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oufmcrlfont gemacht und verliehen in musterhafter Ordnung das Haus. Van zwei Löschzugen der städtischen Feuerwehr wurde die Brandgefahr in kurzer Zeit beseitigt.

* Frankfurt n. M , 24. März. Am Samstag und Sonntag

hielt der Verband Mitteldeutscher Industrieller im Pelmen- zartcn seine zweite ordentliche Hauptversammlung unter der Leitung des Fabrikbesitzers Remy Cysten (Franlsurt) ab. Dem Geschäftsbericht zufolge schlossen sich im verslossenen Jahr IM Firmen neu dem Verband an, der nunmehr 450 Einzclfirme» und 2 Organisationen mit etwa 200 Firmen umsaht. Neben den vier schon bestehenden Ortsgruppen von Homburg, Darm- stadt, Ofseubach und Hanau bildete sich -ine in Cassel: die Eründung der Frankfurter Ortsgruppe steht bevor. In aus­gedehntem Matze beteiligte sich der Verband an der Bearbei­tung kommunaler Fragen und Angelegenheiten, widmete der prcutzifchcn und hessischen Gesetzgebung besondere Aufmerksam­keit und nahm gegen die Einführung der Mädchenfortbildungs- fchulen in Offenbach und Frankfurt scharf Stellung. Auch sprach er sich gegen jede Einführung einer Arbeitslosenversicherung aus. In den Vorstand wurden wieder gewählt Kommerzien­rat Brüning (Hanau), Fabrikant Böhm (Offenbach), Kommer­zienrat Klingspor (Gießen), Ziegeleibesitzer Rücker (Weins- Heim) und Direktor Kanitzer (Frankfurt). Die erste öffcnt- jchc Versammlung, der als Vertreter Frankfurts Oberbürger­meister Voigt und mehrere Stadträte beiwohnten, brachte einen Vortrag von dem Syndikus der Plauener Handelskammer, Dr. Dietrich, überDi- zukünftige Gestaltung der deutschen Zoll- und Handelspolitik". In nahezu dreistündiger Rede bot der Referent einen erschöpfenden Ueberblick über das gesamte Wirtschaftsleben der Gegenwart und seiner zukünftigen Gestal­tung. Einleitend behandelte er die Frage, ob der.Staat be­rechtigt oder verpflichtet sei, einer inländischen Erwerbsgruppc die volle Höhe des Zolles in den Preisen ihrer Produkte für den Absatz im Inlandc zu gewährleisten, wie es beim System der Einsuhrscheine für die Landwirtschaft geschieht. Die Frage sei grundsätzlich zu verneinen. Gegen diese Bevorzugung der Landwirtschaft müsie die Industrie mobil machen. Bei dieser Stellungnahme der Industrie zur Gestaltung der Zollpolitik habe sich allerdings das Verhältnis der Roh- und Halbstoff- Industrie zur Fertigindustrie wesentlich verschoben, insofern, als die Rohcisenindustrie mit der Fertigindustrie einen Zu­sammenschluß ablehut. Letztere dränge nach höheren Jnlands- zöllcn. Die zukünftige Handelspolitik müsie aber nicht nach landwirtschaftlichen oder sonst einseitigen Gesichtspunkten, son­dern nach wcltwirtschastlichen Grundsätzen gestaltet werde». Die neuen Handelsverträge sind von ungeheurer Bedeutung, da sie dis 1830 Geltung haben werden. Bis dahin seien die industriellen und kommerziellen Interesiengebietc der Welt auf­geteilt. Daher heitze cs für die Industrie: leidenschaftlich den­ken, aber kühl handeln. Am Sonntag sprach vor einer sehr stark besuchten Versammlung, der zahlreiche Vertreter der grötz- ten deutschen Fach- und Jndustrieoerbände beiwohnten, der ftühere Reichstagsabgeordnete Dr. Stresemann über Reichs­und Wirtschaftsausgabcn. Deutschland stehe in seinem wirt­schaftlichen Aufstieg in der ersten Reihe edr Kulturnationen, der Wehrbeitrag habe ein milliardenreiches Volk gefunden: der Tcbuitenrückgang werde durch das rapide Sinken der Sterb- lichkeitsziffcrn in zcder Weise ausgeglichen. Zu ftagen fei unter solchen günstigen. Auspizien, ob UNS diese fortschreitende Entwicklung gewährleistet sei. Wenn die aus die Ausfuhr an­gewiesene verarbeitende Industrie ost im Gegensatz zu der im Inland arbeitenden Schwerindustrie stehe, so liege das an der Wirtschaftspolitik und der Syndizierung der Schwerindustrie. Auch die soziale Gesetzgebung treffe die verarbeitende Industrie schwerer als andere. Die Schwierigkeit der deutschen Handels­politik liege in der Bevorzugung der Agrarpolitik: falsch sei es aber, die Industrie als frcihändlerisch hinzustellen: schwer

lache sich jetzt auch der Mangel einer inneren Kolonisation. Die Gegensätze zwischen der Schwei- und Leichtindustrie werden bei den kommenden Kämpfen schwer in Erscheinung treten. In der Vertretung industrieller Jnteresicn mlltzten jedoch alle Indu­strien Zusammenhalten: so gegen eine Ueberspannung der So­zialpolitik, gegen die Ucberslutung des Landes mit sozialisti­schen Ideen und für die Aufrechterhaltung der Autorität des Arbeitgebers, Der Bund der Industriellen sei liberal im besten Sinne des Wortes, sorge für den Schutz der Arbeitswilligen und sei bestrebt, Deutschlands Wcltwirtschaftspolitik mannhaft zu unterstützen, zumal die wirtschatfliche Aufteilung des Erd­balls in kürzester Zeit beendet sei. Ein Paktieren mit dem Bund der Landwirte sei allerdings ausgeschlosien. In Fragen der Sozial- und Weltpolitik könne die Industrie getrost eigne Wege gehen. In der gleichen Versammlung berichtete ferner der Verbandssyndikus Dr. Andres über die Tätigkeit des Ver­bandes im letzten Geschäftsjahr. Ein starkbcsuchtes Festmahl schlesgbie Tagung.

Frankfurt o. M., 24 März. Nach Mitteilungen des

Krcisausschusies des Obertaunuskreises sind die Verhandlun­gen wegen der Erbauung einer elektrischen Bahnverbindung von Frankfurt nach Cronberg und Königstein mit der Frank­furter Lokalbahn-Aktiengesellschaft in Bad Homburg wieder aufgenommen worden und bereits soweit gediehen, datz die be­teiligten Gemeinden, durch deren Gemarkungen die Bahnlinie geführt werden soll, sich über die Frage des Erunderwerbs in nächster Zeit zu entschlietzen haben. Den bisherigen Plänen zufolge zweigt sich die neue Linie bei Niederursel von der Oder- »rseler elektrischen Bahn ab und führt dann in nahezu west­licher Richtung an den Ortschastcn Weihkirchen, Etierstadt, Ob.- Höchstadt, Schönberg, Cronberg und Falkenstein vorüber nach Königstcin. Die Regierung erteilte der Lokalbahn-Aktienge­sellschaft die Erlaubnis zu den technischen Vorarbeiten für die elektrische Bahn RrederurselKönigstein bereits vor längerer Zeit. Die neue Linie wird zweigleisig ausgebaut und erhält voraussichtlich auch Güterverkehr. Eie kann, da eine Stunden- geschwindigkcit von 40 Km. zugelasscn ist, in etwa 50 Minuten durchsahren werden. Mit dem Bau dieser Strecke ist die Ver­wirklichung des Scherl'jchen Eiuschienenbahnplanes endgiltig abgetan. Auch die Errichtung einer elektrischen Rundbahn durch den Obcrtannuskrcis kann als erledigt angesehen werden. yjjait non dem Babnbau Oli^derurlel Köniaitein für

Neue Tageszeitung. Mittwoch, den 25. März 19H,

die in Frage kommenden Ortsachften einen kraftvollen wirt­schaftlichen Aufschwung; denn das ungeahnte Emporblühcn der Gemeinden an den Strecken nach Obcrursel und Homburg hat die kolonisatorische Bedeutung der elektrischen Verkehrslinien zur Evidenz bewiesen.

* Frankfurt o. M., 24. März. Für die 0. Olympiade 1010 in Berlin bildete das am Sonntag im Schumannthcater abge- haltenc erste Olympia-Propaganda-Eportiest einen würdigen Ausakt voll feierlich ernsten Gepräges. Nahezu 5000 Personen, unter denen das Militär aus allen Garnisonen des 18. Armee­korps ein überaus starkes Kontingent darstelltc, füllten den Ricsnbau bis ins letzte Winkclchen und liehen der von natio­naler Begeisterung getragenen Veranstaltung einen überaus würdigen Rahmen. In jugendlicher Frische, von brausendem Beifall begrüßt, eröfsnetc der alte Reitcrgencral Exz. von Podbielski durch eine markante Ansprache das Fest. Nach ei­nem Dankeswort an Frankfurts sportliche Jugend führte er aus, daß er cs unternommen habe, das deutsche Volk großen Zielen entgegenzusühren, zwar nicht als Apostel einer neuen Weisheit, sondern als Mahner und Förderer zu körperlicher Ertüchtigung. Nur einem wurzelecht gesunden Volk wie dem deutschen gehöre die Welt. Wenn die bisherigen Olympiaden die sportliche Rückständigkeit Deutschlands, darlegten, so sei es jetzt des Volkes Aufgabe, diese Scharte bis 1916 auszuwetzen. Es gelte durch die Stählung der Volkskraft ein neues Geschlecht heranzuzichcn, das begeistert sei für Heimat »nd Vaterland. Charktcre erziehe man nicht im Steinhaufen der Großstadt, sondern auf den grünen Sportplätzen bei stählendem Spiel und törpcrlicher Hebung. Im Anfang sei die Tat, unter dieser De­vise möge das Volk einer Blütezeit körperlicher und geistiger Höhe entgegcnreifcn. Mit einem Dank au die Presie für die Würdigung des Sports und einem Lob auf' Frankfurt, das ne­ben Berlin Deutschlands erste Sportstadt ist, schloß unter rau­schendem Beifall der greise Redner. Begeistert sang man im Anschluß an seine Worte stehendDeutschland, Deutschland Uber alles". Sodann sprach Generalsekretär Diem Lbeedie Ber­liner Olympiade und Amerikas Sport". Hieran reihten sich sportliche Darbietungen in hervorragender Vollendung, die für 1916 das Beste erhoffen lasien: Radsahrreigen, eine schwerath- letische Mustcrriege mit Jonglicrgewichten, Reckturnen, Fech­ten, Ringkämpse, Hochsprünge, Barrcnturncn, Demonstrationen des Boxklubs Frankfurts und ein Schlittschuhlaufen auf der Bühne von den Geschwistern Jainczek. Beachtenswerte Winke »nd Fingerzeige für die Berliner Olympiade gab schließlich der Olympiatrainer Dr. Alwin C. Kränzlein. Die meisterlich durchgeführte Veranstaltung lag in den Händen des Direktors Julius Seeth vom Schumanntheater.

Heffrn-Nastau.

* Ried a. SH., 24. März. Die Frau des Arbeiters Schmidt stürzte versehentlich eine Petroleumlampe um, die explodierte und ihren Inhalt über die Frau ergoß. Frau Schmidt erlitt lcbensgesährliche Brandwunden und mußte sofort dem städti­schen Krankenhause in Frankfurt zugcsührt werden.

* Obcrnrsel, 24. März. In den Tagen von, 1.9. August feiert der hiesige Schützenverein das Fest seines 450- jährigen Bestehens. Damit verbindet er die Säkularscier seiner Fahne, die 1814 vom Herzog von Nassau der aus den Schützen der Orte Cronberg, Kalbnch, Stierstadt, Sulzbach, Schwalbach, Eschborn, Harheim, Bominersheim und Weiß­kirchen bestehenden Schützenkompagnie des Amtes Obcrnrsel verliehen wurde. Das noch gnt erhaltene Wahrzeichen trägt auf der einen Seite die Inschrift:Schiitzenbataillon Ober- ursel 1814." Eine zweite Fahne des Vereins entstammt den Märztagen des Stnrmjahres 1848: sie zeigt die Farben schwarz-rot-gold und ursprünglich die Inschrift:3. März 1848." Auf Anordnung der Obrigkeit mußte jedoch damals die gefährliche Bezeichnung3. März" entfernt werden.

* x. Oberursel, 24. März. Die jetzige Einwohnerzahl be­trägt 7 810. In 1913 wurden geschlachtet Großvieh 717 gegen 708 im Vorjahr. Kleinvieh 733 gegen 815 und Schweine 3138 gegen 3038 im Vorjahr. Der Fleischverbrauch, welcher gegen­über dem des Jahres 1910 wesentlich gesunken war, ist wieder gestiegen, bleibt aber immerhin infolge der hohen Preise hin­ter dem Jahresverbrauch von 1910 zurück. In der General­versammlung des Bürgervereins wurde die Einführung eines Wochenmarktes, welcher behördlicherseits bereits genehmigt wurde und versuchsweise demnächst abgehalten werden soll, besprochen.

* Bad Homburg v. d. H., 24. März. Das eingeleitete Bcrwaltnngsstreitversahren gegen eine Zwangsetatisieruiigs- Verfngnng des Regierungspräsidenten zu Wiesbaden, die eine nachträgliche Zahlung des abgesetzten Zuschußteiles von 5000 M für das Allgemeine Krankenhaus hierorts forderte, ist nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts zu ungunsten des Kreises ausgefallen: der entstandene Fehlbe­trag muß durch eine besondere Kreisumlage ausgebracht werden.

* x. Usingen, 24. März. Die Befürchtungen, daß es nach dem jetzt erfolgten Tode des Landrats des Kreises Usingen, Dr. Beckmann, eine Kreisaufteilung geben würde, sind grundlos. Amtsgerichtsrat Dr. Lohmann, der Abgeordnete, hat an den hiesigen Bürgermeister ein Telegramm gesandt:Kreis bleibt bestehen: Landratsamt schon wieder besetzt."

* Königstcin, 23. März. Eine treffliche Submissiens- bliite trieb die Versteigerung der Arbeiten für die Ver­legung eines Bachbettes. Bei einem Wertobjekt von 10 000 Mark forderte der eine Unternehmer 10 734 Mark und traf damit annähernd das Richtige. Der-billige Monn machte es für 6000 M weniger, indem er nur 4978 verlangte. Wie mag dieser auf jeine Kosten kommen?

* Eddersheim, 24. März. Den Eddersheimer Kriegsvete­ranen errichtet der Kriegcrverein ein Denkmal, das am 28. Juli bei Gelegenheit des hier stattfindenden Verbandsfestes des Kreiskriegerverbandes Wiesbaden seine Weihe erhalten soll.

'FC Wiesbaden. 24. März. Der 34 Jahre alte Poli- reisergeant Jakab Baudson in Canm a. Nb. wurde im Okto­

ber 1906 auch als Vollziehungsbeamter des Goarshausen für die Orte Camp, Filsen und Osier,pa, nnox. stellt und vereidigt. Da er im Jahre 1906 nur 500 Jt I;nlt hatte, das bis 1913 auf 850 stieg, zu denen noch S'g M Nebeneinnahmen traten, geriet Bandson infolge Ki,"r heit in der Fanülie in Not. So kan, es, daß er in, >

ber v. I. 76,25 <0 in Camp eingezogene Steuern in fchicnt Haushalt verbrauchte und nicht ablieferte. Zn 3 .Nonotrp Gefängnis, der gelingst zulässigen Strafe verurteil e ' :'v Wiesbadener Strafkammer Bandson mit Rücksicht dar daß ihn durch die Entlassung ans dem Dienst mit d.':.,

April eine harte Strafe trifft.

Kreises SA

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MrMergliick und Mrrlterstol;

bilden liebe, schöne Kinderchen. Wie bekümmert aber ist ein Mutterherz, wenn der kleine Liebling kaum trinken oder essen, mit dem Lausen nicht an­sangen will, sein Gewicht nicht zunimint, kurz die ganze Entwickelung zu stocken scheint. In solchem Falle heißt es zur rechten Zeit mit Scotts Emul­sion anfangen, die wohl jedes Kind sofort freudig nehmen wird. Da stellt sich bald Eßlust ein, da kräftigen sich Knochen und Beinchen, das Fleisch wird fester und die Gewichtszunahme stetig. Bald hat die Mutter ihr fröhliches Kind wieder, da» mit Eifer und Erfolg an die Kunst des Laufens geht. Scotts Emulsion ist ganz leicht verdaulich und läßt sich auch in der Milch oder in dem Bleichen geben. Man verlange und kaufe nur die echte Scotts Emulsion, die Fischermarke.

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Zellswff Watdhos 224. «

Hambg. Amk. Pak. 140.-/, Rordd. Lloyd 123 Oesterr.Staasbahn 155.-/,

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Deutsch-Luxemb. B.Akt. 133.-/» DIjch-Uber,eeE.G.Akt. 177.-/, , Getsenkirchen Bergw. A. 193.-/, Harpenei Bergbau Lkt. 184. tzohenlohewerle Air. 121 Laurahütte -Alt. 155.°/, ,,

Obcischtes,er E. Alt. t4..5 Phönix Bergbau Akt. 239. Rombachei Hütte 151.-/,

Siemens u. HalskeAkt. 218 o0 Privatdiskont 3--®>

Tendenz: behauptet.

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