Jtr. o.
Ja. ja. die ..denkenden" Arbeiter fangen an, wirklich zu senken und kommen dabei zn der Einsicht, daß selbst im ..goldenen" Zeitalter ..der roten NI" noch mit Wasser gekocht wird. Gar mancher wirklich denkende ..Genosse" hatte schon längst gern der Sozialdemokratie den Laufpaß wieder gegeben, wenn er nicht den Terrorismus der Mitarbeiter fürchtete. Es ist wirklich leichter, sich gegen die Regierungsorgane ni u t i g zu zeigen, wie gegen die tlnduldsamkeit der für Freiheit. Gleichheit und Brüderlichkeit strei- lenden Arbeitskollegen. Angesichts dessen darf man sagen: .Knechtschaft", Lein Name ist: Sozialdemokratie!" .
Dnr Oranlrenlrailcnmnlsl.
Vilbel, 17. März. Lange Zeit hat sich die „Volksstimme" liier die bevorstehende Krankenkassen-Ausschuhwahl im Kreis Friedberg vollständig ausgcschwiegen. Offenbar wutzte sie selbst keine Entschuldigung für das Treiben ihrer dortigen tilenosscn zu finden, die entgegen den hochtönenden Worten in ihrem Parteiprogrannn es so wunderbar verstanden haben, das Wahlrecht für viele Mitglieder der Krankenkasse dadurch fast unniöglich zn machen, daß sie das Wahllokal stundenweit von ihrem Wohnsitz verlegt haben. Jetzt aber findet das genannte Organ für gewerbsmäßige Volksvcr- hetzung langsam die Sprache wieder und sie trifft gleich den gewohnten Ton, der auf die niederträchtigste Denunziation gestimmt ist. Was hat sich die „Dolksstimme" ent- rüstet, weil die bekannte Genossin Rosa Luxemburg infolge einer privaten Anzeige vom Staatsanwalt gefaßt worden ist, kein Dort war scharf genug, um dcni Abscheu über den „Denunzianten" Ausdruck zu geben. Leider vergißt die „Volksstinnnc" wieder einmal das Sprichwort: Was Du nicht willst, das man Dir tu', das füg' auch keinem Andern zul In einer Zuschrift aus Vilbel nämlich wird in der bekannten geschmackvollen Art von „Gimpelfang" und allem möglichem gesprochen und dabei die Gelegenheit wahrgenommen, zwei städtische Beamte, die sich aus der bürgerlichen Arbeitnchmer- liste befinden, auffallend mit ihren Namen und Amtsbe^ich- nimg hcrvorzuhcben, in der offenkundigen Absicht, den so- zialdemokratisck>en Teil der hiesigen Einwohnerschaft auf beide Beamten scharf zu machen. Es ist so recht bezeichnend für die Herren vom Zukunftsstaat I Für sich nehmen sie alle Rechte in Anspruch und nehmen sich nicht? übel. Die Szene ändert sich aber sofort, wenn auch ihre Gegner sich regen und wagen, den sozialdemokratischen Anmaßungen entgegen zu treten. Da greift man sofort zur Gewalt und scheut sich nicht, »ic niedrigsten Mitteln zur Niedcrkämpfnng der unbequemen Gegner anzuwenden. Wer es dann wagt, wider die sozial- temokratiichen Machtgclüste zu streiten, der soll rücksichtslos vernichtet werden. Gerade diese Kampfei-weise muß uns aber ein Ansporn sein, erst recht alle Kräfte anzuspannen, um den Feinden des Staates eine Niederlage beizubringen.
M-lbrrchW sin- nur voWhriyk!
Dienstboten, Arbeiter, Lehrlinge usw., die noch keine 21 Jahre alt find, können also nicht wählen! Dagegen können Arbeitgeber, die nicht volljährige Leute beschäftigen, -hr Stimmrecht ausüben.
Kund der Landwirte.
Stnmmhriin, 17. März. Tic gestern Abend in der Geiß- schen Wirtsllpst unter dcni Vorsitz des Herrn Bürgermeisters Nagel tagende Versammlung, war von über 60 Personen b:sucht. Die Zuhörer lauschten aufmerksam auf die Ausführungen des Herrn H i r s ch e l - Fricdberg über die Rcichs- vcrsickicrungsordnnng und die damit in Bezug stehende Krankt nkasscuwahl und des Herrn Landtagsabgcordneten Dr. v. H e l m o l 1. der sich bauptsächlich mit dem Bahnbau Fried- berg-Ranstadt beschäftigte. Trotzdem der Vorsitzende wieder- bvlt anffordcrtc, ettvaigc Einwände vorzubringcn, meldete sich Niemand zum Wort. Auf einer sozialdemokratischen Der- sanimlung, die am letzten Sonntag zu Friedberg stattgcfun- den hat, behauptete der Redner, die ganze Wahlbewegung zur Krankenkasse babr burgerlicherseits nur das Bestreben, den derzeitigen Geschäftsführer der Kasse, Herrn Kühn, hcrabzu- setzen und ihn womöglich zu beseitigen. Herr Hirsche! nahm demgegenüber Veranlassung, ausdrücklich festzustellen, daß von bürgerlicher Seite der Wahlkampf nicht persönlich geführt werde, vielmehr ünnier betont werde, daß die Gc- schästssührung des Herrn Kichn als durchaus gewissenhaft anzuerkennen sei.
Versammlungen
Mittwoch, den 18. März, abends 8 Uhr, in
-- Dortelweil. --
Gasthaus „Zur Linde".
Donnerstag, den 19. März, abends 8 Uhr, in - Niederweisel. -
Freitag, den 20. März, abends 9 Uhr, in - Petterweil. -
Redner: H ir schc I - Friedberg.
Die Versammlungslokale werden noch bekannt gegeben.
Ans der Heimat.
tzriedberg, 17. März Der Gastwirteverein der Wctteran Kek» am 13. d. Mts bei Gastwirt Bauer in Affenheim eine Allgemeine Wirteversammlung für Oberhesien, zu der auch llichtmitglicder <Wir<«) eingeladcn waren. In dieser Ber- ommlung trieft Herr Derbandsoorsitzender College C. Haust und der Direktor der Bundessterbckasie College Herrmann aus Darmstadt einen ausführlichen Vortrag über die z. Zt. für das Wirtsgewerbe brennenden Fragen insbesondere unsere Eingaben an die Zweite Kammer der Landstände betreffend Ausmerzuna der Härten des hessischen Stempelgefetzes sowie
Nene lages,errang, wienstag, den 17. M»rz 1914,
über Wohlsahitseinrichtuugen. Die Ausführungen des Coll. Haust ebenfalls die des Coll. Herrmann waren sehr beachtenswert und interestant und wollen wir nicht verfehlen, auf die einzelnen Punkte zurückzukommcn. Zunächst die Klavierstein- pelsteuer, die doch für den Wirt als schädigend empfunden und ebenso mit gutem Recht auch jeder Privatperson, die ein Klavier haften, gewälzt werden tonnte, des weiteren die Stempelerhöhung der verlangten Polizeistunde, das Ersetz betressend Nacheichung der Gläser, die Haftpflicht, betreff. Sachschaden-Ersatz vom Wirt wurde eingehend erläutert. Mit dem Wunsche, noch mehrere derartig« Vorträge zu halten, schloß der erste Vorsitzende Herr M. Probst, die Versammlung und ermahnte erneut zur Werbearbeit sllr den Eastwirteoerein Wetterau.
* Friedberg, 17. März. Eine alte Bauernregel heißt: „Märzenstaub dringt Gras und Laub". Dieses Jahr scheint ober aus dieser Regel nichts werden zu wollen, denn nichts als Regen haben wir in den letzten Wochen gehabt und überall wird von Hochwasser und den dadurch entstandenen Unglücks- jällcn gemeldet. Jetzt scheint's einen Umschlag in dem Wetter geben zu wollen, denn seit langer Zeit scheint heute zum ersten Mal die Sonne vom blauen Himmel. Die Stürme in den letzten Tagen haben ossenbar die letzten llebcrbleibsel des Winters aus den Landen gejagt und der Frühling lann einziehen. Die scharfe Märzluft wird aber hoffentlich bald den Boden trotz den vielen Rcgensällen wieder abtrockncn, damit die Arbeiten in Wald und Feld, Wiese und Gürten vorwärts gehen tonnen, zumal dieselben überall noch ziemlich im Rückstände sind und wir nach Märzenstaub, Gras und Laub bekommen werden.
* Friedberg, 17. März. Die 5. Hauptversammlung der
Vereinigung Oberhessischcr Baumwerte findet nächsten Sonntag, den 22. März, nachmittags 3 Uhr, in Lich im „Holländer Hof" mit folgender Tagesordnung statt: 1)
Rechnungsablage. 2) Aufnahme neuer Mitglieder. 3) Verschiedenes. 4) Vortrag des Herrn Hofgärtner Veltc-Lich über „Herstellung von Banmgruben, unter besonderer Berücksichtigung der Verwendung von Rvmberit", statt. Alle Baumwärter sind hierzu herzlichst eingeladcn.
* E. B. Frirdbcrg, 17. März. Mit einem Familienabend schloß am 15. März die Evangelische Vereinigung dahier die Reihe ihrer lehtwintcrlichen Dcranstaltungen. Der Abend war dem Thema: „Hausmusik" gewidmet, das Herr Pfarrer Marx aus Darnfftadt in ansprechendem Vorckrag und von großen, vielseitigen Gesichtspunkten aus beleuchtete. Er hob die Bedeutung der Musikpflege durch den Einzelnen her- vor: Gesang- und Instrumentalmusik sollten mehr und mehr im Heim gepflegt werden. Angebahnt sei das schon dnrch die Schule, im weiteren durch die Gesangvereine, namentlich auch die Kirchengesangvereine, die neben dem geistlichen Lied auch dem Volkslied zu ausgedehnterer Verbreitung verhelfen Hoffnungsvolle Ansückten crössneten auch die musikalischen Bestrebungen innerhalb der Jugendvereine im „Wandervogel." Für die Hausniusik komme in erster Linie Gesang in Betracht: Gesang innerhalb des Familienkreises, zumal, wenn Instrumentalbegleitung hinzukomme, zeitige die schönsten Erfolge. Schon der Einzelgefairg könne beftiedigen: ein Eboral, der Morgen- oder Abendandacht eingefügt, sei von erhebender Wirkung. Zu einem guten Ouartcll, das Kunstgenuß biete, brauchten sich nur zwei Ehepaare zusammen zu tun, fei doch von jeher die Ehe als „harmonisch" bekannt. Ter Kindcrlieder von Dicffenbach und von Reinicke wurde gedacht, ebenso der Kindcrspielvcrse und Reigenmusik, denen erzieherischer und auch hygienischer Wert innewohne. Als Instrumente für Hausmusik ließ Redner alle Instrumente gelten, wie die Verhältnisse deren Erwerbung gestatten: von der kostbaren Harfe und Bioline an bis herab zu „der Musik der armen Leute", der Drehorgel, der Zieh- und Mundhar- n:onika. Nur die große Trommel müsse, wie Redner humorvoll anfiigte, ausgeschlossen bleiben: Blcchinstriunente seien tunlichst im Freien und immer mit Vorfickit zu verwenden — mit Rücksicht ans das, was wir von Jerichos Mauern wiffen, Hausmusik veredle das Evangelische Familienleben und niache das Heim wert und anziehend. Die Geige, die der Sohn aus den musikalischen Weihcftunden des Elternhauses mitnehme in die Fremde, bilde ein dauerndes Band mit den Lieben daheim. — Gleichsam als glänzende Wustration zu dem Vortrag, als „Propaganda der Tat" in annmtigster Form umgaben ihn anwesende Mitglieder oder Freunde der Evangelischen Bereinigung mit einer Reihe mit feinem Ge- schniack zusnmmengcstellten und vorzüglich ausgesührten Musikstücken. Zwei vierhändige Klavierstücke, von den kleinen Damen Lampas und Zatzmann allerliebst vorgetragen, bildeten den Eingang. Die Fräuleins Diener, Eckel und Hicronimus boten Lieder in ein- und mehrstimmigem Vortrag, ebenso Herr Dr. Nebel zwei Balladen von Löwe. Mehrere Arrangements für Geige, Cello und Klavier waren besetzt durch die Herren P. Diehl, Höcker, Dr. Nebel, Dr. Riedel, Lehrer Neinheimer und Lehrer Schniidt. Klavierbegleitungen führten aus Fräulein I. Grein und die Herren Seminarmusiklchrcr Höcker, Pfarrer Klebcrger. Allen danftcn die sehr zahlreich Erschienen in so begeisterten und mehrmals so lang ausgedehnten Beifallssalven, sodaß zu den 19 Nummern de? mufikalffchen Programms noch mehrere Zugaben erzwungen wurden. Der Sammelteller für das Evangelische Dcrcinshaus, mit — wie der Dereinsleiter es launig ausdrückte — „konstanter Bosheit" auch heute wieder in Umfang gesetzt, kam gefüllt zurück. Herr Pfarrer Dr. Diehl dankte im Schlußwort dem Redner des Abends, den Mitwir- kcnden und allen übrigen Erschienenen.
* Heldenbergen, 17. März. Der Betrieb der Bahnhofswirtschaft auf unserem Bahnhofe Heldenbergen-Mndecken wurde einem Herrn aus Fulda übertragen. Das Pachtgeld beträgt 1500 Mark. Die Eröffnung ersolgt am 1. April.
* Bcttcnhausrir, 17. März. Bei einer für Dr. Otto Böckel veranstalteten Sammlung ergab sicki ein erfreuliches
Ertte .1
Resultat. Sie betrug 15 M. Der Betrag wurde an De.
Böckel abgesandt.
" Franksurt ». M., 17. März. Die Eisenbahnverwaliung hat zur weiteren Bclchleunigung der Eilgütcrbefördcrung von Berlin nach Frankfurt und hierüber hinaus angcordnet, daß alle für dieses Ziel bestimmte Sendungen auf dem Potsdamer Bahnhof in Berlin aufzugeben sind. Die auf anderen Bahn Höfen Berlins aufgegebcncn Sendungen für Frankfurt usw werden bis zum 1. Mai auf Kosten der Bahn nach dem Pots damer Bahnhof übergeleitet. Rach dem 1. Mai guf diesen Sin- ttonen ausgelieserte Kollis erleiden in der Beförderung erhebliche Verspätungen.
* Frankfurt a. M., 17. März. In der Turnbelle be? Bockenheimer Turnvereins „Vonvärl?" fand ani Sonntag in Gegenwart der Vereine des Mittelrbeinkreises der deutschen Turnerschaft der vorberatende Tnrntaq für da? dies- jädrige Fcldbergseii statt. Oberinrnwart Münib-.iämbenbvra wurde für seine 25jährigen Dienste im Interesse de? Feste- mit einer Ebrengnbc ausgezeichnet. Der Antrag der Turn- grlellichaft Obernriel um Einffibrnng des Jngendtnrnens bei den Feldbergfeiten wurde abackehnt, ebenso der Antrag Hanau (Turngemeindc) auf GiMäbrung des Mitbesiim- munflsrechts des Turntages bei der Auswahl der ll-bnnaen. Das diesiäbrige Feldbergsest findet am 26. Juli statt: da? Fest 1915 soll am letzten Jnlffonntage nbgebalten werden, vorausgesetzt, daß an diesem Taae nicht das Kreistest gefeiert wird. In diesem Falle wird d-r Termin um 14 Tage früher gelegt. Für das diesiähriae Wettnrnen bestimmte man folgende llebnngen: Fünskampi, Deitkivchspruna. Stab- bachspnma, Sleinstoßen, 100 Meierlanf und eine Kärbrei- übung. Als Mindestzahl beim Vreiswettbewerb gelien 56 Punkte. Der Vöffnngenkamvf soll mft deni für da? Einrel- wetturnen vorgesehenrn Fünfkamvi verbnnd»n werden. In?- gesamt muffen mindestens 240 Punkte bei diesem Turnen erreicht werden. Der dom Obertannuskreis gestiftete Jgbn- ickild kommt in einem Eilbotenlauf zum Anstraq. Nn den diesjährigen Feldbergfest-Ausschuß wurden gewählt• Pbilivv Röbig-Rödelbeim als Vorsitzender. Theo Klebee-B-ebrich als Obmnnn, Adolf Münch-Hachenbnrg als Oberinrnwart, Wilhelm Baumann-Oberurfel als Scheiftwart und Fritz Engel-Wiesbaden als Beisitzer.
* Frankfurt n. M., 17. März. Im heiligen Geist- Hospftal bestanden zehn Schwestern die theoretische und prak- tische Prüfung.
* Hochstabt, 17. März. In dem durch seinen prima bekannten Aepfelwein und Spelerling viel besuchten Ausflugsorl Hochstadt findet im Sommer d. I. ein Fest größeren Stils statt. Der hiesige Gesangverein „Frohsinn" feiert vom 27.-39. Juni sein 50jährige, Jubiläum, verbunden mit Gcsangswettstreit Cs stehen außer dem Kafferpreis noch zwei allerhöchste Ehrenpreise sowie 3000 Mark an Geldpreisen zur Verfügung. Diejenigen Vereine, die noch nicht in dem Besitz der Bedingungen sind, können dieselben durch den Vorsitzenden, Herrn Peter Heckert 1.. beziehen. Der Delegierteniag findet am 22. März, vormittags 10 Uhr, bei Herrn Gastwirt Rauch, Gasthaus „zur Krone" statt, woselbst auch das Anmeldebureau von morgens halb 8 Uhr geöfsnet ist.
* Dörnigheim, 17. März. Auf Antrag des hiesigen Schulvorstandes vom 25. Februar d. Js. hat die Gemeindevertretung am II. d. M einstimmig beschlossen, im Laufe dieses Sommers zwei neue Schulsäle zu bauen und eine 8. Lehrerftelle, die mit dem 1. April k. Js, mit einer Lehrerin zu besetzen ist, zu gründen, Es wird somit endlich ein Uebelstand, der seit 1900 an hiesiger Schule herrscht, nämlich 7 Klassen werden von « Lehrern resp. 8 Klassen von 7 Lehrkräften unterrichtet, beseitigt.
* Usingen, 17. März. Im Krankenhause zu Franksurt starb der Landrat des Kreises Usingen, Herr Geh. Regierungsrat Beckmann. Der Verstorbene war auch Mitglied des Kommunallandtages und seit der letzten Neuwahl als Vertreter d--> fünften Nasiauiichcn Wahlkreises Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.
* Wiesbaden, 17. März. Kürzlich wurde über eine geheimnisvolle Schießasfäre in Wiesbaden berichtet. Ein hier wohnender Rentner wurde mit einer Schußwunde in der Brust aufgesunden, die ihm angeblich der stellungslose Artist Strans- seld, mit dem er in Beziehungen stand, beigebracht haben soll. Jndesten gab der Verwundete später an, sich den Schuß selbst beigebracht zu haben und Strousseld wurde darauf aus der Hast entlaste». Vorgestern nun begegneten sich die beiden Männer auf der Straße wieder und gerieten sofort in Streit. Als Stransfeld in dessen Verlauf von einem Schutzmann verhaftet werden sollte, erschoß er sich.
" Geisenheim, 17. März. Neben den 70 Dynamitpatronen, die Knaben in einer Braunsteingrube Hierselbst fanden, sind nachträglich solche noch in großer Zahl, man spricht von 60 und mehr, entdeckt worden. Die gefährlichen Funde wurden un- Ichädlich gemacht. Man forscht danach. Näheres über die Herkunft des Sprengstofses festzustellen.
Aus Starkcnburg.
* Sprendlingen, 17. März. Im Haus des Kaufmanns Will fand man ein menschliches Skelett. Es soll einem vor vielen Jahren verschwundenen 18jährigen Mädchen angehören.
* Darmstadt, 17. März. Der Großherzog und die Eroßher- zogin von Hesien haben sich mit den beiden Prinzen zu längerem Aufenthalt nach Gardone-Rivlera am Gardasee begeb-n. Der Hosmarschall von Ungern-Sternberg ist bereits vor mehreren Tagen dorthin abgereist. Der Ausenthalt ersolgt mit Rücksicht aus den Gesundheitszustand der beiden Prinzen.
Frankfurter Wetterbericht.
Voraussage: Wolkig, zeitweise Regenfälle, wärmer, auffrischende westli che Winde. ____
Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirschel, Friedberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz. Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Fricdberg. Druck und Verlag der „Reuen Tageszeitung". A.-G., Fricbbcra i. H.


