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Sir. 151

Seile L

nuc äußerst ungnädig. Der Kaiser ließ den Minister nicht im Zweifel darüber, daß er für den tragischen Abschluß der Reise des Thronsolgerpaares zum mindesten moralisch ver- antwortlich sei. Der Minister mußte im Verlaufe seiner Audienz wenig schmeichelhaste Worte entstören, wobei der Keiser das ganze System der Verwaltung in Bosnien einer scharfen Kritik unterzog. Tie Sorglosigkeit der Polizeibe- hä,den in Serajewo erfuhr durch den Kaiser eine harte Be- urteilung, zumal die militärischen Behörden der Polizei für den Besuch des Thronfolgers den ganzen militärischen Appa- rat zur Verfügung gestellt hatten. 6s heißt, daß Bilinsk: dem Kaiser seine Demission angeboten habe, die der Kaiser mil Rücksicht auf die augenblicklich außerordentlich schwieri­gen Verhältnisse in Bosnien ablehnte. Gleichzeitig mit dem gemeinsamen Finanzmiuister werden sämtliche elitenden Funktionäre der Zivilverwaltung in Bosnien durch andere Persönlichkeiten ersetzt werden. Die diesbezüglichen um- fassenden Veränderungen werden sich vermutlich nach der Aufhebung des Standrechts, zu Lessen Verhängung Bilinski in seiner gestrigen Audienz die Genehmigung des Kaisers

erbat, vollziehen.

Keine ernstliche« Unruhen in Bosnien.

Wien, l. Juli. Offiziell wird gemeldet, daß die Mel- oungen ungarischer Blätter, wonach in Bosnien Unruhen ousgebrochen seien, auf den Stadtkonimandanten Potiorek ein Attentat verübt worden sei und mehrere Gebäude in Brand gesteckt worden seien, und daß schließlich serbische Banden die Grenze überschritten hätten, völlig ans der Luft g-griffen sind. 6s hätten zwar in verschiedenen Ortschaften Bosniens antiserbische Demonstrationen stattgesunden, je- doch ist es aber nirgends zu ernstlichen Ausschreitungen ge­kommen.

Das glückliche Familirnlcden des Erzherzogs.

Das Organ der DolksparteiAlkotmany" veröffentlicht ela Gespräch des ermordeten Erzherzogs mit dem Fürsten- piimas von Ungarn, Kardinal Cserncch, an dem der Erz­herzog erst vor kurzem die Zeremonie der Barettaufsetzung porgenonisncn hatte. Zu dem Kirchenfürsten hatte der Ver­ewigte eines Tages folgendes geäußert:Eminenz! Ick, habe oft gehört, daß es Dinge im Lbeen gibt, die wir, wenn wir sie wiederholen könnten, anders mache würden. Aber, wenn ich noch einmal eine Ehe eingehen müßte, würde ich genau so handeln, wie ich gehandelt habe. Ich fühle mich so glück- lich, daß ich mich für einen gottgeweihten Menschen halte. Wenn ich nach meiner langen und mühevollen Tagesarbeit in den Kreis meiner Familie zurückkehre und meine Frau inmitten der spielenden Kinder bei einer Handarbeit sehe, dann lasse ich alle meine Sorgen hinter mir. Ich wünschte, Eneinenz, daß Sie einmal Zeuge unseres Familienglückes srin könnten."

Das schwere Leid der Kinder.

Tie Schreckensbotschaft aus Serajewo traf in Prag aut Senntag mittag ein und wuede den Kindern des Erzherzogs Franz Ferdinand bis zuni Abend verheimlicht. Nachdenl die Kinder von der Gräfin Henriette Ehotek schonend oorbe- waren, übernahm der Erzieher Stanowski das schwere Ar,ft, ihnen den Tod der Eltern mitzuieilen. Als die Kin­der die Nachricht erfuhren, brachen sie in einen Weinkrampf aus. Die Gräfin Ehotek fiel bei dem herzzerreißenden An- blick der verzweifelten Kinder in Ohnmacht. Die erfchüt- trrnde Szene ergriff alle Umstehenden aus das tiefste. Graf Wuthenau und seine Gemahlin, Fürst von Schoenburg und Graf Nostiz bemühten sich, den verwaisten Kindern Trost zuzusprechen.

Das Komplott in Serajewo.

In Serajewo wurden sünfzig Verhaftungen von bos­nischen Serben, darunter von Frauen und Mädchen, vorge­nommen. Auch drei Montenegriner wurden verhaftet. Allem Anschein nach handelt es sich uni ein weiwerzweigtes Kom- plott. Die Attentäter gehören dem Kreise großjerbischer Fanatiker an, welchem es seit langem ein Dorn im Auge ist, daß die serbische Bevölkerung Bosniens in ihrer über­wiegenden Majorität av.s ihrer loyalen Gesinnung kein Hehl machte. Ani Abend fanden in Serajewo große antiserbische Demonstrationen der kroatischen und moslemischen Jugend statt.

Ausruf des Bürgermeister von Serajewo an die Bevölkerung.

Serajewo, 30. Juni. Der Bürgermeister hat an die Be- oölkening folgenden Ausruf erlassen:

Mitbürger, Brüder! Heute nach der größten Freude und dem großen Stolze, da uns der Thronfolger und seine Gemahlin mit ihrem Besuche beehrten, wurde eines der niedrigsten und schmachvollsten Verbrechen begangen, dessen schlimme Folgen für unser Serajewo, den ganzen Staat und das ganze Vaterland nicht ermessen werden können. Wenn auch dieses scheußliche Verbrechen seine Wurzeln außerhalb des Vaterlandes hat denn auf Grund des Geständnisses des Attentälers selbst ist es außer Zweifel, daß die geworfenen Boniben aus Belgrad selbst stammen, ist dennoch der traurige Verdacht be­gründet, daß es auch in unserem Daterlande und in Sera­jewo mnstürzlcrische Elemente gibt. Mit dem größten Abscheu verurteilen wir die scheußliche Tat und es wird die heilige Pflicht der Bevölkerung sein, die heute unse­rem Serajewo angetane Schmach abzuwaschcn und sich v on derselben zu reinigen!"

Ter Eindruck im Auslände?

Madrid, l. Juni. Das Attentat von Serajewo macht namentlich wegen der nahen Verwandtschaft der Hnbs- ger mit dem spanischen Königshaus, tiefen Eindruck. In Wandelgnngen der Kammer, wo sich zahlreiche Politiker fhielten, hörte man vielfach Erörterungen über die poli- sthe Bedeutung des Attentate?, wobei auch die Verwandt­est des nunmehrigen Thronfolgers mit dem spanischen brcnzrätcndeiften Jaimc er'.rähnt wurde. Allgemein sind

Ne«« Tageszeitung. Mittwoch, den 1. Juli 1911.

die Aeußerungen der Teilnahme mit der Tragik im Leben

des bejahrten Kaisers.

Rom, t. Juli.Popolo Romano" betont die politische Sinnwidrigkcit deS Attentates. Oesterreich habe keinen Widerspruch dagegen erheben, daß Serbien aus dem Bal- kavkriege um das Doppelte vergrößert hervorgegangen sei. Bosnien selbst verdanke seinen wirtschaftlichen Auftchwung -Oesterreich. Von solchen Mitteln dürfe aber die national; Abhängigkeit und serbische Bewegung nichts erhoffen, da außerdem in Bosnien das türkische Element in ziemlich star­kem Maße vertreten sei.

Brüssel, l. Juli. Das Attentat von Serajewo hat hier um so stärkeren Eindruck gemacht, als die Herzogin von Hohenburg als Tochter des langjährigen Gesandten an dem Brüsseler Hofe, Grafen Ehotek, hier die Vollendung ihrer Erziehimg erhalten hat und noch immer gesellschaftliche Be­ziehungen zur hiesigen Aristokratie unterhielt. Eine Schwester des ermordeten Erzherzogs hat sich in ein Kloster in einer Dorstadt Brüssels zurückgezogen, um dort ihr Leben zu verbringen. Der Erzherzog hat ihr noch im verflossenen Jahre einen Besuch abgestattet.

Newyork, 1. Juli. Die hiesige Presse gibt durchweg ihrer Sympathie mit dem schweren Schicksal des greisen Kaisers Franz Joseph Ausdruck. Was die Mordtat selbst an­gelst, so führen verschiedene Blätter sie ans die maßlose Ex­pansionspolitik Oesterreichs zurück, die den ersten Grund da­zu gelegt habe.

Eine serbische Stimme.

Die serbische Gesandtschaft in Berlin bittet dasHirsch'sch: Telegraphen-Bureau" um Veröffentlichung folgender Kund­gebung:

Die Gesandtschaften und Konsulate Serbiens sind von ihrer Regierung angewiesen worden, die Erklärung abzugeben, daß Serbien das verabschenungswllrdigste Verbrechen in Serajewo ebenso auf das schärfste verur­teilt, wie dies in Oesterreich-Ungarn und auf der ganzen Welt geschieht. Man kann doch nicht ein ganzes Volk ver­antwortlich machen für die Tat eines unreifen unwirren jungen Menschen. Wenn aus dem traurigen Anlasse durch nichts begründete Verdächtigungen gegen Serbien verschiedentlich erhoben werden, so muß dagegen auf das entschiedenste protestieit werden. Jeder denkende Mensch wird begreifen, daß Serbien dem verwerflichen Ver­brechen völlig sernsteht."

Ans dem Ijesi. Landing.

Die Erste Kammer der Stände trat gestern vormittag 10% Uhr unter dem Vorsitz des (örafcn ffiöttj zu Schlitz zusam­men: es wurden eine Reihe von Regierungsvorlagen nach den Vorschlägen des Ausschußes im Sinne der Beschlüße der Zwei­ten Kammer erledigt. Darunter die Vorlagen, betr. die Rach- weisvngen über die Staatsemnahmen und Ausgaben im Etats- jahr 1910 . Der Gesetzentwurf, Bett, die Tagegelder und Reise­kosten der Stäudcmitglieder, der Gesetzentwurf über die Los- gcsellschaften, der Verkauf eines Eeländcstreisens an die Stadt Eiche», Durchführung der clcltrischen Straßenbahn durch die Hochschulstraße in Darinstadt, der Verlaus des Hofgutes Eens- felder Hof, die Verleihung der Rechte von Zivilstaatsdienern an die Reallehrer, der Landdauim in der Gemarkung Rüstels­heim, die Eeländeabtretung in der Cemartung Einsheim, die Anstcllungsvcrhältniste der hessischen, mittleren Beamten in der preußisch-hessischen Eijenbahngcmeinschaft und der Auto- mobilverkehr Weinheim-Trvsel. Nicht betgetrelen ist das Haus zu der Regierungsvorlage, betr. die Dienstbczüge der Kommu- nalforstwarte. Auch der Antrag der Abgg. Fenchel, Leun und Een., betr. die Gebühren für Revisionen der Gemeinden- und Kirchcnrechnungcn wurde gegen die Stimme des Prälaten Dr. Flöring abgelehnt. Weiter wurde der Antrag des Abg. Dr. Winkler, betr. die Bekämpsung des Heu- und Sauerwurms und die Vorstellung des Vereins der seminaristisch gebildeten Lehrer an den höheren Bürgerschulen Hestens entgegen den Beschlüssen der Zweiten Kammer erledigt. *

Eine längere Aussprache veranlaßto die Darstellung des Verbandes der Hausbesitzervercine, betr. die Aushebung der Wcrtzumachssteucr. Der Ausschuß hatte beantragt, dem Be­schlüsse der Zweiten Kammer nicht bcizutrctcn, und die Vor­stellung der Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen. Freiherr v. H r y l machte hierzu längere Ausführungen steuerpolitischer Art und wies besonders darauf hin, daß die Wertzuwachssteuer den Grundbesitz außerordentlich schwer treffe, daß überhaupt die Gesetzentwürfe, betr. die Besteuerung dringend einer Abänderung bedürfen, da das mobile Vermögen im Gegensatz zum Grundbesitz viel zu stark bevorzugt werde. Oberbürgermeister G ö t t e l IN a n n - Mainz erwidert dagegen, daß bei Anerkennung mancher Nachteile doch die Vorstellung der Hausbcfitzervcreine außerordentlich übertrieben sei. Er kann dem Vorschlag, die Vorstellung der Regierungzur Be­rückst,htigung" nicht empsehlcu. sondern wünscht, daß dieselbe der Regierungcls Material' überwiesen werde. Rach wei­terer Debatte wird der Ausschnßrntrag im Sinne des Frhr. v. Heul gegen 3 Stimmen angenommen. Ohne Debatte wer­den erledigt. Der dringliche Antrag Henrich, betr. das Wahl­recht der Eisenbahnbeamtcn usw die Vorstellung des Kauzlcr- diencrs Wcijcl-Darmstadt, betr. seine Desoldungsvordienstzeit, die Vorstellnng des Justizrats Liudt-Darmstadt, betr. Besse­rung der Zustande im Anwalt-,wese», der Antrag Leun und Fenchel, bete, den Verkehr mit Kraftfahrzeugen (mit einigen Abänderungen), die Vorstellung der Bürgermeister der Land­gemeinden, betr. die Protokollierung der Jmmobiliaiveräußc- ruirgsverträge durch die Ortsgerichtc, die Vorstellung der Orts- »nd Polizeidicner Obcrhestcas, betr. Regelung ihrer Eehalts- verhnltnistc, die Vorstellungen der Hausbesitzervereine, betr. die Landbrairdveisichsrung, des Jakob Bundschuh in Heubach i. Od., betr. Verlauf seines Steinbruchs, der Kath. Söltner in Michelstadt btr. Entlastung ihres Sohnes aus der Irrenanstalt, des Fachlehrers Pfcifser in Oppenheim, betr. seine Wiedcran- steliung, der ärztlichen Kieisvercinc in Oberbestcn. Protest

gegen die Errichtung eine- Unsallkiankenhause, in

des deutsche» Erubenbeamtenoerbandes betr. Dienstvcrhi-I- niffc der knappschastlichen Beamten, der hessischen Bauasxir»n- ten betr. die Ausführung der Angestellten-Bcrsicherungsgesetz.s. des Allg. Stallschwcizervcrbanbes, betr. Bcsähigungsnachw-i- im Stallschweizerberuf, di- Vorstellung der Fischcrzuuft in Seligenstadt, betr. Schädigung des Fischercibetrtcds durch die proielricrte Mainlanalisation in Ossenbach, der hessischen Pr-- natarchitcltcn, betr. Beseitigung der Nebenarbeit der Bs::k< amten, der Antrag Meisli, betr. Erbauung der Eisende.'--. Mücke-Rücksfeld und der Antrag Winkler, beir. Bekämpsu ng des Heuwurms. Nächste Sitzung: Mttwoch lv Uhr.

* Hausen b. Gießen, 1. Juli. Der hiesige Turnverein blickt auf ein öitjähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlaß fand am Sonntag und Montag dahier ein größeres Turvies, statt. Da mit demselben zugleich die Turnfahrt des Lahn DLiisbergbuirdes verbunden war, so war eine stattliche Anzahl von Vereinen erschienen. Die Vorfeier fand am Samstag Abend statt, nachdem man vorher auf dem Frledhofe in ern­sten Worten der Heimgegangenen Mitglieder gedacht. Sonn­tag morgen fand das übliche Wetturnen statt. Es wurde durchweg gut geturnt. Nachmittags bewegte sich daun ein stattlicher Fcstzug nach dem schöngclegcnen Feftplatze. Lehrer Zoller begrüßte die erschienenen Fcstgäste, woraus Fräulein Happel dem Vereine eine schöne gahnenschleife überreichte. Ein Gründer des Vereins, Forstwart Schlag, befindet sich noch unter den Lebenden. Er wurde zum E lenpräsidentcn er­nannt. Herrliches Wetter begünstigte das nnzc Fest, so daß auch Montags die Schüler der ersten Klahr unter Leitung ihres Lehrers noch recht schöne Freiübungen unter Musilbe- glcriung zur Vorführung bringen konnten. Ein für dörfliche Vcrhältniste recht großartiges Feuerwerk beendete dns in allen seinen Teilen aufs schönste durchgcsührte Fest.

Cagesiiderslcht,

Denlschrs Ueiäl.

Der neue Handelsvertrag mit Rußland. In einem

Sonderausschuß unter Vorsitz des Reichsratsmitglicdcs SB. T>< nncyafew wurde vorgcfchlagcn, im neuen Handelsvertrag mit Deutschland den Zoll aus Maschinen zu erhöh«,, um de» ein- hciniischen Maschinenbau zu schützen. Es soll nicht mehr der Differentialtaris angewandt werden, sonden der Eewichtszoll. Bei einem Teil der Anwesenden fand der Vorschlag hcsttgcn Protest, jedoch wichen die Ncgierungsve.fteter von ihrem Standpunkt nicht ab.

*: Weitere Verschärfung des Kampfes in der Tobalindu- sirie. Rach einigen derFranks. Ztg." vorliegeden gleichlau­tenden Zirlularbricfen bieten die sieben zu M Tabaktrust gehörigen Fabriken nämlich außer der EeL A. Jasmatzi A.-G., der Hauptvertreterin des Trusts in Dstjchland,och Adler-Eo., Batschari, Delta, Iosetti, Sarasvo und Sulima ihren direkten Kunden eine gemcknschaftse Umsatzvergü- tung von 2 Millionen Mark für die Zeit vonj- Juli 1914 bis 30. Juni 1915 an: je 500 000 Mark pro Oupil sollen IN der Werse verteilt werde», daß der Betrag auf/e Gesamtsumme der direkten Bezüge bei den sieben Fabrik repartiert wird und jeder Händler den aus seinen Faktuiesfrag cntfalleudcv Anteil daraus erhält. Der Kampf wird aflmmcr schärfer.

England. I

:: Die abgewiesenen Suffragetten, st^dent Wilson cmp> sing gestern eine Sufftagettciideputatiou/Er erklärte de- Frauen, daß er seinen Einsluß nicht zpsten des Flauer jtimmrechts geltend machen könne, da 1 Frage Sache d einzelnen Staaten und nicht der Bunystierung fei. AI» die Frauen trotz dieser Erklärung immpckter in ihn dran­gen, verließ Wilso» das Zimmer und [<j dke Tür hinter sich zu.

Spanien.

:: Rene Unruhen in Madrid. Die Ühen in Madrid ~ ' gestern in verschärfter Form wieder «ctrcten. ^^l»f dem Marktplätze Wcbada mußten Muir-garden v^Medene Male gegen die Manifestaiiten vergehst^ aufgeregte ZHpnge rottete sich zusammen und versuchte Masernen zu stürmen. Es kam zu einem blutigen Haudgem/und verschiedene Ver­haftungen wurde» vorgenommen. Parlament tadelten die Liberalen die Polizei, gleichwohl e? c die Regierung eine Mehrheit, indem sie erklärte, daß f Aufgabe der Polizei sei, für die Ausrechtcrhaltung der suchen Ruhe und Ord­nung zu sorgen.

Albauie

:: Dns bedrohte Durazzo. Ds^'se Tag ist ruhig ver­lausen. Es heißt, die Ausständip"ürde» Durazzo in der Nacht angreifen. Es wurde c^ötige zur Verteidigung hcrgerichtet. Die Rebellen habet ^en Brief des gefange­nen Amid-Bei Tedam 6eantiBoip n Schreibe», da­

von dem Hcdrohc von Dohisk rastet ist, ertläre» sie der Gefangene möge sich nur ji/bchicksal ergeben, aber a könne beruhigt sein, da sein £<f ur[ *j 300 in ihren Händen befindliche Gefangene gesichert Epirotische Banden, bei denen sich auch fticdliche Irujr befinden scheinen, haben Tapelcui genommen: sic ocir övrt großkalibrige Ge­schütze. /

:: Ein Schreiben des gf' 11 Führer- Amid S'-ej au die Rebellen. Der gefangen/^ der Aufständischen Ain.d Bei richtete neuerdings an t^nrtcigänger ein Schreiben, worin cr ihnen nochmals d» fwhelegt, die Feindseliglei- tcn einzustcllen und sich ,nil|jj <r ^. cn ßu i friedlichem Wege zu verständigen. Wie es Br* bic Antwort d.r Aufstäu, bischen heute durch eine» I c 5j' ott! . cn '

:: Der Vcr»,chtungsk</ Mall,störe». Die Orisch- ! Duschka bei Juda nördlich r ta M° wurde von Leu Mri: , sorcn besetzt und vollstün^'?°brannt. Die Ma.Dstoreu erklärten, sie seien entfef c '" cn Vernich,«nMk-n,?! zu führen, als Vergeltung ff"" bc 1 Aufständische,,

vor zwei Jahren in Bctf ,a ""übten Grausamkeiten.

Der Haseiikommass"" Semermet unter Spionage- Verdacht verhastcl. DfNkominandant von Semermet wurde unter der Beschuf ien Aufständische, in Bei-