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i>|eu« Tageszeitung, «amstag, den zi. März 1S1«,

Wiener Abendblattes" hatte mit dem Grasen Witte ein 3»; tcrview. der ihm erklärte, bah außer der Rußland und Deutsch- land tief beunruhigenden Erneuerung des deutsch russischen Handelsvertrages leine Rcidungsflächen zwischen den beiden Großmächten vorhanden seien. Seiner Meinung nach sei jede internationale Verwicklung mindestens auf Jahre hinaus aus­geschlossen. obwohl man nicht in die Zukunst blicken könne. Auch die Monarchen Rußlands und Deutschlands seien, wie er sich weiter ausdriickte, außerordentlich friedliebend. Der ganz: Zeitungsalarm in Deutschland und Rußland habe lediglich in der Nervosität und in dem Sensalionsbedürsnis der Blätter seine llrsache Graf Witte tritt in den nächsten Monaten eine Auslandsreise von längerer Dauer an, um allen Gerüchten eutgcgenzutrcten, als erstrebe er die Wiedererlangung einer Machistcllung. Er wünsche, wie er dem Korrespondenten gegen­über betonte, nichts als Ruhe.

Frankreich.

:: Das Begräbnis Calmettcs. Gestern mittag um 12 Uhr f:nd in der Kirche St. Antoine de sales die Traucrfeisr für den ermordeten Direktor desFigaro", Calmette. statt. Unter den Anwesenden bemerkte man außer den Angehörigen den früheren Ministerpräsidenten Briand, den früheren Präsiden­ten der Republik Loubet und seinen Sohn. Der Präsident Voincare und seine Frau hatten sich in das am Eingänge der Kirche ausliegende Buch eintragen lassen. Eine unübersehbare . senge wartete in tiefer Stille am Eingänge der Kirche. Hier sowie auf der ganzen Strecke nach dem Kirchhose Batignollea war ein starkes Polizciausgcbot ausgestellt. An drei Haupt­punkten, die dem Publikum nicht bekannt waren, waren große Mengen Polizisten konzentriert. Auf dem Wege zum Fricd- hose ereignete sich kein Zwischenfall. Der Körper des Ent­schlafenen wurde in dem Erbbegräbnisse der Familie Ealmette beigeletzt. Um 3 Uhr bewegte sich eine Kolonne von Ma- aisestanten durch die Avenue Ehiohy. Rufe:Es lebe Tail- laux" wurden laut, woraus andereRieder mit Caillaux" folgten. Die Polizei versuchte, die Rufer auseinanderzutrei­ben. In diesem Augenblick gab ein Polizeiinspektor, der sich angcgrisscn glaubte, einen Schuß ab. der das Zeichen zu einem allgemeinen Handgemenge war. Die Menge wurde mit blan­kem Säbel auscinandcrgetricben und mehrere Verhaftungen oorgcnommen.

Italien.

:r Zur Katastrophe in Venedig. Er ist den Anstrengungen

der Rettungsmannschaften gelungen, mit Hilse einer Riesen- lrahns das gesunkene Dampfboot bis zur Meeresoberfläche zu h-ben. Dabei konnten zwei Leichen geborgen werden. Das Boot wurde dann in das Marinearsenal geschleppt, wo die Bergung der anderen Leichen stattfinden soll. Es steht jetzt scst, daß sich 72 Passagiere an Bord befanden. Der Hauptschul­dige ist der Steuermann des Dampfbootes. Der Heizer und der Maschinist der Bootes sind gerettet und In Untersuchungs­haft genommen worden. Der Kapitän des Torpedobootes wurde kbensalls verhastet. Die Leichenfeier der Opfer soll am Montag auf Kosten der Gemeinde stattsinden. Eine große Anzahl von Beileidskundgcbungen ist eingetrosfen, darunter auch vom Könige von Italien.

Südafrika.

:: Wahlen in Transoaal. Die Wahlen zum Provinzial­landtag der südafrikanischen Provinz Transvaal haben einen vollen Sieg der Arbeiterpartei ergeben, den ersten großen Er­folg, den die Partei in Südafrika errungen hat. Sie hatte bisher nur drei Stimmen unter 36. Der Rat ist jetzt um neun vermehrt worden, und die Arbeiterpartei hat 23 Mandate von tb bekommen. Sie hat somit die absolute Mehrheit und wird den Exckutiv-Ausschuß bestellen, der die inneren Angelegen­heiten der Provinz leitet. Die unionistische Partei ist beinahe wegnefegt worden.

Parteinachrichtkn.

Der natioiiallibcralc Wahlaufruf.

Der nationalliberalc Kandidat in Borna-Pegau, Land- agsabgeordneter Nitzschka, hat für die Stichwahl folgen­den Wahlaufruf erlassen:

Indem ich meinen Wählern für das der natw.ral- liberalen Partei und auch mir persönlich erneut entgegon- gebrachtc Vertrauen herzlich danke, bitte ich alle meine Wähler, am Stichwahltage Mann für Mann ihre Stimme dem nunmehr alleinigen bürgerlichen Kandi­daten Herrn v. Liebert zu geben. Das Vaterland über die Partei."

Ebenso tritt ein Aufruf des Verbandes der nationallide- ralen Vereine (unterzeichnet Stroebel) für die tatkräftige llnterstütznng der Kandidatur v, Liebert ein. Diese Knud- gcbungen sind durchaus erfreulich und werden hoffentlich ihre Wirkung haben. Nun ist es noch Sache des Freisinns im Wahlkreise, sich für oder wider die Sache des Bürger­tums zu entscheiden.

Wikdtr kuik to?iflll)C!Hokr. Wahlniedttlaßt!

Ans Fechenheim wird uns geschrieben, nachdem züngst die Volks- und arbeiterreiche Gemeinde Groß-Auheim in der dritten Wählerklafse die Sozialdemokratie hinausgc- feilt hat, ist am Donnerstag unsere G".ieknd: diesem Bei- Ibict gefolgt. Die bürgerlichen Kandidaten erzielten 526 And die Sozialdemokraten nur 40t Stimmen. Der Wcchl- feg ist umso bemerkenswerter, weil in der ersten Klasse, der Besitzer der Farbwerke, Dr. Weinberg, der alleinige Wähler ist und in der zweiten Klasse nur etwas über 20 Wähler in Betracht konnnen, die ganze übrige Wählerschaft ist in die brüte Klasse zusammen gedrängt.

DerBolksstimnie" ist die Niederlage schwer auf die 'Nerven gefallen. Sie schreibt, die Niederlage sei nicht nur beschämend für die hiesige arbeitende Bevölkerung, sondern mich für das Bürgertum, Sie schimpft dann in gewohnter itteüe argen den Neichsverband. aegen die Scbwar-en und

überhaupt gegen die bürgerlichen Wähler,unter denen wir

manchen Proleten bemerkten". Sehr nett!

Die Niederlage der Genossen in so großen Jndustrie- gemeinden, wie Groß-Anheim, Griesheim, und jetzt Fechen- heim, sind bezeichnend dafür, daß auch unseren Arbeitern die Angon anfgehen und daß sic der sozialdeniokratischcn Bevor- mundnng nnidc geworden sind.

Hr KmiktckMiinichl!

Arbeitsliescheinigungen.

Wir machen nochmals darnuf aufmerksam, daß es sich empfiehlt, wenn alle Arbeitgeber ihren Arbeitern, Dienst­boten »sw. die Bescheinigungen, daß sie bei ihnen in Arbeit stehen, rechtzeitig zustellc». Die Bescheinigungen sind vor- gcdruckt bei den llniercrhebern oder bei der Lrtskrnnkenknsse zu Friedbcrg zu haben. Sollte zufällig keine zur Hand sein, so kann sie der Arbeitgeber, wie folgt, selbst schreiben: Bescheinigung.

Dem

geb. den ten 18 zu

wird bescheinigt, daß er zur Zeit der Vertreterwahlen zum Ausschuß derMgemeinen Ortskrankenkasse für den Kreis Friedberg" bei dem Unterzeichneten in versichcrnngspflich- tigem Arbeitsvcrhältnis steht,

, den ten 1914.

Ort

Evtl. Frrmenstcnipel.

Unterschrift des Arbeitgebers.

Wir machen weiter darauf aufmerksam, daß die Formu­lare zur Arbeitsbescheinigung sowie Stimirkzettel morgen, am Wahltage, in dem Gcschäftslvkal derNeuen Tages- zcitung" vrn 11 bis 1 Uhr zu haben find.

Arbeitgeber mit mehreren Stimme«!

Jeder Arbeitgeber hat für 110 bei ihm be- schäftiglen Versicherten eine Stimme, für jede weitere angefangene Zehn eine weitere Stimme. Beispielsweise für 12 Personen 2 Stimmen, für 32 4 Stimmen, bis zur Höchstzahl von 30 Stimmen. Dabei ist zu beachten, daß für jede Stimme ein Stimm­zettel in einem gesonderten Umschlag abge­geben werden muß. Hat also ein Arbeitgeber fünf Stimmen, so muß er je einen Stimm­zettel in fünf Umschläge stecken und diese fünf Umschläge abgeben. Würde er einen Umschlag abgeben, in dem fünf gleiche Stimmzettel enthalten find, so würde nur eine Stimme gezählt werden, würde der Umschlag mehrere Stimmzettel verschiedener Art ent­halten, so sind sie überhaupt ungültig. Das ist wohl zu Beachten!

* Ober Rosbach. 21. März. Gestern Abend spr.rch un­ser Landwirtschaftskammcrmitglied, Herr Adolf Hensel- Dortelweil hier und in Nicder-Rosbach in gut besirchten Der- samnrlnngcn über die Bedeutung der am. Sonntag ini Kreis Friedberg stattfindenden Krankeukassenwahl. Er ging des Näheren auf das Wesen der Reichsversicherungsvrdnung ein und bedauerte, daß es für den Kreis Friedbcrg nicht möglich gemacht worden fei, eine Landkrankeukasse zu gründen, wie dies in den übrigen Kreisen Obcrhessens geschehen ist. Heute versuche die Sozialdemokratie, wie das bisher iftvn vielfach in den alten Ortskrankenkassen der Fall war, dir Führung imd Leitung der Kassen in die Hand zu bekonimen, um da­durch Dutzende von sozialdemokratischen Agitatoren Drot- stcllen zu verschaffen. Tie Ortskrankenkasse solle ein Jristi- tut der sozialen Fürsorge und nicht der sozialdemokratischen Partcipolitik sein. Bei der Aufstellung der Listen zu den Arcsschnßwahlen haben sich die Vertreter der Landwirtschaft alle Mühe gegeben, eine Einigung mit den übrigen gewerb­lichen Gruppen behufs Aufstellung einer gemeinsancen bür­gerlichen Liste herbeizuführen, was auch gelungen sei, wo­durch manche Sonderwünsche in den Hintergrund treten mußten. Es handle sich um ein geschlossenes Auftreten aller bürgerlichen Wähler gegen den Terrorismus, der von der Sozialdemokratie hier ausgeübt wird. Darum gelte es, Mann für Mann am Sonntag zur Wahlurne zu gehen uud dem Wahlvorfchlog I zum Siege zu verhelfe». Der mor- Sfige Sonntag möge beweisen, daß Herr Hensel seine inter- cffantcn Ausführungen nicht umsonst gemacht hat.

§nil- -kr fßfltwirlr. Nkmmgtk siN?-nmtt.

WrkmrMim!Mr m

in der ,.Concordi a" (am Pacadepkatz) am Sonntag, de» 22. März, uachmfttags 3 Uhr.

Tagesordnung:Protest gegen die zwangsweise Heranziehung der landwirtschaftlichen Haussöhne zur Kran­kenkasse."

Redner: Redakteur ,H ir s chel - Friedbcrg.

Die Landwirte, die mit der geplanten Maßnahme nicht einverstanden sind, werden gebeten, recht zahlreich zu er­scheinen.

Ans der Heimat.

* Gastspiel des Reuen Berliner Operetten-Eafembles.

Heber ein Gastspiel mitFledermaus" schreibt man aus Mem­mingen: Die gestrige Aussiihrung der OperetteDie Fleder­

maus" war wohl der größt, Erfolg, welchen das Reue Ber-

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'.inet Opcrelten-Ensemble Direktor Ernst Aßmy hier

zeichnen hatte. Das nicht nur bis zum letzten Platz ausve,' kaufte, sondern noch bedeutend überfüllte Haus, spendete Vorstellung nicht endenwollenden Beifall. Gespielt wurd. wieder mustergiltig. Vor allen war Fräulein Lisa Wehn ein! entzückende Ader. Fräulein Dorpat als Rosalinde glänzte m i ihrer mächtigen Stimme. Herr La Tour als Eisenstein Herr ffiotmer als Alfred waren ganz vorzüglich und kan, sympathischer Tenor hier so recht zur Geltung. Ein- G!a:- lcistung brachte uns wieder Herr Swoboda als F-anle ur.» auch Herr Erdmann als Frosch war von einer Komil so nrv- lich und unübertrieben, wie wir dies selten bei einem Komili beobachten können. Die prächtigen Mufiknummern «Tu:,:, Liebchen" D» Du Cbardaz und wie die vielen Rümmer, alle heißen, brachten jedesmal große Bcisallsstiirme welche zu vielen Zugaben zwangen. Wir können hier nnr sffi stellen, daß das, was ein Johann Strauß geschrieben hak, nun doch ein bischen mehr Anziehungskraft besitzt, als unsere Mo deinen Operettcn-Componistcn es vermögen. Mit dieser geh rigen letzten Vorstellung hat Herr Direktor Aßmy sich hier ei, gutes Andenken bewahrt und wenn er mit seiner tüchtigen Ge sellschaft unsere Stadt wieder besuchen wird, so wird es sich., immer gut ausgenommen werden und auch ein zahlrciche- Publikum finden.

* Friedberg, 21. März. Das Gesuch des Steinmefreister, Heinrich Damm in Friedberg-Fauerbach um Erlaubnis xn, Betriebe einer Schankwirtschast wurde von dem Prooinziai- ansjchuß der Provinz Oberheffen abgelehnt. Die Sredio-r. ordneienversammlung von Friedberg hatte sich für das Gesuch, der Bürgermeister aber dagegen ausgesprochen, weil ein Be­dürfnis nach seiner Ansicht nicht besteht. Das Krcisamt Frird berg trug deshalb Bedenken, die nachgesuchte Erlaubnis zu et teilen und legte die Alten dem Provinzialausschuß vor.

* Friedbcrg. 21. März. Wir weisen hiermit nochmals auf das bis zum Dienstag im hiesigen Central-Theater lau- sende erstklassige große SchauspielDer König der Lüfte" hin.

* Friedberg, 21. März. Die Leitung der hiesigen Schillerschule gibt heute bekannt, daß Kinder, welche die Schillerschule besuchen wollen, am 23. März angenicldet werden müssen. Der Termin von heute auf Morgen ist imserel Ansicht nach etwas kurz bemessen.

Assenhcim, 21. März. Herr Schuhmachermeister Andrea- Fertig und Ehefrau geb. Veite in Assenheim feiern am 21. l. Mts. das Fest der silbernen Hochzeit.

* Vilbel, 21. März. Der langjährige Plan einer elek­trischen Straßenbahnverbindung über Bcrkersheini nach Frankfurt ist einen erfreulichen Schritt vorwärts gekommen, indem der Gemeinderat beschloß, mit der Stadt Frankinct in Unterhandlungen wegen der baldigen Durchführung des Projektes einzutreten. Den Lehrern bewilligte der Gr meindcrat eine Erhöhung der Mietsentfchädigung von 3:k auf 4M Mark.

* Vilbel, 21. März. Auf offener Straße versuchte am Mittwoch ein Bursche ein Mädchen zu vergewaltigen. Die Ucberfallene setzte sich zur Wehr und veranlaßte dadurch die Festnahme des Rohlings.

Bingenheim, 21. März. Erledigt ist die mit einem evan­gelischen Lehrer zu besetzend, Lehrerstelle an der hiesigen Volks­schule.

* G.-sßen-Linden, 21. März. Am 19. März fand hier un

ter dem Vorsitze des Croßh. Kreisschulinjp-ltors Pcof. Dr Alles die Frühjahrskonferenz der Lehrer des Bezirkes Gießen- Land statt. Herr Lehrer Schmidt dahiei zeigte in einer Probe­lektion mit der Oberrlafie di« mechanischen und chemischen Wirkungen des paironischen Stromes. An der Hand, vielsach von ihm selbst gefertigter Apparate, veranschaulichte er dn Begriffe Gleichstrom, Wechselstrom, Transformation u. dcrgl Tr erläuterte weiter die durch die eleltrisch« lleberlandzcutral, so häufig gebrauchten Worte Ampire, Volt und Kilowatt. Zu.« Schluß führt» Herr Schmidt noch einige wohlgelungenc Ver­suche mit drahtloser Telegraphie, der sogen. Funkentelegraphle, vor. Da der gebotene Stoff nun unmöglich in jeder Volks­schule durchgearbeitet werden kann, so wurde vorgeschlagen eine Sichtung des Stoffes vorzunehmen und die Apparate z> dem ausgewählten Stoffe anzugeben. Zu diesem Zweck wrirde ein Ausschuß vorgeschlagen, bestehend aus den Herren Direktor Dr. Onenfell-Gießen, Lehrer Lindenstruth-Gieße» Lehrer Momdw, ' ,Herr, Lehrer Schmidt-Großen - Linden, Lehrer Kling rdcg.i join, Lehrer Weisel-Karbrnteich und Leh­rer Keller-Lollar.

» Gewerbe-Ausstellung Gießen 1911. Herr Prvoinzinldi retlor Eeheimrat Tr. Nfiuger in Gießen Hai den Ehrenvarsil über die Ausstellung übernommen. Ehrenoorsttzender des Aus-, stellungsvorftandes ist Herr Oberbürgeruceister Keller in Gie­ßen.

* Gießen, 2L März. Heute tritt Herr Oberbürgermeiste, Keller an die Spitze der städtischen Verwaltung. Die Bür gerschast begrüßt in ihm einen Mann, von dem sie weiß, das seine Worte nicht zu drehen und zu deuteln find, und hegt du Hoffnung, daß die vielen Fehler der letzten Fahre wieder gur gemacht werden. Wohl ist es nicht lmcht, ei» städtischer Schiff' lein so schnell aus allen Klippen und Gefahren zu steuern, in die es geraten kann, aber mit fest ins Auge gefaßtem Ziel wird es möglich fein, in vielen Fällen Remedur zu schaffen uni Erfparucsse an manchem Gtatspost-ir zu machen. Der Kan! mann und Handwerker fragt nicht ja orel nach etwas Steuer inebr oder weniger, wenn nur s«i» Geschäft gar geht, aber die schlechter Lage des sdädrifchen Haus- und Grundbesitzers und die Entwertung aller Immobilien bildet wohl das fchiorertzch' Problem der nächsten Zeit und ersordert in erster Linie d>. größte Ausmerkjirmleit und Leachtnng der städttschen Verirrl tttHg. Wenn sich hier auch nicht cm Handnmdreheic »in« Vm.c ruug erzielen läßt, so gibt es noch andere Akißständ- lue !-n sosuit beheben laßen. Vor allen Dingen muß in der Stadt«: waltung der Grundsatz Geltung haben, der im ganzen fr schLstsleben Ufus fit, nämlich. Laß auf jede Frage «in« Lntwcr, gehört und daß der Bürger, der an den OberbürgermeffU- «kve schriftliche Ansraae stellt, möalichst bald eine Antwoi.