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Vit. 4 ?

Vn mnj, nnb bi» fest überzeugt, daß darüber in dem Hoheit Hause nur ein« Stimm« herrscht. Die Schwierigkeit beginnt aber, wenn es sich um die Verbreitung von Nachbildungen der itunftwerle handelt. Wenn man hört, daß Postlarten mit Ab.

idnnzcn alter Meisterwerke für unsittlich erklärt worden sind, \ j gebe ich gern zu, daß ein« solch« Entscheidung zunächst Lbev-

.tt Wenn man dann aber bei näherem Eingehen sindet, daß . ? Karten van den Händlern etwa in einer Umgebung, die >': Lüsternheit anreizt, vielleicht unter obszönen Darstellungen, i .'rbnet sind, dann gewinnt die Sache ein anderer Gesicht.

übrigen will ich garnicht bestreiten, daß man über die Rich- 1 : j-.'.t der einen oder der anderen Entscheidung verschiedener ' irurijj sein kann. Wer sich jemal» mit diesen Fragen be- j. ^tigt hat, weiß, welche Schwierigkeiten di« Abgrenzung der V sser Unzüchtigkeit bietet. Slbweichungen sind ganz notür. l. l. Mau wird aber auch aus solchen einzelnen Entscheidungen g - we,rgehende Schlüsse nicht ziehen können. Dar Reichsgericht l, : als iuatzgebend« Bestimmung ständig di« Auffassung ver­tilgen, daß die bildlich« Darstellung der Nackten an sich «benso» r. aig unzüchtig ist, wie di« der unverhüllten menschlichen Kör- \ ro selbst. Es hat sich ebensowenig der Erwägung verschlossen, daß die vorherrschende künstlerische Idee auch bei der Darstellung si üdjct Empsindungeir das Unzüchtige verdrängt, und daß d lit eine Verletzung des Scham und Sittlichkcitsgefühls aus. gh! offen wird. Damit wird aber grundsätzlich dem Künstler die nötige Bewegungsfreiheit gewährleistet. Auf der anderen S.ite Hai cs aber das Reichsgericht als ebenso selbstverständlich an 'enoriimen, daß die Reproduktion von Kunstwerken, insbeson­dere aus Postlarten, mißbraucht werden kann. Der Mißbrauch tar n auch in äußeren Umständen, in der Zusammenstellung ei. »er Reihe von Nackidarstellungen gesunden weiden. Das Land­gericht 1 Berlin hat nun eine Reihe von Postkarten für unsitt. licki crriärt, weil die Abbildungen männlicher »nd weiblicher na er Körper für den Massenvertrieb in dem großen Publikum 6c ; matt war. Das Reichsgericht ist diesen Ausführungen ent- g .-.getreten, das Urteil enthält an grundsätzlichen Aursühr. m :n «trva folgendes: Der Begriff des Un,gichtigen mutz not- w.ndig Beziehungen zum Geschlechtlichen haben. Es muß dar Schs.n- und Sittlichteitsgcfiihl in geschlechtlicher Beziehung v- letzt werden. Dazu gehört aber die Darstellung des unvev- hüllten Körpers für sich allein nicht. Es muß dazu eine UN» züchtige und scharulose Darstellung gewählt werden. Das gilt ur-ch iür ein eöerk der Bildhauertunst, dar den nackten Körper zur Erickteioung bringt. Es muß genügen, wenn es in künstlsit- sckrer Beziehung den Stempel der Unsittlichen nicht zeigt. Bei einem Falle, wo ckr sich nm die Reproduktion eine» Bildes aus der Dresdener Galerie handelt«, wurde der Postkartenhändler angeklagt. weil die Unzüchtigkeit aus der Art seines Betriebe» gefolgert wurde. Es wird Aufgabe der Rechtsprechung sei«, z« entscheide«, ob «l!e Karten dieser Art oder nur diejenigen bei liefern Händler beschlagnahmt werden sollen.

Abg. Heine (Soz.) nannte di« Strafprozeßordnung ei» ausgezeichnetes Gesetz, sosern cs nur richtig augewendet werde. Das Tückische der Klassenusiiz lieg« darin, daß kein Richter sich in die Seel« eines Arbeiters versehen könne. Zur Behauptung eines Staatsanwaltes, die Anbringung stärkerer Schatten an gewissen Körperstellen geschehe zur Erregung von Lüsternheit, gebäre schon ein« pervers« Phantasie.

Staatssekretär Dr. Lisco legte gegen dies« Bemerkung Verwahrung ein.

Abg. Dr. Gerl ach (Ztr) sorder!« Reform der Jrrenge. ietg-buug. Donnerstag: Fortsetzung.

Prenstiicher Landtag.

Abgeordnetenhaus.

Das Preußische Abgeordnetenhaus beriet am Mittwoch bcini Etat des MinisterimnS des Innern zunächst einen An­tra.; auf Verstaatlichung der Bureaus der Landratsämter, den Abg. I>r. ». Campe (Natl.) begründete.

Tie Klagen des Abg. Richtarskh (Zentr.) über man- ir i.be Bcrücksickstigung der Katholiken bei der Stellenbe- sia.ung in diesen Rcurtcrn wies Minister v. Dallwitz als unbrgrüudet zurück.

Abg. l'r. ü. Wopna (fretf.) bat, e2 int Interesse des so­zialen Ausstieges bei dem jetzigen System zu lassen, jetzt würde« in den Aemtern Leute mit Volksschulbildung be­schäftigt. Das würde durch den Antrag nicht mehr möglich sein.

Der Minister hatte ebenfalls Bedenken gegen den Antrag wegen seiner finanziellen Folgen.

Abg. äl'rnfc (Fortschr.) wünschte die Verstaatlichung. um die Aeinter der konservativen Wahlagitation zu entziehen.

Mit ähnlicher Begründung sprachen für den Antrag die Abgeordneten v. Tranrpeztznski lPole) und Leincrt (Soz.)

Abg. v. (tzohlrr (kons.) nannte es ein geradezu glänzen­des Zeugnis für die Amtsführung der Landräte, daß von den Rednern der Linken nur vier Fälle ans der ganzen Monar­chie zur Sprache gebrockt werden koimten über angeblichen Mißbrauch ihrer amtlichen Stellung. Man solle endlich an- erkennen, daß an der Amtsführung der Landräte nichts aus- susetzen sei.

Abg. ltc. Hagcmrister (Rail.) bat um eine Gesetzes- rovelle. die deu Unstimmigkeiten der verschiedenen Landge- mcinde-Ordnuugcii abhelfen solle.

Ter Antrag wurde au die Budgetkomniission verwiesen.

Abg. Freiheir Schenk zu Schweinsbcrg (kons.) begrün- !>ete einen Antrag mit Bekänrpsung der Unsittlichkeit iu den Großstädten. Eine schärfe Unterdrückung der Kabaretts, Rimimelplätze und Animiert,leipen sei notwendig, desgleicktzln ein besonderes Kiuematogravhcngesetz.

Abg. Borst er (freif.) wünschte, daß die Polizei den Ans- lch, cilungcu des NockitlcbcnS nicht so nachsichtig gegennber- stcheu solle.

Abg. I >r. Dittrich (Zentr.) bat um einstimmige An­ne bme d's Aukrggcs.

ltbg. I>r. Schroeder Cassel (Natl.). ebenso, der besonders

Reue Tageszeriuug. Donner»,ag» «en 1». gedruar INI«

aus das Nachtleben Berlins hingewiesen hatte, das einen Be-

soiguis erregenden Charakter angenommen habe.

Minister v. Dallwitz sagte eine Verkürzung der Polizei­stunden zu und verloies aus einen, dem Bundesrat vorliegen­den Gesetzentwurf, der es ernröglichen werde, die Aniemier- kneipcn gänzlich zu beseitigen.

Abg. Kauzow (Fortschr.) erklärte sich mit der Tendenz des Antrages einverstanden, nicht aber mit den Einzelheiten. Er versprach sich mehr von einer Vertiefung deS religiösen Gefühls als von polizeilichen Maßnahmen.

Das Haus vertagte sich auf Donnerstag: Fortsetzung. Schluß %5 Uhr.

Tagesirbers»cht.

Deutsches Deich.

Die Verurteilung &e» Massenmörders Wagner. Im

Staatsanzeigei" wurde gestern in Bersolg des vom Justiz- minister in der Kammer gegebenen Versprechens die Oeffent. lichkcit über die Begründung des Gerichtsbeschlusses, wonach der Massenmörder Wagner dauernd in eine Irrenanstalt inter­niert wird, aufgeklärt. Was die Veiveggräud« der Tat Wag. ners anbelangt, so hob« dieser sich über ein im März 1901 in Mühlhausen begangener Sittlichkeitsverbcechen dauernd Vor­würfe gemacht. Er sei immer und immer der Ansicht gewesen, die Leut« hätten über ihn gesprochen und Anspielungen gemacht. So sei dann der Entschluß in ihm gereist, sich das Leben zn neh. men und sich gl«ichzeittg an den Mühlhausenern zu rächen. Seit dem März 1901, dem Zeitpunkt« seiner Verfehlung, habe Wag­ner stündlich sein« Verhaftung erwartet, und nach seiner Hoch, zeit habe er stets einen Revolver bei sich getragen. Es ist «- doch festgestellt worden, daß von der Bersehlung Wagners nie. ma,rd eine Ahnung gehabt, geschweige denn das jemals ein Mensch ihn hierbei lächerlich gemacht hat, Di« Sachverständigen kamen in voller Uebereinsttmmung zu dem Ergebnis, daß Wag­ner ohne all« Zweifel seit jener Zeit im Zustand der Eeistesvei. wirrung und Störung der Eeistestättgkeit befunden Hab«, so- daß di« freie Willensbestimmung ausgeschlossen war. Das Ge. richt habe daher beschlossen, Wagner dauernd in «in« Irren­anstalt zu internieren.

Vorbereitungen zum Empfang der albanischen Mission. Die Stadt Neuwied sängt an, Festschmuck anznlegen, um die albanischen Abgesandten würdig zu empfangen. Di« albanische Abordnung trifft am 21. Februar mittags mit dem Zug 12.38 Uhr in Neuwied ein und besteht aus 25 Delegierten. Sie wer­den sich sofort ins Schloß begeben, wo sie von dem Prinzen zu Wied empfangen werden. Im Anschluß daran findet ein Ea- lafrühstück stakt, zu dem di« Abordnung geladen ist.

Ungarn.

t: Maßnahmen gegen den Auswanderungsvertehr. Der

ungarische Auswanderungrsenat hat sich in seiner letzten Sitz, ung mit den Fragen beschäftigt, die mit dem Auswanderungs­verkehr kn Zusammenhang stehen, und beschlossen, der Regie, rung di« Kündigung des bestehenden Pookvertrages mit den Schtsfahrtsgesellschaften zu empfehlen. Es ist als sicher anzu- nehmen, daß di« Regierung dem Beschluss« des Auswander, ungsfenats zustimmen und zur Kündigung des Poolvertrages schreiten wird, in der Absicht, «inen neuen, schärfere Kontrollbe- stimmungen enthaltenden Vertrag mit den Schifsahrtsgescll. schäften zu vereinbaren.

Schweiz»

:: Aushebung einer neuen Spionagcagentur. Die

gestrigen Morgenblätter berichten von der in Genf erfolgten Aushebung einer neuen Spioiiageagerttnr. An ihrer Spitze soll ein früherer deutscher Offizier iwnwns Enranuel von Eck sowie ein österreichischer Reserveoffizier namens Aloys Glaser gestanden haben. Die Nnters-ichmig, die auf Veranlassung des Schweizer Bundesrats durch Oberst Egli gesübrt wird, soll einen weitverzweigten und woblorganisierten Spionage­dienst aufgedeckt haben, der für Deutschland, Oesterreich- Ungarn und Rußland betrieben sein soll. Gegen alle Betei­ligten soll der Bundesrat einen Ausweisungsbefehl erlassen haben. Der vorliegende Fall steht, wie derBerliner Lokal-Anzeiger" von wohlunterichteter Sefte erfährt, im Zu­sammenhang mit dem Fall Largier in Gens und ist ebenso zu bewerten. Eck und Glaser haben also Spionage gegen Teutschland und Oesterreich-Ungarn getrieben. Eck ist nicht Deutscher, sondern Russe.

Frankreich.

:: Der Brandpseil eine neue Acruplanwasfe. Heute vormittag wirrden interessante Versuche mit einemBrand- Pfeil", der Erfindung eines Herrn Gnerre, unt er n ommen, die zur vollsten Ziifriedenb-.it cnisficl-n. Der Pfeil bat eine Länge von etwa 40 Zentimeter und einen Durchmesser von 1,80 Meter und ist an der Spitze mit einer Zündkapsel der- sehen, die ein Fünftel Liter flüssigen Erplosivstoffes ent­hält. Sobald die Spitze des Pfeiles aut e:nen harten Gegen­stand fällt erfolgt die Entzündung. Mehrere dieser Pfeile wurden nun heute von der ersten PiaUform des Eifelturmes fallen gelassen. Sie entzündeten sich beim Aufprall arif den Boden und setzten dort ansgostapctte Strohhaufen in Brauch. Tie Versuche sollen morgen aus dom Jluoselö von Buc von einem Aeroplau aus wiederholt ward"». Die französische Heeresverwaltung verspricht sich von dieser ne Heu Erfindung eine gute Waffe gegen Lenkballon.

Südafrika.

:: Eine Sträftingsverschwörung. Von Kapstadt wird telegraphiert, daß das Ministerium soeben erstaunliche Ent- hiillungen über eine Verschwörung eingeborener Sträflinge gemacht hat, die bei öfsentlichci, Arbeiten Verwendung fan­den. Sie hakten deshalb Gelegenheit, eingeborene Bergleute »nd andere Arbeiter für ihre Pläne zu gewinnen, die auf eine revolutionäre Erhebung abzieltvn, Die Bande batte einen ftüheren Zulubäuptlrng znm König gewählt und einen Rich­ter »nd einen kommandierenden General eingesetzt. Der König krua bis vor kurzem noch die Sträflinaskett.-n eines

Sille 2

Zuchthauses, von wo aus er di« Organisation leitete. Zahl-

reiche Verhaftungen wurden vorgenoinmen.

Partrinachrichlerr.

Die Freisinnige Stichwahlparole in Jericho».

Während die örtlichen Organisationen des Freisinns >m

Wahlkreise Jerichow sich nicht entschließen können, den alten Bismarck scheu Wahlkreis an die Sozialdemokraten ausz» liefern und ihren Anhängern Stimmenfreigabe ge- währt haben, leistet der freisinnige Parteivorstand der So­zialdemokratie feine Hilfe.Entscheidend für die liberalen Wähler", so heißt es in einem diesbezüglichen Aufruf,muß die _ Rücksicht auf die M e h r l, e i t s b i l d u n g in, Reichstag sein. Die Lüiksmebrbeit muß erhalten »d gestärkt werden, und dies um so mehr, als die Linke eben ers das Mandat des bisherigen natiaualliberasen Abgeordnete» Koelsch im Wahlkreise Kebk-Offenburg verloren hak. Wir halten es daher für dringend geboten, daß die liberale» Wähler am kommenden Freitag dem konservativen Kandi daten jegliche Unterstützung versagen."

Wir sehen also wieder einmal die altgewohnte Erschej nung: Der Freisinn als Zuhälter der Sozialdemokratie^

Kund der Kandwirtc. Versammlung

Donnerstag, den 19. Februar 1914, abends 8 Uhr, zu

Melbach

in der B l u m' s ch e u Wirtschaft.

Referent: H i r j ch e l - Friedberg.

Zahlreicher Besuch erbeten.

Aus der Heimat.

* Friedberg. 19. Febr. Gestern fand an der Augnstiner- schule die mündlich« Prüfung des Maturitäksexamens statt. Von 22 Abiturienten wurden 17 von der mündlichen Prüfung befreit. Einer mußte zurückgewiefen »erden. Der Direk­tor der Augustinerschule war zum Negierungsvertreter er- nannt worden. Die Namen der Abiturienten sind (in den Klammern ist zukünftiges Studium bez. zukünftiger Beruf angegeben): Breidenbach. Wilh., Bad-Mpcheim (Offizier), Bruck, Erna, Dad-Nauherm, (Medizin), Elatz, Ernst, Wöl­fersheim (klaff. Philologie und Theologie), Elatz, Friedrich Wilhelm. Holzhausen (ev. Theologie), Dietz, Christ., Büdes- heim (Maschinenbau und Elektrotechnik), Eckel, Ludwig, Friedberg (Kaufmann), Hofmann, Fritz, Bad-Naubeim (Offizier), Kratz, Eavola, Friedberg (Pharmazi), Kratz, Hugo Fliedberg (Jura), Lehr, Ernst. Wixhausen (Maschinenbau und Elektrotechnik), Müller, Hans, Friedberg (Medici-,), Müller, Otto, Bellersheim (neu Philologie), Pape, Wilh., Bad-Nauheim (Jura), Jack, Karl, Nieder-Weisel (Jura), Schmer l, Karl, Bruchenbrücken (Kaufmann), Schmidt, Wilh. Bad-Nauheim (Medizin), Scholtz. Heinr., Friedberg (Kaufuiann), Schweitzer. Phil., Nieder-Mörlen (kath. Theo­logie), Stracke, Wilh., Friedberg (Jura), Zimmer, Paul, Bad-Nauheim (Offizier), Zintzer Otto, Friedberg (Medizin). Von den Abiturienten besuchten 3 die Augustinerschule von der Vorschule an, 8 von 6., 4 von 4 4 von 3., 1 von 2., 1 von 1.

* Friedberg, 10. Febr. Herr Zahnarzt P. Metzler kaufte durch Vermittelung des Herrn Agenten Blum das den Erben des verstorbenen Apothekers Sllffert gehörige Hau? in der Hanauerstraß: Nr. 8 znm Preise von 31.000 M. Wir wün­schen Herrn Metzler in seinem neuen Heim viel Glück.

* Friedberg, 10. Febr. Wie wir vernommen, beabsich­tigt das neue Berliner Operetien-Ensenible, welches auf einer großen Tournee durch Deutschland, Oesterreich und die Schweiz begriffen ist, auch in unsere Stadt eine Gastvorstel- lnng zu geben. Wir geben un nachstehenden eine Rczeniion einer Donaueschinger Zeitung wieder: Donaueschin- gen. 21. Januar 1914. Das neu Berliner Operetten-En- semble brachte am gestrigen Abend in der Fefft-alleDie Kino-Köuigin" zur Aufführung und erzielte damit einen un- bestritetnen großen Erfolg. Gilberts reizvolle, uielodicn- reiche Musik, die dezente abgerundete Darstellung, sowie die trefffichen GesangSkräfte fanden kebbasten Beifall des über­füllten Hauses.

* Friedberg, 19. Febr. An der städtischen Polytechnischen Lchianstnlt werden im kommenden Sommersemester Vortrags. Zyklen abgehalten werden, deren B:fuch auch für weitere Kreis« für Herren sowohl als auch für Damen von Interesse sein düffte. Die Behandlung der diesen Vorträgen zu Grund« li«. genden Wissensgebiete wird derart sein, daß Jeder auch nicht technisch Gebildete ihnen mit Verständnis folgen und eine abgeschlossene Bereicherung seines Wissens durch sie empfangen kann. Die Bedingung«« für den Zutrttt zu diesen Vortrügen di« durch das ganze Srm.ssier durchlaufen, sind außerordentlich leicht: für jede belegte Vortragsstunde ist für dar ganze Se­mester «in Honorar van Ml. 3.. für die Uebungsstunden (d. i. Malen oder Zeichnen bezww. Exkursionen) ein solches von Ml. 2.50 zu entrichlen; außerdem wird beim erstmalige« Belegen ein« Einschreibgebühr oo» Mk. 10. erhoben, die für beliebig viel« Fächer und Semester gilt. Wie niedrig diese Sätze bemes­sen sind, möge ein Beispiel zeigen: Es will Jemand die Boi» träge über Musikgeschichte (stehe unter 1). über Deutsche Litera­tur. (s. u. 2) und über Rechtswissenschaft (>. unter 3) hören, so hat er zu zahlen (l u. 1 u. 2 mal 3 tsi12 Marl und außerdem 10 Mark Einschreibgebühr, also Ganze» 22 Mark. Da das nächste Sommeffemesier nun etwa 17 Studierwochen haben wird, fo würde die Gesamtzahl der Vortragsjwnden. die von dem Betreffenden gehört werden können, 17 mal 4 ist 08, d. h. der Preis fitr «me Bortragsswnde etwa 32 Psg. betragen. Im Fall im daroulkolaenden Wintersemester von >>»mi«lben Zubö-