Nr. 162
»reue Tageszeitung. Dienstag, den 14. Juli 1314
Seite L
»nd katholischen Teilnehmern zutage trat, ihren Fürsten zn stützen.
China
!: Wachsen der Revolution. Die Regierung ist von den Meldungen über de» Ausbruch der dritten Revolution im
Lüden sehr beunruhigt. Die revolutionäre Streitmacht wächst öglich. Aus Shanghai begeben sich täglich ungeheure Mengen Freiwilliger nach dem Süden. Iuanschikai ersuchte die englischen Konsuls, die revolutionären Freiwilligen am Landen -1 verhindern, aber diese Maßnahme dürste keinen Erfolg haben. Da Suniatsen sich in China, Amerika und Japan bedeu- iendc Geldmittel beschafft hat, besteht für die Sache der Revolutionäre keine schlechte Aussicht.
:: Schijsstatastrophe. Ueber dir Explosion, die sich an Dord res chinesischen Kanonenbootes in Shanghai ereignet hat, wird oon der „Times" weiteres gemeldet: Die Explosion ereignete sich oberhalb der Pulocrvorratslammer und unterhalb der Schlasräume. Der Schissskapitän und 3b Mann der Besatzung wurden buchstäblich zerrissen. Mehrere Ossiziere und Matrosen wurden schwer verletzt. Ein großer Teil des Verdecks vurde aufgeristen. Das Krachen der Explosion war kilometee- vcit hörbar. Ueber die nähere Ursache der Katastrophe hat ,ich bisher nichts Bestimnrles seststcllcn lasse».
Mexiko.
:: Huertas Abdankung. Der frühere Unterstaatssekretär im mexikanischen Ministerium des Auswärtigen, Estva Ruiz, ist aus der Hauptstadt kommend in Weracruz eingetrossen. Er be- hautpet cbensalls, dag Huerta abdanien werde. Der Minister des Auswärtigen, Earvajal, der dann provisorischer Präsident werden würde, sei den Revolutionären willkommen. Dies wird jedoch von Carranza in einem nach Rewyork gesandten Telegramm bestritten. — Die Rewyorker Morgenblätter be- jwciseln den angeblich bevorstehenden Rücktritt Huertas.
Ucinscht i)cr Vereichtell Söttiimirtc.
Die Zahl der Anmeldungen jür die Rhetnsahrt am 18. d. Mts. hat nunmehr
irr
erreicht.
Zu unserem Bedauern mutz die Liste nunmehr geschlossen
werden, da die Anmeldungen zu dem Sonderzug und dem Dampfer bereits abgegangen sind.
Ans der Heimat.
• Fricdberg, 14. Juli. (Sommeru-chtsscst aus der kecwiese.) Wie aus dem Anzeigenteil bekannt ist, veran- stelltet der rührige Gastwirt Gustav Semps am Mittwoch abend ein Sommer nachts sc st aus der Seewiese, das mit einem großen Brillantseuerwerk verbunden ist. Der Gedanke wird gewiß von der hiesigen Bevölkerung mit Freu- den begrüßt werden, die sonst zn derartigen Veranstaltungen nach Bad Nauheim fahren mußten. Hoffentlich ist das Wetter gnädig und der Besuch ein derartiger, daß der Der- «mstalter mit dem Ergebnis zufrieden sein kann. Der Be- ginn des Festes ist auf 6 Uhr festgesetzt.
> Fxikdberg, 14. Juli. Die Maul- und Klauenseuche herrscht fort in Groß-Bieberau und Reuntirchen, Kr. Die- bnra, in Hüttcnthal und .Hainstadt Kr. Erbach, in Affolter- Sich imd Siedelsbrunn Kr. Heppenheim, in Seligenstadt, ur. Offenbach, in Rodheim Kr. Fricdberg, in Welgesheim skr. Alzey, in Ober-Jngelheini, Schwabenhcim, Grotz-Win- ternbeiui, Troinersheim, Elsheim und Bubenheim, Kreis «singen. Die Seuche wurde festgestellt in Stadecken Kreis N.rinz, und in Zotzenheim Kreis Alzey.
* Friedberg. 14. Juli. Se. Kgl. Hoheit hoben allergnädigst
g. 'ruht, am 11. Jnli den Gerichtsasiessor Ferdinand Will-N-
h, scher in Friedbcrg zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Bad-Nauheim. ferner den Amtsrichter bei dem Amtsgericht L.'ffch Amtsgerichtsrat Adolf Plagge zum Amtsrichter bei ).'»! Amtsgericht Ossenbach, den Geiichtsayeyor Dr. Otto Lem- ser -n Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Ulrich- f .in, den Gerichtsassessor Sans Becker in Lich zum Amtsrichter bei den, Amtsgericht Dieburg, den Eerichtsasiesior Karl Theo- o,r Hager in Offenbach zum Staatasnwalt am Landgericht tn Provinz Starkenburg, den Gerichtsasiesior Ferdinand Lutz in Büdingen znm Amtsrichter bei dem Amlsgevicht Worms, den Gerichtsasiesior Hermann Braun in Wöllstein zum Amtsrichter der dem Amtsgericht Lorsch zu ernennen.
* Friedtcrg-Finierbach, 14. Juli. Herr Jean Schmidt und Ehefrau gcb. Hoos, früher hier wohnhaft, Gutsbesitzer in Rüdigheim feiern heute das silberne Horhzeitsfest. Wir gratulieren! und hoffen, daß es der» Jubelpaare in der neuen Heimat ebensogut gefällt wie in der alten. Glück auf zur Goldenen!
* Friedbecg-Faucrbach. 14. Juli. Unsere gestrige Notiz bctr. das Turnfest in Bleichenbach berichtigen wir dahin, datz autzcr den dort ausgesührten Turner, Friedrich Sänger in der llnkerstufe den 28. Preis mit 103 '/• Punkten errang.
* Nieder-Rosbach, 14. Jnli. Ein heftiges Gewitter entlud sich gestern über unseren Ort. Donncrschlag folgte auf Donncrschlag. Bei dem Wagner Karl Eckhard fuhr der Plitz an der Schencrwand herunter »nd tötete ein im Stall befindliches Rind und eine Ziege. Zwei nebendran stehende Kühe blieben nnbeschädigt.
* krirgervcrcin-scst zu Obrrroslxrch. In »nserm gestrigen Bericht ist über einen wesentlichen Teil des Festes nicht berichtet worden, nämlich über die Festrede. Sie wurde rrir Kamerad Tb. Reuther gehalten und erweckte durch ihren wnrinen nationalen Grundton allgcnreinc Bcgeister- img. Unser Bericht wurde von Herrn Reuther versaßt, der — wie wir nieinen — aus übergroßer Bescheiden feit, s.une Festrede nicht erwähnt hat. Aber Ehre denr Ehre gebührt!
- Holzhaus«» v. b. H.. 14. Juli. Hier fand am Samstag u.ter leb, reaer Beteiligung die Bciacordnctenwabl statt. Die
Liste der bürgerliche» Partei trug de» Sieg davon. Es entfielen auf den Kandidaten Lorenz Kitz V., Landwirt 137 Et., während der Gegenkandidat, der Weitzbinder Johs. Wall V., nur 65 Stimmen auf sich vereinigen konnte.
* Bad Nauheim, 14. Juli. Morgen Mittwoch nachin.
von 3y 2 — 4% Uhr abends von 8—10 Uhr ist auf der .Terrasse Konzert der Kurkapelle. Das Abcndkonzert steht unter Leitung des Königlichen Professors Hans Winderstein. Nachm. 6 Uhr linier dem Protektorate I. K. Hoheit der Grobherzogin: „Ein Nachmittag in der Duncan-Schulc"
zum Besten des Alice-Fraucnvereins. Abends 8 Uhr im Knrhaussaale Theater: „Pygrnalion, Komödie in 5 Akten von Beruard Shaw.
* Södrl, 14. Juli. .Heute feiern die Eheleute Maurer- meistcr Philipp Lamotte und Frau Elisabcthe geb. Schmidt das Fest der filberncn Hochzeit. Möge cs dem Jubelpaare vergönnt fein, dereinst auch die Goldene in derselben Rüstigkeit und Frische feiern zu können.
* Frankfurt a. M-, 14. Fuji. Einen eigenartigen Ort zu seinen! Selbstmord wählte der 25jährigc Kutscher Geis. Als seine Braut am Sanrstag Abend in ihre Wohnung hcinrkehrte, fand sie den Bräutigam am Bettpfosten erhängt vor. Was den jungen Mann in den Tod trieb, konnte roch nicht ermittelt werden.
* Frankfurt a.M., 14. Juli. Ueber Frankfurt ging gestern Nachnrittag ein etwa einstündiges Unwetter init wolkenbruchartigem Regen nieder. In den niedrig gelegenen Stadtteilen drang das Wasser in vielen Kellern ein, wo es teilweise erheblichen Schaden anrichtete. Sämtliche Löschzüge der Feuerwehr mußten znm Auspuinpen der Keller herbeigerufen werden. In einen, Hause der großen Fricdbergerstraße setzte das Wasser den Motor eines elektrischen Auszuges außer Tätigkeit. Die im Fahrstuhl befindlichen Personen wurden durch die Feuerwehr befreit. Der Blitz schlug wiederholt ein, zündete jedoch an keiner Stelle.
' Frankfurt a. 14. Juli. Im Stadtteil Oberrad wurden gestern Nachmittag zwei Kinder des Kriminalwacht- meistcrs Konrad Scheib vom Blitz getroffen und sofort getötet. Die Kinder, ein 14jähriges Mädchen und ein 12- jähriger Knabe, waren mit ihrem Vater bei Gartenarbeiten beschäftigt, als sie von dem Gewitter überrascht lvurden. Alle drei stüchteten in ein Gartenhaus. Plötzlich schlug der Blitz in einen vor dem Hause stehenden Baum und von hier in das Haus. Die Kinder wurden auf der Stelle getötet. Der Dater erlitt erhebliche Verletzungen und wurde schwer betäubt. Doch gelang es der Rettungswache nach längeren Bcniühnngen, ihn ins Leben zurllckzurufcn. Tie Leichen wurden denr Sachsenhäuser Friedhof zugeführt.
* Fraaksurt o. M„ 14. Juli. Am Mittwoch, den 15. Juli abends 8 Uhr findet >m Albert Schumann-Theater als letzte Novität der Theatersaison die bestbekannte Eesangsposie „Flotte Weiber" von Leon Treptow flott. Diese Posie, zu welcher Franz Roth eine reizende fesche Musik geschrieben hat, umsatzt eine Reihe heiterer urdrolliger Szenen und düffte mit dieser Posie der Theatersaison des Schumann-Theaters ein würdiger Abschluß gesunden sein. Am 1. August beginnt die zehnte Barietesaison mit einem für Frankfurt vollständig ne»en internationalen Sensationsprogramm.
Hesien-Naffau.
* x Usingen, 14. Juli. Die Eheleute Eg. Zitzer dahier begingen in voller Rüstigkeit die goldene Hochzeit. Aus diesem Anlaß wurden dem Jubiläumspaar durch Herrn Dekan Boh- rrs-Usingen die von Er. Majestät gesttstste Ehe-Jubiläums- nrcdarlle überreicht. Herr Zitzer steht im 79. Lebensjahr, ferne Ehefrau ist vier Jahre jünger. Zitzer ist einer der wenigen noch lebenden Altnasiauer, die bei der Nasiauischen Artillerie in Wiesbaden ihrer Militärpslicht Genüge geleistet
Ans aller Well.
Eine vielseitige Ortschaft. In der Nähe von Bergedors bei Hamburg liegt der vielbesuchte Ausflugsort „Fährhaus Jägcrbronnen". Der Ort wurde vor etwa 25 Jahren erst gegründet, ist aber wohl die vielseitigste Gemeinde Deutschlands. Davon gibt die Ansichtskarte, die täglich in hunderten von Exemplaren von dem Fährhaus in die Welt geht, folgende originelle Zusammenstellung: „Fährhaus Jägersbronnen, be
liebter Ausflugsort, gegründet 1889, an dem Fußwege zwischen dem hamburgischcn Städtchen Bergedors und der holsteinischen Ortschaft Reinbek gelegen, gehört zu der lauenburgi- schen Dorjfchaft Wentorf und zue Kirche Hohe »Horn: die Kinder gehen in Bergedors zur Schule, werden in Steinbek konsir- miert und genießen in Reinbek den vorbereitenden Unterricht. Tie Kgl. Regierung Hat ihren Sitz in Schleswig, der Landrat wohnt in Ratzeburg, der Amtsoorsteher in Schwarzenbek, der Eendarineriewachtmeister in Fricdrichsruh, der Bezirlsfeld- webel in Lübeck. Die Steuern werden in Kröppelshagen bezahlt, der Steuereinnehmer wohnt in Laucnburg und der Ec- richlsvvrlzicher in Trittau." Nach unserer Erlundigungen trifft zwar Verschiedenes nicht mehr zu, aber doch verlangen die Jögeisbronner Gäste immer wieder den Nachdruck der alten Beschreibung, um sie als Postlarten in alle Welt zu schicken. Der Jägersbronner Privat-Postbrieskasten nimmt an einem Tage oft gegen 1000 Postkarten zur Beförderung auf.
Ein verfchlics Gcschworenc» Urteil. Ein merkwürdiger Zwischenfall trug sich gestern vor dem Schwurgericht in Air (Frankreich) zu. In denr Prozesse gegen einen gewitzen Gignel, der unter der Anklage stand, seine Frau in Marseille aus Eifersucht erschossen zu haben, sprachen die die Geschworenen ihn mit 7 gegen 6 Stimemn schuldig, woraus er z» sechs Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Nach Schluß der Verhandlung erklärte einer der Geschworenen, daß er sich geirrt habe und geglaubt habe, mit seiner Stimmabgabe iür einen Freispruch gestimmt zu haben. Demnach ist der Angeklagte nur durch einen Irrtum venrrtcilt worden. Tie Ai'.aclcgenbeit ist dein Justizminister zur Bcaulachtnna nr-
tcrbreitet worden, der wahrscheinlich eine nochmalige Ber-
Handlung anordnen wird.
Mord und Selbstmord. Ein Spaziergänger hatte am Montag in einer Schonung cm der Ehaussee zwischen Fried- richshafcn und Scho,reiche einen jungen Mann nnd ein j»n- ges Mädchen an einem Baume sitzend gesunden. Als gestern der Mann an der gleichen Stelle vorbciging, fand er zn sei- ner großen Uebcrraschimg, daß die beiden noch imnrer in fast derselben Stellung am Baunie sich befanden. Als der Spaziergänger nähertrat, beurcrkte er zu seinem großen Schrecken, daß der Mann bereits tot war, auch seine Begleiterin, die dicht neben ihm saß, schien leblos. Infolge dessen eilte der Entdecker dieser Tragödie nach Fricdrichshafen und benachrichtigte die Polizei, die sich mit einem Arzte an Ort nnd Stelle begab. Das Mädchen hatte eine Schußwunde an der Schläfe aufzuweisen und seit Montag mit der schweren Verletzung am Baume bewußtlos gelegen. Der Zustand des Mädchens, das noch Lebenszeichen von sich gab, ist hosfnungS- los. Der Mann wies ebenfalls Schußwunden auf. jedoch war dieser bereits tot. Er muß bereits am Montag der Schußverletzung erlegen sein.
Familicirtragödic in Hamburg. Eine Familicniragödie hat sich letzte Nacht in Hamburg in der Angcrsttaße zuge- tragen. Der 25 Jahre alte Arbeiter Otto Gebhardt bat seine um 1 Jahr jüngere Frau, mit der er erst seit dem 31. STOärj verheiratet war, im Bette erschossen nnd dann die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Das Bett sing Feuer und die zu Hilfe gerufene Feuerwehr fand die beiden Leickxn, bc- reits stark verbrannt vor. Das Motiv der Tat ist unbekannt da die Leute in glücklichster Ehe lebten.
Ern Str»«rbeamter vo» Hunden zerfleischt. Ein furchtbare, Ereignis hot sich in Mont de Marfac bei Paris abgespielt. Ein Steucrbeamter hotte sich auf das Schloß der Baronin de Ravailles begeben, um Steuern cinzukafsieren, als er beim Betreten des Parkes von zwei mächtigen Doggen angefallen wurde. Der Beamte versuchte, sich nach Kräften zu wehren, die Hunde stürzten sich jedoch von zwei Seiten auf ihn, warfen ihn zu Boden und zerfleischten ihm das linke Bein und die Arme in entsetzlicher Weis«. Sie schickten sich eben an, ihrem Opfer die Kehle aufzubeißen, als ein Diener, durch die Hilferufe des Unglücklichen herbeigczogen, dazukam und den Beamten von den Bestien befreite. I« hossnungslosem Zustand, wurde der Steuereinnehmer nach seiner Wohnung gebracht.
Neueste «ud Dralflnachrichlerr.
i Ein Massenmörder. ,,
Bcrgano, 14. Juli. Ein 50jähriger Einwohner von Bergano, namens Sinonc Fianetta, befand sich gestern in dem Nachbardorfe San Giovanni Bianca am Krankenbette seiner Mutter. Plötzlich ergriff er ein Gewehr und tötete den die Mutter behandelnten Arzt Dr. Moralr. sowie den gleichfalls anwesenden Priester Paleni. Er entfloh sodann aus der Wohnung und eilte zum Bürgermeisteramt Dort tötete er den Sekretär des Bürgermeisters Tindici und dessen Tochter Baleria. Auf der Flucht ins Gebirge traf er noch einen anderen Magiskatsangestellten, sowie Len Bruder des getöteten Sekretärs. Auch sie wurden erschossen. Augenblicklich wird er im Gebirge von zahlreichen Garabinieri gesucht. Die Bevölkerung erklärt, daß es sich um einen Akt furchtbarer Bluträche handele. Die Aufregung aller Orten ist sehr groß. Die Mutter Pianottis liegt infolge der Aufregung hervorgcrufcn durch die tragischen Szenen, im Sterben.
Poliffsche Unruhen in Portugal.
Lissabon, 14. Juli. Gestern ist es hier und in Oporto zu schweren politischen Unruhen gekommen, deren Grund besonders in der Feindschaft zwischen der demokratischen und fortschrittlichen Partei liegt. In Lissabon hatten gestern nachmittag die Fortschrittler, Sozialdemokraten und Anarchisten ein großes politisches Meeting abgchalten. Rach Schluß der Versammlungen gerieten die Teilnehmer in ein Handgemenge. Auch die Anhänger anderer Parteien mischten sich in den Stteit, 'Revolver wurden gezogen und es entspann sich ein erbitterter Kampf, in dessen Verlaus mehrere Personen verletzt wurden. Berittene Gendarmen gelang es init großer Mühe, die Streitenden zn trennen. Aehnliche Vorgänge spielten sich in Oporto ab. Man bc- fiirchtct nue Unruhen, da binnen kurzen die Wahlkampaonr ihren Anfang nehmen wird.
Geschäftliches.
Wie unsere verehelichen Leser aus dem Inseratenteil der morgigen Nummer unserer Zeitung ersehen wollen, beginnt der Inventur-Ausverkauf des Schuhhauses Ehrlich in welchem äußerst günstig eingekauft werden kann.
Frankfurter Wetterbericht.
Voraussage: Wolkig, bis auf Eewitter trocken, warm,
schwache südwestliche Winde.
Hru. und Strohmarkt zu Franksurt a. M. Heu kostete 3,50 bis 3.70 Mark. Angefahre» waren 4 Wagen Heu. Zufuhren aus Oberhesien, aus den Kreisen Dieburg und Hanau.
Gedenktage.
1850 I. A. W. Ncandcr f. — 1861 Attentat auf Könitz Wilhelm.' — 1800 Gefecht bei Aschafsenbnrg. — 1887 A. Krupp t. — 1904 P. Krüger t zu Clärens (Schweiz).
Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirsche!, Fricdberg: für den lokalen »nd unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz. Friedberg: für den Anzeigenieil: Karl S ckr ni i d t, Friedbcrg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung". A.-G., Friedberg i. H.


