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Bombe» imb Revolvern ausgerüstet in den Strotzen von Se- eajewo Aufstellung genommen hatten und aus die Vorbeifahrt des Thronfolgerpaarcs lauerten, verhaftet. Es handelt sich um die Person der Serajewoer Studenten Svetozar Äopowitsch, der von dort flüchtete und über Scmlin nach Belgrad zu gelangen trachtete. Er wurde nach Serajcwo zu- rückgebracht. Popowitsch gesteht, dah auch er in der berüchtigte» Zuckerbäckerei Vleinitsch am Tage des Attentates von Princip Mordwaffen erhalten hat. Unter den bisher Verhafteten, welche in den Attcntatsplan cingcwciht waren, befinden sich fünf serbische Geistliche.
Verhaftung von serbischen Rotabelcn.
In Serajewo soll die Verhaftung von serbischen Nota- beln bevorstchen, gegen die sich dringende Verdachtsmomente ergeben haben. Gestern wurde ein in Bosnisch-Dubica ver- haftcter Student namens Esugrilowitsch nach Serajewo ge- bracht: auch er hat vom Mörder Princip Bomben, Waffen und Cyankali erhalten. Bei dem Kaufmann Jowanowitsch in Tuzla wurde eine Kiste mit Bomben und Waffen gefun- den.
Abgelchnte Verteidigung.
Alle kroatischen und moslemischen Advokaten haben' be- schlossen, die Verteidigung der Attentäter abzulehnen, auch wenn sie hierzu ex offtcio delegiert würden. Sie wollen eventuell die auf sie entfallende Strafe bezahlen.
Rutzlnnds Stellung zu dein Serajewoer Attentat.
Zu den Petersburger Meldungen, wonach Rutzland' den Wunsch der österreichisch-ungarischen Regierung, Serbien möge die in Serajewo gegen die Mörder geführte Untersuchung im eigenen Lande fortsctzen, als eine Gefahr für die Unabhängigkeit Serbiens betrachtet, schreibt die Wiener „Neue Freie Presse":
Die gesamte europäische Polizei hak wiederholt für Rußland gearbeitet und nicht selten mutzten sogar Parlamente dagegen verfahren, datz Persönlichkeiten, die von der Monarchie beschuldigt oder aus politischen Gründen verfolgt worden sind, nicht bloß ausgcwicsen, sondern auch direkt an die russischen Behörden ausgeliefert wurden. Wenn aber ein österreichischer Thronfolger und seine Gemahlin getötet werden und die Spuren dieses Anschlages nach Serbien fiihren, dann ist doch die Unabhängigkeit dieses Landes nicht bedroht, wenn die Monarchie die Untersuchung fordert und die selbstver- ständliche Bestrafung der Schuldigen erwartet und sich dabei jede» fall? viel geduldiger zeigt, als es Rußland getan Hüfte.
Parteinachrichlen.
Groß Rohrhcim, 7. Juli. Die feierliche Beisetzung des an einem Nierenleiden verstorbenen Landtagsabgeordneten Jakob Friederich in Grotz-Rohrheim gestaltete sich zu einer erhebenden Feier. Die im Trauerhause aufgebahrte Leiche wrirde durch den Ortsgeistlichen cingescgnet, wobei ein Musikchoral und Gesänge Einleitung und Schluß bil- beton. Hierauf setzte sich der Trauerzug unter Vortritt eines Musikkorps nach dem Friedhof in Bewegung. Zahlreiche Leidtragende, darunter der Präsident der II. Kammer, Abg. Köhler, die Abgeordneten Finger, Hauck, I>r. v. Helmolt, Korell, Lang, Senßfclder rmd Wolf, ferner alle Vereine, befanden sich ini Trauerzug. Nach der Ansprache des Geistlichen am Grabe, widmete der Präsident der II. Kammer, Oberbürgermeister Köhler-Worms dem Verstorbenen einen warnien Nachruf. Weitere Ansprachen hielten mrter Kranzniederlegungen Vizepräsident Korcll-Anacnrod im Namen des Bauernbundes, Oekonomierat Walter-Lengfeld für die Lar.dwirtschaftskaumicr, sowie Vertreter der Krieger-, Gesangs-, Turn- und Eiscnbahnvereine usw. Weitere Choräle und Gesangsstücke beendeten die Feier, aus der man ersehen konnte, welcher weitgehenden Wertschätzung sich der im besten Mannesaiter Tnhinaeschiedenc erfreute.
Rauscht ki Bereichten Landwirte.
Seit Jahren hat sich unsere Vereinigung lediglich eifriger öffentlicher Tätigkeit gewidmet, cs ist deshalb schon öfters aus Kreisen unserer Mitglieder der Wunsch geäußert worden, wieder einmal nach ernster Arbeit einen fröhlichen Tag im Kreise der gleichgesinnten Standesgcnossen zu veranstalten. Ter Vorstand hat diesen, Wunsche Rechnung getragen, er hat jedoch beschlossen, von einem Dereinsfeste abzusehcn, dagegen
eine yemeirrjchafMche H!,euifahrt
in Vorschlag zu bringen.
Von Frankfurt soll ein Ertrazng, der nur in Höchst a. M. hält, die Teilnehmer nach Mainz bringen und ein Dampfer die Festgnste den Rhein hinunter bis zur Loreley führen. Eine Musikkapelle soll die Fahrt verschönern, Ansprachen die Stimmung erhöhen und am Abend soll eine Zusammenkunft in Mainz mit anschlietzcndem Tanz den Tag beenden.
Als der Tag dieser Fahrt war der Sonntag, am 19. Juli in Aussicht genommen. Leider hat uns die Dampsschiffahrt- Gesellschaft mitgeteilt, daß im Sommer an Sonntagen keine Danipser vermietet werden. So kommt in den Vor- schlag, den Ausflug
NM Äamc-ing den 18. Juli
stattsinden zu lassen.
Wenn auch ein Wochentag eben gerade nicht besonders passend erscheint, so fällt der Tag doch noch vor der eigentlichen Ernte und wir meinen, datz sich der Landwirt, bevor die schN'erc Arbeit beginnt, auch noch einmal einen Tag der Freude in, Kreise der Seinen gönnen kann.
Die Abfahrt ab Frankfurt mutzte früh morgens erfolgen. Die genaue Zeit wird noch bekannt gegeben. Die Rückreise van Mainz erfolgt etwa uni I I l'hr abends. Die Eisenbahn- führt von Frankfurt bin Main» mrh »uriict und die Damvfer-
Reue Tageszeitung. Dkenskaz/d«n7cIali 1»I«
fahrt würde zusammen auf etwa 320 Jl zu stehen kommen,
also etwa die Hälfte des gewöhnlichen Fahrpreises. (Kinder haben keine Ermäßigung!)' Das Essen auf dem Dampfer wird etwa 1,50—2,00 'M kosten.
Um die Veranstalftmg gelingen zu lassen, ist die
sseiliiahme von min-effens 300 |)rtlottfn
notwendig. Erst wenn diese fest angemeldet sind, kann der Extrazug bestellt und der Dampfer gemietet werden. Wir haben deshalb an die Vertrauensmänner ein Rundschreiben gerichtet, wonach sie uns die feste Zahl der Mitglieder und ihrer Familienangehörigen, die sich an der Rheinfahrt betei- ligen wollen, bis
DM" liingstrng Mittwoch, -en 8. Juli
mitteUen wollen. Die Annieldung ist bindend.
Wir richten an unsere Mitglieder die Bitte, sich in stattlicher Zahl an der geplanten Veranstaltung zu beteiligen und die Anmeldung bei dem Vorsitzenden der Ortsgruppe recht zahlreich besorgen zu wollen. Die Vertraucnsinänncr bitten wir, die Annreldung unverzüglich an Herrn Adolf Hensel in Dortelweil gelangen zu lassen.
Al)o hoffentlich auf Mederlehtn am IS. Juli.
Aus der Heimat.
* Fricdberg, 7, Juli. Das 1. Fricdberger Doppelquartett, das in Eschersheim anläßlich des Gesangswettstreites einen glänzenden Erfolg zu verzeichnen hatte, sah sich veranlaßt, seinem Ehrenpreisstifter Herrn Kommerzienrat Kleinfchmidt als Dank dafür ein Ständchen zu bringen. Herr Kommerzienrat Kleinschniidt nahin diese Ehrung mit Dank an und lud das Quartett am gestrigen Nachmittag nach Eschersheim ein, wo in der Villa für einen Jmbitz und kühlen Trunk bestens Sorge getragen war.
* Fricdberg, 7. Juli. Heute feiert der Fuhrunternehmer Herr Ludwig I o st und seine Ehefrau Marie geb. Scherer das Fest der silbernen Hochzeit. Wir bringen unsere herzlichsten Glückwünsche dar.
* Friedberg, 7. Juli. Der Gastwirtevcrein der Wetterau, Sitz in Friedberg, macht seinen diesjährigen Familienausflug mir 22. Juli nach Ockstadt, Marienlaube. Um 2 Uhr sammeln sich die Mitglieder am Kriegerdenkmal, von wo aus Punkt 2y^ Uhr der Abmarsch mit Musik erfolgt. Für Speisen und Gettänke ist am Ausflugsorte bestens gesorgt. Die Brauerei Steinhäußer wird das Bier gratis stellen. Bei ungünfftger Witterung wird der Ansflug nach Ockstadt in Henritzis Saal erfolgen. Abmarsch vonr Ausflugsorte un, 7 Uhr.
* Friedberg, 7. Juli. Die Nummer 27 des Gewerde- blattes fiir das Großhcrzogtum Hessen (Zeitschrist des Lan- dcs-Gewerbevereins) hat folgenden Inhalt: Großb. Zentralstelle für die Gewerbe. Jugendfiirsorge. :: Lehrergcsuch. :S An die Mitglieder des Landesgrwerbevereins. :: Elektrotechnischer Fachkurs in Gießen. 1: Delegiertentng des Verbandes deutscher Kunstgewerbevereinc. :: Bezirksverband Worms-Oppenheim. :: Gewerbevereine Darmstadt, Mainz, Offenbach :: Rechtsauskunft. — Handwerkskammer zu Darmstadt. Protokoll über die 19. Sitzung der Handwerks- kaminer. :: Bekanntmachung, betteffend Abänderung und Ergänzung der Vorschriften zur Regelung des Lehrlings- Wesens. Statisttk über das Durchschrittsgewicht der Schlachtttere. — Allgemeiner Teil. Hauptstelle für das Ver- dingungswesen des Deutschen Handwerks- und Gewerbe- kammertages. :: Ocffentlicher Arbeitsnachweis in der Provinz Starkenbnrg. :: Rcichsgeisichtliche Entscheidung. :: Verschiedenes.
* Fricdberg, 7. Juli. Im Interesse möglichst frühzeitiger Inangriffnahme der Arbeiten zum weiteren Ausbau der Fernspiechanlageu ist es erforderlich daß die Anmelduu- gen neuer Fernsprechanschlüssc spätestens bis zum 25. Juli den Kaiserlichen Telcgraphcnanstalten vorliegcn. Verspätet angemcldetc Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplanes nur nnt Mehraufwendungen (z. B. durch besondere Enftendung einer Baukolonue usw.) hcrznsicllcn sind, wer- den in dem laufenden Bauabschnitt nur dann ausgeführt, wenn die Anttagsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 M leisten oder wenn diese Mehrkosten den Betrag von 30 M übersteigen, den wirklich aufgcwendetcn Kostenbetrag erstatten.
■* Fricdberg, 7. Juli. Im Flur des Erdgeschosses !m Gebäude der Grotzh. Bürgermeisterei ist eine öffentliche Fernsprechstellc eingerichtet worden.
* Fricdberg, 7. Juli. Die Maul- und Klaucnscüchc herrscht fort in Seligenstadt. 'Kreis Offenbach, in Rodheiin v. d. H., Kreis Friedberg, in Welgesheim, Kreis Alzey, in Ober - Jngclheini, Schwabenheim, Groß - Winternheim, Dromersheim und Elsheim, Kreis Bingen. Die Seuche wurde festgestellt in Groß-Biebernu und Ncunkirchen, Kreis Tiebnra, in Hllttenthal und Hainstadt, Kreis Erbach, in Affolterbach und Siedelsbrunn, Kreis Heppcnhcmi und in Bubenhcim, Kreis Bingen.
* Ober-Rvsbach, 7. Juli. Im Stationsgebäude RoS- bnch v. d. G. wurde heute Nacht ein Einbruchsdiebstahl verübt. In, Güterschuppen erbrach der Täter den Reisekoffer des hier wohnenden Bergwcrksdttektors. In, Stationsbureau ftelen ihm nur 20 Pfennig in die Hände, obgleich eine größere Geldsuunnc dort aufbewahrt war. Der Täter konnte der Gendarmerie seinem Aussehen nach genau beschrieben werden, so daß cs Wohl gelingen wird, denselben habhaft zu werden/
* Bad Nauheim, 7. Juli. Die Nachricht, daß die Eli-abeth Duncan-Schule aus Darmstadt am 15. Juli (nach- nrittags 5 Uhr) eine Fest-Aufführung im Großherzoglichen .Kurshaus zu Bad-Naubeim veranstalten wird, beoeauet
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unter den Kurgästen wie unter dem einheimischen Publikuntz
allgemeinem und sehr lebhaftem Interesse. Ist doch der Ruf der Schule Elizabeth Duncans international und in der gan- j zen Welt begründet! Man weiß heute allgeniein, datz aus \ der herrlich gelegenen Marienhöhc in Darmstadt, unter dem .' persönlichen Schutze des Grotzhcrzogs von Hessen, Elizabeth ■ Duncan (die Schwester der berükmiten Tanzküusilcrin Ist- dora Duncan) eine Schule für edelste Körperkultur gegründet hat. Hier sollen keine Tänzerinnen ausgebildet werden! Es gilt lediglich den Körper des jungen Menschen zu seiner vollendetsten Ausbildung zu führen. Daß sich die Grenze von Gymnastik und Kunst hierbei allmählich verwischt und, ganz wie von selbst, aus diesen Kindern und jungen Wäldchen Künstlerinnen der Bewegung werden, das ist das Wunderbare und Schöne bei der Sache! Neuerdings hat es sich die Schule zur Aufgabe gemackjt, auch Lehrerinueu ansznbil- den, die den Geist der Schule in die Welt htiiaustragen. Ebenso sollen Zöglinge der Schule von ihrem Wirken und ihren Erfolgen auf der Olympiade 1916 zu Berlin Zeugnis oblegen.
* Niedcr-Florstadt, 7. Juli. Zahlreiche hier beheimatete Soldaten, die während ihres Urlaubes an einem hiesigen Arbeitcrfeste teilnahmen, bei dem der sozialdemokratische Landtogsabgeorüncte Busold die Festrede hielt, crhrelten in ihren Garnisonen Arresfftrafen von 3 bis 10 Tagen. Da die Soldaten ihre Instruktionen kennen, haben sie sia) diese Sttafen nur selbst zuzuschrciben.
* Stockheim, 7. Juli. Gestern hielt«, die Pokizeidiencr des Kreises Büdingen hier eine Versanunlung ab, wobei wichtige Fragen zur Erörterung kamen.
* Orleshausen b. Büdingen, 7. Juli. Nächsten Samstag, den 11. d. M. feiert der hiesige beliebte Lehrer K. Strack in voller körperlicher und geistiger Frische sein goldenes Amtsjubiläum. Der Jubilar wiittc früher eine lange Reihe von Fahren in Rainrod und Glashütten, Kreis Schotten. In letzterer Gemeinde hat er viel zur Hebung des Obstbaues durch Anlage einer eigenen Obstbaunischule getan, auch gründete er dortsclost eine Vichversicherungskasse, die den Gemeindeangehörigcn schon manchen Segen gebracht.
•— Am 18., 19. und 20. ds. Mts., findet hier das BezirkS- kriegerfest für den Bezirk Büdingen mit Fahnenweihe unseres Vereins statt.
* F- E. Frankfurt a. M., 7. Juli. Die Preise für schlachtreife Schweine prinra Qualität sind auf dem Lande fortgesetzt im Rückgang begriffen und wird durchschnittlich vom Händler 40 Pfennig, ja nur 38 Pfennig, für das Pfund Lebendgewicht gezahlt. Den Landwirten hat dieser Preisrückgang bereits zu der Klage Anlaß gegeben, daß sich jetzt die Mästung nicht mehr rentiere. Die Warirung des preußischen Landwirtschaftsmiiiisters, die Einschränkung der Viehzucht in Zeiten des Preisrückganges nicht cintreten zu lassen, da sie unwirtschaftlich sei, erkennen die Landwirts Wohl an. Sie nicht auszuführen, könnten nur baldige geeignete Maßnahmen, die eine bessere Organisation des Flcischmarktes hcrbeiführen, bewirken. Auf den gestrigen Vichmärkten in Frankfurt a. M. und Wiesbaden, gingen die Preise fiir Schweine gegen die vorwöchigcn etwas in die Höhe.
Aus dem Kreise Hanau.
* r. Hanau. 7. Juli. Auf der Landstraße zwischen Frankfurt und Hanau, in der Nähe von Wilhclmsbad, hat sich gestern nachmittag ein recht schweres Autoinobiliinglück zugetragen. Ein auf der Fahrt nach Hanau befindliches, z» Diensffahrten benutztes Automobil der Adlcrwcrkc i» Frankfurt llberschlug sich infolge Versagens der Steuerung. Von den 7 Insassen, die aus einem Chaufscurlehrmeistcr und 6 Chauffeurpriiflingen bestanden, wurden 4 schwer verletzt. Ein Insasse erhielt leichtere Verletzungen, zwei Insassen konnten durch schnelles Skbspringen einer Gefahr entgehen. Von den vier Verletzten wurden zwei in das St. Vinzenzkrankcnhaus, zwei in das Landkrankenhaus Hanau verbracht. Die Verletzten sind Bahnhosswirt Besser in Langenselbold, Fr, Schmidt, Dinsch und Keßler aus Frankfurt a. Ai.
Hesscii-Nnssa,,.
* Kolba,h, 7. Juli. Der seit kurzem hier wohnhaftc Arbeiter Wcidaiior verübte an seiner Tochter ein Sittlichkeits- Verbrechen und ist seit der Tat verschwunden.
* G ricoheim n. M., 7. Juli. In einem unbewachten Augenblick trank hier ein kleiires Mädchen ans'einer mit Aetznatron gefüllten Flasche, wodurch es sich schwecr innere Verbrennungen zuzog.
* Gelnhausen, 7. Juli. Bei Rauchvcrsucheu verursachte der achtjährige Sohn des Eierhäudlers Meyer eine» Brand. Da die abwesenden Eltern das Biirsckichcn cii>gcs<l>Iosseii hatten, geriet dieses in Gefahr zu ersticken nnd zu verbrennen. Vorübergehende Personen, die den aus dein Hause dringenden Rauch bemerkten »nd den Jungen mordsjämmer- lich schreien hörten, schlugen die Fenster ein, retteten erst den Burschen und erstickten dann die Flamnien.
* F. C. Kiniigcstin i. T., 6. Juli. Durch das Unwetter am 1. Juni 1913 wurden in der Königlichen Obersörsterei Königstein im Taunus, wie nnnmche endgültig fejtsteht, im ganzen 13370,65 Festuieter Buchcnholzmassen — an de» Fichtenbeständen war ein Schaden kaum sestzustellen — geworfen. Dafür wurden 129 376,86 Jl erlöst. Ter Hauer- bezw. Arbeitslohn stellte füll auf 30 212,15 ,M.
* F. C. Wiesbaden, 6. Juli. Der MiUelrheiniichc Verband! evangelischer Arbeitervereine hielt gestern hier zum ersten Male seinen diesjährigen 23. Derbcmdstag ab, der eine außerordentlich starke Beteiligung aus den Regierungsbezirken Wiesbaden und Cassel und aus dem Grotzyerzogtum Hessen hatte. Ter Verbandstag wurde cingeleitet durch einen Festgottesdienst r» der Ringkirchc unter Mitwirkung des Ring- und LutberkirchcnchorL. Die Festpredigt hielt Gcnc- ralsuverintcndent Obl». Ihm schloß sich im Pautrncnicblöb-


