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Falschmeldung eines FlirgerunfalleS. Tie anderwärts verbreitete Nachricht, daß der Flieger Suvelak auf dem Flugplätze in Geilenkirchen abgcstürzt und getötet worden sei, ist nach der „Rheinisch Westfälischen Zeitung" nicht zutreffend, da Suvelak seit acht Tagen vom Flugplätze abwesend ist und auf dem Flugplätze in den letzten Tagen überhaupt keine Flugversuche wegen böigen Wetters stattgefunden haben.
Tcckencinsturz in einer Kaserne. Bei Reparaturarbeiten in der Kaserne des 168. Infanterie-Regiments (Frankreich) stürzte eine Decke ein und begrub 5 Arbeiter unter sich. Einer von ihnen wurde tot unter den Trümmern hervorge- holt. Weitere fünf befinden sich in lebensgefährlichem Zu- slande.
Stildcntrndrmoastrationen in Wien. Wegen Nichtbe- seitignng mehrerer von der Studenlenicktzift beanstandeter ltnzuköinmlichkeilen kam eS gestern vcrmittng an der Tierärztlichen Hochschule in Wien zu groben Demonstrationen. Ter Direktor hatte die Anstalt schließen lassen, die Sinken- ten öffneten sedoch das Tor gewaltsam und drangen in die Aula, wo sic stürmisch« Kundgebungen veranstalteten. Nach, deni die Studenten die Aufforderung, die Aula sofort zu räumen, mit Rnfen beantworteten, ste würden nur mit Gemalt weichen, ließ das Rektorat Militär konstgnieren, das in een, großen Hose de? Gebäudes feldmätzig ausgerüstet und mit ansgepslnnztem Bajonett Ausstellung nahm. Inzwischen drangen Polizeibenmte in die Aula ein und drängten die Studenten zur Tür hinaus. Mehrere Verhaftungen wurden vorgcnommcn.
«in Flieger in «engsten. Der bekannte französische Flieger Vedrincs ist in Marseille eingetrosfen, um sich nach Kairo einznschissen. Da zurzeit kein sranzösischer Postdampfer nach Aegypten abgcht, ist der Flieger, der in aller Eile absahren will, gezwungen, an Bord des deutschen Dampfers „Prinz Heinrich" zu geben. Der Flieger laust nun, da ein deutsches Schiff als deutscher Boden betrachtet wird, lbcsahr, uerhastet und nach Deutschland gebracht zu werden, da Bedrincs vor einiger Zeit wegen unerlaubten Ueberlliegens deutschen Gebietes von einem deutschen Gerichtshof zu einem Fahr Gesängnir verurteilt worden ist. Der Kapitän des Dampfers, mit dem der Flieger Rücksprache über den Fall genommen hatte, erklärte ihm: „Bon dem ganzen Zwischenfall habe ich bisher nichts gewetzt, ebensowenig von ihrer Dcrurtcilung. Es würde mir ein Vergnügen sein, Cie an meiner laset zu sehen. Wenn ich jedoch Befehl erhalte, werde ich natürlich IN der unangenehmen Zwangslage sein, sie verhalten lasten zu müsten." Trotz dieser Elklärung gedenkt Bcdriner, aus dem deutschen Dampfer die Ucbersahrt anzutreten. Vergeblich haben seine Freunde versucht, ihm von seinem Dorhaben abzubringen.
Unterschlagung. Bor der Strafkammer in Zweibrücken lalle sich der Hauptlassierer der sozialdemokratischen Partei Bayerns, (Lau Psalz, Georg Heinrich Decker aus Pirmasens, wegen jortgcsctztcr Untreue und Urkundenunterdriickung zu verantworten. Der Angeklagte wurde am 1. April 1910 zum Par. teihaupttassierer gewählt, in welcher Eigenschaft ihm 13 Unterkassierer unterstanden. Nach und nach verwendete er nun bis Oktober vorigen Fahrer etwa 2400 Marl von den Parteigel- >ern und sälschte Quittungen. Am 13 . Dezember vorigen Zahnes wurde Decker verhaftet. Das Urteil lautete auf sechs Monate Eejängnis.
Ein Stettiner Dampser vcrmitzt. Wie dl« Stettiner Reederei Emil R. Rctzlaff mrttcilt, ist ihr Dampfer „Heinrich", der »>« 17. Februar von Newport Monmouthshire nach Marseille n Sec ging, dort nicht cingetroffcn und seit etwa zwei Wochen iibersällig, so daß die Lesürchtung besteht, datz er mit der gesamten Besatzung voll etwa 22 Mann den im Busen von Bis- loya wülendcn Qrtanrn zuin Opfer gcsallen ist.
Belohnung für brave Seemannstat. Den Seeleuten, die seinerzeit an de» Rctttnigsarbeilrn des aus hohem Meere in Brand geratenen englischen Dampscrs „Bolturno" beteiligt >- arcn, sind nunmehr durch eine» Erlaß des Königs Georg Medaille» verliehen worden, Es sind über 200 Offiziere und Mannschaften ausgezeichnet worden. Unter ihnen befinden sich sieben Offiziere und 23 Matrosen vom Dampfer „Großer Kurfürst" des Rvrddculjchen Lloyd und vier Offiziere und 29 Matrosen vom Dampser „Seydlitz" dcrfcibe» Gesellschaft. Den Kapitänen des „Grotzen Kurfürst" und des „Seydlitz", sowie mehreren andcrc» Offizieren sind ferner vom englischen Handelr- r iarineamt silberne Teller mit cntsprcchcnden Jnjchrfften zum Gescheut gemacht worden. Auch die deutsche» Matrosen erhielten von deinsclben Amt je 00 Mark Bclohnnng überwiesen.
Bcrpfescht« Zuknnst. Durch eine sinnlose Zecherei hat sich der Bizeseldwcbcl Hermann Engel vom Fnsanterieregiment Rr. 21 in Thor» seine Zutuns! vernichtet. Fn der Nacht zum 12. Fanuar ging er mit einem Zivilisten durch die Straßen der Stadt Thor» und rempelte mehrere Zivilpersonen an, indem er ihnen zurics: „Einem prcutzischen Feldwebel geht man aus dem Wege!" Einen heftigen Zusarnmenstotz hatte Engel mit eine», Sergeanten, weil dieser enzeblich die Ehrenbezeugung unterlassen hatte Als der Sergeant de» betrunkene» Feldwebel aus schwere Beleidigungen einige Worte rrwidctte, erhielt er einen Faustschlag ins Gesicht, datz er ans Rase und Mund blutete, und wurde außerdem von dem Feldwebel nüt dem Degen bearbeitet. Vorübergehende Zivilperjoucn mischte» sich in diesen Skrcit, und das braryte Engel derart in Wut, datz er blindlings mit dem Degen in die Pastanten cinhied und eine Dame nicht »»erheblich ttas. Indessen hatte irgend jemand eine Patrouille ve» der Wache herbcrgeholt und Engel sollte zur Feststellung seiner Persönlichlcit mit zur Wache kommen. Cr ergriff die Flucht und setzte, als man >h» erreicht hatte, feiner Perhastung lncrgifchcn Widerstand cntgegcn. — Vom Kriegsgericht war Engel wegen dieser Ausschreitungen zu 6 Monatcn und 1 Woche Gefängnis vcrurieilt worden. Rur der Umstand, datz er bereits 10 Jahre diente, halte das Kriegsgericht dazu vcranlatzt, auf die Degradation zu verzichten. Mit seiner Berufung an das Oberkriegsgericht des 17. Armeekorps erzielte Engel das Eegcn- ietl von den,, wa-- er herbeisühren wollte. Das Obcrkrieasge- richt erhöhte die Strafe auf 7 Monate Gefängnis. lab aber zcicichjalls von einer Degradation ob.
Neue Tageszeitung, «ontag, den 18. Mär, 1814
Lcbrnsrrttuug unter schwierige» Umständen. Erst jetzt erfährt man Von der muffgcn Tat eines jungen Offiziers, der unter Hintansetzung seines eigenen Lebens einen Mann Vom Tode des Ertrinkens rettete. An einem Nachmittag war jüngst auf dem Jungsernser der Kaufmann Senf aus Berlin in den sechs bis acht Meter breiten, sehr dünn überfrorc- nen Ritz der Havel gelaufen. Er brach ein und blieb, da bei jeder Bewegung das Eis weiter brach und er jeden Halt zn verlieren drohte, regungslos auf dem Rücken liegen, sank aber doch so weit ein, daß eben nur das Gesicht hcrvorragte. Zwar sammelte sich eine große Menschenmenge am Eisrond, doch niemand wagte dem Ertrinkenden Hilfe zu bringen, so- daß der Unglückliche bald verklammte und nur noch schwache Hilferufe ansstoßen konnte. Man bemühte sich, aus zu- sammengeknüpsten Schals ein Rcttungsfeil herzustellen und vom Ufer geholte Stöcke zu reichen, ober alle Versuche blieben erfolglos. Endlich, nach langen, bangen Minuten, kam, in Begleitung eines anderen Herrn, Leutnant von Buffe vom 2. Garde Fcldartillerie-Regiment, der beim ersten Fliegcr- batnillon in Döberitz Dienst tut. Er legte sich flach auf das Eis, dem er, mittels Eisstockes, größere Tragkraft gab und kroch langsani über die Rinne. Dann reichte er dem Verunglückten den Stock bin ,um ihn daran heraus zu ziehen. Ter völlig verklammte Senf konnte sich aber nicht mehr daran festhaltcn, und so mußte Leutnant von Busse, unter den, das Eis bedenklich knackle und schkvantte, dicht an die Einbruchs- stelle hcrankriechen. Er erfaßte den Verunglückteil und zog ihn langsani auf festere Schollen. Als das Retlungswerk vollbrancht war. lohnten die 400 bis 500 Zuschauer den, kühnen Retter für die bewiesene Tatkrast und den Helden- rnn! mit brausendem Beifall.
Massenvergi, lange,!. Fn Tiflis in, tussischen Kaukasn- sind 174 Schüler der Kadettenanstolt nach dem Genuß von Kuchen unter Vergistungserscheüunigen erkrankt. Eine große Anzahl von ihnen befinden sich in Lebensgefahr.
Selbst gestellt. Der nach B-rübuug grotzrr Betrügereien, Wechsi-Ifäkschung usw. am 25. Februar mit seiner Gattin flüchtig gewordene Bürgermeister von Brückenau, Peter Reinwald, hat sich dem Würzburger Untersuchungsrlchtcr freiwillig gepellt. Er wurde in Haft genommen.
Eine Falschuui»j-r«erlstäit». Fn Feuerbach bei Stuttgari wurde auf Anzeige der Gmündeucr Polizei eine Falschmünzer- weikslättc ausgehoben in der Wohnung de, Goldarbeiler- Hcr- zcr. Dieser wurde verhaftet. Es soll sich um falsche Zweimal!- skucke handeln mit dem Münzzeichcn 6 und dem Bildnis Kaiser Wilhelm I. Die Münzen tragen die Jahreszahl 1876. Heizer mar bereits früher wegen Falschmünzerei in Untersuchung genommen worben und einer seiner Kumpane, ein Zeichner namens Seeger, hatte sich daraufhin auf dem Fttedhafe erschossen. Wie verlautet, find etzt noch zwei wettere Helfershelfer in Pforzheim und in Gmunden verhaftet worden.
Ein Berliner Ehepaar in Monte Carlo bestohlen. Dem mit feiner Gattin in Monte Carlo anwesenden Freiherr« Dr. Richard von Cckardpcin aus Berlin wurden Brillanten und Perlen im Werte von etwa 175 000 Mark in dem Augenblick aus dem Hotelzimmer entwendet, als sich der Freiherr mit seiner Gattin an, Strande bcsand.
Drahtscilatteniat in der Rheinpsah. In Freinsheim Hai die Polizei nachts entdeckt, daß ein Drahtseil über die von Automobilisten stark befahrene Straße gespannt und mit Signalen für die Attentäter verfehc» war. Mau ist dem ruchlosen Urheber des Anschlages bereits auf der Spur.
Bestrafte Kuppelei. Die Strafkammer in Breslau verurteilte den Schneider Kunz und sein« Frau wegen Kuppelei und Vermittlung junger Mädchen an Freudenhäuser in Lübeck und Bremerhaven zu zwei Jahre» Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust.
Selbstmord eines Liebespaares. In einem Garicnhäuschen III der Nähe des Friedhofes in Rcustadt (Hardi) wurden der 23 Fahre alte Mechaniker Eugen Pauli und die 15jährige E. Siuhlfauth erschossen ausgesundcn. Del junge Mann hatte zunächst das Mädchen und dann sich selbst mit einem Revolver erschossen. Es handelt sich anscheinend um eine Liebesaffäre.
Bahnnnsall. Bet Kl-inrossau (Prov. Sachsen) nberschlug sich die Lokomotive eines Bauzuges, wobei der Techniker Luders getötet und zwei andere schwer verletzt wurden. Man vermutet, datz der Regen den Untergrund gelockert hatte.
Ein bestialisches Verbrechen verübte ein Briefträger in Wjclstrup bei Hadersleben. Der Postbote Sieste erwürgte seine junge kurz vor der Niederkunft stehende Frau und hängt« sie bann auf, um den Anschein eines Selbstmordes zu erwecke». Er wurde verhaftet und gestand auch die Tat nach längerem Leugnen ein. Er gibt an, datz er seine Frau erwürgt habe, weil sie ihn zur Hebamme schicke» wollte.
Durch eine» frivolen Scherz ist in Vorhalle bei Hagen der Gießer Klein zu Tode gelomrnen. Ein jugendlicher Arbeiter der Fabrik hatte während der Mittagspause di« Starksttomlei- lung mil der Cingangsiür des Fabrikgebäudes verbunden, um dem ersten zur Arbeit, zurückkehienden Arbeiter einen Schreck cinzufange». Als Klein die Tütklinke ergriff, erhielt er einen fo heftigen Schlag, datz er tot zu Boden fiel.
Opfer des Hochwasiers. In der Rahe ertrank der 32 Jahre alte Goldschmied Otto Maurer von Oberstcin. Er geriet obcr- bolb der Stadt in die stark angeschwollene Rahe und trieb unter lauten Hilferufen durch die Stadt. An eine Rettung war infolge der starten Strömung nicht zu denken. Erst eine halbe Stunde unterhalb der Stadt konnte die Leiche geborgen werden.
Selbstmord zweier Zwälsjährigen. Aus Furcht vor Strafe stürzt» sich die 12jährige Tochter eines Berliner Kranke,classen- konttolleurs aus dem Fenster zu Tode. Das Kind war sehr diebisch, es stahl in Läden und Warenhäusern. Die Polizei legle den Eltern nahe, das Kind einer Erziehungsanstalt zu überweisen. Davon wollte natürlich die Kleine nichts wissen, in ihrer Aufregung verübte sie Selbstmord. — Buch aus E ich in Nheinhejfen wird berichtet: Das rätselhafte, spurlose Ver-
slhmindeil des l2jähiigcn Töchierchens der Arbeiters Jatob Fischer hat durch di« Auffindung der Leiche eine traurige Aus- llärung eriabren. An Neuialn batte das Mädchen sich eine
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kleine Beesehlung zuschulden «ommcn lasten und war deshalb bestraft worden. Darüber geriet das Kind in große Erregung, entfernte sich von zu Hause u»d blieb spurlos verschwunden. Da man Spuren im Schnee in der Nähe des Rhcinufcrs send nahm man an, daß das Mädchen de» Tod im Rhein geic-üi- bat Fetzt wurde von dem Straßenwärter Rösch eine Kindcsleiche i»> Rhein gelandet. Der herbeigcruscnc Vater der Vermißten, der zufällig in der Nähe des Rheins arbeitete, erkannte in der ge ländetcn Leiche sein verschwundenes Kind.
Drr Leichenfund im Prater. Tic vor einige» Togen samt ihren Kindern als Leiche im Prater ansgefimdene junge Iran ist nunmehr als die 27jährige Buchhaltcrsgattin Millca- line Elster an? Wernigerode in, Harz feftgcstellt worden, deren Mann sich im Jrrenhause befinden soll. Tie wiglück- liche Frau hatte sich bekanntlich mit ihren Kindern, zwei Mädchen, durch Zyankali vergiftet.
Selbstmord eincr Frau im Automobil. Als am Frei- tag ein Chauffeur eine gntgekleidete Frau nach Dietlingen fuhr, gab ihm die Frau einen Brief zur Besorgung. Dabei machte der Chauffeur die Beobachtung, daß die Frau krank geworden war und vermutlich Gift genommen hatte. Rasch entschlossen fuhr er sic nach dem Städtischen Krankenhaus. Unterwegs aber starb die Fra» bereits. Durch ärztliche Untersuchung wurde fcstgestellt, daß die Frau Lysol getrunken hatte. Es handelt sich lim eine Witwe namens Emma Hummel, deren Mann in Amerika, wohin sie ansgeloandert sind, verstarb. Ihren seitherigen Aiffenthalt hotte die Iran in Gräfenhausen.
Mißglückter türkisrhrr Flug. Das türkische Flugzeug, das von dem Kapitän Sakim Bey gesteuert wurde »nd den Fing Konstantinopel—Kairo ausfiihren wollte, stürzte vorgestern morgen um 9 llhr bei Edrcund a, s dem Wege nach Smyrna ab. Sakim Bey und sein Fahrgast blieben glück- licherwcise unverletzt. Der Apparat dagegen wurde völlig zertrümmert. Es ist dies bereits der dritte mißglückte Versuch von der türkischen Hauptstadt nach Kairo mit einem Aeropla» zu fliegen.
Selbstmord drs Räubers aus der Sunrczstraßt. Der! Arbeiter Otto Heyer, der den Ranbübersall auf die Frau Wolter in der Snarczstraße zu Charlottcnburg begangen hak, ist gestern iu> nahen Walde als Leiche aufgefunden worden, Bei de, Leiche lag ein Zettel, in dem Heyer behauptet, nicht der Täler zu ipins er nehme sich ans Furcht vor der llntcr- suchungshast das Leben.
Mysteriöser Vorfall aus dem Moabiter Exerzierplatz. In der vergangenen Nacht benierkte der Posten, der zum Schutze des Fahrzeugschuppens auf dem Moabiter Exerzier Platz ausgestellt ist, wie ein Mann aus einer Türe des Jlug- zeugschuppens hercwslicf. Der Posten rief den Unbekannte» lorschriftsoiäßig dreimal an und als dieser nicht stehen blich, gab er zwei scharfe Schüsse ans diesen ab, die jedoch anscheinend fehl gingen. Trotz sofortiger Verfolgung des Flüchtigen war dieser verschwunden. Die Türe des Schuppens, die sonst verschlossen ist, fand man nach deni Vorfälle weit offen stehen.
Sturz ans dem v-Zug Posen—Berlin. Auf der Fahrt von Posen noch Berlin hat sich am Freitag früh bei Posen die L8jährigc Musiklehrerin KaNsta Gerastymowna aus Petersburg m,s den, v-Zuge gestürzt. Sic wurde schwer verletzt ins Stadllazarett gebracht.
Feucrsbrünfte in Thüringen. In der gestrigen Nacht wurden durch ein Großfcuer in dem Dorfe Höngeda bei Mühlhausen acht Bauerngehöste und eine Gastwirffch.fft vollständig cingeäschcrt. Der Schaden wird auf 100 000 .# ge- schätzt. Ein Feuerwehrmann erlitt schwere Brandwunden.
Selbstmord eines dentschen Offiziers. I» Riva kam ein junges Paar, das fich in einen, Hotel cinlogierte und späte» mit einem Boot auf den See hinausfuhr, an. Plötzlich bemerkten Fischer, daß fich die Jnsaffen in den See stürzten. Hisse kam zu spät und beide ertranken. Aus hinterlassene» Briefen geht hervor, daß es fid? um einen rcichsdentschen Offizier und seine Geliebte handelt.
Aus den Alrafiiliilm
Kreis Fried der fl.
Friedberg, den 5. März 1014. Betr.: Ermittelung des Durchschnittsgewichts von Schlachl- lieren im Jahre 1914.
Das Großh. Krcisamt Frirdbrr«, an de» Herrn Bürgermeister der Stadt Friedberg, die Großh. Bürgermeisterei«» des Kreises »nd Großh. Polizei- auit Bad-Nauheim.
Sie wollen den Fleischbeschoncrn Ihrer Gemeinde» Folgendes Mitteilen:
Auf Veranlassung des Reichskanzlers solle-, im Kalenderjahr 1914 Ermittelungen über das TnrckstchnittSgcwicht der Schlachtticre stattfinden: diese sollen als Grundlage für die FleischverbrauchSberechnnng für das deuffche Reich gelten. Auf Anweffung Großh. Ministeriums des Innern beauftragen wir daher die Flcischbeschaucr, in möglichst zahlreichen Fällen Erhebungen über das Schlachtgewicht der ihrer Beschau unterworfenen Tiere vorzunehnien.
Bri den Fcststcllungen muß mit möglichst Sorgfalt und Genauigkeit borgegange» werden. Es dürfe» daher bei de» Erhebungen nur die durch Wägung ermittclten Gewichte, nicht geschätzte Gewichte berücksichtigt werden.
Die Gewichtsernüttelungen hoben sich nur ans du? Schlachtgewicht, d. h. das Gewicht des ansgeschlachteten Tier- körpers, zu erstrecken. Sie sind nach Möglichkeit auch auf die Notjchlachtungcn und auch aus die Hansschlachtungeii, di» auf Grund besonderer Vorschrift«" der Beschütt »ntkrlicgen, ansrndebnen,


