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stand hin, daß di« allgemeine Weltlage keinen anderen als ei«
nen militärischen Zweck der Mebilijationen erkennen läßt, freilich wird auch daraus hingewiesen, daß di« Probemobilisationen des Jahres 1912 ebenfalls mit militärischen Gründen motiviert wurden und nachher sich doch als diplomatische Unter* stützmig des Balkanbundes hcrausgestellt haben. Ein« Beunruhigung aber wäre deshalb doch ganz unangebracht. Der Dreibund ist vor Ueberraschungen jeder Art geschützt. Vielleicht böngen di- Presieerürterungen auch mit der Wehrgesetznooelle zusammen, deren außerparlamentarische Erledigung notwendig werden dürste, da die parlamentarisch« infolge der tschechischen Obstruktion ausgeschlossen erscheint.
Italien.
:: Der Vatikan und der Tod des Kardinals. Der Papst, der bekanntlich'im Prinzip auf dem Standpunkt Kopps in den wichtigste» Fragen der Kirche stand, war über die Todesnachricht sehr erschüttert. Auch im übrigen Vatikan hat der Tod kopps schmerzlich berührt. In Kreisen der Staatskanzlei hofft man, daß. nachdem die beiden Kardinale Kopp und Fischer gestorben siud, die Herstellung des Friedens in der deutschen Gewerkschaftsbewegung erleichtert wird.
Vereinigte Landwirte
Die Grschüftsstundc»
fallen am Freiing ans
knd finden dafür
am Samstag Uachmittag
non 1—3 Uhr statt.
Ans der Seimat.
* Ariedberg, 6. Mürz. Dia ordentliche Hauptversammlung des Vorschuß. und Credit-Vercins Friedberg für das Rechnungsjahr 1913/101 4 findet am Mittwoch, den 11. März, abends st Uhr, ini „Ratskeller" statt. Hierzu werden alle Mitglieder eingeladen.
* Frirdberg, 5. März. Wir weisen hiermit nachmals ans die Morgen (Freitag) Abend 8i/> Uhr im „Ratskeller" stattfindende Versammlung des Obst- und Garteubauver- einS bin. Herr Gartentcchniker Engel wird über die Heranzucht unserer Gemüse sprechen. Anschließend hieran findet eine kleine Gratisverlosung statt.
* Fricdberg, 5. März. Zn unserer Rotiz: Preisabschlag, ntü!scn wir berichtigen, daß cs nicht Fricdberg, sondern Fronksnrt a. M., wie unsere verchrlicl)cn Leser Wohl gemerkt habe» werden, beißen muß.
* Ober Rosbach, 5. März. In der gestrigen Gemeiude- rciösihung wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Der Ziegenbock soll für das höchste Angebot von 15 -4/ verkauft werden. Der Abbruch der Mauer zum Durchbruch wird dem Georg Drück für 17 ,/( und die daselbst versteigerten -Obstbäume der Wwe. Jae für 3,15 <U genehmigt. Betreffs der Jagdverpachtung soll wegen des einen Bezirks mit Herrn Müller- Löwenhol unterhandelt, wegen den» anderen Bezirk soll das ErgchniS der Nicder-RoSbacher Jagdverpachtung abgewartct werden. Die Bedürfnisfrage für ein Wirtschaftsgesuch des Jakob Launhardt in Frankfurt wird verneint. doch bat der Gemcinderat nichts gegen die Errichtung cincr Wirtschaft in der Beulgasse ciuzuwendcn. Eine Ein- gabe um Eröffnung der Fortsetzung der Schützenrainstraße ln zw. die Entfernung der Sperrpfäblc, wird genehmigt, ebenso eine solche über Abhilfe des überschüssigen Wassers in den Mühlwiescn durch Aufräumung des verschlammten Kanals. Außerdem wurde beschlossen, der Firma Dauster in Gießen in ihrer Steinbruchangelegenheit eine Frist bis zum 15. März zu belvilligeu, bei nicht zufriedenstellender Antwort bis dahin wird die Gemeinde den Steinbruch in eigene Regie übernehme». Bei einer weiteren Reklamation bctr. Entschädigung für Anbringung der eisernen Starkstrom- lnastc» in der Friedbergerstraßc bleibt der Gemcinderat bei seinem früheren Beschluß.
* Lbrr-Roöbach, 5. März. Der hier allgekündigte Vortrag de? Herrn Landwirtschastslchrers I>r. Hoffmann in Friedbcrg, kann wegen Krankheit des Referenten, nicht statt- tinde».
* Rvdhcim v. d. H., 6. März. Dem Schulamtsaspiranten Jakob Rullmann von hier wurde eine Lchrerstelle in Trebur. Kreis Groß-Gerau, übertragen.
* Bisse«, 5. Mälz. Hier starb an den Folgen eines Schlag- anfaller der langjährig« Bürgermeister Philipp Spengler. Der Verstorbene nahm als Reiter-Unteroffizier an dem Feldzug« ;«gen Frankreich teil. In nah und fern wird der Heimgang üeses braven Mannes, des tüchtigen Beamten und großen Ba- rrlandfreundes ausrichtig bedauert.
* F. (5. Ans Obrrhrsien, 5. März. Die Gemeind« Muschenheim ist mit der Fürstlich Solins-Braunfels'ichen Rcntkanmrer in Braunfcls in Verhandlungen getreten übet den Ankauf des dem Fürstlich Solins-Braunfcls'schcn Fidei- komisje? gehörigen in der Gemarkung Muschenheim liegenden Geländes von 500 Morgen Accker und Wiesen. Die Verhandlungen sind soweit geschritten, daß in Kürze die Genehmigung des Kreisamts Gießen der Gemeinde erteilt werden wird. Als Kaufpreis ist die Summe von 450000 <M vorgesehen. Die Gemeinde übernimmt 120 Morgen von denr Gelände, der Rest von 380 Morgen wird an die Landwirte in Muschenheinl parzcllenweise zu Eigentum übergeben. Außer de» Aeckern und Wiese» kommen in Betracht
Morgen Marlwaldantcile, die an die Markgenossenschaft M»sck>enheinl für 5200 --4t und die Fischereigerechtsanie, die in den Besitz der Geineinde für 400 -4t übergeht.
• Gießen, 4. März. (3. Sitzung des Schwurgerichts). Unter großem Andrang von Einwohncin au« dem Ort« Watzenbor»- Sleinberg fand beut- die Verhandln na aeaen den Manier Gs
Reue Tageszeitung. Donnerstag, den S. »kürz 1814.
Schäfer 6* gebürtig zu Grüninge», Wohnsitz in Watzenborn— Eteinberg, wegen Meineids statt. Die Verhandlung ergab folgendes Bild: Di« Gesangvereine „Eintracht" und „Jugend
freund" von Wahenborn-Steinberg sind als Rivalen in der Gesangskunst nicht gut aufeinander zu sprechen. Aus Anlaß eines Sängerfestes in Erüningen erhielten beide Verein« Einladungen. Schon auf dem Festplatz und im Orte kam es zu Reibereien zwischen den beiden Vereinen. Schäfer, welcher dem Verein „Eintracht" angehört, beteiligte sich an den ganzen Vorfällen in keiner Weis«. Am Abend begab er sich allein mit seinem Jungen auf dem Rad nach Watzenborn-Steinberg zurück. Unterwegs überholte er den Gesangverein „Jugendfreund". Schäfer wünscht« einem Bekannten „Guten Abend", als aus der Gruppe des Vereins „Jugendfreund" die Bemerkung fiel: Das ist das Paar, das immer Drecksack ruft". Schäser stieg vom Rade ab, und verlangte den Namen des Rufers festzustellen. In der Sitzung des Schöffengerichts Eießen im September v. Js. beschwor nun Schäfer in einer Strafsache gegen den Gastwirt und Postagcnten Gg. Häuser 14. und Gen. von Watzenborn den weiteren Verlauf des Renkontres in folgender Weis«: Gleich nachdem er vom Rade gestiegen sei, habe ihm der Postagent Häuser ohne weiter« Veranlasiung eine Ohrfeig« gegeben, und erst hierauf habe er mit beleidigenden Aeußerungen gegen Häuser, wie: Du bist mir ein Postagent, Du willst Postagent sein; Du bist ein Postagent wie mein A . .! geantwortet. Häuser und andere Mitglieder desVereins „Jugendfreund" stellten die Sache so dar: daß Schäfer erst die Beleidigungen ausgestoßen habe, und dann von Häuser die Ohrfeigen erhalten habe. Von den Zeugen wurde dies beschworen. Schäser blieb trotz Vorstellungen des damaligen Borsitzenden, ob er sich nicht in seiner Darstellung des Vorfalles irren könne, bei seiner Aussage. In der heutigen Hauptverhandlung blieben zwar die damals vernommenen Zeugen bei ihrer Schilderung des Vorfalles, doch bekundeten heule weiter vernommene Personen den Vorfall so, wie ihn Schäfer gab, z. Teil behaupteten sie, daß di« beleidigenden Aeutzerrrngen vor und nach der Ohrfeige gefallen seien. Alle Zeugen erklären aber auf Befragen des Vorsitzenden: daß st«
nicht glauben, Schäfer habe wissentlich die Unwahrheit gesagt; sie glauben alle, daß Schäser von der Richtigkeit seiner Schilderung überzeugt sei. Der Staatsanwalt stellt« auch in seinem Ploi- doyer die Entscheidung über di« Bejahung der an die Geschworenen gestellten Schuldsragcn 1) ob Häuser wisientlich falsch geschworen habe und 2) ob er sich (bei Bejahung der ersten Frage) bet Ablegung des falschen Zeugnisses, vor der Gefahr einer strafgerichtltchen Verfolgung (der Beleidigung des Häuser) habe schützen wollen, in das Ennessen der Geschworenen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Kaufmann, der auf Freisprechung plat- diette, gab Vorfälle aus der Praxis, in der Zeuge» sogar unmittelbar nach den Borfällen, «in« ganz verschieden« Darstellung desselben gegeben hatten. Nach einer Rechtsbelehrrmg durch den Vorsitzenden, zogen sich die Geschworenen zur Beratung zurück und verkündeten alsdann durch ihren Obmann den Spruch „N i ch t > ch u l d i g". Das Gericht sprach hieraus den Angeklagten frei, und legt« sämtliche Kosten — einschließlich der Verteidigung — der Staatskasse auf.
Eschenrod b. Schotten, s. März. In unserem Dorf« wird dar alte bausällige Kirchlein durch ein neues Gotteshaus ersetzt- Schon eine Reihe von Jahren wurde für den Neubau ein Fonds angesammekt. Mit den Arbeiten wird demnächst begonnen.
* Frankfurt o. M., 3. März. An die Stelle der abge- lehnten Schulgeldcrhöhung in den Mittelschulen und Oberrealschulen beabsichtigt der Magistrat die Einführung einer Filialsteuer oder einer anderen Steuer ähnlicher Art.
* Frankfurt a. M., 3. März. Der Hausmeister Schroth aus Egelsbach, der sich wegen Blutschande seit Sonntag im hiesigen Untersuchungsgefängnis befand, hat sich gestern erhängt. — Ein Friseurgehilfe aus Mainz sollte gestern von der hiesigen Kriminalpolizei wegen eines in Mainz begangenen Brillantendiebstahls verhaftet werden. Als die Schutzleute das Fciseurgeschäft, in dem er gegenwärtig tätig ist, betraten, richtete der junge Mann einen Revolver gegen sich und tötete sich durch einen Schaß in die Schüfe.
* Frankfurt a. M., 5. März. Nach Mitteilungen des Stadtverordneten Hopf in der gestrigen Stadtverordneten- sitzung stellte man im vorigen Jahre auf dem Schlachthof unter den geschlachteten Tieren 19521 tuberkulöse Rinder, Kühe usw. fest; das sind 21,5 Prozent der Gesamtsumme. Von dem minderwertigen Fleisch dieser Tiere wurden 155 000 Kilogramm gleich 3100 Zentner auf der Freibank verkauft, 545 000 Kilogramm Fleisch mußten verbrannt werden.
Hessen-Nassau.
* Obervrsel. 5. März. Ans einer Automolnffahrt von Hoch- heim nach hier sind am Montag drei hiesige Herren schwer verletzt worden. Dar Automobil saust« infolge seiner großen Fahrgeschwindigkeit bei Sindlingen an einer Wegbiegung tn den Straßengraben, wo es sich Lberschlug und die Insasse» unter sich begrub. Hierbei erlitt der Lenker Ingenieur Konopacki schwere innere Verletzungen und mehrere Knochenbrüch«. Er liegt im Höchster Krandenhau» noch besinnungslos darrrieder. Fabrikant Spang ttug einen schweren Beinbruch davon, er kam in das Frankfurt« Krankenhaus. Der Fabrikbesitzer Brach tn Oberursel und Werkmeister Brechenmacher aus Frankfutt ta. men mit leichteren Verletzungen davon. Das Automobil wurde vollständig zertrümmert.
* Oberursel. 5. März. In der Lmnpensorttewnftalt von I. Berger explodierte au« bisher nicht ermittelten Ursache» ein« Lokomobile. Dabei wurden zwei Arbeit« schwer verletzt.
* Bad Hamburg, 4. Mm» Dar vieasährige Internationale Tennis-Turnier wird tn der zweit«» HÄ si e d«» August abgehalten. Di« besten Spieler haben ihre Teilnahme bereit, am gemeldet. — Mit Denohmtgimg de» Kaiser» findet das Offiziers Tennisturnier, da» für alle Offiziere de« Heere» und der Marine offen ist-, Anfang Juli auf de» hiesigen Tennisplätzen statt.
* Usingen, 5. März. Di« So» hi« m de» Kreisausschuß de» ObertaunuskrriseS gerichtete» Eingaben um Errichtung eines aemeinfchoftttche» Krers-Kankmannsgerrchtth .für die^.
Kreise ObcrtaunuS und Usingen, wurde vom Honiburgrr Kreisausschuß abgelehnt.
* x Usinge», 5. März. Aus der letzten Hauptversammlung des hiesigen Heimatoereins ist folgendes zu erwähnen: Nach den Mitteilungen des Verwalters der Bibliothek des Heimatvereinr erfreute sich dies« auch im schien Jahr« großer Benutzung. Es wurde ein stattlicher Betrag für Anschaffung neuer Bücher bewilligt. Ein« au, den Herren Bürgermeister Schilling, R. dant Peter und Seminarlehrer Weider bestehende Kommffsio., wurde gewählt, die sich zur Aufgabe macht, für die Instandsetzung und Erhaltung alter Bauweisen und sonstiger Naturdenkmäler in unserer Stadt einzutreten. Besitzer von Gebäuden, die beachtenswert« Schnitzereien, altts Gebälk usw. aufweisen, erhallen von genannten Herren jederzeit gewünschte Auskunft über evtl Renovierung. — In der Hauptversammlung des hiesige» Tau misklubs und Verschönerungsvereins erstattete Dr. Lötz- den Kassenbericht, der ein recht günstiges Resultat -nffwefft. denn b-i einer Einnahme von rund 809 Mark und einer Ausgabe von rund 709 Mark ist ein Varveimögen von 250 Mark vorhanden. Da» seither in dem Turnzimmer befindlich- Museum, sowie die wettvollen Besitzungen des Wilhelmjarchivs werden in Bäldr in dem früheren Eichzimmcr im unteren Flur des Rathauses unttrgebracht werden.
* x. Riedelbach, 5. März. Der Gesangverein „Sängerlust" feiert im Jahre 1915 sein 25jähriges Stiftungsfest, verbunden mit nationalem Eesangswettstreit.
' Eppenhain i. T., 4. März. In di« Kette der Taunus-Luft, kurorte hat sich jetzt als eins der jüngsten Glieder das Dorsch,» Eppenhain am Südfuhe des Atzelbcrges zwischen Ruppertshain und Ehlhalten «ingefügt. Der Kur. und Vettehrsverein mach! Ansiedlungslustige darauf aufmerksam, daß in Eppenhain nicht nur für die gesundheitlichen Verhältnisse ausreichend Sorge ge, tragen ist, sondern auch für eine möglichst gelinge Besteuerung der zukünftigen Mitbürger, «in Umstand, der zweifellos „an. ziehend" mitten wird. Die Einkommensteuern wurden nämlich von 133 auf 100 Prozent und die Realsteuern von 200 auf 150 Prozent herabgesetzt.
* Königftein, 4. März. Das idyllische Reichenbachtal wirb, nachdem die Besitzverhältnisj« mit verschiedenen Anliegern auf gütlichem Wege geregelt sind, nunmehr der Bebauung crschlos. sen. Um den hervorragenden Landschaftscharakter zu wahren, dürfen nur Villen erbaut werden. Für den Ausbau des Geländes mit Straßenzügen bewilligte die Stadt 24 000 Mark.
* Cronberg, 3. März. Di« Stadtverordnetenversammlung sprach sich in einer Resollttion für di« Umwandlung der hiesigen konfessionellen Schule in eine Sinuultan-sihule aus.
* Flörsheim a. M., 4. März. Anfang Januar fand in Höchst ein kleiner Knabe beim Rodeln fernen Tod im Main. Di« Leiche wunde am Sonntag hier aus dem Aiain geborgen.
* Wiesbaden, 5. März. Am 6. Januar d. I. entrissen in der Soimenbergerstratze der Taglöhner Johann Eckert und der Speaker Johann Schreiner in Wiesbaden einer aus dem Theater kommenden Dame di« Handtasche, in der sich 85 Mk. Bargeld, Opernglas und verschiedene ander« Gegenstände befanden. Beide hatten sich, obwohl die Sach« bald an Raub grenzt, wegen Diebstahl» vor den Schöffen zu verantworten. Jeder der Beiden wurde in 4 Monat« Gefängnis genommen und sofort tn Haft abgefühtt. — Au Landfriedcnsbruch grenzt ein Akt, den am 10. November 1911 in Dotzheim d«r Fuhrmann Wilh. Bauer und zwei Taglöhner Nungesier verübten. Sie belästigten zunächst zwei ihnen völlig fremde Personen, mißhandelten sie und eröfsnetrn «in regelrechtes Steinbombardement auf eins Gastwirtschaft, in dir di« beide» geflüchtet »raren. Die beiden Nunzsser sind bereits abgeurtcilt. Bauer erhielt 4 Monate Gefängnis und wurde verhaftet.
* Wiesbaden, 5. März. Di« 70. Strafe in Höhe von 4 Wochen Gefängnis verhängten die Wiesbadener Schöffen über den Sattler Karl Kalufch aus Posen, der am 18. Febr. d. Js. weil er zerfetzt« „Trittchen" anhatt«, kurzerhand einen Schaukasten «inifchlug und sich e«n Paar Schuh« herausholte.
* Caub, 4. März Der hiesige Winzeroerein „Blücher" ist in Konkurs geraten. Die Verbindlichkeiten sind erheblich. Der Zusammenbruch ttifft di« Mitglieder um so schwerer als der Verein eine Gesellschaft mit unbeschränkter Haftung war.
* Hachenburg, 4. März. Im nahen Altstadt feierte vor lur. zem das Wilhelm Schmidt'sche Ehepaar sein goldenes Hochzeits, fast. Am Samstag sind nun di« beiden alten Leute nach kurzer Krankheit wenige Stunden nacheinander gestorben.
* Aumenau, 3. März. Auf dem Heimwege von dem hier stattgefundenen Großfeuer wurde dem Arbeiter Kralucr von dem Limburger Frühzuge ein Fuß abgefahren; außerdem erlitt er schwere Quetschungen am Kopf.
* Löhnberg, 3. März. Von etwa 70 Landwirten ans Löhnberg und Umgebung wird die Gründung einer Dampf- molkerei beschlossen. Die Anstalt erhält ihren Sitz in Löhnberg.
* Biedenkopf, 4. März. Das althistorische Erenzgaiigsest wird Mitte August nach siebenjähriger Paus« zum erstenmal wieder gefeiert.
* Bad Ort, 8. März. Die Rodungsarbeiten auf dem Truppenübungsplatz sind der Firma Brunner u. Niklas in Nürnberg übettragen worden. Dieselbe wird mit den umfangreiche» Ar- beiten sofort beginn«» und hat i» Flörsbach «in Arbeitsbii.'o er Achtet.
Frankfurter Wetterbericht.
Voraussage: Meist trüb, zeitweise Regenfälle, westlich,
Winde, Temperatur wenig verändett.
Hinweis. Unserer heutigen Auflage liegt ein Prospekt des Bruck,-Heil-Jnstttuts Habenicht. Köln a. Rh. bei, worauf wir alle Leser und besonders die Brnchleidenden Hinweisen möchten. _____
Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirschel. Friedberg; für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz. Friedberg: für den Anzeigenteil: Kar, Schmidt, Fricdberg. Druck und Verlag der „Neuen Tages- zeitung". A.-G., Friedbera i. H.


