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Nr. 133

O

Seile 3.

BcfichtigimgihrerVersuchsfelder

cinflclaben, die wir mit Dank angenommen haben.

Die Besichtigung unter sachkundiger Führung soll morgen

Dienstag, den Juli, nachmittags

slaitsinden. Trefspunkt:

2 Uhr am Bahnhof Gießen.

Wir fordern unsere Mitglieder auf, sich recht zahlreich Stl dieser Besichtigung beteiligen zu wollen.

Der Vorstand.

Beste Verbindung:

Schnellzug: ab Frankfurt: 12,50 Uhr, an Friedberg: 1,24 Uhr, in Gießen: 2,01 Uhr. Pcrsonenzug: ab Frankfurt 11,02 Uhr, ab Friedberg: 1210 Uhr. in Gießen: 1,09 Uhr.

Aus der Heimat.

* Studienreise des Vereins ehemalige« Friedberger Land- wirtjchaftsjchiiler. Am 10/11. Juli findet unter Führung des in unjcrer Heimat im besten Andcnlen stehenden Zuchtinspektors Kreuz- Heidelberg, der stch um die Gründung und das Ge­deihen des Lereins unvergeßliche Verdienste erworben hat, eine Studienreise nach Heidelberg statt. Der Vorstand bittet mn recht zahlreiche Beteiligung und ersucht wegen den nötigen Vorbereitungen Anmeldungen zu dieser Reise bis spätestens 8. Juli an den Dorsttzendcn Landtagsabgeord­neten Fenchel- Oberhörgern zu senden.

* Friedberg, 6. Juli. Anläßlich des 00jährigen Bestehens

des GesangvereinsKonkordia" in Eschersheim, verbunden mit Gesangswcttstreit, hat unser allseits beliebtes Doppelquak­te t t unter der Leitung seines bewährten Dirigenten Herrn Seminarlehrcr Kuhn wiederum große Erfolge auszuweisen. So errang cs in der Quartcttklasfe den 1. Preis mit 22814 Punkten, ferner im Ehrcnsingen mit 115 Punkten den 1, Ehrenpreis und im höchsten Ehrensingen mit 107 Punkten den Z. Ehrenpreis des Herrn Protektors Kommerzienrat Kleinschmidt. Zu diesem schönen Erfolg gratulieren wir herz- lichst. '

* R. Fricdbcrg, 6. Juli. Für die gedienten deutschen Artilleristen werden die Tage vom 1114. Juli unvergeß­liche Gedenktage werden. Während dieser Zeit findet näm­lich in Bremerhaven ein General-Appell der gesamten deut­schen Artillerie statt. Dem Aufrufe, sich an diesem Appell zu beteiligen, folgen auch vom hiesigen Artillerie- und Pionier- Verein 10 Kameraden, welche kon:menden Freitag Nacht mit dem von Frankfurt a. M. abgehendcn Ertrazuge, der um 12 Uhr hier ankommt, nach Bremerhaven fahren loerden. Die Veranstaltungen sind recht großzügige und stehen diese unter - dem Ehrenpräsidium Bürgermeister von Bremen Stadt-

l ä n d c r. Seine Exzellenz der General der Artillerie und Inspekteur derFeldartilleric vonGallwitz, Sein« Exzel­lenz der General der Artillerie und Gcneralinspektcur der Fußartillerie von Lauter. Das Progranim stellt sich solgendernwßen zusammen: Samstag, den 11. Juli, nach­mittags: Empfang der Gäste. 6 Uhr: Festessen imTivoli" zu Bremerhaven. 9 Uhr: Kommers imVolksgarten" zu Bremerhaven. Sonntag, den 12. Juli: 6 Uhr morgens: Wecken. 9 10 Uhr: Abgeordnetentag für den Bezirk des 9. Armeekorps iinEnglischen Hof" zu Lehe. lOYt Uhr: Feld- gottcSdicnst und Parade sArtilleristen-Appell) auf dem Exerzierplatz der Matrosen-Artillerie in Lehe. Ebendort: 2 1 /) Uhr: Fahnenweihe. Daran anschließend: Festzug.

Abends 8 Uhr: Ball imVolksgarten" zu Bremerhaven. Montag, den 13. Juli: Dampferfahrt nach Helgoland. Nach­mittags und abends: Konzert imVolksgarten" zu Bremer- haven. Diesthtag, den 14. Juli: 10 Uhr vormittags: Abge­ordnetentag für die Vertreter sämtlicher Artilleristenvereine in derStrandhalle" zu Bremerhaven. Besichtigung der Werften und des Hafens. Abschiedssck>oppen imFischer- hafen-Restaurant" zu Geestemünde.

* Friedbcrg, 6. Juli. Die diesjährige Dertrcterver- fammlnng des Kyfshäuscr-Bundes der deutschen Landes- Kriegcrvcrbände findet am Samstag, den 12. und Sonntag, den 13. September, in: Kaisersaale des Burghofes zum Kysshäuser statt.

* Friedberq-Fauerbach, 5. Juli. Sei dem gestrigen Ver­bandsrennen in Eransbcrg i. T. konnte der Radfahrer-Verein »Frisch Au s" von hier im Korsoprcisfahrcn mit einem er­sten P.reis ausgezeichnet werden. Ein kräftiges All Heil! den Siegern.

* Fricdbcrg-Fanerbach, 6. Juli. Nächsten Sonntag feiert die GesellschaftHeiterkeit" im schönen Garten des Herrn Wilh. Herold: Inh. Otto Holler, ihr diesjähriges Sommer- I e st, verbunden mit lüiährigem Bestehen. Konzert und Tanz sowie Dreisschicße» und Preiskegcln u. dgk. mehr werden für Unterhaltung sorgen. Hofsentlich wird, wie in jedem Jahre, Dasselbe von den Einwohnern gut besucht werden.

* BadNnuhcim, 6. Juli. Dienstag, den 7. Juli, nach­mittags von 4 '/ 2 6 Uhr und abends von 8 10 Uhr, ist auf der Terrasse Konzert der Kurkopelle. Abends 8 Uhr im KurhauSsaale: Lustiger Abend von Drofefsor Marrell Salzer.

* Frankfurt n. M., 6. Juli. Beim Umsetzen eines mit Säure beladenen Güterwagen? stürzte ein Ballon Säure «im und explodierte. Durch die weit umhersprihendcn Flüssigkeitsmcngen wurden Rangiermeister derart schwer an den Beinen und im Gesicht verbrannt, daß sie sofort in das Städtische Krankcnbans geschafft werden mußten .

* Frankfurt a. SB?., 6. Juli. Bei einer Motorradfahrt durch den Taunus stürzte der Mechaniker Denk in der Nähe

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letzungen, die seine Ueberbringung -in da? Königsteiner

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Krankenhaus bedingten.

Hesse«.NLffüu. ^ , ,

* Bad Homburg, 0. Juli. In den beiden bedeutendsten

Römerkastellen des Taunus, der Saalburg und dem Zugman- tel an der Hühnerstraße bet Idstein hat der Baurat Jacobi- (Hornburg) während der letzten Monate eine Anzahl sehr wich­tiger Entdeckungen und Funde gemacht. Es gelang ihm, den Nachweis zu führen, daß da, letzte Saalburgkastcll, wie cs jetzt wieder ausgebaut ist, unter der Regierung des Kaisers Cara- calla (211217) erstand, vielleicht nach dem glücklichen Feld­züge gegen die Alemannen im Jahre 213. Kulturgeschicht­liches Interest- beansprucht ein im Saalburgkastcll gesundcner Mühlenstein mit der hinweisenden Inschrift, daß der Stein einer bcstimniten Korporalschast zum Mehlmachcn zu dienen hatte. Ein tm Zugmantel ausgcgrabcner Mühlstein war noch so gut erhalten, daß er ohne weiteres zu einer Getreidemühle Verwendung finden lonnte. Von erstaunlicher Mannigfaltig­keit ist die Fülle der gemachten Etnzelfunde in beiden Kastei- len. Die Ausgrabungen förderten u. a. zutage: ungezählte terra stgillata, Lcdcrzeuge, tausende von Tongefäßen, Horn- und Holzgegenständc, eiserne und kupferne Werlzeuge, Schmuck­stücke, Waffen, Wchrgehänge, ein Sammclfund von 20 verschie­denen Tongcwichten in Kugelform. Fcstclnd ist auch die Zahl der gemachten Münzenfunde. In dem Saalburggebiete grub man 80, im Zugmantcl dagegen 300 Münzen aus Bronze und Silber aus. Die meisten Münzen entstammen der römischen Kaiserzeit von 103251 n. Ehr. Ferner stellte man am Limes ein neues Zwischenkastell fest. Im Zugmantelgebiet legte Jacob! 28 Keller und Gruben und sechs neue Brunnen frei. Die in der großen Halle ausgestellten Wurfmaschincn werden nunmehr genau nach den in Spanien aufgefundenen Wurf- maschinen rekonstruicik.

* Bad Homburg v. d. H 6. Juli. Nack) den neuesten Dispositionen wird der Kaiser anfangs August in Bad Hom­burg cinireffen und in dem dortigen Schlosse Wohnung nehnien. Der Anfenlbalt soll sich, wie die Blätter melden, bis zu den Kaisermanövcrn, Ende September, ausdehnen. Die Teilnahme des Kaisers an der alljährlichen Truppen­parade ans dem Grcßen Sande und der Besuch dn Edder- talsperre durch den Kaiser wird von Homburg aus erfolgen.

Die Berbereiliingen für das große Kaisermanöver sind bereits in vollem Gange. Sie erstrecken sich namentlich auch auf die möglichst vollkommene Ausbildung im Nachtfeld­dienst.

* jt. Usingen, 6. Juli. Daß den naffauischcn Waterlookrie- gern endlich ebenfalls auf den> berühmten Schlachtfeld ei» Denkmal gesetzt werden soll, hat hier und im ganzen Kreise gro­ße» Anklang gefunden. Hier in Usingen befindet sich bereits ein Erinnerungszeichen an die Schlacht: eine Linde, welche alsbald nach derselben gepflanzt wurde. Ihr Standort ist am Untertor am Kreuzungspunkt zweier Straßen, sic führt den NamenWaterloolinde"..

* Höchst o. M., 6. Juli. Einen überaus niederträchtigen und rohen Streich leisteten sich mehrere Monteure, welche bei dcr Jnstallationsfirma Schmitt hiersclbst in Stellung waren. Wegen schlechter Ausführung von Arbeiten an den elektri- schi'n Anlagen im neuen Gecichisgebäude wurden die Mon­teure von der genannten Firma enllassen. Sie rächten sich dadurch daß sie in dem Gebäude die kurz zuvor gelegte Lei- htm) vcllständig demolierten. Als Täter kommen die Mon- teure Friedrich, Traub, Schröder und Glöckner ln Betracht, denen wohl eine exemplarische Bestrafung blüht. Dcr Schaden beträgt etwa 200 Jt. Drei der Täter wurden be­reits schon verhaftet.

* Höchst a. M-, 6. Juli. Der 44jährige Maurer Schnl- meier ans Mörfelden stürzte von einem hiesigen Fabrikneu- ban ab und starb nach kurzer Zeit an den Folgen des Falles.

* Höchst a. M., 6. Juli. Der Landrat des Kreises Höchst hat das Betreten der Wälder durch Kinder unter 10 Jahren ohne Begleitung erwachsener Personen verboten. Die Eltern werden in Uebertretungsfällen für die von den Kindern an­gerichteten Schäden haftpflichtig gemacht.

* Aus dem Taunus, 6. Juli. Mit der Heideibeerernte sind die Bewohner des Taunus in diesem Jahre nicht zufrieden. An manchen Stellen lohnt sich das Aöcrnten kaum, da die regneri­schen und kalten Tage im Frühjabc der Blütezeit sehr hinder­lich waren. Mehr Ergiebigkeit erwartet man dagegen von der Himbeerenernte, vorausgesetzt, daß eine längere Zllärmeperiode die Früchte ausrcisen läßt.

* F E. Wicsbadin, 4. Juli. Die weit über Nassau hin­aus bekannte Augcnheilaustalt für Arme in Wiesbaden, hat im abgelaufenen Jahre 4592 Angenkranke behandelt, 2188 männliche, 2104 weibliche. 1231 van diesen Kranken waren in Anstaltspflcge und wurden an 263-10 Tagen verpflegt. Der, Freistellenfonds ermöglichte cs, daß 106 Kranke ganz niientgeltlich ausgenommen wurden. Geheilt wurden 3388, gebessert 433, nngeheilt entlassen 18, unheilbar waren 25. Zur einnialigcrr Konsnltalion erschienen 433. Am JahrcS- schluß blieben'in Behandlung 295. Ihrer Herkunft nach waren die Kranken anS dem Kreise Wiesbaden-Stadt 1 72. aus den übrigen Kreisen des Regierungsbezirks Wiesbaden 1975, aus dem Regierungsbezirk Easscl 55, ans dem Regie­rungsbezirk Koblenz 256, ans dcm Regierungsbezirk Trier 73, aus der bayerischen Pfalz 130. aus dem Graßherzogtnni Hcssen 350, ans Baden, Württemberg nsw. 186, Ausländer 95. Bemerkenswert ist, daß 294 Staroperalionen aiisge- führt wurden, von denen nur 10 einen inittclniätzigcn, die an­deren einen guten Erfolg anfwicscn. 144 Extrationen des AitersstarS kanien zur Ausführung. In 142 Fällen war der Heilungsverlaul normal und wurde wieder ein gutes Seh­vermögen erzielt. Ter Rechnungsabschluß der Anstatt weist

V» 286.88 J( Einnahmen, 157813,49 M Ausgaben auf.

* Wiesbaden, 3. Juli, Der 24jährige Landwirt Peter Seck jun. au» Eisenbach im Goldenen Grund stand am 1. Juli vor dcm hiesigen Schwurgericht, unter der Anllage, am 0, Januar d, I, leinen Vater, den Landwirt Veter Keck TV. getötet, je­

doch di« Tat ohne Ueberlegung ausgesührt zu haben. Seck Sohn gab an, der Vater sei am ftagltchcn Abend wie so oft be­trunken nach Hause gekommen und habe wie in der Regel die seit fünf Wochen bettlägerig kranke Mutter mißhandelt. Um dcm ein End« zu machen, habe er seinem Vater zugercdet, dieser habe jedoch ein Küchenmestcr ergriffen und sei auf ihn eingc- drungen. Mit einem aus einer Komodschublade genommenem Revolver gab er darauf zur Abwehr zwei Schüffe auf seinen Vater ab, Dcr Getroffene sei daraus hinausgestürzt mit den Worten:Jetzt hole ich einen Dolch und dann steche ich euch alle zusammen". Auf das erneute gütliche Zureden habe Seck sen. wieder aus ihn einen Angriff unternommen, den er seiner­seits dadurch abgewehrt habe, daß er seinem Vater einen Stasi versetzte, infolgcdcstcn er rücklings die Treppe hinuntergestür! und sich unten den Schädel gebrochen habe. Daß er dort noch auf ihn cingeschlagen, wisse er nicht. Die Vernehmung von 18 Zeugen ergab ein überaus trauriges Familie,rbild. Die Ge­schworenen verneinten di« Fragen »ach Totschlag und Tol- schlagsocrsuch, sondern sprechen ihn dcr Körperverletzung mit Todcserfolg schuldig. Das Urteil erging hieraus aus drei Jahre Gefängnis.

* Wiesbaden, 3. Juli, Gestern verhandelte das Schwur­gericht gegen die 31 Jahre alte Ehefrau des Maurers Konrad Krauß, Emma geb. Eckhardt, früher in Kelkheim, jetzt in- nigstcin wohnhaft, der ein Meineid zur Last gelegt wurde. Sie hatte am 12. Februar 1908 vor dcm Amtsgericht in Königstcin in einem Micistreitprozcß, den ihr Schwager gegen sie ange­strengt hatte, unter Eid in Abrede gestellt, ihre Unterschrift unter den Mietverttag gegeben zu haben. Die Angeklagte, die nach einem im Jahr« 1900 in dieser Sache in Wiesbaden statt- gchaften Schwiirgerichtstermine aus sechs Wochen auf dem Eich- bcrg beobachtet worden und seit 1909 nicht mehr vcrhandlungr- sähig war, gab heute ganz wirre Antworten und konnte stch absolut aus den Vorfall nicht mehr entsinnen. Zwei Schreib sachverständige stellten fest, daß die Angeklagte die Unterschrift tatsächlich geleistet hat, drei ärztliche Sachverständige vertreten den Standpunkt, daß die Angeklagtr zur Zeit dcr Eidesleistung geistesgestört war und ihr deshalb der Schlitz des Paragraphen 01 St. E. F. zuzubilligcn sei. Rach dem Nichtschuldig der Ge­schworenen folgte die Freisprechung der Angeklagten.

* St. Goar, 4. Juli. Zwischen Hirzenach und dcr hiesigen Station entgleiste gestern Nachmittag der von Köln nach Frank surt fahrende D-Zug 208. Mciischen kamen nicht zu Schaden. Der Zug lonnte nach mehr als zweistündiger Verspätung di« Fahrt sortsetzen. Der gesamte zur Zeit sehr starke Rcrsever lehr erlitt auf dieser Strecke durch den Unfall empsindliche Stö­rungen.

* Fulda, 6. Juli. In der Samstag Nacht gingen auch in

hiesiger Gegend schwere verheerende Unwetter nieder. Zahl reiche Brände wurden durch Blitzschläge verursacht. Dcr Blitz äscherte in Steinau drei Scheunen und ein Wohnhaus, in Lehnerz die Wirtschaftsgebäude des Fuldaer Irnkerver- eins, in Rönshausen eine Scheune ein. In Seiperts- hausen wurde der Gastwirt Ruprecht vom Blitz getrosten und gelähmt. Die Stadt Fulda wurde durch einen langan­haltenden Regen teilweise unter Wasser gesetzt, das vielfach großen Schaden und erhebliche Vcrlehrsstörungcn zur Folge halt«. - ' '

Norbericht;mn fronkfurtrr Mhinarkt«

Montag, den 6. Juli 1914.

Austrieb: 423 Ochsen, 50 Bullen, 636 Kühe. 362 Kälber, 51 Schafe, 2319 Schweine.

Tendenz. Wegen Mangel an Angebot jeglichen Brot getrcides wurde für Weizen lind Roggen kein Preis gebildet Hafer kostete 19. M.

Frankfurter Wetterbericht.

Voraussage: Wechselnd bewöltt, zeitweise J- .d-rs-: lüge-

mäßig warm, westliche Winde. -

Gedenktrige.

6. Juli. 1369 Hs geb., 1415 verbrannt. 1877 Fr. Will) U. Hackländer f. 1884 Unfallvcrsicherungsgesetz

Ans alter Welt.

Todesfälle infolge Blitzschlages. Ein heftiges Gewitter ging gestern über Bourgcs und Umgebung nieder und wirlte 'geradezu katastrophal. Der Blitz fuhr in ein Zelt, unter dcm sich 2 Korporäle und 10 Soldaten des 85. Linienregi­ments befanden, da? dort zur Zeit Scharfschießübuligen ab- hült. Ein Korporal wurde getötet und 4 Soldaten schwer verletzt. Der andere Korporal und weitere sechs Soldatei erlitten gleichfalls Verletzungen. Auch ans Saint-Mihiei wird ein schlvercS Unwetter gemcldet. Dort wurde eine Schildwache des Forts Saint-Mibiel vorn 166. Linienrcgi- ment vom Blitz erschlagen.

Dcr Flugversuch über den Atlantische» Ozean. Leu! »ant Porte hat gestern zwei reue Flugversuche mit der i von dein Flttgzeugkonstriiktciir Enrtiß erbauten Apparat Amerika" unternommen. Beide waren von der Leistungs­fähigkeit deck Flugzeuges sehr befriedigt. Auf Grund der bisher erzielten Ergebnisse ist jedoch noch nicht mit Sicher- beit darauf zu rechnen, daß dcr beabsichtigt: Flug über den Atlantischen Ozean mit diesem Apparat ausgesührt werden kann, da der Apparat bis jetzt noch keine genügende Menge Ballast anfznnchmcn vermag, die für einen so ausgedehnten Flug notwendig ist.

Dir Tnbrrkiilose bei Ttinkerkindern. In dcr kürzlich erschienenen Schrift des Präsidenten des Reichsversicklern.'gs- amteck Or. Kaufmann, »Sck>adenverhütcnder Wirken in der deutschen Aibeilerversicherung", ist erwähnt, daß nach neueren Festste lluvcen 37 v. H. der Kinder von Trinkern an Tuber- krittle erkranke»