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meiner Meinung ist das deutsche Eisenbahnwesen gesund und
in einer günstigen Vorwärtsbewegung begriffen. (Zu- stimmung.)
Abg. Di\ Oertel (kons.): Auch wir geben zu. daß hier und da Mangel bestehen, aber nn allgemeinen kann sich unser gesamtes Eisenbahntvesen doch sehen lassen. Herr Abg. List hat in mir den Sachsen wachzukitzeln versucht. Ich habe früher hier sächsische Schnicrzen und Klagen vorgebrocht. Las stimmt, aber ich habe Preußen nicht beschuldigt. Preußen ist keiner Illoyalität fähig. (Oho! bei den Sozialdemokraten.) Als ich einmal solche Klagen vorbrachte, er- llärte Sachsen: Was will denn der Abg. Oertel? Preußen behandelt uns ja durchaus einwandfrei. Seitdem habe ich keine Lust nichr, solche Klagen vorzubringen, und Preußen kann also alle solche Beschwerden als ungerechtfertigt zurück- N-eiscn. Die RcichSeiscnbahnen lehnen meine Freunde imnicr noch ab. Weder Preußen noch Sachsen wünschen sie, höchstens Württemberg. Auch eine Finanzgemeinschast lehnen wir ab. Eine Bitte möchte ich Vorbringen, sie betrifft die Speisetvagen. In Bayern darf man rauchen, in Preußen gedenken wir sehnsüchtig der blau-weißen Grenzpfähle. Ist das eine Einheitlichkeit? (Heiterkeit.) Ich möchte aber nun nicht, daß etwa Bayern dem preußischen Beispiel folgt. (Beifall rechts.)
Nach weiteren kurzen Bemerkungen des Abg. k>r. Hans (Fortschr.) schließt die allgemeine Besprechung. Das Gehalt des Präsidenten wird bewilligt.
Es folgt der
Etat der Neichseisenbahnverwaltung.
Abg. Fuchs (Soz,): Die Personalunion zwischen der preußischen Eiscnbahnvcrwaltung und der Verwaltung der Iteichseiscnbahnen dient nicht den reichsländischen Interessen. Berechtigte Wünsche aus dem Elsaß erfahren eine schnoddrige Ablehnung — (Präsident 0r. Kacmpf ruft den Redner zur Ordnung.) Löhne und Gehälter müssen aufgebessert werden.
Freitag: Fortsetzung.
Schluß nach 6 Uhr. v ,
Preußischer Landtag.
Abgeordnetenhaus.
Am Donnerstag führt« bas Haus bi« Beratung des Bau- Ktots fort.
Abg. v. Schuckman, (konf.) billigt« den Standpunkt de» Ministers in der Frage der Moset-Kanalisterung. Eh« man an die Schäftung neuer Verkehrswege herantret«, müsse man di« Erfahrungen abwaiten, die sich aus der Erledigung der schwebenden Projekte ergeben werde«.
Abg. Graf M o l t k e (freilons.) betonte, daß nicht «Inseitige. sondern die Interessen der Allgemeinheit ausschlaggebend sein müßten.
Minister v. Breitend ach legt« nochmals die Gründe dar, die gegen di« Mosel,Saar-Kanalisierung sprachen.
Abg. Tournea» forderte di« Verbindung der Werra mit Main und Donau.
Abg. Wcndlandt (Natl.) trat gleichfalls für das Wcr- raprojekt ein und für den Vau von Talsperren zur Erzeugung elektrischer Kraft.
Ein Regierungstoininiffar erklärt«, di« Regierung nehme schon jetzt bei der Anlage neuer Bahnen auf den Plan, di« Werra schissbar zu machen. Rücksicht und stehe dem Projekt nicht ablehnend gegenüber.
Abg. Hasenclcper (Natl.) kritisiert« wieder di« zu hohen Tarif«, di« den Kaliabsatz nach dem Ausland« erschweren.
Beim Titel Ministergehalt fordert« Abg. Ger lach (Ztr.) größere Fürsorge für die Osyeesischer durch Anlage von Fischereihäfen. stärker« Verwendung des heimischen Granits bei öffentlichen Bauten und gesetzlichen Schutz des Baumeistertitels.
Abg. Wohlfahrt (Natl.) empfahl dem Minister die teutschen Architekten bei Vergebung öffentlicher Bauten.
Der Minister erwiderte, daß di« Privatarchitekten nach Möglichtcft berücksichtigt würden, doch könnten die Staats, architette» „ich ausgeschaltet werden. Dem Wunsche „ach Schutz »cs Baumeistertitels köirne er sich im wesentlichen anschliehen. Für die Fischereibevölkerung sei in letzter Zeit viel getan worden, ihr Wohl liege der Regierung durchaus am Herzen. Statt de, gewachsenen norddeutschen Steines bevorzugten di« Archi. teken vieliach den Kunstsi«in oder Kalksteine aus Mittet- und Süddeutschland.
Abg. Dr. v. W o y a n a (srcikon.) wünscht« eitle Erklärung, warm das Wassergesetz in Kraft treten olle. Di« Bevölkerung habe ein großes Interesse an der Reinhaltung der Flüsse und Wasserläufe.
Als eine Pflicht des Staates bezeichnete Abg. Li pp. mann (Fortschr.) di« llebernahm« des Küstenschutzes.
Abg. Paul Hoffmann (Soz.) ersuchte den Minister, dahin zu wirten, daß die Arbeiteischutzbestimmungen genau durch, geführt würden.
Minister v. B re>te„ha ch gab bekannt, daß das Wasstr- gksetz voraussichtlich am l. April in Kraft treten würde. Für eine Regulierung der Weicksiel sei Doroussetzung ein gemeinsames Vorgehen mit Rußland. Sonst tonn« sich kein Verkehr entwickeln. Roch wie vor lehne es die Regierung ab. Sachverständige aus Arbeiterkreiscn zur Bautontroll« hcranzuziehen.
Freitag. 11 Uhr: Forftetzung. Schluß 1 Uhr.
Ans dem ßeß. Landtag.
Zweite Kammer.
Di- Zweit« Kammer trat gestern vormittag «roar verspätet um y, nach 11 Uhr zusammen, da vorher der Finanzausschuß znd das Präsidium der Kammer geineinfam mit den Regier, »ngsvertretern über di« Vermittlungsvorschläge. di« zur Beamte» besoldmrgsvorlage gemaltst sind, beraten wurden.
Präsident Köhler begrüßte zunächst di« Abgeordneten und wies darauf hin, daß diesmal die Tagung von längerer Dauer Tein werde, da man verschieden« wichtig« Ausgaben zu .lösen habe. Ein- der sckuvieriasten lei die seit ahren in Porbe-
9{cat ^agtszettung. Freitag, den ZV. Februar 1914.
reitung bestickst iche Bear» ienbeoidungsvorlage und gebe er dem
Wunsche und der Hoffnung Ausdruck, daß dieses bedeutsam« Werk endlich seiner Berwirkl-ichung entgegensehe.
Er teiOt dann mit, daß di« Centralkasse der Landwirtschaftlichen Genasienschaften für das ihr gezeigte Entgegenkommen der Kammer ihren Dank ausspoeche.
Der Antrag und die Anfrage des Abg. Dr. Winkler betr. den Großobstnrarkt zu Aisheim wird dann zurückgezogen.
Hierauf wird die Wahl des Abg. Wllnzer für den 4. Wahlkreis der Provinz Starkcnburg entsprechend dem Aus. fchuhantrag für gültig erklärt.
Es folgt dann die Beratung der Rückäußerung der Ersten Kammer betr. di« Regierungsvorlage, betr. di« Dienstbezüg« der Staatsbeamten, Lehrer usw. Zunächst «rgreist da» Wort:
Staatsminister Dr. v. Ewald, der u. a. ausführt, daß nach dem Verlauf der bisherigen Verhandlungen festgestellt werden könne, daß man einer Verständigung näher komm«. Der Wohnungsgeldsroge will di« Regierung zustimmen, wenn über die anderen Punkte «ine Einigung erzielt werde. Hier sei auch das Entgegenkommen der Ersten Kammer festzustellen. Zn der Hauptsache seien Meinungsverschiedenheiten nur noch bei den Einzelheiten des Tarifs und bei den Lehrerbesoldungen vorhanden. Bei den Lehreigehältern bleibt di« Regierung zunächst auf ihrer Meinung, cs müsse aber ein« Verständigung gesunden werden, wenn die Vorlage nicht scheitern soll«.
Abg. Dr. Osann nimmt Bezug auf die einstimmig gefaß. ten Ausschußbeschlllsie und den ausführlichen Ausschüssericht. Bezüglich der Deckungsfrage refp. Verwendung der Restfonds 1 oder 2 sei man der Ersten Kamnier entgegengekonnnen, man habe auch im Tarife dem anderen Hause vieles nochgegeben, bezüglich der unteren Beamten müsse man aber auf den gefaßten Beschlüsien beharren, die Erste Kammer habe hier ihr« wesentlichsten Bedenken aufgegeben. Auch bezüglich der Lehrerge. halte müsi« man auf den bisherigen Beschlüssen stehen hieben. Er empsiehlt kein« eingehende Diskussion eintreten zu lasien, sondern die Vorlage nach den Beschlüsien des Finanz»usschusies anzunehmen.
Abg. Dr. Schmitt (Ztr.) empsiehlt in gleicher Weise di« enbloc-Annohme der fetzigen Fasiung.
Abg. Wals-Stadecken (Bbd.) erklärt zugleich im Namen seiner Freund« Dorsch und Lutz, daß sie in Anbetracht ihrer ftüheren Stellungnahme zu der Vorlage sich heut« dr, Absttm. mung in der Beamtenbesoldungsfrage enthalten müßten. Colli« die Vorlage indessen Annahme im Hans« ftnden, so werden sie für di« Lehrerbesoldungen stimmen, da dies« dann ebenso behandelt werden müßten, wi« di« Beamten.
Hierauf werden die von dem FinaiMusschuß vorgeschlag«. nen Aenderungen und dann di« ganze Vorlage ohne Debatte angenommen.
Zur Geschäftsordnung beantragt hierauf Abg. Molthan Vertagung des Hauses, damit di« einzelnen Fraktionen zu den beute früh gemachten Abänderungsrorfchlägen Stellung nehmen können und vertagt hieraus der Präsident di« Kammer bis Frei, ag vormittag. — An di« Verhandlungen schloffen sich Fraktion», fitzungen.
Tngesüderslcht.
Äentlches Reick.
:: Auslösung der Zabernkommisfion. Di« sogenannt« „Za- bernkommlsston" des Reichstages, der di« tm Plenum in erster Lesung beratenen Anträge auf Regelung der militärichen Machtbefugnisse überwiesen waren, lehnte gestern mit de» Stimmen der Konservativen, Nattonalliberalen und des Zentrums den Hauptteil des fortschrittlichen Antrages ab, worauf di« Fortschrittliche Volkspartei den Rest ihres Antrages zurück, zog. Di« Anträge der Polen, Elsässer und Sozialdemokraten wurden gleichfalls abgelehnt, worauf die Kommission ihre Tätigkeit als beendet erklärt« und sich auflöste. Damit ist di« groß« Aktion ausgegangen wie das Hornberger Schießen.
:: Eine Niederlage der Soziaftenroleaten. Für den am 14. Dezember v. Z. verstorbenen sächsischen Landtagsabg. Riem (Soz.) wurde gestern im zweiten ländlichen Wahlkreis« Groß. Schönau-Ebersbach eine Ersatzwahl vorgenonrmen. Der natio. nalliberole Kandidat Fabrikbesitzer Rückert erhielt 1V 221, der Gauleiter des Textilarbeiterverbandes Zwohr (Soz.) 6 217 Stimmen. Der nationallibervl« Kandidat ist somit gewählt. Die Sozialdemokraten haben somit «inen Sitz verloren. Dt« Konservativen hatten ein« Erklärung veröffentlicht, tn der «, als Pflicht jedes konservativen Wähler« bezeichnet wurde, sein» Stimme für den nationallibeiolen Kandidaten abzugeben.
:: Das Urteil gege» die Aerzte Spohr und Bach« von dem Reichsgericht aufgehoben. Da» Reichrgercht hob gestern aus Revision der Staatsanwaltschaft das im Juni v. I. gegen Iste Aerzte Spohr und Bache von der Frankfurter Strafkammer er. kannte Urteil auf. Es hatte auf Freisprechung von der Anklage der fahrlässigen Körperverletzung und Tötung gelautet. Dr. Spohr und Dr. Bache waren lediglich wegen Uebertretung des Rcichsfeuchengejetzes zu je 308 Mart Geldstrafe verurteilt worden. Das Reichsgericht nahm an, es fei erwiesen, daß Dr. Spohr der Fra» Strümkmann di« Hand gereicht habe, obwohl er wußte, daß er Pocken habe; es sei llrsächlchkit anzu ne innen.
Rußland.
r: Rußland» Rüstungen a« »er Westgrenze. Di« Verstärk»», gen Rußland« au der deulschen Grenz« wurden einer Petersburger Meldung de» „Excelstor" zufolge, als Gegenmaßregeln gegen namhaft« Verstärkungen Deutschlands an der russischen Greiqe bezeichnet. Bon autoritativer Sette wird dem .Hirsch, scheu Telegraphen-Bureau" erklärt, daß ein« Verstärkung der deutschen Garnisonen au der russischen Grenze in der letzten Zeit nicht erfolgt ist. Andererseits sind die rusischen Rüstungen an der Westgrenz« seit geraumer Zeit kein Geheinuri» mehr. Ruß. land baut ein« Reihe von Fort» auf der Linie Brest-Litowwsk. Luzk—Rowuo—Zitomir—Kiew, eine Linie, di« als zweite Hauptoerteidigungslini« gegen Deutschland und Oesterreich in Betracht kommt. Für di« Cieubetommlage», di« für die neuen Forts gebraucht werdeu, baut die russische Regierung eigene Fabriken »ach den Plänen französischer Zngenieur«. — Eigenartiger welle iÄ jedoch _ «in aroüer Teil der maschinellen
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Anlagen dieser Eisenb-tonw-r!« an deuliche Fabriken vergebet worden. Die geographische Lag« dieser neu«,, Foriteitr zeig: deutlich, daß Rußland sich zurzeit nicht stark genug sühlt. einen Angriffskrieg zu unternehmen, und daß cs sich im Kriegsjallc nach alter russischer tradioneller Taktik darauf gefaßt mach: einen Teil seines Gebietes zu räumen.
Vom Balkan.
:: Esiab Pascha beim Grafe» Berchtold. Graf Berchtold Hai
gestern mittag zunächst Esiad Pascha und dann die albanische Deputation empfangen. Wie Esjad Pascha äußerte, wird sich die Deputation am Samstag über Triest nach Durazzo begeben, um dort di« Ankunfr des Königspaares abzuwarten. Nach der Ernennung der Regierung wird ein Senat eingesetzt, der 28 Mitglieoer zählen wird, von denen di« Hälft« ernamri, die andere Hälfte vom Volke gewählt wird. Don einem Parlament aber darf keine Rede sein.
Bereinigt« Staaten.
Unwetter in Amerita. Im Süden der Vereinigten Staa. len sind im Laufe des vorgestrigen Tages riesige Schnermasien niedergegangen. Der Schnee siel in solchen Mengen, wie man es dort in den letzten 26 Jahren nicht mehr erlebt hat. Zn Savannah und Auznsta ist der Verkehr vollständig unierbuir- dea. Aehnliche Meldungen kommen aus den Staaten Georgia, Alabama und Loustana. Man befürchtet, daß besonders di« Baumwollernte schweren Schaden erlitten hat.
Mexiko.
:: Die Hinrichtungen von Ausländern. Rach einer Meldung der „Daily Mail" aus Rewyork steht er jetzt fest, daß auch der Deutsche Gustav Bauch in der vergangenen Woche von General Villa erschosien worden ist, trotzdem die Rebellen dies bisher abgeleugnet haben. Auch di« Ermordung eines angesehenen amertkanischen Bürger« unterliegt keinem Zweifel mehr. Villa weigert sich nach wie vor. di« Leiche des Engländers Bsnton herauszugeben. Di« englische Presi« ist über die zögernde Haltung der Bereinigten Staaten aufs äußerst« erregt. Mehrer« Blatter verlangen heute «ine «nergische Aktion Englands. Am gemaßigsten zeigt sich noch di« „Times", di« in einem längeren Artikel di« Forderung an de Regierung stellt, «in« sofortige Untersuchung der Angelegenheit vorzunehmen und Garantie«» für die Vestrasung der Schuldigen zu verlangen. Zn Londoner politischen Kreisen verlautet, daß die deutsche Regierung die Haltung der Vereinigten Staate» durchaus nicht billige Dar. nach soll auch die Berliner Regierung die Regierung in Washington in keinem Zweifel darüber gelassen haben, daß sie ei. nen schweren Fehler begeht, wenn st« weiteihtn Huerta di« Anerkennung verweigert.
Furchtbare Kelseltrplofiou in Kummklsburg.
Berlin, 27. Februar. In dem großen Fabriketabliffenient der Gesellschaft für Anilinfabrikation in Rummelsburg ereignete sich gestern vormittag 11 Uhr in der hinter dem Gelände liegenden zmn Werke gehörigen Nitrobenzolfabrik eine furchtbare Expi»- sion, die das ganze dreistöckige Gebäude in einen Trümmerhaufen verwandelte und, soweit bis jetzt bekannt, 9 Mann das Leben kostete, während 8 schwer verletzt wurden. Nach anderen Versionen hat die Katastrophe 12 Tote und 18 Schwerverletzte gefordert, während 5 Angestellte v.'rmißt werden. In dem durch die Explosion vernichteten Gebäude nahm gestern morgen der erste Ingenieur Bösch eine Prüfung eines neuaufgestellten, offenen Rührkessels vor, der wahrscheinlich explodiert ist, denn unmittelbar nach der Jn- betriebnahiire ertönte eine furchtbare Detonation, die bis nach Johannisthal hinaus gehört wurde. Das Gebäude bildete einen einzigen brennenden Trümmerhaufen. Ten alsbald eintreffcndcn Feuerwehren und Rettungskvlonn.n gelang eS unter großen Mühen den Brandherd in Angriff zu nehme» und unter fortwährender Lebensgefahr zwischen den unter der Last des Schuttes nach und nach in sich zu- sammenstürzenden eisernen Leitern des Gebäudes 8 Tote und 9 Schwerverletzte zu bergen.
Die Liste der Toten weist bis jetzt folgende N r-n auf: "
Betriebsingenieur Ernst Bösch, Karlshorst,
Werkmeister Karl Rosentko, Charlottenbnrg,
Meister Otto Zotter, Niederschöneweide,
Arbefter Rudolf Prell, Berlin,
„ August Bottke, Berlin,
Otto Bordin. Berlin,
„ Karl Lindner, Berlin,
„ Gustav Kühn, Berlin,
„ Karl Palowski, Charlottenburg.
Die Bergungsarbeiten werden fortgesetzt.
Einer der leitenden Chemiker der Fabrik erklärt da, Hergang der Katastrophe dem „Hieschschen Telegraphen- Bureau" wie folgt:
„In der Nitrobenzol-Anlage, in der Anilinfarben 6<-r gestellt werden, ist die Erplosion erfolgt. Die in die Presse gelangten Gerüchte, daß das Ausprobieren eines nen'i Apparates die Schuld an der Kitasttophe trägt, sind völlm grundlos. Wie Sie sich selbst überzeugen können, bang' eigcnarttgerweise dieser neue Apparat noch völlig unversebrl zwischen den Trümmern des Mauerwerkes des dreistöckigen Gebäudes, das völlig zerstört ist. Die Explosion kann daher nur so erfolgt sein, daß plötzlich zuviel Säure in den Apparat gelangt ist, und daß die Mischung dadurch plötzlich ins ffler- gasen geriet. Diese Gase haben sich einen Ausweg gejuckt und dadurch kann die Explosion erfolgt sein Unvorsichtige? Handhaben ist so gut wie ausgeschlossen, da der leitende Ingenieur seit 23 Jahren arbeitete Beide sind leider ^ der Katastrophe geworden."
Kund der Landwirte.
Rieder Crlenbach. Die gestrige zwanglose Znsrmnnen- kimlt die >m „Grünen Baum" rwtttand, bätte bei!«- beinchf


