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Reue Xog«»jf itn«g. s»m»tag, den 18. J«li lau,

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Deo gejagt fein: Nach dem Gesetz über dl« Naturalleistung säe

die bewajsnete Macht im Frieden sind zur Stellung von Vor­spann Fuhrwerke, Gespanne, Gespannsührer alle Besitzer von Zugtieren verpjlichtet. Zur Dorspannleistung sind in er­ster Linie die heranzuziehcn, die aus dem Vermieten ihrer Tiere und Wagen oder dem Betriebe des Fuhrwesens ein Ge­werbe machen, Leistungspflichtige, welche ihren Obliegen- heltcn nicht nachkoinmcn, sind durch den Eemeindevorstand un­ter Anwendung der ihm zustchenden administrativen Zwangs­mittel hierzu anzuhalte». Ist die Leistung nicht rechtzeitig zu erlangen, so kann sie anderweitig aus Kosten des Verpflichteten bcschasst werden. Die Kosten sind von diesen aus dem vorge- jchriebene» Wege durch die Gemeinden bcizutreiben. Die Llcliung von Vorspann kann nnr gesordert werden für die auf Marschen, >m Biwak oder Lager befindlichen oder vorüber­gehend cinquartierte» Truppenteile und nur insoweit, als es nicht gelingt, den Bedarf rechtzeitig zu einem Preise zu ermie- tcn, welcher den vom Buiidcsrate für den betreffenden Liefer- ungsverband festgestelltcn Vergiitungssatz nicht übersteigt. Nur ivcnii mehrere Armeekorps zu genicinsamen Hebungen zusam- mcngczogen werden, dürsc» an den Korpsmanövertagcn und bei den zugehörigen Märschen die Mietpreise die Vergütungs- sätze um 10 Prozent übersteigen. In der Regel soll der Vor­spann nicht länger als einen Tag benutzt werden,' nur in den dringendsten Fällen ist eine längere Benutzung zulässig. Für außergewöhnliche Abnutzung an Zugtieren, Wagen und Ge­schirr, sowie sonstigen Verlust und Beschädigung, ist dem Eigen tümer voller Ersatz zu gewähren, welche infolge oder gelegent­lich der Vorspann- oder Spanndienstlcistungcn ohne Verschul­den des Eigentümers oder des von ihm gestellten Gespannfüh­rers entstanden sind, Die Vergütung für geleisteten Vorspann

mit Ausnahme des Vorspanns zur Anfuhr der Dcrpslegungs- und Biwaksbedürfnisie bei Uebungen und sonstigen Truppenzu- sammenzichungen, sowie zur Anfuhr des Fouragebedarss ist von dein Truppenteil in jedem Quartier sofort zu bezahlen. In den vorgenannten Fällen erfolgt die Zahlung monatsweise bezw. nach beendeter Hebung gemeindeweise durch Liqui­dation,

* Fiicdbcrg, 18. Juli, Die Kunstausstellung ist am 1b, d. M. geschlagen worden. Der Besuch war über Erwarten gut. Es haben 716 Erwachsene nud 455 Schüler die Ausstellung be­sucht, Sie haben dadurch sehr zum Veaknntwerden unserer einheimischen Künstler beigetragcn. Der Erfolg ist so ermu­tigend, daß für ein späteres Jahr eine weitere Ausstellung ins Auge gesoßt werden kann, aus der auch andere Maler vertre­ten sind, vielleicht auch mit einer photographischen Abteilung und iner für künstlerische Entwürfe. Es wurden 506 Lose ver- akust. Das Verzeichnis der 5 Gewinne findet sich in der heu­tigen Nummer dieser Zeitung.

* Fricdberg, 18. Juli. Vom 7.10 August dieses Jahres wird im EtablissementZum Saalbau" dahier durch die Thea- tergeselljchajt Johannes Breiholz das vaterländische Festspiel .Familie Psannluch oder Hessentreue" zur Ausführung gebracht. Der Verfasser des crsolgrcichen bereits über hundertmal aus- geführtcn Schauspiels ist der Landwirt Otto Müller in Gre­bendorf

* Fricdberg. 18. Juli. Die hessischen Landtagswahlen fin­den naib einer Bekanntmachung des Kreisamts voraussichtlich am 0 November statt. Mit der Aufstellung der Wählerlisten soll sofort begonnen werden. Der 0, November fällt auf einen Freitag,

* Flicdberg, 18, Juli, Die diesjährigen Truppenübungen

des 18, Armeekorps finden, nach Mitteilung des Generalkom­mandos, wie folgt statt: Regiments- und Brigadeübungen:

Vom IS, August bis 2. September bei Hanau, bei Ober-Ursel, bei Ober-Erlenbach, Bergershcim, Petterweil, Wirker, Bier­stadt, Soden, Rodheim, Ober-Wöllstadt, Groß-Umstadt, Ober- Ramstadt, Rcinheim, Fürth und Gadernheim, Brigade­manöver: Am 4. und 5. September bei Rcinheim, bei Linden­fels, zwischen Höchst und Mainz, sowie zwischen Frankfurt und Friedberg. Divisioirsmanöver : Am 7. und 8 , September bei Reinheim uub zwischen Bad Homburg v, d, H, und Mainz. storpsmauöver: Vom 10. dis 12. September östlich Darmstadt.

Kaijermanüver: Vom 14, bis 18, September,

* B«d Rnuheim, 18, Juli. Nächste Woche ist täglich vor- niittags 7 Uhr Frühkonzert in der Trinkknranlage. Sonn­tag, 19, Juli, nachmittags von 4 6 Uhr und abends von 8 lis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Knckapclle. Abends 8 Uhr im Kurhaiissaale Theater:Krieg im Frieden", Lust- spiel in 5 Akten von G. v. Moser und Franz v. Schönthan. Montag, 20, Juli, findet nachmittags von 4>/> bis 6 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr aus der Terrasse Konzert der Kur- kapelle statt. Abends 8 Uhr im Kiirhansfaale Theater: Wie einst im Mai", Posse »nt Gesang und Tanz in 4 Bil­dern von Rudolf Bcrnancr uiid Rudolph Schanzer. Miisik von Walter Kollo und Willy Brcdschncider.

Sleinsurth, 18. Juli, I» unserer Gemarkung steht jetzt die edle Flur der Rosen in voller Blüte. Die Mosenfelder ge­währen jetzt einen prächtigen Anblick, Der Versand ist im Gange, ledoch ist man mit dem Absatz nicht sehr zusrieden. Die meiste» der hier gezüchtclc» Rosen gehe» aus den Berliner Markt,

* Giicdel, 18. Juli. I» der Gemarkung Griedel fand am 15. Juli die össentliche Bcsichiigiiiig eines voi, dem Landwirt. schasislammer-Ausschuß für Oberh-sicn angelegten und von Herrn Wilh. Hrch, Fenchel in Griedel durchgesührten Beispiels- dünguiigsvcrsuches statt: anschließend daran war gemeinsamer Gemarlungsrundgang, an dem sich zirla 0035 Landwirte aus Griedel beteiligte». Herr Privaldozeiit Dr. Kleberger-Eießen erläutert« in recht eingehender Weife dcii Stand der Versuchs­parzellen, welche liiil Kartoffel» bestellt waren und wies ver­gleichend aus die beiden recht -bsallenden Parzellen ohne Dün­gung hin. Eine Parzelle, bei welcher zwar Stickstoss »ud Kali gegeben Zeigte recht deutlich, daß in de» dortigen Verhältnis­sen «ine Phosphorsäuregabe recht angebracht ist. während ein Kalimangel weniger in Erscheinung tritt. Mit Kali, Phos­phorsäure und Stich'tojj als Chilesalpeter gedüngt, zeigte einen recht üppige», dunkelgrüne» Bestand, jedoch tönnte eine zu »roßc Salpeterpabe bei nassen Jahren Anlaß z»,n Faulen der

Knolle« gebe«. Di« Parzelle mit Stickstoff als Rorgesalpeter

zeigte eine etwas schwächere Krautentwicklung, dagegen trat die mit schwcfelsaurem Ammoniak als Stickstoff gedüngte Parzelle wieder recht erheblich güststtg in Erscheinung. Kalkstickstoff, welcher bei Getreide, namentlich i«! Hafer sich sonst recht gut beivährte, wäre bei. Kartoffeln etwas vorsichtiger zu verwen­den, wenn er aber verwendet wird, sc! er mindestens 3 bis 4 Wochen vor dem Pflanzen auszustreucn. Dolldüngung ohne Stickstojs blieb merklich in der Krautentwicklung zurück, jedoch sollen die Knollen sich recht stärkehaltig erweisen. Bei Aus­führungen beim Ecmarlungsrnndgange wurde auf die oft mit Distel», Hederich und sonstigem Unkraut« bestandenen Wege ausmcrlsam gemacht: cs wurde der Wunsch geäußert, die Feld­polizei möchte angewiesen werden, streng darauf zu achten, daß die lliikränter von jedem angrenzenden Besitzer vollständig beseitigt würden. Auch zeigte sich, daß oft Disteln und Hede­rich aus Kompost- und Misthaufen geradezu gemästet wurden. Die Komposthaufen könnten vielmehr nutzbringend mit Gur­ken, Kürbisien oder Dickwurz besetzt werden. Das Ausfahren der Misthaufen kurz vor der Ernte soll möglichst vermieden werden, sollte dies aber wegen Platzmangel im Hofe dennoch durchgefnhrt werden müssen, so sei der Mist öfter mit Wasser airzufcuchten und mit Erde zu bedecken, Jauche dagegen för­dert die Zersetzung und den Stickstoffverliist, Der sogenannte Windhalm (Gras) kann durch sofortiges Stürtzen oder Stop­peln nach der Ernte zum Keimen gebracht werden, sodaß er als kälteempfindliche Pflanze leicht auswintert, Don dem Wickenanbau lkärünsuttei) wurde abgeraten, da Wickfutter die Milchaualität ungünstig beeinflußt, jedoch Erbsen und Wicken im Gemenge empfohlen, Pferdcmöhren sollen als Pferde- und Schwcinefutter beibehalten, jedoch etwas weiter vereinzelt werden, als auf dem dortigen Grundstücke, Daß der Klee durch Beizen mit Nitragin auf kleemiidcn Böden wieder besser gedeiht, hat uns Herr Fr, Fenchel eingehend erklärt. Leider mußten die sehr lehrreichen Ausführungen des Herrn Privat- dozcntcn Dr, Kleberger etwas früher als eigentlich vorgesehen, auf den, Felde abgebrochen werden, denn ein am südlichen Himinel aussteigendes Gewitter kam näher und ein bald ein- setzendcr Regen zwang zur Heimkehr Aber die Ericdeler Land­wirte waren in recht anerkennenswerter Weise in die Wirt­schaft von Bissels gefolgt und es konnte in einer gegenseitigen Aussprache fortgefahren werden, an welcher sich die meisten Landwirte beteiligten. Den Wiesen könnten die Abwässer der Stadt Butzbach noch mehr nutzbar gemacht werden, wenn mit Kalk gedüngte würde ndu durch einen dritten und zeitigeren Schniii die sauren Gräser inehr zurückgedrängt würden. Die Wiesen !m allgemeinen sollen abwechselnd mit Kunstdünger lind Kompost gedüngt werden, denn ciine einseitige Kunstdün- gcrgabe begünstigen den Humusschwund, Der Herr Referent wies noch statistisch nach, daß die so fruchtbare Weiterau noch nicht hochgcnug in den Kartosselerträgen sei nud es sei wirklich beschäniend, daß uns Sandböden darin übertrcffen, denn neben Siallinist müßte noch Knustdünger zu Kartoffeln angewendet werden, damit die Kartoficlerträge erhöht und itlchr Kartof­feln getrocknet werden könnten. Auch sollen durch Anbau von Wintergelreide und Feldbohnen die fremden Futtermittel mehr ausgeschaltet werden. Das Bestreben der Deutschen Landwirt­schaft soll dahin gerichtet sein, sich von den ausländischen Fut­termitteln, namentlich von den oft recht minderwertigen aus­

ländischen Futtermittel« abzuschntteln und die »ötigeitz zur hei­mischen Viehzucht ersorderlichen Futtermittel selbst anzubauen. Daß die von der Theorie gegebenen Winke nd Vorschläge auch in sonst gutgepslegten Gemarkungen recht angebracht sind, brachten hier viele Landwirte zum Ausdruck. Zum Schluss« sprach Herr Bürgermeister Fenchel im Namen der Anwesen­den seinen Dank aus und ein von Herrn Schneider ausgebrach- tcs und mit kräftigem Beifall aufgenommcnes Hoch auf den Herrn Referenten bezeugten nochmals den Dank der Anwesen­den.

* Appenrod, 18. Juli. Im hiesigen Sieinbruch fiel dem Ackerknecht Fleischhauer aus geringer Höhe ein Stein auf den Kops. Der noch rüstige Mann war aus der Stelle tot.

* Breungeshain, 8. Juli, Nachdem seit dem 20. April 1613 sich hier kein Stcrbcfall ereignet hatte, verstarb am 13. Juli Frau Katharina Zinncl geh, Lust im 76. Lebensjahre.

* Frankfurt a. M., 18. Juli, Zu her kürzlich durch die hiesigen Tageszeitungen gegangenen Mitteilung über die Verwechselung einer Leiche in einem hiesigen Krankenhause teilt die Stadtkanzlei mit, datz der Vorfall nicht im Stadt. Krankcnhause und auch in keinem der sonstigen städtischen oder Stiftungshospitäler vorgekcmmen ist.

* Frankfurt a. M., 18. Juli. Wie durch ein Wunder wurde der sechsjährige Phil. Bender vom Tode gerettet. .Er siel aus dem Fenster des fünften Stockwerkes, Hirschgraben 16, in die Tiefe, schlug im Fallen auf ein Schutzgitter aus Draht auf und wurde von diesem wieder emporgeschnellt. Ziemlich sanft kam das Bürschchen dann aus ebener Erde an, wo cs sogleich ousitand. Zur Feststellung etwaiger innerer Verletzungen brachte man das Bübchen in «in Kindcrhospital.

* Frankfurt a. M., 18. Juli. Nach einer Mitteilung des Statistischen Amts ist die Volkszahl für den Stadtkreis Frank­furt a, M. unter Berücksichtigung der seit der letzten Volks­zählung polizeilich genieldetcn Zu- und Abwanderungen, so­wie des entsprechenden Ueberschusics der Geburten über di l Sterbcfälle am 1. Juli d. I. mit rund 449,700 anzunehmen

* Bvnamcs, 18. Juli. Der Kriegervercin feiert heub und morgen Sonntag das Fest seines 40jährigcn Bestehens Von den Gründern des Vereins leben noch sechs.

Aus dem Kreise Hanau.

* Hanau, 18. Juli. Der Maurer Konrad Wintersteilt von Langenselbold, der im Juni wegen Münzverbrcchens vor dem Frankfurter Schwurgericht stand, aber freigesprochen wurde, hatte sich gestern wegen schwerer Urkundenfälschung vor der hiesigen Fericnstrafkammcr zu verantworten. Er wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Hessku-Nassau.

* Hohensolms, 18. Juli, In der hiesigen Gemarkung wurde eine Landwirtssrou von einem Rehbock angegriffen und zu Boden geworfen. Sie erlitt außer einigen derben Hautab­schürfungen im Gesicht auch einen Armbruch.

* Waldgirmes, 18. Juli. In einer Lehmgrube fand man bei Fundamentierungsarbcilen ein vollständig erhaltenes Ske­lett recht hohen Alters. Um den Hals lag eine Perlenkette mit einer Metalltafel, die eine lateinische Inschrift enthielt. Der Fund ging leider größtenteils bei den Grabungen ver­loren.

* Marburg, 18. Juli. Vorgestern fand auf dem Orten-

Statt Karten.

Käti Steinhäusser Dr. med. vet. Gustav Schneider

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Friedberg i. H

Juli 1914

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Die Gewinne können gegen Vorzeigung der Lose von Diens­tag, den 21. Juli 1914 ab bei idem Unterzeichneten abgcholt werden.

Friedberg, den 17. Juli 1914.

Dr Nebel,

Bekanntmachung

Die erledigte Stelle des

StadlkasiegeljUfen

!ist am 1. Lttober l. Js. zu be­setzen. Bewerber wollen ihre Meldungen unler Beischluß von ! Zeugnisabschriften und Lebens­laus und unter Angabe der Ee- Dhaltsansprüche bis zum 27. Juli l. Js. bei mir einreichen.

Friedberg i. H., 10. Juli 1914. Der Bür

vürgermeister.

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