Sir. «3
i ; ;ii im letzten Jahre die Löhne um 7 Millionen hcrunterge-
drii.it.
Obcrbcrghauptmann v. Belsen: Daß wir im Saar-
reoler Hungerlöhn« zahlen, ist nach den mir vorliegenden An- V-H'-cn nicht richtig. Aus den Kops der beschästigtcn Leute zahlten mir 1811: 1329, 1912: 1391, 1913: 1361 Mk. Wir würden gern noch höhere Löhne zahlen, aber im Vorjahr haben wir im Saargebict mit plus minus lleberschutz gearbeitet. In Rhein- land-Westfalcn zahlen wir allerdings wesentlich höhere Löhne.
Abg. Dr. Herwig (Rail): Daß die Löhne im Saar-
rcvier niedriger sind als im Nuhrrcvier, liegt an dem Unterschied der Bcrhältniffe. Die Unlosten sind an der Saar größer, die Verkehrswege ungünstiger. Die Bergleute an der Saar sind tüchtige lönigstreuc Arbeiter, man sollte auch etwas füc sie tun. Auch müßte man sich der Erubcnhandwcrlcr annehmcn, die noch schlecht gestellt sind.
Abg. Dr. Elattseltcr (Ztrj: Tie Arbeiter an der
Saar hätten ganz gut etwas mehr bekommen können.
Abg. A l t h o s s lNatl.s: 1909 betrug im Bezirk Dortmund die gesamte Lohnzahlung 440 Millionen Mark, 1913 aber 072 Millionen, das ist eine Steigerung von jast 90 Prozent. Hieraus geht hervor, daß auch di- Arbeiter ihren vollen Anteil hatte», an der günstigen Konjunktur.
Die Debatte schließt. Die Besprechung wendet sich dem Knappschaftssragcn und Fragen der Bauprämien und Bandar- lchc» zu.
Ans der Heimat.
• Fricdbcrg, 16. März. In der Zeit vom 1. April bis einschließlich 3t. Oktober werden di- Fahrten des Kraftwagens Fricdbcrg—Staden: ab Fricdbcrg 8.09 Uhr abends und Staden- Friedberg, ab Stade» 6.19 Uhr vormittags wieder ausgesührt.
• Stcnogrophisches. I» de» lagen vom 29. bis 29. Juli hält der Deutsche Stcnograxhcnbund Gabelsberger seinen 10. Deutschen Stenographcntag in Düsscldors ab. Aus de» verschiedenen Gegenden Deutschlands werden Sondcrzüge eingerichtet, da aus eine Beteiligung von 5000 Jüngern der Schncllschrist gerechnet wird. Eine besondere Anziehungskraft wird das große Bundeswcttschreibcn in Abteilungen von 120 Silben auswärts ausüben, weshalb dasür 10 Schulhäuscr vorgesehen werden. Erstmals soll auch ein Wettschrciben ftir die Uebertragunge» des Gabclsbergschcn Systems aus sremdc Sprachen stattfinden. Da das Eabelsbergschc System von den Regierungen mehrerer deutscher Staaten amtlich ringesührt ist, werden auch wieder Rcgicrungsvertreter an den mehrtägigen Verhandlungen teil- nehincn. Bi» jetzt haben sich vom hiesigen Stenographenvcrein ä Teilnehmer am Stenographcntag gemeldet.
ihn Hessen-Nassau.
i ' * Griesheim «. M., 14. Mürz. Zu den Unterschlagun
gen des Dr. Geitzenberger melden sich jetzt zahlreiche Ge» schästs» und Privatleute, die dem Herrn Summen in Höhe von 50 M bis 10 000 M borgten. Wie hoch diese Gelder sich beziffern, wird sich kauin feststellen lassen, da mancher der Gläubiger aus begreiflichen Gründen seinen Verlust gar nicht dem Gericht bezw. dein späteren Konkursverwalter an- meldct.
* Griesheim a. M.< 14. März. Der Haushaltsplan der Gemeinde für 1914 sieht eine Stenererhöhling um 10 Prozent vor.
* %. Usingen, 11. März. Kürzlich tagte in Ziegenberg ein« Versammlung von Interessenten an der projektierten Eisenbahnlinie Nauheim—Usingen. Der Leiter der Versammlung, Bürgermeister Kaiser Nauheim erstattete zunächst einen Bericht über die Verhandlnngen mit de» maßgebenden Behörden und Persönlichkeiten, woraus Bürgermeister SchUring Usingen eine Erläuterung über das Projekt Usingen—Anspach bezw. Niedernhausen—Idstein gab. Beide Redner befürworteten die projektierte Bahnlinie Nauheim—Ufingen, welche im ganzen auf dem südlichen Usauser lausen soll, und führten als besonderen Grund zur Anssührung dieses Projektes die geringen Kosten, welche dieser Bahnbau verursachen würde, ins Feld. Im Laufe der Debatte wurden verschiedene Ansichten laut und besonders die drei folgenden Projekte erörtert: 1) Die Verbindung Bad-Nauheim—Ufingen durch das Ufatal. Diesen Plan vertraten vor allem Bürgermeister Kaiser-Nauheim und Echü- ring Usingen. 2) Die Verbindung Bad-Nauheim—Zicgenberg, Eransbcrg. Psassenwiesbach—Wehrhcim. 3) Die Verbindung Bad-Nauheim—Usingen nördlich der Ufa über Nieder- und Obermöllen, Langenhain, Wernborn, Ejchbach. Das «rstge- iiilnnte Projekt Nauheim—Usingen durchs Usatal berührt auf rrcußischer Seite, abgesehen vom Endpunkte Ufingen, unmittelbar keine Gemeinde. Es würde für die meisten interessierten Orte leinen Nutzen mit sich bringen und dient- hauptsächlich den Ausslüglcrn »nd Kurgästen von Bad-Nauheim: die Ren- labilität dieser Strecke wäre geringer als die der beide» ande- iweil ein größerer Güterverkehr nicht zu erwarten ist. Bes- ler märe schon die Verbindung Bad-Nauheim— Wehrheim, da j e doch wenigstens die Orte Eransberg und Pfaffenwiesbach berücksichtigt. Schade wäre es allerdings, wenn die nördlich der Ufa gelegenen Orte wie Langenhain, Wernborn, Eschbach, s-'wie Fauerbach, Münster, Maibach, Michclbach ausgeschaltet würden. Wäre die nördliche Linie teurer, so würde doch ihre tieniabilität größer sein, da die große Anzahl der interessierten Gemeinden, ihre gesamte Scclenzahl, ihr Umsatz eine Garantie jür regen Personen als auch Güterverkehr bietet. Aeußcrst trircmdend war es, daß man von diesen Orte» zum Teil keine Vertreter eingclade» hatte. Einem Vertreter einer solchen Gemeinde wurde das Wort leider nicht erteilt. Es wäre kurzfich- lig, wollte man in dem allerdings begreiflichen Wunsche, möglichst bald die Bahn gebaut zu sehen, die Interesse» der nördlich der Ufa gelegenen Orte unberücksichtigt lassen. Die Haupt- sirchc durste doch nicht sein, daß die Linie möglichst schnell, sondern, dan sie rentabel und zum Nutzen möglichst vieler Ecmein- den gebaut werde. Die „schassenden Stände", Arbeiter und Landwirte in den genannten Orlen dürsten wohl eine Bcrück- sichltgung ihrer Wunsche erwarten. Welche Vorteile würden sich aber auch für die Usingen Geschäftswelt ergeben, wenn dis Dördlich der Ufa geiraciien Orte dupch eine Babn.in einen 4 >oä>
Neue Tageszeitung. Montag, de» 1«. Mckrz 1914.
regeren Verkehr mit Usingen kämen. Aus alle diese Jnteresicn nimmt das Projekt Bad-Nauheim—Usingen durch's Usatal keine Rücksicht. Kein Wunder, daß ein großer Teil der Versammlung diesem Plan wenig Sympathien abgcwinnen konnte. Der Leiter der Versammlung verzichtete am Schluffe aus seinen Wunsch, daß abgestimmt würde. Das Resultat der Abstimmung hätte sicherlich gezeigt, daß das Usatalprojctt seitens vieler interessierter Gemeinden abgelehnt wird. Diese Gemeinden werden zweifellos ihre Wünsche zur Kenntnis der maßgebenden Instanzen bringen.
* Niederems i. T., 14. März. Ai der Dienstag Nacht wurden hier zahlreiche Wäschestücke, die in einem Garte» hinge», znin Teil gestohlen, znm Teil beschinntzt »nd zerrissen. Einem Frankfurter Polizeihund gelang es noch am nächsten Nachmittag den Spuren des Diebes zu folgen rind diesen in der Person der Witwe Bastian zu stellen.
* F. C. Eltville n. Rh., 14. März. Der Magistrat der Stadt Eltville hat beschlossen, sänitliche Arbeiten und Liefe- runge» für den Erweiterungsbau des Städtischen Krankenhauses dein Vaumiternehnier August Wißmann zu Eltville
0. Rh., Gartenstraße 6, zu übertragen.
* F. C. Von der rechte» Rhcinnfcrstratzc, 14. März. Nachdem im Jahre 1912 die Landespolizeiliche Prüfung deS Entwurfes der rechten Rheinnferftraßc in den Gemarkungen Atzmannshanfen, teilwkife in der Gemarkung Lorch, in Lorchhausen, Eaub, St. Goarshaufcn stottgcfunden, für die Gemarkungen Rndesheim und Lorch das Prufnngsverfahrcn im Gange war, hatten bei der Landespolizeilichen Prüfung die Rheinstrombnuverwaltuiig und die Eifenbahnverwal- inng Gelegenheit, zu dem Entwurf Stellung zu nehmen. Verschiedene Fragen wurden hierbei geklärt und mau war sich darüber fchlüfsig, daß eine erleichterte Durchführung des ganzen Bauplanes ermöglicht werde. Im Laufe des Jahres 1913 hat sich der Staat dazu verstanden, unentgeltlich die Leimpsadflächcn abznkreten und das sonst zum Ban notwen- dige Gelände zu dem Betrage von 30 M pro Ar zur Der- sügimg zn stellen, die Uferbefestigungen zu unterhalten, während die ' Unterhaltung der Stützmauern an den Böschungen des Eiscnbahnkörpers, die neu angelegt oder erweitert werden, durch die Eisenbahuverwaltung erfolgen soll, so daß der Landrsausschnb in seiner Sitzung im Oktober v.
1. einem neuen Plane, der ein neues Programm für die Finanzierung und die Ausführung des Nheinnferstrahcnpro. jekts vorsieht, zustimmte. Danach soll der Ausbau der Straße im Rheingaukreis al Vinizinalweg nach dem ausgestellten Entwürfe ansgefiihrt werden mit einem Kostenaus- wand von 300 000 ,< Im Kreise St. Goarshausen sollen die bestehenden Dizinalwege im Zuge der Rheiniikeistiatze obne Liiiienänderung und ohne Aendermig der Breitcver- lsältnissc hergestellt werden mit einem Kostciinufwand von 135 000 ,M. Für den wichtigen Durchgangs- und Antonio- bilverkchr soll von Wellmich ab nach Tachsenhausrn eine Höhcnstrabc als Vizinalweg gebaut werden, bei 300 000 M Kostenaufwand. Da der Enlioiirf des Teiles der Rhein- Uferstraße, der im Rheingaukreis läuft, endgültig festgelegt ist und die Landespolizeiliche Genehmigung gesunden hat, und nur noch einige Schwierigkeiten hinsichtlich der Fman- zicrnng der Strotze im Kreise St. Goarshansen bestehen, die aber bald ihre Erledigung finden dürsten, so ist zu Höften, datz im Lause dieses Jahres niit dem Bau dieser wichtigen Verkehrsader, die eine direkte Verbindung zwischen Frankfurt a. M. und Köln rechtsrheinisch und rcchtsmainisch her- stellt, begonnen werden kann.
* Ans dem Rhcingau, 14. Marz. Das akute Thema der gemeinschaftlichen Bekämpfung der Geißel der Winzer, des Heu- nnd Eaucrwurmes, wird zur Zeit im Rheingaucr Wcinbauge- biet und darüber hinaus eifrig ventiliert. Auch in der abge- haltcnen Versammlung des Rheingaucr Wcinbauvsreins, Ortsgruppe Eaub, in Caub wurde bei reger Beteiligung dieses Thcnia behandelt, lieber die Bekämpfung der Rebfchädlinge, insbesondere des Heu- und Cauerwurmcs, ließ sich Kreis Obst- nnd Weittbaulehrer Biermann-St. Goarshausen aus und machte daraus aufmerksam, daß selbst die Natur dem Heu- und Saucr- wurm nicht beizukommen vermöge, denn trotz des strengen und sehr kalten Winters hätten die Puppen in ausgezeichneter Form den Winter durchgebracht, ohne auch nur den geringsten Schaden g» nehmen. Dies zeigte er an Reben. Da also selbst höhere Gewalten diesem Schädling nicht beizukommen vermöchten, gehörten außerordentliche menschliche Kräfte dazu, ihn zu vernichten. Er brach sodann für die mechanische Bekämpfung eine Lanze, da er sich von der chemischen insofern keine Versprechungen macht, als die Winzer schon bei Bekämpfung der Pilzkrank- heiten schwer zum Spritzen zu bewegen find. Der Königliche Weinbaudirektor Ceheimrat Czeh Wiesbaden gab die bei der Domäne mit der mechanischen Bekämpfung insbesondere mit dem Mottensang geniachten Erfahrungen bekannt und empfahl eindringlichst den llebergang zu dieser Bclämpsungsart. Aus Grund einer Anweisung des Landwtrtfchastsministeriums werde er im laufenden Jahre mit verschiedenen Bekämpfungsmitteln große Versuche anstcllcn. Verwalter Straßner-Rüdesheim sprach der chemischen Bekämpfung vor allem mit Eolazin das Wort. Er sei kein Anhänger der mechanischen Bekämpfung, denn er habe die völlig fehkgcschlagenen Versuche damit im Distrikt Rodland in der Gemarkung Rudcsheim mitgemacht, die feiner Zeit von der Königlichen angestellt worden feien. Die Befürchtung, daß bei der NikuAnbekämpsung die Weine einen Tabakgcschmack annehmcn, sei irrig. Dies könnte höchstens bei Verwendung nicht reinen Nikotins eintrcten. Von Mottensand, wie es die Domäne vor allem mit Schülern betreib», könne in der Gemarkung Caub bei ihrem auhcrordeutlich steilem Gelände überhaupt keine Rede sein. Bürgermeister Schmidt Eoub ließ sich hieraus über Maßnahmen zur Bekämpfung des Hcu- und Sauerwurmcs aus und gab bekannt, daß die Gemeinde Caub das aus sic entfallende Drittel Kosten bei der Rcbschäd- lingsbekämpsung tragen wolle, ober auch teilweise die Kosten sär Bekämpsungoarbeiten gegen den Heu und Saucrwurm. Als Arbeiten und Einriäitunuen leien dabei voraclcbc»: Cin-
________Seit« X
ieilUHfl der Gemarkung Lorch in Bezirk- von je 40-50 Größe. Zur lleberwachung dieses ist die Anwerbung von bis 20 Aufsehern und eines Oberaufschers nötig. Zur gegcbc
neu Zeit werden die Bo".' npsungsarbcitcn bekannt gemach' Beteiligt sich einer an di>- n Arbeiten nicht, so führt die ft,.. meinde die Arbeiten aus, erhebt aber von dem, der dazu in fc C£
ünfle ist, die Kosten, bei Unbemittelten übernimmt sie die k" ineinde. Die zum Spritzen erforderliche Brühe stellt die Siadl zur Verfügung. Als Sommerbekämpfungsarbciten seien vorg-, sehen gewesen, Fangen der Motten, Ausbürstcn der Gescheine Auslesen der sauersaulen Beeren. Rach dem heute Gehörig müsse aber die erste Art der Conimerbelämvfung in Wegfall kommen. Auf das Auslesen der sauersaulen Beeren könnten ge, gcbencnsalls Prämien ausgcsetzt werden, sodaß sich die oorge- nominelle Arbeit auch nach dieser Richtung lohne. Sied^m Weingutsbesitzer Kloß-Caub vorgcjchlagen, die Stadt solle di- Arbeiten striltc durchsühren lassen durch loloniienweises Be gehen der Weinberge und die eiitstandenen Kosten dann pro zentualiter von den Beteiligten erheben, cnijpann sich eine i«.n Debatte, durch die sich wie ein roter Faden die Undurchführbar keit beider Pläne zog, da vor allem infolge der hier sehr aus- dlühciiden Schiefcrindustrie es an Arbeitern mangele, da dien in der Erubc mehr als im Weinberg verdienten. Die Per. sammlung beschloß, den Antrag Schmidt, mit dem sich die Stadtverordnetenversammlung bereits im Prinzip einverstanden er klärt hatte, und den Antrag Kloos zur nochmaligen Beratung vor das Stadtplcnum zu bringen.
* F. E. Allcndors y. d. Eder, 14. März. Dem Ham mir- schmied H. Arnold ans der nahen Kröge wurden drei Finger der rechten Hand aniputiert. Arnold hatte sich eine ganz nnbedenlendc Wunde an einem Finger zngezogcn, die nach kaum zwei Tagen Blnlvergistimg herbeiführte
Der Fremdenlegionär.
Im fernen Lande steh' ich hier aus Posten,
Des Werbers Tücke brachte mich hierher, —
Den Leidenskelch zur Neige ausznkosten.
Rach Afrika a!s Fremdenlegionär.
Schlägt auch wie wild mir manchmal das Gewiffcn, Treibt auch die Scham das Blut mir ins Gesicht —
Das Band der Treue Hab ich selbst zerrissen,
Vergehen Vaterland «nd Mannespslicht!
Ihr deutschen Brüder dort in der Kaserne,
Ich denk' an euch, wenn ich hier einsam steh!
O Vaterland, du teures in der Ferne,
Wer weiß, wer weiß, ob ich dich wiedcrseh!
Und wenn das Schicks«! mir cs hat beschicden,
Daß ich aus srcnider Erde sterben sollt.
Dann, lieber Gott, verzeih dem Lebensmüden,
Der in der Ferne steht in fremdem Sold!
Beschütze auch die braven, deutschen Brüder Die ihrer Fahne treu in Freud und Leid, —
Und grüße mit die Heimat immer wieder,
Die ich »ergeffen tonnt' nur kurze Zeit!
Steh ich auch hier als Söldner der Franzosen,
Deutsch bleibt das Herz! Deutsch bleibt es unverwandt! Und wenn im Kampf es von dem Schwert durchstoßen — Mein letzter Seufzer gilt dem Vaterland!
Ans aller Welt.
Unter Giftmordvcrdacht. Wie der Berliner „Lokal'N- zeiger" erfährt, ist gegen den nach Verübung zahlreicher Cr- densschwindeleicn in Paris verhafteten Hans Branco ans Berlin, jetzt der Verdacht nusgetancht, daß er den Tod seiner Frau, einer Tochter des bekannten Hoftifchlermeisters GroschknS ans der Landsbergerstraßc 25.-20 in Berlin ge> waltsam herbcigejührt habe. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat deshalb an die Pariser das Ersuchen gerichlet, Branco nach Berlin auszuliesern. _
Verbrüht. Ein tragischer Unfall hat sich in der Spinnerei von St. Epin zugetragen. Ein 68jährigcr Färberei- arbeiter war in Geincinschaft mit seinem Sohne beschäftigt, ans einem grotzcn Kessel Baumwolle herauszuziehcn. Plötzlich verlor der Sohn das Gleichgewicht und stürzte in den Kessel, der mit kochendem Wasser gefüllt war. Dcr Vater eilte seinem Sohne zu Hilfe und zog ihn mit grotzer Mühe heraus. Aerztliche Bemühungen waren vergeblich. Ter Der- rmolücktc erlag kurz darauf den erlittenen Brandwunden.
Sittlichkcitsattcntate. In dcr Nacht zuni Millwoch drang dcr 17jährige Pierre Mare in die Wohnung der Wwe. Eariru in Rennes ein, und versuchte die Frau zn v.-rge- waltigcn, Da sie Widerstand leistete, zcrschnietlerle er ihr mit einer Flasche den Schädel. Die Frau erlitt einen schweren Schädelbruch und liegt hossnungsloS darnieder.
:r Wüstling wurde verhaftet. ^ ;
Tausend Zeugen in einem Falschinüiizcrprozes,. o»
arschau beginnt ein Sensafionsprozeß gegen 74 Falsch- ünzcr, die in Nizza, Sibirien und Warschau falsche? Pa- crgeld absetzten. Der Prozeß soll etwa drei Monate l» ispruch nehmen. Es sind über Tausend Zeugen hierzu
laden. , „
Attentat aus einen Eiscubahnzug. Gestern abend wnr- n in Anrillac zwei Arbeiter verhaftet, die auf die Schienen- ecke von St. Flour nach Brionde große Felsstückc.gewalzt tten, um einen Zug znm Entgleisen zu bringen. D-r-Lo- motivsührer bemerkte das Hindernis rechtzeitig und zog > « cemsc an. Trotzdem fuhr die Maschine auf die Steine am id wurde am Vorderteil schwer beschädigt.
Die Laufbahn als Scrolsizicr. Soeben ist eine Bcrsugnn» s preußischen Kultusministeriums an die höheren zangen, nach der jungen Leuten, die die Secoffizierlausboyn greifen wollen, und die eine Bescheinigung über die tifo 0< imeldung beibringen, gestattet werden soll, das Abitur,rne amen nach einem halbjährige» Besuche de. Oberprima ab ck ,en. In diesem Falle sollen den Prüflingen 'ntsprechnw ilderc Bedingungen gewährt werden, als sic bei dem r». - den Abitnrientcneiamcn gelten,


