Beilage zur „Reuen Tageszeitung".
rir. ll ! 3 [ _Mittmock. den 15. Juli 11)14. I 7 . Jahrgang
Gedenktage.
1812 Emil b. Sydow geb., Geograph. — 1813 Reinh. Begas. Bildhauer, geb. — 1867 Militärkonvention mit Oldenburg. — 1884 Bruno Piglheim, Maler t.,
Deutscher Muttertag.
Unter zahlreicher Beteiligung von Angehörigen des Müllerstandcs ans dem ganzen Deutschen Reich« fand in Minden am Dienstag die Hauptversammlung de? Deutschen Müllerbundes statt. Nachdem in einer Sitzung des Lor- slandeL und Verwaltungsrats einige interne Bundesange- lcgcnheiten besprock>en, sand die allgemeine Vertretcrver- sammlung statt. Es wurde zunächst von dem Sekretär des Verbandes Wohlfahrt-Leipzig der Geschäftsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr 1913 krstattel. Er enthalt eine Fälle von Material, wodurch bewiesen wird, wi? rege durch den Bund die Interessen des Müllergewcrbes vertreten und gefördert werden.
Eins der wichtigste» Kapitel bedeutet die Stellungnahme des Deutscknm Müllerbundes zu den wick-'' llcn wirtschtiftlickien und wirtsckxijtspolitischen Fragen des Gewerbes. Es bandelt sich da in erster Linie um eine Eingabe an den Reichstag und Bundcsrat, die eine andere Regelung der Mählennmsatzstcner »nd Kontingentierung fordert, ferner »in eine Eingabe an die Landtage und Ei- sinbahnbehürden, betreffend die Abstnsung der Frachten; es wird eine Eriuäßignng der Getreidefracht um 16 bis 20 Prozent und gleick>zcitig eine Erhöhung der Fracht für Mehl- »nd Miihlensabrikate um 15 bis 20 Proy-nt gesor- dert. Weiter wird »m eine größere Berücksichtigung des Mählengewerbes bei Neuregelung der Zollten ' ' um Antbebnng der Erteilung von Einfuhrscheinen. Aushebung sämtlicher Ansnahmelarifc für anszuführcndes Getreide ». Mehl auf de» dentschen Bahnen und um Erricht ng >>on swallickien Lagerhäusern ersucht. Weiterhin wird die Forderung eines Futtermittelgesctzes der Erschwerung der zoll- sreien Einfuhr stark meblhaltiger Kleie, der r > eh uig oller Mühlen zn den Pflichten »nd Kosten der Handwerks- kommern und Innungen, der Abänderung des 8 100 g der sowie der Aufhebung oder Beschränkung des zollfreien 0-renzverkehrs ausgestellt. Schließlich wird »och eine ge- sihliche Regelung der Nachtniällerei und der Sonntagsruhe bei langt.
Tie Selbsthilfe in, Miihlengcwerbe wird einer genauen Belrachtiing »nterzogci. Unter diese? Thenia fällt n. a. auch die Selbsthilsevelciiiigung in Stolp i. P, ferner werden darin die Genossensck>aften. die Regelung der Mahl- löhne, die Einsiihriing von Mindestpreisen »nd gesunden Verkanssbedingnrigcn, die Schlußscheinangelegeuheit lind die Förderung des Mehlvcrbrauchs behandelt. Der Bericht geht dann weiter aus die Schwierigkeiten der Fcucrversichc- iung bei Mühle», die Besserung der bestendcn Verhältnisse diirch das preußische Wassergesetz »nd die Schädigiing deS Gewerbes durch Ucberlandzentralen ein. Weiter wird Stellung genomuicn, zud ne Notstandstarisen der Tarifier- ung von Futtermchlgemischen ». a. in.
Ans den Produktionserhebungen ist z» ersehen, daß im Fahre 1909—1910 im Deutschen Reiche 4536 Mähtenbe- triebe vorhanden waren und zwar 22318 Haiipt- »nd 23085 Nebenbetriebe, außerdcin wurden 18864 landwirtschaftlick>c Haupt- lind 17798 landwirtschaftliche Nebenbetricbe sowie 4194 gewerbliche Haupt- und 12111 gewerbliche Nebenbc- triebe gezählt. Der Anteil an der Gesamtsumme der ver-
v. Hartwi ;
Porträt de« serbischen Gesandte» von Hartwig.
Der plötzliche Tod des serbischen Gesandte» von Hart- ivig in Berlin erregte großes Ausjehe». Er erfolgte bei dem Condolenzbesiich des Botschafters bei dein österroich- ische« Gesandte» aus Anlaß des Todes des österreichisihen Thronsolgerpaares.
arbeiteten Mengen betrug bei den Kleinmiihle» 53,73 Praz. bei den Mittelmühlen 30,45 Prozent uiid bei deii Groß- miiblen 15,82 Prozent. Die Arbeite» der Gesck>ästsstelle in Leipzig werden von Jahr zu Jahr ligifangreicher, obwohl sich im Berichtsjahre die Milglird.rzahl um 127 vermindert hat; ain Schlüsse des Jahres 1913 gehörten dem Bunde 7223 Mitglieder an.
Nach Erstattiing des Jahresberichts »nb der Entlastung des Vorstandes folgte ein Referat des Sekretärs Wohlfahrt über die Erfahrungen in der Zentralgenosseuschast „Multer- bund" in Leipzig. Redner kaii: zu dem Schliiß, daß die Genossenschast eine gesunde Griindlage besitze und dem Müllergewerbe gute Dienste leiste. — Herr Clauß-Brositz regte die Errichtiing einer Kleinmiihle auf der im nächsten Jahre stattfindendeu Aiisstellung „Das deutsche Handn>crl in Dresden an. — Die Versnrnlung stimmte der Anregiing lebhaft zii nnb beschloß, eine Summe von 2000 Mb hierfür zii bewilligen.
Ans der Heimat.
* Frirdberg, 15. Juli. Eine Kabinettsorder ordnet an, daß die Unteroffiziere der Armee im Dienste statt der lveißen gestrickte graue Handschuhe tragen solle». Ebeiiso ist die Einführung eines neuen Offizieitornislers, der niehr Raiiiii bietet, als der im Gebrauch befindliche, angeordnet word.ni.
* Frirdberg. 15. Juli. Am 1. August wird in dem Orte Obbornhofen Kreis Gießen unter Sliifljebmig der Posthilfsstelle eine Postagentur eingerichtet. Die »eile Postnnstalt erhält die Bezeichnung Obbornhofen '(Wetterau).
* Frirdberg, 15. Juli. Wegen Vornehme von Kanalisationsarbeiten in Ockstadt wird die Kreisstraße — Orts aus- gang nach Friedberg — vom 15. bis 22. d. Mts. für den Wagenverkehr gesperrt.
* Frirdberg. 15. Juli. Der Tnrngau Hessen, mit seinen 13,000 Mitgliedern der zweitgrößte Elan des Mittel- rbeinkreises, hielt am Sonntag unter starker Beteiligung der Vereine fein Gautnrnsest in Kirchhain ab. Bei dem Weltturnen gelang es auch bei» hiesigen Turnverein, gute E>- folge zu erzielen. Da? Miisterriegenturncn, c-.u welchem sich 66 Vereine beteiligten, brachte den Verein in der 3. Stärke- klasse mit 49 Piinkteli in den 2. Rang. Im Einzelwetttnr- nen, z» welchem 412 Tiirner antratcn, wurde in den Ober- stiise I. Schell 17. Sieger, in der Unterstufe H. Oesterli.ig 3., P. Bokiu? i. Sieger. Weitere Siege errangen H. Levendecker, Earl Schäfer. Panl Fru-se, Georg Beck und Ernst Häuser.
* Bod-SIauheivi. IS. Juli. Morgen Donnerstag, nachmittag von 4 -o'/t Uhr isi ans der Terrcsse Konzert der KnrtapeUe Abends Sy, Uhr im Konzerlhaus 5 Künftterkonzeri der kur- tapelle nuter Vliilvirtnng des Violinvirtuosen Jose? Szigeti aus Budapest und unter Leitung des Kgl. Professors Hans Wiuderslein.
Lollar, 15. Jiili D-n Veteranen- und Kriege,-Per -in „Ludwig zur Treue" v ia hier, feierte am Sonntag sein -0- jähriges Stisrtiina? » Wegen den diesjährig" »ngiinsl- igen Verhältnissen in Lollar wiiidc von einem größeren Test! abgesehen und i»t Eichwald bei Lollar ein Waldsest gefeiert Gegen 3 Uhr erfolgte der Abuiarsch vom Aereinslokal au? aus den Festplatz. Hier begrüßt der 1. Vorsitzende die Gast, und Kameraden, ganz besonders die von answä ts ersckpe- nenen Mitglieder und brachte ein Hoch auf S. Maj. den Kaiser ans. Bürgermeister Schmidt brachte ein Hoch ans S. Kgl. Hob. den Groftl,erzog ans. Besirksvorst b r Dank sprach über die Geschichte de? Vereins und sei- . Fahne, ivelckie aiis deni Jahre 1742 stammt und brachte ein Hockt ans das deutsckte Vaterland aiis. Finanzrat Dülp von Oppen- heint sprach den Tank für die auswärtigen Mitglieder ii»d fein Hoch galt der Stadt Lollar. Tie Stunden flogen bei Konzert und Gesangsvortragen der Gesangvereine ..Lieder- tafel" »nd Männer-G.'sangverein „Gerniania" rasch bal»: , i Für die Kinder waren Spielplätze hcrgerichlet wordeti -int erhielten sie alte Bretzeln gesenkt. Das Fest, welches ven> Wetter sehr begünstigt war verlief ans sehr scktöne Weise und man ging mit dem Wunsche nach Haiise, daß das 75-
Man braucht jetzt
zur Durchführung einer Lebertrankur nicht mehr die kühle Jahreszeit adzuwarten, denn
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wird im Sommer ebenso leicht vertragen und gerne genommen, wie im Winter. Zudem ist sie durch den Zusatz von Kalk- und Natronsalzen dem gewöhnlichen Trau an Wirkungskraft bedeutend überlegen.
Doch immer nur Trott« Knnilno»,
Riemal« ein« Bachaiimung.
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..Römerbrunnen
Hervorragendes Tafelwasser,
Von Mittwoch den 15. Juli bis inkl. 4. August 1914
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