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»iten zaruckzuschlagen. Sie liehe» etwa 200 lote unb Vee- uuabetc aus dem Kampsplatze zurück, während die Franzosen leinerle, Verlust« erlitten. Erleichtert wurde ihnen der Sieg durch Artillerie, die mit Hilfe von Scheinwerfern die Feinde unter ihr wirkungsvolles Feuer nahm.

China.

:: Die Vorgänge in China. In Shanghai wurde durch Zufall eine große geheime Organisation entdeckt, die auf eine Teilung Chinas hinarbeitete. Sieben Südprovinzen sollten

oom Reiche abgetrennt und zu einer selbständigen demokrati­schen Republik zujammengeschlossen werden. Infolge dieser Entdeckung finden in den Städten des südlichen Chinas Mas- senverhastungen statt, denen zahlreiche Hinrichtungen folgen dürsten Sämtliche Mitglieder der Gesellschaft sind bereits verhaftet worden.

Ans der gfcitnut.

* Friedberg, 31. März. Der Jahresbericht des Großh. Lehrerseminars für das Schuljahr 1913 14 ist erschienen. Tie Schülerzahl betrug zu Beginn des Schuljahres 181, G Schüler gingen während des Schuljahres ab, so daß die Zahl am Schlüsse des Schuljahres 175 betrug. Die Ab­schlußprüfung bestanden Schüler. Dem Bekenntnis nach waren 164 evangelisch, 17 katholisch. Alls Lberhesscn stamm­ten 139, aus Starkenburg 97, aus Rheinhessen 8 Schüler, 7 waren Nichthessen. Seit dem Ableben des früheren Direk­tors der Anstalt Oe. Hermann Schäfer, ist Seminarlehrer Höcker mit der provisorischen Vertretung betraut. Das neue Schuljahr beginnt am 87. April. Die Aufnahnieprüfiliig findet am 2. April statt. Tie neue Seminarschule wird am 1. Mai eröffnet.

* Friedberg. 31. März. Ehemalige Hessische Leibgardisten »cs hiesigen Vereins tonnen Eintrittskarten für die morgige uheateraussührimg ,.Der Freindenlegicmär" zu ermäßigten streifen bis morgen Rochmitlog bei den Vorstandsmitgliedern: Schäser hier Kl. Klostergasse 6 und Scheuermann in Fauer­bach in Empfang nehmen.

* Friedberg, 31. März. (Evangelischer Männerabend).

Bei der morgen, Mittwoch, abends 8'A Uhr imGambrinus" (am alten Bahnhos) stattsindenden Versammlung wird das Thema behandelt werden:Was ist uns der Staat?" Alle

Evangelischen sind sreundlichst eingeladen.

* Feiedberg, 31. März. Trotz Abraten hat das Liliputa­ner Ensemble sein angekünblgtes Gastspiel im Saalbau am vergangenen Sonntag doch zur Ausführung gebracht. Durch die eingetretene günstige Witterung, welche der Allgemeinheit zu Gute kam, war der Besuch nicht etwa beeinträchtigt. Viele, die die kleinen Leute vo» den Gastspielen im Januar d. I. her kannten, haben nicht versehlt, der Vorstellung beizuwohne». Für eine Kindervorstellung war bei der langentbehrten schö­nen Witterung der Besuch nicht einmal schlecht zu nennen. Die Kinderschar folgte der Aufführung mit Interesse. zumal das Märchen vom Däumling nicht io unbekannt ist und von wirt­lichen Zwergen zur Darstellung gebracht wurde. Die kleinen Künstler waren voll und ganz bei der Sache und erregte be- londere Heiterkeit Herr Ursull mit seinemIch habe Hunger". Wir haben die lteberzeugung. daß die erwachsenen Personen sich auch amüsiert haben. Die AbendvorstellungVenns auf Erden" glänzte besonders durch die feenhafte Ausstattung mit eigenen Requisiten und eigenen Kostümen, worin die Neinen Leutchen reizend aussahen. Die lustige Komödie mit Gesang im Szenenwechsel ging slott von statten, wosür die Regie des Herrn Direktor Mauthner sorgte. Von den mitwirkenden Däm­chen nennen wir zuerst Frl. Meister als Juno, die schlagfertige Gattin, von den Herren den Jupiter, vertreten durch Herrn llrsull. Diese beiden hatten die Lacher auf ihrer Seite. Herr ltrsull erzielte aber noch besonedrs Beifall. Als Theobald Flott fanden wir in Frl. Marian eine gewandte Vertreterin, die durch ihr schneidiges Auftreten viel zu dem großen Beifall deigelragen hat. Die Wiedergabe der Venus von Frl. Morene fand auch alle Anerkennung, nur mit dem Unterschied, daß sie iür diese Rolle an iormvollendeier Schönheit auch noch im

?achstum zurückgeblieben ist. Wir zollen den übrigen Mir- wirtenden den wohlverdienten Beijall. Es ist nicht ausge- fchlosien, daß an den beiden Ostertagen zwei weitere Gastspiele folgen.

* Bon der Jagd. Der erste Satz Hasen ist, wie aus Jäger­kreise» mitgeteilt wird, in der unteren Maingegend, in der Wetterau, in. Goldenen Grund, im Ländchen, im Ried und in Rheinhessen iusoige des anhaltenden starken Regenwetters fast rollig eingegangen.

* Ober-Resbach. 31. März. In der gestern Abend stattge- .iie» Gcmeinderatsptzung wurde beschlossen, die sreigewor- k>. .. R-rchtc--ich-ersteNe an oen Mindestfordernden zu vergeben, da sich 7 Bewerber gemeldet hätten. Dasselbe soll auch bezügl. tes Reinemachens ini 1. und 2. Echulsaal geschehen, da auch : 7 3 Bewerberinnen vorhanden wären. In die neuen Orts- de>> zungen soll für die Zukunft die Bestimmung aufgenom- i: >: iveiicn, daß bei neu eröffnet«» Straßen anschließend a» y. : vorhandene» Gebäude gebaut werden soll. Sollte seitens ur.es «evaoSefitzers in dieser Hinsicht Schwierigkeiten gemacht werden, so soll der Bauunternehmer von obiger Besttmmung

reit werden. Die Aushebung der Bewässerungsanlagen in der; im neuen Ortsbauplon liegenden Gelände und die evtl. Entschädigung der Besitzer ieitens der Gemeinde wurde vertagt. Tie noch zu vergebende Jagd in zwei Bezirken soll zur öffent­lichen Verpachtung ausgeschrieben werden. Ein Konzession,, zejuch zum Brannrweinausschank wurde, da es sich um ein über» gegangene» Reiht handelt besärwortet. Ein Gesuch der Ge» tieinde Nieder Rosbach betreffs Zahlung von Schulgeld für die in Ober Rosbacher Gemarkung liegenden Mühlen wurde ver­tagt Das Gesuch des Veteranen- und Militärvereins Oder- Rosbach um Erhaltung von Birkenbäumen zur Ausschmückung des Ortes an ihrer Fahnenweihe am 11., 12. und 13. Juli wird gegen tarifmäßige Vergütung genehmigt.

* Klein Karben, 31. März. Am 1. April feiert der Kgl. Rnnaiermeister Fvkob Schwind zu Rendel fein 25iähriaeS

Sie»« Tageszeitung Dienstag den 31. Marz 1911 .

Dienstjubiläum. Derselbe ist am Hauptgüterbabnhof in Frankfurt a. Dl. bedienstet. Möge es dcinselben vergönnt

sein, auch das goldene Jubiläum mit geisttger Frische und Gesundheit dereinst zu begehen.

* Büdingen, 31. März. Ter Stadtvorstand hat aus An- laß des 75jährigen Jubiläums der Gewerbeschule beschlossen, eine Stipendien-Stiftung zu gründen. Ans dieser sollen un­bemittelte Büdinger Lehrlinge unterstützt werden. Tie Feier an sich nahm einen schönen Verlaus. Fabrikant Schäfer als Vorsitzender der ltzewerbeschule, schilderte in seiner Festrede die Entwickelung der Schule. Glückwünsche überbrachleu Fürst Wolfgang, Gewerberat Noak-Darmstadt, Geheimrat Rabenau, Regierimgsrat Böckmann, Bürgermeister Fendt und Handwerkskammersekretär Schlörb. Mit dem Jubiläum war eine Ansstellnng von Modellen, Zeichnungen usw. der Schüler verbunden. Fürst Wolsgang überreichte eine Jubi- bmmSstiftung von 3000 <U, die den NamenWolfgang- Etiftung" erhielt.

* Klein-Linden, 31. Marz. Gestern fand eine Sitzung des Gemeinderates statt, in welcher über die durch die Führung der Umgchungsbahn nötig gewordene Aenderung des Ortsbe­bauungsplanes beraten wurde. An der Herstellung des Bohndanrmes für die Strecke der Ilmgehungsbahn wird jetzt mir doppeltem Eifer gearbeitet. Zwischen hier und Dutenhofen ist jetzt der zweite Dampsvagger in Tätigkeit gesetzt worden. Bon Gießen nach Klein.Linden wird jetzt längs der Frank­furter Straße ein Teieionlabel in die Erde verlegt.

* Gießen, 31. März. Schlosiermeister Martin Dörr hier bat einen praktische» verstellbaren Arbeitstisch für Metzgereien, der sich besonders zu den Arbeiten der Wurstfüllmaschine eignet, konstruiert und durch D. R. E. M. geschützt bekommen. Die Tischplatte ist aus Eisenbeton mit einem Marmor-Terrazzo- lleberzug versehen und bietet gegenüber den seither üblichen Tischen mit Holzplatten bedeutende hygienische Vorteile.

* Gießen, 31. März. Die Ecwcrbeausstellung für Ober- hesien und angrenzende Gebiete, welche am 18. Mai eröffnet wird, macht sich den ankommenden Fremden jetzt schon durch ein am Bahnhof ausgestelltes Rellameschild bemerkbar. Auch aus dem Ausstellungsterrain beginnt es sich zu regen. Das Gebäude der früheren Ohrentlinil ist nach dem Ausstellungs­platze zu mit einem halbrunden Vorbau versehen worden, der sich mit seinen großen Fenstern recht schön ausnimmt und mit deqj» Gebäude zusammen als Hauptrestaurant der Ausstellung diml Auf dein freien Platz vor dem Ausstellungsgebäude wird der Musikpavillon errichtet. Die verschiedenen Bergwerke bestens arrangieren eine gemeinschaftliche Abteilung und wer­ten u. a. den Betrieb eines Stollens vorsühren. In dem Ge­bäude selbst beginnen eben die Errichtungsarbeiten in allen Stockwerken und auch das Ausstellungsbüro hat sich schon in demselben etabliert. Am weitsten vor ist die Hosmöbelsabrik Th. Brück hier, welche die glatten Decken in den ihr zugewiefe- nen Räumen zum Teil schon mit Pseilern und Bogen versehen hat, um so eine wirkungsvolle Gruppierung ihrer Zimmerein- richtungen zu erzielen.

* Frankfurt n. M., 31. März. Der um die touristische Erschließung des Taunus hochverdiente erste Präsident des Gesamt-Taunusklubs, Peter Kittel, trat nach 25jähriger reich gesegneter Tätigkeit von seinem Amte zurück. Ihm zu Ehren fand am Sonntag eine von allen Zweigvereinen sehr stark besuchte Abschiedsfcier statt. Kittel wurde zum Ehrenpräsi­denten des Gesamtklubs ernannt. Außerdem stiftete der Klub für den Kapitelsaal des Feldbergturmes eine Bronze- Plakette mit Kittels Bildnis.

* Frankfurt o. M., 31. März. Gestern früh 5 Uhr, ge­rieten beim Kartenspiel mehrere junge Burschen in Cronberg in Streit, wobei der Schuhmacher Nikoalns Schäfer von einem gewissen Hans Schäfer aus Frankfurt a. M. so arg zugerichtet wurde, daß er an den Folgen der schweren Ver­letzungen verstarb.

* Frankfurt a. M., 31. März. Im Bureau des General­kommandos des 18. Armeekorps ist ein wichtiges Schriftstück spurlos verschwunden. Bei zahlreichen Militärpersonen, die bei dem Generalkommando besck>äftigt sind, wurden Haus­suchungen vorgenommen, die jedoch ergebnislos blieben.

HesirnNassau.

* Griesheim a. M 31. März. Das Gericht hat über das Vermögen des Or. Geisenberger nunmehr den Konkurs verhängt. Wie bekannt wird, hat auch die Frau des Defrau­danten nicht unwesentlich zum finanziellen Untergänge ihres Mannes beigetrogen. Sie trug nur Kleider, die in den ersten Pariser Schneiderstuben angeserfigt waren. Nach nur weni­gem Tragen verkaufte fie dann die kostbaren Sachen wieder für ein Spottgcld, Die Veruntreuungen Geisenbergers solle» nahezu 500 000 M betragen.

* %. Oberursel, 31. März. Ein Meliorationsbeamter kifft nächstens hier ein, um einen Termin über die geplante Melio- ratton der Wirsen unterhalb der Stadt adzuhalte». Der land­wirtschaftliche Verein ist hierzu eingehaden.

* x. Eteiusischbach, 31. März. Hier sand dt« einstimmige Wiederwahl unseres nun zum sechste» Male gewählten seit­herigen Bürgermeister, statt. Bei der Eemetndeoerkekr» wähl wurde» folgende Herren gewähft: I» der ersten Klasie Landwirt Ludwig Schneider, in der zwetten Landwirt August Betz, in der dritten Landwirt Karl Brand 2. Somit waren Mühe, Arbeit und «oste» des hiefigen soizaldemotratische» Wahloereins fiuchtlos geblieben.

* Au» dem Taunus. 31. März. In Hellen Scharen zogen am Sonntag vormittag Hunderte von Rodlern und Schnee- schubläufern zirr Ausübung eines regelrechten Wintersportes in die Berge. Unten in den Tälern lachender Frühling, blühende Mandel- und Aprikosenbäume, wenige hundert Meter höher eine schimmernd« Winterlandfchaft. Dir Tonnen ttagen dicken Rauhreif, und bei 450 Metern Höhe beginnt eine Schneedecke, vorerst dünn, dann aber immer ttefer wer­den. »m schließlich auf dem Feldberghipfel di« recht anfehn- liche Dicke von 30 Zentimetern zu erreichen. Dazu sttich gestern trüb ein scharfer Wind über bat öulm und

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bas Thermometer ans 5 Grad unter Null, lind das alles a,n 2-.». März, der zweifellos als Frühlings-Wintersporttag für lange Zeiten ein Unikum bleiben wird. Die günstige Kon- junktur fand infolgedessen ungezählte Benutzer. Bom Fuchs- tanz bis auf den Gipfel herrschte vom frühen Morgen an ein Rodel- und Schneeschuhsportbetrieb, wie nian ihn im Januar aud) nicht schöner haben könnte. Freilich als die Sonne leuch- tend^höher stieg und immer wärmere Strahlenbündel aus die Schneedecke warf, ba schwand die weiße Herrlichkeit zu- schends und schmolz bei 15 Grad Warme die mittags das Thermometer zeigte von 30 Zentimeter auf 15 Zentimeter Höhe zusammen, aber für eine regelrechte Betätigung de? Schneesports immer noch notsällig n»-?reichend. Ob dieser Sonntag, der zweite Frllhlingssonntag, der letzte Winter- sportsonntag sein wird? Vielleidst erleben wir gar noch eine doppelte weiße Ostern: aus den Bergen schimmernden Schnee und Raubreif und in den Tälern ein Meer blühender Obst- bäume.

Starke,«bürg.

* Nru-Fsrnbiirg, 31, März. In der hiesigen Frank-

fiirtcrstraße ist man mit Ausschachtungsarbciten besd,äsligt. Hierbei stieß man an versdiicdencn Stellen in einer Tiefe von l Meter, auf drei gut erhaltene mensd,liche Skelette, Zwei waren vollständig, dem dritten fehlte der Kops. Aus welcher Zeit die Skelette stammen, konnte nicht sestgestellt werden, da icder Anhaltspunkt hierzu fehlt. Weiter wurden die Grund­mauern eine? alten Gebäudes freigelegt. Bor mehr als 100 Fohren soll an der Heerstraße FrankfurtDarmstadt ein- sames Wirtshaus gestanden haben, das keinen guten Ruf genoß. Es liegt die Vermutung nahe, daß die Skelette von Neisondcn hcrrühren, die i» dem Wirtshaus übernachteten und viellcidst ihres Geldes wegen ermordet wurden. Tie Knochenreste wurden gesammelt und »ad, dem neuen Isen- burger Friedhof verbradst.

* Groß-Gcrau. 31. März. Mehrere Burschen spannten in Biebesheim ein Seil über die Dorfstraße. Eine Frau stieß in der Dunkelheit mit dem Hals dagegen und trug dabei schwere Verletzungen davon, sodaß rasche ärztliche Hilfe erforderlich war. Die rohen Burschen wurden ermittelt und zur Anzeige gebracht.

' Laudwirtschastakammer. Die Tagesordnung für die am Mittwoch, den L April, vormittags 10 y, Uhr, im Sitzungs, soale der Landessynode in Darmstadt beginnende 12. Haupt­versammlung lautet: 1. Mitteilungen. 3. Wahl eines Mil­

gliedes zur Rechnungsprüsungs-Kommission. 3. Wahl eines Mitgliedes zur Wahlprüfungs-Kommisfion. 1. Neuwahl der Delegierten zum Deutschen Landwirtschastsrat. 3. Revision des Felbbereinigungsgesetzes. 8. Revision des Körgesetzes. 7. Aen­derung des Feldsttafgeseher. 8. Antrag des Mitgliedes Fritsch, betrefsend Ermäßigung der Zuckersteuer. 9. Anttag des Mtt- gliedes Dr. Dehlinger, betressend Ankauf von Preßstroh durch die Proviantämter. 10. Erbauung eines neuen Echulgebä» des für die Haushaltungsschule Lang»». II. Vorlage der Jah- resrcchnung pro 1912 und Bericht über die Rechnungsprüfung und Entlastung des Rechners. 12. Nachträgliche Kreditgeneh­migung zur Rechnung pro 1912. 13. Hauptvoranschlag der

Landwirtschastskammer pro 191-1. 14. Voranschlag der landw. Saushaltungsschulen Langen und Lindheim pro 1914. 15. Vor­anschlag derHesi. Landw. Zeitschrift" pro 1914. 18. Antrag aus Gewährung erhöhter Staatszuschllffe an die Landwir!- schaftskammer. 17. Ergänzung der Satzung der Versicherung der Weide-, Ausstellungs-, Import- und Faseüiere. 18. Ent­scheidung über Ersatzwahlen zur Landwirtschastskammer.

Cingrlandt.

(Für Artikel unter dieser Rubrik übernimmt die Schristleitung nur die pretzgesetzliche Verantwortung).

Aus Bürgermeisterkreisen geht »ns folgende Klage zu:

Es ist leider Mode geworden, die alte sd,öne und uns eigenartige deutsche Schrift nicht mehr zu verwenden, sondern man glaubt voll Wunder was für ein gebildeter Herr zu sein, wenn man die unleserliche srcmde lateinische Sd,rift schreibt. Das ist ein ttauriges Zeichen nationaler Rückgrat- losigkeit und Schwärhe. Was aber am meisten aussäUt, ist, daß auch staatliche Behörden die iindeittliche Lateinschrijt oa- wenden, z. B. einige Beamten der Kreisämter in Gießen, Alsfeld und Frtedberg. Wir armen Bürgern,elfter müssen dann unter den Schrullen, besonders der jüngeren Beamten, leiden. Man kann da» lateinische Gekritzel nicht lesen »nd bekommt auch noch Vorwürfe, wenn man fragt, wie das und das heißen soll. Di« hessische Regierung merzt jetzt so ziemlich alle Fremdwörter aus, sie duldet aber den Unfug mtt der undeutschen Schrift durch die Behörden. Das sollte nicht sein. Das Volk, das noch auf deutsche Eigenart hält, hat ein Recht, daß wenigstens die Behörden, auch in der deur- scheu Schrift mit ihm verkehren, daß in erster Linie in un­fern Schulen wieder deutsch schreiben gelernt wird, daß die Herren Lehrer chre Sonderwünsche zurückstcllen, daß alle un­sere Behörden sich der vererbten eckigen, eigenartigen, aber leserlichen deutschen Buchstaben bedienen. Ministerl seid s« gut. und erlaßt bei Zetten eine Verfügung.

Frankfnrirr Wetterbericht.

Voraussage: Wolkig, noch meist trocken, mild, südwestlich« Wind»

Heu, und Etrohmartt za Franlsaet «. M. Heu kostete 3, bis 3,20 Mk. Ungefähren waren i Wagen Heu. Da, Geschäft war schleppend. Zufuhren au» Oberhessen, den Kreisen Die­burg und Hanau.

Verantwortlich für den volttischen Teil: Otto Hirschel, Friedberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Len». Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tages- zeituna", A.-G.. Friedbero i. H.