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schlag des Laudtogsabgeordneten I>r. v. H e l m o l t fand folgende Entschließung einstimmige Annahme:

«Die am 22. März zu Hanau tagende Versammlung desBundes der Landwirte" und derVereinigten Landwirte von Frankfurt und Umgegend" erachtet das Ansuchen. die in dem Betriebe beschäftigten Familien­mitglieder allgemein znmngsweise zur Krankcnl>ersick>e- rung heranzuziehcn, im Widerspruch stehend mit dem Olcsehe, und init den Erklärungen der Reichsregierung in, Reichstage am 13. Februar und 13. März ds. Js. Tort wurde ausdrücklich erklärt, daß diese Frage nicht generell, sondern von Fall zu Fall entschieden »verden mühte. Der 8 176, Absatz II, des ReichsversicherungS-Gesetzes führt die in der eigenen Wirtschaft beschäftigten Fannlien- mitgliedcr ausdrücklich unter denen von der zwangs­weisen Versicherung Befreiten auf, denen die freiwillige Versicherung anheim gestellt ist.

Die Versammlung erblickt weiterhin in dem Verlan­gen eine schwere Schädigung des Familiensinns, da cs den Uebcrlieferungen widerspricht, Familienangehörige als bezahlte Gehilfen zu betrachten.

Aus all' diesen Gründen ersucht die Versammlung, Kgl. Überversicherung samt möge die Landkrankenkasse im Kreise Hanau anweisen, daß das Ansuchen, die Familien- angebvrige zwangsweise zur Krankenkasse allgcniein her- auzuzichen, unstatthaft ist."

Ans der Heimat.

* Die gestrigen Wahlen zur Allgenieincn Ortskrankcu- kafse für den Kreis Friedberq haben, wie uns von allen Orten gemeldet wird, unter sehr starker Beteiligung statt­gefunden. In Fricdberg war im Wahllokal bei der Arbeit- uchnierwahl das Gedränge stellenweise so stark, dah von einer geheimen Wahl fast keine Rede sein konnte, zumal sich auch die bekannten sozialdemokratischen Agitatoren darin breit machten. Insgesamt haben hier 820 Arbeitgeber und 700 Versicherte gewählt. In Lber-Mörlen sind beinahe alle Arbeitgeber lind über 200 Versicherte zur Wahl gegangen. Auch in Dorheim, Rieder-Wöllstadt und Dortelweil war die 'tseteilignng lebhaft, und in letzten! Ort tvaren allein aus Rendel etwa 30 Mann gekoinmcn, die den weiten Weg nicht gescheut haben, lieberall auf den Landstraßen konnte man Leiterwagen bemerken, die die Wahlberechtigten zur Wahl- stätte führten. Tie Sozialdemokraten haben in letzter Stunde ein Flugblatt herausgegeben, dos in gewohnter Weise von Lügen und Gemeinheiten nur so strotzt. Die Wablzcttcl werden verstegclt und nach Friedberg verschickt, wo die Zählung vorgcnommen wird. Das Ergebnis wird wohl vor morgen nickst bekannt werden.

* Frirdberg, 23. März. Bon einem bösen Schicksal heimgesncht lvurd« der früher hier ansäsfige Rechtsanwalt Fisckier, der seit Jahren in Gießen tätig ist und zu den bc- licbteslen und gesuchtesten Anwälten zählt. Beim Hühncr- aiigenschncidcn insizicrte er sich und die dadurch entstandene Blutvergistung nahm so schlinunc Forme» an, daß man, um das Leben z» retten, zur Amputation des ganze» Deines schreiten ninßte.

* st. Fricdberg, 23. März. Jni Evangelischen Jiing- lingsvereinFeierabend" stellte der Vortrag über den Hand- wcrkcrberuf Vergleichungen an zwischen den früheren inid du jetzigen Zuständen. Als Beleg für die früheren Vcr- hältnisse wnrd u. A. eine Zunftordnung ans dem Jahre 1726 berangezogen imd als Schlußrestiltat gefunden, daß der Handwerksbetrieb unserer Zeit sich unter günstigeren Bedingungen vollzieht. Mögen einzelne Gewerbe gänzlich eingegangen. andere durch Großbetriebe gelchmälert worden fein: fachmännisch ausgebildete Kräfte sind auch in den Großbetrieben nötig. Und an Stelle eingcgmigcncr Ge­werbe ist eine an Zahl und Uinfang ungleich größere Reihe ganz neuer entstanden, wie: Wasser- und Gasinstallation, Elektromechanik, Elektrizitätseinrichtnng. Fahrrad- und Automobilwerke, Eisenbahnschlosserei, Dampskesselmoutage, Zentralheizung. RahrnngSmittelgewerbe und Bauhandwerk beschäftigen viel mehr Leute wie früher nsw. Tic Liste des initteldentschen Arbeitsnachweises vom 18. März enthält 218 offene Stellen, dagegen Stellengesuche nur 37. Also darf auch jetzt noch vomgoldenen Boden" des Handwerks ge­sprochen und ihm der Vorzug vor manch anderer Bcrufsart gegeben werden. (Tic erwähnte Liste liegt imFeierabend" cffen, woselbst auch Anmcldekarten für Lehrlinge und Lehr­mädchen uncntgeltlich zn haben sind.)

* Friedbcrg, 23. März. Der Biencnzüchterociein für Friedberg und Umgegend hielt am Sonntag, den 22. d. Mts. imRatskeller" zu Fricdberg seine Monatsversammlung ab, die recht zahlreichen Besuch aus fast allen angcschloffenen Or­ten aufwies Auch der Vorsitzende des Bezirks Butzbach war erschienen. Aus der recht reichhaltigen Tagesordnung sei hier nur erwähnt, die Festlegung der nächsten Wanderversammlung aus den 17. Mai nach Billingcn, und der Bortrag des Vor­sitzenden. In etwa einslündiger freier Red« sprach der Vor­st tzendc, Herr Lehrer R » n I - Okarben, über Rechte und Pslich- teil des Bienenhalters nach dem neuen bürgerlichen Gesetzbuch. Er führte dabei aus. dah die Bienen eine Sonderstellung im bürgerlichen Gesetzbuch cinnchmen, dah aber di- Paragraphen W, 924, 9*11 u. s. die Berbältnillc klar regeln. An vielen Bei­spiele» aus dem täglichen Leben verstand es der Redner di- Paraqraphcn des Gesetzes sehr verständlich "zu erklären. Größte Aufmerksamkeit, reicher Beifall und Anführung mehrerer, Manchmal drastischer Vorkommnissc seitens unserer Miigjze- ber bewies Herrn Runk, wie sehr jeden Imker gerade dieses Lhema interessiert und ist es mit Freuden zu begrüßen, dah in einer der nächsten Versammlungen der Redner eine Fortsetzung davon dringen will. Eine kleine Eratisverlosung schloß die angeregt verlaufene Tagung.

* Dorheim, 23. Märr. Wie schon bereits bekannt, begeht

fitac aageozeituag. wconlag, den zs. »titrz 181 *.

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der FußballklubBritannia" am 26. April sein zweites Etls- tungsseft verbunden mit olympischen Spielen. Dem Feste ist salzendes Programm zu Grunde gelegt: Morgens 7K Uhr: 15 Km Wetlgcben, 9-K Uhr: 10Q Meter-Lausen, 10 Uhr:

Drerlamps (bestehend aus Kugelstoßen (20 Psd.f, Wcitspruiig und Freihochl, 10;< Uhr: Scchjer-Tournicr Klaste B, Mittags von 12t Uhr: Mittagspause, 1 Uhr: Cechser-Tournier Kl. A, 214 Uhr: Fußball Weilstoh: Rachmittags von 4 Uhr: gro­ßes Preisschicßcn und Tanz. Die Preisverteilung sinbet Abends S7 Uhr statt.

* Bad-Rauhrim, 23. März. Wegen Vornahme von Walz- arbcitcn wird die Krcisstraße Bad-Ra»heimNiedermärlen vom 24. März di» 4. April für den Wvgcnocrtchr gesperrt.

* Butzbach, 23. März. Samstag Nacht verschied nach länge­rem Leiden der im beste» Mannesaltcr (43 Jahre) stehende Mitinhaber der Eambriiiusbraucrei Hermann Melchior. E: beneidete verschiedene Ehrenämter, die er aber infolge seiner Krantheit vor längerer Zeit niederlcgcn mußte. Allgemein ist die Trauer um den Dahingeschicdenc», der überall geachtet und beliebt war.

* Ober-Widdcrsheim, 23 März. Bei der am Samstag ftattgesundenen Beigeordnctenwahl wurde Herr Gastwirt Eiser mit 84 Stimmen gewählt. Auf Ferdinand Weis sie­len 55 Stimmen. Tie Wahl unseres ncugewähltcn Bürger­meisters Schäfer wurde vom Krcisamt bestätigt und hat der­selbe bereits sein Amt übernommen. Möge er cs zu»! Wahle ber Gemeinde ausüben.

* Orienberg, 21. März. Trotz der vorgerückten Jahreszeit »nd der frühen Stunde hatte sich am Mittwoch Abend eine sehr stattliche Zahl Besucher, besonders auch von auswärts ein- gcsunden, um an dom von berPositiven Bereinigung" ver­anstalteten Bortrag des Herrn Pfarrers Dr. Busch Franksurt a. M. über diePflege des religiösen Lebens in der Familie ein« Notwendigkeit für unser öjsentliches Leben" teilzunch- men. Christliche Religion, so führte der Redner aus. ist we­derPrivatsache" »ochpersönliche Seeligkeitssache" allein, sondern vor allem eine uiibcdingte Notwcndiglcit für unser össentlichcs Leben. All die großen Schäden unserer Zeit, die grenzenlose Selbstsucht auf allen Gebieten, die Auslösung des Familienlebens, die sittliche Verwilderung u. a. m. können ein« gründliche Heilung nur dann ersahren, wenn cs gelingt, das religiöse Leben wieder mehr zu pflegen und in der großen Oessentlichteit zur Geltung zu bringen. Wer soll das tun? die Schule, die Kirche, gewiß beide, aber vor allen Dingen das Hans und die Familie. Hier muß das christlich, religiöse Le­ben gepflegt werden 1) durch das persönliche Glaubenslcbc» der Eltern und ihr christliches Beispiel; 2) durch regelmäßige Hausandacht und Bibellesen: 3) durch die Pflege des Gebets- lcbens; 4) die Pflege des geistlichen Gesanges im Hause; 5) den regelmäßigen Gottesdienstbesuch der ganzen Familie. Die Notwendigkeit dieser Forderungen wurden durch eine Reihe z. T. erschütternder Erlebnisse aus der eigenen Erfahrung des Redners erwiesen. Die sich steigernde Aufmerksamkeit der Zu­hörer, die einem weihevollen Gottesdienste glich, zeugte für den tiefen Eindruck, den die Aussührungen auf Herz und Gewissen inachtcn. Dari» lag der schönste Dank sür den Redner. Ebenso danlbar wurden die Darbietungen des Obermockstüdter Pofau- ncnchors ausgenommen, der sich durch das beharrliche Aushar­ren der Zuhörer zu 2 weiteren Zugaben »erstehen mußte.

* Gießen, 23. März. Die derzeitige Ausstellung des Kunst- vereiiis am Brand, welche von dem Ausstellungsvcrbaud Münchener Künstler arrangiert ist, bietet gegenüber der zuletzr stattgeyabien Futuristen Ausstellung eine hcrzersrijchende Ab­wechslung. Sie zeigt die Werte von zirka 40 Künstlern mit annähernd 100 Bildern und einigen Plastiken, die einen Be­such der Ausstellung reichlich lohnen.

* Gießen, 23. März. Zum Obcrbllrgermeisterwechsel in Eicßeii widmet ein hiesiges Blatt dem geschiedenen Oberbür­germeister Mccum einen großen Nachruf. Zn demselben wer­den auch die verschiedenen schwachen Seite» des Oberbürger- incisters erwähnt und namentlich dargetan, daß er durch seine Starrlöpfigkeit manches durchgesetzt hat, was im Interesse de: Stadt besser anders gemacht worden wäre. Daß jede Klcinig- leit eines Baugesuchcs ganz nach den Intentionen des Ober­bürgermeisters ausgeführt werden mußten, daß er mit jeder anderen Behörde, mit der er als Vertreter der Stadt in Ber- handlungen trat, sich gleich in den Haaren lag und daß so viele Bürger sich durch sein- Behandlung zurückgesetzt fühlten, daran ist nicht allein der Oberbürgerineister oder seine, sagen wir einmal heftige Natur schuld, sondern dafür tragt ganz al­lein die Mehrheit der Stadtverordneten die Verantwortung. Bor allen Dingen waren es diejenigen, welche ihn j. Zt. nach Gießen gebracht hatten und nun glaubten ihm in allen Fällen den Rücken decken zu müssen, dann aber auch einige hauptfrei- stnnige Parteimänner, die es schon für ein Verbrechen hielten, wenn nur ein Kollege sich die Handlungsweise des Oberbür­germeisters verbat, oder ihm einmal in der Sitzung etwas scharf cntgegentrat. Wenn der Oberbürgermeister etwas durch­setzen wollte, für das er keine Mehrheit in der Sitzung glaubt-, erlange» zu können, so ließ er die Sache erst in der juristischen und Baudeputation beraten und dann hatte er schon vor Er- öspring der Versammlung gewonnenes Spiel. Ein Bürger­meister für sich kann seine Ideen nicht zur Verwirklichung bringen, wenn ihm nicht die Mehrheit der Stadtverordneten zu­stimmt. Diese Tatsache sollte sich die Bürgerschaft, wenn dem­nächst wahrscheinlich eine Stadtverordneten - Neuwahl ausge­schrieben wird, einmal vor Augen halten.

» Ruttershausen b. Lollar, 21. März. Wie schon öfters, so haben sich auch jetzt wieder eine Anzahl Grundbesitzer vereinigt »m ein sehr naher Stück Land in unserer Gemarkung zu drai- nieren. Es bedeutet dies eine bedeutende Bodenverbesierung, was die meisten Landwirte bei uns schon ersahren haben. Ge­lernt haben wir dies von der Eroßh. Kukturrnspektion in Sie- ßen, welche gelegentlich unserer Fesdbercinigung diese Drai­nage eingeführt und damals schon de» größten Teil unseres Feldes trocken gelegt hat. Der Wasserstand der Lahn ist wie­der im Fallen. ' >'

* Frankfurt a. M 23. März. Seit einigen Wochen sind aus Duisburg vier junge Mädchen im Alter pan Ib^t7 Jah­

re» spurlos verlchwnnden. Eines der Mädchen wurde von

der hiesigen Kriminalpolizei sestgenommcn. Es sollte i» ein össentlichcs Haus gebracht werden. Man glaubt, daß auch die andern drei Mädchen von Mädchenhändlcrn verschleppt wor­den sind.

* Frankfurt «. M 23. März. Der in der Liitzowsiraß,: wohnende 32jährige Ernst Walter, der eine zcitlang Hilfs. schasjner bei der Straßenbahn war, mißhandelte jobre! seine Frau, bis diese kürzlich Anzeige erstattete. Hierbei er gab cs sich, daß W. seit zehn Iahic» den Zubültcr seiner Frau gespielt hat. W. wurde wegen schwerer Kuppelei und Zuhäl tcrri verhaftet.

Franksurt a. SD1., 23. März. Z» Preungesheim wurde heute Morgen der Kausman» Karl Hops hingerichtet. Hops war am 20. Mürz 1363 in Franksurt a. M. geboren. Er wurde am 18. Januar l. Js. nach mehrtägige» Verhandlungen zum Tode verurteilt, sowie zu 15 Jahren Zuchthaus. Hops wurd. schuldig befunden, seine erste grau, feine beiden Kinder, sowie seine zweite und dritte Frau vergiftet zu haben. Pon der An klage de« Mordes an seinen Elter» wurde er srcigesprochen. Zn der Verhandlung des Schwurgerichts leugnete er bis zum letzten Augenblick. Erst nachdem er das Todesurteil vernom­men hatte, soll er völlig zusammengedrochen und wie geistes­abwesend sich gezeigt haben. Der König hatte von seinem Be gnadigungsrechte keinen Gebrauch gemacht. Das Urteil wurde deshalb vollstrcckt. Die Hinrichtung war aus heute srül, 7 Uh, angesctzt. Während wir diese Zeilen schreiben, werden du Giftmorde ihre Sühne gesunden haben.

Hessen-Nassau

* |. Usingen, 21. März. Der von dem hiesigen Zweig­verein des Evang. Bundes im SaaleZur Sonne" veranstal tete Familicnabend nahm einen recht anregenden Verlauf Rach einem Begrüßungsliede durch den Seminarchor hieß der Vorsitzende des Zweigvcrcins. Herr Dekan Bohris, die Erschie­nenen mit herzlichen Worten willkommen und gab der Hass nung Ausdruck, daß die Sache des Evaikg. Bundes, der im ver gangencn Jahr« sein Hauptjahrcsscst hier in Usingen in io er hebender Weise geseiert habe, immer weiteren Boden in -cnje rer evangelischen Bevölkerung gewinnen möge. Der Redner des Abends, Herr Pfarrer Ziegler aus Eröbning im Steier­mark, bot sodann in einstündigem Borttage s-sjclnde und le bensvolle Einzelbilder aus dem kirchlichen und religiösen Le den der evangelischen Gemeinden Steiermarks in ihrer ge jchichtlichen Vergangenheit und ihrem gegenwärtigen Stande. Das Schlußwort sprach Herr Pfarrer Schneider. Zur Schulden ttlguiig seiner Kirchengemeind« Eröbning wurden dem Ned»-.r als Dank für seine manchmal herzergreifenden und oft wieder humorvollen Darbietungen als Sammlung des Abends 21 Mt 42 Psg. überreicht. Auch in den Ortsgruppen des Evang. Buudes zu Wilhclmsdorf, Merzhaujen, Wehrheim und Wester seid hielt Herr Pfarrer Ziegler Vorträge über seine Ersab- rungen und Erlebnrsie in Steiermark vor teilweise sehr gu! besuchten Bundesversammlungen. Der hiesige Obst- und Gartenbauoerein hiell im Case Arnold seine Generalver­sammlung ab. Nach dem Kassenbericht beträgt das Gesamtver- mögen des Vereins 130 Mark. Für Preise stehen dem Verein 200 Mark zur Beifügung und zwar sür eine» Prrisbewerb für Blumenschmuck.

* Fulda, 23. März. Vom verstorbene» Breslauer Fürst bischof Kopp erzählt dieFuldaer Zeitung" aus seiner F»l- dacr Bischosszeit folgende Begebenheit. Aus der Streckc FuldaGießen befand sich ein ehemaliger Schuljreund des Kopp als Bahnhofsvorsteher. Bischoj Kopp, der dies c>fahren hatte, benutzte deshalb einst aus der Firmungsr-ise nach Ober- Hessen den Zugauscnthalt in der betr. Station, »m seinen al­ten Schulfreund zu begrüßen. Letzterer kannte auch de» am Fenster Ausschau haltenden Bischof, wich aber etwas ocrlcgey in den Dienstraum zurück. Da ließ Bischof Kopp durch einen anderen Beamten Herrn Vorsteher B. hcranbitten und reichte ihm freundlich die Hand mit de» Worten: Lieber B wir wob nen jetzt nicht weit auseinander und wenn du einmal na : Fulda kommst, bitte ich dich dringend, mich zu besuche», auch deine Frau und Kinder bringe mit. Die Verlegenheit de- Vorstehers erklärt sich u. a. auch daraus, daß er als KatholU eine protestantische Frau geheiratet und protestantische Kin dcrcrziehuiig zugegeben hatte. Bischof Kapp wußte dies, ließ sich aber trotzdem nicht abhalten in seiner ihm eigenen Leut­seligkeit die alte Schulkamcradschaft in so warmer Weise au- leben zu lasten. (Es handelt sich demLautcrb. Anz." zu folge, um den etwa im Jahrzehnt 48801800 in Alsfeld an gestellt gewesenen Bahnhofsvorsteher Becker).

VlirberiA zum gronffurter zrilchtlimli.

Montag, den 23. März 1914.

We izen, hiesiger und Wetterauer , auf dem Lande abgeholt Roggen, hiesiger und Wetterauer auf dem Lande abgeholt Ee r'st e, neue

Hafer, hiesiger und Wetterauer .

kurhessifcher .....

Trockentreber

Tendenz: _

Norbkricht |bw Frankfurter ufffjniiirht. Montag» den 23. März 1914.

Auftrieb: 448 Ochsen. 60 Bullen, 863 Fälle», Küh, 9m Kälber 103 «cka.se. 2387 Sckweine-

Mk.

20.3020.40

20.0020.10

16.30-16.40

16.00-16.40

17.50-18.00

16.00-17.00

60.00-00.00

Mk.-.

Franksurter Wetterbericht-

Voraussage: Wolkig, zeitweise Niederschläge, etwas war mer, westliche Winde.

Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirsche!, Fricdberg; für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Fricdberg; sür den Anzeigenteil: Kar S ch m i d t, Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tages- V r - »eitung", A.-G.. Friedbera i. H.