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Ar. IBS

Sltut Tageszeitung. Freitag, Mn 17. Juli 1914,

Preise gegen den Vormonat. Bei Mainz, Wiesbaden und Rhcingau zeigte sich in Läuten meist ein Anziehen von durch.

schnittlich 2 Pfg. pro Pfund.

* Wiesbaden, 16. Juli. Heber di- Bautäigleit in der Pro- oinz Hessen-Nassau im Juni d. I. sagt derBaumaterialien- Markt": In der Stadt Eschwege ist die Bautätigkeit gleich Null gewesen, auf dem Lande war ste gut. Eine Besserung in der Stadt steht noch bevor. Dasselbe ist von Frankfurt a. M., Fulda, Hanau, Marburg, Wiesbaden und auch von Kassel zu sagen. Vollständig danieder lag der Baumarkt in Hanau, hier auch aus dem Lande, weil die vermeintliche gute Ernte des vergangenen Jahres sich qualitativ geringer erwies, als ver- niutct war, und weil daher auch der Erlös hinter den Erwar­tungen zurückgeblieben ist. Die Entwicklung der privaten Bau­tätigkeit in Hessen-Nassau hängt ebenso wie in anderen Bezir­ken einzig und allein von der Bessergcstaltung der Hypotheken- vcrhältniffe ab. Solange diese noch ungünstig sind, wird der Baumailt keine Anregung erfahren.

* Wiesbaden, 16. Juli. Der Landwirt Wilh. Sachs in Jallenstein i. T. hatte dortselbst ein Grundstück, aus dem ein Stallgebäude stand, an den Professor Reiher in Frankfurt a. M. veräußert. Zwischen der Tätigung des notariellen Ver­trags und der Auslassung im Grundbuch lieh nun Professor Reiher das Stallgebäude niederlcgen und eine Villa errichten, die er alsbald bezog. Die Wertzuwachssteuer wird nach dem Stand des Grundstücks zur Zeit der Veränderungen im Grund­buch berechnet und im vorliegenden Falle mit 1916 Mark von Sachs angesordert worden. Sachs erhob .dagegen Klage und machte vor dem Bezirlsausschuh geltend, er habe nicht nur das Grundstück, sondern dasselbe mit dem Stallgebäude an Prosessor Reiher veräußert. Die Aujwendungen für das Gebäude in Höhe von 7006 Mark seien demgemäß vom Wertzuwachs abzu­ziehen und demzufolge die Steuer herabzusetzen. Der Bezirks­ausschuß wies heute die Klage ab. Die Wcrtzuwachssteucr sei von den, Stand des Grundstücks zur Zeit der Erundbuchsauf- lassung zu erheben. Zu diesem Zeitpunkt habe das Stallg» bäude aber nicht mehr gestanden, könne daher auch nicht den Abzug der Aufwendungen für dieses vom Wertzuwachs für be­rechtigt anerkennen.

* Wiesbaden, 17. Juli. Die Leiden eines Kindes wurden gestern in einer Verhandlung vor dem hiesigen Schöffengericht nusgerollt. Angeklagt war die Ehefrau Berta Fuhrländer gcb. Schäfer, die aus ihrem ledigen Stand die jetzt 6jährige Hedwig Schäfer mit in die Ehe gebracht hatte. Aber nicht der Stief­vater war es in dem vorliegenden Falle, der das Kind miß­handelte. sondern die eigene Mutter, der das Kind lästig schien. Schlechte Ernährung und Kleidung, dafür aber fast Tag für Tag Prügel, das war cs, war das Kind feit Eingehen der Ehe zu erwarten hatte. Mehrfach äußerte sich die unnatürliche Mutter:Wenn mir das Kind nicht abgenommen wird, schlage ich cs tot". Für die dem Kinde zugefügten Mißhandlungen, sür die der mit blutigen Striemen und blutunterlaufenen Flek- kcn bedeckte Körper des Kindes der beste Beweis war, hielt der Amtsanwalt eine Strafe von sechs Monaten für durchaus am Platze. Der Gerichtshof zeigte eine mildere Aissfassung und erkannte auf 2 Wochen Gefängnis.

Vom Truppenübungsplatz Orb. Die Waldungen des Hin- terfpessarr, gerade die Gegend, wo jetzt der Truppenübungsplatz Orb angolcgt ist, waren von jeher einDorado" für das wi­derwärtige Geschöpf, die Kreuzotter. Für die Bewohner der von dem Kurfürsten Friedrich Karl von Mainz im Jahre 1786 auf ehemaligem Forstgrund bei Bad Orb angelegten Kolonie Friedrichsthal" war im Iah« 1879 mitbestimmend, ihren Besitz, Haus und Hof, Feld, Hute und Wiesen in einer Größe von 167,6 Hektar an den preußischen Forstfiskus abzutreten, die Kreuzottcrplage. So töteten di« Kolonisten einmal während des Hcumachens in kurzer Frist auf einer vom Walde umgebe­nen Fläche von wenigen Morgen dreißig Ottern. Zur Zeit tritt in den Spcssartwaldungen die Kreuzotter wieder beson­ders ftarl auf und die Kreisverwaltungen haben für ihre Ver­nichtung Prämien in Höhe von 66 Pfennigen bis zu einer Mark für das Stück ausgesetzt. Aus dem Truppenübungsplatz Orb besonders tritt das giftige Gewürm feit kurzem in Masse auf und zwar auf den abgetriebenen Waldflächen und wächst sich zu einer Landplage aus. Namhafte Prämien werden auch hier für die Vertilgung de: Kreuzoltcr gewährt und Alt und Jung aus den umliegenden Orten ziehen mit Hacke, Schippe und Knüppel aus, um de», giftigen aber überaus dummen Tier, das sich wie «ln Naturforscher sagt,als Ausbund von geisti­ger Armut darstellt", den Garaus zu machen. Diese rücksichts­lose Vertilgung hatte in den letzten Wochen das Ergebnis, daß aus dem Truppenübungsplatz über 666 Stück Kreuzottern zur Strecke gebracht wurden. Will man aber auf die Dauer das Gebiet von dem giftigen Gewürm völlig befreien, so ist es nötig, vor allem Iltis, Wiesel, Igel, Dachs, Rabe, Bussard und Häher, sowie den Storch zu hegen und zu pflegen, da sich dicft liere, von denen einige berüchtigteRäuber" sind, an dem Kampfs gegen die Kreuzotter nachdrücklichst beteiligen. Auch aas beweidc» der Gegend durch Schweine, die mit die größten Feinde der Giftnattcr und gegen ihren Biß immun sind, wird die Otter verschwinden machen.

* Limburg, 16. Juli. Der 57 Jahre alte Steinbrecher Jak. Weber im nahen Dehrn, sah als er in der Nähe der Lahn mit Grasmähen beschäftigt war, in dem Flusse zwei Hände heraus- ragcn. Mit den Kleider» ging er ins Wasser, faßte nach den Aermche» und rettete so de» bereits besinnungslos gewordenen achtjährigen Aloqs Dold vor dem Tode des Ertrinkens.

* Diez, 16. Juli. Beim Baden in der Lahn geriet der Gymnasiast Enrt Schröder an eine tiefe Stelle und drohte zu ertrinken. Denr Gymnasiasten Fritz Bauniann gelang cs, unter eigener Lebensgefahr seinen Kameraden vom Tode des Ertrinkens zu retten.

Nassau, 16. Juli. Dom Tode des Ertrinkens rettete der Arbeiter Schmidt das siebenjährige Mädchen des Bäckers und Wirts Herrmann. Das Kind war beim Spielen ins Wasser gefallen, ohne daß jemand den Unfall beobachtet hatte. Die Wiederbelebungsversuche hatten Erfolg.

* Vom Weinbau. Rach der im vergangenen Jahre ausge- ftclttnn Weinbaustatistik bat ssch die Rebsläche tm Deutlcken

Reiche um 2973,4 Hektar gegen das Vorjahr wieder verringert und beträgt jetzt 165876,3 Hektar. Echt man bis zum Jahre 1966 zurück, so erregt es Erstaunen, wie schnell sich die Reb- släche vermindert hat, denn damals betrug sie 126 267 Hektar. In diesem kurzen Zeitraum von sieben Jahren hat demnach der deutsche Weinbau 14336,7 Hektar eingebüßt, oder ein Achtel der Rebsläche von 1966 ist dem Anbau von Reben entzogen worden. Das Wcinjahr 1913 hat dem deutschen Winzer vom Hektar durchschnittlich 9,5 Hektoliter gebracht, ein trauriges Er­gebnis, wenn diesem die Ergebnisse früherer Jahre gegenüber- gestellt werden. Nach der Statistik sind im Durchschnitt vom Hektar geerntet worden im Jahre 1885: 36,9 Hektoliter, 1891: 0,3, 1893 . 33, 1896 : 43,4, 1901: 85,4, 1916 : 7,5; 1911: 26.6

1912: 18,6 Hektoliter.

Aus Nheinhcsscu.

* Mainz, 17. Juli. Neunzig Küsermcister und Kellermeister aus der Rhcinpfalz besichtigten am vergangenen Montag die Eroßhcrzogltch Hessische Tomäniallcllcrei in Mainz, am Dien», tag die Königlich Preußische Domäncnlellerci in Eltville, den Cleinberg" und die Kellerei Eberbach, vorgestern begaben sie sich nach Kreuznach, um die Fabrik der Firma Scitz, die u. a. Kellereiartikcl fabriziert, in Augenschein zu nehmen.

* Gimbsheim, 16. Juli. De: älteste Bürger unserer Ge­meinde Herr Franz Reinhard ist im hohen Alter von 96 Jah­ren gestorben.

* Worms, 17. Juli. Seit gestern früh ist der Rhein stellenweise mit einer ekelerregenden breiartigen Schicht überzogen, die aus Oel, Fett und Teer besteht und die aus der in Oppau neu errichteten Fabrik stammen soll. Tie in den verschiedenen hiesigen Rheinbadeanstalten Badenden, waren am ganzen Körper mit dieser Schicht besuldct, die nicht mit Seife abzuwaschen war, sodaß man Petroleum verausgaben mußte. Bei den Rudcrvcrcincn macht sich die­ser Schmutz ebenfalls auf das ungünstigste bemerkbar und nicht zuletzt auch auf die Fischerei. Das Wasserbauamt hat sich sofort durch eine Fahrt stromaufwärts von dem haltlosen Zustand überzeugt, die Ursache ermittelt und sofort in einer Eingabe an das Ministerium die dringende Abhilfe erbctrn.

Worms, 17 Juli. Eine Kindeslciche wurde zwischen dem Stadtpark und dem Deltawcrk jenseits des Hammles- damms in der neuen Schonung gefunden. Die Leiche ist männlichen Geschlechts. Sie befand sich in einem Zigrrreu- kästchen mit gelbbraunem Packpapier und war eingewickelt in eine Wormser Zeitung vom 10. Juli. Von der Mutter fehlt noch jede Spur.

Ans aller Welt.

Touristen tot aufgefuodcn. Auf dem Groß-Venediger ln der Nähe des Untersulzbacher TörlS wurden vier Tou­risten aufgefunden, die höchstwahrscheinlich von einem Schneesturm überrascht worden sind und dabei das Leben verloren. Von Windisch-Matrey ist eine Bergungsexpedi- tion abgegangen, die weitere drei Leichen fand. Die Ver­unglückten sind Brünner und Grazer Studenten. Doch konnten sie bisher noch nicht rekognisziert werden. In Inns­bruck war das Gerücht verbreitet, daß der König von Schwe­den mit seiner Begleitung an Groß-Venediger von einem Schneesturm überrascht worden sei. Der König, der sich in Windisch-Matrey aufhält, unternahm eine Partie auf den Groß-Venediger, von der er wohlbehalten nach Sand zurück- kehrte.

Seine Frau mit Strychnin vergiftet. Wegen Gatten- niordes hatte sich vor dem Schwurgericht in Ravensburg i. B- ein Bauer aus Bechtenrot namens Franz Brllstle zu ver­antworten. Brüstle hotte eine hübsche und vermögende Witwe geheiratet, die geistig nicht ganz normal war. Wenn die Frau ihre Anfälle bekam wurde sie von dem Angeklagten und dessen Eltern auf das Schlimmste mißhandelt. Nach ei­niger Zeit übcrnahni Brüstle einen größeren Hof, allein fein Vcrmögensstand verschlechterte sich und so kam er auf den Gedanken, seine Frau aus dem Wege zu räumen. Ani 15. März fuhr er nach Ochscnhausen, kaufte dort Rattengift und Strychnin und mischte seiner kranken Frau die Gifte in die Medizin, worauf seine Frau untergräßlichen Qualen starb. In der Verhandlung kamen scheußliche Roheitsakte des Angeklagten zutage. So hatte er vor acht Jahren als Stall­schweizer sämtlichem Melkvieh die Schwciswirbel abgcdreht, um sich das Mclkgeschäft zu erleichtern: alle Tiere, die die "der Angeklagte in seinen früheren Stellungen zu warten hatte, haben nach Aussage der Sachverständigen Wirbelbrüche oder verkrüppelte Schweife. Er hat sich nur gegen Weib- liches Vieh vergangen, Ochsen, Bullen oder Jungvieh da­gegen in Ruhe gelassen. Brllstle war wegen solcher Miß­handlungen damals von dem Schöffengericht Leutftrch frei- gesprochen worden. Nach Schluß jencrVerhandlung fragte ihn ein praktischer Tierarzt, ob er denn gar kein Mitleid mit den armen Tieren, die er nach Hunderten so furchtbar gequält habe. Der Angeklagte erwiderte damals zynisch: Die haben mit mir auch kein Mitleid gehabt, wenn sie mir den Melk- fübel umwarfen. So wie er das Vieh mißhandelte, miß­handelte dann der Angeklagte seine Frau. Das Gericht ver­urteilte den rohen Menschen zu lebenslänglichem Zuchthaus.

900 ehemalige Artilleristen aus Württemberg und Baden die an dem ersten allgemeinen deutschen Artilleristenapell in Bremerhaven teilgenommcn haben, trafen gestern nacht auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin ein, um Berlin zu besichtigen. Die Gäste wurden im Hotel de Russie, Savoyhotcl, Zentral- hotcl usw. einquartiert und nahmen am Abend an einer fest­lichen Veranstaltung im Kriegervereinshaus teil, die die früheren Angehörigen der württembcrgischen Regimenter ih­nen zu Ehren gaben. 'Heute wird Berlin in einer großen Automobilreise besichtigt. Man wird das Mausoleum in Eharlottenburg, das Reichstagsgebäude und niehrere Se­henswürdigkeiten besuchen. Die Arrangements wurden von dem deutschen Konsul in Vatras oetroften. der lelbü aebore-

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»er Würti^cherger ist und zurzeit gerade in Deutschland zu Besuch weilt. Er selbst ist gedienter Artillerist und Ehren- Mitglied des Ludwigsburgcr Artilleristenhauptvereins, den, eine große Anzahl der Teilnehmer angehören.

Vier kroatische Arbeiter als Mörder eines deutschen Ar- bcitcrs verhaftet. In Schwerte an der Ruhr wurden pur kroattschc Arbeiter, die im Februar 1912 einen deutschen Ar­beiter ermordet hatten, verhaftet. Trotz hoher Belohnung u. steckbrieflicher Verfolgung hatten sie sich bisher ihrer Berhif- tung unter Beilegung falscher Namen zu entziehen gewußt.

Das Vermögen eines Diamantcnküiiigs. Die äußerst schwierige Arbeit der Aufstellung des Nachlasses de? Dia- mantenkönigs Jules Wernher, sind jetzt beendet. Ursprüng­lich hatte man das Verniögen Wcrnhcrs auf 125 Millionen Francs geschätzt. ES hat sich nunmehr herauSgcstcllt, daß sich die Höhe seines Vermögens auf 212,500 Francs beläuft. Wernher war bekanntlich das Opfer der Schwindeleien eines gewissen Lenioine, der behauptete, künstliche Diamanten er- zeugen zu können.

Eifcrsuchtstat rinrs Gardeartilleristrn. Der 22jährige Feldartillcrist Schivagereck von der 5. Batterie des 4. Garde- Feldartillcricrcgimcnts in Potsdan, unterhielt mit der in einer Gärtnerei bejcktzistigten 18jäbrigcn Arbeiterin Minna Meyer ein Liebesverhältnis. Da sich die Beziehungen in letzter Zeit etwas gelockert hatten, war er sehr eifersüchtig Am Montagnachmittag erschien er unerwartet in der Gärtne rei und machte der M. die heftigsten Vorwürfe, daß sie, wii er gehört habe, sich mit anderen Männern auf dem Schützen- feste in Potsdam abgegeben habe. Ehe daS Mädchen ein Wort der Erwiderung finden konte, zog er einen Revolver und gab drei Schüsse auf die Erschrockene ab. Zu Tode ge­troffen sank das Mädchen zu Boden. Darauf jagte sich der Mörder selber eine Kugel in den Mund. Er batte aber noch so viel Kraft, sich in ein benachbartes Kornfeld zu schleppen, wo er sich durch einen Schuß in die Schläfe zu töten per- suchte. In hoffnungslosem Zustande wurde er nach dein Obcrlin-Krankenhaus in Nowawes gebracht.

Wegen schlechten Geschäftsgang erschösse». In Berlin erschoß sich der frühere Besitzer desHotels Royal", Ad. Nclh, mit seiner Frau. Schwere geschäftliche Mißerfolge haben den in seinen Kollegenkreisen sehr beliebten Manu in den Tod gejagt. Er hatte öfters geäußert, daß der zunehniende Luxus in der Hotelausstattung ein solides Geschäft unmöglich mache.

Ein Schüler erschießt seinen Musiklchrcr. In Bo- brek bei Tetschen (Böhmen) erschoß der Schüler Kleis von der 4. Klaffe der dorttgen Lehrerbildungsanstalt den Musik- lehrcr Glawicka auf der Straße weil dieser ihm eine Rüge erteilt hatte. Darauf beging er einen Selbstmordversuch, verletzte sich aber nur leicht. Der Mörder wurde verhaftet.

Spielplan des Großh. Kurtheater» Bad-Raul,cim.

Sonntag, den 19. Juli:Krieg im Frieden", Lustspiel in 5 Akten von E. v. Moser und Fr. v Schönthan.

Montag, den 26. Juli:Wie einst im Mai", Posse mit Ge­sang in 4 Bildern von Bernauer und Schanzer.

Dienstag, den 21. Juli: (Gießen Stadttheater):Der fidelc Bauer", Operette in 3 Akten von Leo Fall.

Mittwoch, den 22. Juli:Die spanische Fliege", Schwank in 3 Akten von Franz Arnold und Ernst Bach.

Freitag, den 24. Juli:Die lustige Witwe", Operette in 3 Akten von Franz Lehar.

Sckmstag, den 25. Juli: (Homburg Kurtheater): Ope- rcttenaussührung. Unbestimmt.

Frankfurter Welterberick,

Wolkig streichwcise, leichter Regen, mäßig warm, west­liche Winde,

Heu kostete 3,503,70 Mk. Ungefähren 1 igen He>> Zufuhren wie immer. Geschäft gut.

Gedenktage.

1866 Einrücken der Preußen in Ungarn. -- I' I > of. I. Hyrtel, Anatom, t in Wien.

Giuyejimdl.

(Für Artikel unter dieser Rubrik übernimmt di« Schriftleituni nur di« pietzgesetzliche Verantwortung).

Fricdberg, 17. Juli. Das Eingesandt in Nr. 164 Ihrer ge­schätzten Zeitung bedarf der Entgegnung. Es wäre mit Freu­den zu begrüßen, wenn die städtische Baubehörde sich dasür entschließe» könnte, den Platz vor dem Bahnhofe mit einer gärtnerischen Anlage zu versehen. Die Bedenken, die der Herr Einsender gegen eine solche Anlage hegt, sind nicht stichhaltig. Einige Kugelakazicnbäume z. B., hier und da ein« niedrige Strauchart, im übrigen grüner Rosen, würde die Gebäude gegenüber dem Bahnhöfe in ihrer architektonischen Schönheit entschieden heben, die Geschäfte nicht verdecken oder gar teil­weise dem Betrieb entziehen. Die Wege jibcr den Platz könn­ten recht breit angelegt, auch einige Bänke und Kandelaber aus­gestellt werden. Die Bedenken des Herrn Einsenders gegen eine gärtnerische Anlage des Platzes wären m. E. damit nicht nur bcsciiigt, sondern auch sein Wunsch nach Sitzgelegenheit cr- süllr, die cr im Bahnhofe so sehr vermißt, obwohl sie dort in Hülle uud Fülle geboten wird. Ich bitte den Herrn Einsender, sich den Bahnhof daraufhin einmal etwas genauer anzusehen, vielleicht zieht cr dann seine Behauptung in dieser Beziehung zurück und hoffentlich auch seinen ganzen Kleinpslastcr-Vor- schlag, der unter allen Umständen zu verwerfen ist. O. A.

Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirschei Friedberg; für den lokalen und iinlerhaltenden Teil: Bernhard Lenz. Fricdberg; sür den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Fricdberg. Druck und Verlag derNeuen Tages- »eituna". A.-G.. Friedbera i. 2.