««»* Xageeptmti«. aitmtag, »«, ». jwarj 1914.
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Nr. 52
(Erotz-Wi,rternheimer) und Bockbier spenden wenden. Dies«
Neuerung wird natürlich viel Geld kosten, aber di« Winter- wühler haben s ja, obwohl böse Zungen behaupten, datz sie gern Freibier lutschen. Glückliches Wölfersheim, Schlaraffenland der Zukunft- X.
* m. Rieder-Mörlen, 3. März. Ein« zahlreich besucht« Versammlung von Grundeigentümern nahm mit Stimmenmehrheit den Antrag auf Feldbereinigun? hiesiger Gemarkungen, knüpfte aber di« Bedingung daran, daß vorerst die Bahnlinie Bad Nauheim—Usingen genehmigt sein und das dazu nötig« Gelände, welches naturgemäß durch wertvollen Grundbesitz führt, erst abgesteckt sein mutz Ein ganz vernünftiger Gedanke, die die Gemeinde wohl vor grotzcn Schaden bewahrt (siehe Steinfurth), wo zuerst Fcldbereinigung stattfand und nachher das Bahngelände abgelteckt wurde. Freilich werden sich die Niedcr-Mörler »och eine Zeitlang mit der Felbbereinigung gedulden müsien, wemr sie anf ihrem Standpunkt beharren.
* Raastadt, 3. März. Sonntag Abend wurde» die hiesigen Einwohner durch folgendes Ereignis sehr erschreckt: Als der Verwalter Spengler des hiesigen Hofguts kurz nach II Uhr das Tor abschloh, wurde er durch einen Schweizer
- hinterrücks angegriffen und durch Futztrittc sowie Dolch- stickze schrecklich zugerichtct. Erst nach einer halben Stunde gelang es einigen Leuten, durch die Hilferufe anfmerksain gemacht, den schwer Bedrängten aus seiner entsetzlichen Lage zu befreien. Dein Unhold gelang es, in seine Wohnung zu cntkoinnic», worin er gestern morgen um 3 Uhr durch die Ortcnberger Gendarmerie verhaftet und in das Gefängnis zu Nidda eingcliescrt wurde. Der Verhaftete war erst vor kurzem ans dem Gefängnis entlassen worden.
* Slockheim, 3. März. Hier feierte das Martin Frickelsche Ehepaar bas golden« Ehejubiläum.
* Bübingen, 3. März. Durch einen ganz eigenartigen Ilm- stand kam in einem Nachbarorte «in Landwirt ums Leben. Dieser hatte sich einen starken Schnupfen zugezogen und während dieser Zeit seinen Acker mit künstlichem Dünger bestreut. Dabei floz ihm etwas Düngerstaub an die entzündete Nase; er zog sich eine Blutvergistung zu, der er schon am nächsten Tage erlag. Der Mann hinterlätzt eine Witwe mit sechs Kindern.
* Hungen, 3. März. Honte war der Untersuchungsrichter von Gießen hier und nahm Verhöre bezüglich des Fehlbetrages der Vorschuß- und Kreditkasse vor. ES soll sich uni einen durch den Rechner Schmidt verrintreuten Fehlbetrag von 30 000 M handeln. Schmidt hat wohl der Kasse eine Hypotheke über 30000 -Ä gegeben, doch soll sein Anwesen, aus welches dieselbe eingetragen ist, überschuldet sein. Er wurde vcrhastct und in die Untersuchungshaft nach Gießen gebracht.
* Langsdorf, 3. März. Der Landwirt PH. Schiel von hier stürzte beim Auspntzcn eines Baumes durch Brechen eines Astes zu Bode» und zog sich hierdurch schwere Verletzungen des Rückgrates zu.
* Gieße», 3. März. Generalmaior von Trotta gen. Lrcyden. der seitherige Kommandeur unseres Infanterie- Regiments ist zuni Kommandeur der 07. Jnfantcriebrigade in Frcibnrg in Baden ernannt worden. Hauptmann Rieck erhielt den Roten Adler-Orden 4. Klasse mit der Königlichen Krone verliehen.
* Gießen, 3. März. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte gestern das Schwurgericht gegen den Arbeiter Earl Göttlich Fey von Lich wegen Totschlagsvcrjuch und Verbrechen gegen § I7G I des Strafgesetzbuches. Als in Lich gegen Ende des vorigen Jahres ans Anlaß eines BallfesteS ein junger Mann namens Lederinann ein Mädchen nach Hause begleitete, folgte der von seiner Frau geschiedene Fey »nbemcrkbar dem Paare. In den fürstlichen Parkanlagen ließ sich das Paar auf eine Bank nieder, als plötzlich aus dem Dunkeln Schüsse krachten und der junge Lcdermann von mehreren Kugeln ini Unterleib getroffen, zu Boden stürzte. Das Vtädchen schrie laut um Hilfe und sofort eilte aus de: Dunkelheit der Angeklagte aus sie zu. Trotzdem das Mädchen sich seinem Verlangen widersctzte, verstand es Fey, sie seinem Willen zu eigen zu niachen. Erst später fanden andere Leute den schwer verletzten Ledermann, in seinem Blute liegend, anf. Ledermann ist heute noch arbeitsunfähig und auch nach dem Gutachten des Gehciinen Medizinalrats Haberkorn als dauerird für schwere Arbeit unfähig zu betrachten. Eine Kugel befindet sich noch im Rücken des Ledermann. Unter Zubilligung mildernder Umstände erkannte da» Gericht nach Bejahung jänitlicher Schuldfragen auf eine Gcsamtgesängnisstrafe von 2 Jahren 0 Monatei abzüglich 3 Monate Untersuchungshaft.
* Gießen, 3. März. Vor Jahren wurde einem Bäcker- »’.eifter hier von seinem Fahrbursckien, der des morgens ftüh de« Pferdeslall betrat, gemeldet, die Händler, welche Tags vorher Vieh in dein Stalle eingestellt hatten, hätten ein Kalb in demselben stehen lassen. Als sich der Bäckermeister das Kalb näher betrachtete, tvar es ein Fohlen, das seine Stute die Nacht geboren hatte. Genau so erging es gestern dem Fuhrmann Wagner. Seine, vor noch nicht langer Zeit von einem Händler erworbene Stute, hatte ebenfalls, ohne daß jemand eine Ahnung hatte, die Nacht gefohlt. Hoftentlich gelingt seiner "Fürsorge das Tier aufzuziehen, was viel schivcrer ist, als viele Leute in der Stadt glauben.
* Eietzen, :j. März. In Sachen der Konkurses der Eewerbe- bnnk Lollar war am Montag Termin vor dem Grotzh. Amtsgericht Eictzen. Es war «ine grotze Zahl Genosienschastsmidglie- der und Gläubiger erschienen. Den letzteren wurde mitgeteilt, datz aus der Masie vorerst ein Borschutz« von 17 Prozent durch den Konkursverwakter zur Auszahlung gelangt. Geschädigt sind u. A. viel« Vereine, jo von Ruttershausen allein die beiden Gesangvereine, der Turnverein der Kriegerverein und der Biehvcrsicherungsverein.
* Eietzen, 3. März. Der heute stattfindend« Biehmarkt stbeinl einer stärksten Frübtabrsmärckte »I neben. In allen
Wirtschafte» und Hotels sind sämtliche verfügbaren Zimmern beseht.
* Gießen, 3. März. Daß kürzlich in der ersten und jetzt auch in der zweiten Kannncr mit Unterstützung der Fraftion des Bauernbundes ein Antrag eingebracht wurde, der daraus akzielt, dem Gemeindeumlagengesetz den Ertragswcrt z» Grunde zu legen, ist mit Freuden zu begrüßen. Denn die seitherige Besteuerung der Immobilien nach dem Gemein- wert hat eine große Anzahl von Hans- und Grundbesitzern ruiniert und wer bicr in Gießen z. B. vor dem Jahre 1908 sein Vermögen in Jmmobilienbesitz angelegt bat und jetzt nicht über weitere Mittel znni Zusehen verfügt, der geht rettungslos der Verarmung entgegen. Mit Schuld daran sind natürlich in erster Linie dig unerschwinglichen städtischen Abgaben an Stenern, Wasser-, Kanalgebübren und Straßen- kostcnbeiträge und so lange dieselben bestehen, ist an eine Nntabilität des Grundbesitzes nicht zu denken.
* Lollar, 3. März. Der Veteranen- und Krtegervcrein hatte am Sonntag eine Zusammenkunft im ..Schwanen". Herr Eivil-Iirgcnieur Toller hielt einen Bortrag über di« französische Fremdenlegion, er halt« feinen Bruder vor 12 Jahren aus derselben befreit. Hanptlehrer Sehrt sprach über 1364 und di« Anfänge der Krieg« von 1866 und 1870. Herr Dr. Nordmann sprach ebenfalls über die Erlebnisie eines Freunder von ihm in der Fremdenlegion. Die Borträge wurden aufmerksam an- gehört und mit reichem Beifall belohnt.
* Londorf, 3. März. Ein ckjähriger Knabe des Gendarmen Weitz fiel in die offengelaffene Senkgrube. Bis das Kind gefunden und herausgeholt wurde, war es bereits tot.
* Frankfurt n. M., 3. März. Das bekannte Standbild Karls des Großen anf der alten Brücke wird auf der neuen Kaiscrbrücke keine Aufstellung wieder finden. Es wird dem Sachsenhänser Bezirksvcrein zur Obhut übergeben, der es mit Erlaubnis des Magistrats auf einer Schmnckterrasse am Mühlberg ausstellen läßt. Die künstlerisch nicht bedeutende Statue ist ein Werk von C. E. Wendelstadt und wurde 1843 auf der Brücke aufgestellt.
* Frankfurt a. M., 3. März. Die Gerichte gehen dem Zuhältcruntvesen seit kurzem scharf zu Leibe. Gestern wurde z. B. der Klavierspieler Karl Schöne wegen einer solchen Straftat zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
* Frankfurt a. M., 3. März. Die bei der Explosion im städtischen Elektrizitätswerk schwer verunglückten beiden Männer befinden sich nunmehr außerhalb aller Lebensgefahr. Leider sind sie, besonders Ingenieur Schneider, zu völligen Krüppeln geworden. Die Stadt übernahm jede weitere Fürsorge für die Armen.
* Frankfurt a. M., 3. März. Nach 28jähriger Tätigkeit als Präsident des Gesamt-Taunusklubs hat Herr Peter Kittel gestern sein Amt aus Altersrücksichten niedergelegt. Der Klub ernannte den um die touristisch« Erschließung des Taunus hochverdienten Mann zum Ehrenpräsidenten. Ferner wird im Kapitclsaal des Feldbergturnies. einer Schöpfung Kittels, eine Bronzeplakette mit dem Reliefbilde des Ehrenpräsidenten angebracht. An Kittels Stelle wurde Stadtrechnnngsdirektor Kramer zum Präsidenten gewählt, zweiter Präsident wurde an Stelle des verstorbenen G. Scholl Kaufmann A. Balzer. — Dem Jahresbericht des Klubs zufolge hat die Wohltästgkeitsabteilung im Bereiche des Taunus im letzten Jahr eine umfassend- Liebesarbeit ousgeubt. Sie unterstützte in 90 Ortschaften 542 arme Familien und einzenle Personen, unterhielt 18 Schwestern- und Krankenstationen und viele Kleinkinderschnlen. Den durch das Unwetter am 1. Juni 1913 schwer geschädigten Ein- wohnern von Arnoldshain und Anspach überwies sie rund 3000 M.
Hessen-Nassau.
* k Usingen, 3. März. Auf dem Schweinemarkt waren angetrieben 235 Ferkel und 43 größer« Tiere. Bezahlt wurden: bl» 6 Wochen alt« 15—20 Mark, 6—8 Wochen alte 20—30 Mark, 8—12 Wochen alte 30—40 Mark, 3—4 Monat alt« 40—50 Ml., 4— 5 Monat alte 50—60 Mark, über 5 Monat alte 60—70 Mk. — Der Haushaltsvoranschlag wurde in allen Teilen durchbepa- ten und in Einnahme und Ausgabe auf 155 000 Mark festgesetzt, Bei der Wahl eine» Beigeordneten erhielt Heinr. Heinrich S Stimmen und wurde mit einer Mehrheit von 2 Stimmen gewählt.
* r. Hausen, 3. März. Unserem OrGdiener Jakob Ohly ist für langjährige treue Dienstleistung das allgemein« Ehrenzeichen verktehen und durch Nechmmgsrat Strieder auf dem Landvats» amt« in Usingen überreicht worden. Ohly tst 70 Jahr« alt und Kriegsveteran von 1808 und 1870-71. Er hat 33 Jahr« lang den Dienst als Orts- und Polizeidiener versehen.
* t. Wilhelmsdorf 3. März. Schon des öfteren wurde hier der Wunsch laut, ein« eigene Schule ja besitzen, da di« Kinder bei Sonnenglut und großer Kälte nach Hundftadt tn dt« Schule gehen müsien: aber auch sonst bringt der tägliche Marsch für di« Kleinen mancher unangenehme mit sich So find vor kurzem 2 achtjährig« Mädchen von einem Haiünoerksburschen belästigt worden. Die Gemeinde bringt gern «tn finanziell«» Opfer, wenn nur ihr Wunsch recht bald in Erfüllung geht. Der Staatsbeitrag ist ja doch gesichert.
* Brand«berndorf, 3. März. In der Arrabinlchen Gerberei brach eia Brand an», der durch dir Wehren zwar bald auf fei. nen Herd beschränkt werden konnte, an dem Gebäude aber immerhin einen nicht unbeträchtlichen Schaden airrichtet«.
• Bad Homburg v. d. H., 3. März. Zur Förderung des Baues von Kleinwohnungen im Obertaunuskreis beabsich- tigt der Kreisausschuß die Aufnahme einer weiteren Anleihe von 100 000 Jt.
• Uutrrlicderbach, 3. März. Für den Neubau einer Schule beschloß die Gemeind« di« Aufnahme einer Anleihe von 120000 <M.
• Höchst a. M, 3. März. Eine hübsche Staststik hat ein hiesiger Einwohner ausgestellt. Er stellte fest, daß alle Höchster Metra« nur Rindfleiichderkaufen und nicht ein einziger
Kuhfleisch. Auf den, städtischen Schlachtbos dagegen werden auf Grund des amtlichen Schlachtberichte? nur Kühe ae- schlachtet, sehr selten mal ein Rind. Nun entstellt die Dokto: • frage: „Woher bekommen die Höchster Rindsnrehger ik, Rindfleisch und wo bleibt das Kubsleisch vom Schlackstlwi'."
* Nied, 3. März. Auf einem hiesigen Ackerstück ; :?!, mnn einen gut erhaltenen großen Holzzirkel mit der Jahres- zahl 1813.
* Gelnhausen, 3. März. Unter dem Verdacht, den ' 'Iller Müller in Hettenhausen getötet zu baden, winde gestern der Gastwirt Herrn aus dem gleichen Dorfe verhaftet
* Eronbcrg, 3. März. Nach siebenjährigen Kreiiznngl- versnchen hat der Gärtner Anton Engel in, naben Schönt ■> eine ausgezeichnete Erdbeerforle gezogen, die in diesen, Ist,, zum erstenmale in größeren Mengen znm Versand tu,,,: .t. Die irene Sorte führt den Namen , Tannnsperle" und bilde! einen völligen Ersah für die bisherige Eronberger Svr,ia lität „Lartons Nolle". Die „Tannnsperle" kommt als eist- aller Erdbeeren bereits im Monat März in den Treibbaust- » zur Reife und zugleich zum Versand.
* Ncuciihain, 3. März. Hier macht sich in immer stärkerem Maße eine Bewegung geltend, die die Abtrennung de? Ortes vom Obertaunnskreis und den Anschluß an den Kreis Höchst zum Ziele hat. Die entfernte Lage des Ortes von drr Kreisstadt Homburg ist für Neuenhain von jeher wenig günsstg gewesen. Der Nenenhainer „Abfallbewegnng" haben sich auch die Altenhainer Einwohner angeschloise». Beide Dörfer erwarten von einem Anschluß an Höchst, das ihnen vor den Toren liegt, einen erheblichen wirtschaftliche» Austchwung, der durch die bisherige Zuteilung znm Ober- taunuskreis versagt war.
* Broubach e. Rh., 3. März. Di« verheerenden Wirkung«!, der Rebschädling« insbesondere dec» Heu. und Sauerwurn,» machen ein gemeinsames Borgehen der Winzer gegen die Feinde des Weinstoikes immer notwendiger. Aus dieser Erkenn!^ heraus hatte der La,ü,rat des Kreises St. Goarshausen, (6-. r. Regienmgsrat Berg, alle Winzer und Weinbautreibenden des Kreises St. Goarshausen zu einer Versammlung in das Rathaus in Braubach cmberufen, um über eine zweckmäßig« allge. meine Organisation zur Bekämpfung der Rebschädling« zu Ik- raten. Die Versammlung war stark besucht. Kreisobst, und Weinbaulehrer Biermann°St. Goarshausen besprach di« V- kämpfung der Rebschädling« Oidlum, Peronospora und Heu Sauerwurm in bekannter Weise, gab aber der mechanischen Be kämpfung — Winter, und Sommerbekämpsung — des Heu- und Sauerwurm» den Vorzug vor den chemischen Belämpsungsmit- teln, wie vor allem mit Nikotin. Es stehe noch nicht uuumftötz. sich fest, ob mit Nikotin in heißen Sommern so günstige Eriolg: wt« tn dem regnerischen de» Jahres 1813 in der Gemeinde Hoch heim a. M. erzielt wurden und ob di« our den mi> Nikotin bc. handelten Trauben erzeugte Ereszenz nicht einen Tabakgeschmack annehm«. Der Redner wies aus «in« allgemeine Bekämpfung der Schädlinge hin. Sämtliche Gemeinden des Kreises St Goarshausen mutzten sich zu diesem Behuf« zusammenschlictzen. jede Gemeinde im Bezirk« von je 40 Morgen Erötz« cingeteilt und dies« unter di« Aufsicht je eines erfahrene» Winzers gestellt weiden, der die Bekämpfungsarbeiten leite. Geheimer Regierungsrat Czeh-Wiesbaden gab ebenfalls den mechanischen Be- kämpsungsMitteln, denen di« Zukunst gehöre, de» Borzug vor den chemischen. Di« Königliche Domäne Hobe geradezu mit den mechanischen Mitteln, wie Abbürsten der Rcbschenkcl, Umwand, lung der Wcinbevgspsahlanlagen in Drahtanlogen, Mollcn- fangen, Aus bürsten der Geschein« a la Beidertrnden. glänz-?,, re Erfolg« erzielt. Di« Kosten der Bekämpfung des Heu. und Sauerwurms in den Domänialweingütrrn des Regierungsbezirks Wiesbaden von 1801—1813 hätten 150 202,18 Mark aus. gemacht, dafür fei aber von 1901—1810 ein Reingewinn von 1 148 895,51 Mark erzielt worden. In der sich anschließenden ausgedehnten Debatte trat Geheimer Regierungsrai Berg für etn« allgemeine Organisation wie vorgefchlagen ein und teilte mit, datz er bei dem Resiort-Minister dahin vorstellig geworden, datz die Gelder aus dem Bcrfuchsfonds nicht allein zur Be. kämpfung des Heu- und Sauerwurms, sondern auch zu der des Oidiums und der Peronospora gezahlt werden. Bürgermeister Roth-Brauboch, Bürgermeister Herpell-St. Goarshausen, Winzer Gras-Braubach, Bürgermeister Schlltz-Oberlohnstein schlossen sich den Vorrednern an. Besonders wies Bürgermeister Herpell darauf hin, datz jede Gemeind« danach streben soll«, in ihren Weinbergen Drahtanlagen einzurichten, die nach dem heute Ge. hörten ein Hauptbekämpfungsmittel des Wurmes feien. Rentamtmann Schweitzer-Ofteifpai brach für das Nikotin vergeblich ein« Lanze. Die Versammlung erklärt« sich schiietzlich damit einverstanden, ein« allgemeine Organisation im Kreise St. Goarshausen zur Rebenschädlingsbekämpfung durchzuführen und sandte dem Chef der Rheinstrombauverwaltung, dem Oberpräsi- denten v Rheinbaben.Koblenz «in Telegramm, in dem di« Winzer de, Kreises Et. Goarshausen den Dant ausfprechen für die Schritte, die v. Rheiiubaben etngeleitet, um ein« Verminderung der Rauchplage auf dem Rhein herbeizuführen.
* Hrrbor», 3. März. Im Heisterberger Walde wurde der Landwirt Gustav Michel von einer umfallenden Kiefer erschlagen. — Ein gleiches Schicksal traf den Landwirt Peter Heiland im Gemeindewalde von Steindorf. Beide waren verheiratet.
Heu- und Strohmarlt. Heu kostet« Mk. 2,86—3,20. Ange- sahreu waren 12 Wagen Heu aus den Kreisen Dieburg, Hanau und aus Oberhesien. Das Geschäft war ruhig.
Frankfurter Wetterbericht.
Voraussage: Wolkig, höchsten« vereinzelt Niederschläge,
nachts kühl, tagsüber mild, westliche Winde.
Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg: für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung". A.-G Krrebbera > ß


