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91r. 5t

DaS Haus vertagt sich aus Montag, 2 Uhr: Petitionen, Nachtragsetats, Postetat.

Schluß 4 Uhr.

Prentzilcher Landtag.

Abgeordnetenhaus.

Das Preußische Abgeordnetenhaus beendete am samstag die Beratung des Bau-Etats, zu dem «in Antrag Dr. Hahn Ikons.) und Flathmann (Nal.) eingegangent war, der um Mit­tel ersuchte zum Erweiterungsbau der Fischerei.Pachrhallen am Hafen Geestemünde.

Abg. Dr. L i e b l n e ch t (Foz.) forderte Erleichterungen für dt« Schiffer bei der Entrichtung des Schleusengeldes.

Unterftaatsjekretar Frhr. Coels v. d. Brüggen be- nierkt«, dag Beschwerden, wie sie Abg. Liebknecht vorgebracht habe, bei der Berwaltung nicht cingegangen seien.

Abg. Dr. Liebknecht erwidert«, das käme daher, weil die Schiffer immer unterwegs wären und keine Zeit zu Reklä- uiationen hätten.

Abg Zu ft (Rail.) trat für die Fischer der unteren Elbe ein.

Abg. Dr. Hahn (kons.) wandte sich gegen di« hamburgische Politik, die di« preußischen Anlieger der unteren Elbe schädige.

Ei» Negicrungsvertreter gab bekannt, daß Hamburg Mark

vvv als einmalige Abfindung für di« Schädigungen geboten habe.

Dies erklärt Abg. Dr. Hahn (kons.) für unzureichend.

Cehcimrat E i ch bemerkte, dag, wenn der Wasserstand der unteren Elbe dauernd sinken sollt«, die Regierung den früheren Stund Herstellen würde.

Die Abgg. Dr. Hahn (kons.) mrd Flathmann (Statt.) traten dann für den Antrag ein.

Der Unterstaatssckretär hielt diesen Antrag für unnötig. Sollte rin Erweiterungsbau der Pachthallen notwendig werden, so würde die Regiemng selbst dazu schreiten.

Abg. Ad. H o s s m a n n (Soz.) stimmte dem Anträge zu, giiss dann aber die Konservativen an.

Abg. Dr. Hahn (kons.) antwortete: Auch di« Genoffen Ealwer und Schippe! hätten die Notwendigkeit der Zölle a,v erkannt. Der Heringszoll sei notwendig gewesen, um di« Fi. siher vor der unlauteren Konkurrenz des Auslandes zu schützen.

Schließlich wurde der Antrag der Budgetkoinmission über wiesen und der Bau-Etat genehmigt. Es folgte di« Beratung drs Gesetzentwurfes über die Einziehung staatlicher Schiffahris- ak-gaben durch Gemeinden rmd Private.

Abg. v. Loo» (kons) hielt er nicht für richtig, daß den G.mcrnde» eine neu« Aufgabe aufgebürdet werde» solle. Nach kurzer Debatte wurde der Entwurf an di« Kommunalabgaben» Kommission verwiesen.

Beim Ausgrabungsgesetz bat Kultusminister Trott zu Sol, um Annahme des Gesetzes, das im wesentlichen de« vor­jährige» Deschlüffen des Abgeorrnretenhauses entspreche.

Abg. L i p p m a n n (Fortschr.) führt« aus, di« sofortig« Annahme des Gesetzes diene den historischen und Kuliur- intereffem

Abg. Weitzermel (kons.) hielt den Schutz unserer Boden­schätze und die Berhindernng ihrer Ausfuhr für dringend er. forderlich.

Im ähnlichen Sinne sprachen sich di« Abgg. Schreiner (Ztr.), E o t t s ch a l k (Statt.) und Dr. Liebknecht aus.

Der Kultusminister legt« erneut di« Wichtigkeit des Ge­setzes dar, doch lehnte cs Abg. Frhr. v. Loe (Ztr.) ab, da es bei der vorgeschrittenen Bolksanfkläruug überflüssig sei.

Abg. Dr. v. Zakrzewsri (Pole) erklärte sich für das Er fetz.

Nach weiterer unwesentlicher Aussprache wird das Gesetz über di« Ausdehnung des Moorschutzes auf Pommern und Schleswig-Holstein angenommen.

Beim Etat der Münvcznoaltung übte Abg. Linz (Ztr.) Kriiik an den preußischen Münzen, di« recht »»künstlerisch wirk­ten.

Der Kultusminister w« gegenteiliger Meinung und hielt Angriffe in dieser Sach« für ungerechtfertigt.

Abg. Dr. Wendland (Statt.) fand gleichfalls di« Mün­zen recht unschön,

Abg. Dr. Ehlers (Fortschr.) legte mehr Wert als auf Schönheit auf leicht« Erkennbarkeit der Münzen.

Nach unwesentlicher kurzer Debatte wurde der Etat der Münzverwaltung erledig. t

Nächste Sitzung Montag II Uhr. Kommunalabgabengesetz. Schluß halb 6 Uhr.

Cliyesüberstcht.

Deutsches Deich.

:: Eine Berwohrung der Hessische» Regirrnng. Eine ener­gisch: amtlich: Richtigstellung von Seiten des Ministeriums veröffentlicht« am Samstag di«Darmftädter Zeitung" gegen, über der in verschiedenen Blättern (wie wir ausdrücklich gegen­über anderen Mutmaßungen feststcllen wollen, nicht von der R, M. $t) verbreit:len Auseinand:rjetzungen über di« Verhand­lungen zu der Desoldungsvorlage, nach der die Regierungser­klärungvöllig überraschend" kam, da di« Regierungsoerlrcter M bcn erhöhten Forderungen für di« Lehrer ruhig zugehört und keinerlei Bet» dagegen eingelegt haben. Di« Darstellung sei, wie das Blatt meldet, völlig unzutreffend und werden di« Stel­len angeführt. nach welchen die drei Minister im Berlaufe der Vcrsch:eden:n Verhandlungen sich teilweise sehr energisch gegen Mdc Forderung, die über den Regierungsvorschlag hinausgeht, «llsgjprock-en haben. Wenn der Versaffer des Artikels etwas «nders behaupt«, so sei er über die Verhandlungen der letzten Mouai« wenig unterrichtet. Derartig unbegründet« Behaup­tungen würden aber im Interesse einer glücklichen Lösung der Schwierigkeiten besser unterbleiben.

:: L-ndt-gsw-hl in Offenbu.g, Bei der Landtagswahl in Offenburg wurde der Kandidat der Fortschr. Doltspartei Rechtsanwalt Muser, mit 1428 Stimmen gewählt. Der Zen^ liums.andidat. Bet-ieb;inspeltor Hauser. 1"N St->"mc::.

Neu« Tageszeitung. Montag, den 2 . März 191*.

Damit hat die Link« den Wahlkreis Offe-nbuvg-Stadt, den

sie schon seit Jahrzehnten inn« halte, bei den letzten Wahlen aber an das Zentrum verloren hatte, wieder gewonnen.

:: Die Bcrteidigungsliga. Der neugegründetrn Liga zur Verteidigung Elsaß-Lothringens gingen bisher über 6000 Bei­trittserklärungen zu. Sie beschloß, zukünftig jede deutsche Zei. tnng, die Unwahrheiten über elsaß-lothringische Vorgänge und Einrichtungen ausstreut, strafrechtlich zu verfolgen. Die Herren täten klüger, wenn sie ihr Bemühen darauf richten würden, daß Vorkommnisse wie in Zabern und jüngst erst wieder in Stratz- burg jür die Zukunft unmöglich würden.

:: Die Asrikareis« des Kronprinzen. Di« Reife des Kron­prinzen nach den deutschen Kolonien ist nunmehr von dem Ko. lonialstaatssekretär in der Vudgetkommission des Reichstages amtlich bestätigt worden. Wie di«Franks. Ztg." hierzu er­fährt, wird die Reise, an der übrigens auch di« Kronprinzessin teiluehmen wird, den Besuch von Ostasrika und Südwestafrika sowie Kamerun bezwecken. Ine Rordaftika wird das Kronprin- zenpaar voraussichtlich etwa Mifte August von Südafrika «in­treffen, um an der feierlichen Eröffnung der Schlußstrecke der Tangantzikabahn und der zweiten ostafrikanifchen Landesaus. stcllung teilnehmen. Ob die Reise mit einem deutschen Reichs- postdampfer oder auf einem deutschen Kriegsschiff ausgeführt wird, dürfte noch nicht feststehen.

Oesterreich.

:: Scheiter» der deutsch-tschechische» Ansgleichsvrrhandluu-

gen. Di« von dem Ministerium Stürgkh in di« Weg« gelefteten neuen Ausgleichsveihandlungen zwischen den Deutschen und den Tschechen in Böhmen sind durch die von -den deutschen Landtags. Parteien gefaßten Deschlüffe endgültig zum Scheitern gebracht worden. Die deutschen Abgeordneten des aufgelösten böhmischen Landtags erklärten die von der Regieru-ng vorgeschlagene» Ausgleichselaborat« für vollständig indiskutabel und verlangten di« bedingungslos« Zurückziehung derselben. In der Verhand­lung selbst kam es zwischen den Deutsch-Radikalen einerseits und den deutschen Fortschrittlern anderseits zu Weiterungen, da di« Fortschrittler, ohne den Beschluß der deutschen Landtags­abgeordneten abzuwarten, selbständig bereits am Samstag der Regierung mitgeteilt hatten, daß sie an den Ausgleichsverhand. langen nicht teilnehmen. Rach einer Erklärung der deulsch-ra- dikalen Führer iu der Beriammlung verließen sämtliche Deutsch- Radikal« den Beratungssaal, Gleichzeitig erklärte der Führer der deutfch.tschechischen Agrarier, der früher« Minister Rächet, in einer Versammlung in Liffa, daß di« Tschechen in der bevor­stehenden Rcichrratssession unter keinen Umständen von der Ob­struktion ablaffen werden. Sie wollen vielmehr wiederum di« Regierung zwingen, zum Paragraphen 14 zu greifen. Unter diesen Umständen steht man in politischen Kreisen einer bal­digen Auflösung des Reichsrais entgegen, da es jetzt schon als ziemlich sicher anzusehen ist, daß der Reichsrat durch die tschechi­schen Abgeordneten arbeitsunfähig gemacht werden wird.

Ungarn.

:: Die Debresziner Attentäter verhaftet. Bei der Budapest«! Poligeidirektion ist von der Bukarester Polizei di« Meldung eingetroffen, daß die beiden Attentäter, di« den Bombenanschlag auf den griechisch-katholischen Bischof Mikloffq verübt haben, bereits verhaftet werden konnten. Di« Attentäter find der ge­wesene aus Westarabien stammend« Universitätslehrer Catha- ram, der seit einiger Zeft als Boxkämpfer im Zirkus und in verschiedenen Varietes austrat, der andere ist ein Matrose na­mens Thesdoreff, ein gebürtiger Russe, der mit dem bekannten MeuterschiffBotemkin", das seinerzeit i» Ealatz gelandet hatte, nach Rumänien kam und sich seit dieser Zeit dort aus­hielt. Er und Calharau hielten sich wenig« Tage vor dem At­tentat in der Bukowina aus, wo sie in Gesellschaft einer Frau gesehen wurden. Di« Verhaftung konnte auf Grund der Perso- nenbeschieibung erfolgen, die ein jüdischer Hausierer, bei dem die Attentäter das vielgenannte falsche Leopardenfell, das ein ganz gewöhnliches Lammfell ist, inacht«. Der Hausierer er. kannte in den beiden Berhafteten ganz bestimmt di« zwei Käu­fer des Felles.

Ztalien.

:: Faustkänipse in der italienischen Kammer. In der letzten Kwinmersitzung gab es heftige Tumulte, Schon bei ihrem Er. scheinen tm Sale wurden die Mitglieder des Kabinetts von der äußersten Linken mit wildem Lärm empfangen, der sich noch steigert«, als Erolitti lind der Arbeitsminister Sacchi zu reden versuchten. Auch Luzzatti konnte kaum reden, da ihn die äußerste Link« beständig Lberschrie und ihm Schlappheit gegen­über der Negierung vorwcrf. Schließlich mutzte die Sitzung unierbroch:» weiden. Inzwischen fand in den Wandelgängen ein pittoresker Faustkampf zwischen dem Ministeriellen Racco Balkan« und dem Sozialisten Altobelli statt, die sich erst gege-i- seittg nrit den kosenamenKamorrist" undMaffioso" beleg­ten und dann sich gegenseitig das Fell gerbten. Nachdem di« Neugier der Zuschauer gestillt war, wurde di« Sitzung wieder aafgenommen.

Bem Bolton.

:: Die Uuabhängigleitsbestrebnngen im Epirns. Heber die Vorgänge im Epirns erhält di«Albanijche Korrefp." folgende Mitteilungen: Die Bewegung im Epirns ist seit vielen Mona, len vorbereitet und irr der griechischen Preffe offen anzekändigt worden, Ti« wird von dem eh:>naliz:u griechischen Eenerat- gouvermeur Zographer, den, griechischen Offiizcr Spiramilias und dein Metropoliten von Koritza geleitet. Di« sogen,heili­gen Bataillons" rekrutieren sich zum größten Teil aus im Epi- vns gänzlich fremde» Elementen. Die heimisch« Bevölkerung steht der Bewegung vollständig fern und wird von den Fremd, lingen lediglich terrorisiert.

Bereinigte Landwirte.

Mitglieder! Landwirte!

Seit Jahr irnd Tag sind di» Milchhändler unablässig und mit Ueberlegung bemüht, den

kinlilMreis sttt MA zu drückt«.

Es ist ihnen auch im vorigen Jahre gelungen, den Preis

von 18 Pfennig, wie er im Jahre 1911 fcstgelegt wnrde, auf 17 Pfennig frei Frankfurt und Offenbach hcrabzusetze».

Doch der Appetit kommt mit dem Essen und gegenwär- iig sind die bekannten Preisdrücker an der Arbeit, eine weitere Herabminderung ans 16 Pfennig und »och darnnter herbeizuführen. Dabei bleibt der Verkaufspreis von 24 Pfg. bestehen. Vor dem konsumierenden Publikum aber steht der Landwirt als Berteurer dal

Landwirte! Die Preisdrücker können nur Erfolg haben, wenn Ihr nachgebt und Euch in'§ Bockshorn jagen laßt. Teile und herrsche! Diesen alten Lehrsatz, der in der Taktik erfahrenen Römer machen sich auch die Milchhändler zunutze. Sie schreiben einem nach dem anderen ihrer Liefe- ranten, daß sie nur »och 16 Pfennig bezahlen können und berufen sich dabei auf angebliche, crdichtcte Angebote von an- derer Seite. Gibt der einzelne Landwirt nicht nach, so kann sich der Milchhändler für 6 oder 10 Kannen leicht Ersatz schaffe» und der Landwirt sitzt auf.

<PST Sindcrs wird die Lache, wenn alle Land- Wirte Ltand halten, wenn Keiner nachgibt, dann können sich die Milchhändtcr ihre Milch 3^- holen, wo sie Lust haben, unsertwegen aue> 88y Dänemark. Wir richten daher an alle &F~ Landwirte nndMilchsammlerdasdrinqende Ersuchen, in keinem Falle den Preisdruck- iJEy versuchen nach,»geben und nicht unter >7 Pfennig zu verkaufen.

Unsere Absicht, mit den Milchbändlern in Frieden anS- zukonimen, ist durch die bekannten Grohhändler, die den Ton angeben, vereitelt worden, halten wir Landwirte jetzt fest und rüsten uns ans kommende Kämpfe, di« nicht ausbleibcn werden.

Eine Handhabe bietet den Preisdrückern unsere famose Milchverkanfsordnnng mit ihren aller Praxis und allem Recht hohnsprcchenden Fettgehaltsvorschriftcn. Die Preis» drückor aber gehen noch weiter, sie sind mit den gesetzlich vorgcschriebenen 3.01 bezw. 2.80 Prozent Fett nicht einmal zufrieden, sondern erklären selbst Milch, die 3.4%, wie uns dies dieser Tage gemeldet wnrde, fiir entrahmt und ver­langen höhere Prozente.

Landwirte! 11m diesen Verdächtigungen die Spitze ab­zubrechen,

stellt (ksich unter freiwillige Kontrolle.

Unsere Generalversammlung bat im vorigen Jahre be­schlossen, mit den Chemikern vr. Reiß und Dr. Fritzmann ein Abkommen zu treffen, wonach die Landwirte ihre Milch ständig der Untersuchung unterwerfen. Die Untersnchungs- kosten sind bei regelmäßiger Untersuchung auf 70 Pfennig im Laboratorium oder 1 M bei Ankunft an der Bahn fest­gelegt worden. Bedingung ist, daß jeder Landwir« min­destens einmal im Monat seine Milch untersucht läßt.

Wie sich die Verhältnisse entwickelt haben, ist es

aeiabetu eine Mich! fiir die Landwirte

geworden, seine Milch unter freiwillige Kontrolle

zu stellen.

Den Vertrauensmännern werden in den nächsten Tagen die Aufforderungen nebst den näheren Bedingungen zn- gehen. Mache jeder Landwirt, der Milch liefert, Gebrauch davon, ebenso wird den Ortsgruppen, deren Milch durch Sammler verschickt wird, empfohlen, die Sammler zur regel­mäßigen Untersuchung anzuhalten.

Nur auf diese Weise, indem die Landwirte beweisen, daß sie eine Kontrolle nicht zu scheuen brauchen, können wir vorerst den fo-tgefefeten Elnkancn cntgegentreten.

Tie Geschäftsführer der Vereinigten Landwirte von Frankfurt a. M. und Umgegend.

Hensel. Hirschel.

An« der fjeiiHrtt.

* Bauerndank. Für Dr. Böcke! sind durch eine Samm» lung in Ober- und Nieder-Rosbach 72 M gespendet worden und zwar 02 M in Nie' r Rosbach und 20 in Ober-Ros- bnch. Allen Spender» herzlichen Dank. Denselben steht die Einzeichnungsliste und Postanittung beim Veranstalter der Sammlung zur Einsicht offen.

* Fricdberg, 2. März. Nationale Arbeitneh­mer v c r s a m m l n n g zur Krankenkassenwahl. Auch die nationalen Arbeitnehmer werden sich an der .tri 22. Mürz stattsindlnden Ortskrankenkassenwahl beteiligen »nd wie die gestern im Steinhänßer'schen Saal siattgehavte Versanmilung bewies, herrscht ein zuversichtlicher Geist und ctne treffliche Stinnnnng unter ihnen. Eingeladcn n> ren die 80 zur Wahl im Ausschuß vorgeschlagencn Kandidaten und deren Ersatzmänner. Bis auf zwei, die sich enffchnldigi hatten, waren 78 zur Stelle. Die Verhandlungen wurden geleitet von Herr» Banfübrec Wo lz zu Vilbel, der die Ver­sammlung begrüßte und ihnen an'ü Herz legte, sich tatkräf­tig der Sache anzunelnnen. Herr Th. R i c n e ck e r - Frank­furt a. M. hielt darauf einen Vortrag über das Wesen des Gesetzes, er behandelte die ReichSversichcrungsordnung im allgenieincn und das Krankenkasiengeseb im besonderen: seine Ansfäbrnngen waren interessant und lehrreich und der Referent ercicktc es, daß sich die Anwesenden in den Geist des Gesetzes hineinlebten »nd sie von der Wichtigkeit der bevor- stehenden Wahlen zu überzeugen. Daß er den Zubörcr» Herzen gesprochen batte, bewies der allseitige Beifall. 2

K u l l in a » i! - Vilbel forderte daraus die Kandidaten an' zu Haitse für ihre Wahl zu wirken, wenn jeder an seinem Wohnorte seine Schuldigkeit tue, darin werde der Erfolg niaü ansbleibcn. D a si m e r - Vilbel ermähnte, alle vcrsönlickitm