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Nr. 54_____

itn Elsaß Beamte aus dem ganzen Reiche beschäftigt würden.

Abg. Noske (Soz.) sah gar keine Veranlassung, der Postverwaltung besondere Loblieder zu singen und wider­st rach einer Einschränkung des Postlagerverkehrs.

Abg. Kuckhoss (Zentr.) bedauerte die fortwährende Be- svrcchung von Besolduugsfragen, die erst bei Beratung der BcsoldungSnovelle zur Sprache kommen sollten. Seine Freunde werden dabei sich für die Wims Beamten ein- sehc».

Donnerstag: Fortsetzung.

yrcnltipdjcv Landtag.

Abgeordnetenhaus.

Am Mittwoch bemerkte Abg. Winkler (tauf) bei der 3. Beratung des Ausgrabungsgcsetzes, bah es wünschenswert sei, «ci Eelcgenhcitssundcn im Interesse der Heimofforschung nicht xn schroff vorzugchen.

Nach kurzen, befürwortenden Ausführungen der Abgg. Eick­hoff (Forffchr.) und Dr, Kaufmann (Ztr.) wurde da, .fttz angenommen, ebenso das Gesetz auf Ausdehnung des Moerschutzes auf Pommern und Schleswig-Holstein.

Bei der fortgesetzten Beratung des Etats der Handels- und G-ivcrbeverwaltung ging Abg. Hoesch (kons) auf die dankens- m.rte Rede des Abg. Dr. B-umer für den Abschluß neuer Han» delsverttäge ein. Bei diesen Abschlüssen dürfe man sich im Interesse der Landwirtschaft nicht beeinflussen lösten von den Ergebnissen der Notjahre 1911 und 1913. Den industriellen Wünschen brächten di« Konservativen volles Verständnis ent­gegen und ernsthaft würden sie die Vorschläge der Industrie prü­fen. Beizeiten müsse Deutschland für genügende Kompensatio­nen zum Abschluß neuer Handelsverträge sorgen. Der Einfuhr ftcmdländischer Futtermittel sei mit Energie entgegenzuarbei- lcn. Eine ernste Frag« sei, wie sich der unter der Parole . Stramm gegen rechts" zustande gekommen« Reichstag bei den neuen Han.dclsverirägen bewähren werde.

Namens der Staatsregierunz erklärt« Handelsminister Dr. Sydow, daß an dem ieivührtcii Zolltarif von 1992 nichts ge­ändert weiden solle. Es könne weder von einem Abbau, noch vcn einer Berstärkung des Zollschutzes gesprochen werden. Erst IVSNN ander« Bertragsstanten an eine Aenderung der Tarif- uerirägc gehen würden, dann würde die deutsche Regierung an oie Schaffung einer neuen Zolltarifnovelle Herangehen und Mängel des alten Tarifs beseitigen. Unter allen Umständen würde di« Regierung aber an der bisher erfolgten Zoll- und Handelspolitik festhaltcn und darauf bedacht fein, den Zufam- liienichluß der schaffenden Stände in Gewerbe und Landwirt­schaft zu fördern. (Lebh, Beifall).

Abg. Herold (Ztr.) begründet« einen Zusahantrag zu dem Antrag der Rationalliberalen ans Schutz der deutschen wirtschaftlichen Interessenans Grund der bisherigen Wirt­schaftspolitik".

Abg. Frhr. v. Zedlitz und Renkiich (frkonf.) gab der Hvfsnung Ausdruck, daß der heutige Tag durch Annahme des 'Inträges eine wirijam« Kundgebung für Inland und Ausland fein möge zugunsten der Fortführung unserer nationalen Wirt» chaftspolitik.

Abg. P a ch n i ck« (Fortschi,) lehnte den Antrag ab, der einen Zollkrieg ermögliche und Deutschland schweren Schaden

bringen könne.

Abg. L e i n e r t (Soz i sah in der ganzen Aktion nur ei- ,en Berfuch die Regierung scharf zu machen für die Jnteresten rer Großgrundbesitzer.

Abg. Dr. Schi ff« rer (Rath) erklärte di« Zustimmung seiner Freunde zu dem Anträge und den Ausführungen des Ministers.

In der Einzelberatung besprach Abg. Hammer (kons.) :i« Lage der verschiedenen Gewerbe. Er fordert« besonders, daß Deutschland ausländische Anleihen nur ausnehmen soll«, wenn groß« politische Erfolge damit zu erreichen seien. Er wünschte ferner gesetzliche Rrgelung des Zugabewcfens und eine Erhöh­ung der Warenhaussteuer. Redner begründet« dann «inen An­trag aus Schutz der Installateure und Stromverbraucher gegen ei« monopolartige Stellung großer Elekiiizitätssiimen.

Der Handelsminister bemerkte, daß er an dem Zustandekom- >n«n einer Warenhaussteuernovelle keinen Anlaß zum Zweiftl habe. Uebr die im Rating Hammer behandelte Frag« schweb­ten Erwägungen, Senn die Sache sei schwierig, ohne einen Ein- l-iss in die Gewerbefreiheit zu erledigen.

Mittwoch 11 Uhr: Fortsetzung. Schluß S Uhr.

Ans dem Hess. Landtag«

14. Kammer der Stände.

Die Beratungen wurden gestern um halb 19 Uhr mit der Generaldebatte über den Hauptvoronschlag fortgesetzt.

Abg. Ulrich (Soz.) führt aus, daß man aus den gestrigen Reden die Wichtigkeit sehen könne, welche der Besoldungsvor- g« beigelegt werde Der Staateministcr habe vor dem llaucrnbund ein« Verbeugung gemacht. Die Erste Kamm«! sei seul« Trumps, während doch die Volkskammer maßgebend sein sellte. Der Zwiespalt zwischen beiden Kammern müsse doch »uch der Regierung unangenehm sein. Di« Freude des Ueber- .kieustes werde dem Finanzministe: durch di« Besoldungsvorlag« terdarben Unsere Fuianzverhältnisft seien gesund, ivenn auch «ich! so glänzend, wie sie Dr. Osann schildere. Di« Absicht des r-taatsministers, die Beamten gegen di« Lehr«r auszuspielen, !«i unbegreiflich. Die Schwankungen in den Eisenbahneinnah­me,, seien bedenklich und «in« Revision des Vertrags notwendig. 29 Millionen Uebcrschuß habe man nur dadurch erreicht, daß man 199 Millionen neue Eisenbahnschulden gemacht habe. Die eeilungszifser»e für Hesien erhöht werden. Der anwach- !ende Rationalreichium sei nur in den Händen weniger groß:: stapitalisten. Redner verbreitet sich dann über die Besteuerung ; -ir Arbeiter, über di« schlechten Ersolge der «ereinsachungs -ommissian. die geringen Resultate des G.-ncralpardons in Hes­sen. Nietfach seien d'.e kleinen Handwerker und Heimarbeiter viel zu hoch e:.geschäht worden. Es fehl- hierzu ein Cammentar. öuich den die Uebergriffe der Steucrbeamten beschnitten:'

stjeue Tageszeitung. D-nneesta«. den S. «itrj »St«.

den. Er polemisiert dann gegen die Unterstützung des Jim«

Deutschlandsbundes mit 39 999 Mark, damit werde man di« Sozialoemokrrrtte nicht unterkriegen. Er verlangt auch wieder Beseitigung der BestätigungsLausel der sozialdemokratischen Bürgermeister und Beigeordneten, eher werde man der Regie­rung kein Vertrauen enigegeirbringen. In schärfster Weise geht dann der Redner gegen die amtlich«Darmstädter Zeitung" und deren Chcftcdakteur vor, di« in einem Artikel, den er der nationalliberalen Reichskorrespondenz entnommen, di« Sozial­demokratie als minderwertige Menschen bezeichnet und sie ächte, nur weil sie Sozialdemokraten feien. Er fordere von der Re­gierung Abänderung und Beseitigung diseer Mißständ«. Dies fei eine ungerechte Behandlung und habe man dies auch in Os- fc,rbach in der Schlachthausftag«, wie bei anderen Gelegenhei­ten erfahren müssen. Durch solche Zustände werde auch das Ansehen der Zweiten Kanrmer herobgewürdigt. Der Redner wurde während feinen Ausführungen zweimal zur Ordnung ge­rufen und von dem Präsidenten auf di« Folgen der dritten Ord­nungsrufes aufmerksam gemacht. Sein« Ausführungen nahmen etwa 2 Stunden in Anspruch.

Rach der Paus« verbreitet sich Finauzmintfter Dr. Braun zunächst mit kurzen Worten über die Besoldungsvorlag«, wobei er auf die gestrigen Erklärungen des Staatsministers Bezug nimmt. Es fei aller Wunsch, di« Vorlage unter Dach zu brin­gen. Gegen Enttäuschungen in den Eisenbahneinnahmen sei nian nicht gesichert. Auch di« Steuereinnahmen seien nicht so sicher, wir der Abg. Molthan annehme. Aus einer demnächst er­scheinenden Denkschrift werde man Näheres erfahren. Nach den neuesten Mitteilungen bleiben di« Eisenbahneinnahmen hinter den Erwartungen pro 1913 mit 143 999 Mark zurück, für 1914 sei wahrscheinlich «in« weitere Mindereinnahme von 799 999 M. zu c,-warten, wenn nicht noch höhere Ausfälle «intreten. Ange­sichts dieser Zustände soll« man sich keine allzugroßen Hoffnungen machen. Er wolle nicht allzu schwarz malen, doch weis« er auf di« weiter« Flut von Ausgaben hin, die auf Grund von Wün­schen aus dem Haus« noch in Aussicht stehen. Rach alledem sei di« große Vorsicht sehr am Platze.

Abg. Best (Ratl.) macht daraus aufmerksam, daß unsere Finanzen ans die schwankenden Eisenbahneinnahmen aufgebaut sind, dagegen stehen besondere Ausgaben in Sicht. Eine Revi­sion des Eijenbahnvertrags halte er für undurchführbar. Redner führt noch ans, daß man in der Befoldungsfrag« in der Zweiten Kammer gegenüber der Regierungsvorlage vieler erreicht habe und glaubt, daß bei gutem Willen wohl «in gutes Resultat sicher sti.

Abg, Dr. Osann (Rail.) hält gegenüber den Ausführun­gen des Finangministers fein« früheren Ausführungen über di« Ftnanzvcrhältnisi« aufrecht uich stellt fest, daß noch kleinen Rückschlägen immer wieder stetig wachsend« Mehreinnahmen zu verzeichnen waren. Für die Ausfälle sei aber der sehr gut stehende Ausgleichsfonds da. Er müsse auch daraus Hinweisen, daß feinen früheren Vorschlägen, in guten Jahren Schulden zu ttlgen, von Seiten der Ersten Kammer «ngeriicher Widerstand cntgegengebrachi wurde. Aus seinen früheren Ausführungen mutz der Redner beharren und verwahrt sich gegen den Vorwurs, daß er die Finanzlage allzngünstig geschildert habe.

Minister des Innern v. Hombergk nimmt den Ehcf- redokteur derDarmstädter Zeitung" gegen die maßlosen An­griffe des Abg. Ulrich in Schutz. Der Artikel sei nicht von dem Redakteur selbst verfaßt und könne man denselben nicht für ver­antwortlich machen. Der Inhalt des Artikels schieße allerdings über das Ziel hinaus, da er den Sozialdemokraten verwerfe, daß sie bewußt all« menschlichen Empfindungen verleugnen. Man muffe die Polttik von dem allgemeinen menschlichen Emp­findungen trennen. Die Sozialdemokratt« habe durch die Art und Weife, wie sie den politischen Kamps führe, sich selbst zuzu­schreiben, wenn derartige Ausfaffungen zum Ausdruck kommen. Er inllff« entschieden gegen die maßlosen Angriffe gegenüber dem Eheftedalieur Verwahrung einlegen. In der Streitftage in Osfenbach dürft man nicht verwechseln, daß es sich um di« Pslegekinder handle, welche deni Kreisamt und damit der Po­lizei unterstehen.

Abg. Adelung (Zsz.) polemisiert gegrn den Minister des Innern und behauptet, daß der Cheftcdotteur in dftftm Fall« für den Artikel roll verantwortlich sei.

Abg. Molthan (Ztr.) erklärt, daß der Fall Bendix die Fürsorge für die Lehrer nicht abschwächen werde. Rach wie vor wird er auch mit ftinen Freunden für dft Revision des Eisenbahnvertrags und dafür «intreten, daß die Regierung hier­zu das nötig« Material beschafft. Wenn sich allerdings in der Zweiten Kammer ftlbit Widerstände zeigen, werde man Preu­ßen von der Rotwendigkeir der Revision kaum überzeugen. Er nimmt dann die Bcieinjachungskommission, die schon große Er- sparaisft erzielt habe, gegenüber den Angriffen Ulrichs in Schutz. Endlich weist er daraus hiil, daß der Finanzminister selbst s. Zt. über di« erhöhten Eisenbahneinnahmen Mitteilun­gen gemacht habe und daß die Rückschlag: nicht so bedenklich seien. Er weide nach wie vor, trotz des Widerstandes an einer Schuldentilgung, trotz des Widerstandes der Ersten Kammer festhalte», da sie zur Gesundung der Finanzen beitrage.

Schluß l Uhr. Nächste Sitzung: Donnerstag 9 Uhr.

Fürstbilchof Lropp

Georg Kr pp wurde am 25. Juni 1837 als zwciältcster Sohn des Webers Ignaz Kopp i» Dudersto.dt geboren. Der Knabe besuchte die Bürgerschule seiner Vaterstadt Uiid vo i 1819 bis 1852 das Progyiiiiiasiriin. Don dort kein er auf das JojcfSgymnasium in Hildesheii», auf deiii er i»> Herbst 1856 das Reifezeugnis erwarb. Er trat als Telegraphen- beainter in den hannoverschen Staatsdienst und lebte als Beamter i» Hannover und zu Neuste dt ain Niibenberg. Zwei Jahre später verließ er de» Staatsdienst, um in die philo- sopbisch-theclogische Lehranstalt zu Hildcsheiru cinzntreten, wo er sich mit Eiscr dein geistlich«! Studium hingab. 186' erfolgte seine Ausnahme in das Priesterfeniinar. Ain 28.

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August 1862 enipsing er die Weihe und brachte in feiner Vaterstadt das erste Meßopfer dar.

Als Schulvikar a» dem Waisenhaufe in Henneckenrode und dann als Kaplan in Delfurth erregte er die Aufmerk- samkeit der bischöfliche» Behörde in Hildes!,eiin, die ihn 1865 unter Verleihung eines Lektorates am Dom als Hilfkarbei- ter des bischöflichen Generalvikariats berief und ihn als General-Vikariats-Asicssor ernannte.

Am 15. November 1881 ernannt: ihn Papst Leo Xlll, zum BischosvonFulda.

Ain 26. Dezember 1886 starb der Fürstbischof Herzog in Breslau. Nachdem die Vorschlagsliste des Domkapitels in 1 Breslau von der Regierung abgelohnt war, wurde Biü.l-»f j Kopp auf Vorschlag »ud im Einverständnis mit der vi'.'ußü 9 scheu Negierung vom Papst zum Fürstbischof von! Breslau ernannt.

In dem Geheimen Konsistorium vom 16. Februar 1893 1 wurde Fürstbischof Kopp zum K a r d i n a l p r i e st e r er- » koren mit der Titelkirche San Agnese furoi le mnra in Rom, 1 gleichzeitig zum Mitglied der Kongregationen der Prepa- 1 ganda, der Studien, der Ablässe und des Konzils.

Eine Laufbahn, die selbst in der für de» Aufstieg be- : sonderer Talente so ungemein günstig organisierten kcttho- ' lischen Hierarchie zu den glänzenden Ausnahmen gehört, j liegt nun abgeschlossen vor uns. Eine Persönlichkeit von 1 reichsten und vielseitigsten Gaben ist mit Georg Kopp ans ? dem Leben geschieden: Ein Theologe von Gelehrsamkeit und Scharfsinn und ein unermüdlicher praktischer Seelsorger; ein warmherziger Sozialpolitikcr, voll von ernstem Derständ- nis für die Nöte der unteren Volksschichten wie für die Macht des Organisationsgedankens, der aber aus das ent­schiedenste der Loslösung des Arbeitskampfes von der kirch- lichen Autorität, wie die reine Gewerkschaftsidce sie fordert, entgegentrat; ein streitbarer Kämpfer der ecclcsia mrlitan» und doch voll versöhnlicher Milde; ein unübertroffener Meister des Wortes auf der Kanzel wie im Parlament oder im Konzil, bei dem größte Schlichtheit und gewählteste Fein- heit der Diktion zu höchster Redekunst zusammcnwuchs; ein gewiegter Politiker innerhalb wie außerhalb der Kirche; vor allem aber, biegsam und zugleich fest wie Stahl, ein Diplo­mat großen Stils, wie unsere Tage kaum noch seinesgleichen sehen. Der Grnndzug seines Wesens war ein beherrschende» Gefühl für die Auftechterhaltung der Autorität in Kirche und Staat. Daher, und nicht etwa aus konfessioneller Eng­herzigkeit, war ec der niächttge Beschützer und Förderer der Berliner" Richtung im Geweckschaftsstreft. Daher war er auch ein überzeugter Anhänger der Monarchie, und hat als Verwalter einer Diözese, die sich weit nach Oesterreich hin­ein erstreckt, den beiden führenden deutschen Fürstenhäusern treu und redlich gedient.

lieber alle trennenden Einzelheiten 9i- » o .wftoew Katholische wie auch Evangelische an der Bahre Georg Kopp» das Eiiipfinden haben, daß in ihm der erste deutsche Kirchen­sürst unserer Zeit, ein Mann von reichstem Wirken, größten Gaben und lauterer Gesinnung aus dieser Zeitlichkeit ab- berusen worden ist, der nicht nur seiner Kirche, sondern auch seinem Könige und dem Frieden feines Volkes stets in Treuer zu dienen sich bestrebt hat.

Von der Würdigung, die Fürstbischof Kopp genossen haite, zeugt das Organ der Reichsregierung, dieNord­deutsche Allgemeine Zeitung", die zu seinem 75. Geburts­tage schrieb:

Als hingebungsvoller Diener feiner Kirche und als treuer Patriot hat Fürstbischof Kopp segensreich und vorbildlich gewirkt und in reichem Maße die Anerken­nung des Kaisers und Königs wie des Obcihauptes der i katholischen Kirche erfahren."

Tntzesnvrrjlcht.

Deutsches 21 eid».

:: Die deutsche amtliche Auslxffung über die russischen

Rüstungen, Aus Berlin geht derPol. Korr." folgende Mel­dung zu: Eine Petersburger Korrespondenz derKöln. Ztg.", in der das gegenwärtig« Verhältnis Rußlands zuin Deutsch:» Reiche in einer ungünstigen Weift besprochen wird, hat in der großen Oeffcntlichleit einen gewissen Eindruck gemacht. Es ver­dient ausdrücklich hervorgehaben zu werden, daß dies« Ansicht an maßgebender Stelle hier nirgends gestellt wird. Es liege leine Veranlassung vor, den Forlschrilten Rußlands auf mili­tärischen, Gebiet« einen bedrohlichen Charakter, speziell gegen Deutschland, bcizulcgen.

:: Die Abberufung trs deutsche» Militärbcoollmächtigtkn in Betcrsburg. DieKöln. Zrg." meldet aus Berlin: Rach Pariser Pressemeldungen soll imTemps" dft Abberufung des drulschen Militärbevollmächiiglen in Petersburg, Grafen Dohna-Schla- biiten. mit einer deutsch russischen Berstlmmung wegen der Mis­sion Lima» von Sanders in Verbindung gebrach! werde». Eine derartig" Bermutng wäre durchaus irrtümlich. Der Ltiechsel aus dem Posten des beutji*at Militärbevollmächtigten in Pe- iersbnrg war schon lange vor der Eniftndung des Geneigis Li- inan in Aussicht genommen Kaiftr Nikolaus hat den Nachfol­ger des Grasen Dohna schon im Mai vorige» Jahres kennen ge­lernt, als er zur Hochzeit des Herzogs von Biaunschweig i» Berlin >var.

Rußland.

:: Die russisch:,, Rüjtuueeu. Das zufällige zeitliche Zusam- »»entreffen des Pel rrburger Arttkrls derKöln. Zig." über dir russische» Rüstungen gegrn Deutschland und einer Auslag- v 11 g b:r hochoffiziöftn WienerMilitärischen Rundschau" über die beoorstehcndin allgemeinen Probemobilijailonen in R,ß land, die in, April beginnen sollen, gibt einem Teil der Piess« Anlaß zu Erörterungen der russischen Auslandspolitik, dft zun, Teil inspiriert sein mögen. Darauf deutet wenigsftns der Um-