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Nr 72

W« XagMjfUnng. ^»nitertttg, den 28. März 1914.

Seite ^

Der ursprünglich als »mgckommen gemeldete Schlosser Schremmer ist am Leben.

Die Suche nackt den Opfer des Fährunglücks auf der Obcrsprce wurde gestern nachmittag energisch fortgesetzt. Bis nbt Uhr abends wurden zwei weitere Leichen geborgen. Die beiden Toten, die Arbeiterin Hanschkc und der Bootsführer <?orn. wurden vorläufig in einem benachbarten Fabrikraum untergebracht. Es fehlt jetzt nur noch die Leiche der Arbeite- rin Mathilde Heidebrechcr aus Cöpenick, die man heute zu finden hofft. Die Beisetzung der acht Todesopfer erfolgt am Samstag 8 Uhr in einem gemeinsamen Grabe.

_ In Cöpenick erfolgte die Verhaftung des Kapitäns des Lchlcppdampfers Polzcnhagen. Er und sein Bootsführer Valentin, wurden gestern nachmittag in das Amtsgerichtsge- sängnis zu Cöpenick eingcliefert.

Itrtrfctmtrijvtdjfctu

* Langendiebach, 2G. März. Am Sonntag, den 22. ds. Mts., hielt die Fortschrittliche Dolkspartei hier im Burkard- schcn Lokale eine Versammlung ab. Es sprach der Herr Professor Hill-Eschersheim als Kandidat derselben. Man hörte die alten Phrasen und Schlager, welche man von die­ser Seite hinlänglich gewohnt ist. Sodann erging sich der Herr Reichstagsobgeordneter Jan Fegter-Nordcn als Auch- landivirt in umfangreicher Rede in dieser Weise. Er zitierte Bismarck sehr häufig, obwohl derselbe gerade nicht sehr gut t on d'cscr Parte! dachte, denn derselbe hielt diese Partei für weder deutsch noch freisinnig, welches dem Referenten auch in der Diskussion Herr Ullrich vom Bunde der Landwirte vorhielt. Natürlich tat dies Herr Fegter, damit der Beige­schmack seiner Rede verbessert wurde. Steuergesetze und Zoll­politik, Konservative, Bund der Landwirte und Junker mutz, ^cn herhalten. Die Großgrundbesitzer, obwohl der Referent ielbst ein solcher ist, was natürlich Herr Ullrich ihm vorhielt ind Großindustrie haben sich auf Kosten der Kleinen ver­größert und bereichert. Doch wurde auch dies durch Herrn Ullrich und Bürgermeister Claus glatt wicderlegt. Im Ganzen Ware» cs die alten Schlager und Mätzchen, welche durch Herrn Ullrich in der Diskussion unter Beifall der Land­wirte widerlegt wurden, ll. a., daß die Freisinnigen Feinde der Bauern seien, beweisen sie in der Zollpolitik, wo >a Jan Fegter selbst für Beseitigung der Futtermittelzöllc ge­sprochen habe und die doch notwendig feien, um die deutsche Produktion zu schützen. Weiter habe die Schutzzollpolitik den Vorteil, daß sie heute 67 Millionen Einwohner ernähre und finanziell besser stelle, als zur Zeit der Freihandelspoli- tik, wo am Schlüsse derselben 32 Millionen der Bevölkerung jährlich 200 000 Mensckxm hätten auswandern müssen und nur heute eine Auswanderung von 20000 zu zahlen sei. Heute würde» noch dazu bei einem Mehr von 35 Millionen Menschen noch 800 000 ausländische jährlich beschäftigt. So­mit sei bewiesen, wie auch die englische Politik beweise, daß eine Schutzzollpolitik für den Mittelstand, für den Arbeiter, für das Kapital und für das Reich von Vorteil sei. Man müsse von dem Grundgedanken ausgehen, das Vaterland selbständig und unabhängig vom Auslande zu halten und zu machen. In der Steuerpolitik führte Herr Ullrich aus, daß gerade der Freisinn, nicht wie Herr Fegter sagte, den Mittelstand zu entlasten suche, sondern nur belaste. Beweis: Tic Erbschastssteuer, die Wertzuwachssteuer usw. Daß der Freisinn den kleinen Geschäftsinann nicht schütze, beweise die Stellungnahme des Freisinns zum kleinen und großen Be- iähigunqsuachweis, das Jnnungswesen, die Warenhausbe- jteuerung, das Wuchergcsctz usw. Auch in dem Viehscuchen» grenzschutzgeseh sehe man, wie der Freisinn für Konsument und Produzent arbeite. Die Ausführungen des Herrn Ull­rich und Biirgermeisters Claus wurden mit lebhaftem Beifall «isgcnommen und dürfte die Arbeit der Herren Fegter und Hill als verfehlt zu betrachten sein. Natürlich suchte Herr Fegter im Schlußwort alles Gesagte als minderwertig zu bewerten, um sich noch rein zu waschen, was ihm aber bei der Masse der Versamnilungsbesucher nicht gelang.'

Bereinigte Landwirte

Landwirte!

Gebt den fortgesetzten Machenschaften der Milchgrotzhändler. den Milchpreis zu drücken, nicht nach, sondern haltet fest an Euren Preisen. Die Preisdrücker können nur dann Erfolg haben, wenn Einzelne nachgeben. Halten ^ . .

alle Landwirte

fest, dann werden die Preisdrücker keinen Erfolg haben. ^

Ans der Heimat.

Friedberg. 26. März. Zur Krankenkassenwahl wurden

ln den nachstehenden Orten Stimme» abgegeben;:

-timmbezirk

Arbeitgeber Wahl- Wahl.

Versicherte Wahl- Wahl­vorschlag verschlag

l

II

Friedberg

474

21

Assenheü»

85

1

Nieder-Wöllstadt

00

4

Ober-RoSbach

33

2

Leidender««»

0«

4

l

220

1t9

104

41

«4

ll

484

^152

15t

61

103

Groß-Karbe.

91 / '

5

75

71

Vilbel

lll'J

12

70

227

Nieder-Erlcnboch

61'?

H

47 s

80

Ober-Eschbach

69'

r*

60

26

Dortelweil

37

ft0

51

Rodbeiin v. d. H. ,

103

. 15

69

122

Stammheim

2T'

13 1

57

Nieder-Florstadt

42?

«5

49

185

Reichelsheim i, d. W.

711

.

34

93

Dorheim

694

66

170

Wölfersheim

71H

1 3

45

108

Oppershofen

86

ß -

109

11

Ober-Mörlen

68.

4

150

58

Münzcnberg

38

119

8

Butzbach

245

34

243

305

Fauerbach v. d. H

14

'-

39

43

Pohl-GönS

38

10

16

116

Gambach

33

5

32

101

Gesamtsumme:

2054

144

1945

2732

Die bürgerliche Liste hat somit die Mehrheit, l9 Ver­treter der Arbeitgeber und 17 Vertreter der Arbeitnehmer sind gewählt, während von der sozialdemokratischen Liste nur 1 Vertreter der Arbeitgeber und 23 Vertreter der Arbeit­nehmer gewählt worden sind.

* Friedberg, 26. März. Die diesjährige Hauptversamm­lung des Kreiszicgenzuchwereins Friedberg findet am Sonntag den 29. März, nachmittags z>4 Uhr in denDrei Schwertern" in Friedberg statt. Neben den üblichen Punkten der Tages­ordnung, wie Rechnungsablage und Voranschlag, enthält die­selbe in diesem Jahre zum ersten Male eineEl» soerlosung".

* Ober-Rosbach, 26. März. Unter dem Vorsitze des Herrn Kreisrat von Schenck fand gestern eine gemeinschaftliche voll­zählige Kirchenvorstands- und Ecmeinderatssitzung statt, um über den schon seit Jahren schwebenden Neubau eines Pfarr­hauses, welcher vor 4 Jahren von dem damaligen Ortsgeist­lichen angeregt wurde, zu beraten. Nach dem verlesenen Gut­achten über den angeblich tm Psairhause herrschenden Schwamm sowie Schimmel und Modergeruch waren die früher vorge- vrachten Beschwerden jedensalls weit übertrieben und es wäre bester gewesen, nian hätte gleich der Wahrheit die Ehre ge­geben, daß das jetzige Pfarrhaus mit seinen 18 Zimmern dem nebenanliegenden Schulhaus mit seinen neuzeitlich eingerich­teten Lehrerwohungen gegenüber als unmodern erscheine und aus diesem Grunde ein Neubau unbedingt erforderlich sei. Der Kirchcnvorstand hatte nun bei seiner gestrigen Beratung be- sckilosten, von einem Neubau abzusehen und das Gebäude einer Repa.atur zu unterwerfen. Der Eemeinderat schloß sich dem ebenfalls an, jedoch soll demselben erst der Voranschlag zur Prüfung vorgelegt werden. Es blieb somit bei dem Beschluß, die notwendigen Verbesterungen vorzunchmen, jedoch sind wir der Meinung, daß damit die Sache nur ausgeschoben und nicht aufgehoben ist, denn wenn von gcwisten Behörden einmal et­was durchgesctzt werden soll, dann wird nicht eher geruht, bis die Herrn Bürokraten ihren Zweck erreicht haben. Es darf wohl als selbstverständlich gelten, daß ein ausblühendes Ge­meinwesen sich den Anforderungen der Neuzeit nicht verschlie­ßen wird, was ja auch durch die Einführung der elektrischen Beleuchtung erwiesen wurde und deren Einführung noch eine Zeit lang im Eemcindehaushalt zu verspüren ist. Und trotz­dem wird die Gemeinde in Zukunft weiteren Kulturansorderun­gen nicht verschließen, aber alles zur richtigen Zeit. Bon der einen Seite verlangt man nun Erbauung eines neue» Pfarr­hauses, von der andren Seite Ankauf fiskalischen Geländes zur Ausschließung neuen Baugeländes, von dritter Seite die Schaf­fung einer Hochdruckanlage ev. mit Neuanlage eines Eruppen- wasterwerkes, Neupslasterung und Kanalisation sind die nötigen Folgen der ersten Anlage, und die unausbleiblichen Folgen sind dann ins llngcmestene steigende Kommunalbestcuerung und eine evtl. Pump- und Anleihewirtschaft, die jetzt aus den Städten heraus in die Gemeinden verpslanzt werden soll, doch was schadet dies, wenn nur dieKultui"-Jnspektion ihre Triumphe feiert. Ob die aus besten Drängen für über 36 666 Mk. von den Besitzern angelegte Wiescnbewästerungsanlage wertlos ist und die Gemeinde auch hier zum Schadenersatz her- vngezogen werden, darnach sragt man an dieser Stelle wenig. Die Gemeinde mag sehen, wie sie zurecht kommt: für die Zukunft vorzubancn, das hat die Gemeinde nicht nötig, da- füt sind eben die anderen maßgebenden Faktoren da, die auch dafür sorgen werden, daß keine Einschränkung des für die Ge­meinde so wichtigen Bcrgwcrksbetriebcs stattfinden kann, und die wirtschaftliche Konjunktur sich stets aus der Höhe halten wird. Nicht lange wird es dauern, dann ist der Eemeinderat überhaupt übcrslüssig und Eonsistorium, Kreisamt und Kuliur- inlpektion werdenverfügen", was sür das Wohl der Gemeinde zum Segen gereicht. Ja, wir gehengoldenen" Zeiten entgegen.

Gießen, 26. März. Auf dem gestrigen Rindviehmnrkt waren ausgetrieben 1827 Stück.

* Gießen. 26. März. Der gestrige Pfcrdemaikt war gut

besucht und es waren auch viele Pferde zum Verkauf gestellt. Während desselben fand wieder Vorführung und Präini- lerung von Zucht-, Arbeits- und Reitpferden statt, ebenso fuhr Hofkutscher Huhn wieder einen eleganten Vierspänner und einige tadellose Doppelspäuner vor. Schon mit Beginn des Marktes setzte ein feiner Regen ein, der sich immer mehr verstärkte und das End« des Marktes sehr beeinträchtigte. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: Mageuschläge, paarweise: 1. Preis: S. Michel. Gieße», 2. Preis: Aug. Frensdorf, Gieße», 3. Preis: I. Kaufmann &. Co.. Frank- furt a. M 4. Preis: F, Hartmannseen, Brandoberndorf. Schwere Arbeitsschläge, paarweise: 1. Preis: S. Michel.

Gießen 2. Preis: I. Kaufmann & Co., Frankfurt a. M..

3. Preis: S. Michel, Gießen, 4. Preis: Ed. Kaufmann. Niederweisel, 5. Preis: Aug. Frensdorf. Gießen. Leichte Arbeitsschläge, paarweise: I. Preis: Aug. Frensdorf, Gießen, 2. Preis: M. Bing. Lich. 3. Preis: Ed. Kaufmann. Nrcder- weisel, 4. Preis: Simon Kaufmann, Nrcdcrweisel, 5. Preis: Eduard Krmkmann, Niederweisel. Schwere Arbeits, -t,läoe.

einzeln: l, Preis: S. Michel, Gießen, 2. Preis: I. Kau' mann & Go., Frankfurt a. M., 3. Preis: Aug, Frensdr»' Gießen, 4. Preis: Eduard Kauftnann, NiederN>eisel, 5. Pre Aug. Frensdorf, Gießen. Leichte Arbeitsschläge, einzeln I.PreiS : Eduard Kausinaun, Niederweisel, 2. Preis: Simon Kaufmann, Niederwcisel, 3. Preis: M. Bing, Lich, 4. Preis. August Frensdorf, Gießen, 5. Preis: August Frensdorf, Gießen. Arbeitsschläge, einzeln: Diese Pferde niüssen min- destens 6 Monate im Besitze von Landwirten sein, die dem Landcs-Pscrdczncht-Verein oder einein Bezirksvcrcin des GroßherzogtumS angehören: 1. Preis: Job. Willi. Weber, Langgöns, 2. Preis: Wenzel Hasser NI., Niederweisel. 3. PreiS: Phil. Schäfer III, Großen-Buseck, 4. Preis: Ambro­sius Peil, Mölln. 5. Preis: Jacob Klippel, Niederweisel. 6. Preis: Heinrich Häister HI., Niederweisel, 7 Preis: Ludm. Tasch. Atzbach. Arbeitsschläge, paarweise: Bedingungen: Dieselben wie vorige Abteilung: 1. Preis: Ambrosius Peil, Mölln. 2. Preis: Louis Nontbalcr, Langd. 3. Preis: Tansil Schäfer, Heskem, 4, Preis: Anton Volk III, Pohl-Göus, 5. Preis: Otto Georg Walther, Langd, Dreijährige Fohlen, geboren 1911, Wagenschläge: 1. Preis: Wilhelm Wagner ll., Kirchgöns, 2, Preis: Conrad Weitz IV., Dorfgüll, 3. Preis: Dan. Schäfer II., Heskem, 4, Preis: Otto Georg Walther, Langd. Dreijährige Fohlen, geboren 1011, Arbeitsichläze: 1. Preis: L. Brückmann, Nenhof, 2. Preis: Louis Nontbaler, Langd, 3. Preis: Adain Koch VIII., Nonueurotb, Zwei­jährige Fohlen, geboren >012, Wagenschläge: I. Preis: Cour. Weitz VI., Dorfgüll, 2. Preis: Job Ruth, Niedeiwalgern,

3. Preis: Carl Rock, Hartenrod, 4. Preis: Heinrich Heller I., Echzell, Zweijährige Fohlen, geboren 1012, Arbeitsschläge: 1. Preis: Philipp Schudt, Londorf, 2. Preis: L. Brnckmann, Nenhof, 3. Preis: Conrad Ebel, Langgöns, 4. Preis: Hein­rich Hanb, Trais-Münzcnbcrg. Zuchtsstitcn mit Saugfohlcn oder mehreren Nachkomnien, Wagenschlägc: l. Preis: Tan. Schäfer II., Heskem, 2. Preis: Hugo Klingclhöffer, Alsfeld. Zuchtstntcn mit Saugfohlen oder niehreren Nachkomnien, Arbeitsschläge: l. Preis: Ltidwig Weller V., Wieseck Zuchtstuten, tragend, Wagenschläge: l. Preis: Otto Geor, Walther, Langd, 2. Preis: Heinrich Heller I., Echzell, 3. Preis: Ambrosius Peil, Mölln, 4. Preis: Ferd. Bol^. Freien­seen. Zuchtstuten, tragend, Arbeitsschläge: t. Preis: Wenzel Hasser III., Niedcrweisel, 2. Preis: Heinrich Häuser III., Niederweisel, 2. Preis: Heinrich Marx I., Nicderweilel, 3. Preis: Carl Heil, Butzbach, 3. Preis: Ludwig Walb l Steinbach, 3. Preis: Georg Bill II.. Niedcrweisel, 4. Preis: Alois Etz, Dornasieuheim, 4. Preis: Aug. Petry, Hattenrod,

4. Preis: Phil. Schäfer III., Großenbufeck, 5. Preis: Wilh. Wcdemann, Ebcrstadt, 6. Preis: Georg Bill I., Niedcrweisel,

5. Preis: Conrad Bill IXX., Niederweisel.

* F. C. Frnnksnrt o. M., 26. März. Der 23jährige P. Seck aus Eisenbach im Goldenen Grund, der am 5, Januar d, I. abends seinen Datcr, den Landwirt Peter Seck IV. getötet haben soll und ins Wiesbadener Landgcrichtsgesäng- nis eingeliefert wurde, hatte gegen diese seine Inhaftierung Beschwerde erhoben. Diese wurde jcdcch pon der Strafkam­mer Wiesbaden zurückgewicsen. Auch der dagegen eingeleg­ten weiteren Beschwerde versagt das Obcclaudesgericht Frank- surt a. M. nunmehr den Erfolg. Seck wird sich in der am 20. April bginnenden Schwurgerichtspcriodc zu perauiwor- ten haben.

* F. C, Frankfurt a. M 26. März. Für die preußischen Landgendarnien ist soeben ein Sommerrock eingeführt wor­den, der jedoch mit den in der Arnice und Marine verdienten Abzeichen nicht versehen wird. Zu Paradku und bei son- stigen feierlichen Veranstaltungen hat die Gcndarinerie den dunkelgrünen Waffenrock anznlegen.

Hestcn-Nastau.

* ? Usingen, 20 März. Der Rcgierungsasseffor Bacmes. ster in Lüneburg ist mit der kommissarischen Verwaltung des hiefigcn Landratsamts beauftragt worden.

* r Eschbach, 26. März. Unter sehr guter Beteiligung fan­den hier die Gcmeindevertreterwahlen statt. In der erstell Klasse wurde Heinrich Brückel, in der dritten Karl Maurer and August Schmidt »eugewählt. In der zweiten Klaffe wurde Christoph Hoffnmnn wiedergewählt.

* x. Merzhausen, 26. März. Bei den hier stattgefundencn Wahlen zur Gemeindevertretung wurden in der ersten Klaffe Herr Louis Roll ä In der zweite» Christian Nöll einstimmig wiedergewählt. In der dritten Klaffe wurde an Stelle des Herrn August Schütz, welcher aus Gesundheitsrücksichten eine evtl. Wiederwahl ablehnie, Heinrich Langenbächer mit 16 Stimmen gewählt.

Herborn, 26. März. Ein aus der hiesigen Landesheilan- stalt entwichener Geisteskranker treibt gegenwärtig in Frau furt und Umgebung sein Unwesen. Er sucht dort Angehörige von Krairken, die in der Anstalt weilen, auf und beschwindelt sie unter der Vorspiegelung falscher Tatsachen um größere Geldbeträge, wobei er sich stets als Obcrpsleger der hiesigen Anstalt ausgibt. Der Mann konnte noch nicht ergriffen werden.

Neueste nud Drahtnachrichten.

Schwerer Uns»».

München, 26. März. Bei ein« Ub ging gestern da? Pferd der Oberleutnants der Referoe Levsig durch. Hierdurch stürzte er, black bar Genick und war sofort tot.

Frankfurter Wetterbericht.

Voraussage: Wolkig, nur noch vereinzelt Niederschläge,

kühler, östliche Winde,

Verantwortlich sür den politischen Teil: Otto Hirschel, Friedberg; für de» lokalen und unlerhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedberg; sür den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tages- aeitung", A.-G.. Friedbero i ft.