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sein können, immerhin fand sich «ine ganze Anzahl von
Freunden unserer Sache zusammen. Den Vorsitz führte Herr Mllhlenbcsitzcr Robert Brückmann. Di« Herren
Hirschel -Fricdberg und Landtagsabg. Dr. v. Helmolt
verbreiteten sich über verschiedene Fragen der Gegenwart, Zolltarif, Zabern, Arbcitslosen-Dersicherung und Krankenlassenwahl und fanden für ihre Ausführungen, die von Herrn Gg. S e i b o l d t »Niedereschbach wirksam unterstützt wurden, allscitige Zustimmung. Mit Worten des Dankes an die Redner schloß Herr Brückmann gegen %11 Nhr die Zusamnienkunft.
Ans der Heimat.
* Banerndank. Für den alten hessischen Bauernorgani» fator D,. Otto Böckel wurde von Freunden aus B e r st a d t und Hof Schwalheim die Summe von 138 nl» Bau er »dank gestiftet. Diese Summe wurde am 25. l. Mts. an Herrn Dr. Böckel, Michendorf. Mark, durch die Post gesendet. Allen Freunden herzlichen Tank.
* Frirdbcrg, 27. Febr. Unser Turnverein will nicht nur seinen Mitglieder^ insbesondere der Jugend, Gelegen- beit geben, den Körper zu stählen und geschmeidig zu machen, sondern auch das Geistesleben soll gepflegt werden. Es entspricht dies vollständig dem gesetzten Ziele unseres Vereins bezw. seiner Führer, in erster Linie Körperpflege zu treiben, aber auch den Geist zu seinem Rechte kommen zu lassen. Es sind jetzt Vollsbildungsabendc eingerichtet worden und findet der erste morgen (Samstag) abend 8% Uhr in der Turnhalle des Lehrerseminars statt. Herr Seminarlehrer Schuch, mann wird uns im Bilde durch unsere Kolonien sichren und ks verspricht der Abend ein sehr genußreicher zu werden und zwar umso mehr, als auch die Gesangsabteilung einige vaterländische Chöre zmn Dortrag bringen wird. Auch Gäste sind herzlich willkommen. Nach dem Vortrag findet in der „Harmonie" eine Monatsversammlnna statt -
* Frictzberg, 27. Febr. Die Submission zu Frankfurt zur Herstellung einer Unterführung in Obernrsel i. T. hatte folgen, des Ergebnis: Los 1 : H. Reuß, Friedberg 82631,83 M.: Wie- dckinb u. Kampf, ErosiZimmcrn 85971,— M.; H. Eurich, Frankfurt 86598,76 Marti K. Rothenbiilher, Aschaffenburg 88865,97 M : Banges Düren, Godesberg 92133,56 M.; Flauausi u. Stöffel, Frankfurt 99961,35 9)i.; Fröhlich u. Wetzel, Mainz 162415,76 M : Wayß u. Freytag, Frankfurt 115828,35 SR.; K. Roll, Eschbach 117591,21 Mb; O. Henrich Wwe , Oberursel 121912,15 M.-, I. Braun, Homburg 125217.35 M.; M. Loeffler in Darmstadt 139873,85 M.: I. I Meister, Obernrsel 180622,15 M.; Jos. Koch, Sohn, Oberursel daselbe. Dör Firnra Heinrich R « u ft wurde demnach der Zuschlag erteilt.
* Friedbrrg, 27. Febr. Der 4. große Preismaskenball im Saalbau batte in dieser Saison zum Mnskenfest unter der Devise: „Ein Abend an der Riviera" recht viele Teilnehmer herangezogen und hatten es die Preisrichter nicht leicht, unter den vielen schönen Masken, besonders bei den Damen, die rechte Wahl zu treffen. Die Dekoration mit dem prachtvollen Gemälde und der übrigen Ausstattung des großen Saales erregte wirkliches Staunen. Die Feststim- niung lvurde durch die beiden Kapellen durch ihr« Leistungen, sowie fleißiges musizieren noch besonders gehoben. Die Preise, welche schon lange vorher viele De-ehr-r gefunden, wurden wie folgt, verteilt: 1. DmnenprciS: Königin der Nacht. 2. Preis: Rokoko. 3. Preis: Jahrhundertfeier. 4. Preis: Maiglöckchen, ö. Preis: Kammerjägerin. 1. Herrenpreis: Engländer. 2. Preis: Luftballon. 3. Preis: Schneemann. 4. Preis: Schillscher Offizier. 5. Preis: Räuber- bauptmaun. Gruppenpreis: Gefangener Ebender auf dem Transport. Bis zum frühen Morgen haben die Teilnehmer auegrhalten und wurde die Feststimmung durch keinen Mißton gestört, dieselben schieden mit dem Wunsche auf ein Zusammentreffen auf dcni 5. Maskcnfcst im Saalbau.
* Friedbrrg, 27. Febr. Der Frühling naht, das Schneeglöckchen läutet den Vorfrühling ein. Wenn noch der Schnee Wald und Flur deckt, bereitet cs schon unter dieser Schneedecke sein grünes Blättcrwcrk vor und sobald der erste Sonnenstrahl die Erde küßt und an der Schneedecke leckt, öffnet sich das reine weiße Glöckchen im jungfräulichen Frllhlings- srnnenschein. Ein gar liebreiches Bild im Verhältnis des übrigen Gartens, wo hie und da »och etwas Schnee und Eis von des Winters Macht übrig geblieben ist. Vor allen Blumen erfreut es zuerst das Auge des Gartenfreundes, nach der öden, langen Winterszeit. Bald werden Primmeln und Veilchen und andere Frühlingsboten folgen und die Natur wieder zu neuem Leben erwachen. Von der Bergstraße wird uns geschrieben, daß bereits zahlreiche Mandelkäume in voller Blütenpracht stehen, nicht in de» nicht allzuweit entfernten Gebirgsgegenden, während in der Schweiz und im -chwarzwald die Schnecfällo noch anhalten. Auch unsere Frühlingsboten auS der Vogclwelt kehren zurück und er- stcuen des Mcnscksenberz durch ihren lieblichen Sang.
* Friedbeig, 27. Febr. Am Montag, den 23. März, vorm, t Uhr, beginnt an der Er. Obstbau- und landw Mirterschul« 5 « Friedbeig der diesjährige Baumwärterkursus. Die Dauer desselben beträgt 8 Wochen und zwar 5 Wochen rm Frühjahr, > Woche im Sommer und 2 Wochen !m Herbst. Teilnehmer, telch« sich zu berufsmäßigen Baumwärtern ausbilden wollen Ind ein Alter von 18 Jahren haben, sind honorarfrei und kön» len auf Antrag von den betr. Landwirtfchastskaminer.Aus- tchüfscn bis 66 Mar! Zuschuß erhalten. Das Hoiwrar für Pri- »at« und Nichthessen beträgt 26 Mark. Anmeldungen nimmt di« Direktion obiger Anstalt entgegen.
* Friedberg. 27. Febr. ffi. V. Di« für nächsten Montag ge. plante Eoang. Männer Versammlung muß bi« auf weitere« verschoben werden, da da» Lokal nicht zu haben ist. Wann di« Versammlung demnächst stattfindet, wird noch bekannt gegeben,
* —6.— Friedberg, 27. Febr. In der nächsten Woche am Dnunerstaa Abend, mit Nücksxbt ans den 8 Ubrladrnjchiui, »m
p»«ue Tageszeit,ng. Keeitag. •«, 27. Fedrnae lBn
8K Uhr wird der hiesige Kirchengesangverein in der Sbadtlirche rin« Abendmotett« veranstalten, wie solche auch in den früheren Zahlen gehalten worden sind, di« sich einer wachsenden Betei. ligung erfreut haben. Ihre gütige Mitwirkung haben »ugesagt Fräulein Lina Hirronimus (Sopran), Herr Dr. Riedel (Violine) und Herr Friedrich Reinheimer (Orgel und Ehorschule). Unter den Komponisten des Programms erscheinen I. S. Bach, Mozart, Beethoven, Lifzt, Thome und ander«. Di« Motette, di« etwa «ine Stunde in Anspruch nimmt, wird der kirchlichen Zeit entsprechend fast durchweg auf den Passionsion gestimmt sein und mit Gemeindegelang schließen.
* Friedberg Fauerbach, 27. Febr. Gestern Abend gegen 9 Uhr ereignete fick, ans der verkehrsreichen Straße von Friedberg-Fnuerbach nach Ossenheim gegenüber dem Fauer» bacher Friedhof ein recht trauriger Unglücksfall. Der Bäckermeister Schnabel von Assinheim war mit seinem Fuhrwerke auf dem Wege nach Hause. Die Straße soll demnächst neu hergestellt werden und aus diesem Grunde werden zur Zeit an der rechten Seite der Straße große Mengen Klopfsteine angehäuft, sodaß nur eine schmale Bahn für den Fuhrwerksverkehr übrig bleibt. Jedenfalls wollte Schnabel sich etwas rechts halten, weil auf der linken Seite eine stark abfallende Böschung ist, oder er wollte vielleicht auch einem entgegenkommenden Fuhrwerk ausweich-n. Aus diesem Grunde mußten die rechten Räder über die Steinhaufen gehen. Hierbei fiel der Wagen, auf dem Schnabel saß. samt dem Pferde nach links um und Schnabel kam unter den Wogen zu liegen. Ein Fuhrmann van Friedberg, der von Ossenheim kam und die Unfallstelle passieren mußte, machte den Unfall im nahen Fauerbach bekannt. Inzwischen kam das Postauto von Ranstadt und mußte an der Unglücks» stclle halten, da es nicht vorbeifahren konnte. Herr Post- Ehauffeur Leviyion und die Insassen des Automobils, be- freiten den Verunglückten aus seiner Lage. Er wurde in die Wirtschaft von Fr. Hacker verbracht. Der alsbald erschienene Herr Dr. Fleckcnstein könnt: jedoch nur den bereits cinge- tretenen Tod fcststellen. Die Leiche wurde in die Leichenhalle nach Friedberg verbracht. Wie lange Schnabel unter dem Wagen gelegen hat, konnte noch nicht festgestcllt werden. Jedenfalls mußte diese gefährliche Stelle beleuchtet sein, zumal ein sehr starker Verkehr auf dieser Straße herrscht. Allgemeiner Ansicht nach dürste den Kreis Friedberg ein Der- schulden treffen. Der Verunglückte war ein solider, nüchterner Mensch. Für die Hinterbliebenen, Witwe und Kinder, hat man überall Mitleid.
* Bak>-Na,,heim, 27. Febr. Am 1. März beginnt hier der V ave betrieb in den staatlichen Bade hä ufern. Badehaur 8 wird Meist eröffnet, wo Sprudel, und Thermalbäder von Quell« 12 , sowie Süßwasferbäder zur Abgabe gelangen. Da» Bavehau, 8 ist von 9 Uhr vorm, bis nachm. 1 Uhr geöffnet. Annähernd 1006 Kurgäste sind bis jetzt anwesend.
* Schotten, 27. Febr. Don deutschen und besonders Heist, scheu Firmen, sowie von Gönnern des Lehrerfianves wurden im letzten Monat LV60 Mark für das hessische Lehrerheim im Ba- gelsberq gestiftet, uxlcher Betrag al, Grundstock für eine« zeitgemäßen Um. und Ausbau Verwendung finden fall,
* Gießen, 27. Febr Für di« Provinz Oberheffen und dem Kreis Wetzlar ist der Ausstellungsleitung der Gewerbe«usstel. lung 1911 der Vertrieb der vor einiger Zeit genehmigten Wert» lotterie erteilt worden.
* Gießen, 27. Febr. Große Stimmung herricht für di« beiden Vorstellungen des kommenden Sonntags im hiesigen Stadt, theatcr. Das Schauspiel „Altheidelberg", da« am Nachmittag bei kleinen Preisen gegeben wird, ist zu bekannt, al« daß e» weiteren Hinweises bedürft«. Di« Aufführung des Abends jedoch bringt in der Gesangspoffe „Wie einst im Mai" ein neue» Werk und da kann festgestellt werden, daß dies Sück am »er. gangenen Dienstag bei seiner Erstaufführung zum Benestz von Herrn Rudolf Gat vor total ausverkauften Haufe einen solchen Rieeneffolg hatte, wie ihn das Eießener Siadttheatcr feiten erlebt hat. Vorzügliche Darstellung und glänzende Ausstattung namentlich an Kostümen, unterstützten di« wirksam« Eesangs- poffe; jede der zahlreichen Gesangsnummern mußten da raffe gesungen werden. „Wie einst im Mai" ist von denselben Au. toren und Komponisten geschaffen wie „Fil-mzcmber", übertrifft aber nach allgemeinem Urteil letzteres Werk nach am Wirkung.
Hessen Nassau.
* F. C. Wiesbaden, 26. Febr. Für den freigewordenen Posten des als Stadtrat nach Charlottenburg berufenen Landesrat Augustin von der Wiesbadener Landesdirektion, haben sich auf das Ausschreiben 88 Bewerber genielöet und zwar aus allen deutschen Bundesstaaten und Elsaß- Lothringen.
* Leun, 21. Febr. Altbllrgermeifter Heberlein, ein Veteran der Einheitskriege, feierte gestern mit seiner Gattin das goldene Hochzeitsfest.
Aus Starkenburg.
* Dreieichenhain, 26. Febr Hier sollen im Lause de; Sommers unter sachkundiger Leitung Ausgrabungen tm sog. Schloß- graben der Burgruine stattfinden, die von tesorwerem Interesse für die Geschichte der sehr alten Burg sein werde». Di« Aus. grabungen wurden schon in den Jahre» 1916 und 1911 begonnen, ab« inzwischen ausgesetzt.
Ans aller Welt.
Ein« blutig« Hochzeit. Auf einer Hochzeit bei Las Palmar auf den Eanarisihen Insel« ist es zu blutigen Szenen gekom. men. Der erste Zwischenfall spielt« sich schon in der Sakristei der Kirche ab. wo sich ein Onkel der Braut nach einem vorausgegangenen Wortwechsel mit dem Bräutigam plötzlich weigert«, als Trauzeuge zu fungieren Da« Brautpaar war daher gr. nötigt, sich auf di« Suche nach einem anderen Zeugen zu be- geben. Dieser wurde denn auch gefunden und dte Trauung konnte endlich vonstatten gehen. Nach der Feier waren di« Hochzeitsgäst« all« versammelt, nur da« Brautpaar fehlte noch. Man wurde schon pnrub« da erschienen die junae»
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Eheleute ln «tnem Zustand« völliger Betrunkenheit und es
gab «inen unerhörien Skandal. Die jungen Leute gerieten !>: Streit, dieser artete sogar in Tätlichkeiten aus, die Gast: lu.stl len sich ein und ergriffen für einen oder den andern der S!i :. ienden Partei, bi, ein« allgemein« Rauferr, im Gang: ,u.:r Als endlich Poliezi einschiilt und d:n tobenden Knäuel trennt.-, lagen sieben Hochzcrtsgästc durch Mefferstiche lebensgesähiftih verletzt am Boden.
Die Geliebte ermordet. In der Wshnung des ans Oesterreich stcimmenden Arbeiters Joseph Schwarzer in Harburg wurde gestern morgen die Geli.Pte des Schwarzer mit zertrümmertem Schädel aufgcsunden. Reben der Leiche fand man ein Beil, ruit dem wahrscheinlich die Tat verübt worden ist. Der Mörder, der die Flucht ergrijscn hat, soll sich nach Hamburg gewandt haben.
Bluttat. In Volkmarshausen bei Münden, überfiel der Fabrikarbeiter und Schmied Brandt seine Fra» und 3 Kinder und schlug mit einem Beil auf sic ei», sodaß alle 4 schwer verletzt wurden. Es besieht keine Hoffnung, das 5 Monate alte Kind am Leben zu erhalten. Brandt, der hier als ar- bcitsfcheu gilt, wurde verhaftet.
Ein irrsinniger Arzt. In dem Stadthospital zu Lorient lBrctagne) wurden am Sonntag in einem der Sale die Kranken plötzlich durch Revolvcrschüffe erschreckt, die Oe. Limbourg, der erste Assistent des Ehefarztes, plötzlich vom Wahnsinn befallen, abgab. Zum Glück wurde niemand getroffen. Die Wärter legten dem Arzt die Zwangsjacke an und führten den Unglücklichen in die Jrrenabteilung.
Einyelandt.
(Für Artikel unter dieser Rubrik übernimmt die Schriftleitnng nur di« preßgcsetzlichs Verantwortung).
Siainmhcim, 27. Febr. Dem Artikeljchrciber aus Nr. 46 danke ich für die Belehrung. Zu Gehässigkeiten habe ich diese Stelle noch nie benutzt, weder in Bezug ans Körperschaften noch auf einzelne Personen. Ich möchte daher nur dem Artikelschreiber sagen, daß ich nicht den Bericht nüt einseitig getragenen Gefühlen einsandte, sonder» ans Liebe z» unserer Einwohneffchaft, dem hiesigen Bauernstände mit dem mir sehr hoch geschätzten Blatte, der „Neuen Tageszeitung". Es hätte solcher Belehrung nicht bedurft.
Don anderer Seite wird uns in der gleichen Sache a-- schriebcn. daß man doch nicht alles auf die Goldwage lc> n solle. Wenn nian die Masken in Ruhe gelassen hätte, j. Iväre es auch nicht zu den unangenehmen Auftreten gekom men. Man hätte auch nicht in dem Bericht eine einzige Fra» herauszngreifen brauchen, denn es hätten ja mehrere sich bemerkbar gemacht. Al» etliche Leute den Saal verlassen hätten, da sei die heitere Stimmung ja bald wieder gefunden worden. Hoffentlich beruhigten sich die Gemüier wieder über diese Vorgänge, die eigentlich gar nicht die Ec. Wohnung verdient hätten. Wir schließen »ns diesem Wunsche an und erklären die Angelegenheit für uns nunmehr cnd- giltig erledigt.
Neueste uud Drahtnachrichten.
Scheiter» der Beamtenbcsoldimgsvorlage.
Darmstadt, 27. Febr. Die hessische Beamtenbesoldungsvorlage gilt nach den Seitens der Großh. Regierung abgegebenen bestimmten Erklärungen als gescheitert. Staatsminister Dr. v. Ewald hat in seiner gestern früh in der Kammer-Sitzung abgegebenen Erklärung schon keinen Zweifel darüber gelassen, daß die Regierung in der Vesol- dnngsvorlage wohl bereit sei, daß sie aber auch heute noch in der Frage der Lehrergehälter ans ihrem ffllher eingenommenen Standpunkt stehe. In der gestern vormittag vor Beginn der Plenarsitzung stattgehabten Beratung des Finanzausschusses, welche die Regierung veranlaßt batte, gab der Staatsminister schon im Voraus dieselbe bestimmte Erklärung ab. Nach den Beratungen der einzelnen Fraktionen die allgemein auf dem früheren Standpunkt blieben, trat dann der Finanzausschuß nochmals zusammen und hatte dazu die Regierung geladen. Die drei Minister, sowi.- dir Staatsräte Dr. Becker. Dr. Best. Dr. Süffert, die Ministe- rialrätr Schliephake, Weber u. A. waren erschienen, doch wurde kein Resultat erzielt, da die Regierung in allen Fragen der Besoldungsordnung zur Nachgabe bereit war, aber in der Forderung den Höchstgehalt der Lehrer auf 3800 M anstatt der bewilligten 3600 Jt zu erhöhen, blieb sie unerschütterlich fest. Auch ein Vorschlag des Finanzausschusses-, den Betrag auf 3700 M zu erhöhen, scheiterte an dem festen Willen der Regierung. Da auch von der großen Mehrheit der zweiten Kammer keinesfalls eine Mehrheit zu erwarten ist, steht man in parlamentarischen Kreisen auf dein Standpunkt, daß die Vorlage wieder als gescheitert zu betrachte» ist. Man spricht heute schon mit der großen Wahrscheinlichkeit, daß damit auch verschiedene Minister, wie wir schon vor einigen Wochen andeuten konnten, ihre Plätze verlassen, wen» die Regierung ihren Standpunkt nicht noch in letzter Stunde ändert.
Fronkftirier Wetterbericht.
Voraussage: Wolkig, kühl, nördliche Wind:, meist trocken,
Heu- und Strohmarkt. Heu kostetet 2,80 bis 3,20 «H. Angefahren waren 7 Wagen Heu. Zufuhren wie immer. Geschäft ruhig. _
Verantwortlich für den politischen Teil: Otto H i r s ck> e l Friedberg; für den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A.°8.. Lriedberg i. &■


