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Beilage zurNeuen Tageszeitung.

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Freiiag, den 13. März 1914.

7, Zatjrgttnn

Gedenktage.

13. März. 1821 H. Gruson, Erfinder der Hartgußgranatcn, geb., Magdeburg. 1823 Bürgermeister O. Gilden- meistcr, Shakespearc-Uebersetzer, geb., Bremen. 1904 Gefecht bei Ovikokurero (Südwcst-Afrika).

Ans der Heimat.

* Holzheim, 12. März. Am letzten Samstag Abend hielt die hiesige Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzge- »ossenschaft im Rathaussaale ihre ordentliche Generalver­sammlung ab. Direktor Weh erstattete den Geschüstsbcricht und stellte dabei fest, dag trotz des für das Genossenschafts- wesen im allgemeinen so unglücklichen Jahres 1913 sich un­ser Verein nach alle» Seiten hin günstig weiterentwickclt hat. So hat sich der Gesamtumsatz von im vorigen Jahre 90000 .M auf 65 000 M gehoben, auch bezüglich der Mit­gliederzahl konnte fcstgestellt werden, das, dieselbe sich nicht verringert, sondern das; für da? laufende Jahr sogar schon wieder Neuanmcldungen erfolgt seien. Der durch den Zu- snmnienbruch der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank Darmstadt und der Hauptgenossenschaft Friedberg für den Verein entstandene Verlust in Höhe von 4630 ist durch den im letzten Jahre gemachten Reingewinn von 1230 ,M, dem au? 1300 ,M, bestehenden Reservefonds sowie durch Ab- schreiben von 2000 M G.'schäftsgnthaben gedeckt, ja Ivir bc- halte» sogar noch weitere 1000 M Geschäftsguthabcn, so das; es ohne weitere Einlagen möglich ist, auf gesunder Grund­lage weiter zu arbeiten. Auch bei der darauf vorgenomme­nen Vorstands- und Aussichtsratswahl, konnte ,an wahr- nelnncn, daß in unserem Verein der Grundgedanke des Ge- nossenichaftswesenS:^Einigkeit macht stark!" weiter gepflegt wird, denn die auSschcidenden Herren Georg Philipp Jäger und Konrad Zeih IX. wurden einstimmig wiedergewählt. Der Verein wurde bereits im Vorjahre in eine Genossen­schaft mit beschränkter Haftpslicht umgewandelt. Nach Schluß der Generalversammlung wurde für den alten Vor­kämpfer unserer Baucrnsache, den unverschuldet in Not ge­ratenen, alt und krank gewordenen Iw. Böckel. eine Sanim- lung veranstaltet, welche eine sehr ansehnliche Smume ergab.

* Frankfurt «. M 12. März. Dir Grwinnziehung der Frank­furter Pferdelotterie findet im Anschluß an di« diesjährige Frankfurter Herbst Pferdeausftellung bereits am 8. April statt, Wie erinnerlich, sind di« Gewinne gegen früher wesentlich ver­mehrt worden, besonders erwähnt sei, daß unter sieben komplett bespannten Wage», die u. a. zur Verlosung kommen, ein mit zwei schweren Pferden bespannter moderner Geschäftswagen als 4. Preis vorgesehen ist. Die weiteren Gewinne bestehen aus 50 edlen Reit- und Wagenpferden und vielen leicht verwendba­ren Silbergcgenstände». Die Lotterie ist im ganzen Königreich Preußen, im Großherzogtum Baden, in den großherzoglich-heff. Kreise» Friedberg, Ojsenbach, Bingen, Alzey, Worms und Mainz und in den Reichslanden Elsaß-Lothringen behördlich genehmigt.

Heilen-Rosiau.

* Hanau, 13. März. Der 17 Jahre alle Georg Blumöhr von hier hat sich im Abort de» Aschassenburger Bahnhofs er­schossen. Nervöse Uebcrreizung hat dem jungen Mann den Revolver in die Hand gedrückt.

* Höchst «. Bl., 13. März. Der Fabrikarbeiter Heß in Sos- enheim verging sich dort vor kurzem an einem kleinen Mädchen.

S Monate Gefängnis verhängt« deshalb die Strafkammer in Wiesbaden über den bedenklichen Kinderfieund.

* m. Bommcrshrim, 13. März. Bei der hier stattgc- habten Gemeindevcrtreterwahl siegten in der 3. Abteilung die Bürgerlichen gegen die Sozialdemokraten, in der 2. Ab­teilung die Bürgerlichen gegen die R. F. S. W. Vereini­gung, in der 1. Abteilung waren den Bürgerlichen keine Gegenkandidaten ausgestellt.

Bad Homburg, 13. März. Der Kreisausschuß des Ober- taunuskreises hatte zur Bestreitung der nicht durch Einnahmen gedeckten Ausgaben für das Rechnungsjahr 1914 eine Erhöhung der allgemeinen Krcisabgab« von 3 auf 4 Prozent im neuen Haushaltsplan vorgesehen und hiervon de» Kreistagsmitglie­dern bereits Kenntnis gegeben. Auf Grund dieser Eröffnung nahmen verschiedene Gemeinden bereits entsprechende Aende- rungen in ihrem Kommunaletat vor. Jetzt stellt es sich nun heraus, daß bei der Ausstellung des Kreishaushaltsplans ein zu geringes Steuersoll von mehreren tausend Mark eingesetzt wurde. Infolgedessen ist die Krcissteuererhöhung von 3 aus 4 Prozent nicht erforderlich. Den Kreistagsmitgliedern und Ge­meinden ist durch ein entsprechendes Rundschreiben des Land­ratsamtes bereits Mitteilung von der erfreulichen Tatsache ge­macht worden. Auch die Gemeinden können nunmehr das er­schütterte Gleichgewicht ihres Etats wieder Herstellen.

* Seulberg, 13. März. Der IG. Eauturntag des Feldberg Gaues der deutschen Turnerschast fand am l. März in Seul­berg statt. Um t Uhr wurde derselbe durch den Gauvcrtreter Heim, Homburg, eröffnet. Die Gesangsricge des Turnvereins Seulberg trug bei Eröffnung des Turutages einen Bcgrüßungs- chor vor. Pon Seiten des Ortsausschusses für Jugendpflege in Seulberg begrüßte Herr Lehrer Bender den Turntag und wohnte den Verhandlungen bei. Erschienen waren die Mit­glieder des Gau- und Turnausschusses und 42 Vertreter von 25 Eauvereinen. Aus dem Eeschästsberichte für das Jahr 1913, den der Gauschriftsührer Egger, Seulberg, erstattete, ist zu entnehmen: Der Gau zählt heute 29 Vereine mit 1780 über 14 Jahre alten Vereinsangehörigcn, mehr gegen das Vorjahr 98. Die Zahl der steuerzahlcnden Mitglieder ist von 1259 auf 1389 gestiegen, also ein Zuwachs von 121. Aktive Turner sind es bl», davon 318 Zöglinge. An der Leitung des Turnens in den Vereinen sind 79 Vorturner beteiligt. Geturnt wurde in 2021 Turnzeite» mit einem Ecsamtbejuche von 33 803 Turnern. In» Heer sind 84 Turner etngetretcn, 20 mehr wie im Vorjahre. Gauturnwart Sauer, Homburg, berichtet dann über den Turn- betrieb im verflossenen Jahre. Es fanden 8 Vorturnerstunden vom Gau statt mit einer Tellnchmerzahl von 244. Wetter be­richtet er noch über den Verlauf de» Zögltngsturnens in Ober- retfenberg und des Gausestes in Psafsenwlesbach, welche einen bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung des Gaues zeigten Eaujptelwart K l ä r n « r, Laubach, berichtet über den Spiel- betrteb des Gaues, der trotzdem er erst kurz eingeführt ist, doch schon eine Beteiligung von 15 Vereinen zählt. Der Kassenbe­richt zeigt einen Eingang von Mk. 811.87 und Ausgang von M. 704.43, sodaß ein Ueberschuß von Mk. 97.44 verblieb. Einzelne Punkte der weiteren Tagesordnung, die angenommen wurden, sind: 1) Eine Unfallversicherung der Zöglinge; 2) Die Dereins- rtegen brauchen in den einzelnen Schwierigkeitsstufen nicht mehr die gleiche Anzahl Turner zu haben, doch dürfen in der Unterstufe nicht die doppelte Anzahl Turner wie in der Ober­stufe turnen. 3> Vereine, die unentschuldigt der Eauvorturner- stunde sernbleibe», erhalten bei der Wertung der Vercinsriege einen Punkt gekürzt. 4} Die Diplome für Eaumeisterschafts-

Spicle stellt in Zukunft der Gau. 5) Die Vereine haben bis zu 50 fleucrzahlcndcn Mitglieder zwei Vertreter, von 50 bis 100 einen dritten Vertreter und für jede weitere Hundert, wenn die Zahl 50 überschritte» wird, einen weiteren Vertreter für den Turntag. 8) Als Festtage für das diesjährige Eauturn fest in Seulberg werden der 25. bis 27. Juli angenommen. 7) Die Wahl des Feftoctes für das Gaufcft 1915 fällt auf Köppern 8) Das Zöglingswctturncn für dieses Jahr wurde Turnverein Hausen-Anspach übertragen, und findet dasselbe am 28. Juni statt. Um 6 Uhr wurde der Turntag seitens des Gauvertretcrs geschloffen.

* Usingen, 13 März. Gelegentlich einer im November v. I in Cleeberg abgehaltcncn Hochzeit war es nach dem Tanz zwi fchen mehreren jungen Burschen zu Streitigkeiten gekommen bei der die Bicrgläjer nur so niederhagelten. Bei der zweiten Auflage der Keilerei arbeitete der 21jährigc Albert Jung aus Cleeberg gehörig mit dem Messer, einem Kollegen dabei mit der Waffe zwei Stiche in den Kopf und einen in den Arni ver setzend. Das Schösfcngcricht Usingen hatte Jung dajür mit 4 Monate» Gefängnis belegt. Die Strafkammer Wiesbaden verwarf die von Jung eingelegte Berufung, indem cs di> Strafe für durchaus am Platze hielt.

"Wiesbaden, 13. März. Die Ehefrau Fiedler in Wicsbader glaubte sich Ende v. I. in einem anderen Stand. Um dem ad- zuhelfen, begab sie sich zu einer ihr bekannten Frau, der sie Vor teile versprach, wenn sie ihre Dienste ihr zu einem gewissei Zweck zur Verfügung stellte. Nachdcin sie aus die Strafbarke! ihres Handelns aufmerksam gemacht worden, nahm sie von ihrein Vorhabe» Abstand. Daß sic überhaupt nicht in einem »deren Stand war, mußte sie auch bald seststellen. Die An gelcgcnhcit kam zu Ohren des Staatsanwalts, der wegen Auf forderung zu einem Verbrechen, aus Paragraph 49 a St. 6 B Anklage erhob und die Bestrafung der Angeklagte» zu 1 Woche Gefängnis vor der Strafkammer durchsetzte.

* F. C. Wiesbaden, 12. März.Auf seineni Amboß ip ftTjon längst Gras gewachsen". Diese drastische Bezeichnung fand gestern vor der Strafkammer ein Ze»ge in einer Ver­handlung gegen den aus -Oesterreich gebürtigen Schlosser 5? Klaber in Wiesbaden, dem Buchmacherei zur Last gclegi wurde. Daß er bei diesem Gewerbe erheblich Geld machte geht daraus hervor, daß er nach dem gleichen Zeugen,wi< ein kleiner Fürst lebte". Daß sich das Geschäft rentierte, er­gibt sich des weiteren aber auch daraus, das; er, trotzdem er schon zweimal wegen gleichliegender Vergehen vorbestraft ist, zuletzt am 29. April 1913, weiter Wetten vermittelte und auch selbst hielt.Stets schwamm er im Geld und konnte beispielsweise gelegentlich eine« Ausentl,altes in Mannheim beiMeine Tante, deine Tante" fortgesetzt die Bank sprin­gen, so äußerte sich ein anderer Zeuge. Daß es aber manch­mal an de»; guten Willen fehlte. Gewinne an Kundfchafl auszuzahlen, lag in der Lebensart Klabecs und zwang ihn auch, den deutschen Stand von den Schuhen zu schütteln »ni das kam so: Ein Kellner hatte bei Klaber, einem B»chmack>er Arnold und einem Dritten in der Schweiz je 10 auf ein Pferd gesetzt. Als dieses für 10 : 335 M brachte, rückte Klaber ab, zumal ein anderer Kunde für 300 : 900 M von ihm zu fordern hatte.Bei solchen Gewinnen ist da? Wetten ja sehr rciltabel", meinte der Gerichtsvorsthende unter Zustiin- mung der Beisitzer. Klaber aber verfiel wegen Bnchmacherei in sechs Wochen Gefängnis >u;d 800 M Geldstrafe; fein Sckreibcr, der Friseur Philipp Rupv, >»egen Beihilfe dazu

ZUM Pili,geilen.

Roman von M. Prigge-Brook.

15 (Fortsetzung).

Mary warf ein Morgcnkleid über, schlüpfte in ibrc Schuhe und betrat den Flur, um ihren Mann zu holen. Sie hatte ihm eine Strafpredigt zugedacht.

In des Doktors Zimmer brannte Licht, der Schein siel durch die Türritzcn. Das junge Weib stand einen Augenblick lauschend still. Drinnen rührte sich nichts.

Ob er an; Schreibtisch eingeschlafei; »ft," dachte sie und öffnete die Tür. -

In seinen ArbeitSstnhl znrückgelehnt, saß Doktor Heinz mit auf die Brust geneigtem Haupte. Die Arme hingen schlaff herab, in seiner Haltung prägte sich tiefste Erschöpfung auS.

Heinz"! rief Mary, die ihren Acrger vergaß,armer, lieber Heinz!"

Von rückwärts umfaßte sie seine Schulter und olückte einen Kuß auf seinen Mund. Im selben Momente schrie sie auf, es gellte sck>al;erl;ch im Hause. Ihre Lippen wurden eisig kalt, sie hatten eine Leiche berührt. Jobst Heinrich Sebald war tot. Ein Herzschlag hatte seinem hoff­nungsvollen Leben ein Ziel gesetzt.

Marys Schrei weckte die Mädchen. Monika eilte her­bei. Ein Blick zeigte ihr, was geschehen. So schnell ihre alten Beine sic trugen, eilte sie die Treppen hinan, läutete «n der Türe des Oberstockes Sturm und weckte Rosemarie, die bereits schlief.

Diese verstand die wirren Worte der alten Magd nicht, doch ahnte sie ein Unglück und stürzte hinab.

Die Vorsaaltüre stand offen, aus ihres Bruders Zim- nicr schimnierte Licht. Rosemarie tvar wie der Blitz zur stelle, öffnete und sah einen Leblosen, zu dessen Füßen die ohnmächtige Frau lag,

»Um Gottes willen, Heinz, komme zu Dirl" rief sie EcsfnnasloS.Erbarme Dick!" Und sie begann die kalten

Hände des Toten zu streicheln und sie in den ihren zu er­wärmen.

Karl, der mittlerweile herbei kam. flog zum Arzt. Es dauerte lange, bis dieser erschien und der verzweifelten Schwester bestätigte, was sie ihren eigenen Augen nicht glau­ben wollte. Ihr Bruder war tot.

Der Doktor müßte lick um die Obnmäckstige, die die Schwägerin außer acht gelassen. Ans sein Geheiß trugen Monika und das HanSmädchcn die Aermstc in ihr Zimmer »nd legten sie ans ;hr Bett. Sie bemühten sich um sie, bis sic endlich die Augen aufschlug. Ihr starrer Blick wandte sich suchend um.

Heinz", murmelte sie verstört.Heinz!"

Der alte Mann wandte sich ab. Den Jammer mochte er nicht mit ansehen; still schlich er hinaus und suchte Rose­marie.

Geben Sie zu Ihrer Schwägerin. Die Arme scheint nicht recht zu wissen, was vorge*allen ist. Es ist unbedingt nötig, daß man ihr die entsetzliche Wahrheit so schonend als möglich beibringt."

Ich bleibe hier", wehrte Rosemarie, versteinert in ihrem Schmerz.So lange ich meinen Bruder noch sehen kann, weiche ich nicht von ihm."

Sie setzte sich an ihren alten Platz neben der Chaise, auf die man einstweilen den Toten gelegt.

Mein Heinz", murmelte sie in zärtlichem Ton,jetzt ge- hörst Du wieder mir, nur allein."

Als der Doktor sah. daß hier nichts zu machen, schickte er zu Frau Hart. Irgend jenumd mußte um Mary sein, sollte sie nickst ernstlich Schaden nehmen.

Sie lag noch immer regungslos auf derselben Stelle und starrte gespannten Blickes nach der Türe. Die Bürger- incisterin mußte das schwere An;t auf sich nehmen, die arme, junge Frau zu verständigen.

Es schien, als habe die Erschütterung sie vergessen lassen, was sie erlebt. Jminerhin war die Ahnung von etivoS Schrecklichem in ihr, auf das wartete sie.

Juliens Mitteilung folgte ein Schrei, so laut und se schauerlich, wie ihn die Mauern de-s Pflugeisens nie gehört Das junge Weib gebärdete sich wie eine Wahnsinnige. Sie raufte sich die Haare »nd bestand darauf, mit ihrem Heinz zu sterben.

Ich mag nicht leben ohne ihn", jammerte sie.

Schließlich endete der Parorismus in einen; Tränen­strome, liebevoll nahm Julie sich der Verlassenen an. Sie bettete das dunkle Köpfchen mütterlich an ihre Brust.

Weine Dich aus, Liebling", sagte sie weich,Tränen lindern den Schmerz."

Mary weinte, bis sie erschöpft von Schwäche und von Jammer einschlief. Da erst verließ die Bürgermeisterin sie. un; nach ihrem Neffen zu sehen.

Wieder hat der Tod ein blühendes Menschenleben ver­nichtet; es lag wie ein Verhängnis über dem Pflugeisen.

Seit Generationen steht unsere Familie mir ans zwei Augen. Gott schütze das Kind!" klagte die alte Frau.

Rosemarie verharrte in ihrer Stellung neben der Leiche. Sie hielt dem Bruder Totenwacht. Sie weinte nicht, sie klagte nicht-, aber sie preßte die kalte Hand fest. In ihr lvar ein seltsames Gesühl, gemischt aus Trimnph und bitterem Kummer. Triumph, weil Heinz ihr nun doch blieb, weil er den Sebald gehörte. Draußen vor de» Toren schliefen sic in ihren Gewölben: er würde für immer bei ihnen sein Es gab ihr fast ein ruhevolles Gefühl. Daneben fraß der Kummer ihr am Herzen, daß er hingegangen, bevor sich sein Geschick erfüllt.

Die Schwester wußte, er war zu großen Dingen be- rufen, sie war stolz auf ihn gewesen. Und doch und doch! Lieber tot und einer der Ihren, als ihn lebend an ein Weib zi; verlieren »nd an den ihn nie verziehenen, fremden Beruf I

(Fortfehung folgt).