Vermittler aufautrcten. «nt, bereits in bat siebter Jahr«,
war er hervorragend bei den Revisionsverhaniblungen llber di, Maigeiehe beteiligt, nicht minder beim Zuskrndekammen der
Friebensgesetz« van 1886-87. Anerkennung farü, sein Wirken durch Berufung in den Staatsrat und in das preußische Herren. Hans, und seine Berufung auf den hochangesehenen Breslauer Posten hatte er wohl gleichfalls diesem Umstande zu verdanken. Soweit es ihm möglich war, nahm er an allen Ereignrssen des öffentlichen Lebens teil und bekannt ist ja auch sein Eingreifen in di« Gewerkschaftsbewegung. das allerdings nicht ohne An. griff von «ntgegenstchender Seite geblieben. Jedenfalls gehörte D, Kopp, den der Kaiser schließlich durch Verleihung der Schwarzen Adler-Ordens cruszeichnete, zu den hervorragendsten Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte und er hrnterlätzt eine Lücke, die sich kaum so leicht ausfüllen lassen wird.
Eine neu« Gefahr kommt vom Osten wo Rußland übermäßig rüstet, und da der Schwerpunkt der Heevesverstürkungen im Westen erfolgen soll, ist es unschwer zu erraten, wem sie gelten sollen. Alle Freundschaftsbetemerungeir der russischen Staatsmänner sind über den Haufen geworfen nian stößt in dasselbe Horn, wie die Pariser Chauvinisten Diese sind wohl nicht in letzter' Linie das treibende Moment, und tn dieser Hin. ficht reichen sie brüderlich di« Hände den russischen Panslovisten, denen der Einfluß Deutschlands auf di« Weltpolilik schon immer ein Dorn in, Auge war, lieber die augenblicklich in Ruß. land vorherrschende Tendenz hat eine sensatinnell« Schilderung des Petersburger Korrespondenten der „Köln. Zbg " Aufklärung gegeben, und der Umstand, daß ein so angesehenes Blatt dieser Darlegung Raum gegeben hat, beweist, daß man auch an maßgebenden Stellen in Deutschland selbst die Lage für kerne sehr rosig« hält. Hat es doch in der letzten Zeit nicht an sehr deutlichen Zeichen gefehlt, daß in der Haltung der russischen Polt, tik «in völliger Umschlag eingetrete» ist, und wir in Deutschland tun gut daran, unsere Haltung entsprechend «inzurichten, und er wäre, wie mit Recht der erwähnt« Korrespondent hervorhebt, eine Torheit, die Fiktion von der deutsch-russischen Freundschaft noch länger aufrecht zu erhalten.
Albanien hat nun endlich den neuen Herrscher im Lande. Fürst Wilhelm ist in Durazzo eingetroffen, um nunmehr selbst die Regierung zu übernehmen. Es gehört wahrlich viel Mut dazu, eine derartig« Mission durchguführen. Gewiß hat auch seinerzeit fein Oheim, der Körrig von Runiänien, unter den schwierigsten Verhältnissen di« Herrschaft tn Rumänien angetreten und trotzdem das Land zu seiner jetzigen Blüte gebracht, aber dort herrschte wenigstens Einigkeit, während in Albanien die Gegensätze nur notdürftig überbrückt find. Zudem sind die Albaner in der Kultur ungemein weit Mrürkgebkteben, ihr Land ist Fahrhunderte vom großen Verkehr abgeschlossen gewesen, und das türlischc Regiment hat das Seimig, dazu betgetrwgen, m». deine Kultur sernzi,halten.
F» Washington atnret man jetzt auf, nachdem Sir Edward Grry erklärt hat, England wolle vorläufig davon Abstand ireh-
tzlexr TDgeszeitxng. Samstag» »»» 77 VNlrz 1811 .
men. in MexÄ, fette* estquschmttm, »t sich für di» 9mäZ
düng des Farmer, Benton Genugtuung zu verschaffen; n steche zu hoffen, daß di» Regierung der Beveirrtgten Staaten soweit «S ihr möglich fei, entsprechend entschreiten werde. Da» bedeutet wenigstens einige» Aufschub, denn di« Washingtoner Herrschaften möchten sich nicht gern am mexikanischen Feuer dir Fr» ger verbrennen. Daß Herr Wilson und Staatssekretär Bryan sich in der ganzen Affäre mit Ruhm bedeckt hätten, wird nie. mvnd behoupZen wolle« u«d di« Aufhebung des Verbot, der Waffenausfnhr noch Mexiko, dt« natürlich iru-r den dortigen Rebellen zugute kommt, war eine eigenartig, Maßnahme, di« zum Teil ein, für di, Unionsregirrung nicht sehr schmeichelhafte Deutung gefunden hat. Gewiß befindet sich dir Mlshingtoner Regierung in einer Zwickmühle, aber e» ist nicht abzuleugnru, daß sie nicht da, erforderliche feste Auftreten gezeigt hat, wie es dem Ansehen und den Interessen der nordamerika-tischen Union entsprochen hätte. England wird sich schließlich nicht auf di« Dauer auf der Ras« herumtanzen lassen und trotz aller Mon- roe.Doktrin auch schließlich vor einer Intervention in Mexiko uicht zurückschiecken.
\ Ans der Heimat.
* Frankfurt a. M., 6. März. Zwei jugendliche Goldwaren-
diebe, die knapp das ftrafmündige Alter erreicht hatten, standen in der Person des Lehrlings Mann und des Lehrlings Fischbach vor der hiesigen Strafkammer. Mann war in der Filiale einer Pforzheimer Eoldwarenfabrik beschäftigt und hatte sich schon mehrmals Unredlichkeiten M schulden kommen lassen. Eines Tages oerabrrdeten die beiden Angeklagten »inen großen Schlag, Fischbach erschien in der Filiale, in der nur Mann und der Lehrling Jaeck anwesend war. Plötzlich stürzt, Fischbach auf den jungen Jaeck, warf ihn zu Boden und stopfte ihm ein Tuch in den Mund. Dann fesselte er zum Schein seinen Freund Mann und raubte für zirka 1b 000 Mark Eoldwaren und entfloh mit seiner 16 Jahre olden Geliebten, die inzwischen im Hausflur Wache gestanden halt«. Die Eoldwaren wurden zum größten Teile im Walde vergraben, sie sind bis aus eiuon Rest von 5000 Mark, um den da, Geschäft geschädigt bleibt, wieder herbeigeschafft worden. Kurze Zeit nach dein Raube traf bei dem Ee- fchäftsfiihrer der Filiale ein Schreiben aus Paris ein, un-tev- schrieben International« Gentlemans", in dem die Brieffchrei- ber in-teilten, daß sie den Raub begangen hätten. In Wahv- hert hatten, Fischbach und Mann den Brief durch einen Pariser Bekannten vermitteln lassen. Inzwischen war aber die Polizei mit Hilfe von Fingerabdrücken auf di« richtig« Spur gelenkt worden und die beiden jungendlichen Angeklagten legten ein Geständnis ab, Di« Geliebt« des Jifchdach. die Wahlschein ich einen Teil der Goldwaren in Besitz hat, konnte bisher nicht er» mittekt werden. In der Verhandlung waren die Angeklagte, im großen und ganzen geständig und suchten sich gegenseitig M balasten. Der Gerichtshof verurteilte jeden von ihnen zu zwei
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Jäten Gefängnis, stylte ihnen aber bei Einhaltung eine, fc.
stimmten Bewährungsfrist die bedingte Begnadigung in Aus. sicht.
* »Tllliuliri a. M., k. März. Am letzten Arbettrpftideniarkl waren aufgetrieben 857 Pferde, der Auftrieb wurde bei ft ol , dem Geschäft geräumt. Man notiert«: leichte Ackerpferde
bi, 1400 Mark, schwere 1706-1950 Mark. Der Markt war vo, Landwirten aus der Wctterau, des Ried, der Lahngegen», de- Hüttenberg, des Goldenen Grunds und des Ländchens sehr gut besucht. Wie von Landwirten oersichert wird, bceinslnßt tzk, Aibeitspferdemarkt die Märkte in der Umgegend, wie der ,n Friedberg, Mainz, Fritzlar njw, nicht unerheblich, — Zn de, angeblichen Verschleppung des Kausmanns Tonrad in di« statt, zösische Fremdenlegion erfahren wir: Conrad ist der Sohn eine; Eifebahnbsamten in Fvantsuut. In der Filiale Gießen de. Allgemeinen Elektrizitätsgescllschaft war er als Buchhalter stsi Frühjahr 1913 angestellt, nachdem er das Jahr vorher bei der A, E, E, in Frankfurt a, M, tätig war, Mitte Januar trat Eonrad als Lagerhalter in die Dienst« einer Firma in Limburg behielt aber sein« Wohnung in Eietzen bei. Während sein«, Aufenthaltes in Gießen verlobt« sich Conrad mit einer East- wirtstochter in Laubach in Oberhessen, Ueber den Deibleii Conrads konnte bis jetzt nichts näheres ermittelt werden.
* Frankfurt a. M., 8, März. Ter Kaufmann Georg Ehrhardt, ein wegen räuberischer Erpressung mft sech- Jahern Zuchthaus vorbestrafter Mann, wurde im voriger Jahre von der Frankfurter Strafkammer wegen verschiedener Diebstähle iu Frankfurt,a. M. zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Inzwischen hat sich her.rusgestellt, daß Ehrhardt unschuldig verurteilt worden war, da man den richtigen Täter inzwischen gefaßt Hatto. Daraufhin hat, wie gemeldet wird, die Königliche Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a. M. telegraphisch die Entlassung Ehrhardts aus dem Zuchthaus verfügt, indem sie gleichzeitig dem Sträfling mitteilt«, daß sie einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens zu seinen Gunsten gestellt habe.
* Frankfurt a. M., 8. März, In der Kafeewirtfchaft von Nikolaus, Zeit 51, hob die Polizei gestern eine Spielergesellschaft von etwa 12 Personen aus. Bankhalter war der gewerbsmäßig« Spieler Heinrich Schild, gegen den bereits zahlreich« Verfahren wegen verbotenen Sptelens schweben,
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So schreibt das „Eichslelder Tageblatt" _unterm 6. November 1913:
Wiescnteld, 5, Novbr. im Laufe des Sommers wurde vieltach von grossem Hafer geschrieben, aber vom Eruteertrag wurde leider wenig berichtet Auch hier in der Eichsfelder .Schweiz wurde grosser Hafer gezogen; so erntete Herr Franz Fiege von 50 kg Original Siegfrieds allerfrühcsten August- Hafer-Aussaat 1617 kg = 32 Ctu 34 Pfd., also den 32fachen Ertrag. Da rede man noch vom armen Eichsfelde,
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