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Sette Z,
drin Grundgedanken der RcichSvcrfajsung doch noch recht lucit entfernt. Die einheitliche Verwaltung der Eisenbahnen liegt nach iin weiten Felde. Zu erwägen wäre cs, ob das :)teick>seiscnbahnamt nicht einen stärkeren Einfluß auf die Tari'grftaltung nusüben könnte. Eine größere Einheitlichkeit darin wäre bau größtem stutzen.
Präsident Wackerzapp geht auf einzelne Fragen der Vorredner ein und teilt mit, daß im Bnndesrat Erwägungen im Gange sind, die die Haftung bei Sachschäden regeln. Es kann auch nicht zugegeben werden, daß bei Fütterung von Schweinen ans dem Transport die Tiere Schaden leiden. Die Fütterung geschieht durch sachverständige Männer. In der Zahl der Zugunfälle steht Deutschland erheblich besser da als die ausländischen Bahnen. Don Jahr zu Jahr geht die Zahl der llnfälle zurück. Ich wäre den Herren Abgeordneten dankbar, wenn sic mir ihr Material zur Verfügung stellen würde«, das Och auf die Klagen über die Ueberlastung der Beamten bezieht. Die Diensterleichterung der Beamten von 'bl? ist überall angenehm empfunden worden. Bezüglich der Vereinheitlichung der Bahnen ist eine Aenderung der Auffassung der Regierung nicht eingetreten. Mißstände, die sich durch die Einzelverwoltungen ergeben, müssen von Fall zu Fall erledigt werden.
Donnerstag: Fortsetzung. — Schluß nach 6 llhr.
Aus dem hell. futtMittr.
3«t Beamtenbesoldungsvorlag«. Die Zentrnmsftaktion des jünnMofls hielt am Mittwoch vormittag in den Räumen der Kammer in Darmstadt ein« Sitzung ab, tn der einstimmig an den seither in dem Finanazusschuß der Zweiten Kammer gefaßten Beschlüssen sestzuhalten. Vertraulich wurde auch über di« Stellungnahme des Vertreters des Bischof» in Mainz, Domkapitular Dr. Bcndix, in der Ersten Kammer verhandelt, doch soll vorerst darüher nichts in di« Oeff«ntlichk«it gelangen, — Auch die nationalliberal« Partei befaßte sich mit der Besol. dungsvorlage. Auch hier wurde zum Ausdruck gebracht, daß nach Lag« der Verhältnisse auf jeden Fall an den einmal gesoßten Beschlüssen festgchallen werden müsse und wurde beschlossen, im Sinne des Ausschußberichtes auf den früheren Be.' Müssen zu beharren.
Tagesübersicht.
Drntlches Reich.
:: Ein« neue Wackestat gegen schwäbisch, Soldaten, Tin
-euer frecher Angriff auf 3 Unteroffizier« des württ, Jnfant«. rieregimcntes 136 wurde am Sonntag abend verübt. Dir drei
Unteroffiziere wurden, als sie die Wirtschaft .Zur Kette" in der Langstraße verliehen, von 10 bis 12 Burschen und einem Fravenziminer verfolgt und durch den Ausdruck „Tausch w o b c ti" beschimpft Ein Unteroffizier verbat sich di« Beschimpfung, Daraus erscholl der Ruf: „Messer heran,!" Wie auf Kommando fielen di« Kerl«, unter denen sich allerlei zweifelhaftes Gesindel befand, über den «inen Unteroffizier her und bearbeiteten ihn mit dem Messer. Di« beiden anderen wurden ebenfalls, als sie ihrem Kameraden zu hilf« eilen wollten, durch Messerstiche verletzt. Die Frauensperson rannte in eine der kleinen Seitengassen der Langestiatz« und halt« Verstärkung herbei. Eine Rotte von bv Personen johlte und schrie nachher aus der Straße, ohne daß Poliezi einschriit. Die Unteroffizier« traten eiligst den Rückzug nach der nahen Kaserne des Regiments an, verfolgt von dem Gesindel, das bis zum Tor der Kaserne folgte und dieses mit Fäusten und Steinen bearbeitete. Di« Verletzung der Unteroffiziere hat sich glücklicher- ioeifc als nicht so schwer herausgestellt, wie ursprünglich ange. nommen wurde. Untersuchung ist eingeleitet. Die vielen An- griffe auf Militärperfonen in den letzten 14 Tagen — aus militärischen Kreisen werden etwa 2« gemeldet — verlangen kategorisch ein strengeres Einschreiten der Polizei gegen di« Täter.
:: Ein General von seinem Burschen angesallen. Aus Reiß« wird vom 25. Fehl, gemeldet: Als der Kommandeur der 24,
Iigantcriebrigad«, Generalmajor Bocß, gestern früh fein« Bur. ichea, die nicht zur rechten Zeit aufgcstanden waren, wecken wollte, wurde er von ihnen überfallen und leicht verletzt, Le- bensgesahr besteht nicht. Die Täter, di« zunächst entflohen, wurden Heu!« früh bei Wischke aus der Streck« Neiße-Oppeln oom Zuge üdersahren tot aufgefunden, Di« beiden Soldaten waren gestern tn der Umgegend von Neiße umhergeirrt und hatten in der Nacht dann Selbstmord verübt.
Rußland.
»erstärku-g russischer Grenzsrstungen. Wie der „Excel- sior meldet, flndet augenblicklich in Petersburg ein« Reihe von geheimen Sitzungen des Oberkriegsrates unter dem Präsidium des Kriegsminifters statt. Der Zweck der Beratungen ist eine iofortigr Verstärkung der Festungen und Earnffonen Rußland» an der Wcstgienzc, Begründet werden die neuen Maßnahmen mit der Tatsache, daß auch Deutschland in der letzten Zeit nam. laste Verstärkungen an seiner russischen Grenze vorgenommcn labe,
:: Der deutsch-rufsischr Handelsvertrag. Das Landwirt. »Hastsministerium arbeitet, noch dem „Rusloje Storno", einen kreuzen Geheimentwurj aus, Di« Vorarbeiten des Handel». Vertrages mit Deutschland sind dem Handelsministerium mög. lichst z» entziehen, welches, nach dem Landwirtichoftsminifte- rium, di« Vorarbeiten in falsche Bahnen gelenkt habe. Die Interessen der Industrie feien jetzt zu einseitig vertreten. Auch !«> di« Geheimhaltung der Absichten der russischen Regierung durch di« Heranziehung nichfftaarlicher Organisationen gesahr- oet. Es wird als zroeckmäßig die Einrichtung einer besonderen, keinem Ministerium unt«rstehenden Behörde, di« nur au» Beamten bestehen darf, betrieben. Als Vorsitzender dieser Be. Hörde ist Graf Witt«, besonders wohl auch wegen seiner Erfahrungen als Unterhändler bei dem letzten Handelsvertrag, in Aussicht genommen.
Bom B»Uan.
:: Kein dulgarisch-türtische, Bündnis, Zu der Frage, ob Zwilchen der Türke» und Bulaariev -in Bündnis ode. «in l»e.
amnurftiog. De« 26. Februar i»i#
Mdie iagesjetiunfl.
svndores Abkommen besteht, «fährt der Korrespondent der
„Frankfurter Zeitung" von maßgebender Seite folgende Einzelheiten: Beim Empfang der bulgarischen Abordnung, die
nach Petersburg anläßUch der Eimoeihung des Denkmals des Großfürsten Rikolaijewitsch gekommen war, beklagt« sich Saso- now über den angeblichen Abschluß «ine» Bündnisses zwischen der Türkei und Bulgarien, Der bulgarisch- Gesandte Rädko Dimitriew entgegnet«, daß er von einem solchen Abschluß nichts wisse. Auf Dimitriews Meldung über diesen Vorfall richtet« Radoslawow direkt an Safonow di« Erklärung, daß ein sol. ches Bündnis rveder bestehe, noch jemals beabsichtigt sei,
Spanien.
:: Blutige Steuerproteste. Lebhafte Unruhen sind in verschiedenen Teilen Spaniens wegen der neuen städtffchen Steuern ausgebrochen. Besonders in Barzelona ist di« Situation sehr besorgniserregend. Hier hat sich die Bevölkerung zu schweren Ausschreitungen hinreitzen lassen. Gestern früh waren in Barcelona di« Märkte vollkommen verödet. Dir Wagen, die Lebensmittel in die Stadt bringen sollten, wurden bei ihrer Ein. fahrt in di« Stadt von den Bewohnern mitleidslos geplündert. Alle Geschäfte waren geschlossen und die Handwerker feierten, Di« Fabriken und großen Warenhäuser mußten gleichfalls schließen. Die Straßenbahnwagen wurden von der Menge mit Steinen beworfen, so daß schließlich der Straßenbahnverkehr vollkommen eingestellt werden mußt«. Selbst Baumstämme wurden über die Schienen gelegt, wodurch «in Wagen entgleiste und umstiirzte. Kein einziger Laternenpfahl steht noch aufrecht, so daß di« Stadt am Abend in völliges Dunkel gehüllt war. Zwischen Polizei und Publikum kam es wiederholt zu blutigen Zusammenstößen. Di« Wohnung des Bürgermeisters mußte durch Soldaten vor der Wut der Menge geschützt werden. Ueberall auf der Straß« tönten dem Bürgermeister, der von be. rittemen Gendarmen begleitet war, Ruf« wie „Nieter mit ihm! Hängt ahn!" entgegen. Wahrscheinlich wird der Belagerungszustand über di« Stadt verhängt weiden, wenn die Ruhe nicht bald wieder einkehrt.
Mexiko.
:: Zur Ermordung des Engländers Benton. Die merika. Nische Zeitung „El Diario", das Organ Huertas, schreibt zur Ermordung des Engländers Benton: Vor der blutigen, mit Kugeln durchlöcherten Leiche Bentons entrüsten sich die Macht«: ihr« Interessen liegen jetzt in den Händen eines von dem amerikanischen Koloß geschützten Mannes, Sogar aus dem Norden von Mexiko richten sich anklagende Blick« nach dem Weißen Haus«, denn dort fitzt der wahre Schuldige des Derbrechems,
Kund der Landwirte.
Aus dem blauen Ländchen. Während der Bund der Landwirte in der ganzen Gegend gut organisiert ist. konnte nnsere Bewegung seither in Erbenheim keinen Fuß fassen, deshalb wurde auf den vergangenen Sonntag eine Versammlung in den „Engel" berufen. Sie war auch recht gut besucht, fast sämtliche Ort der engereu und weiteren Umgegend waren, z. T, sehr stark, vertreten, so namentlich Delkenheim, Wallau, Massenheim, Biebrich, Igstadt, Kloppenheiin, Nied, Höchst u. a. Leider aber war gerade Erbenheim nur schwach vertreten, einen Umstand, den der erste Redner, der stellvertretende Prov.'Vorsitzende für Nassau, .Herr Gg. Christian- Unterliederbach, lebhaft bedauerte. Herr Christian sowohl wie der nächste Redner, Herr Redakteur H i r s ch e l, besprachen darauf in längeren, oft von Beifall unterbrochenen Ausführungen die Notwendigkeit einer Organisation der Landwirtschaft und die Stellung der verschiedenen Parteien zu dem Bund der Landwirte. In der Aussprache empfahl namentlich Herr B o l - mar- Biebrich den Anschluß an den Bund, in demselben Sinne sprachen sich die Herren Runzheimer -Delkenheim, der Versammlungsleiter Gärtner- Massenbeim und Schleicher- Nied aus, ebenso gab Herr Landwirt E h r i st - Erbenheim seine Zustimmung kund. Wenn wir auch auf eine größere Beteiligung der Erbenheimer gehofft hätten, so ist doch die Versammlung sebr schön verlaufen und der Anfang einer Organisation in Erbenheim ist gemacht worden.
Zwanglose Jusammenlnnifl
am Donnerstag, den 26, Februar, abends 8 Uhr, in
Uiedrr-ErlciUrach
bei Gastwirt Werner (zum grünen Baum).
Die Herren Landtagsabgeordneter Dr. v, Hekinolt. A d, H e n s c l und H i r s ch e I werden onwesend sein.
Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten.
Ans der Heimal.
* Friedberg, 26. Febr. Durch das günstige Frühlingswsttcr epfteute sich der Pferdemarkt eines sehr starken Besuches, Das ausgetriebene Pserdcmaterial war erstklassig und inan konnte wahre Prachtexemplar« sehen, die der Prämiierung harrten. Viele Kauflustig« und Dcrkäufer waren aus der Wetterau uns Umgebung erschienen. Der Handel ging flott und dauert« bis zum Nachmittag. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebiiis: Klasse 1: Belgier Mutterstuten mit im Laufe des Jahres gefallenen Fohlen oder mit mehreren Nachkommen, (ausgegeben 210 Mark), Ehrenpreis Fr, W, Schiifer.Reichelshcim 166 Mk,, 1. Preis Wilh, Horack-Reichelsheim 60 Mk,. 2. Pr, Fr. Groß. Reichelsheim 50 Mk.,' Klaffe 2: Belgier gedeckte Stuien, (aus- gegeben 405 Mk.), 1, Pr, PH, Studt 2,-Niedcrweisel 50 Mark, L, Pr, Aug. Heinz-Niederweisel 40 Mark, Hermann Steten. Re-ichelsheim 40 Mk,, Peter Häuser.'NiederWeisel 40 Mk., 3, Pr- Sch. Häuser Niederweijel, Karl Häuser-Niedcrweisel, Wilh. Müller 2..Echzclt, je 30 Mk.. Ancrkenmmg Aug. Lanz-Daurri»> heim, K. Schwindt-Riederwölistadt, H, Ph. Stoll-Ulsa, Reinh. Krausgrill-Niederweijel, K. Waas Dauernheim, Aug. Göbel. Heuchelheim. Ioh. Petvie-Dsrn-Asscnheim, Z. T. Bommers. Hcim-Dorn-Ass«nbsl»>. "tot W. Mölm-Otiedervl-'-r-« niid Wilh.
Müller.Bingenheim, fermer 2. Preis PH. Binding-Echzell 4» Mk., 3. Pr. K. Hcil.Butzbach, Eg. Btll 2.-Medcrwessel, K. Iah Düringer Oberhöigern und Alois Eß-Dorn-Asscnheim: Kl. 3: Belgier dreijährige Hengst», 2tut. und Wallachfohlvn, saus gegeben 100 Mk), Ehrenpreis Wilh. Horack-Reichelsheim 50 MI,, 1, Pr, Heim, Steten-Reichelsheim 40 Mk,, 2 . Pr Hch, Scheuermann-Echzell 30 Mk,, 3, Pr, R, Nickel.Obermockstadt, Wilh, Stork 3,-Berstadt, je 20 Mk., Anerkennung Ad, Nickel, Obermockstadt, A. Bausch-Niederwöllstadt, je 10 Mk: Kl, 4:
Belgier zweijährige Hengst-, Stut- und Wallachfohlen, (aus gegeben 105 Mk,), 1, Pr K, W. Schrcff-Bruchenbrücken 30 Mk, 2, Pr, Karl Schwindt-Niederwöllstodt und Fr, W. Koburgeu Reichelsheim, je 20 Mk,, Anerkennung Gg, Wolf 7.-DauernHein und Fr. Groß-Reichclshcim, je 10 Nil., 3, Pr, Hch. Ph, Stall- Ulfa 15 Mk, — Oldenburger Pserde: Klasse 1: Mutierstuten
mit Nachkommen, 1. Pr, Hch. Holler l.-Echzcll 60 Mk., Klasse 2: Gedeckt« Stuten, 1, Pr, O, Gg, Wolter.Langd 50 Mk„ 2 Pr, Otto Stoll-Heuchelhcim 40 Alk., 3, Pr, Rich, Vorbach Rodhrim v, d. H, 30 Aik„ Anerkennung Jak, Schaub Büdr» heim, Wilh, Karl Schäfer-Reichelsheim. O. Wols-Böollernhau, sen und Ioh. Alter 2.-Berstadt, je 15 Mk.; Klasse 3: Dreijähr, Hengst-, Sind- und Wallachfohlen, 2 . Pr, Hch, Appel-Nieder, slorstodt und Aug, Henscl-Dortelweil, je 30 Mk, Anerkennung Wilh, Hch. Fenchel-Griedel und O. Gg. Walther-Langd, je ll Mk.; Klasse 4: 2. Pr. Ernst Eichetmann.Wohnbach 20 Mk. 3 Pr. Heinrich Heller 1.-Echzell 15 Mk, Anerkennung Ph. Kl« bcrger-Melbach und W. K. Schäfer-Reichelsheim, je 10 Mark Insgesamt wurden ou»gegeben für Belgier 1070 Mark, fii, Oldenburger 380 Mark, zusammen 1450 Mark.
* Friedbcrg, 26. Febr. Der Zweigverein für Hessen des Westdeutschen Güterbeamten-Verbandes hält kommenden Sonntag, den 1. März, nachmittags 3V5 Uhr im Hotel König von Württemberg in Farnkfurt a. M., Karlstraße, 3 Minuten vom Hauptbahnhof, eine Versammlung ab, wozu alle Kollegen, sowie die Herren Gutsbesitzer und Pächter eingeladen werden.
* Friedberg, 26. Febr. Auch in diesenl Jahre bildete
der „Große Bllrgcrmaskenball" wieder den Kultimations- pnnkt des karnevalistischen Treibens. Unter der Devise: „Eine internationale Friedenskonferenz" hatte Prinz Karneval seine Getreuen gerufen und sie waren zum sechsten Male seinem Rufe gefolgt. Die festlich, der Devise ent- sprechend, dekorierten Säle boten einen prachtvollen Anblick und herrschte in sämtlichen oberen und unteren Räumen des „Hotel Travp" ein ftöhliches Treiben, wozu die 4 Künstler- Kapellen, zum Tanz aufspielend, bestens mit beitrugen. Die schönsten Masken wurden auch Heuer wieder durch Preise ausgezeichnet und fand die Verteilung um 12 Uhr unter de« Präsidium de? Urnarren Balthasar Schneider statt, welcher, durch humorvolle Ansprachen gewürzt, die Preise übergab. Es erhielten den 1. Damenpreis: Eine Japanerin, den 2. Preis: Eine Türkin, den 3. Preis: Eine Orientalin, den 4 Preis: Eine Russin, den 5. Preis: Eine Japanerin. De» 1. Herrcnpreis: Wegweiser zur Friedenskonferenz, den 2, Preis der Deutsche Michel, den 3. Preis: Ein Chinese, den 4. Preis: Der Mond, den 5, Preis: Eine Riesenfigur, den Frieden verkörpernd. 1. Gruppenpreis: Jungdeutschland,
8. Preis: Schilderbauswache. Es waren besonders in Her- rcnmaskcn eine große Anzahl wirklich origineller Kostüme vertreten und wurde dem ganz besonders hervorragenden .Henkell Trocken" ein Extraprei? zuteil, ebenso wurde der allen bekannte Ctown für seine wirklich vorzüglichen Leistungen ausgezeichnet. Am frühen Morgen wurden dann alle Närrinnen und Narren entlassen, bis zum nächsten Jahre, allwo die Parole lautet: „Auf zum 7, großen Bürgermasken- ball,
* Friedbcrg, 26. Febr. Nach kurzem Krankenlager verstarb in Heppenheim Rektor Max Schmidt. Der Verstorbene war ein geborener Friedberger und batte ein Atter von 72 Jahren erreicht. Im Jahre 1910 feierte er sein goldcnoj Lehrerjubiläum. Seit einem Jahre lebte er im Ruhestand.
* Landwiktschastlicher Bortrag. Freitag, den 27, Februar, abends halb 8 Uhr in Ockstadt im Gasthaus« von Klingel. Vortrag über: „Die Boikentäser in der Kirschpflanzung", Referent: Croßh. Landwirtschaftslehrer Dr, Ho ff mann in Fried, bcrz,
* Dorheim, 26. Febr. Bei Humor und Stuß gibt'» kein Verdruß — diese Devise darf man Wohl voransschicke» zu einer heute Abend stattfindenden närrischen Veranstaltung, Im „deutschen Haus" (bei de Marte) findet beute Donnerstag Abend ein „Großer Kräppelabend" statt. Die Leitung hierüber hat der Kammersänger „Fritz" übernommen, dessen Rcgiekunst allgemein bekannt ist und für die humoristischen Ausführungen wird „Wilhelm mach kahn Kroin" Sorge tragen. Wer sich also eininal tüchtig aus- lachen will, der mach sich heute Abend auf die Beine und gehe bei die Marie zuin „Große Kräppelabend".
* Bubbach, 26. Febr. Im hiesigen Kohlensäurewerl wurde der Arbeiter Philipp Ritz durch eine explodierend« Natronflaschc getötet.
* Ober-Cschbach, 26. Febr. Hier machte der 75jährige Musikant Eberl seinem Leben durch Erhängen ein Ende.
* Vilbel, 26. Febr. Wegen umfangreicher Schwindeleien wurde der Tagelöhner Jakob Schmidt von hier in Frankfurt verhaftet. Er verkaufte Frankfurter Herrschaften inindertvertigen Saud zu sehr hoben Preisen und betrieb diesen Schwindel lange Wochen hindurch. Ferner beschwindelte er drei junge Mädchen um bedeutende Sunimcn, wobei er ihnen das übliche Heiratsversprechen gab.
* Büdingen, 26. Febr. Seit Jahren tvaren hier bereits die Vorbereitungen zu einer möglichst glänzenden Feier des 45jährigen Bestehens der Büdingcr Schützengcscllschast im Juli 1914 im Gange. Dieser Tage entdeckte nun der fürstlich Jsenburgische Reichsarchivrat Dr. Wiltmann Büdingen daß die Gesellschaft schon GOO Jahre und nicht erst 450 Jahv besieht. Daraufhin bat der Teltansschnsi fiir das Fudiläums


