell gehen, dann nimmt man zunächst heißes Wasser und gießt nach dem Auffösen kaltes dazu. Unterdessen werden in einem anderen Gefäß, welches auch (iiS Eisen sein darf, gebrannter Kalk lind zwar gut 2 Kilo- gtamm zunächst gelöscht und dann zu einer Kalkniilch ver­dünnt bis auf 50 Liter. Kurz vor Gebrauch gießt man die 50 Liter Kalkmilch durch einen doppelt zusammengefaltet-ii ausgewaschenen Sack in die Kupfervitriollösiing, rührt dos Ganze gut durch, ffillt es in eine kupferne Obst- oder Hedc- richsprihe, welche aber auf den Rücken zu nehmen ist und spritzt das Kartosfeffaub von unten und oben ob.

Wer schnell vorgeht, sichert sich seine Ernte!

Wir bitten alle Meldungen über Beob­achtungen uns kurz auf einer Postkarte um­gehend mitteilen zu wollen, daniit wir helfend eingreifen können!

Sammelstclle für Pflanzenschutz in Zrirdbccg.

Or. Hoffman».

Ans der fjdmnt.

* Friedbcrg, 25. Juli. Das Eisenbahnbetriebsamt 2 Gießen, teilt mit, daß morgen Sonntag, den 26. Juli, ans Anlaß des Büdinger Schützenfestes folgender Perjoiienson- dcrzug von Gelnhausen bis Büdingen, mit Aufenthalt in Lieblos und Mittclgrllndau gefahren wird: Gelnhausen ob 10,55 Uhr vormittags. Lieblos ab 11,02 Uhr vormittags; Mitlelgründau ab 11,08 Uhr vormittags, Büdingen an 11.18 Uhr vormittags. Außerdem erhalten die Personcnzüge 506, 507, 504 und 512 auf der Strecke NiddaGelnhausen Vor­züge. Die Fahrzeiten der Vorzüge sind 10 Minuien vvi der fahrplanmäßigen Zeit.

* Hcuchclhcim, 25. Juli. In einer Sandgrube an der Lahn wirrte in einer Tiefe von fünf Metern ein Baiimstainui

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gefunden, der eine Länge von zwölf Metern und einen Tniä - Messer von zirka 1 Meter hat. Eigenartig an dem Funde ist, daß er mit Pfählen befestigt und von einem noch teilweise sichtbaren Holzgeslecht umgeben gewesen ist. Die Freilegung des Stammes ist noch nicht becubet, so daß sich Beslinimtes über seine Form und Bestimmung noch nicht sagen laßt.

* Frankfurt a. BI., 23. Juli. Zu den Zahlungsschwieriglei- ten des Warcnkrcdithaufes N. Fuchs, Inhaber Eg. Tuch, teilt derKonfektionär ' noch mit, daß jetzt auch der Schwager des FiriueninHabers, Otto Frank in Nürnberg, Karl Fichtel u. Co, in Augsburg und Hrch. Hofmauu in Niünchcn, seine Zahlungen eingestellt hat, da Frank größere Wechselverbindlichleiten und Bürgschaften siir Tuch eingegaugen ist. Die Passiven der drei oenanutcn Firmen betragen etwa t Million Mark. Bei der Firma Fuchs in Frankfurt stellen sich die Verhältnisse als ganz besonders verwickelt heraus. Wenn es zum Konkurse kommt, ist mit einer passtoen Summe von etwa 8 Millionen Mark zu rech­nen, und die nicht bevorrechtigten Gläubiger wurden in diesem Falle völlig leer ausgehen.

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