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Balkandiplomat bezeichnet sie unbedenklich als gegen Grie­chenland gerichtet. Tatsache ist, daß die Ereignisse in Cpi- rn-3 und die Nichtachtung der sanktionierten Beschlüsse über oic albanische Südgrenze durch Griechenland seit einigen Tagen scharfe Erwiderungen und Mahnungen in der offi­ziösen Presse gefunden haben, denen man seht, durch die fortschreitenden Ereignisse gedrängt, militärischeil Nachdruck geben will-

:: Griechische Greneltaten. Sämtliche italienischen Blätter berichten über unerhörte Grcul, die angeblich sei­tens griechischer Offiziere bei der Einnahme von Goritza be­gangen worden sein sollen. Wehrlos wurden Männer, Frauen und Kinder massenhaft hingeschlachtrt. 200 Frauen und Kinder wurden zusammengetricben, vergewaltigt, nie- dc,kartätscht. Als die grössten Scheusale, erwiesen sich die grinchisinen Geistlichen, die demEiornale d'Jtalia" zufolge die Ärie der Gewaltätigkeiten eröffnctcn und unerhörte Grausamkeiten verübten. Holländische Offiziere haben mit wenigen Truppen bis zuletzt einen heldenmütigen Verzweif- lungskampf gekämpft. Die italienischen Blätter apellicren an das humanitäre Gewisser» Europas. Kein Athener Dementi könne, so wird hinzugcfügt, die fürchterliche Wahr­heit aus der Welt schüfen.

Kanada.

:: Die ttiitcrsuchung der Katastrophe aus drin St.

Lorenzstrom. Die Untersuchungs-Komniission, die über den Zusammenstoß der Empreß of Irland mit deni norwegi­schen Kohlendampfcr Storstad zu befinden hatte, hat heute ihr Urteil gefällt. Der erste Offizier der Storstad, Tur- bcnes, hat nach dem Urteil den Zusninmensloß durch U nacht- samkeit verschuldet. Durch dieses Urteil ist die Oanda Pa- cifique Bahn in der Lage Schadenersatz-Ansprüchc an die Besitzer der Storsstad zu stellen.

r; : Weiteres Vordringen der Konstitutionalistcn 230 Personen hingcrichtct. Stach einer Meldung aus Texas, haben die Konstitutionalisten neue Erfolge errungen. Sic verdrängten die Regierungstruppen aus verschiedenen wich­tigen Platzen in der unmittelbaren Nähe der Hauptstadt Mexiko und besetzten die Städte. Wie aus Meriko gemel­det wird, sind in der vergangenen Nach! 230 Personen, dar­unter viele Beamte, auf Befehl Huerta? hingerichtet wor­den. General Huerta, der wohl nunmehr den Boden unter sich wanken fühlt, ist durch da? unentwegte Vordringen der Konstitutionalisten sehr entmutigt.

Vereinigte Landwirte

Die Besichtigung der

Persuchsfelder

ve? landw. Instituts der Universität Gießen konnte wegen de? Regenwctters nicht, wie beabsichtigt war, am vergaiws- nen Dienstag stattfinden, sie soll nunniehr am

Dienstag den 14* Juli

stattfinden.

Alle Mitglieder, die sich daran zu beteiligen wünschen, werden gebeten, den Zug 12.50 ab Frankfurt, 1,24 ab Fried­berg, Ankunft in Gießen 2,0t, zu benutzen, woselbst die Be­sichtigung unter sachverständiger Führung crjolgt.

Wuschtder Skminnfts Lchnmte.

Die Zahl von 325 Mitglicdcru, d-.e nötig war, um das Zustandekommen der Rheinsahrt am 18. Inn zu sichern, ist gestern nbend iibcrschrittcn worden. Wir freuen unS diese? ErgebnisieS, das beweist, daß unsere Mitglieder treu zur Fabne hcckt'n.

Erna uud Ille.

Roman von T. Fenßiicr.

8» dem großen Saale herrschte reges Leben, brauchte man sich doch den üblichen Zwang des guten Tones in weit gcringcrcni Matze anfzuerlegen, als sonst, denn es war ja Maskenball, der etwas mehc Freiheit, als gewöhnlich er- 'aubte. ^

Masken der verschiedensten Ar waren vertreten:

Dort schritt sinnend ein Don Carlos hin, und hier bat cm armer Handwerksbursche um eine milde Gabe, oder ein Muselmann ließ seinen Bären onf dem in der Mitte des Saale? stehenden Tische tanzen, um sich damit des Lebens Notdurft zu verdienen.

Alle lachten und freuten sich. Darum denn auch nicht? Es war ja Maskenball, an de,n mau alles Ernste vergessen, an dem alle Sentimentalität zuhause bleiben mußte. Und wenic wirklich jeinand gedrückten Gemütes, mit Sorgen ir- ocnti wclchc-r Art hierher l.nn wie schnell war dies alles vergessen, fortgespült von den oft recht wiid schäumenden Dellen der Musik, oder doch übcrtänbt von dem rauschenden Jubel sorglos fröhlül>cr Stunden.

' 8m äußersten Winkel des großen Saales saß an einem >'.ecen Tische ein junger Mann, der wie geistesabwesend in die hin und herwogendc Menge starrte. Dar ihm stand ein lanm berührtes Glas Bier.

Er schien eine Ausnahme von den übrigen zu machen und der Psychologe hätte vielleicht aus diesen Zügen gelesen daß den jungen Mann nicht die Sucht der Jugend nach 35«- Gimgcn und Zerstreuungen hierher getrieben, sondern -r- gend ein anderes Motiv vielleicht nur ein lveuig Neu- gierde. , < * * O <

"N»u Roderich, alter Pedant, worüber grübelst d» wie- der nach? Du scheinst wirklich gegen' die Ansteckungen des Vergnügens gefeit zu sein."

Neue Tageszeitung. Montag, oen 13. 5»>t ist«

Selbstverständlich können sich immer »och Mitglieder inelden, doch muß dies bis spöicstcns Dienstag, den 14. ds. Mts. geschehen und der Fahrpreis würde sich uni 1 Mk. er­höhen.

Es habe» sich 387» Teilnehmer gemeldet.

Die Abfahrt des Sonderzugcs findet am Samstag, den 15. Juli, ab Bockenheim statt, da wahrend der Umbauten leine Soaderzüge vom Hauptbahnhos obgehcn.

Abfahrt ab Nockenhelm 6,44 Uhr. Abfahrt ab Höchst 0,58 Uhr. Anlunft in Kastcl-Mainz 7,20 Uhr. Abfahrt des Damp­fers in Mainz 7,50 Uhr. Der Dampfer wird in Rüdesheim halten und das Nicderwalddenlinal wird nemeiniam betuckit werden.

Hailer b. Gelnhausen, 13. Juli. Die gestern von den Ber­einigten Landwirten in dem Spieter'schen Saale cinberusene Versammlung war sehr stark besucht, nicht allein von hier und Meerholz, sonder» auch von Lieblos, Rothenbergen, Grotzenhau- jcn u. a. Orten waren trotz der Hitze die Landwirte gekommen, und betundetcn damit ihr Interesse a» der Frage:Die Milch- prcije in der Stadt und auf dem Land". Der Vorsitzende, Land­wirt Mohn von hier, begrüßte die Versammlung und übergab dem Gcschästsfiihrcr der Vereinigten Landwirte, Hirschel- Fricdbcrg, das Wort. Der Redner wies darauf hin, daß nach­dem sich alle Verufsstände zufammengefchart hätten, die Land- wir'ichaft am wenigsten zurllckblcibcn dürfe, auch sie müsse er­zwingen, daß jür ihre Erzeugnisse' ein auskömmlicher Preis er­zielt werde. Ein hervorragendes Produkt der Landwirtichast sei die Milch, der Wert de: jährlichen Milcherzeugung be­trage im Deutschen Reiche etwa 2800 Millionen Mark. Jahr­zehntelang sei der Preis der Milch unverändert geblieben, trotzdem die Herstellungskosten gewaltig gestiegen seien. Erst durch di: Milchproduzcnten-Vercinigungen für Frankfurt und Umgegend die Vereinigten Landwirte sei ein besserer Preis nach harten Kämpfen mit de» Milchhändlern errungen worden. Auch die Gegend um Gelnhausen habe den Vorteil davon gehabt, ohne daß sie der Vereinigung angehört habe. Aber nicht lange habe cs angehaltcn und die örtlichen Sammler hätten die Preise gedrückt, so daß jetzt beispielsweise in Haller nur noch 13 Pjg. bezahlt wurden.. Darin sei die Quelle der Pfuscher zu suchen, die in den Städte» die Preise unterbiete. So biete jetzt in Hanau ein Geschäft »ntcr der großspurigen Firma Erste Hanauer Milchzentiale" die Milch für 21 Psg. an und beziehe von Hailer ihre Milch. Der Sammler, Polizeidiener Schmidt, habe aus wohlgemeinte Vorstellungen nur Grobheiten übrig, weil cr sich als Herr fühle. El könne sich dies erlauben, weil er wisse, daß die Bauern einzeln machtlos seien. Der Red­ner mahnte daim zun, Schlüsse unter lebhaftem Beifall zuin Zusanrmenschluß nach dem Worte: Eintracht macht stark. Der iolgende Redner, Oekonomierat Knauer- Altenhaßlau, hofft, daß die Rede des Herrn Hirsch«! aus günstigen Boden fallen werde. Er warnt vor der Milchiibcrproduktion, da sich damit der Bauer selbst im Lichte stehe. Er gibt dann interessante Zahlen aus seinem Betrieb und stellt fest, daß er, seitdem er die Milcherzeugung cinschränlc und Zucht und Mast dabei treibe, günstigere Wirtschastsergebnisie erziele. Möge der Bauer mehr den Rechenstist gebrauchen. Der Vorsitzende des Hanauer Milch- händlervereins, Milchhändlcr L i st m a n n -Langendiebach stellt fest, daß dcnr Polizcidicncr Schmidt 17 Psg. für die Milch ge­boten seien, trotzdem cr von der sogen. Hanauer Milchzentrale nur lb Psg. erhalte, habe er mit Hinauswersen gedroht. Herr Liftmann gibt dann ein in seiner Deutlichkeit packendes Bild von derErsten Hanauer Milchzentrale". Die Hanauer Milchhändlcr fürchteten keine reelle Konkurrenz, allein im vor­liegenden Fülle fei zu fürchten, daß di« Bauern die Leidtragen­den fein würden. Das Vorleben des Inhabers derZentrale", der schon alle möglichen Geschäfte betrieben habe, gebe zu dieser Befürchtung Raun,. Unter großer Heiterkeit der Versammlung gibt er verschiedene unbezahlt gebliebene Rechnungen bekannt. Dabei benahmen sich vier Versammlungsbesucher, die Inhaber, wie sich nachher herausstellte der Hanauer Milchzentrale, der-

Dcr aus seiner Apathie ausgerüttelte und initRode­rich" angeredetc junge Mann drehte sich langsam nach deni Sprecher um irnd sagte bitter: "Es wundert mich wirklich, daß du es für nötig gehalten hast, niich, der ich doch einzig dir zu Gefallen mit hierher kam, eininal anfznsuchen."

Ich glaubte ganz bcstimint, du würdest dich hier nicht langweilen, denn gibt es wohl etwas Schöneres, als so einen Maskenball?" erwiderte dger andere.

Du weißt ja wie verschieden unsere Ansichten im all­gemeinen sind und wie wett die Begriffe über dies oder jenes auseinander gehen. Was dir gefällt, flößt mir Ab­scheu ein, und Was ich für schön halte, nennst du abge­schmackt, oder, wie du dich so gern ausdrückst,unmodern".

Dn hat eben eine ganz andere Weltanschauung als ich, bist du engherzig in deinem Reden, Denken und Handeln und vor allen Dingen zu ehrlich, uni dein Lebensschifslcin durch die vielen Brandungen des Lebens zu steuern."

Tn warst mir stets ein hilfsbereiter Freund, und die Pflicht der Dankbarkeit zwingt mich, dich als solchen zu achten, doch wären die liebevollen Ermahnungen meiner Eitern beim Verlassen des Varcrhauses an. mir spurlos vor- übergcgangcn, und Hütte mein auf gesunder Basis erbauter Charakter hier in dem Strudel der Millionenstadt nicht die nötige Festigkeit erhalten, den Versuchungen die überall u. in allen iniglichcn Formen an den jungen Mann hcrantre- tcn, zu widerstehen, jo stünde ich vielleicht schon längst ans einer moralischen Stufe, von der ich dir als meinem Ver­führer fluchen müßte ..."

Roderich hätte noch weiter gesprochen, wenn nicht in diesenr Moment wett Damenwahl eine Tirolerin den Freund zu einem neuen Tanze engagiert hätte.

Noch einmal drehte sich dieser mit trnnnphierendcm La- ckwln zu dem jetzt erregten jüngeren Freimde um »nd ver­schwand dann.in dem Gewoge der tanzenden Menge.

Roderich hatte nur einen flüchtigen Blick ans die schöne Maske geworfen.

art ausschürig, Laß sic aus dem Saale gewiesen werden mußten. Herr Listmann fuhr sort, die Hanauer Milchhändler würden, wenn die Unterbietung nicht aushöre, gezwungen sein, den Preis allgemein hcrabfetzen zu müssen, dann würden auch die Landwirte weniger erhalten und neue Kämpfe seien unnus- blcibUch. Das wolle man aber vermeiden, der Milchkrieg im Jahre 1911 habe den Milchhändlcrn in Frankfurt mehr wie 20 000 Mark gekostet, da wolle man lieber in Frieden mit den Landwirten bleiben. (Beifall). Pclizcidiener Schmidt sucht sich zu verteidigen, die Dampfmelkerci der Vereinigten Land­wirte, wohinhirschcl und all' die reichen Leuten ihre Milch liefern" (Heiterkeit) Habs ihm seine Milch nicht mehr abgcnom- men. Ihm sei cs gleich, wie di« Milch in den Städten bezahlt werde, wenn er nur einen Abnehmer habe. Er gebraucht iin Lause seiner Rede Ausdrücke, so daß wir erstaunten über eine solche Gattung von Polizeidiener und die dem Vorsitzenden An­laß gaben, den Redner zu mahnen, sich im Rahmen des Anstan- dcs zu bewegen. Landwirt Hensel - Dortelweil rückt dieses Vorgehen in das richttge Licht, auch cr stellte fest, daß er uiid Hirjchel dem p. p. Schmidt vor einixen Wochen besucht hätten, un, ihm gütige Vorstellungen zu machen, eine wenig höslichc Antwort habe diese vergeblich gemacht. Der Herr fühle sich des­halb, weil die Bauern nicht vereinigt seien. Lllenn es so weiter ginge, machten die Händler mtt dem Bauernstand was sie woll­ten. Vor zwei Jahren seien hier 15 Ps. für den Lit.Mitch bezrhlt worden und die Kleie habe 4,20 Marl gelostct, heu!« werde nur noch 13 Psg. bezahlt und die Kleie loste 5,50 Marl der Ztr. In einem Jahre werde vielleicht nur noch 11 Psg. bezahlt. Nur die Liganisation könne helfen und das Frcigericht und der Krris Gelnhausen solle sich endlich in die Reihen der kämpseudcn Bcrussgenosfen stellen. (Lebhafter Beifall). Der Vorsitzende Will). Mohn richtete in diesem Sinne eine dringende Mah­nung an alle Anwesenden In Langendiebach und an­dern Orten, die kaum 2 Stunden von hier lägen, die den Ver­einigten Landwirten angchörte», werde 3 Psg. mehr bezahlt wie hier. Das müsie allein eine Mahnung sein, der Vereinig­ung beizutretcn. Nun trat Herr F u ü e r-Hanau, der Inha­ber derErsten Hanauer Milchzentral«" aus den Plan, die Zen­trale bestände aus 4 Teilhabern, denen 2200 Mark zur Veisüg. ung stände. (Doniicirrwettcrrr!) Ihr Plan sei, den Bauern gute Preise zu zahlen und den Konsumenten billige Milch zu liesern. Die Masse müsse cs bringen. Als sich der Redner in persönliche Angrijse erging und ein Hanauer Milchhändler antwortete, gab dies dem Buchdruckcreibesttzer Kalbsteisch-Eelnhaujen Vcr- anlasiung zu erlkären, hier sei eine Versammlung von Landwir­ten, die über ihren Berus beraten wollten und keine Waschan- statt, wo die schmutzige Hanauer Wäsche gewaschen werde. Be- merlenswcrt war seine Feststellung, daß der Kuhstand in Geln­hausen sich seit Jahren verringere, weil man in Gelnhausen herausgerechnet habe, daß man die Milch billiger lause als selbst produziere. Nachdem noch die Herren Hirsche! und Hen- sei verschiedene Anftagen beantwortet hatten, traten 31 Land- wirtc aus Hailer und sämtliche 16 Anwesende aus Mccrholz z» Ortsgruppen zusammen. Zum Vertrauensmann in Haiicr wurde Herr Wilh. Mohn und zu dessen Stellvcrtteter Herr H. Brendmann gewählt, die Ortsgr. Mccrholz bestimmte Hr. I. Ott zum Vertrauensmann und Herr Hrch. Herbert I. zum Stellver- tteter. Lanbwirtc aus Lieblos, Rothenbergen und Gelnhausen meldeten sich, um auch dort die Vorbereitungen zu tressen, in der nächsten Zeit werden weitere Versammlungen stattsinden. cs steht damit zu hosfen, daß auch der Kr. Gelnhausen bald der Ver­einigung angeschlossen ist. Mit einem Hoch aus die beiden Red­ner wurde die Versammlung gegen 6 Uhr geschlossen.

Fahnenn»eU)fest fit Ober-Dosbnch.

Schwere Arbeitsstunden aber auch frohe Fcstesstunden ha­ben die Mttgliedcr des hiesigen Veteranen- und Militärvereins hinter sich und aus ein in allen Teile» wohlgelungcnes Fest kann der sestgebende Verein zurückblicken. Mit ganz vcreiw zclten Ausnahmen hatte die ganze Einwohnerschaft sich de!

Diese war, wie schon gesagt, in der kleidsamen Tracht der Tiroler Mädchen. Das nachtschwarze Haar wollte iyr, aller Fessel ledig über Nacken nnd Rücken, das grüne Filz- hütchen, das sie auf dem Kopfe trug, war mit einer langen Feder geschmückt, über der Schulter hing ein zicrlick)cs Ge­wehr.

Ob das Gesicht zu dieser ätherischen Erscheinung in inniger Harmonie stand konnte man nicht sehen, denn es war mit einer schwarzscidenen Larve bedeckt.

Aphrodite", murmelte er vor sich hin.

Noch niemals hatte ein weibliches Wesen einen tiefen Eindruck auf Roderich gemacht. Stets blieb er kalt und sein ganzes Auftreten dem schönen Geschlecht gegenüber war ge­messen. ;

Trotzdem halte ihn schon mancher Blick aus verführer­ischen Augen getroffen, lvar aber an seinein eigentümlichen Naturell eindrucksvoll abgcglittech'noch hatte ihn kein Pfeil Ainors getroffen.

Der Walzer war zu Ende. Mechanisch sah er nach der Uhr und murmelte:Es ist ja schon zwölf Uhr, nun muß doch wohl bald die Demaskierung vor sich gehen."

Jetzt ktaschtc ein Herr des Vorstandes energisch in die Hände, um die Aiistnerksamleit der Anwesenden aus sich zu lenken. >

Als ihm das cinigcrinaßon gelungen, rief cr mit sck>allcnder Stimme:Die Herrschaften werden gebeten,

sich zu dcinaskiercn."

Nach wenigen Sekunden erscholl ein heiteres Gelächler, denn gar manche verführerische, schöne Maske entpuppte sich als eine schon behäbige, den Lenz der Jugend hinter sich habende Dame, »nd mancher alte Greis im Silberhaar stand plötzlich vor seiner Tänzerin als jugendlicher, kraft­strotzender Jüngling. « ,4-v)

(Fortsetzung folgt).